Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Hallo Barbara,

im Zuge einer Auseinandersetzung hatte ich auch eine
Diskussion mit meinen Vater bezüglich der Seele. Er sagt- was
mir noch nie aufgefallen ist- dass im NT nie von einer Seele
gesprochen wird.

also auf Anhieb hab ich im NT 53 mal das Wort Seele gefunden.

Juden und dann natürlich auch Christen haben
keine Vorstellung von einer Seele.

Da Jesus und die Apostel von Seele reden, muß man sich auch was darunter vorstellen können.

Die Vorstellung einer
unsterblichen Seele ist griechischen Ursprungs (Aristoteles).

Von den Griechen stammt lediglich die Lehre vom „Himmel“, wie sie in der kath.Kirche gelehrt wird.
Also dass der Mensch unmittelbar nach seinem Ableben in den Himmel kommt (und von dort das Tun der Menschen beobachtet).
Das entspricht der griechischen Lehre vom Hades.

Was dann aber sozusagen „überlebt“ nach dem Tod ist mir
ziemlich schleierhaft.

Diese „etwas“ nennt man eben Seele :wink:

Gruss Harald

Servus Herbert!

Was ist dann die Seele? Erinnere dich zurück als du noch 1
Jahr alt warst! Kannst du das? Also ich nicht. Außerdem glaube
ich nicht, dass uns Persönlichkeit mit der Geburt mitgegeben
wird. Diese entwickelt sich erst, sie wird uns anerzogen.
Warum stammen wohl die meisten Menschen, die bei uns im
Gefängnis sitzen aus Waisenhäusern? Ist leider so!

Also, was wäre nun, wären wir an unserem ersten Geburtstag
gestorben? Versuch dich mal in den einjährigen Harald
hineinzuversetzen und versuche diese Frage zu beantworten.
Meiner Meinung nach führt genau diese Überlegung praktisch
alle Religionen ziemlich ad absurdum…

also irgendwie reden wir aneinander vorbei.
Persönlichkeit hat nichts mit Erinnerungen zu tun. Das ist eine Funktion des Gehirns. Auch sagt die Persönlichkeit noch nichts über den Charakter aus. Sowohl gute als auch böse Charaktere sind eine Persönlichkeit.

Die Seele besteht aus:

  1. Gefühl: also alle Dinge, die unser Empfinden ausmachen (Trauer, Freude, Zorn,…)
  2. Verstand: alles, was mit wissen zu tun hat.
  3. Wille: das ist der vieldiskutierte „freie Wille“. Der Mensch kann selbst entscheiden, was er tun und lassen will. Zum Unterschied vom instinktgesteuerten Tier.

Beobachte ein kleines Kind (unter einem Jahr) und Du wirst feststellen, dass es einen sehr ausgeprägten Willen hat!

Ebenso kannst Du sehen, dass das Kleine auch Gefühle zum Ausdruck bringen kann (Lachen, Weinen, Schreien)

Und den Verstand würde ich dem Winzling auf gar keinen Fall absprechen. Er weiss genau, wie man seine Eltern manipulieren kann.

Die christliche Lehre (und z.T. auch die jüdische) glaubt an
eine Auferstehung zu einem neuen Leben am Ende des Zeitalters.
Dann bekommen diese Seelen wieder einen Körper.

Dachte immer dass sich hier der jüdische Glaube vom
christlichen wesentlich unterscheidet. Laut Christentum
verläßt nach dem Tod die unsterbliche Seele den Körper, im
Judentum stehen, so wie du es hier beschreibst, am Ende der
Zeiten die Körper wieder aus den Gräbern auf… Ist doch so,
oder?

Natürlich verläßt die Seele den Körper. Was soll sie in einem Körper, der keine Funktionen mehr hat? Aber die Frage ist, wohin verschwindet sie?
Dass die Körper aus den Gräbern wieder aufstehen ist doch nur bildlich gemeint. Kannst auf allen Friedhöfen nachsehen, nach einigen Jahren ist vom Körper nur mehr sehr wenig über.
Aus diesem Mißverständnis heraus haben einige Leute gedacht, wenn sie ihren Körper verbrennen lassen, entgehen sie der Auferstehung.

Die Bibel sagt, dass am „Ende der Tage“ alle Seelen vor den Richterstuhl Gottes treten werden.

Gruss Harald

Servus Harald!

also irgendwie reden wir aneinander vorbei.
Persönlichkeit hat nichts mit Erinnerungen zu tun. Das ist
eine Funktion des Gehirns. Auch sagt die Persönlichkeit noch
nichts über den Charakter aus. Sowohl gute als auch böse
Charaktere sind eine Persönlichkeit.

Die Seele besteht aus:

  1. Gefühl: also alle Dinge, die unser Empfinden ausmachen
    (Trauer, Freude, Zorn,…)
  2. Verstand: alles, was mit wissen zu tun hat.
  3. Wille: das ist der vieldiskutierte „freie Wille“. Der
    Mensch kann selbst entscheiden, was er tun und lassen will.
    Zum Unterschied vom instinktgesteuerten Tier.

Hmm … nicht böse sein jetzt, aber ich halte es für einen typischen Irrtum religiöser Menschen, die Tiere völlig zu unterschätzen. Denn: Nur der Mensch kann zwischen Gut und Böse unterscheiden, denn nur er hat eine von Gott gegebene Seele.
Was ist aber mit Affen, denen eine Zeichensprache gelernt wurde? Diese unterscheidet pratkisch nichts mehr von einem Kind im Volksschulalter! Wurde so einem Affen nachträglich eine Seele eingepflanzt, als er sprechen lernte? Affen können übrigens sehr wohl zwischen Gut und Böse unterscheiden, lies mal „Der gute Affe“ von Fraas DeWaal. Genauso können sich Affen wie Delfine auch im Spiegel erkennen, auch nichts menschliches.

All das deutet leider darauf hin, dass das was du als Seele empfindest nur ein graduelles Phänomen ist, auch wenn es den meisten Religionen widerspricht. Das beste Indiz dafür ist die Entwicklung des Menschen selbst, die „Seele“ die wir empfinden wächst nunmal erst in den ersten Lebensjahren.

Beobachte ein kleines Kind (unter einem Jahr) und Du wirst
feststellen, dass es einen sehr ausgeprägten Willen hat!

Beobachte einen Schimpansen und du siehst mindestens das Selbe!

Ebenso kannst Du sehen, dass das Kleine auch Gefühle zum
Ausdruck bringen kann (Lachen, Weinen, Schreien)

Im Prinzip genauso wie beim Affen!

