Homo Ehe

???

Aus einer Homo Ehe gehen eindeutig weniger Kinder hervor als
aus einer Hetero Ehe.

„Weniger“ ist gut. Aber ein paar schon, gell? :smile:

Nun, ich meinte es so -> künstliche Befruchtung zB…soll es ja geben :wink: !?
Und dann gibt es da noch die Kinder aus geschiedenen Hetero-Ehen, die werden ja wohl kaum auf die Straße gesetzt, wenn Mama oder Papa sich fürs gleiche Gechlecht entscheidet !?

Greetings,
Vanessa
*die sich zunehmend über solche Bemerkungen wundert*

Doch ich. Ich bin dagegen. Das sollt Ihr wissen. Nur was kann ein Mann ausrichten gegen eine ganze Heerscharr?

Hallo Markus,

ich finde es doch sehr bewundernswert, dass du dazu stehst und es vor allem hier mitteilst…Respekt !!!

Mehr an andere Stelle.

Greetings,
Vanessa

Moral ?

Hier wird doch gerade sehr konstruktiv diskutiert, Vanessa
vertritt ihren Standpunkt, andere einen anderen.

Liebe Babs, ich tue jetzt etwas, was dir sicher gar nicht gefallen wird…ich widerspreche dir *gg*

Ich habe noch gar keinen wirklichen Standpunkt, deshalb kann und werde ich diebezüglich noch gar nichts vertreten.

Und eben weil ich noch keinen Standpunkt habe, habe ich ja diesen Thread eröffnet…ich wollte Input von euch.
Den habe ich nun bekommen, da fehlt mir allerdings noch ein Aspekt…nämlich der moralische.

Es ist für mich nach wie vor ein ganz merkwürdiges Ding und es fällt mir sogar schwer, meine Gedanken zu diesem Thema niederzuschreiben, weil mir, während ich schreibe, immer wieder eigene Argumente gegen meine eigenen Argumente einfallen *lol*-was für ein Satz*…ist schon komisch…ich habe nun schon zig Ansätze gemacht und lasse es vorerst sein, bis ich mich wieder artikulieren kann :wink:…eigentlich bin ich ja nicht unbedingt auf den Mund gefallen *bg*

Mit dem moralischen Aspekt meine ich u.a. die Kinder, die in solch einer Ehe leben und die Reaktion der Gesellschaft darauf.

Ich spüre einfach eine Abwehr dagegen, immer alles durchsetzen zu wollen, was man nun gerade möchte.

Vergleich dazu wäre die Freigabe des Heroins…warum kann denn nicht jeder für sich selbst entscheiden, ob er nun Heroinabhängig sein will oder nicht ?
Mit der Freigabe würde die Beschaffungskriminalität enorm zurückgehen. Und die Krankheiten auch…und der goldene Schuß, wenn nicht gewollt, weil das Zeugs dann nicht mit allem Scheiß gestreckt würde.

Nun, da ist also auf der einen Seite der Wille einer Minderheit, auf der anderen Seite die Gesellschaft.
Und ähnlich sehe ich es auch mit der Homo-Ehe.
Homosexuelle schaden anderen genauso wenig wie Heroinabhängige, die das Zeug legal erwerben können.

Oh je…du siehst, es ist alles ziemlich verquer in meinem Kopf und ich bin noch nicht wirklich überzeugt, dass die Homo-Ehe etwas so dringendes ist.

Mach dir ein schönes Wochenende,
ganz liebe Grüße,
Vanessa

Erbrecht
Hallo noch mal, liebe Babs :o)

Mindestens den Pflichtteil können die Verwandten einklagen.
Wer gemeinam ein Haus oder eine Firma hat, hat dann verdammt
schlechte Karten.

Das kann irgendwie nicht sein…
Ich habe da einen Fall vor Augen, den ich kurz schildere…
Eine gute Freundin meiner Mutter starb im vergangenen Jahr. Sie lebte zusammen mit ihrem Lebensgefährten und ihrer 20-jährigen Tochter.
Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter war mehr als schlecht. Die Beziehung zu dem Partner war auch besch***. Sie hat aber auf Grund ihrer schweren Krankheit an dieser Lebenssituation nichts mehr geändert, es fehlte ich jegliche Kraft. Nun hat sie in ihrem Tetament alles, was sie irgendwie besaß, und das war nicht wenig, ihrem früheren Partner und seinen Kindern vermacht, weil diese wirklich nicht viel Geld hatten und das Verhältnis zwischen ihr, dem Ex-Freund und seinen Kids ein sehr inniges war.
Das Testament wurde von ihrer Familie und ihrem Lebensgefährten angefochten…keine Chance.
Die Tochter bekam lediglich ihren Pflichtteil…die Familie (Eltern und zwei Geschwister) und der Lebensgefährte gingen leer aus.

