Hoffenheim, wer erklärt es mir?

Hallo Allerseits,

ich bin kein Fußballfan, aber irgendwie habe ich mitgekriegt, dass da was Merkwürdiges geschieht. Ein Blick in Wikipedia zeigt, dass der Fußballclub eines Kuhdorfs innerhalb eines Jahrzehnts vier Aufstiege zeigte und dass ein gewisser Dietmar Hopp nicht unerheblich dafür war.
Kann das sein, dass man nur viel Geld in einen beliebigen Amateur-Club stecken muss und irgendwann dominiert es die erste Bundesliga? Oder ist da mehr dahinter?

Gruß
Carlos

Hallo!

Kann das sein, dass man nur viel Geld in einen beliebigen
Amateur-Club stecken muss und irgendwann dominiert es die
erste Bundesliga?

Ja. Das „Geld Reinstecken“ muss natürlich mit Verstand erfolgen.

Oder ist da mehr dahinter?

Am Hoffenheimer Reizklima liegt es sicherlich nicht.

Gruß, Jan

Bon soir,

natürlich braucht es Geld oder dachtest Du Bundesliga wird mit Freiwilligen gespielt?

Aber: es braucht vor allem eine Idee, eine Umsetzung, fähige Leute, die keine Rücksicht auf traditionelle Strukturen nehmen müssen und ,natürlich, Glück. Denn wer hätte annehmen können, dass diese Mannschaft, die vor einem Jahr noch Achter der 2. Liga war, so schnell zusammen findet?

Aber gemach: auch im Fußball dauern Wunder nicht ewig und am Ende werden wieder die Marktführer aus München triumphieren. Leider.

Gruß S-J

Hallo,
Dietmar Hopp ist ein Macher. Ein Mann mit Visionen. Wer glaubt, der Millionär verpulvert sein Geld nur weil er davon genug hat der irrt gewaltig.
Er hat für die Region um Hoffenheim etwas geleistet, was in Deutschland so bislang nicht vorkam. Die Sache mit dem Fussball ist doch nur eine von vielen „Baustellen“ des Dietmar Hopp. Wenngleich eine sehr erfolgreiche.
Sortgymnasium, die Mannheim Adler …

Jeder wird sich dort engagieren wo er seine Bestimmung sieht. Bei Herrn Hopp ist es nunmal das Geld verdienen. Er machts halt clever und in der Öffentlichkeit und geht das Risiko ein, falls es schiefgeht als Depp dazu stehen.

Was mich wirklich ärgert ist, dass es immerwieder Idioten gibt, die selber zu nichts in lage sind, sich aber das Maul zerreissen wenn mal einer aufsteht und was anpackt.

Ich gönne den Hoffenheimern die Aufmerksamkeit und das Rampenlicht in dem sie jetzt stehen.
Aber ich gehe auch davon aus, dass es die Bayern richten werden.

Gruß Rumburak

Was mich wirklich ärgert ist, dass es immerwieder Idioten
gibt, die selber zu nichts in lage sind, sich aber das Maul
zerreissen wenn mal einer aufsteht und was anpackt.

Ich gönne den Hoffenheimern die Aufmerksamkeit und das
Rampenlicht in dem sie jetzt stehen.
Aber ich gehe auch davon aus, dass es die Bayern richten
werden.

Richtig ist auf jeden Fall, dass Hopp ein Macher ist, der diesen Erfolg minutiös geplant hat.
Richtig ist auch, dass Hopp und das Modell Hoffenheim in keiner Weise mit Chelsea oder Abramowitsch vergleichbar ist.
Es ist auch so, dass die Jugendarbeit im Verein sehr sehr gut ist…eine der besten in Deutschland mittlerweile.