Und den Verstand würde ich dem Winzling auf gar keinen Fall
absprechen. Er weiss genau, wie man seine Eltern manipulieren
kann.

Sogar eine Hauskatze kann recht hinterfotzig sein!

Natürlich verläßt die Seele den Körper. Was soll sie in einem
Körper, der keine Funktionen mehr hat? Aber die Frage ist,
wohin verschwindet sie?
Dass die Körper aus den Gräbern wieder aufstehen ist doch nur
bildlich gemeint. Kannst auf allen Friedhöfen nachsehen, nach
einigen Jahren ist vom Körper nur mehr sehr wenig über.
Aus diesem Mißverständnis heraus haben einige Leute gedacht,
wenn sie ihren Körper verbrennen lassen, entgehen sie der
Auferstehung.

Die Bibel sagt, dass am „Ende der Tage“ alle Seelen vor den
Richterstuhl Gottes treten werden.

Da stelle ich mir die Frage, was machen die Seelen zwischen Tod und dem „Ende der Tage“? Da ein Mensch beispielsweise ohne seine funktionierenden körperlichen Augen nichts sieht, stelle ich mir die Zeit bis dorthin ziemlich langweilig vor.

Gruß,
Herbert

Seele=Lebensodem
Hallo Herbert, (+ Harald)

den Tieren eine Seele abzusprechen ist schon was sehr christlich-arrogantes, finde ich. Wenn man Seele als Bewußtsein im weitesten Sinne sieht (ich wüsste nicht, was es sonst sein sollte) haben das doch viele Säugetiere zumindest auch, wie du schon bemerkt hast.

Da stelle ich mir die Frage, was machen die Seelen zwischen
Tod und dem „Ende der Tage“? Da ein Mensch beispielsweise ohne
seine funktionierenden körperlichen Augen nichts sieht, stelle
ich mir die Zeit bis dorthin ziemlich langweilig vor.

Soweit ich weiss, ist es keineswegs so, wie Harald sagt. Die Trennung von Seele und Leib ist nicht die jüdisch-christliche Vorstellung. Das hat Paulus sogar erschreckt (auch an Harald, wenn du das liest:smile:)–2 Kor 2, 5-6.

Im AT wird die Seele (nefesch, was Atem bedeutet, im deutschen als Seele übersetzt wird) als Lebensodem/Atem gesehen. Das ist das, was die Lebewesen zu lebenden Wesen macht. (Hat seinen Sitz im Blut und ich denke, woher dann auch das Gesetz zu Schächten von Tieren kommt). Nach meiner Erklärungsbibel bezeichnet nefesch niemals das unvergängliche Lebensprinzip , das nach dem Tod weiterbesteht. Die Vorstellung des NT ist die gleiche wie im AT.
Das Heil wird hier in einer neuen verwandelten Leiblichkeit vorgestellt.

Viele Grüße,

barbara

Servus Herbert!

Da stelle ich mir die Frage, was machen die Seelen zwischen
Tod und dem „Ende der Tage“? Da ein Mensch beispielsweise ohne
seine funktionierenden körperlichen Augen nichts sieht, stelle
ich mir die Zeit bis dorthin ziemlich langweilig vor.

Gott sagt zu dem Propheten Daniel:
„Geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehtst zu deinem Erbteil am Ende der Tage.“ (Daniel 12,13)

Also nehme ich an, dass die Seele schläft. Und schlafen finde ich nicht langweilig.

Gruss Harald

Hallo Barbara,

den Tieren eine Seele abzusprechen ist schon was sehr
christlich-arrogantes, finde ich. Wenn man Seele als
Bewußtsein im weitesten Sinne sieht (ich wüsste nicht, was es
sonst sein sollte) haben das doch viele Säugetiere zumindest
auch, wie du schon bemerkt hast.

Ich hätte eigentlich kein Problem damit, dass auch Tiere eine Seele haben könnten. Nur dass in der Bibel nichts davon steht, dass die Tiere auch auferstehen werden.

Soweit ich weiss, ist es keineswegs so, wie Harald sagt. Die
Trennung von Seele und Leib ist nicht die jüdisch-christliche
Vorstellung. Das hat Paulus sogar erschreckt (auch an Harald,
wenn du das liest:smile:)–2 Kor 2, 5-6.

Tut mir leid, aber mit dieser Stelle kann ich nichts anfangen. Kannst Du die Adresse nochmal überprüfen? Oder schreib einfach welchen Bezug Du damit herstellst.

Im AT wird die Seele (nefesch, was Atem bedeutet, im deutschen
als Seele übersetzt wird) als Lebensodem/Atem gesehen. Das ist
das, was die Lebewesen zu lebenden Wesen macht. (Hat seinen
Sitz im Blut und ich denke, woher dann auch das Gesetz zu
Schächten von Tieren kommt). Nach meiner Erklärungsbibel
bezeichnet nefesch niemals das unvergängliche Lebensprinzip ,
das nach dem Tod weiterbesteht. Die Vorstellung des NT ist die
gleiche wie im AT.

Nun ist doch gemäß des Schöpfungsberichtes der Lebensodem von Gott gekommen. Und da er von Gott ist, ist er auch unsterblich/ewig.
„Denn der Staub muß wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.“ (Prediger 12,7)

Das Heil wird hier in einer neuen verwandelten Leiblichkeit
vorgestellt.

Natürlich, aber dieser neue Leib muß doch in irgendeiner Verbindung zu dem alten Leben stehen. Sonst wären wir ja nicht mehr wir.

Gruss Harald

Nur der Mensch kann zwischen Gut und Böse
unterscheiden, denn nur er hat eine von Gott gegebene Seele.

ethisches verhalten hat nichts mit einer seele zu tun. schon gar
nichts mit einer von gott gegebenen.

Was ist aber mit Affen, denen eine Zeichensprache gelernt
wurde? Diese unterscheidet pratkisch nichts mehr von einem
Kind im Volksschulalter!

auch computer beherrschen eine sprache. sie fragen dich, du
antwortest. sie entscheiden sich, wann sie abstuerzen.

Wurde so einem Affen nachträglich
eine Seele eingepflanzt, als er sprechen lernte?

was hat sprache mit seele zu tun? mein handy spricht mir mir,
wenn ich voice messages abhoere.

Affen können
übrigens sehr wohl zwischen Gut und Böse unterscheiden, lies
mal „Der gute Affe“ von Fraas DeWaal.

beweis durch autoritaet?

affen handeln nicht ethisch. affen haben keine gesetze, keine
moralischen grundregeln, keine ge- und verbote.