Wo ist hier denn nun der Unterschied zu anderen ?

Wenn ich in meinem Testament festlege, wer was erbt, dann will ich dies damit absichern…einen Pflichtteil bekommen doch nur die Kinder, oder !?

Ich habe leider nichts brauchbares im Netz gefunden über das Erbrecht im Zusammenhang mit Testamenten.
Vielleicht hast du eine Idee, wo wir etwas dazu nachlesen könnten ?

Mag alles sein. Aber willst du einer Mutter das Kind
wegnehmen, weil sie mittlerweile mit einer Frau zusammen ist?

Nein, um Himmels willen…auf keinen Fall !!
Ich frage mich nur, ob es so glücklich ist, diese Beziehung auch noch öffentlich zu machen, solange kleinere Kinder mit im Spiel sind.
Es könnte ein Spießrutenlauf für eben diese Kids werden.
Auf der einen Seite ist da die Liebe zu der Mutter, auf der anderen Seite ist da die Gesellschaft, die nicht unbedingt so tolerant ist wie ihr hier.

Greetings,
Vanessa

Puh, da ist Dir aber ein Vergleich mißglückt: Homosexuelle und Heroinabhängige. Aufgrund des Beginns Deines Postings, der Unsicherheit, die Du ausdrückst, nehme ich es Dir nicht krumm. Ich denke, dass es Dir, wenn Du noch mal in Ruhe drüber nachdenkst, selbst klar wird wie - um es jetzt doch deutlich zu sagen - schwachsinnig dieser Vergleich ist.

Einige kurze Begründungen zu diesem Kernsatz:

Homosexuelle schaden anderen genauso wenig wie
Heroinabhängige, die das Zeug legal erwerben können.

Heroinabhängige sind - eben - abhängig von Heroin. Sie müssen x Gramm pro Tag haben. Ab einer bestimmten Abhängigkeit fällt es ihnen schwer sich auf etwas anderes als ihre Sucht zu konzentrieren. D.h. ihre Arbeitsleistungen lassen nach. Nach Kündigung können auch vorher erfolgreiche Leute leicht auf Sozialhilfeniveau herunterrutschen. Da sie aber weiterhin Heroin benötigen, es sich aber finanziell nicht mehr leisten können, erfolgt eine Beschaffungskriminalität auch bei legalem Verkauf. Nicht um direkt ans Heroin zu kommen sondern um an das dafür nötige Geld zu kommen.

Um sie von dieser Sucht zu befreien, müssen sie eine teure Therapie antreten, die auch die Gesellschaft zahlen muß, weil dies die Heroinabhängigen in der Regel nicht selbst finanzieren können

Also: auch bei legalem Verkauf von Heroin sind Heroinabhängige eine UNGLEICH höhere Belastung als Homosexuelle.

Im übrigen: Heroin - das erste Mal - zu nehmen oder nicht, ist Dein eigener freier Wille. Insofern ist ein Heroinabhängiger in der Regel nicht schuldlos in diese Lage gekommen. Ob Du einen Mann liebst oder eine Frau ist nicht Dein freier Wille sondern Deine Natur.

Vielleicht hast Du aber auch nur Heroin mit Hasch verwechselt?

Hallo Vanessa,

Liebe Babs, ich tue jetzt etwas, was dir sicher gar nicht
gefallen wird…ich widerspreche dir *gg*

wieso sollte es mir nicht gefallen?:smile: Es macht immer Spass mit dir zu diskutieren. Du gehörst du den wenigen, mit denen man kontroversest sich hauen kann und nachher im Plauderbrett einen O*** gemixt bekommt:wink:))

Und eben weil ich noch keinen Standpunkt habe, habe ich ja
diesen Thread eröffnet…ich wollte Input von euch.
Den habe ich nun bekommen, da fehlt mir allerdings noch ein
Aspekt…nämlich der moralische.

Was verstehst du unter Moral? Das ist ja nun wirklich Definitionssache. Einige Hyperkatholiken würde ne Menge, was du lebst, für sehr unmoralisch halten:smile:), ist es deshalb schlecht? Nein!

Mit dem moralischen Aspekt meine ich u.a. die Kinder, die in
solch einer Ehe leben und die Reaktion der Gesellschaft
darauf.

