Ich bin am Ende meiner Kräfte!

Das ist doch für ein 10 Monate altes Kind gar nicht
zutreffend. So ein Kind braucht ständigen
Kon-
takt zu Bezugspersonen.

Erst einmal schreibst du im Plural: BezugspersonEN. Aber dieser Krümel sieht das offenbar anders. Er will nur den Kontakt zu EINER Bezugsperson. Und dann reden wir hier nicht mehr von einem Neugeborenen. Da relativiert sich der Begriff „Kontakt“ aber schon ganz schön. Da muss es reichen, wenn die Mutter auch mal nur in der Nähe ist. Da muss nicht ständig Körperkontakt bestehen.

So ein Kind weiß nicht zu
„erklären“, warum es von der Bezugsperson eine Zeit
lang nicht beachtet wird.

Das braucht sich das Kind auch nicht zu „erklären“. Das ist einfach so. Außerdem ist die Bezeichnung „nicht beachtet“ ja auch schon wieder deutlich wertend. Hier geht es darum, dass der Krümel mal einige Momente am Tag nicht im Mittelpunkt steht.

Es weiß auch nicht, ob die
Bezugsperson, die es gerade verläßt, wiederkommt oder
nicht.

Das ist Erfahrungslernen. Die Bezugsperson verschwindet, geht bspw. mal aufs Klo und kommt nach 5 Minuten wieder. Das Ganze passiert am Tag 4, 5 Mal (und wenn man Bohnen gegessen hat auch mal öfter). Und oh Wunder: davon braucht auch das Weltbild eines 10 Monate alten Kindes nicht zusammenzubrechen.

Da das Kind
merkt, daß es bei der Bezugsperson nicht nur „Freude“
erzeugt und dies für das Kind jeweils eine unsichere
Sache ist, ist es gezwungen, die Bestätigung („Du
magst mich“) bei der Bezugsperson ständig einzufordern.

Das ist der einzige Punkt, in dem ich deine Ausführungen nachvollziehen kann. Ich denke auch, dass die Spirale schon so weit ist, dass das Kind die Überforderung der Mutter als Ablehnung interpretiert. Und sich dadurch der Spass erstrecht hochschaukelt. Daher auch der Vorschlag mit der Reißleine.

Dennoch halte ich es für völlig verkehrt, in so einer Situation auch noch der Mutter ein schlechtes Gewissen einzureden, weil sie mal „das Bedürfnis“ hat, den Frühstückstisch abzuräumen oder alleine auf den Lokus zu gehen und damit praktisch das Kind zu vernachlässigen… Und spätestens da muss es doch irgendwo „Klick“ machen! Ich habe meinen Nachwuchs nie nicht um den Bauch oder was auch immer gebunden auf die Toilette mitgenommen! (Gemeinsame „Sit ins“ gab es erst später. Als es darum ging sauber zu werden :wink:)

LG Petra

2 „Gefällt mir“

Ich weiss schon worauf du hinaus willst :wink:, aber er ist jetzt in seinem Büro und arbeitet (Büro ist im Haus deshalb weiss ich es sicher).

Gruß
Melanie

Tatsächlich werde ich Anfang April mit meiner Tochter drei
Tage weg fahren, damit ich mal wieder richtig viel Zeit mit
ihr alleine verbringen kann. Mein Mann wird sich um unseren
Sohn kümmern.

:smiley:

Ich hatte deswegen schon ein schlechtes Gewissen,

Bitte nicht! Du setzt dich selber viel zu viel unter Druck. Da hat keiner was von. Du nicht, deine Familie nicht und der Krümel am allerwenigsten.

Danke, Danke, Danke!

Bitte :wink:

Hallo Melanie,
ich habe lange mit mir gekämpft ob ich Dir eine Antwort schreiben soll oder nicht, aber hier kommt sie jetzt.

Habe auch 2 Kinder inzwischen 7 Jahre und 2 Jahre. Ich hatte zwischendurch eine schlimme Phase, war wie Du mit den Nerven am Ende und fix und fertig, habe abends stundenlange im Wohnzimmer geweint und zu meinem Mann gesagt, ich liebe unsere Kinder und ich hasse sie im Moment auch irgendwie, schwer zu beschreiben. Inzwischen sind wir durch diese Phase durch und es ist alles wieder gut. Ich bin zwar heute noch manchmal genervt wenn ich noch nicht mal alleine auf Klo gehen kann und keine Nacht das Ehebett mit meinem Mann alleine teilen kann. Ich habe meine Kinder selber erzogen und bin an vielen Problemen selber Schuld, z.B. schläft der Große heute noch nirgends außer daheim und im Ausnahemfall mal bei der Oma, er schläft nur ein wenn jemand bei ihm im Bett bleibt bis er schläft, er kommt jede Nacht zu uns usw.

