Feminismus auf tik tok noch normal?

Warum muss man bei der Erwähnung von historischen Personen einen link beisteuern? Kann jeder innerhalb von Sekunden googlen. Mann, schreibst du einen Quatsch!

A propos, wo war noch gleich dein Beleg dafür, dass im Iran totsicher eine bessere Regierung an die Macht kommen muss? Nach deinen Forderungen hier wirst du das sicherlich innerhalb von Stunden nachliefern, denn du wirst ja nicht etwas verweigern, was du bei anderen einforderst!

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Ein Teil des von Dir wahrgenommenen Problems liegt darin begründet, dass TikTok neben Pinterest eine der Plattformen ist, die einen am extremsten in einer einmal betretenen Bubble hält. Wenn Du einmal an eines der Videos geraten bist, die Du beschreibst und das zu Ende gesehen hast, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du vom TikTok-Algorithmus ab diesem Zeitpunkt immer wieder ähnliche Videos präsentiert bekommst und so den Eindruck bekommst, bei TikTok gäbe es „nur“ diese Art Videos. Tatsächlich gibt es aber (natürlich) auch Videos, in denen das andere extreme Ende des Spektrums verbreitet wird, d.h. frauenfeindlicher Kackscheiß von Männern mit Egoproblem.

Beide Varianten sind jedoch weder für TikTok noch für die Gesellschaft in irgendeiner Form repräsentativ. Für TikTok (und die meisten anderen Plattformen) sind aber Videos mit diesen extremen Positionen ausgesprochen interessant, weil extreme Positionen viele Interaktionen auslösen, was wiederum die Werbeeinnahmen nach oben treibt.

Gruß
C.

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Du bist also ein Betroffener und/oder kannst dich in die Lage der betroffenen Frauen versetzen? Oder warum glaubst du das beurteilen zu können?

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Sorry, Raketenbasis ist natürlich voll daneben. Aber als Frau kann ich sagen: wenn Frau sich wehren konnte, wurde sie akzeptiert.

Beispiel OT:

19 jährige darf sich jeden Morgen bei der fruehbesprechung von 50 jährigem Mann anhören: deine Brustwarzen stechen hervor, ist es so kalt? Naja, viel Busen hast du nicht, aber zum spielen reicht’s, zum Essen ist er nicht. 30 Kollegen lachen betreten.

Nach 10 Tagen sagt der typ, er geht jetzt pinkeln. Die Frau sagt daraufhin: Moment, ich bringe dir gleich deine Pinzette, damit du ihn halten kannst.

Schallendes Gelächter von ca. 30 Leuten. Danach gab’s nie wieder solche Sprüche, und die Frau wurde respektiert.

Und ich hoffe Mal, dass junge Frauen heutzutage genauso tough sind.

Lg

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Würde so etwas ein Mann schreiben, wäre schnell jemand zur Stelle, der/die sinngemäß schreiben würde „willst Du damit sagen, dass sich die weiblichen Opfer nicht genug gewehrt haben?“ :slight_smile:

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Boah, der lässt sich auch noch von einer FRAU die Pinzette bringen. Ich wittere Sexismus!

p.s.: der Witz war tiaf und das passt nicht zu Frauen.

Humor haben wir noch nicht zwangsgegendert.

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Klipp und klar, eigene Erfahrung 1987. Aber ab dann war zumindest bis zur nächsten Praktikumsstation Schluss. Dort wurde es noch fieser, aber wieder hat ein markiger Spruch geholfen. Und auch die nächsten 15 Jahre. Aber Frau konnte sich in einem maennerjob durchsetzen. Nichts für mimoeschen. Aber mit ständigem me too wird Frau nie ernstgenommen.

Und eine Frau habe ich selbst nicht mehr ernst genommen, als sie meinte, ihr Mann würde ihr bestimmte Aufgaben nicht erlauben.

Sorry, lg

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Du weißt aber schon dass einigen Frauen erst beim Sorgerechtsstreit oder der Alimente Vereinbarung plötzlich einfällt, dass sie misshandelt und das Kind sexuell missbraucht wurde. Und sorry, musste mich einige Zeit damit beruflich befassen, und in 90 Prozent der Fälle habe ich das irgendwann begriffen. Aber leider war der Ruf des Vaters dann schon ruiniert; das Strafverfahren gegen die Mutter kam nicht in die Presse.

Echt, das habe ich beruflich mehrfach erlebt! Aber heute muss man immer dem selbst dargestellten Opfer glauben.

Aber das schadet den echten opfern!!!

Hast du dir mal überlegt, warum das so ist?

