Hat die Religion das nötig?

Hallo Branden,

ich muß eingestehen, daß ich alle meine Wetten verloren habe, die ich getätigt habe, als Du das hinein gestellt hast.
Mit einem „knirsch“ gratuliert Dir
Gert

Danke, Gert! owT
!

Hallo Kerbi,

Gespräche mit Gott, sind doch Selbstgespräche, oder übersehe
ich da was Objektives?

ja, Du übersiehst, dass Gott antwortet.
Damit ist es definitiv kein Selbstgespräch.

Ich verziehe mich *gansschnell* aus dem Reli-Brett, ich will
den ernst der Diskussion nicht verstehen.

Schade.

Gruss Harald

Hi,

ja, das weiß ich alles; ich hab nämlich das Buch gelesen:

http://www.ibka.org/artikel/miz90/geld.html

und bin danach aus der Kirche ausgetreten. Damit bekommen sie ein bißchen weniger
von mir.

Grüße vom T.

Hallo,

… was aber nichts daran ändert, daß es sich auch hier nur um eine einzige große
Vermutung handelt.

Gruß vom T.

Hallo Frank,

warte ab, und der „glaube“ wird sich, wie gehabt, immer weiter
zurückziehen.

Wobei ich mich ein paar Dinge schon frage (als eher naturwissenschaftlicher Mensch):

Ist es nicht auch nur ein Glaube, dass alles für den Menschen erklärbar sei?

Ist die Naturwissenschaft überhaupt entscheidend(!) weitergekommen oder versucht sie nur in ihrer Begründung weiterhin unverständliche Beobachtungen in einer anderen, komplexeren Sprache zu erklären?

Bzw. hat die Naturwissenschaft in manchen ihrer Grenzbereiche nicht mittlerweile ein stückweit „kulthaften“ Chrakter angenommen, da sie nur noch von wenigen „verstanden“ wird, wobei diese wenigen von vielen anderen „bewundert“ und als Hohepriester „gefeiert“ werden?

Ist also nicht die Naturwissenschaft eine andere Art von „Religion“, aber in manchem nicht wirklich unähnlich den sicher „primitiveren“ Vorläufern? Löst sie also vielleicht die Monotheistischen Religionen ab, wie diese ihre „primitiveren“ Vielgötter-Religionen und jene wiederum die Naturreligionen abglöst haben?

Grübelnde Grüße
Jürgen

Könnte die christliche Religion auf naturwissenschaftliche
Absurditäten wie die jungfräuliche Empfängnis Mariä und (jetzt
wirds ne Nummer härter:smile: die Auferstehung Jesu Christi
verzichten

jungfr. empf. weiß ich nicht, denn ich denke da gibts unterschiede in den denominationen.

aufersteh. christi: denke nicht, weil das ist ja der inhalt der ganzen geschichte! wenn die weg ist, gibts keine „christliche“ religion mehr.

daß das wissenschaftlich absurd ist braucht eine religion nicht zu stören, denn eine religion ist ja keine wissenschaftliche theorie!

und allein durch die Werke und Reden Jesu Christi
(weiter)existieren?

keine ahnung. ich denke aber nicht, da diese figur der brennpunkt ist. fällt sie weg, ist alles weg.

oder kann sie allein durch
christliche Werte bestehen?

die menschenrechte transportieren werte, die im prinzip eine durch die christliche verbreitung gefilterte minimalethik darstellen, wie sie schon bei hamurabi und den 10. geboten zu lesen ist. das drumherum ist firlefanz, den die aufklärung einfach wegrasiert hat.

gruß
datafox

Wisst ihr, dass auch Ungläubige und Andersgläubige
in Deutschland mit ihren Steuern Priester bezahlen müssen?

das ist ein problem des deutschen staates.

gruß
datafox

Ich denke da z.B.
daran, wie er einem armen Menschen am Sabbat half, wo die
orthodoxen Juden sagten: Keine Aktivitäten am Sabbat!

weißt du überhaupt wovon du hier sprichst? helfen in gefahr ist sogar pflicht. deshalb arbeiten rettung, polizei, feuerwehr, ärzte… selbstverständlich am shabbat.

außerdem gibt es „orthodoxe juden“ erst seit ein paar jahrhunderten. das damalige judentum gibt es dagegen überhaupt nicht mehr.

gruß
datafox

Sohn oder Ben ist in den arabischen und semitischen Spachen
Möglichkeit, eine eine besonders hervorstechende Eigenschaft
einer Person zu bezeichnen.

das problem ist aber, daß ben einfach sohn heißt und nichts besonderes darstellt. die jüdischen religiösen namen von männern heißen alle [name] ben [name des vaters] (bei frauen bat). nachnamen gibt es nicht. etwas „besonderes“ ist das sicher nicht!