Mir hat es wirklich geholfen mir Freiräume zu schaffen und das musst Du auch machen!!! Lass den Haushalt mal 4 Wochen aussehen wie geschissen, ist total egal. Geh an einem bestimmten Tag die Woche ins Schwimmbad alleine oder mit einer Freundin, der Termin steht und wird immer eingehalten, egal was daheim los ist, dein Mann packt das. Der Große war ja schon im Kiga und für den Kleinen brauchst Du einen Grippenplatz, normalerweise gibt es da auch Angebote mit stunden- oder tageweiser Betreuung. Mein Kleiner geht jetzt schon eine zeitlang 2mal die Woche vormittags 3 Stunden in die Krippe, da gehe ich einmal Kaffeetrinken, bummeln und nutze die Zeit für micht, an dem anderen Tag mache ich Haushalt. Ich wische an dem Tag auf und Putze mein Bad und erledige wichtige Dinge. Mit zwei Kinder kann und muss nicht immer alles perfekt sein. Du bist wichtig und nicht dein Haushalt.

Inzwischen geht es mir wirklich wieder sehr gut und ich kommte mit dem Konzept gut zurecht. Ich bin jetzt auch schon so weit dass ich nach 2 Jahren Elternzeit wieder arbeiten gehen werde und mir das dritte Jahr daheim nicht mehr antun werde. Meinem Sohn geht es in der Kita gut und mir bekommt die Abwechslung mit der Arbeit auch und ich habe einen Ausgleich und etwas mehr Geld in der Tasche um mir was zu gönnen.

Liebe Grüße Ines
(der es gut geht weil sie es geschrieben hat, aber irgendwie auch schon Angst hat vor den Kommentaren die jetzt kommen werden :wink:)!

(der es gut geht weil sie es geschrieben hat, aber irgendwie
auch schon Angst hat vor den Kommentaren die jetzt kommen
werden :wink:)!

Es relativiert sehr viele andere Beiträge, hier und anderswo, und die eigenen Ansichten.

Gruß
der Franke

2 „Gefällt mir“

Hallo Melanie,

dass du fix und fertig bist, kann hier jeder verstehen!

Ich glaube leider nicht.

Du hast ja schon eine Menge brauchbare Tipps erhalten. Am
besten fand ich den Vorschlag ganz oben: eine Mutter-Kind-Kur.
Ich denke, dass die ganze Familie davon profitieren wird.

Es klingt vielleicht total bescheuert, aber eine Kur anzuleiern, dafür fehlt mir im Moment die Kraft.
Ausserdem denke ich nicht, dass es für meinen Sohn förderlich wäre, wenn ich ihn in Betreuung gebe, damit ich zu meinen Anwendungen gehen kann. Miteinander glücklich sein ist mein Ziel.

Als Lektüre möchte ich dir ‚Babyjahre‘ ans Herz legen. Das ist
ein super Erziehungsbuch, dass ganz auf Vergleiche (ala ‚Oje
ich wachse‘) verzichtet und das jedes Kind ganz als Individuum
betrachtet. (Ein 10 Monate altes Baby muss auf jeden Fall
schon erzogen werden und versteht auch ein klares Nein, auch
wenn hier einige anderer Meinung sind.)

Hört sich gut an. Danke für den Tipp!

Ich wünsche Dir viel Kraft und Konsequenz! Lies das Buch, es
wird dir helfen!

Liebe Grüße von Suse

Danke für Deine Antwort, Gruß Melanie

Moin Simone,

Nicht jeder Internist hat Diabetes.
Nicht jeder Galerist ist Maler.
Nicht jeder Polizist raubt alten Damen die Handtasche.

aber jede kinderlose ist Erziehungsexpertin (oder hält sich dafür?)

Warum nur Eltern hilfreich sein können, erschließt sich mir
nicht.

Och, so ein bischen Erfahrung ist bei der Beantwortung solcher Fragen nicht völlig unerheblich.

Und schon gar nicht, was das mit der Anzahl der zu betreuenden
Kinder zu tun hat.

Aha!

Weil? Wenn ich den Artikelbaum insgesamt betrachte, hat die UP
teilweise für sie passende Antworten und Informationen
bekommen und scheint nicht gänzlich unzufrieden.

Nochmal aha.
Du bzw. die Ausgangsfragerin kann also unfehlbar beurteilen, was passende Antworten und Informationen sind.

Merkst Du eigentlich nicht, daß Du Dich gerade ziemlich lächerlich machst?

Du hast die Ahnung und erfahrene Eltern mögen derob huldvoll vor Dir das Knie beugen.

