Wollankstraße: 40 Personen überprüft - mehrere Schusswaffen gefunden
Am Mittwochabend haben Einsatzkräfte der Berliner Polizei drei Lokalitäten in der Wollankstraße in Gesundbrunnen kontrolliert. Die 16. und 22. Einsatzhundertschaft der Polizei nahm dabei die Personalien von rund 40 Personen auf und überprüfte diese. Ersten Erkenntnissen zufolge beschlagnahmten die Beamten mehrere scharfe Schusswaffen – insgesamt fünf Stück. Drei dieser Waffen sollen Männern zuzuordnen sein, die sich in den Lokalitäten aufhielten. Die BAO „Ferrum“ des LKA 4 hat die Ermittlungen übernommen. In einem Mercedes vor einem Lokal wurde zudem eine scharfe Uzi gefunden. Der Mercedes wurde abgeschleppt und sichergestellt.
Einige Knarren sichergestellt.Sogar ne Uzi !!!
Dein Wunsch auf Ausweitung von zielführenden Maßnahmen (welche du auch immer meinst) verstehe ich und trage ich mit.
Die Pressemitteilung ändert offensichtlich nichts daran, dass manche Journalisten einfach irgendetwas schreiben.
Tja. da hat also die Berliner Polizei bei einem Einsatz mehr Schusswaffen gefunden als die grandiose Ferrum-Truppe das in über einem Monat hinbekommt.
Ich verstehe die Ausrufezeichen und das Wort „sogar“ in dem Kontext nicht.
Diesen Wunsch habe ich nicht. Warum auch? Die Lage in Berlin ist völlig normal - erst recht, wenn man berücksichtigt.. naja, das schrieb ich ja alles schon. Wenn ich den Berlinern etwas wünschen könnte, dann dass die ganzen Beamten aus diesem Ferrum-Club endlich wieder ihre Arbeit auf der Straße machen können, wo sie einen deutlich höheren Beitrag zur Sicherheit der Stadt und ihrer Bürger leisten.
Ist schon was anderes, als die einfachen Pistolen.Aufgrund der Eigenschaft als vollautomatische Waffe fällt eine UZI unter das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Ja, klar. Im Gesundbrunnenviertel schon mal nicht. Oder jetzt doch -vorerst- wieder???
Ja, natürlich ist das war anderes. Andere Form, andere Größe, größeres Magazin. Aber ich sehe dennoch keinen Grund für „sogar“ und drei Ausrufezeichen.
Es gibt auch halbautomatische Uzis und die fallen nicht unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Aber es ist schon lustig, dass es Dir die eine Maschinenpistole wert ist, so ein Gewese zu veranstalten, aber man nie etwas von Dir liest, wenn wieder ein Berg Sturmgewehre oder Granaten bei Reichsbürgern oder Nazis beschlagnahmt werden.
So oder so bleibt es bei der Aussage:
Und der hier:
Ja, klar. Du redest über ständige Schusswechsel usw. und nun ist Berlin wieder sicher, weil die Polizei bei einem Einsatz eine Handvoll Waffen findet, wozu die von Dir so gepriesene Ferrum-Gruppe nur in der Lage ist, wenn sie mit 200 Leuten in über einem Monat ein paar Hundert Leute kontrolliert und zig Wohnungen durchsucht.
Hast du das Video angeschaut? 200 Polizisten sind Tag und Nacht unterwegs und kontrollieren zigtausende Personen an Orten, die die Polizei als Zentren der Organisierten Kriminalität identifiziert haben. Und das Ergebnis nach drei Monaten sind lächerliche 12 Schusswaffen. Kein Wunder, dass der Pressesprecher im Video keine Zahl nennen wollte…
Vielleicht sollte man sich nicht alleine auf diese Zahl versteifen, das sind auch sehr selektive Fakten.
Die BAO wurde als Reaktion auf die zunehmende Zahl von Schussabgaben (nicht Schießereien) gegründet. Man vermutet zunehmend offener agierende organisierte Kriminalität dahinter.
Zu den Aufgaben gehört nicht alleine das Beschlagnahmen von Schusswaffen, sondern
sondern auch Verkehrskontrollen, Kontrollen von Lokalen und Geschäften, Zusammenarbeit mit Zoll und Drogenfahndung etc.
Es ist ja nicht so, dass man hier mit der Waffe offen am Gürtel herumläuft und aufeinander schießt. Häufig wird nachts auf Gebäude geschossen, um „ein Zeichen zu setzen“, also um Reviere abzustecken. Daher soll die Polizei auch mehr Präsenz zeigen, also wieder sichtbarer werden, um das subjektive Sicherheitsempfinden zu verbessern. Dafür braucht man ebenfalls Personal.
