Ich bin am Ende meiner Kräfte!

hi,

ich verstehe schon - ich greife aber nicht an :wink:

grüsse
Me

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Moin,

Mein Sohn schreit nicht grundsätzlich wenn er in die
horizontale Lage gebracht wird. Er schreit wenn er getragen
werden möchte, und ich nehme ihn nicht sofort hoch. Er möchte
am liebsten ständig getragen werden. Ich würde ja den
Schreibern zustimmen, die sagen, er braucht einfach nur meine
Nähe, kann nur schwer ohne mich sein, aber das ist es nicht,
sonst würde es doch auch okay sein, wenn ich mich mit ihm auf
den Arm hinsetze. Das mag er aber nicht. Er will auch nicht
mit mir im Bett liegen und es reicht ihm auch nicht, wenn ich
neben ihm auf dem Sofa sitze und seine Hand halte oder meinen
Arm um ihn lege, oder ihn auf meinen Bauch lege. Er will
getragen sein.

Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Hinweis. Mir schient, deinem Sohn ist nach Bewegung :smile:

Alles andere zählt nicht.

Was habt ihr denn schon ausprobiert? Wie verhält er sich, wenn er im Kinderwegen rumgeschoben wird, in der Hängematte geschaukelt wird usw.? Denk dir mögliche Arten aus, dein Kind zu bewegen und beobachte, wie er reagiert.

Dabei ist es ihm ja
auch egal wer ihn trägt, das muss nicht ich sein. Auch Freunde
und Verwandte sind recht.

Du bist zu beneiden :smile:

Nur da ich ja die meiste Zeit mit
ihm zusammen bin, muss halt ich ihn tragen.

Dann versuche zu organisieren, dass auch mal andere mit ihm zusammen sind und ihn rumtragen/schieben/wasauchimmer. Wie wäre es, wenn vielleicht ein Mädel aus der Nachbarschaft in Nachmittags mal ne Stunde möglichst mit viel Geschaukel rumschiebt? Schreit er im Kinderwagen auch?

Das ist jetzt wirklich nicht ironisch gemeint, aber: Weisst Du
wie lange man es wohl noch dauern wird, bis die Bedürfnisse
befriedigt sind?

Das kann ganz schnell gehen, zum Beispiel wenn dein Sohn in der Lage ist, sich selbst besser zu bewegen und nicht mehr so auf äußere Impulse angewiesen ist. Das kann aber auch noch länger dauern. Aber ganz sicher ist es irgendwann vorbei und in einem Jahre hast du diese Phase vielleicht schon vergessen, weil dann was ganz anderes dran ist :smile:

Sehr ans Herz legen möchte ich dir noch das Buch von Magda Gerber: „Ein guter Start ins Leben: Ein Leitfaden für die erste Zeit mit ihrem Baby“ ISBN: 3924195455 Buch anschauen

Ich denke, dass du viel von dem, was du gerade erlebst, in dem Buch wiederfindest, was dir auch zeigt, dass du mit deinen Schwierigkeiten nicht alleine bist und vor allem, wie du damit umgehen kannst.

Lieben Gruß
Marion

Hallo Pomeranze,

hier ist eine Mutter in Not und die hat mein größtes Mitgefühl. Ihre Schilderungen haben darauf schließen lassen, dass sie ein Kind hat, welches auf Tragen positiv reagiert und wohl auch zufrieden ist, wenn darauf eingegangen wird.

Da wird also nicht zurechgerückt, sondern erklärt, dass das Verhalten nicht ungewöhnlich ist und es werden Tipps zum Umgang damit gegeben.

Das es Kinder gibt, die weniger bedürftig sind oder zufrieden vor sich hinliegen - und spielen, ist unbestritten. Nicht jeder ist allerdings mit so einem Sofakissen-Baby gesegnet. Melanie hat wie es aussieht einfach etwas Pech gehabt in dieser Hinsicht. Ihr Kind ist nicht im inneren Gleichgewicht.

Meinem Empfinden nach haben Menschen, die Kinder schreien lassen mit wenig Empathie. Meine Äußerung dahingehend bezog sich auf einige andere Poster in diesem ellenlangem Thread. Warum auch immer ein Kind weint ist mMn egal, es benötigt dann Aufmerksamkeit und Zuspruch. Vollkommen klar, das dies nicht immer die Mutter geben kann und im Laufe des Lebens wahrscheinlich auch nicht immer mit sofortiger Wirkung.
Wie bezeichnest Du denn Menschen die regungslos an einem weinenden Kind vorbeigehen? Das ist im besten Fall Gleichgültigkeit. Man könnte viel krassere Gefühle reininterpretieren.