Achso. Aber die beiden leben sowieso schon zusammen, weisst du? Die Reaktionen sind sowieso schon da? Dein Argument kann - so meinst du das sicher nicht - nur darauf zielen, ihnen die Kinder/das Kind wegzunehmen. Eine eheähnliche rechtliche Absicherung würde nur dafür sorgen, dass die Kinder beim Tod eines Elternteils eventuell aus einer gewohnten umnd umsorgten Umgebung gerissen werden. Ich glaube, wenn ein Kind in der Schule dann zurückschreien kann: Aber meine beiden Mamas sind auch verheiratet! wenn es eine staatliche Absicherung gibt, ist das schon ein gutes Stück Akzeptanz! Und etwas, was den Kindern eher den Rücken stärkt. Und ihnen zeigt, dass ihre Eltern ok so sind, wie sie sind, und nicht „pervers“.

Wie ich schon weiter unten schrieb. Es geht ja letztendlich nur darum eine Situation, die es schon gibt- sie entsteht dadurch ja nicht erst- rechtlich abzusichern.

Den Vergleich mit Heroin finde ich völlig unpassend. Homosexuelle sind nicht süchtig, sie lieben eben gleichgeschlechtliche Menschen. Punkt. Sie schaden sich selbst auch nicht damit, dass sie das tun. Schädlich ist die Intoleranz von anderen. Nicht die Liebe oder auch (nur) Lust, die sie füreinander haben. Das ist ja nun bei Heroin etwas völlig anderes!

Vergleich dazu wäre die Freigabe des Heroins…warum kann
denn nicht jeder für sich selbst entscheiden, ob er nun
Heroinabhängig sein will oder nicht ?

Oh je…du siehst, es ist alles ziemlich verquer in meinem
Kopf und ich bin noch nicht wirklich überzeugt, dass die
Homo-Ehe etwas so dringendes ist.

Darum geht es nicht. Es ist, wie strubbel sagt, eine Frage der Gleichheit der Bedingungen. Wir leben in einem demokratischen Staat, es gibt Bürger- und Menschenrechte, ein Grundgesetz und die Idee, dass wir alle die gleichen Rechte haben sollten - unabhängig von Geschlecht, Religion, sozialen Stand uswusf. In den letzten Jahren kam die Erkenntnis durch, dass auch die sexuelle Orientierung Ungleichheiten und damit auch Ungerechtigkeiten mitsich brachte. Wir sind heute einen Schritt weiter, der § 175 ist abgeschafft, jetzt ist es an der Zeit, auch hier die Gleichheit der Bedingungen zu schaffen. Das ist für mich nicht nur eine politische Frage, sondern - eine im positiven Sinne- moralische Frage:smile:!

Mach dir ein schönes Wochenende,
ganz liebe Grüße,

wünsch ich dir auch, liebe Grüße,
barbara

Hallo nochmal Vanessa:smile:),

ich habe mal im Netz gestöbert, also:

Pflichtteilberechtigte sind:
----Zitat----

Pflichtteilsberechtigt sind dabei die Abkömmlinge des Erblassers (Kinder, Enkel- und Urenkelkinder), der Ehegatte sowie die Eltern des Erblassers. Nicht anspruchsberechtigt sind hingegen die Geschwister des Erblassers sowie weiter entfernt Verwandte. Voraussetzung für ein Entstehen des Pflichtteilsrechts ist zunächst, dass ein an sich Pflichtteilsberechtigter durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen wurde.

----- ZitatEnde----
aus:http://www.erbrecht-ratgeber.de/erbrecht/pflichtteil/

Bei den Fällen, die ich kannte, waren immer die ELtern die, die querschossen. Klar, sie fanden es eh furchtbar, was ihr Sohn da tat, oft hatten die Kinder schon seit Jahren Hausverbot und dann
aber den Pflichtteil einklagen… Pflichtteilberechtigt bist du in de Moment, wo im Testament was anderes drin steht. Wenn du im Testament ausgeshclossen wurdest,aber unter og. Kriterien fällst, kannst du den Pflichtteil einklagen.

Über die Höhe des Pflichtteils wird dort auch berichtet - das kann bei einem gemeinsamen Haus ganz schön ins Geld gehen, wenn du da jemand auszahlen musst!

Mal davon abgesehen, dass Leute, die nicht verwandt oder verheiratet sind, massivst Erbschaftssteuer zahlen müssen:

Die Erbschaftsteuer

----nocheinZitat—

Die Steuerpflicht richtet sich nach dem Wert der Erbschaft und dem Verwandschaftsverhältnis des Erben zum Erblasser.

Steuerklasse I: Für den Ehegatten, die Kinder, die Enkelkinder und weitere Abkömmlinge, Eltern und Großeltern.
Steuerklasse II: Für Geschwister, Geschwisterkinder, Siefeltern, Schwiegereltern, Schwiegerkinder, geschiedener Ehegatte.
Steuerklasse III: Für alle übrigen Erben.

