Ganztagesbetreuung für Baby

Hallo

Die „pädagogische Ausbildung“ erfolgt beim Menschen
(ähnlich wie bei Primaten) in den ersten vier
Lebensjahren.

Das sollte man nicht unterschätzen. M. W. sind Defizite, die in dieser Zeit entstehen, nicht mehr zu beheben. Die ersten Jahre sind die absolut wichtigsten.

Daran krankt wohl auch unser Erziehungssystem, in dem ja offensichtlich davon ausgegangen wird, dass die Kleinkinderziehung eine weniger hohe Qualifikation und weniger Intelligenz erfordert als die Erziehung älterer Kinder. (Die zweite große Vernachlässigung im pädagogischen System der BRD erfahren die meisten Kinder in der Mittelstufe, also beim Eintritt ins Erwachsenenalter.)

Die meisten Mütter haben vielleicht keine pädagogische Ausbildung, aber sie sind fast immer um vieles motivierter als irgendeine Kinderfrau, die man bei mangelndem Bedarf wieder wegschicken kann. Oder man gibt der Kinderfrau eine Lebensstelle, solange das Kind im Haus ist. So war es ja wohl auch meistens bei den Ammen und Kinderfrauen der Reichen, die hier erwähnt wurden.

Wenn man jedenfalls mal ältere Literatur liest, so scheinen diese Kinder oft eine sehr enge Beziehung zu ihren Ammen gehabt zu haben, und wenn die Amme weggeschickt wurde, dann war dies oft ein sehr dramatisches Geschehen für das Kind, auch wenn es schon älter war. Ich habe jedenfalls schon öfters von solchen Geschichten gelesen.

Viele Grüße
Thea

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Anmerkung: Stillerei
Du schrobst:

Träumst du da nicht ? Bei den meisten dürfte nach 3-4 Jahren
schon das 2. oder 3. Kind dagewesen sein und bei einem
Großteil die Mutter irgendwann im Laufe des
Kinderkrieg-Marathons im Kindbett verstorben sein.

Noch ein Aspekt dazu:
http://www.babynet.de/load.html?/ivf/fr9908_l.html&/…

 In der Stillzeit ist die Fruchtbarkeit einer Frau vermindert, 
 nicht erhöht. Naturvölker stillen extra lange Ihre Kinder um 
 zu kurz aufeinander folgende Schwangerschaften zu vermeiden. 

Die Frage ist hier: „wissen“ die das - oder weiss das die „Natur“ :wink:

Grüße

CMБ

Träumst du da nicht ? Bei den meisten dürfte nach 3-4 Jahren
schon das 2. oder 3. Kind dagewesen sein und bei einem
Großteil die Mutter irgendwann im Laufe des
Kinderkrieg-Marathons im Kindbett verstorben sein.

Noch ein Aspekt dazu:
http://www.babynet.de/load.html?/ivf/fr9908_l.html&/…

In der Stillzeit ist die Fruchtbarkeit einer Frau vermindert,
nicht erhöht. Naturvölker stillen extra lange Ihre Kinder um
zu kurz aufeinander folgende Schwangerschaften zu vermeiden.

Die Frage ist hier: „wissen“ die das - oder weiss das
die „Natur“ :wink:

Weder noch :smile:
http://www.familienplanung.de/index.php?id=329

Ich denke mal, auch „Naturvölker“ dürften 3-jährige Kinder nicht ausschließlich von Muttermilch ernähren *g*.
Ansonsten mach ich dich gerne mit ein paar Damen aus meinem Bekanntenkreis bekannt, die trotz Stillen Nachwuchs im Abstand von weniger als 2 Jahren bekamen :smile:

Gruß
Marion

Moin,

Das „Verhalten als Mutter“ lernt die Tochter in
ihren ersten Lebensjahren aus der Interaktion zu
ihrem Umfeld.

Ist ja interessant. Hast du dafür einen Link ?
Und was lernen die Söhne eigentlich in den ersten Lebensjahren, wenn sie fast ausschließlich von der Mutter betreut werden ? Haben die dann alle einen Schaden fürs Lebe, weil sie eigentlich Mutter werden wollen ? *g*

Bei uns ist es so, dass wir (beiden) Eltern berufstätig sind -

Aber die „Primärfiguren“ sind schon „die Eltern“.