Wenn ich jeder Unwohläußerung des Kindes nun nur dadurch
nachkomme, dass ich diesen Körperkontakt herstelle, dann
konditioniere ich das Kind darauf, dass es Zufriedenheit nur
und ausschließlich mit diesem Körperkontakt verbindet. Und gar
nicht für sich selbst nach Alternativen sucht.

Ich wiederhole mich hier, Tragen ist für manche Kinder ein Grundbedürfnis. Kein Mensch würde auf die Idee kommen einem Kind nichts zu essen zu geben, bloß damit es nicht lernt, dass es damit so einfach sein Bedürfnis befriedigen kann. Es gibt für dieses Bedürfnis eben keine Alternative.

Interessanterweise ist es so, dass zufriedene Kinder (also Kinder auf deren Bedürfnisse mehr oder weniger eingegangen wird) schneller Entwicklungen durchmachen. Begründung ist, dass unzufriedene Kinder mit einem anderen Streßpotential umgehen müssen und damit vordergründig beschäftigt sind.

FS

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Hallo Melanie,

nachdem ich jetzt fast alle Antworten gelesen habe, kam mir spontan ein Gedanke.
Verbringst du viel Zeit mit deinem Sohn auf Augenhöhe? Damit meine ich, sitzt/liegst du auch öfters auf dem Boden oder sieht er dich die meiste Zeit von unten?
Wenn nicht, könnte er sich vielleicht einfach nicht wohlfühlen damit, daß er immer „alleine klein“ ist.

Beste Grüße

Oh je!
Hallo

Du musst natürlich nicht alles machen, was dein Sohn will.
Aber im Laufstall oder im Hochstuhl abgestellt werden, das
braucht er nicht. Lass das am besten ganz weg. Ein Laufstall
ist ein kleiner Kinderkäfig, und ein Hochstuhl ist ein sehr
kleiner Kinderkäfig.

Über solche Antworten kann ich nur lächeln. Kinderkäfig, oh je! Diese Antworten kommen von Erwachsenen, welche Gitterstäbe mit Gefängnis assoziieren. Kinder tun soetwas nicht. Daher sind auch an jedem Kinderbettchen Gitterstäbe dran und kein Kind oder Erwachsener hat sich je darüber beschwert.
Das Laufgitter dienst nach meiner Meinung der Sicherheit des Kindes. Die Eltern können beruhigt irgendwelche Dinge tun (z.B. Haushalt, WC benutzen etc.) ohne ständig Angst haben zu müssen, das ihr Kind sich irgendwo verletzt etc.

Kleine Kinder brauchen ständig jemanden - am besten die Mama -
in ihrer Nähe, das ist halt so.

Falsch. Vielleicht gilt das für die sog. Schreikinder oder die, die von ihren Müttern überbehütet werden.
Ich kenne aber auch einige Kinder, welche quitschvergnügt im Laufstall sitzen und sich lange Zeit selbst beschäftigen - ohne dass die Mutter daneben sitzt. Es gibt durchaus viele Kinder, die nicht ständig jemanden um sich herum brauchen!
VG

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Meine Rede
Hallo Fräulein Oberlehrerin

Und ein kleiner Exkurs - als Oberlehrerin sei mir das
gestattet -
das menschliche Miteinander hat ganz viel mit Sprache zu tun.
Jemand der oft als doof oder dumm bezeichnet wird, glaubt
irgendwann selbst daran. Betitelt man Kinder als Terroristen,
Monster, Blagen werden sie das auch.

genau in dem Sinne schrieb ich „… werden nicht als solche geboren, sondern gemacht . . .“

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Hi!

Ich weiss nicht was Du gelesen oder verstanden hast.

Der UP bat um Rückfragen.
Ich stellte *ihm* eine Frage.
Er antwortete nicht.
Ende.
Was du darein interpretiert hast ist mir schleierhaft.

Gruss

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Moin,

Um das jetzt mal geradezuzupfen: Ein Kind hat das Urbedürfnis
nach Zufriedenheit. (Punkt). Wodurch es seine Zufriedenheit
erlangt, ist erst eimal nachrangig. Es möchte zufrieden sein.
Ein Kind in dem Alter KANN sehr wohl auch diese Zufriedenheit
durch andere Dinge erlangen, als dadurch, ständigen
Körperkontakt zur Mutter zu haben. Ein Kind kann völlig im
inneren Gleichgewicht sein - auch ohne ständigen Körperkontakt
zur Mutter. Ein Kind kann wohlig, wonnig, geborgen sein - auch
ohne ständigen Körperkontakt zur Mutter.

