Hallo Peet,
ich sage nicht einfach Hallo zu dir, ich begrüße dich, weil ich den Peet und seine Meinung begrüßenswert sehe.
Das glaube ich dir, aber - was wäre wenn - es Gert nicht nur,
sondern auch um Glauben geht.
Ich möchte aber wirklich nicht über einen User, seine
Hintergründe und vermutliche Beweggründe ohne seine
Beteiligung diskutieren. Ich habe „Glaubenssachen“ aus dem
ersten Text des Threads nicht herausgelesen.
Es gibt aber sehr aggressive Handlungen, unter dem Deckmantel Glauben.
Religionen werden anerzogen, dass ist glaube ich
jedem klar.
Gerade am Beispiel Religion, stellen sehr viele Menschen eine gewisse Hirnwäsche fest. Das Spiel mit der Angst und dem Unwissen, steht dem Vertrauen zum eigenen ICH entgegen.
Ethik, hat rein theoretisch die Fragen schon gelöst, in jedem
Jahrhundert. Was ist mit der Umsetzung?
Mit der Umsetzung auch in jedem Jahrhundert? Wenn du danach
fragen möchest, würde ich es eher im Brett Geschichte tun.
Warum willst du mich durch die Bretter jagen? 
Hier und jetzt, hat Gert seine Frage im Reli-Brett gestellt, und Religion ist so ein breiter Begriff, beinhaltet alle Lebensstufen,
von der Kindheit bis zum Tod.
Heute und jetzt wäre die Frage in diesem Brett. Dafür müsste
man sich aber über die Ethik einigen. Das kann man aber nicht.
Die Ethik macht doch nicht aggressiv, sondern die falsch belegten Begriffe und Handlungen.
Als Beispiel: Wenn ich kleine Kinder schon als böse bezeichne, was bleibt dann noch für den Teufel?
Ich überziehe das bewusst 
Denn es gibt keine einzig wahre Ethik für heute und jetzt.
Doch, du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.
Dazu muss man sich aber zuerst selber lieben können, wie viele Menschen können das?
(mir ist klar, dass Ethik mehr umfasst, aber irgendwo sollten wir anfangen)
Bevor wir etwas umsetzen, müssen wir uns über die Ethik
einigen, wenn wir in einem theoretischen Diskurs sind. In der
Alltagsrealität geschieht es ohne eine Diskussion, und dann
kann man es bewerten, dafür aber eher bei den anderen als bei
sich selbst.
Das ist ein wichtiger Punkt, warum bewertet man andere leichter, als sich selber. Man verbringt oft das halbe Leben sinnlos damit, sich zu wundern wie man von anderen bewertet wird, diese Bewertung zu ändern, sich in einem anderen Licht zu präsentieren, das muss man ja von irgendwo herhaben?
Es ist somit keine Religions- oder ethische Frage, sondern
eine philosophische oder soziopsychologische. Wenn ich dich
richtig verstanden habe, geht es dir um Gründe für die
Aggression der Menschen im Umgang miteinander.
Ich würde sozialpsychologische vorziehen, die beinhaltet auch Auswirkungen der Reli und ethnische Grundsätze.
Was heißt hier programmiert? Das klingt für mich zu pauschal.
War der maßgebliche Einfluss der Erziehung je anders als
heute?
Ich glaube nicht, bis auf einige Ausnahmen, und selbst Antiautoritäre Erziehung, ist eine Reaktion auf zuviel Einfluss in der Erziehung.
Programmiert ist ein pauschaler Begriff, sagt für mich aus, dass ein vorgegebenes Programm abzulaufen hat, zu erfüllen ist. Der Mensch ist aber kein Programm,
er möchte individuell empfunden werden.
War der maßgebliche Einfluss der Erziehung je anders als
heute?
Ich verstehe Gert so, dass er genau das ändern will.
Welche Begriffe er dafür verwendet, ist mir nicht so wichtig,
da stelle ich mich auf die Wortwahl von Gert ein.
Da bin ich sicher am wenigsten hilfreich für Gert, weil er ja herausfinden will, wie er möglichst viele Menschen mit seinem Buch ansprechen kann. Ich bin erst auf Seite 8 in seinem Buch, kann also noch nichts aus meiner Sicht sagen.
Die Ursache warum man ganzen Gruppen, dieses vor Augen führen
muss, liegt an der Wirkung von Machtempfinden, die jeder
Gruppe, jeder Gemeinsamkeit entgegen wirkt. Je mächtiger
Eltern wirken, umso stärker ist ein Machtempfinden da. (ich
rede in Friedenszeiten)
Mich interessieren dabei eher Machtverhältnisse innerhalb
einer Gruppe, weniger zwischen der Gruppe und der anderen oder
den Außenstehenden.