Genauso können sich
Affen wie Delfine auch im Spiegel erkennen, auch nichts
menschliches.

kann ein roboter auch. nun? fuer was genau soll das ein beweis
sein? dass der mensch von delphin abstammt?

All das deutet leider darauf hin, dass das was du als Seele
empfindest nur ein graduelles Phänomen ist, auch wenn es den
meisten Religionen widerspricht.

dieses graduelle phaenome nennt man bewusstsein. es hat null
komma nichts mit der seele im religoesen sinne zu tun.

Das beste Indiz dafür ist die
Entwicklung des Menschen selbst, die „Seele“ die wir empfinden
wächst nunmal erst in den ersten Lebensjahren.

das bewusstsein.

Beobachte ein kleines Kind (unter einem Jahr) und Du wirst
feststellen, dass es einen sehr ausgeprägten Willen hat!

Beobachte einen Schimpansen und du siehst mindestens das
Selbe!

beobachte einen roboter und du siehst wieder dasselbe! nun, was
sagt uns das ueber das innenleben dieser entitaeten?

Ebenso kannst Du sehen, dass das Kleine auch Gefühle zum
Ausdruck bringen kann (Lachen, Weinen, Schreien)

Im Prinzip genauso wie beim Affen!

oder bei der puppe, die weint und laechelt!

Sogar eine Hauskatze kann recht hinterfotzig sein!

windows 2000 erst recht.

Da stelle ich mir die Frage, was machen die Seelen zwischen
Tod und dem „Ende der Tage“?

was macht dein windows, wenn der computer grade ausgeschalten ist?

Nur das ERLEBTE Nichts wäre ‚schrecklich‘
Aber wie (von Epikur) gesagt: Der Tod geht uns nichts an. Anders gesagt: Bereits der END-PUNKT des Lebens ist kein Er-lebnis mehr. Es kann also nur ein (Er-)Leben VOR dem Tod geben. Noch einmal anders gesagt: Es wird - so paradox das erscheinen mag - für uns NIE etwas anderes geben als das Leben.

Für die Toten vergeht nämlich gar keine ZEIT - sonst wären sie ja nicht tot. Daraus folgt: Es gibt gar kein Tot-SEIN. Das wiederum hat erstaunliche Konsequenzen, worüber wir noch reden könnten.

Der Tod ist kein Schlaf
Wer schläft, der atmet, träumt, lebt. Den Tod nimmt nicht ernst, wer ihn mit dem Schlaf vergleicht. Ebenso verhält es sich mit der Meinung, die Toten würden „ruhen“. Nur das Leben kann aus Ruhe-Phasen bestehen. Zum Beispiel war dies ein ziemlich dummer Spruch von Rainer Werner Fassbinder: „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin.“

‚himmlischer Leib‘
Hallo Harald,

Soweit ich weiss, ist es keineswegs so, wie Harald sagt. Die
Trennung von Seele und Leib ist nicht die jüdisch-christliche
Vorstellung. Das hat Paulus sogar erschreckt (auch an Harald,
wenn du das liest:smile:)–2 Kor 2, 5-6.

Tut mir leid, aber mit dieser Stelle kann ich nichts anfangen.
Kannst Du die Adresse nochmal überprüfen? Oder schreib einfach
welchen Bezug Du damit herstellst.

Entschuldige Harald, wie peinlich, ich meinte 1-5, kurz davor, hab mich verschrieben. Hier sehnt sich Paulus wie manchen griechischen Philosophen nach der Befreiung des Geistes aus dem Körper, ist aber auch entsetzt von der Vorstellung, nach dem Tod „nackt“ vom Körper zu sein. Er hofft auf einen himmlichen Leib. (Haus). Mich würde jetzt interessieren, ob diese Vorstellung rein paulinisch (als hellenistischer Jude von der Philosophie geprägt) oder auch von den Juden in Palästina so gesehen wurde. Meine These ist hier: Nein. Vielleicht weiß da Eli oder Metapher mehr. Ich denke, die Vorstellung der möglichen Trennung der Seele vom Körper ist eine griechische, keine jüdische.

Nun ist doch gemäß des Schöpfungsberichtes der Lebensodem von
Gott gekommen. Und da er von Gott ist, ist er auch
unsterblich/ewig.
„Denn der Staub muß wieder zur Erde kommen, wie er gewesen
ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.“
(Prediger 12,7)

Ja, nur ist Lebensodem nicht gleichbedeutend mit Seele im Judentum. Auch gibt es hier keine Trennung von Leib und Selle. Welche Bedeutung hat sonst die Unversehrtheit der Toten auf jüdischen Friedhöfen? (ich war mal bei Ausgrabungen in Caesarea und da haben, als die Archäologen ein menschliches Skelett gefunden haben, sicher 10-20 Orthodoxe tagelang einen Aufstand gemacht, das glaubst du nicht (sich am Zaun festgekettet, die Absperrungen durchbrochen und versucht die Ausgrabungen zu behindern.)Irgendeine wichtige Bedeutung müssen also diese leiblichen Überreste noch haben!

Das Heil wird hier in einer neuen verwandelten Leiblichkeit
vorgestellt.

Natürlich, aber dieser neue Leib muß doch in irgendeiner
Verbindung zu dem alten Leben stehen. Sonst wären wir ja nicht
mehr wir.

)) Ich sage nicht, dass ich das verstehe, Harald:smile:, deshalb stelle ich mir da ja so viele Fragen.

Beste Grüße,

barbara

Nur der Mensch kann zwischen Gut und Böse
unterscheiden, denn nur er hat eine von Gott gegebene Seele.

ethisches verhalten hat nichts mit einer seele zu tun. schon
gar
nichts mit einer von gott gegebenen.

Dem stimme ich zu!

Was ist aber mit Affen, denen eine Zeichensprache gelernt
wurde? Diese unterscheidet pratkisch nichts mehr von einem
Kind im Volksschulalter!

auch computer beherrschen eine sprache. sie fragen dich, du
antwortest. sie entscheiden sich, wann sie abstuerzen.

„Beherrscht“ ein Buch, das du liest eine Sprache?

Wurde so einem Affen nachträglich
eine Seele eingepflanzt, als er sprechen lernte?

was hat sprache mit seele zu tun? mein handy spricht mir mir,
wenn ich voice messages abhoere.

Stell dir mal vor, du würdest keine Form der Sprache beherrschen. Also auch nicht gedanklich! Du würdest dich kaum mehr vom Affen unterscheiden. Du hast aber recht, wenn du sagst, das lebendige Empfinden von Sachen wie Farben oder Schmerzen (etc.) ist es, was die Seele ausmacht. Sowas haben aber Tiere auch, und darauf wollte ich ja hinaus. Das was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist weniger, als einem das Christentum glauben läßt!