Ich verfolge das Modell Hoffenheim seit Jahren und was die letzten Jahre dort passierte überrascht mich in keiner Weise. Beim Aufstieg von der RL in die 2. Bl wusste ich, dass der Aufstieg sofort errreicht wird und auch heuer war ich mir sehr sehr sicher, dass sich Hoffenheim unter den Top5 befinden wird. (und das können Rangnick und Hopp abstreiten solange sie wollen, das war auch ihr Ziel)

Aber die TSG ist nicht der kleine sympathische Dorfverein als die sich selber gern darstellen…der Erfolg bis in die BL wurde mit massig Geld realisiert und dabei wurde immer wieder das eigene Wort gebrochen. Ich kann mich noch so an die Sprüche erinnern…nur Spieler aus der Region (hahahaha), keinen großen Transfers (größter Transfer aller Zeiten in Liga2), oder das Gehalt von Rangnick und Peters in der RL Süd das größer war als der Etat vieler Vereine dort.

Es ist nur natürlich, dass ein „echter“ Fussballfan keinen Gefallen an einem solchen Vorgehen findet, denn Sympathien macht man sich so nicht.

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Dietmar Hopp ist ein Macher. Ein Mann mit Visionen. Wer
glaubt, der Millionär verpulvert sein Geld nur weil er davon
genug hat der irrt gewaltig.

Milliardär, lieber Rumburak, multipler Milliardär, so viel Zeit muss schon sein.

Bei Herrn Hopp ist es nunmal das Geld verdienen. Er machts
halt clever und in der Öffentlichkeit und geht das Risiko ein,
falls es schiefgeht als Depp dazu stehen.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,580535,0…

Ja, er machts so richtig schön öffentlich, kann aber mit öffentlicher Kritik gegen sein Projekt überhaupt nicht umgehen bzw. versucht, diese zu unterdrücken.

Da bemüht er dann wegen Schwachsinnigkeiten staatliche Gerichte oder besser noch ständig DFB-Chef Zwanziger, dessen nun nicht gerade in irgendeiner Weise hochqualifizierter Sohn wo beschäftigt ist - na klar, bei Hoffenheim. Warum wohl?

http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/nationalmanns…

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,579967,0…

Hopp lässt sich keinen Millimeter auf die Kultur und die Sprache des Fußballs ein, er fegt mit seinem Geld und seinen persönlichen Kontakten (die über eine solche gigantische Masse von Geld nun mal leicht generierbar sind) über den Fußball hinweg wie ein Heuschrecke - und mimt dann noch die beleidigte Leberwurst, wenns Kritik hagelt.

Wohlgemerkt, die Kritik kam nicht nur von doofen Stehplatzfans, sondern z.B. auch von ihm hier:

Christian Heidel, Manager des FSV Mainz 05: Derzeit muss man mit allen kritischen Äußerungen zum Modell Hoffenheim sehr vorsichtig sein. Jegliche Kritik wird als Aufruf zur Gewalt und Beleidigungen gegen Herrn Hopp sowie als grenzenloser Futterneid dargestellt. Was absolut dummes Zeug ist. Ich will damit nur sagen, es muss auch erlaubt sein, sich mit Hoffenheim 1899 kritisch auseinanderzusetzen

http://rz-online.com/on/08/09/26/sportsline/fussball…

Was mich wirklich ärgert ist, dass es immerwieder Idioten
gibt, die selber zu nichts in lage sind, sich aber das Maul
zerreissen wenn mal einer aufsteht und was anpackt.

Wieviel Milliarden muss ich Idiot, der ich tatsächlich nicht in der Lage bin, so ein Projekt „Hoppelheim“ selbst zu stemmen, denn deiner Meinung nach auf dem Festgeldkonto haben, um Kritik an diesem für mich widerlichen Phänomen üben zu dürfen?

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

@Carlos:
Christian Heidel im obigen Link beantwortet deine Ursprungsfrage m.E. perfekt, weshalb ich das reinkopieren möchte:

