Hallo ich habe mal eine Frage ob mir jemand eine Institution oder Behandler/ Behandlungsmoeglichkeit nennen kann? In Hamburg oder Weltweit. Bei den unendlichen Esoterischen Psychologischen und Neurologischen Moeglichkeiten habe ich jetzt seit fast zwanzig Jahren keinen Erfolg. Nach meiner Vermutung dadurch bedingt das ich immer an falsche Menschen geraten bin und oder das Gefuehl habe nur hin und her geschoben zu werden ohne das mir wirklich geholfen wurde.Abgesehen davon habe ich mit Neuroleptiger u. Psychopharmaka schlechte Erfahrung gemacht. Ich bin schon dabei unendlich viel Geld und verlorene Zeit los geworden. Jetzt kommt der schwierige Teil die Erklaerung. Seit dem ersten Versuch mir eine Form von Hilfe zu holen habe ich das Gefuehl ueber die Wahrheit meiner Krankheit belogen zu werden. Was hinzu sehr erschwerend kommt. Die Synthome die mir letzendlich zu schaffen machen und mich immer wieder an den Rand des Unertraeglichen bringen so das ich nicht mehr Lebensfaehig bin sind meiner Meinung nicht die Ursache meiner eigentlichen Krankheit sondern nur aus lauefer davon. Die auessern sich bei mir in der Wahrnehmung von Stimmen gedanklich sowie Gesprochen. Feindlich laut agressiv vernichtend. Was mich dabei von anderen Stimmen hoerern unterscheidet das ich davon aus gehe das diese Real von meinen Mitmenschen sind als Reaktion auf die Wahrnehmung meiner Person. So das ich z.B meine Persoenlichkeit nicht von der Allgemeinheit abgrenzen und schuetzen kann und oft nur noch alles wie ein einziger Alptraum ist der einfach nicht enden will. Dazu kommen erschwerend koerperliche und geistige Schwaeche und Erschoepfung dazu. Ab gesehen von anderen noch weiteren sehr unangenehmen Erscheinungs formen. Wie schon erwaehnt ist der eigentliche Kern meiner Krankheit ein andrer. Wohin die Vermutung geht das koerperlich oder geistig etwas nicht mehr funktioniert und oder von anderen evtl Familie Freunde - teilweise ersetzt wird. Und ich mich schon hauefig gefragt habe ob mann nicht z. B Neurologisch durch einen Chip oder aehnlichen dieses ueberbruecken koennte? Mein Wunsch kann wohl jeder verstehen. Letzendlich moechte ich gesund und frei von den Meinungen irgendwelcher Menschen leben. Doch schon allein durch den Eindruck das fremde Menschen meine Gefuhle strich Emotionen wahrnehmen koennen drehe ich mich nur in Kreis.Auch habe ich bis jetzt vergeblich jemanden gesucht der die gleiche Krankheit haben koennte? Ob nun esoterisch oder medizinisch oder pshychologisch muss es doch eine Hilfe fuer mich geben. Daher bin ich ueber jeden Rat dankbar.
Hallo,
ob mir jemand eine Institution
oder Behandler/ Behandlungsmoeglichkeit nennen kann? In
Hamburg oder Weltweit. Bei den unendlichen Esoterischen
Psychologischen und Neurologischen Moeglichkeiten habe ich
jetzt seit fast zwanzig Jahren keinen Erfolg.
welchen Behandlungsmöglichkeiten hast Du Dich in den fast zwanzig Jahren bisher unterzogen? War eine davon die Psychiatrie mit ihren medikamentösen Behandlungen von Psychosen (inkl. Schizophrenie)?
Wenn ich lese, was Du geschrieben hast, würde ich sagen, daß Du am ehesten dort um Hilfe nachfragen solltest, auch wenn es sicherlich kein angenehmer Weg ist.
Grüße
Hallo Davex,
wie sieht es mit Klinikaufenthalten aus?
Gab es die, wenn ja wo und wann?