Affen können
übrigens sehr wohl zwischen Gut und Böse unterscheiden, lies
mal „Der gute Affe“ von Fraas DeWaal.

beweis durch autoritaet?

affen handeln nicht ethisch. affen haben keine gesetze, keine
moralischen grundregeln, keine ge- und verbote.

Achso? Hast du das Buch gelesen, und schlüssig widerlegt? Wenn ja, solltest du uns deine Beweisführung nicht vorenthalten.

Genauso können sich
Affen wie Delfine auch im Spiegel erkennen, auch nichts
menschliches.

kann ein roboter auch. nun? fuer was genau soll das ein beweis
sein? dass der mensch von delphin abstammt?

Nein, dafür wie wenig sich ein Mensch vom Tier unterscheidet…

All das deutet leider darauf hin, dass das was du als Seele
empfindest nur ein graduelles Phänomen ist, auch wenn es den
meisten Religionen widerspricht.

dieses graduelle phaenome nennt man bewusstsein. es hat null
komma nichts mit der seele im religoesen sinne zu tun.

Glaube jetzt zu wissen was du meinst, die Seele ist das, was die Tiere auch haben - oder?

Das beste Indiz dafür ist die
Entwicklung des Menschen selbst, die „Seele“ die wir empfinden
wächst nunmal erst in den ersten Lebensjahren.

das bewusstsein.

Nach obiger Definition ja. Bißchen schwierig all diese Begriffe voneinander zu trennen, da sie stark voneinander abhängen.

Beobachte ein kleines Kind (unter einem Jahr) und Du wirst
feststellen, dass es einen sehr ausgeprägten Willen hat!

Beobachte einen Schimpansen und du siehst mindestens das
Selbe!

beobachte einen roboter und du siehst wieder dasselbe! nun,
was
sagt uns das ueber das innenleben dieser entitaeten?

Hast du bei einem Roboter schonmal Emotionen entdeckt? Also: Schimpanse und Kind ähnlich, Roboter doch anders!

Ebenso kannst Du sehen, dass das Kleine auch Gefühle zum
Ausdruck bringen kann (Lachen, Weinen, Schreien)

Im Prinzip genauso wie beim Affen!

oder bei der puppe, die weint und laechelt!

Glaubst du tatsächlich, wenn ein Affe Schmerz empfindet, ist dass nichts anderes, als wenn ein Programm abstürzt?

Sogar eine Hauskatze kann recht hinterfotzig sein!

windows 2000 erst recht.

Kann ich nicht widersprechen, vielleicht ist das Hinterfotzige nicht unbedingt ein Beweis fürs Lebendige.

Da stelle ich mir die Frage, was machen die Seelen zwischen
Tod und dem „Ende der Tage“?

was macht dein windows, wenn der computer grade ausgeschalten
ist?

Überträgt persönliche Daten an Microsoft schätze ich mal, und zwar so, dass es für den User nicht erkennbar ist…

auch computer beherrschen eine sprache. sie fragen dich, du
antwortest. sie entscheiden sich, wann sie abstuerzen.

„Beherrscht“ ein Buch, das du liest eine Sprache?

im gegensatz zum buch kommuniziert ein computer mit mir. wenn er
gut genug programmiert ist, sogar sprachlich.

Stell dir mal vor, du würdest keine Form der Sprache
beherrschen. Also auch nicht gedanklich! Du würdest dich kaum
mehr vom Affen unterscheiden.

was ist sprache? das sagen und denken von worten? nein. es ist
die faehigkeit begriffe zu verwenden. zwei menschen kommunizieren
erfolgreich, wenn sie gemeinsame begriffe verwenden. diese
koennen auch aus handzeichen, beschreibungen, hinzeigen,
geraeuschen und aehnlichem bestehen. beide muessen wissen, was
gemeint ist, worum es geht etc. ein gemeinsames wort ist
nicht wichtig - es spart bloss zeit!

ebenso das denken… ich denke sprachlich, sogar manchmal in
anderen sprachen, ich denke aber auch nichtsprachlich, zum
beispiel wenn ich musik mache. toene und akkorde habe ich als
handbewegungen und klaenge gespeichert, nicht als worte. beweis:
es gibt musiker, die nie notenlesen gelernt haben und somit keine
worte fuer toene haben. wie denken die?

ist dir folgendes schon mal passiert? hast du jemals ein passwort
oder einen code vergessen und sobald du an der tastatur sitzt,
oder vor dem geldautomaten stehst, kannst du es tippen? du hast
dann in bewegungen gedacht, bzw. dich an bewegungen erinnert, und
nicht an worte.

Du hast aber recht, wenn du
sagst, das lebendige Empfinden von Sachen wie Farben oder
Schmerzen (etc.) ist es, was die Seele ausmacht. Sowas haben
aber Tiere auch, und darauf wollte ich ja hinaus. Das was den
Menschen vom Tier unterscheidet, ist weniger, als einem das
Christentum glauben läßt!

was hat das empfinden mit einer seele zu tun? du redest dauernd
vom bewusstsein. letzteres haben wahrscheinlich mehr lebewesen
als nur der mensch. moeglicherweise auch computer. es kommmt auf
die definition an.

eine seele im religioesen sinne hat damit nichts zu tun. die
seele ‚neschama‘ ist nach der bibel dem menschen allein gegeben,
waehrend tiere eine ‚nefesch chaja‘ besitzen, das sowas wie
lebendigkeit heisst. das sind religoese lehren - die haben doch
mit bewusstseinsforschung nichts zu tun! zum christentum kann ich
dir nichts spezielles sagen…

affen handeln nicht ethisch. affen haben keine gesetze, keine
moralischen grundregeln, keine ge- und verbote.

Achso? Hast du das Buch gelesen, und schlüssig widerlegt? Wenn
ja, solltest du uns deine Beweisführung nicht vorenthalten.

ich wette das buch missbraucht die begriffe ‚ethisch‘ und
‚moralisch‘, stueplt ihnen ein behavioristrisches maentelchen um,
und schwupps handeln affen moralisch. dann aber computer auch!

Glaube jetzt zu wissen was du meinst, die Seele ist das, was
die Tiere auch haben - oder?

ein tierisches bewusstsein werden sie vielleicht haben… ueber
seele siehe diverse religioese lehren.

ich bin eben dafuer, das wort ‚seele‘ der religion zu
ueberlassen. philosophen und naturwissenschafter sollten besser
‚bewusstsein‘ sagen, weil es sonst dauernd zu verwirrungen kommt.