_Genauso wie vor einem Jahr, und das ist genauso legitim wie das Modell Hoffenheim selbstverständlich auch. Sportlich wird dieser Verein nicht zu bremsen sein. Das habe ich übrigens schon vor einem Jahr und vor unserer damaligen Niederlage in Hoffenheim angekündigt. Das kann man nachlesen. Ich habe schon damals gesagt, dass Hoffenheim in spätestens drei Jahren international spielen wird. Die dort zur Verfügung stehenden Mittel werden in die Infrastruktur und nach einem hervorragenden Plan in außergewöhnlich gute und junge Spieler, die in der Regel aus dem Ausland kommen, investiert. Sie haben einen Blick für Spieler, Fachwissen im Überfluss und ein perfektes System. Das zeigt nicht zuletzt das Interesse von Ralf Rangnick, der vor der Saison großes Interesse an Neven Subotic und Aristide Bancé hatte. Grundlage für alles ist aber natürlich das nötige Kleingeld. _

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@Candide und Bierbichler:

Ihr habt vollkommen Recht und bringt es wirklich auf den Punkt.
Man muss schon mal die negativen und verlogenen Seiten des Projekts auch darstellen dürfen.

ok, ist bekannt, dass Hopp sich oft missverstanden fühlt und sich selbst vorrangig als Wohltäter der gesamten Region sieht, dem man ständig Knüppel zwischen die Beine wirft, auf dem steinigen Weg seine Projkete zu realisieren. Immerhin investiert er hier, wohnt hier und hat diverse Projkete am Laufen.

Hopp lässt sich keinen Millimeter auf die Kultur und die
Sprache des Fußballs ein, er fegt mit seinem Geld und seinen
persönlichen Kontakten (die über eine solche gigantische Masse
von Geld nun mal leicht generierbar sind) über den Fußball
hinweg wie ein Heuschrecke…

wo siehst Du hier den grundsätzlichen Unterscheid zu Schlacke, Wolfsburg, Leverkusen oder den Bayern?
Was soll das sein, Kultur und Sprache des Fußballs? Du meinst wahrscheinlich Fan-kultur und Fan-sprache, aber das ist mittlerweile nur noch ein Aspekt des Profifußballs, der nur noch der Folklore dient.
Und überhaupt, warum meinen Stadionfans immer, sie wären die letzten Aufrechten, die das Fähnlein des echten, ehrlichen Fußballs tragen, den es gar nicht mehr gibt?

Gruß S-J

Lieber S-J!

ok, ist bekannt, dass Hopp sich oft missverstanden fühlt und
sich selbst vorrangig als Wohltäter der gesamten Region sieht,
dem man ständig Knüppel zwischen die Beine wirft, auf dem
steinigen Weg seine Projkete zu realisieren. Immerhin
investiert er hier, wohnt hier und hat diverse Projkete am
Laufen.

Ok, der Aspekt interessiert mich einfach nicht.
So einen Aspekt würde ich eher bei einer Diskussion über das soziale Engagement von Milliardären in den Politikbrettern miteinbeziehen, nicht hier.

Hopp lässt sich keinen Millimeter auf die Kultur und die
Sprache des Fußballs ein, er fegt mit seinem Geld und seinen
persönlichen Kontakten (die über eine solche gigantische Masse
von Geld nun mal leicht generierbar sind) über den Fußball
hinweg wie ein Heuschrecke…

wo siehst Du hier den grundsätzlichen Unterscheid zu Schlacke,
Wolfsburg, Leverkusen oder den Bayern?

In der möglichen Dimension sehe ich einen grundsätzlichen Unterschied.

Keinem der vier genannten Vereine ist es zuzutrauen, sich den sportlichen Erfolg direkt kaufen zu können, weil bei allen vieren zwar massig Kohle reinkommt, bei W. und L. auch massig Kohle auf eine Weise zugeführt wird, die über Sponsoring und Investment weit hinausgeht, aber bei alle vieren sind dieser Zufuhr von Geld letztlich dann doch Grenzen des ökonomischen Kalküls gesetzt.

Bei Hoppelheim ist das prinzipiell anders: Hopp könnte, wenn er wollte, den sportlichen Erfolg direkt kaufen - und zwar so lange, bis ein anderer „Mäzen“ dieser Größenordnung als sein Konkurrent einsteigt, was unwahrscheinlich ist.

M.E. ist diese (mögliche) Loslösung des sportlichen Erfolgs von jedem wirtschaftlichen Kalkül, die durch den Einstieg der Ultrareichen (Abramowitsch, Stronach, Hopp) geschaffen wurde, eine definitiv neue Dimension. Hopp ist m.E. der erste von denen, der es dann dabei auch noch „geschickt“ anstellt.

