Fortpflanzung

Zirkelschluss?

Wenn man sie aber bei Tieren fuer richtig haelt, dann muss man
sie
konsequenterweise auch bei Menschen fuer richtig halten, da
ich
diesbezueglich keinen prinzipiellen Unterschied zwischen
Mensch und
Tier sehe.

Wenn wir schon bei Fehlschlüssen sind: Das war grad, zumindest

sofern es die Triebtheorie betrifft e ein

klassischer Zirkelschluß.

Hallo datafox

Das kann ich nicht nachvollziehen.

Praemisse 1:
Die Triebtheorie ist fuer Tiere richtig.

Praemisse 2:
Menschen und Tiere sind prinzipiell gleich.

Konklusion:
Die Triebtheorie ist auch fuer Menschen richtig.

Ich leite die Praemissen nicht aus der Konklusion ab, falls das dein
Vorwurf sein sollte. Die Praemissen sind unbewiesen, gewissermassen
Axiome. Insofern ist die Konklusion zweifelhaft, nicht aber
hinsichtlich ihrer Logik.

Einen Zirkelschluss koennte man hinter der Einschraenkung
„diesbezueglich“ vermuten, der ausformuliert bedeuten koennte:
Sofern die Menschen und Tiere hinsichtlich der Triebtheorie gleich
sind, sind sie hinsichtlich der Triebtheorie gleich.

Aber so habe ich das nicht gemeint, sondern so, wie ich es im Schema
aufgeschrieben habe. „Diesbezueglich“ bedeutet dort: Menschen und
Tiere sind in allen Punkten gleich, die fuer die Triebtheorie
relevant sind. Das ist inhaltlich dasselbe wie Praemisse 2 und es
entsteht kein Zirkelschluss.

Gruss, Tychi

Hallo Irene,

Macht es wirklich so viel? Was sage ich einer jungen Frau, um
die 40, ohne Partner, die ihr Leben davonlaufen sieht? Welche
Denkansätze kann ich anbieten? Wie hole ich sie da raus?

auf dieses konkrete Beispiel möchte ich mich beziehen. Soviel ich nachdenke, eine glatte Lösung: so kann man sie „herausholen“, fällt mir nicht ein, und ich glaube, die gibt es nicht.

Es kann ja sein, daß diese Frau durch irgendeinen Zufall die Liebe ihres Lebens kennenlernt, und vielleicht auch noch heute abend.

Aber es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß sie keinen passenden Langzeitpartner mehr kennenlernt und der Zug schließlich ohne sie abfährt. Der Verzicht auf die Erfüllung des Kinderwunsches mag schmerzlich sein und ein wirklicher Verlust, über den sie eigentlich nur trauern kann.

Dort, wo man keine Macht hat, und wo man „sein Glück“ nicht mehr „schmieden“ kann, ist es wohl am vernünftigsten, mit dem Kämpfen aufzuhören und demütig zu werden. Zumindest spart es Kräfte und macht vielleicht wieder offener.

Tja, wenn sie eine Bekannte von Dir ist, und Du insgesamt einen guten Bekanntenkreis hast, dann kannst Du ja einen diskreten Vermittlungsversuch machen (ein wenig scherzhaft gemeint, aber warum eigentlich nicht?).

Grüße,

I.

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Hallo,

Beim Menschen findet keine biologische Evolution mehr statt

das ist schlichtweg falsch.

Gruß
Cess

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Hallo Data,

Du sagst ein gehorchender Hund würde seine Triebe zurückhalten
wie ein Mensch es tut. In Wirklichkeit verschiebt sich hier
lediglich die Ebene der Betrachtungsweise. Ein Hund, der
seinem Herr gehorcht, tut das ebensowenig bewußt wie er sein
Fressen frißt. Ein Mensch, der einem anderen Menschen
„gefallen will“ (wie zb. dem Boß) tut das bewußt.

täusch dich da mal nicht. Ich konnte letzte Woche an einem ganzen „Rudel“ Menschen beobachten, wie sehr man doch vom Unterbewusstsein gesteuert ist. Wir funktionieren doch sehr über Unterbewusstes und Instinkte - ich habe das zwar auch vorher nicht bestritten, meine Beobachtungen an lebenden Objekten haben mir das allerdings nochmal deutlich gemacht.

Nur so als Anhaltspunkt: Schon mal „Das Experiment“ gesehen oder gelesen (inkl. der wahren Hintergründe)? Der Mensch ist mehr Tier, als du gerne hättest.

