Hi!
Bitte höflichst um Quellenangabe.
Aber ich google doch gern für Dich, wenn Dir das schwerfällt.

Aus der StVo:
§5 Abs(8) Ist ausreichender Raum vorhanden, dürfen Radfahrer
und Mofa-Fahrer Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen
warten, mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht
rechts überholen.
Ich zitiere „…ist ausreichender Raum vorhanden…“, „…dürfen…“ und „…rechts überholen…“.
Es heisst also nicht, dass ich mit dem Auto rechts nicht dichtmachen darf, um weiterhin zügiges Fortkommen zu ermöglichen. Es heisst nicht, dass Radler dann mit 40 Km/h links vorbeibohren und sich direkt vor das Auto stellen dürfen. Es heisst nicht, dass Radler sich immer mit Gewalt ganz nach von vorne quetsche MÜSSEN.
Das übliche, rücksichtslose Durchdrängeln ist somit, wie ich ja auch schrieb, keineswegs erlaubt.
Es ist eben so, dass Radfahrer vor den Pkw am
besten gesehen werden und z.B. weniger häufig durch
Rechtsabbieger überfahren werden.
Der 2. in der Schlange kann sie trotzdem noch übersehen.
Eher nicht, der Radfahrer steht ja vor ihm, in seinem
Blickfeld.
Je nach dem, was der erste für ein Fahrzeug fährt.
Mir ist es ja egal, Ihr müsst wissen, was IHr tut. Wenn ich Rad fahre, bin ich mir jedenfalls bewusst, keine Knautschzone zu haben und fahre entsprechend.
Beschwert Euch nur nicht, wenn Ihr dann wirklich mal unter die Räder kommt.
Aber wie gesagt, man kann den Wagen ja ganz nach rechts an den
Randstein lenken. Wenn der Hintermann clever ist, hält er sich
links und schließt auf 10 cm auf…
Man könnte clever hier auch durch „rücksichtslos“ ersetzen.
Wieso? „Rücksichtlos“ ist es in meinen Augen, sich mit dem Rad völlig sinnfrei nach vorne zu drängeln und dann alle anderen aufzuhalten.
Ferner habe ich bislang noch keinen Passus in der StVO gefunden (auf die Du ja so gerne verweist), welcher mich dazu anhält, immer am linken Rand meines Fahrstreifens zu bleiben.
Mal im Ernst, das einzige, was ich erwarte und voraussetze,
ist gegenseitige Rücksichtnahme.
Ich auch. Sonst nichts. Schrieb ich etwas anderes?
Nun ist es ja ganz im
allgemeinen so, dass Rücksicht meist vom „Stärkeren“ ausgeht,
das liegt in der Natur der Sache.
Keineswegs. Ich schrieb es ja.
Eine 80jährige wird nur in
wenigen Situationen die Gelegenheit haben, auf jüngere
Menschen Rücksicht zu nehmen.
Wieso? Sie kann z.B. den Supermarkt zwischen 17 und 20 Uhr meiden, Kopfhörer für ihr TV benutzen u.s.w.
Andersherum wird das eben
häufiger der Fall sein.
Hier hingegen gehe ich mit.
_Und natürlich ist es in Einzelfällen
auch geboten, als Radfahrer nachfolgenden Verkehr der nicht
überholen kann, vorbeizulassen. Aber das grundsätzlich in
jeder Situation vorauszusetzen, halte ich für falsch.
Ich auch. Wenn Platz genug zum Überholen ist, ist das nicht nötig. Wenn nicht, schon.
Der Radfahrer möchte genauso am Ziel ankommen wie ein
Autofahrer, in angemessener Zeit. Ich wehre mich dagegen, als
militant oder rücksichtslos abgestempelt zu werden, nur weil
ich mich auf dem Rad schneller bewegen will als ein Fußgänger.
Das mache ich auch nicht.
Zur Erinnerung: eingangs ging es darum, bei extremen Wetterverhältnissen nicht alle aufzuhalten…
Das sind in München 10-20 Tage im Jahr, an welchen man als Radler ab und an mal die hinter sich gebildete Autoschlange vorbei lassen sollte.
Ich würde eher einen Autofahrer als militant bezeichnen, der
der Ansicht ist, Radfahrer gehörten nicht auf die Straße.
Möglicherweise hast Du Recht.
Ich finde, Radler gehören auf den Radweg, sobald ein solcher vorhanden ist. Ist das militant?
So werde ich als Radfahrer keinen Autofahrer absichtlich am
Weiterfahren hindern, was hätte ich auch davon. Warum darum
Feindbilder gebaut werden, ist mir unklar. Das produziert
Aggressivität und absichtliche Rüpeleien, auf beiden Seiten
und ist der Sache wenig förderlich.
Bestens, so sehe ich das auch.
Wenn man sich überlegt oder wirklich mal abmißt, um wieviele
Sekunden Zeitverlust wir hier diskutieren, wird die Sache
wirklich lächerlich.
Das stimmt in der eingangs beschriebenen Situation nicht, denn es geht ja um mehrere Radler, die bei extremsten Wetter dann zu aneinander aufgereihten Hindernissen werden.
Deshalb meine ich auch, Mathias, Du hast deine Einstellung
hier (sehr) deutlich gemacht. Antworten verdrehst Du nur noch
und benutzt sie zur Festigung deiner festgefügten Feindbilder
und Vorurteile.
Naja, ich unterstelle im Gegenzug, dass Du mich einfach nicht verstehen willst.
Kann ich nicht ändern. Ich nehme trotzdem Rücksicht auf Radler, auch wenn sie sich daneben benehmen.
Grüße,
Mathias