Was soll das sein, Kultur und Sprache des Fußballs? Du meinst
wahrscheinlich Fan-kultur und Fan-sprache,

ja, das meinte ich.
Wenn der Fan in Dortmund „Hasta la vista, Hopp“ aufs Plakat malt und dessen Konterfei mit einem Fadenkreuz versieht, dann ist das als „Fan-Sprache“ zu verstehen, und nicht im mindesten als einen Aufruf zu Gewalt gegen Hopp.

Das Symbol „Vereinszeichen des Gegners im Fadenkreuz“ ist ein altbekanntes, da aber nun mal Hopp mehr oder weniger das Zeichen von Hoppelheim ist, ist es zwar irgendwie was Neues, dass da eine Person im Fadenkreuz dargestellt wurde, aber irgendwie auch nichts Neues …

Auch hier das Problem wie oben: ab welchem Punkt ist etwas ganz Neues entstanden?

Und überhaupt, warum meinen Stadionfans immer, sie wären die
letzten Aufrechten, die das Fähnlein des echten, ehrlichen
Fußballs tragen, den es gar nicht mehr gibt?

So naiv bin ich nun auch nicht, dass ich das meinen würde.
Es gab zu meinen Lebzeiten nie einen „echten und ehrlichen Profifußball“.

Ich denke aber schon, dass es der Anspruch der Kurven-Fans sein muss, sich für die „richtigen“ zu halten und ihre Perspektive (die auch in sich wiederum durchaus heterogen ist) offensiv zu vertreten.

Aber das hat wohl mit dem Thema Hoppelheim nicht viel zu tun.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

Aber gemach: auch im Fußball dauern Wunder nicht ewig und am
Ende werden wieder die Marktführer aus München triumphieren.
Leider.

DAS bezweifle ich. Hoffenheim fängt jetzt langsam an auch gestandene Spieler zu den talentieren Jungen zu holen. Die etablieren sich da oben und wenn Hopp weiter geld reinsteckt läuft das dann iwann „von selber“, so wie bei den Bayern. Auf Dauer werden die die einzigen sein die den Bayern Paroli bieten können, solang kein anderer Verein von iwelchen Neureichen gesponsort wird.

90 % Geld, 10 % Glück
Hi Carlos,

die kaufen sich mit Geld halt einfach alles. Mit Geld, was sie nicht mal selbst erwirtschaftet haben, sondern sich von Herrn Hopp hinterherwerfen lassen.
Beispiel? Hoffenheim hat seit 2005 (!) von allen aktuellen Bundesligisten das zweitmeiste Geld für Transfers ausgegeben (ca. 30 Mio.) - hinter Bayern München (ca. 60 Mio.). Zwar nur etwa halb so viel Bayern (wobei bei denen schon solche Megatransfers wie Ribery, Toni und Klose dabei sind - Hoffenheim hat sowas nicht - angeblich). Allerdings etwa doppelt so viel wie Werder Bremen, der HSV oder Schalke. Und das machen sie mal eben so als Liganeuling seit 2008! Noch Fragen?

Genaue Zahlen und weitere interessante Fakten, die das ganze „Projekt“ weiter zerbröckeln lassen, siehe hier:
http://www.bundesligaforen.de/thread.php?postid=1303…

Vielleicht hilfts ja soweit, dass Du deren ach so sympatischem erkauften Understatement nicht auch noch blind hinterherläufst.

Gruss
Mic

Ich kann mich den Meinungen nur anschließen. Natürlich ist es okay wenn nicht die eigene Mannschaft Meister wird(in meinem Fall Schalke, leider selten der Fall), aber wenn diese Mannschaft dann eine ist, die nicht durch ihre sportliche Leistung, sondern durch massives Geld reinstecken erreicht, macht das alle Profi-Ligen in Deutschland kaputt. Es ist was komplett anderes wenn man, wie Bayern durch sportlichen Erfolg an Geld kommt und mit dem Geld für noch mehr Erfolg sorgt, als wenn Geld von aussen kommt und für Erfolg sorgt.