Gruß
Cess

Nur so als Anhaltspunkt: Schon mal „Das Experiment“ gesehen
oder gelesen (inkl. der wahren Hintergründe)? Der Mensch ist
mehr Tier, als du gerne hättest.

Den Film habe ich nicht gesehen, aber derartige Experimente sind bekannt. Nichts davon kann man biologistisch erklären.

Viele Grüße
datafox

Menschen … (außer sie sind geistig derart zurückgeblieben,
und da ist die Frage, inwieweit es ich dabei um eine Person
handelt).

Hey hey hey, mal ganz vorsichtig mit solchen Äußerungen bitte.

Informier DU dich bitte über die Bedeutung des Wortes „Person“ im philosophischen Sinne und ihre Abgrenzungsprobleme, bevor du solche Äußerungen machst.

PS auch im juristischen Bereich gibt es den Akt der Entmündigung.

Viele Grüße
datafox

Praemisse 1:
Die Triebtheorie ist fuer Tiere richtig.

Praemisse 2:
Menschen und Tiere sind prinzipiell gleich.

Konklusion:
Die Triebtheorie ist auch fuer Menschen richtig.

Das ist immer noch zirkulär, denn die erste Prämisse sagt dasselbe wie die Konklusion: Beim Menschen lassen sich keine Triebe feststellen, weder an anderen Menschen noch an sich selber (sondern nur Motivationen), man kann sie nur analog zum Tierreich *postulieren*.

Wenn Menschen wie Tiere sind, dann haben sie Triebe, denn Tierhaftigkeit ist durch Triebhaftigkeit bestimmt. Eine Tautologie, weiter nichts.

Grüße
datafox

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Beim Menschen findet keine biologische Evolution mehr statt

das ist schlichtweg falsch.

Nein ist es nicht.

Erstens ist dazu der Zeitraum viel zu kurz, damit sich überhaupt irgendwas neu „entwickeln“ kann.

Zweitens findet beim Menschen keine natürliche Auslese statt:

a. Die Medizin läßt es zu, daß Kranke und Behinderte nicht nur überleben sondern sich auch noch fortpflanzen. (Dies wurde in der Vergangenheit zwar versucht zu verhindern, um so die Menschheit in Richtung eines Herrenmenschen zu perfektionieren - die wunderbaren Folgen sind dir hoffentlich bekannt?)

b. Die Partnerwahl beim Menschen findet hauptsächlich nicht nach körperlichen sondern nach sozialen Kriterien statt.

Ergo gibt es keine Evolution beim Menschen.

Viele Grüße
datafox

Hallo!

mir ging es nur darum
zu zeigen, dass der Grad der „Fortschrittlichkeit einer
Gesellschaft“, in dem Sinne, in Du in verwendet hast, nichts
mit (biologischer) Evolution zu tun hat (was Du ja auch selbst
sagen würdest), damit aber kein Widerspruch zwischem diesem
Entwicklungsgrad und dem „Fortpflanzungserfolg“ (der
tatsächlich eine „biologisch-evolutionstheoretische“ Kategorie
wäre) hergestellt werden kann.

Das ist ja sowieso meine Meinung - kulturelle Entwicklung hat mit Biologie übehaupt nichts zu tun.

Anders gesagt: man kann „kulturelle Evolution“ nicht einfach
als Verlängerung der biologischen Evolution denken, um so den
Evolutionsgedanken als widersprüchlich erweisen zu können.

Als Verlängerung war das nicht gemeint. Es sind zwei verschiedene Dinge. Das Wort hat sich angeboten, um einen Kontrast herzustellen.

Noch direkter: Im Sinne des biologischen Evolutionsgedankens
kann man die USA und Europa keineswegs für „höherentwickelt“
halten

Mir ist nicht klar, was biologische Evolution beim Menschen überhaupt sein SOLL?

Wie könnte man daraus, dass die Industriestaaten geringere
Geburtenraten als die Staaten der Dritten Welt besitzen,
sinnvoll schlußfolgern, dass die biologische Evolution
beim Menschen nicht wirken würde?

Weil die Grundidee bei der Evolutionstheorie ist, daß das Fittere (das besser Angepaßte) sich durchsetzt. Beim Menschen sehe ich das Gegenteil. Je besser an das heutige Leben angepaßt eine Gesellschaft ist, desto weniger Kinder hat sie.

