'Gefühle nicht wahrnehmen'

Hallo Leute,

Ich wollte mal fragen, ob sowas wie gleich beschrieben in der Psychologie bekannt ist und was für eine Erklärung es dafür geben könnte…

Es geht darum, dass jemand seine Gefühle nicht als solche wahrnimmt, wohl aber die „körperliche“ Reaktion darauf bemerkt.
Beispiel: Er kommt in eine Situation, von welcher er vorher angenommen hat, er würde positiv aufgeregt sein. Als es dann wirklich eintritt, merkt er ein starkes Herzklopfen (mechanisch), das aber von keinerlei AufgeregtheitsGEFÜHL begleitet wird. Als würden die Hormoninformationen im Gehirn nicht wahrgenommen.

Oder noch unangenehmer: Umso stärker eigendlich ein Glücksgefühl sein müsste, umso mehr macht sich einfach nur eine gewisse Übelkeit breit.

Ich habe so die Vorstellung, dass das Unterbewusstsein irgendetwas „will“, was nicht mit dem (erfüllten) Wunsch des Ichs übereinstimmt - aber es teilt auch nich mit, was…

Ich hoffe, es ist ok dass ich die Frage erstmal so ganz allgemein gestellt hab… und werde demnächst, falls sinnvoll, noch was zu mir und meiner Geschichte schreiben.

Viele Grüße,
Bolt

In der Psychologie, deren Begriffe Du benutzt (Freud seine| „Ich“ und „Unbewusstes“) wird das von Dir beschriebene Phänomen/ Nicht-Wahrnehmung von Gefühlen, die hormonell induziert sein müssten) u.U. auf eine moralisch bedingte Verdrängung von Instinkten zurückgeführt, vielleicht gibt es aber auch noch eine andere Erklärung/ z.B. die Verdrängung narzißtisch-illusorischen Glückssehens als Schutz vor Enttäuschung). Was von beidem der könkrete Fall wäre läßt sich ohne ausführliche Infos nicht sicher sagen, Übelkeit jedoch (= Umkehrung der Lust ins Gegenteil) deutet auf ersteren hin - wiederum nicht unbedingt ganz von letzterem trennbar.

Huhu!

Das bezeichnet man als Alexithymie!

Sie mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Alexithymie

Grüße!
TAndrija