Geschlecht der Seele

Hallo Cockin,

im Proseminar habe ich auch gelernt, dass derjenige, der etwas behauptet es belegen muss, und nicht der, der die These bestreitet. Wenn Du das Zitat von Johannes Paul bei google eingibst, bekommst Du Treffer von Websites, deretwegen sich eine Widerlegung fast erübrigt. Das ist so wie ein Grundgesetzkommentar von der NPD.

Ich habe ehrlich auch keine Lust, eine so krude Pseudoquellenangaben („1988 in Bezug auf Paulus“) zu suchen. Ich sage: Das hat er nicht gesagt! Das passt weder zur Lehre der Katholischen Kirche noch zur Person von Johannes Paul.

Gruß,
Andreas

Hmm,
ist zwar etwas OT - passt aber indirekt, weil die kath. Kirche sehr wohl Frauen als, tja als was eigentlich…sieht…?

Papst JPII hat 1994 das Apostolische Schreiben Ordinatio Sacerdotalis zum Weiheverbot festgelegt: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes…, dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“ Daraufhin folgte 1995 die Antwort der Glaubenskongregation wonach das Weiheverbot für Frauen "als zum Glaubensgut gehörend zu betrachten ist"

Und da die Bibel die Basis für die kath. Kirche ist muss auch Paulus gefolgt werden, der sagt, dass der:
'Mann das Haupt der Frau ist (1Kor11,3); vgl. auch 1Kor11,8-12; Eph 5,22 u.24 diese Stellen wurden im Inter Insigniores, 15.Okt.1976 herangezogen als es um die Frage ob Frauen Priester werden können ging.

Cokin hat das vielleicht etwas salopp ausgedrückt - aber vom Inhalte her stimmt diese Aussage:

Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich
gestatte es keiner Frau zu Lehren und sich über den Mann zu
erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen, und dann erst Eva.
(Papst Johannes Paul II. in Bezugnahme auf Paulus, 1988 (!!!)

„Denn der Mann stammt nicht von der Frau, wohl aber die Frau vom Manne. Auch wurde der Mann nicht um der Frau willen erschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. Darum soll die Frau auf ihrem Haupt ein Zeichen dafür tragen, dass sie unter der Herrschaft steht“ (1Kor11,8-10)
„Wenn sie etwas wissen wollen, sollen sie daheim ihre Männer fragen…“(1Koe14,45)
„die erste Sünde kam von der Frau, und alle müssen wir um ihretwillen sterben“ (Sir25,24)
Im Mulieris Dignitatem (MD; Papst J.PII) …folgt aus der ‚Ursünde‘ (der Frau) eine ‚Störung‘ in der 'Beziehung zwischen Mann und Frau (MD10)… die Frau trägt die Hauptschuld und hat „im Mann und in der Frau fortdauernde Auswirkung“ (MD10) …dass nämlich "… die Frau deshalb benachteiligt oder diskriminiert wird, weil sie Frau ist (MD10)
Ich hoffe, diese Quellen sind akzeptabel.
Grüße…lux

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Hallo Andreas,
danke dass du dir die Mühe gemacht hast im Katechismus nach zuschauen.
Ich will hier nicht mit Geschichtlichem kommen - was kann die heutige Kirche dafür, was sie in der Vergangenheit gemacht hat.

Aber ich sehe die Frau auch in heutiger Zeit nicht von der kath. Kirche als gleichgestellt. Da verweise ich als erstes mal auf das Zölibat, welches u.A. mit dem Argument: „keine Frau unter die Zahl der Zwölf berufen“. (Inter Insigniores, 15.Okt.1976), außerdem fehlt ihr die „natürliche Ähnlichkeit [mit Jesus]“ (ebenda).
Dass Frauen aufbegehren und ein biblisches 'er wird über dich herrschen (Gen3,16) nicht mehr so einfach hinnehmen wollen versteht sogar der Papst und billigt einen Widerspruch.
Aber: „Die Frau darf nicht - im Namen der Befreiung von der ‚Herrschaft‘ des Mannes - danach trachten, sich entgegen ihrer fraulichen ‚Eigenart‘ die typisch männlichen Merkmale anzueignen…“ (Muliers Dignitatem, 1988) und was die 'frauliche Eigenart ist bestimmt … der Papst.