Jaja, „ein Kind kann“ dies und kann das. Nur ist eben jedes Kind anders. Du machst leider den gleichen Fehler wie die von dir so verdammte „Traglingmütterfraktion“, du versucht das was vielleicht bei deinem Kind funktioniert hat, auf andere Kinder zu übertragen. Das klappt aber leider nicht. Meistens klappt es noch nicht mal bei verschiedenen Kindern in der gleichen Familie. Jedes Kind ist anders und befindet sich in einer ständigen Entwicklung so dass das, was vorhin noch funktioniert hat, im nächsten Monat bereits hinfällig ist.

Das wichtigste ist erstmal für eine Muter herauszufinden, wie ihr eigenes Kind „tickt“ und was gerade jetzt angesagt ist. Was für ander Mütter mit anderen Kindern gerade passt oder nicht, hilft ihr debei vermutlich recht wenig.

Wenn ich jeder Unwohläußerung des Kindes nun nur dadurch
nachkomme, dass ich diesen Körperkontakt herstelle, dann
konditioniere ich das Kind darauf, dass es Zufriedenheit nur
und ausschließlich mit diesem Körperkontakt verbindet.

Ja sicher, wenn das Kind Hunger hat, dann sollte man es füttern, wenn es die Windel voll hat, dann sollte man diese wechseln und wenn es müde ist, sollte man es schlafen lassen. Und? Hast du den Eindruck, dass die Ursprungsposterin das nicht auf die Reihe bekommt? Hier geht es kaum darum „jede Unwohläußerung“ mit Körperkontakt zu beantworten. Es geht zum Beispiel darum, erstmal das Bedürfnis des Kindes herauszufinden, und dann, wie man es zufriedenstellen kann.

Ein Kind kann dieses
geborgen sein auch empfinden, wenn es versonnen auf dem Boden
hockt (die Mutter im Raum) und Socken, Bauklötze von A nach B
bewegt, an seinen Füßen spielt, was auch immer macht.

Jaja, „ein Kind kann“, aber anscheinend kann das Kind der Ausgangsposterin eben das nicht. Dafür kann es vielleicht andere Dinge. Was nützt es wohl der Ausgangsposterin wenn es von dir hört, dass das ein oder andere Kind das durchaus kann?

Wenn ich dem Kind aber nur den Weg biete, es auf dem Arm zu
nehmen, dann brauche ich mich nicht nur nicht zu wundern, wenn
das Kind dann immer schreit, sobald es was auch immer für ein
Bedürfnis hat (und das kann schlicht Langeweile sein!),
sondern in meinen Augen schränke ich das Kind sogar ein.

Welch eine Anmaßung! Ich hab eher den Eindruck, dass die Ausgangsposterin vermutlich schon alles erdenkliche probiert hat, aber es hat eben nichts funktioniert.

Mein persönliches Erfahrungslernen:

Nun ja, dass du irgendwie Aggressionen gegen Mütter hast, die ihre Kinder tragen, haben wir ja jetzt verstanden. Aber was mag dies der Ausgangsposterin nutzen? Dass sie das besser nicht versuchen soll, weil du ein Problem mit Müttern hast, die ihre Kinder tragen?

Gruß
Marion

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sicher dat…
Du - ich bin nicht oben rum vakuumisiert!

echt nicht.

aber wo wir grad dabei sind: mach du es besser und erkläre
demenzia, was ich meine. das ist immer besser, oder?

Du verstehst anscheinend nicht, dass es verschiedene Sichtweisen gibt. Und kannst mich auch mit Deinem Juristenbeispiel nicht von Deiner Sicht überzeugen…

Fragende können sich hier Rat suchen und können nach eigenem Ermessen und unter Einschaltung von Grips Antworten annehmen, Empfehlungen für sich nützlich finden und selbst Schlüsse daraus ziehen (z.B. auch, sich auf einen Hinweis hin selbst weitergehend zu informieren).

Für mich ist keine dahergefaselte Pseudoqualifikation wichtig - schon gar nicht in einem Internetforum.

Bitte bemüh Dich nicht mit weiteren Erklärungen.

Gruß
Demenzia

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Hallo

Du musst natürlich nicht alles machen, was dein Sohn will.
Aber im Laufstall oder im Hochstuhl abgestellt werden, das
braucht er nicht. Lass das am besten ganz weg. Ein Laufstall
ist ein kleiner Kinderkäfig, und ein Hochstuhl ist ein sehr
kleiner Kinderkäfig.

Über solche Antworten kann ich nur lächeln. Kinderkäfig, oh
je!

und denk nur an das pöse geschirr, dass man den kindern in der karre umschnallt, damit sie nicht kopfüber aufs pflaster knallen, wenn sie immer wieder während der fahrt aufstehen wollen…

:wink:

tilli

hier ist eine Mutter in Not und die hat mein größtes
Mitgefühl.