Das heißt also, dass du es als durchaus möglich ansiehst, dass du, als voll Berufstätiger, dich ebenfalls zu den „Primärfiguren“ zählst ? Eben, das denke ich auch. Und genau darum ging es hier :smile:

Gruß
Marion

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Moin,

Die meisten Mütter haben vielleicht keine pädagogische
Ausbildung, aber sie sind fast immer um vieles motivierter als
irgendeine Kinderfrau, die man bei mangelndem Bedarf wieder
wegschicken kann.

Was schätzt du mal, so rein statistisch, wieviele Kinder von ihren eigenen Müttern/Vätern missbraucht, geschlagen, ermordert, vernachlässigt werden, und in wievielen Fällen dies bei Kinderfrauen, Erzieherinnen etc. der Fall ist ?

http://www.friedenspaedagogik.de/themen/gew_kin/Brie….

Ja, das sind die Extremfälle. Aber es dürfte klar sein, dass dein „fast immer um vieles motivierter“ nicht mit der Realität übereinstimmt.

Gruß
Marion

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Hi,

ich verstehe dein Verhalten bei dieser Diskussion nicht ganz. Du bittest um Ansichten und setzt dich nur mit denen auseinander die deiner (bereits vorgefertigten) Meinung nahe kommen. Warum brauchst du also noch Zuspruch wenn eh alles richtig ist was du vorhast?

Die Kinder derer sich die Mütter in den ersten 3 Jahren gänzlich annehmen geht es doch eh viel schlechter wie derer die es als Hobby nebenbei machen.

Grübelnde Grüsse
Me

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Hallo Marion,

jetzt habe ich doch diesen Satz:

Träumst du da nicht ? Bei den meisten dürfte nach 3-4 Jahren
schon das 2. oder 3. Kind dagewesen sein und bei einem
Großteil die Mutter irgendwann im Laufe des
Kinderkrieg-Marathons im Kindbett verstorben sein.

mit „Krieg“ in Verbindung gebracht. Aber etwas kriegsähnliche Zustände mögen das ja gewesen sein.

Ansonsten bist du leider gar nicht auf die abwesenden Väter
eingegangen. Hast du keine Bindung zu deinen Kindern ? Oder
bist du bei euch der Hausmann und Kindererzieher ?

Tja, und diese Argumente werden wir noch oft bringen müssen, fürchte ich.

Viele Grüße, Karin

Hallo marion,

Das „Verhalten als Mutter“ lernt die Tochter in
ihren ersten Lebensjahren aus der Interaktion zu
ihrem Umfeld.

Ist ja interessant. Hast du dafür einen Link?

Beispiel: http://www.familienhandbuch.de/cms/Familienforschung…

 Während der ersten beiden Lebensjahre baut das Kind eine 
 Reihe von Erwartungen über das Verhalten von anderen in etab-
 lierten Beziehungen auf, es hat am Ende des zweiten Lebensjahres
 spezifische Muster der Bindung zu Mutter und Vater entwickelt 
 und besitzt innere Repräsentationen von sich wiederholenden Mustern 
 der Interaktion und Kommunikation in spezifischen Situationen. Diese 
 Repräsentationen können auch als episodisches Gedächtnis (Tulving, 1972)
 bezeichnet werden, das beim Kind ein Wissen um bestimmte wiederkehrende 
 Formen von Interaktionen und Kommunikationen schafft ...

usw.

Und was lernen die Söhne eigentlich in den ersten
Lebensjahren, wenn sie fast ausschließlich von der Mutter
betreut werden? Haben die dann alle einen Schaden fürs Leben,
weil sie eigentlich Mutter werden wollen? *g*

Dazu kann ich keine Aussage machen. Ich denke, dass
sich der „junge Mann“ in jedem Alter eine Bezugsperson
„konstruiert“, die aus seinen Erwartungen und
„Hypothesen über die Umwelt“ folgt.

Bei uns ist es so, dass wir (beiden) Eltern berufstätig sind -
Aber die „Primärfiguren“ sind schon „die Eltern“.

Das heißt also, dass du es als durchaus möglich ansiehst, dass
du, als voll Berufstätiger, dich ebenfalls zu den „Primärfiguren“
zählst? Eben, das denke ich auch. Und genau darum ging es hier :smile:

Ich habe und hatte kein Problem damit.

Grüße

CMБ

Hi,

ich verstehe dein Verhalten bei dieser Diskussion nicht ganz.
Du bittest um Ansichten und setzt dich nur mit denen
auseinander die deiner (bereits vorgefertigten) Meinung nahe
kommen. Warum brauchst du also noch Zuspruch wenn eh alles
richtig ist was du vorhast?