Überzeugte Fans, wie Ultras, hat Hoffenheim auch nicht, so weit ich das weiß, ich habe zumindest noch nie etwas von solchen Gruppen gehört, aber das ist ja auch kein Wunder, bei einem Verein aus einem 9000 Seelen Dorf in die erste Liga bringt und dein ein Stadion mit 30.000 Plätzen baut.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ich kann mich den Meinungen nur anschließen. Natürlich ist es
okay wenn nicht die eigene Mannschaft Meister wird(in meinem
Fall Schalke, leider selten der Fall), aber wenn diese
Mannschaft dann eine ist, die nicht durch ihre sportliche
Leistung, sondern durch massives Geld reinstecken erreicht,
macht das alle Profi-Ligen in Deutschland kaputt. Es ist was
komplett anderes wenn man, wie Bayern durch sportlichen Erfolg
an Geld kommt und mit dem Geld für noch mehr Erfolg sorgt, als
wenn Geld von aussen kommt und für Erfolg sorgt.

Hi,

komm in der Realität des internationalen Fussballs an. Man muss sich entscheiden was man moechte, aber ich höre oft die Leute jammern dass wir im internationalen Vergleich hinterherhinken oder nicht mitkommen,n wenn dann aber investiert wird, wird nur rumgemault. Sei doch froh, durch eventuelle internationale Erfolge Hoffenheims in der Zukunft wird auch Schalke profitieren, wobei es bei dem Verein ja dann schon fraglich is ob die damit was anfangen können :stuck_out_tongue: :wink:

Keinem der vier genannten Vereine ist es zuzutrauen, sich den
sportlichen Erfolg direkt kaufen zu können:

… und dies gilt genauso für Hoppenheim. Und übrigens sehe ich immer noch ein wirklich neues „Projekt“ und nicht das stupide Wegkaufen von Topspielern, am Besten von direkten Konkurrenten, wie es Schlacke und Bayern seit Jahren betreieb. Die einen mit Null Konzept, die anderen wenigstens einigermaßen erfolgreich.

Es gab zu meinen Lebzeiten nie einen „echten und ehrlichen
Profifußball“.

Immerhin steht das mal fest, aber ich verstehe nicht, was der Stehplatzfan, denn nu’ für die richtige Fußballkultur hält. Sowas wahrscheinlich "Ich will Dortmund gegen Schalke vor 80.000 Zuschauern mit anarchischer, wenn auch rauer Stimmung, selbst wenn es ein Grottenkick wird. "
Dafür wiederum bin ich dann wohl zu wenig Vereinsfan, als Fußbalfan.

Gruß S-J

Neid ist ein schlechter Ratgeber
Hallo _ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _,

Milliardär, lieber Rumburak, multipler Milliardär, so viel
Zeit muss schon sein.

Erarbeitet? Verdient?
Wo(für) nutzt du dein Vitamin B?
Mal abgesehen von den z.T. reißerischen Artikeln, die du hier verlinkst.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,580535,0…

Zitat aus dem Artikel:
Daher ist es auch nachvollziehbar und richtig, dass Hopp diesen Fall angezeigt hat.

http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/nationalmanns…

Frauenfussball ist eigentlich das Thema. Man kann das Thema aus pressepolitischen aktuellen Gründen so oder so aufnehmen. Letzter Satz des Artikels:
Doch so langsam macht sich auch Ralf Zwanziger einen Namen im deutschen Fußball.

Da bemüht er dann wegen Schwachsinnigkeiten staatliche
Gerichte oder besser noch ständig DFB-Chef Zwanziger, dessen
nun nicht gerade in irgendeiner Weise hochqualifizierter Sohn
wo beschäftigt ist - na klar, bei Hoffenheim. Warum wohl?

Du kennst ihn persönlich?

