Oder wie schon der große Literat und Feldherr Zapp Brannigan sagte:
„If we hit that bullseye, the rest of the dominoes will fall like a house of cards. Checkmate.“
Was vielen (inkl. Trump) vielleicht nicht ganz klar ist: im Augenblick sind nur die Preise hoch, aber das Gas ist noch da. Nur erreichen halt die letzten Tanker in rd. 10 Tagen ihr Ziel und erst dann beginnt die eigentliche Krise.
In Indien, Pakistan und Bangladesch ist die schon zu spüren:
Auswirkungen des Irankriegs in Südasien: Gas, Benzin und Düngemittel sind knapp | taz.de
Taiwan bezieht ein Drittel seines Gases aus Katar. Insbesondere, wenn in der Industrie Prozesswärme gebraucht wird (zum Beispiel bei der Produktion von Computerchips), lässt sich Gas nicht von jetzt auf gleich ersetzen. Die Reserven von Taiwan reichen - wenn glauben darf, was man so liest - für knapp zwei Wochen.
Und es ist auch nicht so, dass man die Straße von Hormus einfach nur man durchkärchern müsste, damit alles wieder flutscht. Erstens müssen die Tanker ihr Ziel erreichen, d.h. während die unterwegs sind, liefern sie nicht aus. Es wird also in jedem Fall eine Lücke von einigen Wochen geben. Zweitens sind in Katar Anlagen zerstört worden und nicht so, wie im Iran im letzten Jahr so zerstört, dass sie ein paar Monate später wieder funktionieren, sondern so, dass der Wiederaufbau mehrere Jahre dauern kann.
Es ist also wurscht, was sich Trump heute Nacht beim Kacken überlegt, welche Entscheidungen er nun wieder revidieren könnte, um Probleme zu lösen, die er selbst verursacht hat: dieses Problem ist gekommen, um zu bleiben. Ein Problem, das uns an ganz vielen Fronten treffen wird, weil es die Preise/Verfügbarkeit von ganz vielen Gütern betrifft:
Treibstoff
Düngemittel
Grundstoffe der Chemischen Industrie
Halbleiter
Und dann kommen die Sekundäreffekte…