Nach obiger Definition ja. Bißchen schwierig all diese
Begriffe voneinander zu trennen, da sie stark voneinander
abhängen.

klar ist das schwierig… deswegen ist es auch sinnvoll, zuerst
einmal klarzustellen, was mit welchem wort gemeint sein soll,
bevor man argumentativ loslegt.

Hast du bei einem Roboter schonmal Emotionen entdeckt? Also:
Schimpanse und Kind ähnlich, Roboter doch anders!

na klar habe ich das! es gibt roboterbabies, die weinen. wie
sonst stellst du emotionen fest aeusser durch ihr aeusseres? es
ist einfach behauptung, affen emotionen unterzujubeln, aber
gleichzeitig robotern diese abzusprechen. im prinzip weisst du ja
nicht mal ob andere menschen emotionen haben. wir nehmen
es nur sinnvollerweise an, weil sie so sind wie wir, und weil es
notwendig fuer ein gemeinsames leben ist.

Glaubst du tatsächlich, wenn ein Affe Schmerz empfindet, ist
dass nichts anderes, als wenn ein Programm abstürzt?

woher soll ich das wissen? ich kann bloss stark annehmen,
dass du mir aehnlich empfindest, und weniger stark, dass auch
affen aehnlich empfinden. du bist mir sehr sehr aehnlich, der
affe wohl weniger.

Da stelle ich mir die Frage, was machen die Seelen zwischen
Tod und dem „Ende der Tage“?

was macht dein windows, wenn der computer grade ausgeschalten
ist?

Überträgt persönliche Daten an Microsoft schätze ich mal, und
zwar so, dass es für den User nicht erkennbar ist…

so aehnlich ist das auch mit den toten. ihre persoenlichen daten
werden an gott uebertragen, und dann wird entschieden, ob sie
auferstehen oder nicht *grins*

das ‚erlebte nichts‘ ist ein widerspruch.

vor der zeugung hast du nichts erlebt, auch nach dem tod wirst du
nichts erleben, das einem leben aehnlich ist. mit ‚leben nach dem
tod‘ ist aber entweder eine andere daseinsform gemeint (nirvana
oder so) oder eine leibliche auferstehung. beide sind nicht nichts!

im gegensatz zum buch kommuniziert ein computer mit mir. wenn
er
gut genug programmiert ist, sogar sprachlich.

du sagst es: gut genug programmiert, sonst ist es nix!

Stell dir mal vor, du würdest keine Form der Sprache
beherrschen. Also auch nicht gedanklich! Du würdest dich kaum
mehr vom Affen unterscheiden.

was ist sprache? das sagen und denken von worten? nein. es ist
die faehigkeit begriffe zu verwenden. zwei menschen
kommunizieren
erfolgreich, wenn sie gemeinsame begriffe verwenden.
diese
koennen auch aus handzeichen, beschreibungen, hinzeigen,
geraeuschen und aehnlichem bestehen. beide muessen wissen, was
gemeint ist, worum es geht etc. ein gemeinsames wort
ist
nicht wichtig - es spart bloss zeit!

ebenso das denken… ich denke sprachlich, sogar manchmal in
anderen sprachen, ich denke aber auch nichtsprachlich, zum
beispiel wenn ich musik mache. toene und akkorde habe ich als
handbewegungen und klaenge gespeichert, nicht als worte.
beweis:
es gibt musiker, die nie notenlesen gelernt haben und somit
keine
worte fuer toene haben. wie denken die?

Mit Sprache meinte ich allgemein: Begrifflichkeiten, Grammatik. Wie sie sich darstellt ist egal. Und das ist es was das Menschsein meiner Meinung nach ausmacht! Der Mensch ist das einzige Lebewesen mit einer Grammatik im Hirn, sonst nix!

ist dir folgendes schon mal passiert? hast du jemals ein
passwort
oder einen code vergessen und sobald du an der tastatur sitzt,
oder vor dem geldautomaten stehst, kannst du es tippen? du
hast
dann in bewegungen gedacht, bzw. dich an bewegungen erinnert,
und
nicht an worte.

Ich glaube das ist eher das Phänomen des Unbewußten. Die Grenze des Bewußtseins schützt „dich“ vor der Flut an Informationen deiner Sinne und deines Gedächtnisses (bzw. des kollektiven Gedächtnisses) Fällt dir ein Passwort nicht mehr ein (=es kommt dir nicht mehr zu Bewußtsein) und tippst du einfach drauf los, läßt quasi dein Unterbewußtsein die Finger steuern, so kommt das Passwort auf wundersame Weise zu Tage!

was hat das empfinden mit einer seele zu tun? du redest
dauernd
vom bewusstsein. letzteres haben wahrscheinlich mehr lebewesen
als nur der mensch. moeglicherweise auch computer. es kommmt
auf
die definition an.

ja!

eine seele im religioesen sinne hat damit nichts zu tun. die
seele ‚neschama‘ ist nach der bibel dem menschen allein
gegeben,
waehrend tiere eine ‚nefesch chaja‘ besitzen, das sowas wie
lebendigkeit heisst. das sind religoese lehren - die haben
doch
mit bewusstseinsforschung nichts zu tun! zum christentum kann
ich
dir nichts spezielles sagen…

Stimmt, du führst die Diskussion mehr aus theologischer Sicht, ich mehr aus wissenschaftlicher.

affen handeln nicht ethisch. affen haben keine gesetze, keine
moralischen grundregeln, keine ge- und verbote.

Achso? Hast du das Buch gelesen, und schlüssig widerlegt? Wenn
ja, solltest du uns deine Beweisführung nicht vorenthalten.

ich wette das buch missbraucht die begriffe ‚ethisch‘ und
‚moralisch‘, stueplt ihnen ein behavioristrisches maentelchen
um,
und schwupps handeln affen moralisch. dann aber computer auch!

Ich wette dem ist nicht so. Wie kannst du die arment Tiere nur auf eine Ebene mit einem Computerprogramm stellen? Wenn du sehr religiös bist und nicht an die Evolution glaubst, so liegt der Gedanke nahe, dass der Unterschied zwischen Mensch und Affe ein absoluter ist. Aber laut Wissenschaft stammen wir vom Affen ab, und somit ist der Unterschied ein gradueller, darauf deutet einiges hin. Früher war die wissenschaftliche Meinung auch eher in Richtung absoluter Unterschied, doch der Trend in die andere Richtung wird immer stärker!

