Hi, Prodound!
Hm, wieso erfolgt dann die Trennung, wenn Einheit doch das
Ziel ist? Was verhindert das Eins-Bleiben?
Es ist eine Trennung erforderlich, um „wieder zurück“ in die
Einheit zu kehren. Zwischen diesen beiden Zuständen, also dem
„Getrennt-Sein“ und dem „Eins-Sein“ findet das Leben statt,
z.B. so wie wir es kennen. Im Wesentlichen geht es aber um die
Erfahrungen, die nur ausserhalb des absoluten Einsseins
gemacht werden können.
Von der logischen Seite her (sorry, wenn ich so komm’, aber
ich möcht’s verstehen):
Wenn Einssein Vollständigkeit ist, müsste man doch (eigentlich
ausschließlich in diesem Zustand alle Erfahrungen
machen können.
Nein, differenziere bitte diese drei Begriffe: „Sein“, „Tun“ und „Haben“. Und ausserdem: die absolute Welt Gottes (Schöpferquelle usw., wie auch immer man dazu sagt) und die relative Ausformung im Kosmos / in der Materie.
Wo alles absolut ist, lässt sich keine Erfahrung machen; dort existiert nur das pure Wissen, dafür das wissen um alles! Um Erfahrung zu machen, ist es erforderlich, auf eine niedrigere Ebene hinabzusteigen - mit oder ohne physischen Körper - um dort relative Begriffe kennen zu lernen.
Und: „Man“ hat uns ja „beigebracht“, es mit dem Sein-tun-haben anders herum zu denken. Und das ist dann auch schön falsch: ‚Erst wenn ich … habe, dann kann ich … tun, ja und dann bin ich wer!‘ (Das ist falsch herum! Merkst Du’s?) – Natürlich muss man sich erst auf das Sein konzentrieren, als etwas/wer/wie sein, bevor man etwas tun und dann haben kann… Der Versuch es anders herum zu machen, läuft schief; deswegen ist die Welt auch so schön in Armut und Krieg…
Wenn in einer Funktion ein Aspekt fehlt
(Unvollständigkeit, Unvollkommenheit), ist eben nur eine
Teilerfahrung möglich, nicht aber essentiell anders geartete
Erfahrungen (siehe Maschine, die dadurch eben nur
eingeschränkt funktioniert). Wo ist mein Gedankenfehler?
*ichsucheabernichtfindenkann*
Also, ich habe aufgrund einer anderen Sache heute irgendwie Kopfschmerzen, aber solche Aussagen verstärken das… sorry, aber musste ich mal los werden. *aufatem*
Sieh es doch mal so:
Du kennst sicher diese Taucher (kurz: T.) in den verschraubten und mit Blei beladenen Tauchanzügen, mit denen auch in über 100 Meter Tiefe getaucht werden kann. Da ist auch eine Kontrollleine dran und der T. ist verbunden mit einem Luftschlauch zum Schiff nach oben.
Getaucht wird meist nach etwas, das am Meeresgrund liegt/zu finden ist, und es ist die Aufgabe, „das“ mit rauf zu bringen.
Wenn nun der T. hinabsteigt, muss er sich nach und nach an die Druckverhältnisse gewöhnen. Das Gewicht des Wassers lastet immer mehr auf dem T.-anzug. Bereits ab einer Tiefe von 10-20 Metern wird es langsam aber sicher dunkel. Immer weniger Licht dringt von der Oberfläche her nach unten, bis dass auch der helle Fleck an der Wasseroberfläche nicht mehr zu sehen ist… Etwa ab einer Tiefe von 30 Metern ist die Last des Wassers schon so gross, dass das nur noch jemand mit viel Übung aushält. Und so geht’s weiter in die Tiefe (Abstieg).
Gut, die Geschichte mit dem, was auf dem Meeresgrund passiert… wäre dann vergleichbar mit dem Leben hier auf Erden. - Der T. ist aber die ganze Zeit weiter verbunden nach oben durch den Luftschlauch. Dieser Atem gibt ihm das Leben. (Silberschnur)
Beim Aufstieg (Aufstieg) zurück, mit den gesammelten Gegenständen (Erfahrungen) muss der T. sich wieder an die geringeren Druckverhältnisse anpassen, unter anderem, damit ihm die Lunge nicht platzt. Er hat ja vorher entspr. komprimierte Luft in der Tiefe geatmet. Der Aufstieg dauert durch Pausen und Angleichung auf unterschiedlichen Höhen (Angleichung der Ebenen), z.B. auf 60, 50, 40, 25 Meter Tiefe entsprechend länger als der Abstieg. Ich weiss nicht genau, aber glaube, für den Aufstieg aus 100 Metern Tiefe braucht ein T. cirka 40-60 Minuten!