Was den Sex angeht - der ist eindeutig an die Ehe gebunden und pur auf Zeugung ausgelegt. Der Genuss der (ehelichen) Sexualität steht nicht gleichberechtigt neben der Fruchtbarkeit- Sex ohne Nachwuchs ist pervers (siehe auch Auslegungen zur Ehe von Maria und Joseph in Redemptoris Custos 7).
Die Haltung der kath. Kirche zu Empfängnisverhütung ist also klar und wird im päpstlichen Rundschreiber Humanae vitae (HV) deutlich vertreten: Nach den „fundamentalen Grundsätzen menschlicher und christlicher Eheauffassung … ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern…“ (HV14)
Gruss…lux

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Hallo pollux,

Und da die Bibel die Basis für die kath. Kirche ist muss auch
Paulus gefolgt werden,

wird aber nicht!
Zumindest da nicht, wo es nicht in den Kram passt.

Immerhin sagte Paulus auch:
Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit.“ (1.Tim.3,2-4)

Gruss Harald

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Guten Morgen Andreas,

könntest Du dazu noch etwas mehr sagen?
Heißt das (auch): Keine Diskriminierung von Frauen durch die katholische Kirche?

Lieben Gruß, milchundhonig

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Frauen, Kirche und freie Gesellschaft
Hallo Milchundhonig,

das liegt im Auge des Betrachters. Wenn Du Dich diskriminiert fühlst, weil Du als Frau nicht Priester werden kannst, dann ist das so. Aus Sicht der Kirche ist es das nicht.

Ein Grundproblem der Kirche in der westlichen Welt ist ganz einfach, dass sich Fragen des Glaubens und jeder Religion nicht über die Maßstäbe der Demokratie, wie wir sie verstehen, messen lassen. Würde man das Grundgesetz an die Kirche anlegen, au weia: Ein Gott, der unbedingten Gehorsam fordert! Scheidung verboten! Keine freie Berufswahl für Frauen usf.!

Die Ironie liegt darin, dass alles, was unsere freie Gesellschaft ausmacht, ohne Christentum und Kirche undenkbar (ganz im Sinne des Wortes) ist.

Gruß,
Andreas

Hallo Andreas,
auch wenn es etwas von der ‚Seele‘ abdriftet (obwohl, ich denke nur oberflächlich) - würde mich schon interessieren woher du das nimmst?:

Aus Sicht der Kirche ist es das nicht.

nur weil die Kirche es nicht so nennt - heißt das ja nicht sie tut es nicht. Oder wie sind deiner Ansicht nach seitenweise Regeln und Auslegungen zur ‚Stellung der Frau‘ zu verstehen?

Und aus welcher Quelle kommt diese Feststellung?:

…, was unsere freie
Gesellschaft ausmacht, ohne Christentum und Kirche undenkbar

Grüße…lux

Hallo Andreas,

eine sehr gewagte und freche These ist das: ohne Christentum sei eine freie Gesellschaft nicht möglich.

Ich,als Muslima , fühle mich schon als freier Mensch.Als Deutsche als auch als Türkin,je nachdem in welchem Land ich gerade bin.

muslima

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@pollux, muslima
Meine These bezieht sich darauf, dass alles, was wir heute als westliche Errungenschaften betrachten (Rechtsstaat, Demokratie, Menschenrechte) auf christlichen Grundlagen und auch durch Abarbeiten am Christentum geschaffen wurde. Auch die europäische Aufklärung ist ja ohne das Christentum nicht denkbar.

Eine Schlagworte dazu: der Mensch als Individuum (nach Gottes Bild), die Freiheit des Gewissens, der freie Willen bei der Hochzeit, die Ausformung des europäischen Rechts durch Überlieferung der römischen Rechtskultur und die Entwicklung des Kirchenrechts (z.B. auch durch die - Achtung Wespennest - Inquisition).

