Hallo Abendrot!
…dass der Therapeut sich selber schon gut kennengelernt
haben sollte … und in der Lage ist, da wieder auszusteigen und es damit aufzulösen, wenn er darüber hinaus auch gut eingefühlt ist.
Was bedeutet das?
Dass der Therapeut sein eigenes Unbewusstes schon eine Weile beleuchtet hat, eigene Abwehrmechanismen und das vordem Abgewehrte dahinter kennt, und es nicht mehr „agieren“ muss, also ausleben, indem er in den Kreislauf der Übertragungen oder Projektionen einsteigt.
Indem er so zu erkennen im Stande ist, was zum Anderen gehört, oder zumindest für eigene Anteile, die man zu erspüren lernt mit der Zeit die Verantwortung übernimmt und sie umgehend zurücknimmt und in sich bearbeitet.
Das Fremde kann man schon ganz gut erspüren lernen, man reagiert irgendwie anders, bei dieser Person, als man sich sonst kennt, und dann wird klar, dass es wohl eine Gegenübertragung war, damit kann man dann arbeiten, wenn es eine Gegenübertragung war, löst es sich auf und setzt Heilungspotential frei, es wird „stimmig“.
Ist das soweit bessser erklärt?
Danach kommt dann die Heilung, das Wahrnehmen der Emotionen, die übertragen wurden und an diese Stelle gehört meiner persönlichen Erfahrung nach sehr viel Empathie und Intuition des Therapeuten und eine ausgeprägte Liebesfähigkeit im höheren Sinne.
Dies alles unter relativemVorbehalt, Branden wird es vielleicht von der klassisch analytischen Seite und Technik her noch genauer erklären können, wobei diese Mechanismen universal menschlich sind und in vielen Therapieformen berücksichtigt werden (sollten…).
Und was ist eine Spiegelung?
Etwas, das ich in mir trage, als „Schatten“, Unbewusstes aber nicht als zu mir gehörig erkenne, und auf den anderen projiziere oder aber auch übertrage.
So dass es dann im Aussen erkennbar wird.
Jede heftige Emotion einem Anderen gegenüber (nicht Gefühl, das ist was authentischeres, Emotion ist nicht gleich Gefühl) ist meiner Erfahrung eine Projektion mittels derer ich mich im Anderen spiegle und anschauen kann.
So in etwa.
Hoffe, nicht mehr Verwirrung gestiftet zu haben.
Grüße,
Zahira