Nach obiger Definition ja. Bißchen schwierig all diese
Begriffe voneinander zu trennen, da sie stark voneinander
abhängen.

klar ist das schwierig… deswegen ist es auch sinnvoll,
zuerst
einmal klarzustellen, was mit welchem wort gemeint sein soll,
bevor man argumentativ loslegt.

Wir diskutieren sowieso über etwas, worüber man eigentlich nichts sagen kann…

Hast du bei einem Roboter schonmal Emotionen entdeckt? Also:
Schimpanse und Kind ähnlich, Roboter doch anders!

na klar habe ich das! es gibt roboterbabies, die weinen. wie
sonst stellst du emotionen fest aeusser durch ihr aeusseres?

Gemeinsame Geschichte und vergleichbare Beschaffenheit von Mensch und Affe lassen mich denken, dass er unter Schmerzen genauso leidet wie ich. Alles andere ist religiöse Überheblichkeit (sorry!)

es
ist einfach behauptung, affen emotionen unterzujubeln, aber
gleichzeitig robotern diese abzusprechen. im prinzip weisst du
ja
nicht mal ob andere menschen emotionen haben. wir
nehmen
es nur sinnvollerweise an, weil sie so sind wie wir, und weil
es
notwendig fuer ein gemeinsames leben ist.

Stimmt, es wäre nicht leicht, bei einem extrem menschlichen Computer zu beweisen, dass er keine Emotionen hat. Er könnte dieses Verhalten einfach beispielsweise in seinem neuronalen Netz haben. Woran erkennst du den Unterschied?
Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die menschlichen Individuen prinzipiell völlig voneinander unterscheiden können, ich glaube das ja nicht einmal von den Affen!

Glaubst du tatsächlich, wenn ein Affe Schmerz empfindet, ist
dass nichts anderes, als wenn ein Programm abstürzt?

woher soll ich das wissen? ich kann bloss stark
annehmen,
dass du mir aehnlich empfindest, und weniger stark, dass auch
affen aehnlich empfinden. du bist mir sehr sehr aehnlich, der
affe wohl weniger.

*lol* - danke für das Kompliment.

Da stelle ich mir die Frage, was machen die Seelen zwischen
Tod und dem „Ende der Tage“?

was macht dein windows, wenn der computer grade ausgeschalten
ist?

Überträgt persönliche Daten an Microsoft schätze ich mal, und
zwar so, dass es für den User nicht erkennbar ist…

so aehnlich ist das auch mit den toten. ihre persoenlichen
daten
werden an gott uebertragen, und dann wird entschieden, ob sie
auferstehen oder nicht *grins*

Hoffentlich vergessen sie ihr Passwort nicht…

Heidegger-(doch) voller Sehnsucht??
Hallo Thomas,

danke erstmals für Deine so ausführlichen Erläuterungen zur so abstrakten Sprache Heideggers…

wenn es keinen Tod
gäbe, würden wir unsere Entwicklung im Extremfall ewig
aufschieben können, und faktisch fände keine Entwicklung mehr
statt; Auf die Spitze getrieben könnte man (falsch, aber zur Verdeutlichung vielleicht
erlaubt) formulieren: Wir hätten nach dem Tod dann das Gefühl,:unser Potential nicht ausgeschöpft zu :haben.

Ja den Satz verstehe ich wohl richtig, wenn er bedeutet mutig zu sein: die Möglichkeiten des Lebens „aufzugreifen“!

Wieso sollten wir Angst vor dem Nichts haben, wenn der Tod
nach Heidegger nur eine Weise des Daseins ist?

Ich muss mir meines Todes und meiner Endlichkeit
bewusst werden, aber nicht nur einfach bewusst, sondern ich
muss meine Endlichkeit als „Bedingung meiner Rationalität“
akzeptieren (Wenn ich tot bin, kann ich mich nicht mehr ändern
bzw. entwickeln.).

Das hieße auch in einem bestimmten Sinne realistischer zu werden…

Das aber erzeugt wiederum eine Angst, mit der es schwer ist
umzugehen.
In der Angst habe ich also nicht Angst vor dem Tode
(höchstens „Furcht“ vor dem Tode), sondern ich habe Angst vor
meiner eigenen Angst - und kann ihr dennoch nicht entgehen,
weil sie für mich als vernünftiges Wesen notwendig ist,
das heißt, notwendig gedacht werden muss.

Die „erste“ Angst entsteht also aus einem Verlorenheitsgefühl…
Wir fühlen uns sozusagen nicht mehr geborgen, weder in unserer (vergänglichen) Bedeutsamkeit noch in einer Gemeinschaft („Niemand ist da, der mich in meiner Angst auffängt“)
Auch ein Zurückkehren in die Anonymität ist sinnlos…(„Scheinwelt“)

Aber die „zweite“ Angst kann ich persönlich jetzt nicht so richtig nachvollziehen…

Ist es nicht so, das wir gerade hier eine neue Freiheit gewinnen können??
Indem wir lernen mit der (ersten) Angst zu leben??
Und indem wir dieses Verlorenheitsgefühl teilen lernen…?

Du kommst persönlich ja auch zu der Einstellung eines „lernenden Wachstums“ statt dem Gefühl einer noch größeren Sorge nachzugeben!

(oder habe ich das doch nicht richtig verstanden…?)

Soweit - so gut (oder schlecht) … Es ist 23 Uhr 30. Ich kann
nicht mehr.Habe ich es einigermaßen verständlich erläutern können?

Ja, nochmals vielen Dank für Dein langes posting!!
Das Erstaunliche finde ich, das aus den (rationalen) Gedankengängen Heideggers ganz bestimmte Gefühle („Angst“ ,„Sorge“) entstehen-

steht dahinter nicht auch eine ebenso starke Sehnsucht…??

Viele Gruesse
Martin

Hallo Barbara,

Entschuldige Harald, wie peinlich, ich meinte 1-5, kurz davor,
hab mich verschrieben.

Kein Problem, kann ja vorkommen :smile:

Hier sehnt sich Paulus wie manchen
griechischen Philosophen nach der Befreiung des Geistes aus
dem Körper, ist aber auch entsetzt von der Vorstellung, nach
dem Tod „nackt“ vom Körper zu sein.

Ich kann aber auch in diesem Text kein Entsetzen des Paulus feststellen.
Er drückt doch nur seine Sehnsucht nach der himmlischen Heimat aus.

Er hofft auf einen himmlichen Leib. (Haus).

Ich auch!

Mich würde jetzt interessieren, ob
diese Vorstellung rein paulinisch (als hellenistischer Jude
von der Philosophie geprägt) oder auch von den Juden in
Palästina so gesehen wurde. Meine These ist hier: Nein.
Vielleicht weiß da Eli oder Metapher mehr. Ich denke, die
Vorstellung der möglichen Trennung der Seele vom Körper ist
eine griechische, keine jüdische.

