Lichtgeschwindigkeit im optischen Medium

Hallo Zusammen,
wieso ändert sich die Lichtgeschwindigkeit in einem
Medium wie Glas gegenüber der Vaccum Geschwindigkeit?
Je höher die Frequenz bzw. die Energie des Lichtes,
um so kleiner wird ja die Geschwindigkeit. Es sollen
ja Streuungen und Reflexionen dafür verantwortlich sein.
Aber kann ein Photon wirklich langsamer werden ohne
seine Masse zu verlieren? Oder handelt es sich um
einen scheinbaren Verlangsamung, weil die Photonen
durch gravitative Wechselwirkung mit den Glasmolekülen,
eine größer Strecke zurücklegen.
Das würde aber doch bedeuten, daß die Glasmoleküle den
Raum so weit krümmen, daß es einen sichtbaren Effekt hat.
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß das bisschen
Glasmaterie gravitativ auf Licht so eine enorme Wirkung
haben soll.
Hab ich einen Denkfehler? Oder wie funktioniert es
Wirklich?

Gruß
Norbert

Aber kann ein Photon wirklich langsamer werden ohne
seine Masse zu verlieren?

Ruhemasse hat das Photon schon mal gar nicht und kann sie deshalb auch nicht verlieren. Und die träge Masse teilt sie sich mit dem optisch dichten Medium.

Oder handelt es sich um
einen scheinbaren Verlangsamung

Ja.

weil die Photonen
durch gravitative Wechselwirkung mit den Glasmolekülen,
eine größer Strecke zurücklegen.

Nein. Die Wechselwirkung ist nicht gravitativ, sondern elektromagnetisch. Das Photon wird ständig absorbiert und reemittiert. In optisch dichten Medien herrscht für das Licht stop-and-go-Verkehr. Es legt bei den Atomen und Molekülen immer wieder Pausen ein und dazwischen bewegt es sich mit c. Das hat man sogar soweit treiben, daß das Licht ganz stehen bleibt und sich auf Kommando wieder weiter bewegt.

Hallo
Ich kann noch hinzufügen, die Frequenz bzw. Wellenlänge des Lichtes hat zunächst nichts mit Geschwindigkeit zu tun. Sie ist diesbezüglich immer gleich.
Glas ist durchsichtig, weil im Glas enthaltene eventuell optisch wirksame Elemente wesentlich kleiner sind, als die Wellenlänge des Lichtes.
Sie sind aber trotzdem wirksam, indem die sogenannte optische Dichte erhöht wird.
Der andere Artikel beschreibt es ganz gut.
MfG

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Ich kann noch hinzufügen, die Frequenz bzw. Wellenlänge des
Lichtes hat zunächst nichts mit Geschwindigkeit zu tun. Sie
ist diesbezüglich immer gleich.

die Wellenlänge hat schon etwas mit der Geschwindigkeit zu tun. Bleibt die Frequenz gleich (was der Fall ist), so besteht ein linearer Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Wellenlänge (l = c/f). Wird die Lichtfarbe als Wellenlänge angegeben, so bezieht sich das immer auf Vakuumlichtgeschwindigkeit.
Siehe auch Lichtbrechung und Elementarwellentheorie.

Gruß, Niels

Hallo MrStupid,
danke für die Antwort.
Bin mir aber nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe.

Aber kann ein Photon wirklich langsamer werden ohne
seine Masse zu verlieren?

Ruhemasse hat das Photon schon mal gar nicht und kann sie
deshalb auch nicht verlieren. Und die träge Masse teilt sie
sich mit dem optisch dichten Medium.

Von Ruhemasse war auch nicht die Rede.
Ich meinte, daß die Photonen nur Maße bei c haben können und diese
verlieren sobald c unterschritten würde.
Oder anders gesagt, Photonen existieren nur bei c oder sie geben
ihre Energie an andere Teilchen ab.

Nein. Die Wechselwirkung ist nicht gravitativ, sondern
elektromagnetisch. Das Photon wird ständig absorbiert und
reemittiert. In optisch dichten Medien herrscht für das Licht
stop-and-go-Verkehr. Es legt bei den Atomen und Molekülen
immer wieder Pausen ein und dazwischen bewegt es sich mit c.
Das hat man sogar soweit treiben, daß das Licht ganz stehen
bleibt und sich auf Kommando wieder weiter bewegt.