Meines auch. Das habe ich an anderer Stelle bereits deutlich geäußert.

Ihre Schilderungen haben darauf schließen lassen,
dass sie ein Kind hat, welches auf Tragen positiv reagiert und
wohl auch zufrieden ist, wenn darauf eingegangen wird.

Ihre Schilderungen lassen aber nicht nur darauf schließen, sondern sagen ganz ausdrücklich, dass das Ganze auf Kosten des gesamten Familiengleichgewichtes geht! Und auch auf Kosten eines zweiten Kindes, was da noch anwesend ist.

Da wird also nicht zurechgerückt, sondern erklärt, dass das
Verhalten nicht ungewöhnlich ist und es werden Tipps zum
Umgang damit gegeben.

Außer dem Tipp, dass Kind ständig mit sich rumzutragen, ist von der Traglingfraktion eigentlich noch nichts nennenswertes gekommen. Im übrigen finde ich es ungewöhnlich, wenn ein Kind mit 10 Monaten nicht mal 5 Minuten ohne den Körperkontakt mit der Mutter auskommt.

Das es Kinder gibt, die weniger bedürftig sind oder zufrieden
vor sich hinliegen - und spielen, ist unbestritten. Nicht
jeder ist allerdings mit so einem Sofakissen-Baby gesegnet.
Melanie hat wie es aussieht einfach etwas Pech gehabt in
dieser Hinsicht. Ihr Kind ist nicht im inneren Gleichgewicht.

Das innere Gleichgewicht kann man auch anders herstellen, als ein Kind ständig rumzutragen. Und der Ausdruck „Sofakissen-Baby“ ist schon wieder so eine subtile Stichelei. Auch ganz klassisch: Wenn man anders mit Babys / Kleinkindern umgeht und die zufriedener sind, dann wird mal pauschal attestiert, dass das daran liegt, dass die Kinder von Natur aus pflegeleichter sind. Weil: auch nur die Möglichkeit einzuräumen, dass ein anderer Umgang - nicht ständig tragen - vielleicht der bessere Weg ist, nicht ins Weltbild der Traglingfraktion passt.

Kenn ich, diese „Argumentationskette“. „Dein Kind ist halt pflegeleicht“… Todschlagargument. Macht es aber inhaltlich nicht besser.

Meinem Empfinden nach haben Menschen, die Kinder schreien
lassen mit wenig Empathie.

Meinem Empfinden nach unter den genannten Rahmenbedingungen nicht. Und das Empfinden meines Nachwuchses spricht dem auch nicht entgegen.

Meine Äußerung dahingehend bezog
sich auf einige andere Poster in diesem ellenlangem Thread.
Warum auch immer ein Kind weint ist mMn egal, es benötigt dann
Aufmerksamkeit und Zuspruch.

Nein. Es bedeutet nicht zwangsläufig Aufmerksamkeit und Zuspruch. Ein Kind hat vielerlei Bedürfnisse. Ein Beispiel: Ein Kind liegt da so rum und spielt mit seinen Füßen. Zupft sich dabei die Socke runter und die Socke liegt 5 cm außer der Reichweite. Socke weg - Kind unzufrieden. Kind quäkt:

Variante A: Mutter rennt hin und löst das Problem, nimmt es auf den Arm, zieht im die Socke wieder über, kuschelt, herzelt - Kind ist glücklich und zufrieden.

Variante B: Mutter rennt hin und löst das Problem, zieht die Socke wieder über und lässt das Kind sich weiter selbst mit sich beschäftigen. Kind ist glücklich und zufrieden.

Variante C: Mutter rennt nicht sofort hin. Sondern lässt das Kind mal quäken. Nun wird das „Problem“ nicht sofort gelöst. Was macht das Kind? Versucht vielleicht, die Socke doch irgendwie zu erreichen - oder zupft an der anderen Socke - oder guckt dem Mobile zu, wie es sich im Wind dreht… Und ist glücklich und zufrieden.

Für die Traglingfraktion ist nur und ausschließlich Variante A das Glückseeligmachende…

Wie bezeichnest Du denn Menschen die regungslos an einem
weinenden Kind vorbeigehen? Das ist im besten Fall
Gleichgültigkeit. Man könnte viel krassere Gefühle
reininterpretieren.

Das hat mit dem, worum es hier geht, überhaupt nichts zu tun, ist unsachlich und wieder mal Moralkeule!

Ich wiederhole mich hier, Tragen ist für manche Kinder ein
Grundbedürfnis.