Oder anders gewendet: nennt mir eine nicht-christliche Kultur, die Rechtsstaat und Demokratie OHNE Einfluss (das kann manchmal auch Knechtung durch Kolonialismus sein!) europäischer Mächte erreicht hat.

Let’s fetz!
Andreas

Hallo,

Die Ironie liegt darin, dass alles, was unsere freie
Gesellschaft ausmacht, ohne Christentum und Kirche undenkbar
(ganz im Sinne des Wortes) ist.

So wie die ja auch z.B. die Verfolgung von Menschen immer verhindert hat, die Kirche, und es hat auch keinen Terrorstaat gegeben hier in Deutschland und so… denn schließlich gab es ja die (katholische) Kirche, die (immerhin) Tausende Jahre Zeit hatte, sich um solche Verbrechen zu kümmern (durch z.B. auch Folter, Ermordung von Ketzern, und die haben ja bekanntlich kein Schmerzempfinden, im Auges des Betrachters)… damit es heute eine freiheitliche Gesellschaft geben kann… oder wie soll man das genau verstehen?

Gruß, iceage

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Hallo auch,

Die Ironie liegt darin, dass alles, was unsere freie
Gesellschaft ausmacht, ohne Christentum und Kirche undenkbar
(ganz im Sinne des Wortes) ist.

Das ist richtig. Und ironische ist es auch. Denn die Überwindung von Christentum und Kirche hat der westlichen Welt die Aufklärung und Demokratie, die Menschenrechte, die Frauenrechte und sexuelle Freiheit beschert.

Grüße Bellawa.

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Hallo auch,

Oder anders gewendet: nennt mir eine nicht-christliche Kultur,
die Rechtsstaat und Demokratie OHNE Einfluss (das kann
manchmal auch Knechtung durch Kolonialismus sein!)
europäischer Mächte erreicht hat.

Das antike Rom und Griechenland waren Rechtsstaaten, zumindest im Ansatz, und sie waren definitiv nicht christlich.

Es ist deren Tradition, die zur Ausbildung von Demokratie und Rechtsstaat geführt haben. Daß das ganze im christlichen Raum stattfand, hat historische Gründe, hat aber mit dem Christentum an und für sich nichts zu tun.

Auch im Judentum gab es eine Aufklärung, und Israel ist der einzige demokratische Rechtsstaat im Nahen Osten, inklusive aller Nachteile.

Christentum an und für sich wird z. B. bei den Amish gelebt. Und das ist alle andere als ein Rechtsstaat, im Gegenteil, das ist wie der Islam im Iran: Eine totale Durchdringung des gesamten Lebens mit religiöser Lehre, ohne einen geringsten Ansatz von Aufklärung, Fortschritt und persönlichen Freiheiten, totale Einengung der Frauen und intellektuelle Unterdrückung des Denkens.

Dort wo Religion herrscht, gibt es keine Freiheit.

Grüße Bellawa.

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Christentum als Hort der Demokratie?
Hallo Andreas,

Meine These bezieht sich darauf, dass alles, was wir heute als
westliche Errungenschaften betrachten (Rechtsstaat,
Demokratie, Menschenrechte) auf christlichen Grundlagen und
auch durch Abarbeiten am Christentum geschaffen wurde. Auch
die europäische Aufklärung ist ja ohne das Christentum nicht
denkbar.

Ist das nicht ein sehr konstruierter Ansatz? Wie kannst du die Grenze beim Christentum setzen? Mit dem gleichen ‚Recht‘ kann man sagen 'alles was wir heute als…wäre ohne die Evolution, ohne die Formung unseres Sonnensystems, ohne … nicht möglich gewesen.

Und wie Bellawa schon gesagt hat, hat Demokratie nun wirklich nichts mit Christentum zu tun. Die christliche Kirche war vor allem und durch die Jahrhunderte ein Instrument zur Machtausübung. Vieles Weiterentwicklungen, in so gut wie jedem Gebiet wurden (und werden) von der Kirche eher behindert als gefördert. Forschung ja - solange das raus kommt was den Autoritätsanspruch zementiert.