Freibeträge

600.000,00 DM für den Ehegatten.
400.000,00 DM für ein Kind sowie ein Enkelkind, das anstelle eines Kindes erbt.
100.000,00 DM für die anderen Personen der Steuerklasse I.
20.000,00 DM für Personen der Steuerklasse II.
10.000,00 DM für Personen der Steuerklasse III.

aus: http://www.rechtsanwalt-eder.de/html/erbrecht2.html

Hier findest du dann auch die entsprechenden Steuersätze, die man löhnen darf und da wird einem nochmal richtig bewusst, warum sich eine eingetragene Lebensgemeinschaft wirklich „lohnen“ kann. Ob du 600.000 Freibetrag hast oder nur 10.000 – bei gemeinsamen Gütern ist das schon heftig.

So, viel Steuerkram am Wochenende:smile:),

liebe Grüße,

barbara

PS
Hallo nochmal Vanessa:smile:,

erstmal eine Verbesserung:

Eine eheähnliche rechtliche Absicherung würde nur dafür sorgen,
dass die Kinder beim Tod eines Elternteils eventuell nicht aus einer gewohnten umnd umsorgten Umgebung gerissen werden.

Außerdem noch zu deinen Befürchtungen bezüglich der Öffentlichmachung von solchen Beziehungen, wenn Kinder dabei sind.

  1. glaube ich, dass sobald Kinder dabei sind, diese das schon nicht geheim halten werden. Ich würde es sogar geradezu als schädlich empfinden, einem Kind einzubleuen, es müsse immer lügen, was da zuhause so passiert. Als ob daran irgendetwas nicht in Ordnung sei.
  2. Die Familien, die das nach aussen tragen möchten, tun das mit oder ohne Eheschein. Die, die es nicht an die große Glocke hängen wollen, werden sowieso nicht heiraten. Es heiraten ja auch nicht alle Heteros, wenn sie Kinder haben.

also,

nochmal,

liebe Grüße,

barbara:smile:

Und dann gibt es da noch die Kinder aus geschiedenen
Hetero-Ehen, die werden ja wohl kaum auf die Straße gesetzt,
wenn Mama oder Papa sich fürs gleiche Gechlecht entscheidet !?

Greetings,
Vanessa
*die sich zunehmend über solche Bemerkungen wundert*

Ach so. Ich dachte, derzeit ist es so, daß die Schwulität eine Veranlagung ist. Du mußten sich ja Mama oder Papa mächtig überwinden, wenn sie vorher leibliche Kinder gezeugt bzw. zur Welt gebracht haben.

Also, für die Katholiken unter uns ist es die offizielle
Absegnung der Kirche, jetzt poppen zu dürfen.

Aha. Und deshalb wollen die Schwulen auch eine kirchliche Segnung ihrer Ehe, weil sie sich anders nicht zu poppen trauen.

Endlich kapiert.

Hallo Mike,

danke für deine sachliche argumentation. sicherlich sind die einzelnen ansichten zu überprüfen und man sollte keine pauschalen urteile abgeben. da hast du recht. für mich ist eine homosexuelle neigung widernatürlich, andere denken anders. die gefühle homosexueller paare erkenne ich an. natürlich habe diese rechten und pflichten, diese sind aber meiner meinung nach geschützt. die gewalt in „normalen familien“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, das dies ein generelles gesellschaftliches problem ist und rechtfertigt nicht, das dieser zustand in einer homoehe nicht stattfindet.
beim thema toleranz stimme ich dir zu, man muß allerdings aufpassen, das toleranz nicht dazu führt, das toleranz stirbt.

gruß

Markus

Moin Vanessa,

ich finde es interessant, wieviele Menschen sich über ein Thema ereifern können, das sie tatsächlich in keinster Weise betrifft.

Ob nun Homosexuelle eine eingetragene Lebensgemeinschaft eingehen können oder nicht, wird so gut wie keinen hier in irgendeiner Weise betreffen (es sei denn, er oder sie will einen schwulen Verwandten beerben und sieht nun seine Felle davonschwimmen).

Erstaunlich, daß das soviele (vor allem negative) Emotionen hervorruft. Hat dafür jemand eine Erklärung oder muss ich im Brett Psychologie nachfragen ?

Gruss
Marion

Wirklich sehr konstruktiv (o.T.)

Ach so. Ich dachte, derzeit ist es so, daß die Schwulität eine
Veranlagung ist. Du mußten sich ja Mama oder Papa mächtig
überwinden, wenn sie vorher leibliche Kinder gezeugt bzw. zur
Welt gebracht haben.

Sehr witzig…

Hallo Pendragon,

ich finde es interessant, wieviele Menschen sich über ein
Thema ereifern können, das sie tatsächlich in keinster Weise
betrifft.

Warum betrifft es uns nicht ?
Wir sind ein Teil der Gesellschalft.

