Ein 25-Jähriger und sein 31-jähriger Bruder gerieten mit mehreren bislang unbekannten Männern in der Böckhstraße in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung sollen die bislang Unbekannten Schüsse auf die beiden Männer abgegeben haben. Der 25-Jährige erlitt eine Schussverletzung am Fuß und sein Bruder am Unterschenkel. Rettungskräfte brachten sie zur Behandlung in Krankenhäuser. Lebensgefahr besteht nach aktuellem Stand nicht.
Der Tatort ist nicht unbekannt. Vor knapp zwei Monaten fielen nur wenige Meter entfernt schon einmal Schüsse. Am frühen Sonntagmorgen des 18. Januar 2026 gegen 3 Uhr schossen Unbekannte mehrmals auf ein Café an der Ecke Schönleinstraße/Böckhstraße. Verletzt wurde damals niemand, da das Café zu der Zeit geschlossen hatte. Einsatzkräfte stellten Einschusslöcher im Schaufenster fest und fanden im Inneren mehrere Projektile.
Nun also erneut. Ob die beiden Taten zusammenhängen, ist nach bisherigem Ermittlungsstand noch unklar. Allerdings wohl eher unwahrscheinlich. Wie die Berliner Morgenpost erfahren hat, gingen den Schüssen am Dienstagabend Streitigkeiten und Beleidigungen voraus, und anschließend fielen die Schüsse. Der Grund für die Eskalation? Offenbar Drogen.
Ich finde es Bemerkenswert, dass es schon seit dreißig Jahren in einigen Bundesländern Probleme mit offener Rauschgiftszene, Krawallnächten (z.b. 1. Mai) und Clankriminalität gibt, in anderen jedoch nicht. Obwohl auch diese Bundesländer durchaus vergleichbare Problemviertel hatten bzw. haben. Aber schon vor 40 Jahren waren Mannschaftswagen in Berlin rundum vergittert inklusive Blaulicht, in anderen Bundesländern, auch für den Einsatz in Schwerpunktvierteln, seltsamerweise nicht.
das hat mit den Bundesländern an sich nichts zu tun, sondern mit der Bevölkerungsdichte bzw. der Zahl der Großstädte, in denen Kriminalität nun einmal sehr viel günstigere Bedingungen vorfindet als - sagen wir mal - in Bad Dürkheim, Esens oder Replin.
Das ist eigentlich gar nicht seltsam und hat zwei Gründe - einen rationalen und einen eher emotionalen.
Oder sagen wir Mal eine Stadt mit vor 20 Jahren 15000 Einwohnern, davon 5000 mit Migrationshintergrund und anderer Einstellung zur Polizei, wo dennoch regelmäßig eine einzige Streife bei größeren Auseinandersetzungen für Ruhe sorgen konnte.
Und auch z.b. München ist nicht gerade klein, und Hasenbergl war durchaus mit Vierteln in Berlin oder Hamburg zu vergleichen.
Man kann gar nichts auf die pösen Ausländer schieben. Jedes Erklärungsmodell, das weniger als 100, 1000 … Wörter lang ist, ist eine populistische Verkürzung und kann gar nicht der soziokulturellen Entwicklung der Stadt Berlin in Vergleich zu anderen Städten gerecht werden.
Ich las heute ein Zitat, ich weiß nicht, von wem es stammt: in Krisenzeiten suchen intelligente Menschen nach Lösungen, Idioten nach Schuldigen.
Eine Lösung für was? Die Diskussion dreht sich seit über 100 Beiträgen um ein Problem, das es nicht gibt.
Deine Versuche, Probleme herbeizureden und dann mit einfachsten schwarz-weiß-Rastern zu beschreiben, sind völlig kontraproduktiv. Wenn Du wenigstens mal versuchen würdest, a) bei der Wahrheit zu bleiben und b) differenziert an das Thema, das Dich die meiste Zeit zu beschäftigen scheint, heranzugehen, könnte man sinnvoll diskutieren. Stattdessen betreibst Du undifferenzierte Hetze, die in aller Regel nicht einmal ansatzweise durch die Fakten bestätigt wird.
Selbst Badenberg, von der das Thema ursprünglich gekommen ist, hat die Sinnlosigkeit eingesehen und will davon nichts mehr hören. Stattdessen treibt sie die nächste Sau durchs Dorf:
Höchste Zeit für einen neuen Thread, würde man meinen.
Tatsächlich ist es so, dass dieser Schwachsinn von wegen „Bandenkrieg in Berlin“ nur noch von der AfD verbreitet wird:
Für Empörung in anderen Fraktionen sorgte die Behauptung des AfD-Abgeordneten Marc Vallendar, dass die Zustände in Berlin im Hinblick auf den Einsatz von Schusswaffen oder Messern schlimmer seien als im Chicago der 30er Jahre.
Der Name Vallendar kommt einem vielleicht bekannt vor. Aus gutem Grund:
Während einer Debatte darüber, wie sich das Land Berlin zu einem Verbot der AfD positioniert, sorgte der AfD-Abgeordnete Marc Vallendar am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses für einen Eklat. „Es mag sein , dass es Kriegsverbrechen gegeben hat“, sagte der Politiker in Hinblick auf den Holocaust. Mitglieder der anderen Parteien warfen Vallendar daraufhin vor, die NS-Kriegsverbrechen zu relativieren.
Das sind die Leute, denen @raketenbasis hier das Wasser trägt.
Das eine spielte keine Rolle, da es nicht sachbezogen war. Das andere interessiert mich nicht, da es deine Privatsache ist .
Wo sagte ich was von Chicago 30er Jahre? Das es aber auch Auseinandersetzungen (auch mit Schusswaffen) zwischen ausländischen Gruppen, Banden gibt, ist unbestritten.