Hallo Gemeinde,
eigentlich sollte ich ja Bescheid wissen, aber manchmal hat man ein Brett vor dem Kopf. Auch ich.
Ich kann in der Früh nicht mehr aufstehen!
Der Wecker klingelt. Am Abend vorher hatte ich den besten Willen.
Aber ich drehe mich nochmals rum und wenn ich wieder zu mir komme, sind gut 1 1/2 Stunden vergangen.
Zum Glück habe ich einen großen Spielraum bis Arbeitsbeginn, aber es nervt mich.
Es ist nicht so, dass ich meine Arbeit nicht mag. Denn am Abend kann ich kein Ende finden. Es nervt mich im Gegenteil, nach Hause zu fahren. Irgendetwas ist hier verkehrt.
Habt Ihr Tipps für mich? Wo soll ich nachstoßen? Ich wende mich an Euch, weil mir „außerirdische“ Ansagen erfahrungsgemäß immer sehr helfen!
Gibt es nichts, worauf Du Dich freuen kannst beim Aufstehen? Einen
Kaffee, einen Tee, der Sonnenaufgang oder sowas?
Wenn Du schon das Glück hast, flexibel Deinen Arbeitstag zu beginnen,
Dir aber trotzdem die Motivation zum Aufstehen fehlt, kannst Du Dich
nur „überlisten“ mit etwas Angenehmem.
Na ja, eigentlich bist Du ja motiviert, sonst würdest Du hier nicht
fragen…
vielleicht ist es off-topic, bei mir hat es geholfen so zu atmen,
schon beim Einschlafen, dass ich viel Sauerstoff im Blut hatte. Beim
Wachwerden dann auch wieder und dadurch hab ich mich dann
‚ausgeschlafen‘ gefühlt. Wenn möglich hab ich auch am Tag darauf
geachtet, tief zu atmen.
Ich bin aber ein Mensch, der oft dazu neigt, sehr flach zu atmen, vor
allem wenn ich eine Ruhephase einlenken will, wie das
Einschlafen,dann ist der Schlaf aber nicht erholsam für mich und ich
komme einfach nicht aus dem Bett.
Falls du dieses Problem nicht hast, hilft gewiss etwas anderes
Es ist nicht so, dass ich meine Arbeit nicht mag. Denn am
Abend kann ich kein Ende finden. Es nervt mich im Gegenteil,
nach Hause zu fahren. Irgendetwas ist hier verkehrt.
Hallo Irene
Versuch doch mal die ganze Sache umzudrehen. Also früh ins Bett und früh aufstehen. Morgens läßt sich auch gut arbeiten.
dein Biorhythmus ist offenbar so eingestellt, dass du abends fitter bist als morgens. Da muss man sich dann eben überlisten.
Versuche zum Beispiel mal (wenn du abends immer um dieselbe Zeit schlafen gehst) den Wecker eine halbe Stunde früher (oder auch später) zu stellen, so dass du vielleicht aus einer anderen Schlafphase kommst wenn er klingelt. Man fühlt sich dann ausgeschlafener.
Oder versuche mal ohne Wecker, nach der gefühlten Zeit aufzustehen, das klappt bei mir inzwischen sehr gut. Ich bin dann hellhörig, achte auf Geräusche von draußen und auf die Helligkeit und bin nicht genervt von einem Wecker.
Und wenn all das nicht hilft, schaff dir zwei Katzen an - die toben morgens übers Bett und sorgen dann schon dafür dass du aufstehst, weil sie ihre Näpfe wollen - und das motiviert, das kann ich dir versichern.
vielleicht hilft dir ja ein sogenannter Sleeptracker. Das ist ein Wecker, der dich nur aufweckt, wenn du in einer Leichtschlafphase bist. Angeblich fällt einem da das Aufstehen wesentlich leichter. Ich kann aber leider nicht mit eigenen Erfahrungen dienen, sondern nur mit einem Link http://www.sleeptracker.de.com/index.php
Vielleicht hat aber hier sonst irgendjemand schon Erfahrungen mit dem Ding.
Aber ich drehe mich nochmals rum und wenn ich wieder zu mir
komme, sind gut 1 1/2 Stunden vergangen.
Zum Glück habe ich einen großen Spielraum bis Arbeitsbeginn,
aber es nervt mich.
