Dere
soso, du glaubst…und aufgrund dieses „Glaubens“ willst du
nun Symbole gewissern Anschauungen verbieten und die anderer
nicht? Das stell ich mir schwierig vor, wer soll das
entscheiden?
Es gibt Symbole und Symbole. Ich sehe ein Kopftuch nicht als radikales Symbol. Ein Symbol des Islams. Vielleicht fällt es einem Mann leichter, sich im Islam zurechtzufinden. Aber nichts desto trotz ist der Islam eine friedliche Religion. Es hat auch Kreuzzüge gegeben.
Darf ein Inder traditionelles tragen? Der Dalai Lama hat in Graz vor tausenden Menschen gesprochen. In seiner traditionellen Kleidung. Schule für Alt und Jung!
Soweit ich informiert bin ruft der Islam nicht dazu auf
Andersdenkende zu töten, Menschenopfer zu veranstalten und die
Reinheit der Rasse durch die Ausrottung der „Unreinen“ zu
fördern.
Tja, nun gibt es aber Leute, die genau das über den Islam
behaupten. Und nun?
Es gibt Leute die behaupten, dass Onanie blind macht. Und nun?
Und zweitens ist doch auch die privaten Aktivitäten der Nazis
verboten. Zumindest das was als Wiederbetätigung gilt. Ist es
nicht?
Ich denke, es gibt auch noch eine Menge anderer Aktivitäten,
die nicht verboten sind, und die ich an Schulen trotzdem nicht
sehen möchte. Im Grunde fängt das schon bei „harmlosen“
Parteistickern an und hört bei Coca-Cola Mützen auf.
Welche Botschaft vertreibt CocaCola? Sauf bis du kotzt?
Wrangler, Lewis, Benetton, Gucci, Armani, Versace, Ferarri,
Otto Kern, und andere Labels? Töte jeden der mich nicht kauft?
Wenn du so argumentieren willst, müsstest du Symbole von
Parteien sogar noch eher zulassen, als die von
Religionsgemeinschaften.
Der Vorteil wäre, dass man über die jetzt verborgenen Sympathien der Lehrer Bescheid wissen könnte. Aber gehts uns was an?
Parteien sind nämlich wenigstens
demokratisch, Religionsgemeinschaften hingegen in den meisten
Fällen nicht.
Parteien sind demokratisch? Selten so gelacht.
Sozusagen find ich deine Argumentation nicht korrekt. Aber
albern ist die Diskussion schon. Ich schätze die gleiche
Aufregung hat geherrscht als die Frauen anfingen Hosen zu
tragen.
Da täuscht du dich. Mit Hosen im Allgemeinen wird keine
politische oder religiöse Weltanschauung verbunden, und zwar
weder bei Hosen für Männer noch bei denen für Frauen.
Die ersten Hosen sind nicht ohne Wirbel abgegangen. Das war ein Hieb in die heile Welt.
Ich hab nichts gegen Fremde, aber diese Fremden sind nicht von
hier!
(Methusalix, Das Geschenk des Cäsar)
Ja, find ich auch lustig, aber er trifft hier wohl eher auf
dich zu. Du unterscheidest hier zwischen „guten“ und „bösen“
Weltanschauungen, nicht ich. Ich will das alles aus den
Schulen raushaben.
Gerade eine der anerkannten Weltreligionen muss aus politischen Gründen schon akzeptiert werden. Sonst dürfte es keine Nonnen irgendwo auf dieser Welt geben.
Ein Großteil der Menschen haben ihre Zuflucht in irgendeiner Religion gefunden. Auch im Islam. Und Satanis mus oder Neonazismus damit zu vergleichen ist ein starkes Stück.
Grüße Dusan