Ob nun Homosexuelle eine eingetragene Lebensgemeinschaft
eingehen können oder nicht, wird so gut wie keinen hier in
irgendeiner Weise betreffen (es sei denn, er oder sie will
einen schwulen Verwandten beerben und sieht nun seine Felle
davonschwimmen).

Das sehe ich etwas anders…wir alle kommen mit Menschen in Berührung…wir müssen nicht homosexuell sein, um darüber sprechen zu dürfen, ebensowenig wie wir Alkoholiker sein müßen, um uns mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Erstaunlich, daß das soviele (vor allem negative) Emotionen
hervorruft. Hat dafür jemand eine Erklärung oder muss ich im
Brett Psychologie nachfragen ?

Ich habe ehrlich gesagt im Moment überhaupt keine Erklärung für deine Emotionen…es haben einige hier Stellung genommen, davon haben sich nur zwei gegen die Homo Ehe ausgesprochen bzw. über ihre Skepsis berichtet.

Was also ist dein Problem ?

Und selbst, wenn alle einstimmig gegen diese Ehe wären…warum soll das denn ein Fall fürs Psychologie Brett sein ?

Irgendwie ist hier manchmal verkehrte Welt…eine andere Meinung wird nicht einfach respektiert sondern vielmehr werden den Andersdenkenden negative Emotionen unterstellt…schon komisch.

Greetings,
Vanessa

Moin Vabe

ich finde es interessant, wieviele Menschen sich über ein
Thema ereifern können, das sie tatsächlich in keinster Weise
betrifft.

Warum betrifft es uns nicht ?
Wir sind ein Teil der Gesellschalft.

Schon, aber wenn es nicht durch die Medien geistern würde, dann würde kein Nicht-Homosexueller auch nur etwas davon mitbekommen, einfach weil es ihn in keinster Weise betrifft, im Gegensatz zu z.B. der Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Ob nun Homosexuelle eine eingetragene Lebensgemeinschaft
eingehen können oder nicht, wird so gut wie keinen hier in
irgendeiner Weise betreffen (es sei denn, er oder sie will
einen schwulen Verwandten beerben und sieht nun seine Felle
davonschwimmen).

Das sehe ich etwas anders…wir alle kommen mit Menschen in
Berührung…wir müssen nicht homosexuell sein, um darüber
sprechen zu dürfen, ebensowenig wie wir Alkoholiker sein
müßen, um uns mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Ich hab nicht gesagt, dass Heterosexuelle nicht darüber sprechen dürfen, ich hab nur gesagt, dass es mich wundert, dass es sie überhaupt kümmert. Mal ein Vergleichsbeispiel: Wenn in einem Ort von 80000 Einwohnern eine Umgehungsstraße gebaut wird, was meinst du, wieviel Menschen außerhalb dieses Ortes sich dafür interessieren ? Klar können auch sie eine Meinung dazu haben, aber interessiert es sie überhaupt ?

Anderes Beispiel: Wenn du ein schwules Paar als Nachbarn hast, betrifft es dich in irgendeiner Weise, wenn die beiden sich in Zukunft beerben oder gegenseitig auf der Intensivstation besuchen können ?

Erstaunlich, daß das soviele (vor allem negative) Emotionen
hervorruft. Hat dafür jemand eine Erklärung oder muss ich im
Brett Psychologie nachfragen ?

Ich habe ehrlich gesagt im Moment überhaupt keine Erklärung
für deine Emotionen…

wieso meine ? Was hab ich denn für Emotionen hier geäußert ?

es haben einige hier Stellung

genommen, davon haben sich nur zwei gegen die Homo Ehe
ausgesprochen bzw. über ihre Skepsis berichtet.
Was also ist dein Problem ?

Problem würde ich es nicht nennen, eher Neugier oder Interesse (s.o.)

Und selbst, wenn alle einstimmig gegen diese Ehe
wären…warum soll das denn ein Fall fürs Psychologie Brett
sein ?

Liebe Vanessa, es kommt mir überhaupt nicht darauf an welche Meinung zur dem Thema geäußert wird, sondern nur, warum sich so viele Menschen so engagiert zu einem Thema äußern, was sie gar nicht betrifft und ich finde sehr wohl, dass dies eine interessante psychologische, oder vielleicht auch soziologische (oder politisch) Fragestellung ist (aber ich fange an, mich zu wiederholen :smile:)

Irgendwie ist hier manchmal verkehrte Welt…eine andere
Meinung wird nicht einfach respektiert sondern vielmehr werden
den Andersdenkenden negative Emotionen unterstellt…schon
komisch.