Ich denke, es wäre sinnvoll eine Anlaufstelle zu haben, die zum einen für Dich einen geschützteren Rahmen bieten kann, damit Du ein bißchen zu Ruhe und Kraft kommst und andererseits die Möglichkeiten hat,
das von Dir beschriebene Problem genauer einzugrenzen und Dich in eine adäquate Nachsorge zu überstellen.
Es ist schwer Dir „das Richtige“ zu empfehlen, ohne Dich näher zu kennen. Anders bei einem intensiven Kontakt vor Ort.
Ein neurologischer Eingriff, eine OP, wie Du sie Dir wünscht, gibt es derzeit so (noch) nicht. Aber diese Erkrankungen lassen sich heute relativ gut mit Medikamenten behandeln. Allerdings bedarf es da ein wenig Vertrauen und etwas Mut, dem Ganzen noch eine Chance zu geben.
Grüße
Frosch
Hi Daves
[…]
Nach meiner
Vermutung dadurch bedingt das ich immer an falsche Menschen
geraten bin
Wenn man das Gefühl hat, immer an falsche Menschen zu geraten, könnte ja
irgendwas mit einem selber nicht stimmen, oder?
So viel „falsche Menschen“ gibts ja nun auch wieder nicht. Ich kenn nur
„falschen Hasen“, den hat meine Großmutter gerne gekocht. Falsche Menschen kenn
ich keine. […]
und oder das Gefuehl habe nur hin und her
geschoben zu werden
Wer schiebt dich denn - schiebst du dich nicht selber?
[…]
Seit dem
ersten Versuch mir eine Form von Hilfe zu holen habe ich das
Gefuehl ueber die Wahrheit meiner Krankheit belogen zu werden.
Ja, die Menschen sind schlecht. Oder aber sie haben Angst, dir die furchtbare
Wahrheit zu sagen.
Die
auessern sich bei mir in der Wahrnehmung von Stimmen
gedanklich sowie Gesprochen. Feindlich laut agressiv
vernichtend. Was mich dabei von anderen Stimmen hoerern
unterscheidet das ich davon aus gehe das diese Real von meinen
Mitmenschen sind als Reaktion auf die Wahrnehmung meiner
Person.
[…]
So das ich z.B meine Persoenlichkeit nicht von der
Allgemeinheit abgrenzen und schuetzen kann
Genauso gehts den anderen Stimmenhörern auch.
[…] Das ist eine ziemlich schwere psychische Erkrankung und die kann man
nicht übers Internet therapieren. Also sei so gut und begib dich -wie hier
schon anklang- in die Hände eines Facharztes für Psychiatrie und
Psychotherapie.
Gruß,
Branden
MOD: in Bezug auf die Brettbeschreibung editiert
Hi Davex!
Also, Stimmenhören muß nicht unbedingt etwas Krankhaftes sein; es gibt sogar einen ganz berühmten Philosophen (sokrates), der stolz auf die Stimme seines „Daimonions“ war (wie er diese göttliche Instanz im Menschen ernanannte), da sie ihm mit ihrer unfehlbaren Weisheit beistand, d.h. stets vor den Irrtümern seines eigenen Ichs warnte. (Kleine Zusammenfassung siehe hier: http://freenet-homepage.de/traumdeutung.fuer.einstei… ). Wenn heute einige Psychater und Psychologen Menschen wie Sokrates für „schizzophren“ erklären nur weil sie solche Stimme ihrer Seele vernehmen, stellt es also eine Fehldiagnose dar, trotzdem solltest Du meiner Ansicht nach versuchen, die Botschaften Deiner eigenen Seele, die auch über Träume ans Ich vermittelt werden, genau zu verstehen. Gelänge Dir das, würdest Du unabhängiger von den Meinungen anderer Menschen, könntest also auch nicht mehr so leicht verunsichert werden.
Da hat jmd einen Leidensdruck und schreibt über Einbußen seiner Lebensqualität und Du kommst mit Sokrates göttlichen Instanzen und das der Geplagte seine Stimmen doch bitte mal so hinnehmen sollte?