Plong

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hallo Melanie,

es deinem Sohn schlecht geht?

Nein das kann nicht sein.

(…)

Er hat sich übergeben, weil er so sehr geschrieen hat.

wenn ein 10 Monate altes Baby so sehr schreit, dass es sich übergeben muss, dann geht es ihm schlecht.

Und wir alle waren fassungslos, dass ein Kind wie auf
Knopfdruck vom todunglücklichen Baby zum lächelnden
Wonneproppen wird.

Ganz offenkundig ging es ihm im Kinderwagen - aus welchen Gründen auch immer - schlecht, aufrecht im Kindersitz aber nicht.

Mein spontaner Gedanke dazu: Vielleicht hasst er es einfach zu liegen. Meine Tochter war zeitweise so ein Fall: Im Liegen war es ihr schlicht und ergreifend zu langweilig, sie hat so zu wenig von der Welt gesehen - nur wenn sie den Überblick über das ganze Geschehen (bei gleichzeitigem Körperkontakt) hatte, war sie zufrieden.

Meine Lösung dafür war der Tragesack - mit ein bisschen Übung kann man so viele Haushaltstätigkeiten verrichten, und Einkaufen und Spazierengehen ist imho so sogar bequemer.

So fertig wie du bist überträgst du die Unruhe auf dein
Kind…nur das kann deine Situation noch nicht verstehen,
es reagiert auf dich mit Verunsicherung.

Ich bin doch erst so fertig seit er so ist. Nicht umgekehrt!

Nun, es war ja wohl nicht von einem Tag auf den anderen so, sondern wird sich wohl nach und nach gesteigert haben - und jetzt seid ihr in einem Teufelskreis angekommen: Deine Unruhe überträgt sich auf den Kleinen und seine Un-Ruhe auf Dich …

Oder habe ich irgendetwas Nützliches überlesen?

  • Tragesack

  • Deine Anforderungen an Dich selbst herunterschrauben: Das Wohnzimmer kann auch ein paar Tage unaufgeräumt bleiben und die Wäsche ungebügelt, Fertigpizza oder Nudeln mit Tomatensauce kann man auch ohne akute Gefahr für Leib und Leben essen.

  • Hilfe holen (Putzfrau o.ä.), ganz egal, was ‚die Leute‘ denken

  • Deine Mann einbinden - was spricht dagegen, dass er abends einen Teil der anfallenden Hausarbeit erledigt?

Beste Grüße

=^…^=

1 „Gefällt mir“

Ich weiss schon worauf du hinaus willst :wink:, aber er ist jetzt
in seinem Büro und arbeitet (Büro ist im Haus deshalb weiss
ich es sicher).

Lass ihn mal den Thread hier lesen :frowning: oder :smile:, je nachdem.
Mal unabhängig davon, worauf andere hinaus wollen.

Gruß
Der Franke

2 „Gefällt mir“

Moin,

wie viele Kinder hast Du groß gezogen?

Was tut das zur Sache?

nur ein bischen, auch wenn Du es nicht wahrhaben willst.
Wie sagte schon der alte Herr Geheimrat
‚Grau mein Freund ist alle Theorie‘

Das Kind ist 10 Monate alt und verhält sich völlig normal,
gesund und altersgerecht. Was gibt es da bitte zu ändern?

Dieses Vrehalten ist mitnichten normal, gesund und altersgerecht.
Diese Fixierung halte ich für daneben.

Die Mutter hat ein (nachvollziehbares) Problem. Hilfe dafür:

  1. Entlastung

Stimmt. Durch den Vater. Aber dafür muß das Kind die Fixierung aufgeben lernen.

  1. Information/Wissen

Die kriegt sie hier

  1. Geduld

Das sowieso.
Aber die hatten die, die ihre Kinder erzogen haben schon aufgebracht.

Nochmal interessehalber, wieviele Kinder hast Du.

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hallo Melanie,

ganz konkret: Welche Aufgaben übernimmt er im Allgemeinen in Eurer Familie und Eurem Haushalt? Und welche übernimmt er angesichts der Tatsache, dass es Dir derzeit so schlecht geht, zusätzlich?

Beste Grüße

=^…^=

2 „Gefällt mir“

Hey!

Du hast die Ahnung und erfahrene Eltern
mögen derob huldvoll vor Dir das Knie beugen.

Alternativ nehm ich auch Blumen und Pralinen.

Plong

Palim, Palim

Mit Grüßen
Simone

3 „Gefällt mir“

Hallo Zauberer,

Die Mutter hat ein (nachvollziehbares) Problem. Hilfe dafür:

  1. Entlastung

Stimmt. Durch den Vater. Aber dafür muß das Kind die Fixierung
aufgeben lernen.

das kann aber wohl kaum von dem Kind ausgehen, sondern muss von dem Vater initiiert werden.

