Jobchaos

Hallo,
ich möchte mal eine Situation beurteilt wissen.
Ich steige durch´s Jobchaos bald nicht mehr durch.

-Jemand ist Student.
-Er hat einen Job als DJ auf Lohnsteuerkarte 1
-Nun kommen noch Gelegentliche Aufträge als Webmaster dazu.
-Und gelegentliche Jobs als DJ in anderen Discotheken.

Was soll man da am besten machen? (Ich-AG, Selbsttändigkeit, mehrere MiniJobs !?!?!?)

Danke für Eure Hinweise.

Versuchs doch mal damit, dein Studium zu Ende zu bringen.

Gruß

Peter

rofl
rofl!
Peter,
versuch Du mal auf meine Frage zu antworten
und nicht in Sarkasmus zu enden.

Hallo Jan,

-Jemand ist Student.
-Er hat einen Job als DJ auf Lohnsteuerkarte 1
-Nun kommen noch Gelegentliche Aufträge als Webmaster dazu.
-Und gelegentliche Jobs als DJ in anderen Discotheken.

Was soll man da am besten machen?

Das kommt darauf an. Der Status als Student betreffend Sozialversicherung und Krankenversicherung dürfte kaum gefährdet sein, insbesondere wegen der in einigem Umfang nächtlichen Tätigkeit. Daher die Beschäftigung im pauschal versicherten 400-Euro-Job nicht sinnvoll.

Wie hoch sind denn die Einnahmen aus allen Quellen zusammen? Wenn sie nicht mehr als etwa 8.500 - 9.000 Euro im Jahr ausmachen, fällt weder Einkommensteuer noch im Fall der Selbständigkeit Gewerbesteuer an. Also auch hier keine Notwendigkeit, die Situation durch welche Gestaltung auch immer zu optimieren.

Der relative Vorteil einer Beschäftigung im Angestelltenverhältnis in sämtlichen DJ-Jobs ist die dadurch gegebene Pflicht-Unfallversicherung bei der Berufsgenossenschaft (zahlt der Arbeitgeber).

Die Webmaster-Aufträge dürften ihrer Natur nach in selbständiger Tätigkeit erledigt werden. Hier also selbständige Tätigkeit >> Gewerbebetrieb.

Dieses ein paar Ansätze, die Dir zunächst helfen sollen, das Problem mit mehr Einzelheiten zu formulieren: Ists schlicht das Gefühl, irgendwie zu schwimmen, oder gibt es konkrete Punkte, über die Du Dir Gedanken machst?

Schöne Grüße

MM

off topic
hoffentlich war es als Scherz gemeint!

Sonst wird darüber geklagt, dass die Studenten zu sehr dem Staat auf der Tasche liegen, alles mögliche an Zuschüssen kassieren wollen usw, und dann macht mal einer was, dann ist es auch verkehrt!
Ich ziehe meinen Hut vor Leuten, die neben ihrem Studium arbeiten gehen! Erstens lernt man so die Praxis kennen die man nur durch arbeiten kennen lernt, und zweitens tun sie was für ihr Geld. Klar, wenn das Studium drunter leidet ist es sicherlich ein falscher Weg. Aber davon war hier überhaupt nicht die Rede!
Sicherlich geht es hier um die Tatsache des DJ´s! Da liegen Vorurteile auf der Hand. Aber, dass man solch einen Kommentar von einem Professor hört, spricht doch eigentlich dafür, dass die PISA Studie auch vor 20 Jahren nicht anders ausgefallen wäre. Da sieht man mal was für Leute es zu etwas bringen! Und die sollen anderen in einer Uni etwas beibringen!

Armes Deutschland!!!

vielleicht mögen sich jetzt Leute über meinen Ton aufregen, aber ich bin gerade stinkensauer über den kommentar!

An Jan: leider kann ich Dir nicht helfen…

Gruß Thomas

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Das kommt darauf an. Der Status als Student betreffend
Sozialversicherung und Krankenversicherung dürfte kaum
gefährdet sein, insbesondere wegen der in einigem Umfang
nächtlichen Tätigkeit. Daher die Beschäftigung im pauschal
versicherten 400-Euro-Job nicht sinnvoll.

Sollte ich da besser auch selbstständige Tätigkeit anmelden und Quittungen schreiben ?

Wie hoch sind denn die Einnahmen aus allen Quellen zusammen?
Wenn sie nicht mehr als etwa 8.500 - 9.000 Euro im Jahr
ausmachen, fällt weder Einkommensteuer noch im Fall der
Selbständigkeit Gewerbesteuer an. Also auch hier keine
Notwendigkeit, die Situation durch welche Gestaltung auch
immer zu optimieren.

ne, über 9.000 komme ich (momentan) nicht.