Viele Grüße
datafox

Hallo Datafox,
dann frag ich mich, warum der normale Durchschnittseuropäer vor 500 Jahren noch ca. 20 cm kleiner war.
Desweiteren denke ich, dass es nicht ausreicht, bei einer Spezies (die es schon seit mehr als einer Million Jahren gibt) einen Zeitraum von 2000 Jahren zu betrachten und zu erzählen, es findet keine Entwicklung statt.
Grüße
Almut

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Hallo Datafox,
und wie erklärst Du es dann?
Grüße
Almut

Beim Menschen findet keine biologische Evolution mehr statt

das ist schlichtweg falsch.

Erstens ist dazu der Zeitraum viel zu kurz, damit sich
überhaupt irgendwas neu „entwickeln“ kann.

Welcher Zeitraum? Natürlich sehe ich nicht von heute auf morgen, was sich so in der Evolution tut, das gilt aber für alle Lebewesen. Dennoch findet biologische Evolution IMMER statt. Dass sie beim Menschen mit einer Art kultureller Evolution gekoppelt ist, habe ich nicht bestritten, es ist aber Quatsch zu behaupten, es gäbe keine biologische mehr. Wir sind Biologie, da lässt sich nichts dran rütteln.

Zweitens findet beim Menschen keine natürliche Auslese statt:

Wenn du mir noch natürlich definierst, denke ich da nochmal drüber nach.

a. Die Medizin läßt es zu, daß Kranke und Behinderte nicht nur
überleben sondern sich auch noch fortpflanzen. (Dies wurde in
der Vergangenheit zwar versucht zu verhindern, um so die
Menschheit in Richtung eines Herrenmenschen zu perfektionieren

  • die wunderbaren Folgen sind dir hoffentlich bekannt?)

Nicht jede Krankheit oder Behinderung ist tödlich. Einige beruhen „nur“ auf Genmutationen. Evolution beruht unter anderem auf solchen Mutationen, die „zufällig“ auftreten und sich dann als „sinnvoll“ erweisen.

b. Die Partnerwahl beim Menschen findet hauptsächlich nicht
nach körperlichen sondern nach sozialen Kriterien statt.

Das gilt erstens nicht überall und zweitens auch nur bedingt. Du hast das schon öfter behauptet, ich habe bisher noch keine Statistik gesehen, die das belegt. Gerade seit Frauen eigenes Geld verdienen und nicht mehr von der Brieftasche des Mannes abhängig sind, geht es doch eher darum, dass er gefällt. Aber da waren wir immer schon geteilter Meinung - aber beachte, das ist eine Meinung, keine Tatsache.

Ergo gibt es keine Evolution beim Menschen.

Das ist so schlichtweg falsch.

Gruß
Cess

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Hallo Semjon,
ich werde mich bemühen. Ist ohnehin notwendig, auch für mich. Aber nicht sofort.
lg, Irene

Hallo!

dann frag ich mich, warum der normale Durchschnittseuropäer
vor 500 Jahren noch ca. 20 cm kleiner war.

Dieses Wachstum (jede Generation ist größer als die Elterngeneration) hat etwas mit medizinischem Fortschritt, besserer Nahrung usw. zu tun und nicht mit natürlicher Auslese nach einer günstigen Mutation (das ist MEINE Definition von Evolution).

Grüße
datafox

Welcher Zeitraum? Natürlich sehe ich nicht von heute auf
morgen, was sich so in der Evolution tut, das gilt aber für
alle Lebewesen.

Die Zeitspanne, seit der homo sapiens existiert, ist lediglich ein Pfurz im astronomischen Geschehen des Universums.

Dennoch findet biologische Evolution IMMER
statt.

OK dann mal Butter bei den Fischen.

Was heißt biologische Evolution? Daß Organismen sich an die Umwelt anpassen, indem günstige Mutationen, die zufällig auftreten, sich durchsetzen.

Wenn man den Menschen betrachtet, kenne ich keine Mutanten. Die wären doch in der Zeitung! :smile:

Punkt zwei: Der Mensch paßt sich nicht an die Umwelt an, sondern er paßt die Umwelt an sich an. Je erfolgreicher er das macht, desto höher entwickelt nennt man eine Zivilisation.

Wir sind Biologie, da lässt sich nichts dran rütteln.

Nein, wir beherrschen die Biologie - durch Medizin, Physik, Chemie, Wissenschaft. Irgendwann wird man Lebewesen selbst herstellen können.

