Hallo Barbara,
Wenn du müde ist, leg dich hin, kuschel dich mit dem Lütten in
euer Familienbett (das habe ich mit meiner Tochter ganz lange
gemacht - gemeinsamen Mittagsschlaf:smile:)
Wäre ich gerne dazu bereit, der Kleine allerdings gar nicht.
Ich tippe auch eher auf Unsicherheit bei dem Kleinen, und
nicht auf werdender Haustyrann:smile:. Und ich weiß, es ist total
blöd zu sagen: „Du musst selbst wieder ruhiger und gelassener
werden“ - wenn man schon so mit den Nerven am Ende ist.
Da ist sicherlich was Wahres dran, und ich habe mich auch schon ganz bewusst auf solche Tage vorbereitet, indem ich mir gesagt habe: Egal ob du damit klar kommst oder nicht, er wird heute wieder nur plärren und dich nicht alleine auf Toilette lassen und wohl auch kein vernünftiges Essen kochen lassen. Also mach das Beste draus.
Dann hatte ich bis spät am Abend die Wohnung geputzt, Essen vorgekocht und meine Tochter bei einer Freundin zum Spielen angemeldet. Ich wollte ganz relaxt mit ihm durch den Tag gehen. Aber es hat nicht geändert. Erstens sind solche Tage rein organisatorisch nicht immer möglich und zweitens wollte er deswegen auch ständig getragen werden.
Wenn gar nichts hilft: Es gibt in fast allen Städten
Schreiambulanzen, lass dir von Leuten helfen, die Erfahrung
haben! http://www.schreiambulanz.de/
Das hört sich gut an!
Hast du gestillt? Stillst du? Hat er vielleicht angefangen zu
schreien, als du ihn abgestillt hast? Wäre ja mal ne
These…aber hättest du wahrscheinlich erwähnt…:?
Ich habe nicht gestillt. Bei mir schiesst einfach keine Milch ein. Das war bereits bei meiner Tochter ein Problem. Mein Sohn war aber ja das erste halbe Jahr noch total brav, deshalb glaube ich nicht, dass es daran liegt.
Eine Auszeit ist auf jeden Fall genau das richtige! Du
reagierst wahrscheinlich jetzt schon beim ersten lauten Piep
ganz verzweifelt und genervt - und das merkt er und du wieder
uswsuf…ein Teufelskreis und total blöd für euch beide - da
ist drei Tage Ruhe klasse. Kraft tanken! Endlich Ruhe! und
mach das ab jetzt mindestens einmal die Woche! Alleine - mit
einer Freundin ins Kino gehen, ins Café, Abendshopping,
Kosmetikerin…! Soll dein Mann sich mal dem Problem „Kinder
ins Bett bringen“ stellen. Irgendwann machen das die Jungs
(und das Mädchen) schon. Punkt. Er und deine Kinder brauchen
eine fitte Mama, die glücklich ist.
Mein Mann will mich abends auch immer irgendwohin schleppen oder mit Freundinnen weg schicken, aber ich habe abends einfach keine Kraft mehr. Ausserdem brauche ich den Abend um den Haushalt zu machen.
Lass den doofen Haushalt - und wenn’s finanziell drin ist,
besorg die ne Putzfrau, oder lass es halt mal unordentlich
sein.
Das habe ich mir auch schon überlegt und hatte auch eine Zeit lang eine Bügelfrau. Das hat mir schon was geholfen. Da kam ich aber ganz schön ins Gerede („mein Gott, andere schaffen das doch auch“)
Es gibt mittlerweile auch ganz genießbare
Convenienceprodukte, wenn’s mal nicht klappt mit dem
kochen…und dein Mann darf auch mal ran, ja? Wenn du den
Lütten ins Bett bringst, kann er in der Zeit mal tun, was im
Haushalt zu tun ist. Ich vermute mal (auch wieder nur eine
These), dass du gerade an deinem eigenen Perfektionismus
(tolle Mama für die Tochter, tolle Mama für das Babys, tolle
Ehefrau, tolle Hausfrau…) zerbrichst.
Da könntest Du schon recht haben…
Du stehst am Rande
eines Nervenzusammenbruchs und brauchst sofort eine Auszeit!
Da ist auch gar nicht der Kleine „schuld“ - sondern die ganze
Situation ist dir über den Kopf gewachsen…wer hilft dir?
Könnte dir mehr helfen?
Ich glaube niemand.
Liebe Grüße + viel Kraft,
Ich danke Dir, Gruß, Melanie