Ich dachte bisher, daß nur Teilchen mit einer Ladung elektromagnetisch
wechselwirken.
Ist es so, daß die Photonen ihre Energie an die Moleküle abgeben,
und dann entweder die Energie im Molekül bleibt (Absorbtion) oder
die Energie in Form eines neuen Photon wieder abgegeben wird
(Reflektion). Oder gar ein Elektron herraus geschleudert wird
(Photoelektrischer Effekt).
Entsteht dann eine Dispersion, weil Photonen mit höherer Energie
öfter wechselwirken und dadurch das Medium scheinbar langsamer
passieren ?
Wenn man sich vor Augen führt, daß die Photonen sich bei der
Reflexion quasi auslöschen und wieder neu bilden, finde ich es
erstaunlich durch eine Glasscheibe überhaupt noch scharf sehen zu
können. Müßten dann nicht die neu gebildeten Photonen eine Art
Zwilling des absobierten Photons mit dem selben Informationsgehalt
sein ?

Nochmals Danke und Gruß
Norbert

Hallo
Ich wollte nur darauf hinweisen, das zunächst ( im Vakuum ) die Geschwindigkeit immer gleich ist, gleich welche Farbe oder Frequenz.
Kann es etwa sein, das verschiedene Farben in einem Glas verschieden schnell sind?
MfG
Matthias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Norbert.
Ich stelle es mir so vor, das bei elektrischen Vorgängen der Wellenausbreitung die Dieelektrizitätskonstante und bei der magnetischen Umladung der Welle auch noch magnetische Eigenschaften des Glases eine Rolle spielen.

Wird eine Lichtwelle im Glas langsamer, ist damit ein Teil der vorherigen Energie innerhalb elektrischer Aufladungen und Entladungen (möglicherweise auch entsprechend magnetische Vorgänge) zu finden.
Es könnte sich auch um lokal wirksame Streuungen/Umwege handeln, aber ich denke, dann wäre jedes Glas trübe.
Beim Herausschlagen von Elektronen (=Ionisieren von Atomen) ist das entstehende Leuchten in alle Richtungen, das ist also bei Glas normalerweise(bei niedrigen Energien) nicht der Fall.

Ein Sonderfall ist der Lichtverstärker in Gas- und ähnlichen Lasern(Rubinlaser). Hier gibt es Impulse durch Licht auf Elektronen, die Elektronen haben dort durch eine Art von Aufladung (durch Gasentladung oder UV-Strahlung zum Beispiel) ein höheres Energieniveau erhalten, welches sie an den Lichtstrahl verstärkend wieder abgeben.

MfG

Hallo MrStupid,
danke für die Antwort.

Von Ruhemasse war auch nicht die Rede.
Ich meinte, daß die Photonen nur Maße bei c haben können und
diese
verlieren sobald c unterschritten würde.
Oder anders gesagt, Photonen existieren nur bei c oder sie
geben
ihre Energie an andere Teilchen ab.

So ist es. Entweder das Photon ist da, dann fliegt es mit c durch die Gegend, oder es ist absorbiert, und dann gibt es kein Photon.

Wenn es sich mit c bewegt, hat es natuerlich auch eine Masse (träge und schwere setzt das Äquivalenzprinzip gleich), die ungleich 0 ist, auch wenn die Ruhemasse gleich Null sein muß.

Ich dachte bisher, daß nur Teilchen mit einer Ladung
elektromagnetisch
wechselwirken.

Ein Molekül oder ein Atom besteht ja aus elektrisch geladenen Teilchen.

Ist es so, daß die Photonen ihre Energie an die Moleküle
abgeben,
und dann entweder die Energie im Molekül bleibt (Absorbtion)
oder
die Energie in Form eines neuen Photon wieder abgegeben wird
(Reflektion). Oder gar ein Elektron herraus geschleudert wird
(Photoelektrischer Effekt).

Ganz genau.

Entsteht dann eine Dispersion, weil Photonen mit höherer
Energie
öfter wechselwirken und dadurch das Medium scheinbar langsamer
passieren ?