Zweitens findet beim Menschen keine natürliche Auslese statt:

Wenn du mir noch natürlich definierst, denke ich da nochmal
drüber nach.

Daß die weniger körperlichen fitten sich nicht mehr fortpflanzen. (ich weise nochmal drauf hin, bitte nicht als Angriff mißverstehen: Hitler hat GENAU DAS versucht, also eine Auslese aufgrund biologischer Merkmale. Behinderte, Tschapperln, Trotteln, Krüppel, Untermenschen = nicht lebenswert = aussterben. Das war Evolutionstheorie in Aktion. Ich lehne dankendst ab!)

Evolution beruht unter
anderem auf solchen Mutationen, die „zufällig“ auftreten und
sich dann als „sinnvoll“ erweisen.

Wo gab es sowas beim Menschen?

Das gilt erstens nicht überall und zweitens auch nur bedingt.
Du hast das schon öfter behauptet, ich habe bisher noch keine
Statistik gesehen, die das belegt. Gerade seit Frauen eigenes
Geld verdienen und nicht mehr von der Brieftasche des Mannes
abhängig sind, geht es doch eher darum, dass er
gefällt. Aber da waren wir immer schon geteilter Meinung -
aber beachte, das ist eine Meinung, keine Tatsache.

  1. Reich wird schön vorgezogen.

(Zum Glück. Sonst gäbe es längst zwei getrennte Bevölkerungsgruppen, die immer mehr voneinander abdriften würden: Die Schönen und die Häßlichen.)

  1. Schönheit macht sich der Mensch selbst - durch Medizin! Kaum eine berühmte Schönheit ist auch so geboren worden.

Viele Grüße
datafox

Praemisse 1:
Die Triebtheorie ist fuer Tiere richtig.

Praemisse 2:
Menschen und Tiere sind prinzipiell gleich.

Konklusion:
Die Triebtheorie ist auch fuer Menschen richtig.

Das ist immer noch zirkulär, denn die erste Prämisse sagt
dasselbe wie die Konklusion: Beim Menschen lassen sich keine
Triebe feststellen, weder an anderen Menschen noch an sich
selber (sondern nur Motivationen), man kann sie nur analog zum
Tierreich *postulieren*.

Tut mir Leid, hier kann ich nicht folgen. Die erste Praemisse sagt
nicht dasselbe wie die K., sondern sie sagt, dass die Triebtheorie
fuer Tiere richtig sei. Die K. hingegen sagt, dass sie fuer Menschen
richtig sei. Das ist doch ein Unterschied, ausser wenn Menschen und
Tiere identisch waeren.

Wenn Menschen wie Tiere sind, dann haben sie Triebe, denn
Tierhaftigkeit ist durch Triebhaftigkeit bestimmt. Eine
Tautologie, weiter nichts.

Hier komme ich dahinter, was du sagen willst: Wenn ich sage, Menschen
seien Tiere, dann kann ich daraus nicht schlussfolgern, dass Menschen
Trieben unterlaegen, sondern dies ist dann schon in der Gleichsetzung
enthalten.

Das kann man doch aber zuordnen und sortieren wie man will.

Gruss, Tychi

Welcher Zeitraum? Natürlich sehe ich nicht von heute auf
morgen, was sich so in der Evolution tut, das gilt aber für
alle Lebewesen.

Die Zeitspanne, seit der homo sapiens existiert, ist lediglich
ein Pfurz im astronomischen Geschehen des Universums.

Öhm, ja und? Glaubst du an Adam und Eva oder was meinst du, wie der Mensch sich bis hierher entwickelt hat? Genau das ist Evolution, und die ist nicht abgeschlossen, nur weil wir uns heute als die Menschen sehen, die wir sind.

Und wenn es nur darum geht, dass die „besten“ Gehirne die besten Jobs bekommen und darum mehr überlebensfähige Kinder zeugen können und sich daher ihr Fortbestehen eher sichern können als jemand, der nicht so intelligent ist etc. pp. - auch das ist Evolution, weil dadurch bestimmte Genkonstellationen häufiger vererbt werden und eben eher Menschen mit besonders tollen Gehirnen auf der Welt rumlaufen.

Das ist jetzt extrem vereinfacht dargestellt, aber jede Entwicklung in dieser Hinsicht ist Evolution, und zwar biologische.