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,579967,0…

Wie heisst es im Artikel so schön:
Im konkreten Fall vom Wochenende ermittle noch ausschließlich die Staatsanwaltschaft.
Sicherlich nicht ausschließlich von ungefähr.
Den eigentlichen Vorfall betreffend: s.u.

http://rz-online.com/on/08/09/26/sportsline/fussball…

Sehr bemerkenswert die Antwort auf die erste Frage:
Damit muss ich leben, seit ein einziger Satz aus meinem Interview zur Thematik Hoffenheim aus einem Bericht rausgerissen und isoliert dargestellt worden ist. Ich finde es schade, wenn gerade ein Journalist dieser Zeitung so etwas schreibt, die den Artikel veröffentlicht hat.
Die Antwort auf die zweite Frage
Was können Sie tun, um sich gegen die ständig wiederkehrenden Vorwürfe zu wehren?
lese ich ganz anders als du. Insbesondere der letzte Satz wieder einmal:
Ich finde es absolut richtig, wenn sich der DFB und die DFL hier ganz eindeutig positionieren.

Wieviel Milliarden muss ich Idiot, der ich tatsächlich nicht
in der Lage bin, so ein Projekt „Hoppelheim“ selbst zu
stemmen, denn deiner Meinung nach auf dem Festgeldkonto haben,
um Kritik an diesem für mich widerlichen Phänomen üben zu
dürfen?

Kritik üben ist ok, aber man sollte auch die Leistungen des Gegenübers respektieren. Jugendarbeit, Frauenfussball, Fanprojekte, Stadien, Gesellschaftspolitik.
Und alles mit selbst erarbeiteten Finanzen.

Zum eigentlichen Vorfall:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-35609-…
ist weder Spass, Fan-Sein, Lappalie.

Gruß
Der Franke

PS: Zu

@Carlos:

Spricht für sich, sicherlich nicht gegen Hopp

Herzlichen dank für eure Antworten (o.w.T.)

Keinem der vier genannten Vereine ist es zuzutrauen, sich den
sportlichen Erfolg direkt kaufen zu können:

… und dies gilt genauso für Hoppenheim.

Warum denn bitteschön nicht?
Die letzten vier Aufstiege verpasst, die ganz sicher direkte Konsequenzen des Mitteleinsatzes waren (die Herbstmeisterschaft ist es dagegen nicht)?

(Selbstverständlich kann man den sportlichen Erfolg nie 100% durch finanziellen Mitteleinsatz erzwingen, das ist schon klar, das meinte ich aber auch nicht, es ging mir um die benannte Unabhängigkeit vom „ökonomischen Kalkül“.)

Und übrigens sehe
ich immer noch ein wirklich neues „Projekt“ und nicht das
stupide Wegkaufen von Topspielern, am Besten von direkten
Konkurrenten, wie es Schlacke und Bayern seit Jahren betreieb.

Habe ich behauptet, dass sie das tun?

Sie könnten es jedenfalls - umfangreicher und endloser als es der FCB je konnte.

Abgesehen davon sehe ich in Hoppelheim ja selbst ein neues Projekt. Darum gings mir sogar.

Es gab zu meinen Lebzeiten nie einen „echten und ehrlichen
Profifußball“.

Immerhin steht das mal fest, aber ich verstehe nicht, was der
Stehplatzfan, denn nu’ für die richtige Fußballkultur hält.
Sowas wahrscheinlich "Ich will Dortmund gegen Schalke vor
80.000 Zuschauern mit anarchischer, wenn auch rauer Stimmung,
selbst wenn es ein Grottenkick wird. "
Dafür wiederum bin ich dann wohl zu wenig Vereinsfan, als
Fußbalfan.

Mich stören Grottenkicks nicht so sehr, weil für mich zwingend mindestens 5 Bier zur Fußballkultur gehören. Das trübt die Wahrnehmung :wink:

Aber ist doch klar und wenig überraschend, dass ein Stadiongänger (im Stehplatzbereich umso mehr) viel mehr Wert auf die „Stimmung“ legt als ein TV-Zuschauer.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

‚Neid‘ ist ein schlechtes Argument
Lieber Franke!

Milliardär, lieber Rumburak, multipler Milliardär, so viel
Zeit muss schon sein.