Was hindert Dich daran, einfach so lange zu schlafen,
wie es möglich ist? Also den Wecker 1 1/2h nach hin-
ten zu stellen?
Hallo Irene, ich kann mich da Rolf nur anschließen. Seit ich abends früher ins Bett gehe - mich also zwinge (und ich muss mich zwingen) vor Mitternacht schlafen zu gehen und mir auch Zeit zwischen Arbeit und Schlafengehen für mich nehme schlafe ich wesentlich besser und komme morgens auch raus.
Ich habe das Gefühl als ob mein Biorythmus nicht mit meinem Kopfrythmus übereinstimmt und gebe halt immer wieder nach. Funktioniert nicht immer aber immer besser.
Hoffe es ist ne Anregung für Dich und kann Dir helfen.
Gruss Akkazia
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mir hat mal eine freundin eine formel für leichtes aufstehen an die hand gegeben.
und zwar:
ins-bett-geh-zeitpunkt + 0.5 h zum einschlafen + 6 h mindestschlafzeit. kannst ja mal rechnen wo du raus kommst. wenn das zu früh ist, dann jeweils + 1.5 h weiterstellen. da du großen spielraum hast wie du sagst, dürfte das ja kein problem sein.
hab das schon mehrfach ausprobiert, bin normalerweise nämlich jemand der die dröhnende weckmaschine problemlos stundenlang überhören kann, und es funktioniert wirklich.
ich hatte das gleiche problem - und kein wecker der welt, so laut und schrill auch immer, konnte das ändern. und was ich für wecker hatte: rassenlde, auf teller gestellte mechanische riesenmaschinen, mehrere elektronische mit nervtötendem pieps und einen kleinen affen, der zu weckzeit ein trommelsolo hinlegte. nix half.
das änderte sich erst, als ich den alltag nicht mehr als erdrückende belastung empfand, vor der ich mich zu verstecken versuchte, sondern kaum noch erwarten konnte, bei dem ersten weckerpieps voller tatendrang aus dem bett zu hüpfen.
um das zu erreichen war allerdings ein komplett neues leben nötig.
bei mir. vielleicht geht es ja bei dir mit weniger rigorosen änderungen.
bei mir hätte das nicht geklappt. Ich konnte so lange im Bett liegen
und Zeit zum Schlafen haben wie ich wollte und war immer noch platt.
Wie gesagt bei mir hängt der mangelnde Elan am Morgen mit zu wenig
Sauerstoff zusammen. Das hat natürlich nicht jeder.
Ich finde es aber toll, dass es diese Formeln gibt, das beweist doch,
dass viele lieber im Bett bleiben
Mir geht es genauso wie Dir, ich könnte eeeeewig schlafen, egal, wie dringend ich rausmuß.
Davon unabhängig war ich letzte Woche beim HNO, weil ich nicht so gut Luft durch die Nase bekomme. Ein Allergietest hat gezeigt, daß ich auf Hausstaubmilben sehr allergisch reagiere, und daher nachts im Bett meine Nasenschleimhäute zugehen.
Folge: Ich schnarche, habe auch manchmal „Atemaussetzer“. Das wiederum bewirkt, daß ich schlecht schlafe und morgens nicht ausgeruht bin.
Also: Mal zum HNO gehen und das Abchecken lassen, der verschreibt Dir dann Bezüge für Matratze und Bettzeug, damit die Milben nicht nerven können. Obs hilft, kann ich noch nicht sagen, aber ich hoffe es sehr…
ich habe dasselbe Problem. Bei mir liegt es aber daran, dass ich mein Leben und meinen Job nicht mag. Da du sagst, du magst deinen Job, ist es vielleicht etwas in deinem Leben? Du kannst mit dem Job abends kein Ende finden – also “Furcht” vor dem Nachhausegehen? Du fuerchtest dich vor etwas das dich zu Hause erwartet oder nicht erwartet?
Du schreibst “… nicht mehr aufstehen”. Wann hat sich das geaendert? Und was hat sich zu diesem Zeitpunkt in deinem Leben geaendert? Ich wuerde vermuten, dass hier des Raetsels Loesung ist.
Ich kann in der Früh nicht mehr aufstehen!
Der Wecker klingelt. Am Abend vorher hatte ich den besten
Willen.