Viele, in der Antike schon bekannte Tatsachen wurden im Christentum wieder ‚vergessen‘, z.B. durfte bei der Geburt kein Arzt anwesend sein - was in Griechenland normal war, wurden/werden die Geburtsschmerzen als notwendige Folge der Erbsünde (von der Frau verursacht) stilisiert: "Die Strafen, welche die Sünde nach sich zieht, die Geburtsschmerzen…, sind auch Heilmittel, die die schlimmen Folgen der Sünde in Grenzen halten (Katechismus 1609(Nr. nicht Jahr)). Noch 1951 wehrte sich die kath. Kirche gegen die Anästhesie bei gebärenden Frauen.

Papst JPII spricht im ‚Mulieris Dignitatem‘ (19) vom „Vermächtnis der Erbsünde“ danach sind Geburtswehen, aber auch gesellschaftliche Diskriminierung (MD10) als natürliche und notwendige Folgen der Erbsünde zu betrachten. Doch die Frau hat eine Würde (sic! keine Seele). Zu finden im „biblischen Urbild“ dort findet sich die "Würde und Berufung der Frau…und was an ihnen unwandelbar und immer aktuell ist " (MD30)

Du bist Historiker? Dann kennst du ja Deschner - nehme ich an…? Und ich brauche dich hier nicht weiter mit Zitaten zu ermüden.

Oder anders gewendet: nennt mir eine nicht-christliche Kultur,
die Rechtsstaat und Demokratie OHNE Einfluss (das kann
manchmal auch Knechtung durch Kolonialismus sein!)
europäischer Mächte erreicht hat.

Da wurde ja schon einiges genannt. Da du Historiker bist - schau dir doch die Geschichte an - auf ihre Art ging es bei den Römern ebenfalls ‚demokratisch‘ zu.

Und was das ‚Menschenbild‘ anbetrifft - wird nicht andersherum ein Schuh draus? Die Christentum Gründer und vor ihnen andere die Religion als Machtmittel gebrauchten, bedienten sich Anlagen, die Menschen dank ihrer Gehirnentwicklung erworben hatten. Selbsterkenntnis, Reflexion, Mitgefühl, und natürlich der Angst vor dem Tod.

Kannst du mir eine Stelle in der Bibel oder in einem beliebigen Text der kath. (oder ev.) Kirche nennen, wo der Frau eine Seele zugesprochen wird? Wegen mir auch eine männliche.

Gruß…lux

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Hallo

Ich konnte noch nirgends einen Hinweis darauf finden ob es Überzeugungen dazu gibt ob ‚die Seele‘ männlich, weiblich oder entsprechend der jeweiligen Person ist.

rein sprachlich ist die Sache klar: die Seele ist im griechischen und lateinischen weiblich (psyche und anima)

der Begriff Seele und Bibel (Mann wie Frau sind Seele)…
… es kommt auf die Übersetzung an ob an der dafür zutreffenden Stelle Seele steht, oder z.B. als „Wesen“ oder „Leben“ ect. wieder gegeben wird.Falls Seele steht ist es in den hebr.Schriften lt. Kontext in jedem Fall richtig…es kommt dort über 750 mal vor.

„Seele: ein lebendes Geschöpf, Mensch oder Tier; das Leben einer Person; andere Verwendung des Begriffs Hebr.: נפש (néphesch); gr.: ψυχή (psychḗ); lat.: ạnima siehe NT.
Apg.2:41… Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.

Gott hat Seele: siehe dazu: Jesaja 1:14 …Eure Neumonde und Festzeiten haßt meine Seele; Jer.5:99 …Sollte ich dies nicht heimsuchen, spricht der Herr, und sollte sich meine Seele an einem solchen Volk nicht rächen? Matth.12: 18 »Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat! lt.Schlachter 2000 speedy two

Seelenbegriffe
Hi lux,

ich beschäftige mich zur Zeit mit der ‚Seele‘ - was das sein soll, wo sie von unterschiedlichen Institutionen lokalisiert wird und was ‚ihr‘ alles zugeschrieben wird.