Das gehört zu ihren Aufgaben.
Größtenteils schon. Aber z.B. für Ladenbesitzer in einigen Stadtteilen wie Neukölln-Nord ist es inzwischen normal, dass sie unmittelbar nach Eröffnung Besuch bekommen und dann Abgaben entrichten dürfen. Da sind auch durchaus verschiedene Nationalitäten unterwegs - in Wedding und Neukölln arabische und türkische Gruppen, weiter im Westen sind die Gebiete in russischer Hand, und der Süden ist Bereich der italienischen Mafia, die sich immerhin netterweise hauptsächlich an ihre Landsleute halten.
Man achtet darauf, unbemerkt zu bleiben. Auch wenn die AfD und Sympathisanten es gerne so darstellen, als hätten wir hier Chicago 1930, bleibt das meiste unbemerkt, wenn man einfach nur auf den Straßen unterwegs ist.
Wie schon gesagt, läuft man hier nicht mit der Waffe in der Hand herum. „Sichergestellte“ Waffen werden bei Verkehrskontrollen im Kofferraum eines Wagens oder bei der Durchsuchung eines Lokals gefunden, und natürlich weiß dann niemand, wem die Waffe gehört oder wie sie dahin gekommen ist. Daher trifft es der Begriff schon ganz gut.
Was R. hier ablässt, ist auch so unsäglich genug. Die Arbeit der Beamten auf den Straßen kann man da gerne außen vor lassen.
Meine Aussagen hier sind keine Kritik an der Polizei. Genau wie bei Dobrindts Grenztheater sind es auch hier die Polizisten, die die populistische Showmaßnahmen ausbaden müssen.
Das Schlimme ist ja nicht, dass man mal was Neues ausprobiert. Schlimm wird es dann, wenn man aus politischen Gründen daran festhält, selbst wenn es keinen Erfolg gibt. Denn dann ging es offensichtlich nie um das Problem an sich, sondern einfach nur um Blendwerk, das niemanden sicherer macht.
Ich meinte die ganz normale Tätigkeit als Vollzugsbeamter im Wach- und Wechseldienst und in anderen Verwendungen. der gehen sie derzeit nicht nach, weil die BAO auch bedeutet, dass die Beamten während die BAO besteht, nicht in ihrer eigentlichen Verwendung tätig sind.
Gegen die hat niemand etwas.
Diese Einschätzung teile ich:
Wobei ich den letzten Satz insofern einschränken würde, als dass die 200 Leute in ihrer normalen Verwendung nicht nur jetzt schon drei Monate fehlen, sondern auch einen irren Berg Überstunden angehäuft haben, der irgendwann wieder abgebaut werden muss (ich zweifle daran, dass sich das dauerklamme Land Berlin auf einmal die Spendierhosen anzieht und die Überstunden auszahlt). Insofern fehlen die in ihrer normalen Verwendung auch nach dem Ende der BAO.
Nun ja, nicht ganz.
Die auch von dir geschätzte t-online Redaktion, hat das hier nochmal zusammengefasst.
Das Landeskriminalamt (LKA) ist alarmiert: Die deutsche Hauptstadt ist zum Schauplatz eines Bandenkriegs geworden, den die organisierte Kriminalität aus der Türkei nach Deutschland getragen hat.
Vor allem bei Ladenbesitzern mit türkischem Hintergrund herrscht Furcht. Wer kein „Schutzgeld“ zahlt, werde bestraft, heißt es. Kaum ein Opfer traut sich, zur Polizei zu gehen.
Die Akteure aus der Türkei drängen außerdem in den lukrativen Drogenhandel. Fast jede Woche berichtet die Polizei von Gewaltvorfällen in der Parallelwelt der Revierkämpfe. Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) nannte es eine neue Bedrohungslage. „Wir sehen inzwischen rivalisierende Banden, die auf Berlins Straßen sichtbar Gewalt einsetzen, sei es durch Handgranatenwürfe auf Lokale, sei es durch Schüsse auf Menschen, Fahrzeuge und auch Gebäude“, sagte sie dem Sender RBB.
„Sie reisen kurzfristig mit einem Touristenvisum ein und begehen dann hier Straftaten, für die sie Aufträge erhalten haben.“ Sie verschwänden nach ihren Taten schnell wieder.