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Ach was! Echt jetzt? Wer hätte das gedacht :thinking:

Aber mal im Ernst: Gerade solche „aber andererseits auch“- Kommentare finden sich zu Hauf - fast immer natürlich von Männern - in den diesbezüglichen Feads in den SM, nachdem endlich etwas auch öffentlich deutlich zur Sprache gekommen ist, was genau diese Kommentatoren immer noch nicht begriffen haben. Über die Beweggründe zu solchen reaktiven Kommentartypen, natürlich ebenso zu solchen mit Artikulationen von Hass, und zu Gewalt-, auch Morddrohungen, wird ja ebenfalls zahlreich öffentlich geschrieben.

Ja, ich auch. Ohne „sorry“. Über 30 Jahre. Immer wieder.

Glaube ich nicht! Und zwar gerade weil du überhaupt diesen „aber“- Kommentar bei diesem Thread-Thema hier aktuell einbringst. Das Thema sind nämlich nicht Fälle unberechtigter Beschuldigungen! Das Thema ist die ungeheuere Anzahl nicht vorgebrachter berechtigter Beschuldigungen! Daß Frauen sich nicht outen, nicht wagen, sich zu outen, erst recht nicht wagen, den Täter anzuzeigen. Über Jahre nicht, oft ihr Leben lang nicht. Aus vielen Gründen: vor allem aus berechtigter Angst, daß ihnen nicht geglaubt wird (warum wohl nicht!?), vor Repressalien, vor allem aus berechtigter Angst vor gewaltsamer Rache des Täters. Den Fall „Anni“ (Witten/Dortmund, März d.J.) hast du zur Kenntnis genommen?

Sexuelle Belästigung, sexueller Missbrauch, sexuelle Gewal: Schätzung: Nur ca. jeder 10. Fall wird angezeigt, davon führt nur jeder 10. Fall zu einer Verurteilung des Täters. Und davon noch ein großer Teil mit Bewährungsstrafen.

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Servus, genau das meinte ich. Die, die Sachen erfinden und dann auffliegen machen es den wirklichen opfern noch sehr viel schwerer, Anzeige zu erstatten. Deshalb die riesen Dunkelziffer.

Aber für echte Opfer war ich dann auch mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln da.

Lg

Ja, ich bin auch (mit Ausnahme eines versuchten Femizids und vorangegangenen Verletzungen) eher der subtileren Gewalt begegnet: Dumme Sprüche bis hin zum ekelhaftesten Sexismus, zweit- (oder dritt-, viert-, …) -klassige Behandlungen in vielen Bereichen (besonders in denen, die Männer ausschließlich für sich beanspruchten), Benachteiligung bei der Jobsuche und bei Gehaltsverhandlungen, usw.

Zwar wusste ich mich in den meisten Fällen zu wehren, aber zum einem kostet es sehr viel Kraft und zum anderen trage ich meine Schienen, die die Erziehung gelegt hat, ungewollt und oft unbewusst ein Leben lang in mir. Auch die zu überwinden kostet Kraft, die Männer meist gar nicht erst aufbringen müssen. Und nicht jede Frau hat diese Kraft und/oder dieses Selbstbewusstsein.

Vielleicht hätte ich sie auch nicht, wenn mein Leben anders verlaufen wäre. Aber meine Quintessenz daraus heißt nicht “wenn ich das geschafft habe, müssen das auch andere Frauen können”, sondern “was machen all die vielen Frauen, die nicht diese Power haben, die von niemandem den Rücken gestärkt bekommen?”.

Schöne Grüße
Ann da Cava

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Servus, es ist halt insgesamt ein verflucht schwieriges Thema. Aber heutzutage wird schon etwas übertrieben. Jemand, der einer hübschen Frau auf der Straße hinterher pfeift oder ein Vater, der sein Kleinkind badet, ist doch schön mit einem halben Bein im Knast. Genau wie vor vielen Jahren der 10- jährige in den USA, der seine dreijährige Schwester zum pinkeln abgehalten hat

Die me too Bewegung ist wichtig, aber man muss Mal wieder einen vernünftigen Mittelweg für die Beurteilung des Verhaltens zwischen den Geschlechtern finden. Sonst braucht der 15 jährige Timmy bald einen schriftlichen Vertrag, wenn er seine gleichaltrige Freundin zum allerersten Mal küssen will.

Lg

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Einer hübschen Frau hinterherzupfeifen halte ich in den meisten Fällen für übergriffig.

Dass aber einem Vater, der sein Kleinkind badet, fast Gefängnis droht, ist ein Märchen. Leider verbreiten sich solche Erzählungen immer gern unter Menschen, die sowieso nicht gut differenzieren können und daher gern alles in einen Topf werfen. Aber solche Überspitzungen bringen uns nicht weiter. Meistens hilft ein wenig nachdenken schon, um das eine vom anderen zu unterscheiden. Nur leider sind immer weniger Leute dazu bereit.