Du solltest seine Beiträge evtl. noch mal lesen…
Ich kann niergends eine Bitte um Ansichten entdecken. Irgendwie finde ich in der Ausgangsfrage lediglich die Bitte um Hilfe/Anregungen für die Suche nach einer Betreuung und in den Folgebeiträgen eine KLarstellung, daß er sich mit den (ungefragt) angesprochenen Themen bereits auseinandergesetzt hat und dies auch weiterhin tut.
Und eine Bitte um Zuspruch für seine Meinung kann ich auch nicht finden.

Die Kinder derer sich die Mütter in den ersten 3 Jahren
gänzlich annehmen geht es doch eh viel schlechter wie derer
die es als Hobby nebenbei machen.

Ich empfinde schon die ungefragten Ratschläge (warum wollt ihr ein Kind, wenn ihr es gleich abschieben wollt) unangebracht, aber Dein Vorwurf in diesem Posting geht wirklich deutlich über das Ziel hinnaus!
Insofern verstehe ich Dein Verhalten nicht. Du gibst ungefragt Ratschläge und beschwerst Dich wenn Dir der Fragere sagt er habe diese Fragen für sich bereits beantwortet.

Gruß Stefan

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*ganztiefindienesselnsetz*
Hi!

Denkst Du wirklich, Kindergarten und ständig wechselnde zusätzliche Betreuungspersonen seien für DAS KIND eine bessere Lösung als EINE zusätzliche ständige Bezugsperson, die eben weder Vater noch Mutter ist?
Oder ist das nur für die Eltern besser, die dadurch „Primärfiguren“ bleiben?

alien

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*soifz*

weitverbreiterter Irrglaube, dass Stillen die Fruchtbarkeit in dem Zeitraum stoppt… Nicht jede Frau bekommt in dieser Zeit ihre Periode, dennoch ist sie fruchtbar und kann schwanger werden… Ich bin ein solches trotz-stillen-Kind, bin 11 Monate jünger als mein Bruder.

Stillen schützt NICHT vor Schwangerschaft !

wollte das nur mal loswerden,

Grüße, Dany

Eben
… ich hatte auch gerade an meinem Verstand gezweifelt, als ich nach meiner Bitte um Ansichten gesucht habe. :smile:

Lesen und verstehen sind eben zwei unterschiedliche paar Schuhe.

Gruß´
C.

Hallo

Was schätzt du mal, so rein statistisch, wieviele Kinder von
ihren eigenen Müttern/Vätern missbraucht, geschlagen,
ermordert, vernachlässigt werden, und in wievielen Fällen dies
bei Kinderfrauen, Erzieherinnen etc. der Fall ist ?

Dein Link gibt da leider nicht viel her, jedenfalls finde ich da nur absolute Zahlen, und keine Angabe darüber, wieviele Kinder eben nicht von ihren eigenen Müttern/Vätern missbraucht usw. werden.

Das einzige, was ich hierzu in dem Link gefunden habe, ist das hier:
„Die Gefahr tödlicher Misshandlungen bei Kindern unter fünf Jahren liegt in den wohlhabenden Industrieländern bei 2,2 pro 100.000 für Jungen und 1,8 pro 100.000 für Mädchen.“
Bei diesen Zahlen würde ich davon ausgehen, dass es sich dabei nicht um den Normalfall handelt.

Übrigens ist mir durchaus ein Fall in Erinnerung, wo ein Babysitter in Baby erstickt hat, weil es nicht aufhörte zu schreien. Es sind also auch nicht immer die Eltern.

Aber es dürfte klar sein, dass
dein „fast immer um vieles motivierter“ nicht mit der Realität
übereinstimmt.

Das jedenfalls geht aus deinem Link nicht hervor. - „Fast immer“ ist übrigens für mich so „ca. 90 %“.

Natürlich sind es nur eigene Erfahrungen, aufgrund deren ich diese Behauptungen aufstelle, zusammen mit einer Vorstellung von der Hormonumstellung, die bei einer Schwangerschaft und Geburt geschieht, die gewisse für das Baby günstige Verhaltensweisen stark fördert. Wenn meine Behauptungen widerlegt werden können, dann ist das auch ok. Aber ich denke nicht, dass es entsprechende Untersuchungen gibt.