Die Webmaster-Aufträge dürften ihrer Natur nach in
selbständiger Tätigkeit erledigt werden. Hier also
selbständige Tätigkeit >> Gewerbebetrieb.

Ists schlicht das Gefühl, irgendwie zu schwimmen,
oder gibt es konkrete
Punkte, über die Du Dir Gedanken machst?

Das mit dem „schwimmen“ passt ganz gut :smile:
Is momentan alles n bissel viel, und ich möchte da ne Struktur reinbringen, um zu sehen, wo ich was an den Staat zahlen muss (oder auch nicht),
bzw. wo ich in welcher Weise am meisten Geld für mcih behalten darf.

Wie funktioniert das mit dem selbständigen Gewerbe ?

Danke
Jan

vielen Dank für die helfenden Hände…

Wenn man bedenkt, dass ich WEDER BafÖg NOCH sontige Unterstützung bekomme, sollte ein Professor etwas sachdienlicher antworten können.
*kopfschüttel*

Die meisten, die ich kenne, die im Vordiplom das Studium verlassen haben, hatten zu viele Jobs. Wer nebenher zu viel arbeitet, kann den Vorlesungsstoff nicht mehr genügend nacharbeiten.

Mein Bafög war nur sehr gering und von Zuhause war ebenfalls nichts zu erwarten. Nach meinem Studium war ich schlicht und ergreifend PLEITE.

Wenn Du Geld verdienen musst, dann tu es mit Disziplin. Nimm dir eine feste Zeit in der vorlesungsfreien Zeit und arbeite da. Evtl kannst Du dich als Tutor in deinem Bereich bewerben.

Gruß

Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jan,

Sollte ich da besser auch selbstständige Tätigkeit anmelden
und Quittungen schreiben ?

Hm. Grundätzlich hängt selbständige/weisungsgebundene Tätigkeit nicht von einer eigenen Option ab, sondern sie ist halt selbständig oder weisungsgebunden. Beim DJ sind (außer bei einigen klar Selbständigen „echten“ Künstlern) beide Elemente da, so dass hier vielleicht schon ein Gestaltungsspielraum besteht.

Bei Arbeitnehmern wird von den Einnahmen bei der Veranlagung zur ESt ein Pauschalbetrag von 920€ für Werbungskosten (hat nichts mit Reklame zu tun; sind Aufwendungen zum Erwerb der Einnahmen) abgesetzt, der immer dann greift, wenn die tatsächlich belegten Aufwendungen niedriger sind.

Die andere Seite, dass der Höchstbetrag für den Ansatz von Vorsorgeaufwendungen (Krankenversicherung etc.) bei Arbeitnehmern tendenziell niedriger ist als bei Nur-Selbständigen, spielt im gegebenen Fall wohl keine Rolle.

Für einen Arbeitnehmer gibts unabhängig von steuerlichen Aspekten relative Vorteile betreffend Kündigungsmodalitäten und -fristen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaub etc. - die kann ein DJ wohl allerdings bloß dann für sich in Anspruch nehmen, wenn er sich eh schon mit seinem Boss zerstritten hat. Aber why not?

Wie funktioniert das mit dem selbständigen Gewerbe ?

Ein Gang zum zuständigen städtischen Amt, Anmeldung des Gewerbes. Die steuerliche Erfassung kann man (aktiv) beschleunigen, indem man gleichzeitig beim Finanzamt die Fahne schwenkt. Man kann auch (passiv) abwarten, bis das FA die Mitteilung von der Gemeindebehörde hat und sich meldet.

Im vorliegenden Fall dürfte der Zusammenhang Steuern nicht so dramatisch sein. Der Gewerbetreibende muss beim vorliegenden Umfang seinen Gewinn als Überschuss der Einnahmen über die Betriebsausgaben ermitteln. Alldieweil so gut wie keine Ausgaben da sind, andererseits auch bei den Beträgen wahrscheinlich noch keine ESt anfällt, besteht auch die Möglichkeit, bloß die Einnahmen zusammenzuzählen und diesen Betrag in die Steuererklärung reinzupacken. Das macht es einfach und im Ergebnis gar nicht unbedingt teurer.

Zwischenlösungen gibts viele; für Archivsuche ist u.a. das Stichwort „Kleinunternehmer“ im Brett Steuern und Existenzgründung ganz ergiebig.

Der selbständige Webmaster ist für die Ergebnisse seiner Arbeit verantwortlich. Unabhängig von den steuerlichen Aspekten wäre hier die Frage der Haftung ganz interessant. Letztlich könnte er ja auch als angestellter Werkstudent oder als geringfügig Beschäftigter tätig sein - mal so als Anstoß -, wenn der Auftraggeber mit einem entsprechenden Vertrag einverstanden ist.

Dieses für jetzt - mehr davon?

Schöne Grüße

MM