Wenn der T. wieder aus dem Wasser kommt, kann er wieder die ganz normale Umgebungsluft (die Quelle) atmen. Mit Luft war er aber die ganze Zeit über durch den Schlauch versorgt. (Verbindung zur Quelle)
Wie kann es also möglich sein, aufgrund diesem uns fehlendem
Teil, der noch dazu offensichtlich unser „Kern“ ist,
„ergänzende“ Erfahrungen zu machen?
*mirvollkommen*gg*unverständlichist*
Wieso? Der „Kern“ fehlt doch niemals. (Zur T.-Geschichte oben: das Mundstück oder der Luft-Einlass in den Helm.)
Lediglich die Menge an Energie (Licht/Kraft/Liebe), die durch ihn, den Funken, hindurchgeht differiert.
Man kann physisch getrennt sein, aber
seelisch/geistig ganz verbunden sein mit der Quelle
Ja, das kann man anscheinend tatsächlich. Meinem Empfinden
nach ist dies jedoch eine eher unangenehme Sache, denn dadurch
ist man sich doch wesentlich mehr dieser Diskrepanz (Einssein
kontra Trennung) bewußt.
Gell, die Aussage kam jetzt nur vom Kopf?! Na, ja, so ist er halt, der Intellekt. (Meiner auch!
)
Nein, für mich ist das angenehm (alles wissen, alles sehen, alles lieben… soweit es ins Bewusstsein steigt). Trennung ist Dunkelheit. Schmerz ist zu wissen/zu fühlen, getrennt zu sein. Verbunden zu sein löst es wieder auf.
Am leichtesten ist es, sich über den „Göttlichen Funken“ in
der Mitte des Herzens zur Quelle hin zu verbinden; dies
vermittelt auch die beste Realität, da sie nicht im Kopf
abläuft, sondern die Wahrnehmung stärkt… nämlich dahin,
wirklich wahrzunehmen, was ausserhalb von einem passiert…
Mannomann, diese Worte geh’n runter wie Öl *smile* …
nur dass ich sie nicht ganz verstehe *sniefsnief* …
Ich dachte, mein „göttlicher Funke“ ist meine Quelle
Ja und nein. Ich würde es so sagen: Der Göttliche Funke ist die Präsenz der Quelle in Dir. (Ansonsten: Üben. Höre in Dich hinein. Die Leitmotive des XIV. Dalai Lama sind da sehr hilfreich.)
Inkludierst Du darin alle außersinnlichen Wahrnehmungen und
Empfindungen?
Was ist aussersinnlich?
Durch Deine Frage fällt mir an mir selbst auf, dass ich das heute ganz anders sehe als noch vor ein paar Jahren. „Aussersinnlich“ braucht eine Definition von Sinnen und eine von dem, was (scheinbar) nicht per Sinn wahrgenommen wird. – Und wie folgt sehe ich es heute: Was ich wahrnehme, ist _nicht_ aussersinnlich. Aber die Sinnesorgane meines Körpers, ganz konkret: Augen, Ohren, Nase, Tasten/Fühlen…, sind begrenzt auf physische Eindrücke.
Ich denke, damit ist die letzte Frage erschöpfend beantwortet. *g*
Es geht um das machen von Erfahrung(en)…
… mit denen ich dann was anfangen oder weiter machen
kann?
Frei nach Jedi-Meister ‚Yoda‘ - Du erinnerst Dich? 
Nicht „anfangen“! Womit „anfangen“? - Deine Bereicherung, das ist!!! Deine Bereicherung auch unsere Bereicherung, Bereicherung von allem! Es alles schon wissen. Aber erfahren, was bedeutet, das hat „ES“ noch nicht.
Aja, eins noch, DannyFox: Wenn ich Dir zu blöd frage, dann
sag’s einfach ganz banal. Ich hab kein Problem damit, eher mit
dem Nicht-Sagen.
Also, nachdem der Kopfschmerz nachlässt, sag’ ich mal „frech“: Wenn Du mich mal wirklich blöde fragen könntest, dann würde ich Dir das auch mal ganz platt sagen. 
Nochmals verbindlichsten Dank,
profound
Na, bitte sehr.
CU DannyFox64