Es kann auch andersherum sein: Photonen mit niederer Energie wechselwirken öfters, das ist einfach abhängig vom Medium. Insgesamt ist diese von der Photonenergie abhängige Wechselwirkungsrate verantwortlich für die Dispersion, ja.

Wenn man sich vor Augen führt, daß die Photonen sich bei der
Reflexion quasi auslöschen und wieder neu bilden, finde ich es
erstaunlich durch eine Glasscheibe überhaupt noch scharf sehen
zu
können. Müßten dann nicht die neu gebildeten Photonen eine Art
Zwilling des absobierten Photons mit dem selben
Informationsgehalt
sein ?

Nein, weil die meisten Photonen (des sichtbaren Lichts) ja an der Glasscheibe überhaupt nicht wechselwirken, sondern glatt durchgehen. Daher die Transparenz der Scheibe.

Gruß

Oliver

Huygens’ Prinzip und Quantenmechanik
Hallo,

betrachten wir’s mal von der Wellenseite. Es bewege sich eine ebene Wellenfront auf das Glas zu. Wellenausbreitung kann man sich so vorstellen, daß jeder Punkt der Wellenfront wieder eine Kugelwelle in alle Richtungen aussendet, aber nur die Vorwärtsbeträge interferieren sich nicht weg, so daß die Welle sich weiter nach vorne ausbreitet, und so weiter.
Trifft die Welle im Glas ein, so regt die Welle aufgrund ihrer elektrischen Komponente die Elektronen ein bischen zum fast-im-Takt Mitschwingen an. Sie schwingen nicht genau im Takt, sondern etwas verzögert, da sie ja „federartig“ gebunden sind. Die Phase ist verschoben! Diese fast im Takt mitschwingenden Elektronen senden wieder ihrerseits eine Kugelwelle nach vorne aus, aber auch hier gibts es Interferenzen außer in Vorwärtsrichtung, so daß die Wellenfront erhalten bleibt. Nur wird sie etwas phasenverschoben ausgesendet, die Wellenberge kommen ein bischen zu spät, bis sie auf das nächste im Medium befindliche Elektron trifft, usw. usw. Summa Summarum wird die Welle dadurch gestaucht, bewegt sich also langsamer durch das Medium.
Die Quantenphysik sagt jetzt, daß die Wahrscheinlichkeit, ein Photon zu finden, proportional zur Wellenintensität ist - nicht daß es immer da ist (Quantenmechanik halt). Drum darf man sich das nicht so vorstellen, daß da Photonen immer geschluckt und dasselbe Photon wieder ausgepuckt wird. Die Aussage ist, daß da „irgendwie“ im gesamten Glas Photonen verschluckt und andere etwas später wieder ausgesendet werden - man kann aber nicht festmachen, wo und an welchem Atom das passiert, sondern daß es nur in der Summe irgendwie im Kontinuum passiert. Quantenmechanik ist seltsam. Deswegen werden auch nicht einzelne Atome angeregt wie in einem Laser, sondern viele Atome nur „ein bischen“ (also mit einer kleinen Wahrscheinlichkeit), und man kann nie sagen, welches tatsächlich.
Auf jeden Fall wird die Welle dadurch im Medium langsamer, und man versteht es am besten im Wellenbild. Es stimmt auch, daß kürzere (blauere) Wellenlängen stärker gebremst werden, das nennt man „normale Dispersion“, was man sich so vorstellen kann, daß die Elektronen im Glas den zappeligeren Bewegungen der Welle noch unwilliger folgen, die Phasenverschiebung also größer ist. Dem verdanken wir z.B. Regenbögen.
Es gibt aber auch Materialien, wo „anomale Dispersion“ herrscht, ziemlich heiße Kandidaten in der modernen Optik.

Gruß
Moriarty

Wenn es sich mit c bewegt, hat es natuerlich auch eine Masse
(träge und schwere setzt das Äquivalenzprinzip gleich)

Wenn es so einfach wäre, bräuchten wir keine ART. Man müßte einfach nur mit Hilfe der SRT die Trägheit eines bewegten Körpers berechnen und schon hätte man seine Gravitation. Leider sieht die Realität viel komplizierter aus.