Ich wiederhole mich gerne, wiederhole dabei deinen Satz und korrigiere ein wenig:

Tragen ist für alle Kinder EIN Grundbedürfnis. Mit Betonung auf EIN. Es gibt auch andere Grundbedürfnisse, die sich durch Tragen nicht befriedigen lassen. Was höchstens durch ständiges Tragen gemacht wird: andere Grundbedürfnisse werden kompensiert… (man könnte auch sagen: durch Fürsorge erdrückt). In letzter Konsequenz bedeutet das: wenn ich auf alles nur mit der Reaktion „Tragen“ reagiere, nehme ich andere Bedürfnisse des Kindes gar nicht ernst!

Kein Mensch würde auf die Idee kommen einem
Kind nichts zu essen zu geben, bloß damit es nicht lernt, dass
es damit so einfach sein Bedürfnis befriedigen kann. Es gibt
für dieses Bedürfnis eben keine Alternative.

Hat auch nichts mit der Thematik zu tun und ist wieder so ein Moralkeulenbeispiel.

Interessanterweise ist es so, dass zufriedene Kinder (also
Kinder auf deren Bedürfnisse mehr oder weniger eingegangen
wird) schneller Entwicklungen durchmachen.

Völlig richtig. Das gilt aber für Kinder, auf deren Bedürfnisse wirklich eingegangen wird. Was - s.o. - nicht der Fall ist, wenn ich ein Kind mit 10 Monaten praktisch auf die 3 Grundbedürfnisse reduziere: Schlafen, Essen - und alles andere. Und alles andere wird durch Tragen kompensiert…

LG Petra

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ach mädels.

Du verstehst anscheinend nicht, dass es verschiedene
Sichtweisen gibt. Und kannst mich auch mit Deinem
Juristenbeispiel nicht von Deiner Sicht überzeugen…

NEINEINEINEIN!
es geht nicht um verschiedene sichtweisen, ich wollte erklären, was ICH mit einem post meinte.

Für mich ist keine dahergefaselte Pseudoqualifikation wichtig

  • schon gar nicht in einem Internetforum.

ahü. wer sagt das.

Bitte bemüh Dich nicht mit weiteren Erklärungen.

nee, ich seh schon…

tilli

Hi!

Ich weiss nicht was Du gelesen oder verstanden hast.

Der UP bat um Rückfragen.
Ich stellte *ihm* eine Frage.
Er antwortete nicht.
Ende.
Was du darein interpretiert hast ist mir schleierhaft.

ja, so gesehen hast du recht.
was meine annahme bestätigt: wenn man die sache erklärt, wird die (meist) klar.

danke,
tilli

(p.s. aber ich wäre dennoch dankbar gewesen, wenn du mein wissen auf deinen stand gebracht hättest, wenn du es doch besser weißt als ich. ich wüßte das eigentlich gern. und es wäre ggf. für andere auch interessant gewesen, die ja sicher nicht ohne grund diesen strang mit beackert haben.)

Jaja, „ein Kind kann“ dies und kann das. Nur ist eben jedes
Kind anders. Du machst leider den gleichen Fehler wie die von
dir so verdammte „Traglingmütterfraktion“, du versucht das was
vielleicht bei deinem Kind funktioniert hat, auf andere Kinder
zu übertragen. Das klappt aber leider nicht. Meistens klappt
es noch nicht mal bei verschiedenen Kindern in der gleichen
Familie. Jedes Kind ist anders und befindet sich in einer
ständigen Entwicklung so dass das, was vorhin noch
funktioniert hat, im nächsten Monat bereits hinfällig ist.

Das ist ja nun mal umwerfend logisch! Ich differenziere sehr wohl und habe nie nicht behauptet habe, dass ein Kind standardmäßig alles zu können hat (genügend Beiträge von mir auch in anderen Threads beweisen genau das Gegenteil)

Mit welcher Methode man weiter kommt, das ist verdammt individuell. Allerdings gehöre ich zu den wenigen hier, die durchaus schon mehrere konkrete Vorschläge für verschiedene Situationen gemacht hat! (Was man von der Traglingfraktion nicht behaupten kann - deren „Kreativität“ besteht allenfalls im Vorschlagen verschiedner Tragekonstruktionen)

Ja sicher, wenn das Kind Hunger hat, dann sollte man es
füttern, wenn es die Windel voll hat, dann sollte man diese
wechseln und wenn es müde ist, sollte man es schlafen lassen.
Und? Hast du den Eindruck, dass die Ursprungsposterin das
nicht auf die Reihe bekommt?

Habe ich das irgendwo behauptet?