Vielleicht kann wirklich Eli oder Iris die Sache aus jüdischer Sicht erklären.

Aber was meinte Paulus in 1.Thess.5,23?
„Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus“

Hier spricht er doch deutlich von drei Komponenten des Menschen.

Nun ist doch gemäß des Schöpfungsberichtes der Lebensodem von
Gott gekommen. Und da er von Gott ist, ist er auch
unsterblich/ewig.
„Denn der Staub muß wieder zur Erde kommen, wie er gewesen
ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.“
(Prediger 12,7)

Ja, nur ist Lebensodem nicht gleichbedeutend mit Seele im
Judentum. Auch gibt es hier keine Trennung von Leib und Selle.
Welche Bedeutung hat sonst die Unversehrtheit der Toten auf
jüdischen Friedhöfen? (ich war mal bei Ausgrabungen in
Caesarea und da haben, als die Archäologen ein menschliches
Skelett gefunden haben, sicher 10-20 Orthodoxe tagelang einen
Aufstand gemacht, das glaubst du nicht (sich am Zaun
festgekettet, die Absperrungen durchbrochen und versucht die
Ausgrabungen zu behindern.)Irgendeine wichtige Bedeutung
müssen also diese leiblichen Überreste noch haben!

Darüber habe ich auch schon gerätselt. Aber eine direkte Anordnung Gottes dafür habe ich nicht in der Bibel gefunden.

Könnten sie diesen Gedanken aus Ägypten mitgenommen haben?
Die Ägypter waren ja Künstler im Mumifizieren. Und Josef hat angeordnet, dass seine Gebeine beim Auszug aus Ägypten mitgenommen werden sollen.

Aber gemäß der Offenbarung (Kap.6,9-10) existieren die Seelen der Märtyrer und reden mit Gott noch vor der Auferstehung.
Das könnten sie nicht, wenn sie nur in einem Körper existieren könnten.

Gruss Harald

Hallo Martin,

Auf die Spitze getrieben könnte man (falsch, aber zur
Verdeutlichung vielleicht
erlaubt) formulieren: Wir hätten nach dem Tod dann das
Gefühl,:unser Potential nicht ausgeschöpft zu :haben.

Ja den Satz verstehe ich wohl richtig, wenn er bedeutet mutig
zu sein: die Möglichkeiten des Lebens „aufzugreifen“!

nun, dieser Satz ist - genau genommen - genauso falsch wie meiner oben; ich meine aber, dass du das Richtige getroffen hast: „aufgreifen“ in Anführungszeichen! Auf keinen Fall ist es im Sinne von „Machen“ zu verstehen (etwa im Sinne von Herstellen). Die Möglichkeit steht für Heidegger höher als die Wirklichkeit.

Wieso sollten wir Angst vor dem Nichts haben, wenn der Tod
nach Heidegger nur eine Weise des Daseins ist?

Ich muss mir meines Todes und meiner Endlichkeit
bewusst werden, aber nicht nur einfach bewusst, sondern ich
muss meine Endlichkeit als „Bedingung meiner Rationalität“
akzeptieren (Wenn ich tot bin, kann ich mich nicht mehr ändern
bzw. entwickeln.).

Das hieße auch in einem bestimmten Sinne realistischer zu
werden…

„in einem gewissen Sinn“: ja.

Die „erste“ Angst entsteht also aus einem
Verlorenheitsgefühl…
Wir fühlen uns sozusagen nicht mehr geborgen, weder in unserer
(vergänglichen) Bedeutsamkeit noch in einer Gemeinschaft
(„Niemand ist da, der mich in meiner Angst auffängt“)
Auch ein Zurückkehren in die Anonymität ist
sinnlos…(„Scheinwelt“)
Aber die „zweite“ Angst kann ich persönlich jetzt nicht so
richtig nachvollziehen…

Nicht ganz! Die Grundunterscheidung ist die zwischen der konkreten Furcht und der undifferenzierten Angst. Es ist also nicht eigentlich zwei Ängste (da hab ich mich falsch ausgedrückt), sondern die Inkonkretheit der Angst ist das Verlorenheits gefühl. Furcht hingegen kann konkret (verstandesmäßig) erfasst werden. Das, was ich „Angst vor der Angst“ genannt habe, ist nur Ausdruck des Geborgenheitsverlustes.

Ist es nicht so, das wir gerade hier eine neue Freiheit
gewinnen können??
Indem wir lernen mit der (ersten) Angst zu leben??

Ja.

Und indem wir dieses Verlorenheitsgefühl teilen lernen…?

Das ist die Frage. Bei Heidegger ist es so, dass die Angst vereinzelt. Er nennt das „Jemeinigkeit“. In der Angst werde ich also aus der Verlorenheit des „Man“ auf meine „Jemeinigkeit“ „zurückgeworfen“. Den Tod „erlebt“ jeder nur bei sich selbst. Der Tod anderer hat nur stellvertretende Funktion.

Du kommst persönlich ja auch zu der Einstellung eines
„lernenden Wachstums“ statt dem Gefühl einer noch größeren
Sorge nachzugeben!
(oder habe ich das doch nicht richtig verstanden…?)

Nein, ganz gut zusammengefasst.

Ja, nochmals vielen Dank für Dein langes posting!!
Das Erstaunliche finde ich, das aus den (rationalen)
Gedankengängen Heideggers ganz bestimmte Gefühle („Angst“
,„Sorge“) entstehen-
steht dahinter nicht auch eine ebenso starke Sehnsucht…??

Wenn ich das richtig verstehe, meinst du eine Sehnsucht nach einer gefühls- oder verstandesmäßigen Einheit oder so etwas.
Es ist richtig: Heidegger versucht eine Verbindung zwischen Erkennen und Handeln herzustellen, die es in der Philosophiegeschichte vorher nicht gab. Das hat vehemente Kritik erzeugt (Literatur: Gerold Prauss, Erkennen und Handeln in Heideggers „Sein und Zeit“). Bei Prauss habe ich einige Semester in Münster studiert, bevor er dann auf den ehemaligen Heidegger-Lehrstuhl in Freiburg berufen wurde.

Es bleibt mir noch mitzuteilen, dass ich Anfang nächster Woche in Urlaub fahre. Vielleicht schaue ich gelegentlich (aber bestimmt höchst selten) in ein Internetcafé. Wenn nicht, bin ich erst ab dem 06. Juni wieder erreichbar (für Nachfragen oder Diskussionen).