Erarbeitet? Verdient?
Wo(für) nutzt du dein Vitamin B?

Jedenfalls falsch, weil ich von der Milliarde immer noch ein paar Millionen weg bin :wink:

Kritik üben ist ok, aber man sollte auch die Leistungen des
Gegenübers respektieren. Jugendarbeit, Frauenfussball,
Fanprojekte, Stadien, Gesellschaftspolitik.

Naja, respektieren kann ich Hopp meinetwegen schon, wenns denn unbedingt sein muss, dass ändert aber überhaupt nichts daran, dass ich das „Projekt Hoppelheim“ aus all den in diesem Thread genannten Gründen schlichtweg beschissen finde.
Ich brauchte die nicht, ich wollte sie nicht, und ich finde sie einfach nur auf ganzer Linie peinlich und lächerlich.

Ich vermute, das dürfte halt eine Frage des Geschmacks sein, wem das zusagt und wem nicht, darüber lässt sich kaum streiten …

Und alles mit selbst erarbeiteten Finanzen.

wessen Finanzen? Hopps?

Ramses allein hat auch eine ganze Pyramide selbst erbaut :wink:
(oder wie ging die Zote vom Brecht nochmal?)

Zum eigentlichen Vorfall:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-35609-…
ist weder Spass, Fan-Sein, Lappalie.

sondern?
Mordaufruf? ja, das wirds gewesen sein. Die Typen da schauen auch furchtbar mordlüstern aus. Der da rechts oben, das ist bestimmt der Neffe von der Ulrike Meyfahrt oder Meinhof oder wie die hieß *lach*

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

Hi!

Abramowitsch, Stronach, Hopp

Stronach hatte - im Gegensatz zu den anderen „Ultrareichen“ keine Chance: keine Ahnung von Fußball und deswegen Leute ins Management gesetzt, deren fußballerisches Fachwissen ganz einfach nicht vorhanden war.

Ich würde eher Mateschitz hier aufzählen (den der hatte im Gegensatz zu Stronach sogar den „schnellen“ Erfolg).

So naiv bin ich nun auch nicht, dass ich das meinen würde.
Es gab zu meinen Lebzeiten nie einen „echten und ehrlichen
Profifußball“.

Es gibt ihn zumindest vereinzelt - von manchen vereinzelten Spielern - und das sogar auf europäischen Höchstniveau.

Hopp ist eher auf eine Stufe (aus österreichischer Sicht) mit Franz Grad zu stellen, der sich ebenfalls einen „Provinzverein“ ohne „verkrustete“ Strukturen suchte und diesen bis in den UEFA-Cup führte (Pasching, danach „FC Superfund“, danach Lizenz- und Spieler(aus)verkauf nach Kärnten).

Grad schaffte es hingegen nicht, die Bevölkerung auf seine Seite zu ziehen, da es im Großraum Linz bereits zwei Vereine gab (wobei er bei einem sogar Präsident während dessen Auflösung war, dem FC Linz, ehem. Vöest Linz, jetzt FC Blau-Weiß Linz) und er über maximal 4000 Zuschauer (bei „attraktiven“ Gegnern) nicht hinauskam, wobei zeitgleich der LASK in der 2. Liga teilweise über 10.000 Zuschauer anzog.

Mich hat wirklich verwundert, das Hoffenheim soviele Zuschauer anzieht, trotz Darmstadt, Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart.

Man sieht’s ja am Zuschauerschnitt von Leverkusen (noch immer) und Wolfsburg, dass man sich „Tradition“ nicht erkaufen kann.

Grüße,
Tomh

…und genau diese Denkweise ist sch…ade.

Hier gehts nicht um den Erfolg deutscher Teams, sondern um die Verlogenheit des Projekts, die nicht von der Hand zuweisen ist.

…zudem ist es einfach schlecht für den Sport, wenn sich nur noch Vereine mit Supermäzenen quasi den erfolg erkaufen können…es wäre ein Armutszeugnis für den Sport, wenn plötzlich Teams wie Hoffenheim, Wehen, etc. an der Spitze stehen würden…