Schönste Grüß

AdC

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Nun, aber genau das habe ich erlebt: eine Frau hat ihren ungeliebten Schwiegersohn angezeigt, als sie sah, dass er seinen zweieinhalbjährigen badete und auch im Intimbereich wusch. Seine Frau gab an, er bade das Kind immer am Wochenende. Ein uebereifriger Ermittler wollte daraus mindestens 108 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern machen. Eine sehr eifrige kinderpsychologin erhielt vom Kind die Aussage: Papi macht beim Baden immer meinen pipi sauber. Der Fall wurde von der StA schließlich eingestellt, die Ehefrau hat mir ihrer Mutter nie mehr ein Wort gewechselt, die Familie ist in eine Großstadt gezogen, weil der Ruf des Vaters im Dorf unwiederbringlich ruiniert war.

Wenn ein Vater sein Kind wickelt, wird er wohl auch den Intimbereich säubern müssen.

Aber man kann diese Aufgabe ja auch nur noch den Müttern überlassen

LG Manu

Dann hat da wohl doch noch jemand nachgedacht. Also kein Grund für die Behauptung:

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Servus, ich bewundere dein Engagement und bin absolut deiner Meinung, dass opfern unbedingt geholfen werden muss. Aber es gab bestimmt auch schon Fälle wie den von mir geschilderten, bei denen aufgrund der political correctness niemand dem Vater geglaubt hat

Was das pfeifen angeht: als ich jung war empfand ich es als Kompliment, wenn ich ein scharfes Outfit an hatte und mir jemand nach gepfiffen hat. Das pfeifen an sich hätte ich niemals als übergriffig empfunden. Plumpe anmache hingegen schon, und an der war ich nie selbst nur aufgrund meiner Kleidung schuld, sondern die Typen, deren Kinderstube wohl vernachlässigt wurde.

Wenn ich aber direkt selbst geflirtet habe, konnte ich die Schuld nicht alleine auf den Mann schieben, der dann vielleicht auf einen Kuss gehofft hat.

LG Manu

Diese ständigen anekdotischen Erzählungen mit zweifelhaftem Wahrheitsgehalt helfen niemandem weiter. In keiner Diskussion.

Auch das, was Du vor etlichen Jahrzehnten erlebt hast und wie Du das damals gefunden hast, hilft nicht weiter. Es gibt auch Frauen, die sich gerne nackt in der Öffentlichkeit auspeitschen lassen oder via Webcam vor hunderten Unbekannten Sex haben. Daraus kann man aber keinesfalls ableiten, dass das für jede Frau OK sein muss und sie sich gefälligst nicht so anstellen soll, nur weil sie mal ein bisschen sexistisch angegangen und in ihrer Würde verletzt wird.

Ich erinnere auch gerne noch einmal an diesen Satz:

Aus so etwas kann man sehr leicht den Spruch „hätteste mal was gesagt, dann wäre das alles nicht passiert“ ableiten und das ist nichts anderes als ein Schlag ins Gesicht aller Frauen, die sich nicht durch einen lockeren Spruch einer verbalen oder körperlichen Demütigung oder Bedrohung entziehen konnten.

Nur, weil Du den Vorfall vor 40 Jahren locker weggesteckt und die Männer mit einem Spruch zum Schweigen gebracht hast, heißt das nicht, dass man damit in jeder Situation alle Männer zum Schweigen oder zum Einhalten bringt und erst recht heißt das nicht, dass jedes Mädchen/jede Frau es hinbekommt, in ähnlichen oder anderen Situationen ähnlich selbstbewusst zu reagieren.

Ich kann überhaupt nicht begreifen, wie man sich - gerade als Frau - derart äußern kann.

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Wenn ich sage, dass eine Frau, wenn sie Schreibkraft in einem Vernichtungslager ist, sich strafbar machen würde? Das wäre aber m.E. so.

Ganz einfach weil viele junge Frauen die ich heute kenne, sich ständig von Männern vorhalten lassen müssen, das “Mann” bzw. Kollege es nicht einmal mehr wagen darf, sachlich ihre Arbeit zu kritisieren, ohne sich dem Vorwurf der Diskriminierung auszusetzen. Damit ist auch den Frauen nicht geholfen, weil sie dann wirklich keiner mehr ernst nimmt.

Und meine “Anekdote" war die direkte Antwort auf den vorherigen Post, in dem Stand, dass solche Geschichten nur dumme Gerüchte wären

Hast du den Post auch gelesen?

Lg

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