Und mit welcher Begründung sollten Psychologen/ Psychiater Sokrates nicht als schizophren betiteln nur, weil er seine Stimmen nicht als belastend empfand? Das ändert doch an der Diagnose nichts. Es soll Leute geben, denen fehlt auch ihr zweites Bein nicht, deshalb sind sie medizinisch dennoch einbeinig.
*kopfschüttel*
Da hat jmd einen Leidensdruck und schreibt über Einbußen
seiner Lebensqualität und Du kommst mit Sokrates göttlichen
Instanzen und das der Geplagte seine Stimmen doch bitte mal so
hinnehmen sollte?
Nein, das sagte ich nicht. Ich sagte nur, dass Stimmenhören an sich nicht auf etwas Pathologisches hindeutet (- sich in einem Konflikt damit befinden schon eher) und dass man sich mit den „Stimmen“ und anderen Botschaften des Unbewussten (wie z.B. den Träumen) ernsthaft auseinander setzen soll.
Und mit welcher Begründung sollten Psychologen/ Psychiater
Sokrates nicht als schizophren betiteln nur, weil er seine
Stimmen nicht als belastend empfand? Das ändert doch an der
Diagnose nichts. Es soll Leute geben, denen fehlt auch ihr
zweites Bein nicht, deshalb sind sie medizinisch dennoch
einbeinig.*kopfschüttel*
Du meinst, manche medizinisch als einbeinig diagnostizierten Leute kämen ohne ihr zweites Bein (das amputiert oder sonstwie abhanden kam) derart prächtig zurecht wie Sokrates mit den Warnungen seines göttlichen Daimonions, dies würde aber nichts an der Richtigkeit der von manchen Psychologen über ihn erstellten „Schizzophrenie“-Diagnose ändern? Oder verstehe ich nicht richtig was Du sagen wolltest?
Wenn heute einige Psychater und Psychologen Menschen wie Sokrates für
„schizzophren“ erklären nur weil sie solche Stimme ihrer Seele
vernehmen, stellt es also eine Fehldiagnose dar
[…]
Das Kriterium, ob jmd selbst etwas als krankhaft empfindet oder nicht ist kein diagnostisches Kriterium für diese Krankheit-
In diesem Fall ist es sogar fast gegenteilig der Fall, da es in gewisserweise eine Charakteristik für die Schizophrenien ist.
Ob jmd. seine Wahrnehmungen als angenehm oder unangenehm empfindet spielt medizinisch schlichtweg keine Rolle.
Allenfalls therapeutisch.
Mit Fehldiagnosen hat das nichts zu tun
Hallo,
das Sokrates-Posting spiegelt zwar nicht meinen Standpunkt zu der Frage von Davex wider, ich halte es aber vor dem Hintergrund der Anamnese des Sokrates-Posters auch nicht für notwendig, unbedingt darauf einzugehen. Fachlich viel interessanter finde ich schon Deine Bemerkung:
Und mit welcher Begründung sollten Psychologen/ Psychiater
Sokrates nicht als schizophren betiteln nur, weil er seine
Stimmen nicht als belastend empfand? Das ändert doch an der
Diagnose nichts. Es soll Leute geben, denen fehlt auch ihr
zweites Bein nicht, deshalb sind sie medizinisch dennoch
einbeinig.
Zwar ist die Frage der empfundenen Belastung durch schizophrene Symptome für die Diagnose nicht entscheidend (im Gegensatz zu den meisten anderen psychischen Störungen), sehr wohl ist es aber das Vorhandensein klinisch bedeutsamer Beeinträchtigungen. Liegen solche Beeinträchtigungen nicht vor, obwohl schizophrene Symptome vorhanden sind, darf lege artis keine Diagnose einer Schizophrenie erfolgen. Medizinisch gesehen sind solche Personen also eben nicht schizophren.
Grüße
…
sehr wohl ist es aber das Vorhandensein klinisch bedeutsamer
Beeinträchtigungen.
Die aber aufgrund der häufig fehlenden Krankheitseinsicht nicht subjektiver Qualität sein müssen.