Den ich im Übrigen in diesem Thread bemerkenswert unpräsent finde.

Beste Grüße

=^…^=

Hallo, ein 10 Monate altes Kind ist kein Baby mehr.

Gruß Momi

wird sicher gelöscht aber egal-

Lass dein *Kind* doch einfach schreien.

Was passiert? Nichts.

Gruss

@Beharrlich das Kind mit sich rumschleppen

Wozu?

Damit es noch hysterischer wird?

Hallo Melanie,

ich habe nur angefangen die Antworten auf Deine Frage zu lesen und habe schnell die Lust verloren, denn da wird dann gleich drauf los gekloppt.

Was ich bedenklich finde: dass ganze Familienklima ist zerrüttet, die Kinderärztin weiss keinen Rat und Du stehst kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

Dein Sohn ist 10 Monate alt, hat laut Ärztin keine körperlichen Beschwerden, sein Verhalten hat sich von unauffällig zu auffällig verändert und das Kind ist auf hauptsächlich auf Dich bezogen.

Objektiv betrachtet ist das Kind unzufrieden. Es kann sein, dass es unterfordert, überfordert oder beides ist, je nachdem in welcher Situation er sich gerade befindet. Hast Du Dich damit beschäftigt welcher Entwicklungsprozess bei kurz vor einem Lebensjahr stattfindet? Du schreibst, dass er nicht krabbelt, aber er möchte getragen werden. Es kann sein, dass er seine Umwelt auf Augenhöhe eines aufrechten Menschen erleben möchte und völlig frustriert darüber ist noch nicht laufen zu können. Das könnte Dir helfen, denn (zumindest ein Teil) des Problems wäre gelöst, wenn er laufen lernt.

Er wird auch andere Bezugspersonen akzeptierten müssen - den Papa, die Großeltern, einen Babysitter oder später im Kindergarten die Erzieher und Deine Aufgabe ist es ihn behutsam aber kosequent daruaf hinzuführen.

Übernimmt der Vater auch die Betreuung des Kindes? Wenn nicht, wie geht es ihm dabei? Ihr könntet es so aufteilen, dass er je nachdem wie es die Arbeit erlaubt Zeit alleine mit dem Kind verbringt. Du schreibst, dass Du nur Du ihn ins Bett bringen „darfst“. Es wird schwierig sein den Vater die Aufgabe ohne viel Stress übertragen zu können wenn Du da bist. Dann geh! Treff Dich mit einer Freundin, geh ins Kino, lass Dich massieren, geh schwimmen - aber verlasse die Wohnung. Verabschiede Dich vorher und sage, dass Papa Dich ins Bett bringt, Mama kommt später.

Noch viel besser, wenn es für euch realisierbar ist: fahr mit Deiner Tochter für ein Paar Tage weg. Das tut Dir gut. Deiner Tochter gut, es tut der Beziehung zwischen Sohn und Vater gut und es tut dem Kind selbst auch gut „ohne Mama geht es mit auch gut“ - und das gibt Selbstbewusstsein.

Du solltest auch nicht den Besuch bei einer Familienberatung scheuen und dort Dich nach einer Erziehungsberatung fragen. Die ist kostenlos und bringt Dich dazu die Probleme mit weniger Emotionen zu betrachten, um eine Lösung herbeizuführen.

Ich wünsche Dir viel Glück!

aha.

Möchtest du vom KFZ-Mechaniker mitleidig den Kopf getätschelt
bekommen, weil du ja damit nicht mehr zur Arbeit fahren kannst
und er kennt das auch und weiss genau wie schlimm das ist -
oder soll er dir sagen was zu tun ist und wie man es
reparieren kann?

du bist kindermechanikerin?
das könntest du sagen. das schweigen auf gandalfs frage ließ anderes vermuten…

es gilt auch für die antwortenden: immer raus mit konkreten infos!

tilli

SORRY, aber wie ich deinen Namen gelesen habe wusste ich schon da steht was unpassendes. Die Antwort ist so typisch für Dich. Auch wenn Du jetzt den ganzen Frust einstecken musst, aber so Kommentare nehmen einem fast die Lust WWW zu benutzen. Es sind immer die selben…

LG Ines

7 „Gefällt mir“

@ melanie!
hallo melli,

morgen ist dienstag!

laß dieses forum sein und mach dich mit deinem kind auf die socken.
frag hinz und kunz, wer immer auch helfen kann.

hol dir hilfe.

du hast schon lange gewartet.

dein mann braucht sicher auch eine helfende hand. wie auch deine tochter.

holt hilfe. es gibt sie.

alles gute

tilli