Jaja, „ein Kind kann“, aber anscheinend kann das Kind der
Ausgangsposterin eben das nicht. Dafür kann es vielleicht
andere Dinge. Was nützt es wohl der Ausgangsposterin wenn es
von dir hört, dass das ein oder andere Kind das durchaus kann?

Das habe ich nicht direkt der Ausgangsposterin geschrieben. Tipps hierfür stehen an anderer Stelle. Das habe ich als Beispiel geschrieben in Bezug auf die Behauptung, dass Tragen und Körperkontakt die alleinglückseeligmachende Lösung ist.

Welch eine Anmaßung! Ich hab eher den Eindruck, dass die
Ausgangsposterin vermutlich schon alles
erdenkliche
probiert hat, aber es hat eben nichts
funktioniert.

S.o.! Wir können gerne die Ausgangsposterin fragen, ob sie meine konkret auf sie und ihre Situation gemünzten Aussagen als anmaßend empfunden hat. Die Moralkeule ist ihr gegenüber nicht von mir geschwungen worden. Nochmal: Dieser Strang hier bewegt sich etwas abseits vom direkten Thema!

Nun ja, dass du irgendwie Aggressionen gegen Mütter hast, die
ihre Kinder tragen, haben wir ja jetzt verstanden. Aber was
mag dies der Ausgangsposterin nutzen? Dass sie das besser
nicht versuchen soll, weil du ein Problem mit Müttern hast,
die ihre Kinder tragen?

Völlig unsachlich und falsch. Ich habe kein Problem mit Müttern, die ihr Kind tragen. Ich habe meinen Nachwuchs auch getragen. Traglingfraktion ist für mich eine Gruppe von Müttern, die das Tragen des Kindes als alleinige Antwort auf praktisch alle Lebenssituationen eines 0-24-Monate alten Kindes sehen. Und ich habe hier nirgendwo was anderes geschrieben.

LG Petra

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Hallo,

ohne die anderen Antworten gelesen zu haben, antworte ich dir mal:wink:
Warum lässt du dich denn von dem Kleinen tyrannisieren?
Lass ihn doch schreien! Wenn du nur das machst, was er möchte, wie getragen werden etc, ist es doch klar, das er dann „rumbockt“, weil du ihn mal nicht aufm Arm hast! mit anderen Worten: Warum verwöhnst du den Prinzen so?
Mit 10 Monaten kann er sich auch schon mal alleine beschäftigen!
Schreien lassen ist ja immer so ein heikles Thema, aber ich denke mal, das jede Mutter schon unterscheiden kann, ob es einfach nur ein bockiges Schreien ist oder ein „schmerzhaftes“! Was auch nicht heissen soll, das du ihn stundenlang kreischen lassen musst!

Nun zu Dir. Hast du ausser deinen Mann noch Verwandtschaft bei euch wohnen?
Oder kannst du dir einen Babysitter besorgen?
Wenn ja, dann mach etwas nur für dich! Wenns nur ne halbe Stunde Solarium, Sauna oder Sport ist. Oder einen schönen Abend mit deinem Mann!
Denn wenn du nicht ausgeschlafen bist und eh genervt, wie soll denn dann der Sohnemann ruhiger werden?
Vielleicht kannst du auch einmal die Woche etwas mit deiner Tochter unternehmen!? Nur Tochter und Mutter!
Zu deinem Haushalt…dann lass ihn liegen!
Die Nächte sind ja auch nicht so schön…kleiner Trost, ich habe die ersten 3 Jahre nicht durchgeschlafen!
Noch einen Link zum Fremdeln, das passt sicherlich auch in die Zeit!
http://www.rund-ums-baby.de/fremdeln.htm

Wichtig: Organisch ist alles in bester Ordnung - unsere
Kinderärztin hat auch keine Erklärung für sein Verhalten.

Bist du mit deiner KÄ zufrieden?
Alles Gute

Hallo

daher halte ich (!) jahrelangen gemeinsamen „hausarrest“ von mutter und kleinkind für nicht artgerecht.

Wer redet denn davon?
Ich finde, das gehört hier nicht zum Thema.
Ich könnte ja auf diese Diskussion einsteigen, aber das wäre vollkommen OT.

Viele Grüße

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Hallo

daher halte ich (!) jahrelangen gemeinsamen „hausarrest“ von mutter und kleinkind für nicht artgerecht.