Was heißt biologische Evolution? Daß Organismen sich an die
Umwelt anpassen, indem günstige Mutationen, die zufällig
auftreten, sich durchsetzen.

Evolution heißt erstmal nur Entwicklung. Und das tun wir, auch rein biologisch - und sei es, dass wir vielleicht Nahrungsmittel besser vertragen, welche unsere Vorfahren nicht vertragen hätten. Die meisten Asiaten vertragen keinen Alkohol (ja, das ist tatsächlich biologisch in der Evolution begründet, wenn du mehr drüber wissen willst, ich schick dir gerne Artikel, die müsste ich jetzt aber erstmal raussuchen). Je mehr Vermischung es mit zum Beispiel Europäern gibt, desto größer ist die Chance, dass die Nachkommen Alkohol vertragen.

Oder Milchunverträglichkeiten. Haben immer mehr Menschen - das ist eine Entwicklung, die biologisch begründet ist. DAS ist Evolution.

Wenn man den Menschen betrachtet, kenne ich keine Mutanten.
Die wären doch in der Zeitung! :smile:

Netter Scherz. Mutation hört sich erstmal gewaltig an, kann sich aber auch im kleinen abspielen. Ob die Menschen nun in x-hundert Jahren besonders klein mit besonders großen Köpfen sind oder irgendwas anderes - können wir ja jetzt noch nicht wissen, Evolution passiert eben nicht von heute auf morgen. Oder lass es die verschiedenen Lebensmittelunverträglichkeiten sein.

Punkt zwei: Der Mensch paßt sich nicht an die Umwelt an,
sondern er paßt die Umwelt an sich an. Je erfolgreicher er das
macht, desto höher entwickelt nennt man eine Zivilisation.

Das geht aber auch nur bedingt. Nettes Beispiel aber. Nehmen wir die Luftverschmutzung: Menschen, denen die Luftverschmutzung nicht auf die Lunge schlägt, die davon keine Krankheiten diverser Art bekommen und die dementsprechend fitter sind als die anderen, haben größere Chancen, auch gesunde Kinder zur Welt zu bringen. Wer weiß, vielleicht kommen wir irgendwann mit weniger Luftsauerstoff aus und brauchen „saubere“ Luft nicht mehr, weil wir uns angepasst haben?

Nein, wir beherrschen die Biologie - durch Medizin, Physik,
Chemie, Wissenschaft. Irgendwann wird man Lebewesen selbst
herstellen können.

Das ist ein ziemlich gefährlicher Trugschluss. Die Biologie zu beherrschen hieße Gott zu sein (mal ab davon, ob man an Gott glaubt oder nicht). Wir können bedingt eingreifen, richtig. Das ist aber schon alles.

Daß die weniger körperlichen fitten sich nicht mehr
fortpflanzen. (ich weise nochmal drauf hin, bitte nicht als
Angriff mißverstehen: Hitler hat GENAU DAS versucht, also eine
Auslese aufgrund biologischer Merkmale. Behinderte,
Tschapperln, Trotteln, Krüppel, Untermenschen = nicht
lebenswert = aussterben. Das war Evolutionstheorie in Aktion.
Ich lehne dankendst ab!)

Nur weil er versucht hat Gott zu spielen, muss ich nicht die Evolutionstheorie verteufeln. Das eine hat für mich mit dem anderen einfach nichts zu tun. Nur weil er es missbraucht hat, ist die Theorie ja nicht falsch.

In der Evolution geht es übrigens nicht um „körperlich fit“ sondern um Fitness - das ist ein Unterschied. Ich habe hier einen schönen Auszug von wikipedia, der auch aus einem Biobuch stammen könnte:

„Die Fitness in der Biologie meint nicht den deutschen umgangssprachlichen Begriff „Sportlichkeit“ oder „gut trainiert“. Fitness ist der Grad der Anpassung an einen Zustand (engl. fit = „passend, angepasst“). Der Übersetzungsfehler wurde berühmt durch das Zitat von Charles Darwin survival of the fittest, welches nicht „Überleben der Stärksten“, sondern das „Überleben der Angepasstesten“ heißt.“

Evolution beruht unter
anderem auf solchen Mutationen, die „zufällig“ auftreten und
sich dann als „sinnvoll“ erweisen.

Wo gab es sowas beim Menschen?