Die Frage, ob ICH als Erkrankter etwas als klinisch bedeutsame Beeinträchtigung sehe, ist also kein grundlegendes Kriterium, weshalb es für die Diagnosestellung zweitrangig ist, was Sokrates selbst dazu gesagt hätte. Abgesehen davon, dass ich derartige posthum -Diagnosen fragwürdig finde.
Aber angesichts der Tatsache, dass eben diese fragwürdige Diskussion als Fundament für den obigen Rat dient, fand ich das erwähnenswert.
Ertsmal vielen Dank für die Antwort.
Ich bin eine absolute kämpfer Natur, sonst hätte ich den wirklich oft zerstörerischen tyrranischen Massen Stimmen Wirrwar Druck der auf mich aus geübt wird nicht stand gehalten. Ich denke Du meinst das ich aus dem schlechten das gute hole.So verstehe ich Deine Antwort. Das Tue ich schon seit langer Zeit. Das Problem ist nur, das es zu viel, zu EXTREM, zu hart und einfach nicht erträglich ist. Ich höre ja nicht eine Stimme sondern hunderte. Gesprochene, sowie auf laut gedachter gedanklicher Ebene.So das ich oft schon mein eigenes Wort nicht verstehe. Es sind LAUTE AGRESSIVE Wörter die mir das Gefühl geben ausgestossen zu sein abartig krankhaft zu sein.Nicht frei zu sein ständig seine eigenen Empfindungen zu kontollieren.Damit andrer Menschen nicht zu sehr belästigt werden. Stell Dir einfach vor Du sitzt in der U Bahn vor Dir sitzen Kinder. Wenn DU IHR Euch nun mal in meine Situation hinein versetzt, ist es doch klar, das wenn ich davon ausgehe das alle Menschen durch zufall ungewollt oder auch gewollt meine Gefühle Wahrnehmung und Phantasien mitkriegen, ich schon aus diesen Grund, darauf achte und filtere oder zumindest versuche zu filtern, was in mir vorgeht. Ob das nun sexuelle oder sonstige Empfindungen sind,ich diese komplett ab blocke.Warum? Eben aus Rücksicht, dem Empfinden, die Allgemeine Moral zu stören unpassend zu sein oder einfach nur aus Rücksicht zu den Kindern. Okay das ist ein Teil meiner Krankheit, und Rücksicht ist eine Tugend die mir schon sehr früh bei gebracht wurde. Mein Problem ist dabei das ich seit Jahren hoffe, einen Weg zu finden, in dieser Gesellschaft zu leben,wo mann sich z.B in der Mitte trifft. Ich bin Krank und nehme Rücksicht und Die Gesellschaft nimmt Rücksicht auf mich.Das währe eine Möglichkeit oder einenRahmen zu finden, der trotz Hilfe bis heute nicht zu exestieren zu scheint oder eben völlig normal zu leben eben Stimmenfrei. Doch bei mir gibts keine Mitte. Oft werde ich von allen Seiten in absoluter agressiver Form und sehr brutaler, gemeiner Form laut mit unzähligen Stimmen terrorisiert.So das ich eben schnell an meine Grenzen gerate und das Gefühl habe den Massendruck der Psychisch durch die Stimmen auf mich aus geübt wird nicht mehr standhalten zu können und als volge Selbstmordgedanken habe.Ich das Gefühl habe eben durch fühlen, völlig ab normal zu sein, meine intimmsten gefühle nicht vor anderen verbergen zu können, entblösst und entwürdigt zu sein. Praktisch Nackt vor der Menschheit zu stehen, kein Recht auf eigenen Willen zu haben. Auch wenn ich noch so versuche die Reaktionen meiner Mitmenschen zu ignorieren, zucke ich doch oft zusammen oder verhalte mich wenn es zu schlimm wird Verhaltensauffälig, weil ich mega agressiv werde. Durch Familie und Freunde sind wir ja der >Meinung das es keine