Wer redet denn davon?

bisher niemand. daher schrieb ich „ich (!)“ und setzte den arrest in anführungszeichen. ich wollte nur dartun, wie es mir erging und wie meine kinder auf diesesn nicht-klammern reagiert haben.

alles in ordnung :wink:

tilli

Hallo

Du musst natürlich nicht alles machen, was dein Sohn will.
Aber im Laufstall oder im Hochstuhl abgestellt werden, das
braucht er nicht. Lass das am besten ganz weg. Ein Laufstall
ist ein kleiner Kinderkäfig, und ein Hochstuhl ist ein sehr
kleiner Kinderkäfig.

Über solche Antworten kann ich nur lächeln. Kinderkäfig, oh
je! Diese Antworten kommen von Erwachsenen, welche Gitterstäbe
mit Gefängnis assoziieren. Kinder tun soetwas nicht. Daher
sind auch an jedem Kinderbettchen Gitterstäbe dran und kein
Kind oder Erwachsener hat sich je darüber beschwert.
Das Laufgitter dienst nach meiner Meinung der Sicherheit des
Kindes. Die Eltern können beruhigt irgendwelche Dinge tun
(z.B. Haushalt, WC benutzen etc.) ohne ständig Angst haben zu
müssen, das ihr Kind sich irgendwo verletzt etc.

Das geht mir echt ganz genauso. Der Laufstall ist ein Käfig, der Hochstuhl ebenso. Der Gehfrei ist sowieso Körperverletzung und die Wippe und die Hängematte sind Foltergerät. Ich bin echt verblüfft, wie viele Leute sich hier im Forum tummeln, die scheinbar ihre Kinder tatsächlich permanent mit sich herumtragen.

Kleine Kinder brauchen ständig jemanden - am besten die Mama -
in ihrer Nähe, das ist halt so.

Falsch. Vielleicht gilt das für die sog. Schreikinder oder
die, die von ihren Müttern überbehütet werden.
Ich kenne aber auch einige Kinder, welche quitschvergnügt im
Laufstall sitzen und sich lange Zeit selbst beschäftigen -
ohne dass die Mutter daneben sitzt. Es gibt durchaus viele
Kinder, die nicht ständig jemanden um sich herum brauchen!

Genau! Und diese Kinder sehe ich tagtäglich um mich herum. Sie sitzen in Laufställen, Hochstühlen, Wippen und Schaukeln und fühlen sich wohl dabei. Warum bin ich jetzt eine hysterische Rabenmutter, die nicht gewillt ist ihrem Kind die Nähe zu geben, die es mind. zwölf Stunden am Tag so dringend braucht?

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Neuigkeiten!!!
Hallo zusammen,

also zuerst möchte ich mich ganz herzlich für den Sturm an Antworten bedanken, der hier in kürzester Zeit eingetroffen ist, auch wenn mir nicht alle Antworten wirklich gefallen haben (aber damit muss man in so einem Forum wohl leben.) Dennoch waren ganz viele Leute dabei, die mit sehr viel Verständnis und Wärme geschrieben haben, mir super nützliche Tips und Hinweise gaben und mich echt auch motiviert haben nach weiteren Möglichkeiten Ausschau zu halten.

Schade, dass einige Leute mich als hysterisch bezeichnet, ja mich sogar als schlechte Mutter hingestellt haben, nur weil ich mit der Sitation nicht so klar komme, wie es vielleicht von einer Super-Mutter erwartet wird. Bei solchen Kommentaren, muss man sich nicht wundern, dass sich manche Leute nicht trauen, darüber zu reden, dass sie überfordert und überlastet sind, aus Angst davor, dass sie als „Psycho, Rabeneltern oder Freaks“ abgestempelt werden.

Letzte Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen, doch das lag nicht an meinem Junior, sondern daran, dass ich mich nun tatsächlich doch gefragt habe, ob ich vielleicht einfach nicht belastbar genug bin und eigentlich ein kleines Engelchen mit mir herumtrage, das nichts weiter will, als bei seiner Mama sein. Denn viele haben ja energisch behauptet, dass das Verhalten meines Sohnes und die damit verbundenen Umstände völlig normal seien und ich da eben durch müsse.