Jedes Lebewesen besteht genau daraus. Unser aufrechter Gang - irgendein Vorfahr hatte eine aufrechtere Wirbelsäule als die anderen, war demnach „nicht normal“ (alles jetzt wieder stark vereinfacht zu verstehen bitte). Das hat sich aber als vorteilhaft erwiesen, darum hat es sich durchgesetzt. Und so weiter …

  1. Reich wird schön vorgezogen.

Ähm, ich sagte ja schon, da waren wir uns schon immer uneins. Hast du Belege? Außer dir selber und deinen Freunden, wie du immer selbst sagst? Da kann ich nämlich sonst mit mir und meinem Freundeskreis kontern und wir wären keinen Schritt weiter.
Und bitte komm mir nicht mit der „High Society“, die bilden nur einen kleinen Prozentteil der Bevölkerung und sind daher, wenn auch in den Medien natürlich häufiger zu sehen als der Otto-Normal-Verbraucher, statistisch nicht repräsentativ.

  1. Schönheit macht sich der Mensch selbst - durch Medizin!
    Kaum eine berühmte Schönheit ist auch so geboren worden.

Naja, die durch Medizin angeblich verschönerten sehen meistens nicht mehr besonders schön aus, aber auch das ist nur meine Meinung.

Gruß
Cess

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Nehmen
wir die Luftverschmutzung: Menschen, denen die
Luftverschmutzung nicht auf die Lunge schlägt, die davon keine
Krankheiten diverser Art bekommen und die dementsprechend
fitter sind als die anderen, haben größere Chancen, auch
gesunde Kinder zur Welt zu bringen. Wer weiß, vielleicht
kommen wir irgendwann mit weniger Luftsauerstoff aus und
brauchen „saubere“ Luft nicht mehr, weil wir uns angepasst
haben?

Bevor sich das genetisch manifestiert, würde es längst Medikamente geben. Das ist das was ich meine: Auch wenn biologische Evolution am Menschen wirkt, wirkt sie sich nicht aus.

Nur weil er versucht hat Gott zu spielen, muss ich nicht die
Evolutionstheorie verteufeln. Das eine hat für mich mit dem
anderen einfach nichts zu tun. Nur weil er es missbraucht hat,
ist die Theorie ja nicht falsch.

Sie ist ja nicht falsch, sondern lediglich auf den Menschen unanwendbar, da in falschen Kategorien rechnend. Man kann die menschliche GEsellschaft nicht biologisch beschreiben, ebenso wie man einen Picasso physikalisch mit den Atomen der Farbpigmente beschreiben kann - das ist meine Meinung.

In der Evolution geht es übrigens nicht um „körperlich fit“
sondern um Fitness - das ist ein Unterschied. Ich habe hier
einen schönen Auszug von wikipedia, der auch aus einem Biobuch
stammen könnte:

Nun ja, für so dämlich brauchst du mich nicht zu halten LOL :wink: Ich weiß was das Wort „fitness“ bedeutet. Mit „körperlich fit“ habe ich gemeint, daß es um genetisch vererbbare körperliche Eigenschaften (wie Körperbau) und nicht um geistige geht, die nicht vererbt sondern tradiert und erlernt werden (kulturelle Evolution).

Jedes Lebewesen besteht genau daraus. Unser aufrechter Gang -
irgendein Vorfahr hatte eine aufrechtere Wirbelsäule als die
anderen, war demnach „nicht normal“ (alles jetzt wieder stark
vereinfacht zu verstehen bitte). Das hat sich aber als
vorteilhaft erwiesen, darum hat es sich durchgesetzt. Und so
weiter …

Innerhalb von wenigen tausend Jahren hat sich der Mensch aber nicht wesentlich verändert. Was sich dagegen verändert hat, ist sein Wissen. Und genau da setzt meine Meinung eben an.

  1. Reich wird schön vorgezogen.

Ähm, ich sagte ja schon, da waren wir uns schon immer uneins.
Hast du Belege?

Ja - Schönheit ist normalverteilt. Sie ist nicht in einer bestimmten „Schicht“ oder anderen Bevölkerungsgruppe vorherrschend. Würden Menschen nach Schönheit ihre Partner aussuchen, würde man das sehen können! (Mit Schönheit meine ich jetzt Ebenmäßigkeit der Züge usw. und nicht medizinisch hergestellte Schönheit).

Naja, die durch Medizin angeblich verschönerten sehen meistens
nicht mehr besonders schön aus, aber auch das ist nur meine
Meinung.