  1. Hab ich hier überhaupt keine Meinung zu dem Thema geäußert, insofern ist es „schon komisch“ mir unterstellen zu wollen, ich würde eine „andere“ Meinung nicht respektieren

  2. Hab ich auch keinem bestimmten User negative Emotionen unterstellt (aber das negative Emotionen im Zusammenhang mit diesem Thema hochgekommen sind, wirst auch du wohl kaum bestreiten können, siehe auch L&L-Brett). Wenn hier jemand einem anderen Emotionen unterstellt hat, dann du mir :smile:

Gruss
Marion

P.S. Hast du auch eine Antwort auf meine Frage ?

Moin Marion:smile:,

ich finde es interessant, wieviele Menschen sich über ein
Thema ereifern können, das sie tatsächlich in keinster Weise
betrifft.

Noja, dafür sind so Bretter da, damit man sich über irgendwelche Theen echauffieren kann:wink:…wieviel Leute, die sich z.B. hier über Genua „ereiferten“ waren vor Ort? Was heißt denn bitte „betroffen sein“.

Für das Pro-Homo-Ehe Ereifern meinerseits:smile:): In dem Moment, wo Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten vorhanden sind, auch wenn sie mich persönlich nicht betreffen, kann ich mich doch trotzdem dafür engagieren, dass hier Gleichheit hergestellt wird! Ich kann mich auch in Anti-Rassismus- Bündnis engagieren ohne selbst von Rassismus betroffen zu sein, oder?:smile:

Erstaunlich, daß das soviele (vor allem negative) Emotionen
hervorruft. Hat dafür jemand eine Erklärung oder muss ich im
Brett Psychologie nachfragen ?

Kannst es ja auch mal im Brett Psychologie probieren:smile:. Ansonsten: meine Vermutung, warum manche so extrem aggressiv darauf reagieren (haben hier in diesem Thread gar nicht so viele, hättest mal im LL Brett lesen müssen, da waren wir hier echt brav:wink:))

  1. Homophobie=> daraus leitet sich ab, das an das sog. „perverse“ und „widernatürliche“ ja nicht noch anerkennen muss.
  2. Angst, Privilegien zu verlieren

Vielleicht fällt einigen im Psychobrett ja noch anderes ein:wink:)…

beste Grüße,

barbara

Vanessa hat Dir schon die richtige Antwort gegeben. Ich verstehe Deine Probleme auch nicht. Vielleicht ein Fall fürs Psychologie-Brett.

Ich hab nicht gesagt, dass Heterosexuelle nicht darüber
sprechen dürfen, ich hab nur gesagt, dass es mich wundert,
dass es sie überhaupt kümmert. Mal ein Vergleichsbeispiel:
Wenn in einem Ort von 80000 Einwohnern eine Umgehungsstraße
gebaut wird, was meinst du, wieviel Menschen außerhalb dieses
Ortes sich dafür interessieren ? Klar können auch sie eine
Meinung dazu haben, aber interessiert es sie überhaupt ?

Schlechtes Beispiel, denn die Umgehungsstraße hat wohl keine moralischen Dimensionen. Bei Verkehrsprojekten größerer Dimension (Startbahn West) gibt es Engagement von Leuten, die nicht in der Umgebung wohnen.

Anderes Beispiel: Wenn du ein schwules Paar als Nachbarn hast,
betrifft es dich in irgendeiner Weise, wenn die beiden sich in
Zukunft beerben oder gegenseitig auf der Intensivstation
besuchen können ?

Ein Argument gegen die Homo-Ehe ist doch, dass damit der besondere Schutz der Hetero-Ehe aufgehoben wird, der in der Verfassung verankert hat. Sehe ich nicht so, ist aber wie gesagt ein Hauptargument der Gegner der Homo-Ehe. Insofern betrifft das jeden Heterosexuellen, der verheiratet ist, heiraten möchte, sich vorstellen könnte heiraten zu können oder Eltern hatte, die verheiratet waren. Also praktisch jeden Heterosexuellen. Der sich zumindest eine Meinung bilden sollte, ob er findet, dass die Hetero-Ehe durch die Homo-Ehe abgewertet wird.

Im übrigen zu mir persönlich: ich bin weder Pfarrer, noch nicht einmal katholisch und kann mich auch gut übers Zölibat aufregen (z.B.). Oder über den Walfang. Würde es mich wirklich persönlich betreffen, wenn es keine Wale mehr geben würde? Sicher nicht. Ich würde es ja noch nicht einmal merken, denn wann sehe ich schon mal in Münster oder Stuttgart einen Wal rumlaufen? Eher selten. :smile:

Also: es gibt eine Menge Sachen über die ich diskutieren kann (aufgeregt habe ich mich ja nicht und haben sich die wenigsten hier, ich würde sagen keiner, möchte aber nicht alles noch mal lesen, daher die vorsichtige Variante), die mich aber im Grunde nicht betreffen.