Eine Familie ist eine Gruppe, für Kinder die allererste Möglichkeit, sich in einer Gruppe verstanden zu fühlen.
Oft ist es so, daß die Gruppe aus ihrer Schwäche zur
Konsolidierung und Aggression findet. Auch wenn ihr keine
Macht von außen entgegen wirkt.
Ich verstehe dich, aber Macht empfindet, Schwäche empfindet, immer jeder für sich selbst. Nachdem Macht nur ein Wort ist, kommt es darauf an, wie dieses Wort empfunden und verstanden wird.
Schwäche ist auch sehr variabel, aber eines der wichtigsten Wörter, die man für Kinder richtig belegen soll.
Ich meine nicht das Forum, Gert auch nicht. Das Forum
verstärkt nur meine Eindrücke aus meinem Leben. Selbst
Menschen die sich gut verstehen, bekommen Streit.
Dann habe ich dich in diesem Punkt mißverstanden. Harmonie
bedeutet auch nicht immer eine und dieselbe Meinung,
Disharmonie - nicht immer nur verschiedene Meinungen.
Genau, aber gerade Harmonie wird sehr oft den Kindern vorgespielt,
nur sagt ihnen keiner, dass gespielt wird.
Man kann sich ungeachtetdessen fühlen, durch sprachliche
Mittel ist es dem Menschen gestattet
Und ein Streit an
sich hat nichts schlimmes, wenn es dem Ziel des Forums dient.
Ein Streit kann Fronten klären, nur für was sind Fronten gut?
Das ist das, was ich meinte: Ich rede vom Wissen, und da ist
ein Streit eine Notwendigkeit. So wie ich dich verstehe,
sprichst du von zwischenmenschlichen Beziehungen.
Ja ich spreche von zwischenmenschlichen Beziehungen, die verstehe ich besser, als meine Beziehung zum PC. 
Beim Computer will ich einfach sehr viel nicht wissen, darum meine schlechte Beziehung zu dem blöden Kasterl.
Ich empfinde Streit nicht als schlecht, wenn dadurch Fronten beseitigt werden. Es bringt niemanden was, einen Streit aus dem Weg zu gehen, noch härtere Fronten aufzubauen.
Dann sind auch unterschiedliche Meinungen immer noch ein
Zugewinn vom Wissen.
Wenn man wissen will, warum es unterschiedliche Meinungen
gibt.
Nicht nur. Sondern auch möglicherweise, um zu wissen, daß zu
einigen Fragen mehrere unterschiedliche Antworten richtig
sind.
Da stimme ich dir auch zu, wenn wir das jetzt auf die Erziehung umsetzen, wie viele Eltern bringen das ihren Kindern bei.
Wenn man dazugewinnen will, so empfinde ich aber die meisten
Streitereien nicht.
Auch dazu kann man unterschiedlicher Meinung sein, nicht wahr?
Nur soweit, als auch die Kontrahenten nach dem Streit, für sich einen Zugewinn feststellen können. Ein Streit hat ja nichts Wahres für die Allgemeinheit, einen Streit empfindet man sehr persönlich.
Dicke Luft, spürt man. Wenn wir jetzt wieder zum Forum zurückkehren, dann gehen die meisten Streitereien für die zwei Betroffenen nicht klar aus, es gibt zu viele Mitwirkende.
Du hast geschrieben, du arbeitest im Bereich Konfliktlösungen. Wie alt sind im Durchschnitt die Teilnehmer?
Du hast sicher darüber nachgedacht, warum du in Gruppen, dem Einzelnen seine Position und der Gruppe, die Gruppendynamik klar machen musst.
Für mich wäre das eine Aufgabe der Eltern, dann würdest du Arbeitslos werden. *fg*
Ich versuche Gert zu verstehen, das fällt mir sehr leicht.
Da beneide ich dich 
Bevor ich Mutter wurde, habe ich mich sehr viel mit mir und
meinem ICH beschäftigt. Als ich Mutter wurde, war mir Tanjas
ICH sehr wichtig.
Als ich Gert gelesen habe, waren mir seine Gedanken vertraut.
Schön! 
Es sind mir auch deine Gedanken vertraut, ich schreibe aber kein Buch darüber. 
Ich denke, dass du Gert sehr hilfst, ihm zu zeigen, wo Spott und sein Unverstanden werden, anfängt.
Bis Seite 8 in seinem Buch, spielte Macht keine vordergründige Rolle, eher Ohnmacht.
Ich lasse mich überraschen. 
Grüße
Kerbi