Viele Grüße
Thea

ot: asymmetric warfare

Dein Job? Bedeutet was?

deine mailadresse „asymmetric warfare“ erinnert mich an meinen Job. Damit verbunden ist also die frage, ob Du in Deinem Job mit asymmetric warfare zu tun hast. Dann dann könnten wir zumindest in der gleichen branche arbeiten (die asymmetric warfare zu verhindern nicht zu ermöglichen sucht)

Gruß
C.

hi,

du sagst ja auch deine Meinung zu einer Frage die dir nicht gestellt wurde und empfindest diese noch als überzogen (was sie mit sicherheit auch ein Stück weit sein sollte).

Um deine Frage zu beantworten…

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

und hier speziell

quote
Ich habe fast mit einer Diskussion gerechnet, da wir in diesem Forum doch auch nur ein mehr oder weniger repräsentativer Querschnitt durch die Bevölkerung darstellen und im Freundes- und Familienkreis bereits ähnliche Diskussionen führen.
unquote

Da wollen wir ihn doch nicht enttäuschen oder *fg*

Ich weiss, dass ich hin und wieder provokativ schreibe aber sollte ich es machen, stehe ich auch dazu, persönlich verletzen wollte ich aber niemanden.

In diesem Sinn
Grüsse
Me

1 „Gefällt mir“

Huhüle.

Und was lernen die Söhne eigentlich in den ersten
Lebensjahren, wenn sie fast ausschließlich von der Mutter
betreut werden ? Haben die dann alle einen Schaden fürs Lebe,
weil sie eigentlich Mutter werden wollen ? *g*

Genau. Schwul werden se, abartig werden se, Vogelgrippe kriegen se. Und wenn die Mutter während der Schwangerschaft einen toten Hund sieht, hat das Kind einen Klumpfuß, und die richtige Mutter hat dann auch keine Kinder.

*SCNR*

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Hallo alien,

Denkst Du wirklich, Kindergarten und ständig wechselnde
zusätzliche Betreuungspersonen seien für DAS KIND eine bessere
Lösung als EINE zusätzliche ständige Bezugsperson, die eben
weder Vater noch Mutter ist?
Oder ist das nur für die Eltern besser, die dadurch
„Primärfiguren“ bleiben?

Das mit dem „ständig wechselnd“ hast Du aber arg
negativ dargestellt (imho). Ich denke - es ist eher
so, dass das herumglucken mit „zu wenigen“ relevanten
Personen ein Defizit erzeugt –

vgl. auch: http://www.stillkinder.de/weisheit.html

Um ein Kind zu erziehen,
 braucht man ein ganzes Dorf.
<sub>(Afrikanisches Sprichwort)</sub>

Grüße

CMБ

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Hallo

wenn ich hier mal antworten darf…

weitverbreiterter Irrglaube, dass Stillen die Fruchtbarkeit in
dem Zeitraum stoppt…

Da stand:
„In der Stillzeit ist die Fruchtbarkeit einer Frau vermindert, nicht erhöht.“

„Vermindert“ heißt doch nicht „100-%-ig gestoppt“. Dasjenige, dem du widersprichst, wurde doch gar nicht behauptet.

Viele Grüße
Thea

Hallo

Und tatsächlich ist es so, dass offenbar sogar viele Gründe
für entsprechende Modelle sprechen. Schaut man sich die
Pisa-Studien an, so kommen die Top-Ergebnisse aus Ländern, in
denen es Ganztagsschulen, Vorschulen und viel weniger
gemeinsame Zeit von Eltern und Kindern gibt.

Da hat die Kleinkindbetreuung aber auch einen wesentlich höheren Stellenwert als bei uns.

Viele Grüße
Thea

Hai,

weitverbreiterter Irrglaube, dass Stillen die Fruchtbarkeit in
dem Zeitraum stoppt…

Ich erinnere mich nun schon mehrmals gelesen zu haben, daß es theoretisch doch stimmt. Eben, theoretisch. Man muß dafür absolut regelmäßig stillen (waren es nun alle 3 Stunden, oder mehr, oder weniger??) ohne jede größere Unterbrechung. Dann regeln das Nichtschwangerwerden tatsächlich die Hormone. Aber wer schafft das schon?:wink: Womöglich geht’s hier um Minuten…

Und schließlich ist man ja auch froh, wenn nachts das Baby mal länger schläft.

Lieben Gruß,
Christiane