Halte ich - psychologisch betrachtet - für eine gesunde Einstellung, wenn man sich nicht nur mit dem beschäftigt, was einen direkt betrift.

was uns beschäftigt
Hallo Barbara,

erstmal danke, wenigstens eine hier, die mich versteht *gg*

Noja, dafür sind so Bretter da, damit man sich über
irgendwelche Theen echauffieren kann:wink:…wieviel Leute, die
sich z.B. hier über Genua „ereiferten“ waren vor Ort? Was
heißt denn bitte „betroffen sein“.

Ich glaube dies Beispiel ist sogar noch besser als das mit der Homoehe um zu verdeutlichen, um was es mir geht.
Keiner hier diskutiert inhaltlich das Treffen der G8, obwohl jeder von uns von deren Beschlüssen betroffen sein wird. Statt dessen kocht die Diskussion um den erschossenen Demonstranten hoch (obwohl vermutlich kaum einer der Diskutierenden gewaltbereiter Demonstrant ist).

Ich finde, dies ist ein sehr merkwürdiges Phänomen.
Gibts eine Erklärung ?

Für das Pro-Homo-Ehe Ereifern meinerseits:smile:): In dem Moment,
wo Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten vorhanden sind, auch
wenn sie mich persönlich nicht betreffen, kann ich mich doch
trotzdem dafür engagieren, dass hier Gleichheit hergestellt
wird! Ich kann mich auch in Anti-Rassismus- Bündnis engagieren
ohne selbst von Rassismus betroffen zu sein, oder?:smile:

Stimmt, das ist ein Punkt.

Ansonsten: meine Vermutung, warum manche so extrem aggressiv
darauf reagieren (haben hier in diesem Thread gar nicht so
viele, hättest mal im LL Brett lesen müssen, da waren wir hier
echt brav:wink:))

Hab ich, darauf bezog ich mich auch größtenteils, nur wollte ich die Diskussion DORT nicht weiterführen

  1. Homophobie=> daraus leitet sich ab, das an das sog.
    „perverse“ und „widernatürliche“ ja nicht noch anerkennen
    muss.
  2. Angst, Privilegien zu verlieren

Danke, ja, das wäre zumindest eine (wenn auch irrationale, aber so ist der Mensch nunmal) Erklärung für den Aufruhr wegen der Homo-Ehe. Erklärt aber nur den speziellen Fall, d.h. man kann diese Erklärung nicht verallgemeinern (so dass sie z.B. auch für die Genua-Diskussion zuträfe).

also frag ich nochmal weiter :smile:
Weiso regen sich Leute so über Dinge auf, die sie gar nicht betreffen ? Gibt es eine allgemeine Erklärung ?

Gruss
Marion

Moin

Vanessa hat Dir schon die richtige Antwort gegeben. Ich
verstehe Deine Probleme auch nicht.

Tut mir leid, ich dachte, ich hätte mich klar genug ausgedrückt, aber zumindest eine hat mich ja verstanden, ist also wohl doch nicht unbedingt mein Problem :smile:

Schlechtes Beispiel, denn die Umgehungsstraße hat wohl keine
moralischen Dimensionen. Bei Verkehrsprojekten größerer
Dimension (Startbahn West) gibt es Engagement von Leuten, die
nicht in der Umgebung wohnen.

Siehst du, du hast mich ja doch verstanden :smile:
Das mit der moralischen Dimension scheint zumindest ein Punkt zu sein, der auch allgemein anzuwänden wäre.
Bleibt die Frage: Auch hier erregen sich die Gemüter ganz unterschiedlich an Punkten mit moralischer Dimension. Wie selektiert der Mensch also, über was er sich aufregen will und über was nicht ?

Also praktisch jeden
Heterosexuellen. Der sich zumindest eine Meinung bilden
sollte, ob er findet, dass die Hetero-Ehe durch die Homo-Ehe
abgewertet wird.

Na, um dem Argument zu folgen, muss man sich aber ganz schön das Hirn verrenken *g*.

Im übrigen zu mir persönlich: ich bin weder Pfarrer, noch
nicht einmal katholisch und kann mich auch gut übers Zölibat
aufregen (z.B.). Oder über den Walfang. Würde es mich wirklich
persönlich betreffen, wenn es keine Wale mehr geben würde?
Sicher nicht. Ich würde es ja noch nicht einmal merken, denn
wann sehe ich schon mal in Münster oder Stuttgart einen Wal
rumlaufen? Eher selten. :smile:

Guter Punkt, aber wieso haben die Wale z.B. eine Lobby, andere Tiere oder Pflanzen, die von der Ausrottung bedroht sind, jedoch nicht ? Verstehst du, worauf ich hinaus will ?