Und welche Quellen benutzt du dazu? Wenn du alleine christliche Quellen benuitzt, dürfte das schwierig sein, denn christliche Vorstellungen sind alle aus anderen Philosophien und Religionen synkretisiert.

Ich konnte noch nirgends einen Hinweis darauf finden ob es Überzeugungen dazu gibt ob ‚die Seele‘ männlich, weiblich oder entsprechend der jeweiligen Person ist.

Das wundert nicht. Denn in allen bekannten antiken Dämonologien gibt es zwar männliche und weibliche Dämonen (Sammelbegriff für diverse immaterielle Zwischenwesen, die mit dem Menschen - bzw. eben: mit seiner „Seele“ - interagieren), aber es ist keine Dämonologie bekannt, in der der „Seele“ ein Sexus zugeordnet wird. (Der hier sorgfältig zu beachtende Unterschied von Genus und Sexus wurde ja schon erwähnt).

Im Archiv befinden sich zahlreiche Artikel von mir über diverse Seelenbegriffe (hier und im Psychobrett). Habe dir daher hier einige Übersichtsartikel zusammengestellt:

[Seelenbegriffe - religionshistorisch]
/t/haben-tiere-eine-seele/798563/13

[Seelenbegriffe - ein Überblick]
/t/seele-und-unsterblichkeit/5354631/7

[Seele, Psyche, Geist - etwas weiter ausgeholt]
/t/tiere-seele/4380628/16

[Wortgebräuche im NT]
/t/seelenrecycling/4604611/36

Besonders in der katholischen Kirche wird die Frau als minderwertig eingestuft

Darüber Hat Andreas ja schon einiges geschrieben. Nein, nicht generell „minderwertig“, nicht im Katholizismus, und auch nicht allgemein im Christentum. Das ist nicht korrekt. Es gibt seit Paulus allerdings eine alte christliche Tradition, die die Frau dem Mann unterordnet - mit allen Konsequenzen, die ja bekannt sind.

wird ihr auch eine minderwertigere ‚Seele‘ unterstellt?

Nein. Das widerspricht der katholischen Auferstehungslehre. Auch dazu gibt es einiges im Archiv. Das hat aber nichts mit deiner Hauptfrage zu tun, ob Seelen ein Geschlecht haben.

Gruß
Metapher

Danke speedytwo für diesen Hinweis,
das ist interessant, dann wäre ‚Seele‘ ursprünglich gleichzusetzen mit ‚Leben‘ - kein Dualismus.
Unter dem Gesichtspunkt werden für mich einige Texte der kath. Kirche stets unverständlicher.
Gruß…lux

Hallo Methapher,
danke für deine Antwort.

Und welche Quellen benutzt du dazu?

Ich benutze nicht ausschließlich christliche Quellen, sogar nur begrenzt. Ich habe mich u.a. mit Platos und Sokrates ‚Seelen-Begriff‘ befasst und bin im Moment bei der ‚Psyche‘ der Psychologie. Die Frage, ob jemand weiß ob die Seele in einer Religion ein Geschlecht zugeordnet wird war nur eine Randerscheinung und kam mir in den Sinn, weil männlich/weiblich Psyche sehr wohl in der Psychologie benutzt wird. die Definition ist allerdings ziemlich schwammig. Und auch nix neues schon CG Jung hat über Animus und Anima fabuliert.

Danke auch für die Übersichtsartikel - einige davon hatte ich schon gefunden, die anderen werde ich mir noch zu Gemüte führen.