„ben“ ist nicht nur der biologische vater. „mensch“ heißt zb. „ben adam“ = „adamskind“.

gruß
datafox

Hallo Jürgen

Ich antworte hier mal spontan, weil mich Dein Posting dazu „reizt“.

Ist es nicht auch nur ein Glaube, dass alles für den Menschen
erklärbar sei?

Ich kenne keinen ernsthaften naturwissenschaftlich denkenden Menschen, der behauptet, dass alles erklärbar sei. Da gehst Du von völlig falschen Voraussetzungen aus.

Ist die Naturwissenschaft überhaupt entscheidend(!)
weitergekommen

ja.

oder versucht sie nur in ihrer Begründung

weiterhin unverständliche Beobachtungen in einer anderen,
komplexeren Sprache zu erklären?

Nein. Es ist ein eine fundamental andere Herangehensweise, nämlich eine offenere. Das ist nicht mit zwei versch. Sprachen vergleichbar.

Bzw. hat die Naturwissenschaft in manchen ihrer Grenzbereiche
nicht mittlerweile ein stückweit „kulthaften“ Chrakter
angenommen, da sie nur noch von wenigen „verstanden“ wird,
wobei diese wenigen von vielen anderen „bewundert“ und als
Hohepriester „gefeiert“ werden?

Da muss jeder selber wissen, ob er etwas kulthaft verehrt oder sich mit der Denke der Wissenschaft auseinandersetzt. Sicher gibt es Leute, die hier genauso anbeten wie dort, aber das nützt oder schadet der Sache selbst nicht.

Ist also nicht die Naturwissenschaft eine andere Art von
„Religion“, aber in manchem nicht wirklich unähnlich den
sicher „primitiveren“ Vorläufern? Löst sie also vielleicht die
Monotheistischen Religionen ab, wie diese ihre „primitiveren“
Vielgötter-Religionen und jene wiederum die Naturreligionen
abglöst haben?

Nein. Nur sektenhafte, unwissenschaftliche Strömungen befinden sich in dieser Gefahr. In dem Maß, in dem sie wissenschaftlich bleiben, sind sie eben nicht in der geschilderten Gefahr.

Gruß, Branden

weißt du überhaupt wovon du hier sprichst?

Ja.

außerdem gibt es „orthodoxe juden“ erst seit ein paar
jahrhunderten. das damalige judentum gibt es dagegen überhaupt
nicht mehr.

Ich dachte, über solche Spitzfindigkeiten sind wir in dieser Diskussion erhaben. Du schüttest hier das Kind mit dem Bade aus. Merkst Du nicht, um was es hier geht?
Gruß,
Branden

Merkst Du nicht, um was es hier geht?

möglicherweise um dumme vorurteile über das judentum wie zb. am schabbat wäre es verboten jemandem zu helfen und der christ jesus (!) hätte das - oh wie wunderbar - „abgeschafft“? das ist mit verlaub unsinn. ich weiß nicht exakt WORUM es in dieser stelle geht, aber wahrscheinlich ist es ein ganz spefizischer disput zu details zum schabbat, wie er damals unter gruppen von religiösen juden ebenfalls üblich war wie heute noch. um das wirklich zu verstehen müßte man sich mit der materie auskennen. das tue ich zwar auch nur recht oberflächlich, aber an deinen sätzen erkennt man, daß du dich gar nicht damit auskennst („keine aktivitäten!“).

datafox

Merkst Du nicht, um was es hier geht?

möglicherweise um dumme vorurteile über das judentum

Darum geht es eben gerade NICHT. Lies am besten nochnmal den ganzen Thread.