Vielleicht haben ja einige mitgbekommen, dass meine große Tochter krank ist. Da unsere Kinderärztin im Urlaub ist, habe ich, da es ihr heute morgen sehr schlecht ging, einen anderen Kinderarzt konsultiert. Er hat sich sehr liebevoll um meine Tochter gekümmert und sich sehr viel Zeit für uns genommen. Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ihn gefragt, ob ich wegen meines Sohnes auch zeitnah einen Termin haben könne. Er wollte wissen weswegen, und ich habe ihm genau die Situation geschildert, wie ich es auch hier im Forum getan habe.
Und was soll ich sagen? Ich habe richtig Glück gehabt: Er beschäftigt sich schon viele Jahre mit Kindern, die z.B. an Einschlaf- und Durchschlafstörungen leiden, sehr unausgeglichen sind und übermässig viel schreien (Schreibabies). Das Verhalten meines Sohnes empfindet er als eben n i c h t normal. Und es wäre fatal das Verhalten als „Phase“ abzutun und darauf zu warten, dass dies sich vielleicht von selbst erledige. HA!!!
Er hat mir für Donnerstag einen Termin gegeben und will dann einen Fragenkatalog mit mir durchgehen, in dem alles haarklein aufgedrüselt wird (Umstände in der Schwangerschaft, Entbindung, Essens- und Schlafgewohnheiten, Bezugspersonen etc.), danach würde er eine entsprechende Therapie mit uns anfangen. Mir ist ein echter Stein vom Herzen gefallen und ich bin total motiviert noch in einen Babyladen gesprungen und habe eine Bauchtrage gekauft, weil ich ja nicht weiss, wie lange es dauert, bis wir Erfolge haben werden und ich heute morgen erst noch nicht mal eine Wärmflasche für meine Tochter machen konnte, weil mein Sohn gebrüllt hat wie am Spies, wenn ich ihn abgesetzt habe.
In der Trage gefällt es ihm schon, doch genau wie beim auf dem Arm halten, nur so lange ich stehe oder laufe. Sobald ich mich hinsetze: Gebrüll. Super arbeiten kann ich damit auch nicht, aber meine Handgelenke sind entlastet und einfache Tätigkeiten sind schon drin. Nur keine Dauerlösung ist das nicht. Der Bursche wiegt einfach zehn Kilo und die gehen ins Kreuz.
Ich habe nun vom zweiten Kinderarzt bestätigt bekommen, dass ich nicht hysterisch oder einfach nicht belastbar bin. Wir stecken in einer Problemsituation, wie auch immer wir da hinein geraten sind.
Wahrscheinlich gibt es jetzt wieder genug Leute, die beide Kinderärzte für total inkompetent und was weiss ich nicht alles abtun, aber auf die Pfeife ich.

Ich glaube manche hätten mir hier am liebsten das Jugendamt wegen Kinderquälerei auf den Hals gehetzt, ganz ehrlich, den Eindruck hatte ich.
Für diese Leute habe i c h jetzt mal einen guten Ratschlag, wenn eine Freundin heulend bei Euch vor der Türe steht und erzählt, dass ihr Mann sie wegen einer anderen verlassen hat, solltet ihr zu ihr nicht sagen: Zieh dir erst mal die Schuhe aus, du trägst mir ja Dreck in die Wohnung. Ausserdem solltet Ihr ihr dann auch nicht sagen, klar hat er eine andere Du bist ja in den letzten Jahren auch immer fetter geworden und dein Haarschnitt ist sowieso zum kotzen.
Ehrliche Kritik ist immer okay, aber zum richtigen Zeitpunkt. Wenn jemand sehr unter Druck steht, reagiert er oft übersensibel auf alles was ihm als Vorwurf erscheint.

Wenn sich jemand verzweifelt an Eucht wendet, dann hört erst mal genau zu. Kritisiert nicht gleich, im Zweifel, fragt einfach noch mal nach. Ich habe ganz klar um Hilfe gebeten, wollte einfach Tipps und Ratschläge bekommen. Teilweise hagelte es nur Kritik, für Laufstall, Hochstuhl und sogar den Gehfrei meiner Tochter vor fünf Jahren…

Liebe Grüße
Melanie

Hallo Melanie,

Das ist jetzt wirklich nicht ironisch gemeint, aber: Weisst Du
wie lange man es wohl noch dauern wird, bis die Bedürfnisse
befriedigt sind? Immerhin dauert das ganze ja nun schon seit
fast vier Monaten. Und die ersten zwei Monate hielt ich das
auch nur für eine Phase, durch die man halt durch muss. Aber
inzwischen ist es für mich nicht nur eine Phase mehr.

ich finde den Artikel nicht mehr, aber wir hatten hier vor ein paar Monaten auch so einen Hilferuf einer Mutter, weil ihr Kind soviel schrie. Ich weiß nicht mehr, wer es war, die ihr empfahl, einfach mal sofort zu reagieren, wenn das Kind schreit. Denn nur so könne das Kind Vertrauen darein fassen, dass Hilfe kommt, sobald es ruft.

Nach wenigen Tagen kam die Rückmeldung der Mutter, dass es tatsächlich binnen weniger Tage gelungen sei, das Kind soweit zu beruhigen, dass es auch wieder ein paar Minuten liegen blieb, ohne sofort loszuweinen.

Gruß, Karin

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