Und noch etwas OT

Besonders in der katholischen Kirche wird die Frau als minderwertig eingestuft

… Nein, nicht
generell „minderwertig“, nicht im Katholizismus, und auch
nicht allgemein im Christentum. Das ist nicht korrekt. Es gibt
seit Paulus allerdings eine alte christliche Tradition, die
die Frau dem Mann unterordnet - mit allen Konsequenzen, die ja
bekannt sind.

na ja, hier folge ich doch einem meiner Philosophieprofs der immer sagte:
„Steht eine Kuh auf der Weide - ist sie weniger Kuh, wenn wir ein Schild aufstellen auf dem ‚Kamel‘ steht“
Wenn ich behaupte ich könnte mir etwas ‚unterordnen‘ tue ich das, weil ich denke ich wäre ‚besser‘ oder ‚mehr‘ als das was ‚unter‘ mir steht.
Da ist es imo egal ob ich behaupte, ein Gott hätte mir diese ‚bessere/höhere‘ Position ‚gegeben‘ oder ich hätte sie aus anderen Gründen, z.B. weil ich weiße Haut habe.

Gruss…lux

Danke speedytwo für diesen Hinweis,
das ist interessant, dann wäre ‚Seele‘ ursprünglich
gleichzusetzen mit ‚Leben‘ - kein Dualismus.
Unter dem Gesichtspunkt werden für mich einige Texte der kath.
Kirche stets unverständlicher.

das ist interessant, dann wäre ‚Seele‘ ursprünglich gleichzusetzen mit ‚Leben‘ - kein Dualismus.

ich selbst konnte mir nie eine von mir ausgehende „unsterbliche Seele“ vorstellen,
möchte aber hier keinesfalls jemandes Glauben beeinflussen, doch ich denke, durch die heute viel besseren Möglichkeiten, selber nachforschen zu können über Gott und die Welt ect., -früher war das alles nicht so möglich- sollte man das heute nutzen, einen Tipp entnahm ich u.a. auch der Bibel ,Jesaja 55:1-3 Schlachter 2000 und der dort beschriebene Rat, denke ich, ist immer zeitgemäß.
schöne Grüße speedytwo

Na ja, ich hab nicht das Gefühl eine ‚Seele‘ bzw ‚Psyche‘ zu haben - aber so viele Leute reden so selbstverständlich davon… da dachte ich ich mach mich mal auf die Suche, vielleicht finde ich heraus was damit gemeint ist…

Meintest du dieses?
»Her, wer Durst hat! Hier gibt es Wasser! Auch wer kein Geld hat, kann kommen!.."

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Hallo lux

aber so viele Leute reden so selbstverständlich davon :Meintest du dieses?»Her, wer Durst hat! Hier gibt es Wasser!..

Deshalb erwähnte ich das , weil,wie du sagst , diese Meinung so selbstverständlich ist, vielleicht ist es möglich zu erklären, meine Suche ergibt:
der Begriff Seele hat es in sich und ist nicht so einfach zu verstehen, doch aus der Bibel erfährt man, Mensch ,Tier, sollen Seelen sein, im Relig.- Unterricht hörte ich ganz was anderes, aber so steht es drin.
der Text, „Kommt zum Wasser!“Jes.55:1 bezieht sich zwar nicht direkt z.Thema Seele, aber er ist reich an Sinnbildern, so als als Vergleich anzusehen, man weiß
ohne Wasser ist kein Leben möglich. Es könnte passend sein, dass Gott durch die Metapher Wasser zeigt, wie seine Worte auf die damals jüdischen Gefangenen wirkten. Die Botschaft , die Jesaja überbrachte wird für sie ebenso erfrischend gewesen sein wie ein kühler Trunk an einem heißen Tag , sie stillt ihren Durst nach Wahrheit und Gerechtigkeit…damit die damals jüdischen Exilanten aus Gottes Botschaft Nutzen ziehen, müssen sie sie allerdings sozusagen trinken, das heißt, ihr Aufmerksamkeit schenken und entsprechend handeln…
Ähnlich könnte es heute sein lt. Jesu Aussagen im NT, er machte ein Angebot und regte ebenfalls zum (Nachdenken /Handeln ) an… , lt.Bibel,z.B.Johannes 4:13,14, 17:3, – sollen ja viele Seelen /Leben
gerettet werden, man muss abwarten Matth.20:28 Schlachter 2000. Möglich wäre es, Material ist genug da und um all das erfahren zu können- kostenfrei soll es sein. Matth.10:8

  1. Mose 2,7: Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele. Bible online.net …Speedytwo