Hallo datafox,

ich weiß nicht exakt WORUM es in
dieser stelle geht,

da kann ich Dir helfen :wink:

Luk.6 Vers 6 Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, daß er in die Synagoge ging und lehrte; und es war dort ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war.
7 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber lauerten darauf, ob er am Sabbat heilen würde, damit sie eine Beschuldigung gegen ihn fänden.
8 Er aber wußte ihre Überlegungen und sprach zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte! Er aber stand auf und stellte sich hin.
9 Jesus sprach nun zu ihnen: Ich will euch fragen, ob es erlaubt ist, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu verderben.
10 Und nachdem er sie alle ringsum angeblickt hatte, sprach er zu ihm: Strecke deine Hand aus! Und er tat es; und seine Hand wurde wiederhergestellt.

aber wahrscheinlich ist es ein ganz
spefizischer disput zu details zum schabbat, wie er damals
unter gruppen von religiösen juden ebenfalls üblich war wie
heute noch. um das wirklich zu verstehen müßte man sich mit
der materie auskennen.

Es ging vermutlich darum, dass diese Heilung auch noch einen Tag warten hätte können.

Gruss Harald

Die Theologie ist eine Wissenschaft wie die Psychologie, die
Soziologie, die Germanistik oder die Medizin.

das sagt der derzeitige gesellschaftliche konsens in bestimmten ländern, in denen „theologie“ an staatlichen universitäten gelehrt wird. aber mitnichten ist das eine wissenschaft, weder eine geistes- noch eine naturwissenschaft!

In dieser
Wissenschaft gibt es Standards, die man nicht ungestraft
mißachtet. Diese Wissenschaft hat Voraussetzungen, die sie von
vornherein benennt

das tut die astrologie und das kaffeesatzlesen auch. das sind KEINE bedingungen für das vorhandensein einer wissenschaft. bedingung ist zb. intersubjektivität. diese ist nicht gegeben. wer nicht an gott glaubt, noch dazu an eine bestimmte form davon, zb. „evangelische theologie“, „islamisch-schiitische theologie“, „chassidische theologie“, für den hat diese theologie nicht mehr relevanz als sämtlich episoden von star trek.

was jedoch sehr wohl eine wissenschaft ist, nämlich eine geisteswissenschaft, das ist religionswissenschaft. religionswissenschaft ist das betrachten einer bestimmten theologie von außen. jeder kann zb. „katholische religionswissenschaften“ betreiben, auch wenn er selber buddhist oder atheist ist. ein allgemeines interesse für die inhalte dieser bestimmten glaubensrichtung reicht. in dieselbe kategorie fallen judaistik und islamwissenschaften. beides sind keine theologien. jüdische theologie wird beispielsweise an talmudschulen unterrichtet. es ist natürlich keine wissenschaft sondern religiöse lehre, von und für die anhänger selbst gemacht, auch wenn sie wissenschaftlichen gesezen wie logik, axiomenaufbau usw. folgt.

einzig christliche theologie, meistens nichts anderes als die ausbildung für religiöses lehrpersonal und geistliche würdenträger, wird einem als „wissenschaft“ verkauft. das lehne ich ab. es ist außerdem eine minderung des werts religiöser kulturgüter, die hier einfach vermischt und verwissenschaftlicht werden. christliche theologie gehört in klosterschulen, ebenso wie islamische theologie an die koranschulen gehört.

gruß
datafox

Hallo Harald, :

Och, man kann sich das raussuchen, was andere nicht böswillig
hinterher reingefieselt haben.

Wie willst Du beweisen, dass dieser oder jener Satz
nachträglich böswillig reingefieselt wurde?

Na, weißt du doch: Ich frag die Quelle.

Gruss

auch, Geris

dann Philosophie, Psychologie …

Ersteres ist (k?)eine Wissenschaft, wird aber von der
Wissenschaft zumindest als „ebenbürtig“ oder „ergänzend“
betrachtet.

genauer: philosophie, logik und mathematik sind die werkzeuge der wissenschaft. sie sind selbst keine wissenschaften, da sie sich nicht damit beschäftigen wissen zu erlangen, sondern damit, wie man mit diesem wissen umgeht.

gruß
datafox

Hallo Geris,

Och, man kann sich das raussuchen, was andere nicht böswillig
hinterher reingefieselt haben.

Wie willst Du beweisen, dass dieser oder jener Satz
nachträglich böswillig reingefieselt wurde?

Na, weißt du doch: Ich frag die Quelle.

Hm, ja gut, aber gilt das als Beweis?
Und läßt Du andere dann an Deinem Wissen teilhaben?

Gruss Harald