Also: es gibt eine Menge Sachen über die ich diskutieren kann
(aufgeregt habe ich mich ja nicht und haben sich die wenigsten
hier, ich würde sagen keiner, möchte aber nicht alles noch mal
lesen, daher die vorsichtige Variante), die mich aber im
Grunde nicht betreffen.

Ich bezog mich eher auf die Diskussion in L&L und da hatte es meiner Meinung nach schon den Anschein, als wären Leute bereit, sich wegen diesem Punkt an die Gurgel zu gehen.

Halte ich - psychologisch betrachtet - für eine gesunde
Einstellung, wenn man sich nicht nur mit dem beschäftigt, was
einen direkt betrift.

Wieso ? Kannst du das Begründen ? Und auch, warum einen manche Dinge beschäftigen, anderen jedoch nicht, die einen aber alle nicht betreffen, während sich für andere Dinge kaum einer interessiert, obwohl sie ihn tatsächlich betreffen ?

fragt
Marion

Schön, der erste Beitrag hier über den ich etwas nachdenken mußte. :smile:

Wie
selektiert der Mensch also, über was er sich aufregen will und
über was nicht ?

Das ist dann tatsächlich eine Frage fürs Psycho-Brett. Bin kein Psychologe, kann daher nur eine begrenzt vernünftige Antwort geben.

Guter Punkt, aber wieso haben die Wale z.B. eine Lobby, andere
Tiere oder Pflanzen, die von der Ausrottung bedroht sind,
jedoch nicht ? Verstehst du, worauf ich hinaus will ?

Dazu kann ich was sagen. Wale sind so genannte Sympathietiere. Ihre Größe, Sanftmut, Friedfertigkeit sprechen den Menschen an. Oder wenn nicht groß, dann sind sie lustig, verspielt, intelligent (Delfine). Nicht unähnlich vom Aussehen her und sicher ebenso vom Aussterben bedroht sind Haie. Nur die haben halt einen anderen „Charakter“ und sind keine Sympathitietiere. Delfine haben das Image Menschen zu retten, Haie Menschen zu reißen. Beides ist nur sehr begrenzt richtig. Aber das Image existiert und prägt die Einstellung der Menschen zu diesen Tieren.

Ich bezog mich eher auf die Diskussion in L&L und da hatte es
meiner Meinung nach schon den Anschein, als wären Leute
bereit, sich wegen diesem Punkt an die Gurgel zu gehen.

Sorry! Ich dachte, Du meintest die Diskussion hier. Zu L&L kann ich nichts sagen. Daher ist der Punkt geklärt.

Halte ich - psychologisch betrachtet - für eine gesunde
Einstellung, wenn man sich nicht nur mit dem beschäftigt, was
einen direkt betrift.

Wieso ? Kannst du das Begründen ?

Ja, wenn jeder nur an das denkt, was ihn direkt betrifft, würden wir in einer sehr egoistischen Welt leben. Ein Kampf gegen Apartheid wäre in Deutschland nicht möglich gewesen. Oder Spendensammlungen für Äthopien. Mit dieser Einstellung würde ich auch bei einem neuen Holocaust in Deutschland nur mit den Achseln zucken, denn unter meinen Freunden ist (meines Wissens) kein Jude. Ein gesellschaftliches Zusammenleben wäre mit einer solchen Einstellung allerdings kaum möglich.

Und auch, warum einen manche
Dinge beschäftigen, anderen jedoch nicht, die einen aber alle
nicht betreffen, während sich für andere Dinge kaum einer
interessiert, obwohl sie ihn tatsächlich betreffen ?

Keine allgemeingültige und vollständige Antwort, aber zumindest einige Aspekte:
a) wie schon oben gesagt, die persönliche Sympathie (Delfine „netter“ als Haie). Ähnliches gilt bei Kinderschändern. Kinder sind im allgemeinen sympathischer als Kinderschänder.
b) die Komplexität einer Sache. So ist Stammzellenforschung für die meisten zu kompliziert. Beim Thema Sex glaubt hingegen jeder kompetent mitreden zu können.
c) die Langfristigkeit eines Problems. Würde die Klimaerwärmung nicht 100 sondern 10 oder gar 1 Jahr dauern, wäre die Diskussion sicher eine andere.
d) die Intensität der Medienberichterstattung spielt natürlich eine Rolle. Auch ob sich Prominente dort engagieren oder nicht.
e) die Einfachheit der Alternativen. Wenn man durch eine einfache Regelung ein Problem aus der Welt schaffen kann, kann man leichter schimpfen als wenn man sagen müßte: ja da mußte ich eigentlich mein Leben umstellen.
f) wenn es einen klar auszumachenden Schuldigen ist, der nicht ich selbst ist.

So, mehr ist aus meinen Überlegungen nicht herausgekommen. :frowning: