Katze auf 30qm Wohnfläche

Hallo Bonney,

ich kann Dir bei Deinen Rahmenbedingungen auch nur zu einer älteren Tierheimkatze raten, die keine anderen Götter neben sich akzeptiert.

Katze ist definitiv nicht gleich Katze. Die Mitarbeiter im Tierheim können die Charaktere und die Bedürfnisse ihrer Schützlinge sehr gut einschätzen.

Ich habe mit drei Katzen in einer 125qm großen Stadtwohnung mit großer Terrasse gelebt. Während sich die älteste Madame mit dem Sonnenbad zufrieden gab, suchte die Jüngste ständig nach irgendwelchen Löchern in der Katzensicherung (und balancierte dann auch mal im 5. Stock auf einem Drahtseil rum). Fenster durfte ich in meiner Abwesenheit nie auf Kipp stellen (sollte man ohnehin nicht) - sonst hätte sich die Kleine sofort aufgehängt, da sie unbedingt raus wollte - Blumen musste man mir gar keine schenken, da ich ohnehin keine Vasen mehr besaß - alle kaputt. Nachts ging die Toberei los, da wurde sich beim Jagen auch gern mal an den Wänden abgestoßen - und der Parkettboden war nach kurzer Zeit total zerkratzt - und spätestens um 5 Uhr wurde ich geweckt. Und das alles, obgleich ich von zu Hause aus gearbeitet habe, sprich ich immer da war und sie zu Dritt waren!

Dann bin ich mit ihnen aufs Land gezogen, wo sie als Freigänger dann auch ihre Neurosen ablegen konnten.

Ich persönlich hielte nie wieder (junge) Katzen in einer Stadtwohnung - egal wie groß oder klein diese sein mag. In Deinem Fall möchte ich auch zu bedenken geben, dass Du nicht abschätzen kannst, was nach Deiner Ausbildung auf Dich zukommt.

Aber eine alte, faule Katze aus dem Tierheim ist immer dankbar, wenn sie ein neues Zuhause findet.

Viele Grüße

Kathleen