Schizoprehnie ist, sondern mir einfach der Schutz fehlt, den andere Menschen haben.Und ich somit ein offenes Buch für jedermann bin. Und ich vielleicht erst dadurch tatsächlich Schizoprehnien werde. Es aber nicht meine eigentliche Krankheit ist. Inder Regel halte ich es so das ich mich eben an die „guten“ Menschen halte und versuche die schlechten zu ignorieren. Aber das ist nur eine kleine Hilfe in diesen absoluten Chaos von Stimmen die mich umgeben, auch wenn dort mal nette Stimmen dabei sind. Die ja auch erweähnt werden müssen. So jetzt habe ich mehr geschrieben als ich wollte. Aber irgendwie tut es auch gut. Lieben Gruss Davex
hallo Frosch, stellvertetend an alle erstmal vielen Dank für die Antworten
SIEHE auch Antwort auf Beitrag von Michaelll Ich habe schon einige Kliniken hinter mir , angefangen von Krankenhaus Ochsenzoll bis zum UKE. Wo ich jetzt seit einem Jahr in Behandlung bin. Medikamennte… Ich habe schon Leponex und andere Pschopharmaka aus probiert die mir wirklich nicht geholfen haben sondern mehr geschadet haben. Auch auf längere Zeit. Das ist ja gerad mein Problem. Ich bin eben der Meinung das diese Stimmen wirklich Real sind und somit ich nicht von Gegenteil zu überzeugen zu bin, auch wenn ich mich sonst noch so bemühe und so tue, ich kann mich nicht selbst belügen. Ich habe schon viel aus probiert aber bin immer wieder an den Punkt gekommen das diese eben real sind. Ich würde mir einen Menschen wünschen, der zu mir sagt, komm wir probieren jetzt alles aus, und wenn wir nach Ägypten fahren, egal.Da ich alleine überfordert bin und gar nicht weiss wo ich anfangen soll, und meine Familie strich Freunde nur maximale Randhilfe leisten können. Meine Vermutungen und Beobachtungen gingen schon so weit das ich glaubte tot zu sein und somit mir die Verachtung meiner Mitmenschen erklären zu können. Aber ich FÜHLE, also lebe ich. Und ich LEIDE, und zwar sehr!!
Hallo,
sehr wohl ist es aber das Vorhandensein klinisch bedeutsamer
Beeinträchtigungen.Die aber aufgrund der häufig fehlenden Krankheitseinsicht
nicht subjektiver Qualität sein müssen.
„klinisch bedeutsame Beeinträchtigung“ ist hier selbstverständlich im Sinne der Klassifikationssysteme gemeint, auf deren Grundlage diagnostiziert wird bzw. werden sollte. Deshalb bin ich zwar einverstanden, was Deine Worte bzgl. der Relevanz des subjektiven Leidensdrucks angehen, das ist hier aber nicht der Punkt. Der Sokrates-Poster schrieb nämlich:
„Wenn heute einige Psychater und Psychologen Menschen wie Sokrates für „schizzophren“ erklären nur weil sie solche Stimme ihrer Seele vernehmen, stellt es also eine Fehldiagnose dar“
(Hervorhebung von mir)
Diese Meinung ist durchaus korrekt: Nur weil jemand Stimmen hört, ist er nicht als schizophren zu diagnostizieren.
Nichtsdestowenigertrotz halte ich das Sokrates-Posting ähnlich wie Du für vollkommen verfehlt, weil das „Sokrates“-Beispiel für das Leben von Davex höchstwahrscheinlich keine Relevanz hat. Wie zu erwarten war, löst das Posting jedoch eine positive Reaktion aus, weil es direkt auf das im Fokus stehende Symptom eingeht und die affektiv negativ besetzte „Diagnose“ und die damit zusammenhängenden medizinischen Interventionen zurückweist. 
Grüße
Na ja mein Lieber Bliefrosch. Wenn jemand seine angeblichen „Probleme“ als total angenehm und lustvoll empfindet, dann wird ihm wahrscheinlich auch jede Einsicht fehlen sich zu therapieren. Das erinnert übrigens sehr stark an Sokrates Forderung vor Gericht, man solle ihn für seine Tätigkeit belohnen anstatt bestrafen, worauf ihn die athenische Deomkratie wegen unbelehrbarer Renitenz erst recht zum Tode verurteilt hat. Hat die demokratische Stimmenmehrheit recht, nur weil sie die Mehrheit ist? Oder woran machst Du Dein Unterscheidungskriterium für Krank und Gesund fest?