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Thomas,

Wenn ich das richtig verstehe, meinst du eine Sehnsucht nach
einer gefühls- oder verstandesmäßigen Einheit oder so etwas.

Ja, ich meine das so: Die Inkonkretheit der Angst erzeugt ja ein Verlorenheitsgefühl wie von Dir beschrieben (so hatte ich die „erste Angst“ dank Deiner Erläuterungen zu Heidegger auch verstanden!)
das deutet aber auch auf einen Verlust des Gegenteils hin:
d.h. Heidegger muss also sozusagen eine „konkrete Geborgenheit“ gekannt/wahrgenommen haben.

Soweit ich das nun verstanden habe:
Ein „Zurück“ ist zwar nicht (mehr) möglich (als Konsequenz des Denkens) aber es bleibt die Sehnsucht nach einer (neuen) Geborgenheit. Sonst würde Heidegger ja diese, (unsere) Verloren heit anders umschreiben, sie mit „positiven“ Begriffen/Gefühlen besetzen…!?

Es bleibt mir noch mitzuteilen, dass ich Anfang nächster Woche
in Urlaub fahre. Vielleicht schaue ich gelegentlich (aber
bestimmt höchst selten) in ein Internetcafé. Wenn nicht, bin
ich erst ab dem 06. Juni wieder erreichbar (für Nachfragen
oder Diskussionen).

Danke nochmals und
einen sehr schönen und erholsamen Urlaub wünscht
Martin

Natürlich gibt es ein Leben nach dem Tod.Zumindestens wenn man die Erlebnisberichte liest und darüber nachdenkt.Alle Berichte haben den langen Gang durch einen Tunnel und das Licht am Ende dasselben gemeinsam.Auserdem scheint das Paradies ein Ort zusein an dem es Milch vom Himmel regnet.

Ich seh da schon parallelen zur Geburt (aus der sicht des Kindes), folglich waren wir schon Tod und Führen unsere Existenz nur in einer nichtmateriellen Welt weiter.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

du sagst es: gut genug programmiert, sonst ist es nix!

es war als gegenbeispiel gedacht: durch blosse beobachtung kannst
du nicht auf das innenleben schliessen.

Mit Sprache meinte ich allgemein: Begrifflichkeiten,
Grammatik. Wie sie sich darstellt ist egal.

nein das ist eben nicht egal. das ist eben der unterschied
zwischen denkenden lebenwesen und computern - die begriffe, nicht
die grammatik. menschen koennen auch ohne grammatik miteinander
reden, computer nicht.

Fällt dir ein Passwort nicht mehr
ein (=es kommt dir nicht mehr zu Bewußtsein) und tippst du
einfach drauf los, läßt quasi dein Unterbewußtsein die Finger
steuern, so kommt das Passwort auf wundersame Weise zu Tage!

das motorische gedaechtnis ist staerker als das sprachliche. ist
das das unbewusste? ich habe wirkllich keine ahnung!

Stimmt, du führst die Diskussion mehr aus theologischer Sicht,
ich mehr aus wissenschaftlicher.

nein, ich versuche beides sauber zu trennen und so
missverstaendnisse auszuraeumen.

Ich wette dem ist nicht so. Wie kannst du die arment Tiere nur
auf eine Ebene mit einem Computerprogramm stellen?

das habe ich nicht. es war ein beispiel, um gegen den
behaviorismus zu argumentieren.

natuerlich stehen tiere nicht auf der stufe mit computern. aber
nicht, weil sie nicht denken, sondern weil sie lebendig sind und
sehr wahrscheinlich schmerzen empfinden.

Wenn du
sehr religiös bist und nicht an die Evolution glaubst,

evolution ist eine theorie und kein glaubensbekenntnis. man kann
religioes sein und die evolutionstheorie als gute theorie
betrachten. im uebrigen steht hier gar nicht zu debatte, was
ich persoenlich glaube oder nicht.

so
liegt der Gedanke nahe, dass der Unterschied zwischen Mensch
und Affe ein absoluter ist.

ja, innerhalb der religion stimmt das auch. innerhalb der ethik
uebrigens auch. wir muessen diesen unterschied postulieren, weil
es sonst moralisch unbedenklich waere, einen menschen zu toeten,
um 100 affen leben zu lassen.

Aber laut Wissenschaft stammen wir
vom Affen ab, und somit ist der Unterschied ein gradueller,
darauf deutet einiges hin.

laut dieser theorie ist das bewusstsein ein graduelles phaenomen.
dafuer spricht so einiges, etwa die beschraenkte faehigkeit
gewisser tiere, mit menschen zu kommunizieren. uebrigens tun das
delphine auch.

das widerspricht jedoch in keinster weise obigem postulat -
naemlich dass der mensch als person einen speziellen status
geniesst, der zb. das toetungsverbot miteinschliesst.

Früher war die wissenschaftliche
Meinung auch eher in Richtung absoluter Unterschied, doch der
Trend in die andere Richtung wird immer stärker!

wissenschaftliche trends haben nichts mit ethik oder religion zu tun.

Wir diskutieren sowieso über etwas, worüber man eigentlich
nichts sagen kann…

wieso? wir sagen die ganze zeit was, sogar sehr sinnvolles und
aufklaerendes.

Gemeinsame Geschichte und vergleichbare Beschaffenheit von
Mensch und Affe lassen mich denken, dass er unter Schmerzen
genauso leidet wie ich.

richtig. dem stimme ich zu! kein tier sollte aus purem spass
getoetet werden. einen computer zu zerstoeren waere aber durchaus
drin.

Stimmt, es wäre nicht leicht, bei einem extrem menschlichen
Computer zu beweisen, dass er keine Emotionen hat. Er könnte
dieses Verhalten einfach beispielsweise in seinem neuronalen
Netz haben. Woran erkennst du den Unterschied?

gar nicht. von aussen gar nicht. der unterschied liegt innen. der
computer versteht nicht, was er sagt.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die menschlichen
Individuen prinzipiell völlig voneinander unterscheiden
können, ich glaube das ja nicht einmal von den Affen!

wissen, dass dem nicht so ist, kannst du nicht. aber es ist etwas
abwegig, es abzustreiten. die frage ist rein akademisch.

dass du mir aehnlich empfindest, und weniger stark, dass auch
affen aehnlich empfinden. du bist mir sehr sehr aehnlich, der
affe wohl weniger.

*lol* - danke für das Kompliment.

hehe, ups, die unfreiwillige komik ist mir gar nicht aufgefallen :smile:))

Hoffentlich vergessen sie ihr Passwort nicht…

genau :smile:)