Das sehen viele anscheienend anders. Nicht umsonst ist Schönheitschirurg einer der bestbezahltesten Jobs der Welt. (aber das ist ohnehin OFFtopic).

Grüße
datafox

Naja,

Bevor sich das genetisch manifestiert, würde es längst
Medikamente geben. Das ist das was ich meine: Auch wenn
biologische Evolution am Menschen wirkt, wirkt sie sich nicht
aus.

gegen alles gibt es keine Medikamente. Aber das wäre jetzt Haarspalterei - weder du noch ich wissen, wie die Auswirkungen da genau sind. Jedenfalls gibt es schon einige Zeit Luftverschmutzung und die Allergien nehmen in der Bevölkerung zu - und Medikamente gibts dagegen nicht. Es gibt Medikamente, die die Symptome lindern, aber nichts, was eine Allergie verschwinden lässt. Nur als Beispiel.

Sie ist ja nicht falsch, sondern lediglich auf den Menschen
unanwendbar, da in falschen Kategorien rechnend. Man kann die
menschliche GEsellschaft nicht biologisch beschreiben,

Das habe ich auch nicht versucht. Von der menschlichen Gesellschaft habe ich nicht gesprochen. Ich sehe ein, dass man kulturelle und biologische Evolution nur noch gemeinsam in Hinsicht auf den Menschen betrachten darf. Ich würde aber nie so überheblich sein zu behaupten, dass der Mensch der Biologie nicht mehr unterworfen wäre.

Nun ja, für so dämlich brauchst du mich nicht zu halten LOL :wink:

Tu ich nicht. Ich bin nur nicht so abgehoben dass ich erwarte, jeder Nicht-Biologe wüsste da Bescheid.

Ich weiß was das Wort „fitness“ bedeutet. Mit „körperlich fit“
habe ich gemeint, daß es um genetisch vererbbare körperliche
Eigenschaften (wie Körperbau) und nicht um geistige geht, die
nicht vererbt sondern tradiert und erlernt werden (kulturelle
Evolution).

Du kannst nicht alles Geistige vererben. Wenn man jetzt mal Intelligenz mit rein nimmt. Nicht jeder hat die körperlichen oder geistigen Voraussetzungen, um einen Job zu bekommen, der viel Geld bringt und somit attraktiv zu werden (um mal bei deiner Meinung Geld = attraktiv zu bleiben).

Innerhalb von wenigen tausend Jahren hat sich der Mensch aber
nicht wesentlich verändert. Was sich dagegen verändert hat,
ist sein Wissen. Und genau da setzt meine Meinung eben an.

Warum reden wir von wenigen tausend Jahren? Man muss das Ganze von Beginn an betrachten, weil die Kultur sich doch mit dem Menschen entwickelt hat.

Ja - Schönheit ist normalverteilt.

Ich frage, hast du Belege, deine Antwort: Ja. Entschuldige, aber das ist keine Diskussionsgrundlage.

bestimmten „Schicht“ oder anderen Bevölkerungsgruppe
vorherrschend. Würden Menschen nach Schönheit ihre Partner
aussuchen, würde man das sehen können! (Mit Schönheit meine
ich jetzt Ebenmäßigkeit der Züge usw. und nicht medizinisch
hergestellte Schönheit).

Ich rede auch eher von Attraktivität. Das ist für den einen ein bestimmter Körperbau, für den anderen eine bestimmte Größe etc. Klar, wenn jeder Schönheit gleich empfinden würde, wären viele Menschen einsam. Dennoch bin ich der Meinung dass andere Faktoren als Geld eine Rolle spielen - sonst wären auch jede Menge Menschen sehr einsam.

Gruß
Cess

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Hallo Idomeneo,
genau wie du es beschrieben hast, ist es.

schließlich ohne sie abfährt. Der Verzicht auf die Erfüllung
des Kinderwunsches mag schmerzlich sein und ein wirklicher
Verlust, über den sie eigentlich nur trauern kann.

Dort, wo man keine Macht hat, und wo man „sein Glück“ nicht
mehr „schmieden“ kann, ist es wohl am vernünftigsten, mit dem
Kämpfen aufzuhören und demütig zu werden. Zumindest spart es
Kräfte und macht vielleicht wieder offener.

Aber so lange ich blockiert war von der eigenen Vorstellung, von der ich jetzt etwas abgerückt bin, war ich nicht frei dazu, genau dies rüberzubringen.

lg, Irene