Was gerade in Deutschland und speziell Berlin Fuß fassen will, ist in der Türkei schon länger ein großes Problem: Straßenbanden der „neuen Generation“, die durch Erpressung, Drogen- und Waffenschmuggel erstarkt sind
Laut Cakli sollen es allein in Istanbul mit seinen gut 15 Millionen Einwohnern 1.000 bewaffnete Mitglieder sein. In einem laufenden Prozess gegen die berüchtigte Bande Casper sind rund 70 Minderjährige angeklagt.
Die Gangs lösten bei jungen Menschen aus Armenvierteln Faszination und Sehnsucht aus, sagt Cakli. Auf Tiktok präsentierten sie ein Leben, das Träume weckt: Geld, teure Autos, Waffen. Jugendliche, die sich den Banden anschließen, stammten oft aus kurdischen oder alevitischen Familien, die durch jahrzehntelange Diskriminierung an den Rand der Gesellschaft in der Türkei gedrängt wurden.
Tja. Das schwappt gerade nach Berlin.
Das ist alles andere als"normal"
Ist halt eine Frage des Maßstabs, wie ich schon mehrfach erläuterte. Für eine mitteleuropäische Hauptstadt mit wahrscheinlich deutlich über 4 Mio. Einwohner sind das eher harmlose Zustände. Aber klar: wenn Du die Situation mit Rendsburg, Grevenbroich oder Deinem Wohnzimmer vergleichst, ist die Lage in Berlin natürlich dramatisch.
Unklar bleibt, warum Du hier mehrere Abschnitte zitierst, die sich mit der Situation in der Istanbul beschäftigen. Wobei es jetzt nicht wirklich überraschend oder gar ungewöhnlich ist, dass Du irgendwelche Texte einfügst, die mit nichts, um das es zuvor ging, etwas zu tun haben.
Wie arbeiten die rivalisierenden Gruppierungen? Warum nimmt die Gewalt in Berlin jetzt zu? Wie muss der Staat reagieren? Antworten kann Hakkı Taş geben. Der Politikwissenschaftler arbeitet am Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien in Hamburg und hat sich intensiv mit dem Aufstieg der Mafia in der Türkei beschäftigt.
Türkische Banden haben ihren Ursprung in Istanbuler Nachbarschaftskonflikten
Schüsse auf Geschäfte dienen seiner Einschätzung nach der Einschüchterung. „Supermarktfilialen sind attraktiv, weil man innerhalb weniger Minuten zweimal gegen eine Marke vorgehen, Angst unter Mitarbeitern und Kunden verbreiten und Druck auf den Eigentümer der gesamten Kette ausüben kann“, erklärt er. Fahrschulen eigneten sich deshalb, weil sie regelmäßige Geldeinnahmen versprechen würden und sehr präsent seien.
Ihren Ursprung haben die Banden in Nachbarschaftskonflikten in Istanbul, erklärt Taş. „Es handelt sich hierbei nicht um isolierte Straßenbanden“, warnt er. „Sie sind Teil multinationaler krimineller Netzwerke, die Drogenhandel, Geldwäsche, Gewalt und Logistik über Ländergrenzen hinweg miteinander verbinden.“ Konflikte hätten oftmals Auswirkungen auf Deutschland, das als Operationsgebiet und Rückzugsraum gelte.
Täter werden häufig in Flüchtlingsunterkünften hierzulande angeworben, wie auch ein Prozess gegen drei Dalton-Anhänger vergangenes Jahr zeigte. In Deutschland werden vor allem 20- bis 21-Jährige festgenommen, sagt Taş. Es gibt darüber hinaus Berichte von eigens aus der Türkei eingereisten Tätern.
In Berlin habe der vor einem Monat verstorbene kurdische Clan-Boss Mehmet K. einen mäßigenden Einfluss auf die neuen Banden aus der Türkei gehabt, sagen Beobachter. Nach seinem Tod wird befürchtet, dass die Gewalt eskaliert. Vor Monaten wurde bereits auf die neue Bedrohungslage reagiert: Im November 2025 hat die Polizei eine Sondereinheit gegründet, eine sogenannte Besondere Aufbauorganisation mit dem Titel „Ferrum“. Seitdem wurden 5000 Personen, 3000 Fahrzeuge und mehr als 800 Lokalitäten überprüft und 18 scharfe Schusswaffen gefunden, wie die Polizei am Donnerstag vermeldete
Wie ich also richtig vermutete: kein Zusammenhang, sondern ein weiterer Versuch, die Sache aufzubauschen, Ängste zu schüren und - als akzeptabler Nebeneffekt - ein bisschen gegen Ausländer Stimmung zu machen. Du machst Wurstfresse Söder wirklich Konkurrenz um den Posten als bester Wahlhelfer der afd.