Mit Verlaub: wie willst Du das denn beurteilen? Die Herrschaften werden Dir doch wohl kaum die Vermögensverhältnisse und Kapitalflüsse offengelegt haben. Im übrigen geht es die Mitarbeiter und auch andere Menschen recht wenig an, wie die Eigentümer eines privaten Unternehmens den erzielten Gewinn verwenden oder ob sie sich bspw. vom Unternehmen Darlehen gewähren lassen. Und selbst, wenn sich die Eigentümer Luxus gönnen, den sich kein Mitarbeiter leisten kann, ist das eine rein private Entscheidung.
Was bedeutet das denn? Leisten die Mitarbeiter unbezahlte Überstunden? Dann gäbe es einen Ansatzpunkt.
Zwei Drittel von was?
Das ist aus Mitarbeitersicht ein bisschen schwer zu beurteilen. Und wenn Du Dein Projekt durchziehst, wirst Du sehr schnell merken, wie viel man als Unternehmer riskiert. Ein Großteil des eigenen Vermögens steckt im Unternehmen und im Zweifel haftet man für dessen Verbindlichkeiten. Wenn das Unternehmen gut läuft, ist das kein großes Problem. Wenn es schlecht läuft, ist schnell die gesamte wirtschaftliche Existenz dahin.
Ich kann mich nur wiederholen: kümmere Dich nicht um das, was Unternehmer mit ihrem Geld machen. Das geht Dich nichts an und Du kannst in aller Regel auch nicht beurteilen, wer woher welches Geld hat und welche Risiken die Unternehmer tragen.
Wenn Du Dein Projekt wirklich durchziehst, dann wirst Du allerdings sehr schnell dahinterkommen, was es bedeutet, unternehmerische Risiken zu tragen.
OK, dann bist Du also schon sehr viel weiter als Du hier bisher erkennen lässt.
Du schreibst irgendwo, dass es um Metall-Spizguss geht.
Ich komme nicht aus der Metallbranche, weiß aber, dass Metall normalerweise bei hohen Temperaturen schmilzt.
Aus der Erfahrung einer anderen Branche mit sehr heißer Produktion (1200°C Schmelztemperatur): das geht nicht gut. Es geht nichts über Fenster/Luken, die sich öffnen lassen, idealerweise mit Luftzug.
Und selbst dann ist es noch übel warm.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte um Verständnis, dass ich meinen Namen vorerst leider nicht nennen kann, da ich seit über 25 Jahren bei der Deutschen XXX beschäftigt bin und in einigen Jahren dort kündigen möchte.
Zuletzt war ich als Konstrukteur tätig und für nahezu alle Anlagen mitverantwortlich. In dieser Funktion war ich 2014 auch in Malaysia im Einsatz. Ich kenne XXX sehr gut und war auch für XXX bei XXX tätig.
Haben Sie grundsätzlich noch Interesse an einem neuen Lieferanten für SMD-Spitzguss? Mein Ziel ist es, XXX wieder profitabel zu machen – insbesondere das Werk in Penang – durch den Einsatz neuer Technologien.
In etwa drei Jahren möchte ich gegebenenfalls in direkter Nachbarschaft zu XXX bauen. Der Vorteil für Ihr Unternehmen wäre, dass die Lieferung nur über die Straße erfolgen müsste, die unmittelbare Nähe zu XXX gewährleistet wäre und der absolute Fokus auf Technologie läge.
Mitarbeiter von XXX sind im Werk jederzeit willkommen. Mitarbeiter von XXX China hingegen nicht, da ich aus Erfahrung weiß, dass diese hauptsächlich an Produktionsdaten interessiert sind und Industriespionage betreiben.
XXX wäre dann quasi jederzeit im Haus – etwa bei Problemen und Verbesserungen. Ich würde die vollständigen Entwicklungskosten tragen, und das Werkzeug wäre mein Eigentum. Sofern dies möglich ist, plane ich zudem eine 100%-Kontrolle inline mittels Röntgen.
Ich plane eine Produktion in Asien (Kasachstan) und gegebenenfalls auch in XXX. Ich würde die komplette Produktionslinie in einem Haus anbieten, inklusive Galvanik und Stanzen.
Darüber hinaus würde ich die Haupttypen wie XXX oder XXX auf Vorrat und auf Abruf fertigen. Die Produktion soll auf vollelektrischen Maschinen ohne Öl, seitlich quer und nicht längs innen durch, erfolgen.
Durch die Verwendung eines Heißkanalsystems würden sich die Produktionskosten auf ein Drittel reduzieren.
Die Komponenten fertige ich quasi indirekt mittels 3D-Druck. In einem zweiten Schritt lasse ich alle erdenklichen Geometrien mittels Pulver (Sintern) entstehen. Dadurch sind alle erdenklichen Geometrien und Materialien – wie Hartmetall und Keramik – möglich. Nebensächliche Komponenten fertige ich in rostfreiem Stahl. Verbesserungen lassen sich so in einem Bruchteil der Zeit und Kosten umsetzen.
Falls Sie Interesse haben, benötige ich für Versuche einen Single-Strand-Frame wie XXX oder XXX Damit fertige ich Teile zunächst für den Ausschuss, lediglich um das Heißkanalsystem zu testen.
Ich biete zudem das Bedrucken von Teilen mit einer Farbe an, die 99 % des Lichts absorbiert. Die Bedruckung erfolgt inline und stets zu 100 % gleichbleibend.
Vorausgesetzt, es funktioniert, biete ich für die Reflektoren auch Einlegeteile aus Alufolie an. Diese Technologie wäre weltweit einzigartig, und ich würde damit Leuchtmittel exklusiv nur für xxx fertigen. Die übrigen Kunden kommen aus der Automobilindustrie, wie etwa Infineon.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
Einen Businessplan braucht man, um die Konkurrenzfähigeit zu ermitteln, aber ich kann was weltweit einzigartiges bieten und das lasse ich auch gegen Nachahmung schützen.
Den Firmennamen auszuXsen hätte man sich vermutlich sparen können.
Wenn du bei der Deutschen Hiphopplaste so unbekannt bist, dass die nicht von selbst auf dich kommen, hattest du offenbar zu wenig Verantwortung für die Anlagen und gehst in der Masse unter. Das würde die Nennung der Firma und das verbergen des Namens erklären.
na wollen wir mal hoffen, die hast du nicht entwickelt, während du bei der xxxx angestellt warst. Da war doch irgendwas von wegen Arbeitgeber und Neuentwicklungen (ArbnErfG).
Das Unternehmen ist nicht an neuen Technologien interessiert. Darum kündige ich auch. Das habe ich alles übrigens privat entwickelt, weil mein derzeitiger (noch) Arbeitgeber kein Interesse an Neuentwicklungen hat.
Das ist kein Geschäftsplan, sondern allenfalls so etwas wie eine Werbebroschüre für potentielle Kunden.
Im Übrigen ist das, was Du schreibst, völlig abenteuerlich. Du willst galvanisieren, stanzen, 3-D-drucken, sintern und einiges mehr. Das ergibt keinerlei Sinn und das wird jeder potentielle Kunde sofort erkennen.
Nein, das ist nicht der Sinn eines Geschäftsplans/Businessplans. Ganz und gar nicht.