Hallo,
„Wenn heute einige Psychater und Psychologen Menschen wie
Sokrates für „schizzophren“ erklären nur weil sie
solche Stimme ihrer Seele vernehmen, stellt es also eine
Fehldiagnose dar“
(Hervorhebung von mir)
Diese Meinung ist durchaus korrekt: Nur weil jemand
Stimmen hört, ist er nicht als schizophren zu diagnostizieren.
Aber nicht deshalb, weil es der subjektiven Wahrnehmung des Kranken
widerspricht, sondern weil diese Symtome allg. erstmal als
"Psychose" bezeichnet werden. Diese Krankheitsbild geht zwar
in vielen Fällen auch mit schizophrenen Störungen einher, es muß
aber nicht so sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychose
Nichtsdestowenigertrotz halte ich das Sokrates-Posting ähnlich
wie Du für vollkommen verfehlt, weil das „Sokrates“-Beispiel
für das Leben von Davex höchstwahrscheinlich keine Relevanz
hat.
Das finde ich auch, der Fragesteller wollte schließlich kein
philosophisches Geplapper hören, sondern rat für sein Problem.
Wie zu erwarten war, löst das Posting jedoch eine
positive Reaktion aus, weil es direkt auf das im Fokus
stehende Symptom eingeht und die affektiv negativ besetzte
„Diagnose“ und die damit zusammenhängenden medizinischen
Interventionen zurückweist.
Naja, mag evtl. so sein, aber ich finde es trotzdem unpassend.
Mit der Begründung könnte man einem Süchtigen auch erzählen, daß
manches Kunstwerk im Vollrausch entstanden ist.
Gruß Uwi
Hallo,
Die auessern sich bei mir in der Wahrnehmung von Stimmen
gedanklich sowie Gesprochen. Feindlich laut agressiv
vernichtend. Was mich dabei von anderen Stimmen hoerern
unterscheidet das ich davon aus gehe das diese Real von meinen
Mitmenschen sind als Reaktion auf die Wahrnehmung meiner
Person.
Ich bin kein Spezialist, aber diese Syptome hören sich an wie eine
ausgewachsene Psychose. Ich habe so etwas in der Familie erlebt.
Diese Störung traten schubweise auf (Stimmen hören, Verdächtigung,
daß andere Leute über den betreffenden reden
-> auch neurotische Paranoia ).
Im akuten Fall waren nur entsprechende Medikamente hilfreich.
oder aehnlichen dieses ueberbruecken koennte? Mein Wunsch kann
wohl jeder verstehen. Letzendlich moechte ich gesund und frei
von den Meinungen irgendwelcher Menschen leben.
In gewisser Weise schon, aber letzendlich kann niemand völlig frei
von Meinungen anderer Menschen leben.
Doch schon
allein durch den Eindruck das fremde Menschen meine Gefuhle
strich Emotionen wahrnehmen koennen drehe ich mich nur in
Kreis. Auch habe ich bis jetzt vergeblich jemanden gesucht
der die gleiche Krankheit haben koennte?
Psychosen sind eigentlich gar nicht so selten.
Ob nun esoterisch
oder medizinisch oder pshychologisch muss es doch eine Hilfe
fuer mich geben. Daher bin ich ueber jeden Rat dankbar.
Du solltest Dir einen Psychater suchen, der auf solche Erkrankungen
spezialisiert ist und zu dem Du ein Vertrauensverhältnis aufbauen
kannst. Wenn das nicht klappt, ist die Therapie umso schwerer.
Dann kann die bahndlung womöglich auch ambulant erfolgen.
Das muß dann aber der Arzt mit Dir zusammen entscheiden.