Also ich weiss nicht, bevor ich mich den biologischen Grundlagen hier anschliessen würde (Sauerstoffmangel etc.) würde ich erst einmal evaluieren, ob Du wirklich (1) morgens nicht aufstehen kannst oder (2) nicht aufstehen willst.
Methode: Den Wecker ca. 5 Meter vom Bett entfernt hinstellen.
Falls es dann also wieder Erwarten vielleicht doch ein motivationales Problem sein sollte , dann empfiehlt sich erst einmal der Weg, den Semjon vorschlug: einfach solange liegen bleiben, wie es „passt“. Wenn einen das Lang-Schlafen wirklich stört, kriegt man das so am ehesten satt (nur so inhibiert man wirkungsvoll, ansonsten konditioniert man eher das Lang-Schlafen als Belohnung).
6h Schlaf pro Nacht reichen im Mittel gut aus. Natürlich kann man Schlaf und Schlafqualität durch viele Dinge beeinflussen, aber es geht hier ja um die Fähigkeit, aufzustehen - und das kann man lernen (habe ich z.B. damals beim Bund gelernt. Und ich erinnere mich an keinen, bei dem es damals nicht gelungen wäre - geht nicht, gab’s nicht…).
mit dem Job abends kein Ende finden – also “Furcht” vor dem
Nachhausegehen? Du fuerchtest dich vor etwas das dich zu Hause
erwartet oder nicht erwartet?
Wäre zu überdenken!
Du schreibst “… nicht mehr aufstehen”. Wann hat sich das
geaendert?
Vor etwa einem halben bis dreiviertel Jahr. Früher war ich der absolute Frühaufsteher. Deshalb macht es mich auch so fertig.
Ich muss jetzt einmal nachdenken, was sich geändert hat, und vor allem, warum es sich auf diese Weise auswirkt.
Auch dir danke, hier sind ein paar gute Ansätze für mich!
ich habe meinen Radiowecker zwei Meter vom Bett stehen. Das hilft mir alleine schon. Er klingelt bereits eine 3/4 Stunde im Voraus. Das klappt bei mir. Ich kenne abere noch weitere Waffen gegen den Morgenmuffel in mir.
Ich habe als ich mal zur Nachtschicht gejobbt habe ganz schreckliche Sender eingestellt. Das hilft! Es muss einfach Musik sein, über die man sich nur aufregen kann. Du siehst aus, als könnte man dich mit Heavy-Metal rausrütteln. Dazu bräuchtest du natürlich einen Wecker, der CDs spielt.
Allerdings habe ich seit kurzer Zeit auch eine andere Geheimwaffe: Eine Kaffeemaschine mit Timer. Man muss sie nur am Vorabend bestücken. Aber wenn man aufwacht, muss man es nur in die Küche schaffen und da steht frischer Kaffee. Die Timermaschine von Severin gibt es bei Wolworth, und sie kostet 25€.
Folge: Ich schnarche, habe auch manchmal „Atemaussetzer“. Das
wiederum bewirkt, daß ich schlecht schlafe und morgens nicht
ausgeruht bin.
Auch das ist eine interessante Sichtweise. Hab mir schon überlegt, in diese Richtung nachschauen zu lassen, denn ich bin an manchen Tagen echt kaputt in der Früh.
das änderte sich erst, als ich den alltag nicht mehr als
erdrückende belastung empfand, vor der ich mich zu verstecken
versuchte, sondern kaum noch erwarten konnte, bei dem ersten
weckerpieps voller tatendrang aus dem bett zu hüpfen.
Wie gesagt, in dieser Richtung sollte ich auf jeden Fall Ausschau halten.
Was hindert Dich daran, einfach so lange zu schlafen,
wie es möglich ist? Also den Wecker 1 1/2h nach hin-
ten zu stellen?
Versteh ich nicht (
Ich schon! Ich habe eine Menge zu tun, ich muss zwar erst um 9 Uhr zu arbeiten beginnen, aber es wäre gern gesehen an meiner Arbeitsstelle, wenn ich früher da wäre. Ich muss in der Früh auch noch mit dem Hund spazieren gehen, ich komme ständig in Hetze und bin morgens schon frustriert. Das alles hindert mich, genussvoll länger zu schlafen.