Gruß Uwi
Hallo,
Aber nicht deshalb, weil es der subjektiven Wahrnehmung des
Kranken widerspricht,
das ist richtig, aber dies hier
sondern weil diese Symtome allg. erstmal als
"Psychose" bezeichnet werden.
ist nicht der Grund. Vielleicht sagt man umgangssprachlich zu so etwas gleich Psychose. Medizinisch gesehen sind Psychosen schwere psychische Störungen mit bestimmten Charakteristiken. Mit dem Begriff Psychose ist also schon eine Art Diagnose gestellt. Symptome allein reichen - wie ich schon schrieb - aber nicht für eine Diagnose aus.
aber ich finde es trotzdem unpassend.
Mit der Begründung könnte man einem Süchtigen auch erzählen,
daß manches Kunstwerk im Vollrausch entstanden ist.
Ich bin in dieser Hinsicht mit euch einer Meinung.
Grüße
Das is jetz n Witz oder?
„Wenn heute einige Psychater und Psychologen Menschen wie
Sokrates für „schizzophren“ erklären nur weil sie
solche Stimme ihrer Seele vernehmen, stellt es also eine
Fehldiagnose dar“
(Hervorhebung von mir)
Wir diskutieren über ein hervorgehobenes „nur weil“?
Hätte es ein „Frosch, da steht ein nur weil“ dann nicht auch getan? Oder ein an die Allgemeinheit gerichtetes „na, nur weil nicht, zusätzlich bedarf es…“, sofern Aufklärung das Motiv ist?
Oder gingst Du von Unkenntnis aus-
Wenn ja, warum?
Ich will mich nicht zanken, ich will nur verstehen,
warum wir zwei sowas ständig diskutieren
Wenn jemand seine angeblichen
„Probleme“ als total angenehm und lustvoll empfindet, dann
wird ihm wahrscheinlich auch jede Einsicht fehlen sich zu
therapieren.
Genau das ist der Punkt. Ein Patient kann sich völlig gesund fühlen, seine Stimmen (Wahrnehmungen) als angenehm und nicht krankhaft und er gilt diagnostisch dennoch als psychisch krank/ schizophren.
Kriterium dafür ist, siehe obere Diskussion mit aiwendil, dass klinisch bedeutsame Beeinträchtigungen vorliegen.
Beispiel: jmd. ist durch eben diese Erkrankung arbeitsunfähig.
Für ihn persönlich evtl. keine relevante Beeinträchtigung, aus gesellschaftlicher Sicht eine erhebliche.
(Es ist nur ein Beipspiel und es sind ganze Lebenssituationen- also bitte keine Arbeitsunfähigkeits-Diskussion)
Oder er kann in anderer Hinsicht nicht mehr am gesellschaftlichen Leben im normalen Ausmaß teilnehmen- entscheidend, nicht, weil er es nicht will (Wille, freie Entscheidung) sondern eben krankheitsbedingt.
Entsprechend würde eine solche Person als Behandlungsbedürftig eingestuft- auch, wenn sie selbst das anders sieht.
Richtig ist, dass diese uns nur dann erreichen, wenn sie an anderer Stelle irgendwo auffällig geworden sind, bspw. im Rahmen einer Zwangseinweisung.
Mir ist Sokrates persönlich eher schnuppe, da kann ich nicht mithalten. Aber es geht ja auch um psychologische Fragen, nicht um philosophische. Deswegen ist die Frage wann ich etwas persönlich als gesund oder krank definiere irrelevant. Ich hab einen Katalog diagnostischer Kriterien, an den ich mich zu halten habe.
Meine persönliche Meinung spielt da zunächst überhaupt keine Rolle.
Wir diskutieren über ein hervorgehobenes „nur weil“?
Nein, sondern darüber, daß Du auf dem Standpunkt zu stehen schienst, daß die Symptomatik für die Diagnose ausreichend ist (was sie nicht ist). Das fand ich interessant. Sorry.
Ich will mich nicht zanken, ich will nur verstehen,
warum wir zwei sowas ständig diskutieren
Tun wir nicht, mich hat dieser Aspekt lediglich interessiert. Das halte ich für ausreichend, um sich kurz darüber auszutauschen. Meine Anmerkung hat mit Dir persönlich nichts zu tun, ich kenne Dich ja nicht.