Müßten dann nicht die neu gebildeten Photonen eine Art
Zwilling des absobierten Photons mit dem selben
Informationsgehalt
sein ?

Nein, weil die meisten Photonen (des sichtbaren Lichts) ja an
der Glasscheibe überhaupt nicht wechselwirken, sondern glatt
durchgehen. Daher die Transparenz der Scheibe.

Dann würden die Photonen das Glas aber mit unterschiedlicher Gerschwindigkeit durchqueren. Diejenigen, die glatt hindurch gehen, bewegen sich auf dem ganzen Weg mit c und diejenigen die zwischendurch absorbiert werden, hätten eine geringere Durchschnittsgeschwindigkeit. Das entspricht aber nicht der Realität. Die gesamte Wellenfront bewegt sich sicht mit derselben geringeren Geschwindigkeit durchs Glas. Daß die emittierten Photonen dabei zwar dieselbe Frequenz wie die absorbierten Photon haben, sich aber nicht in dieselbe Richtung bewegen müssen, läßt sich mit dem Huygensschen Prinzip [http://de.wikipedia.org/wiki/Huygenssches_Prinzip ] erklären.

Kann es etwa sein, das verschiedene Farben in einem Glas
verschieden schnell sind?

So ist es.

Rückfrage
Hallo,

Kann es etwa sein, das verschiedene Farben in einem Glas
verschieden schnell sind?

So ist es.

Ist es richtig, daß die wellenlängenabhängige Beeinflussung vom Material abhängt? Daß also je nach Material eine andere ‚Farbe‘ die höchste Geschwindigkeit besitzt? Genauso wie die Durchlässigkeit überhaupt auch je nach Material nur für bestimmte Wellenlängen besteht?
Oder ist es so, daß immer die höhere (oder immer die niedrigere) Frequenz am schnellsten durchtritt?
Gruß
Axel

Wenn es sich mit c bewegt, hat es natuerlich auch eine Masse
(träge und schwere setzt das Äquivalenzprinzip gleich)

Wenn es so einfach wäre, bräuchten wir keine ART. Man müßte
einfach nur mit Hilfe der SRT die Trägheit eines bewegten
Körpers berechnen und schon hätte man seine Gravitation.
Leider sieht die Realität viel komplizierter aus.

Häh? Was willst du mir sagen? Welche meiner Aussagen ist dir unklar: dass ein Photon eine Masse besitzt (KEINE Ruhemasse, versteht sich) oder die zum Äquivalenzprinzip?

Das Äquivalenzprinzip liefert die Grundlage zur ART, aber wir wollen jetzt nicht vom Thema abschweifen…

Nein, weil die meisten Photonen (des sichtbaren Lichts) ja an
der Glasscheibe überhaupt nicht wechselwirken, sondern glatt
durchgehen. Daher die Transparenz der Scheibe.

Dann würden die Photonen das Glas aber mit unterschiedlicher
Gerschwindigkeit durchqueren. Diejenigen, die glatt hindurch
gehen, bewegen sich auf dem ganzen Weg mit c und diejenigen
die zwischendurch absorbiert werden, hätten eine geringere
Durchschnittsgeschwindigkeit.

Bitte was? Inwiefern folgt das aus meiner Aussage?

Die Photonen, die absorbiert werden, sind weg und kommen nicht wieder. Natürlich können sehr wohl (mit Zeitverzug) neue Photonen emittiert werden, die sich dann wieder im Laufe ihres wahrscheinlich endlichen Lebens mit c bewegen.

Das entspricht aber nicht der
Realität.

Das kann man wohl sagen, es hat zum Glück ja niemand behauptet.

Die gesamte Wellenfront bewegt sich sicht mit
derselben geringeren Geschwindigkeit durchs Glas. Daß die
emittierten Photonen dabei zwar dieselbe Frequenz wie die
absorbierten Photon haben, sich aber nicht in dieselbe
Richtung bewegen müssen, läßt sich mit dem Huygensschen
Prinzip [http://de.wikipedia.org/wiki/Huygenssches_Prinzip ]
erklären.

Das Huygensche Prinzip sagt aber nichts zum Photonenbild. Im übrigen hast du ohnehin Unrecht, denn wenn sich die gesamte Wellenfront mit einheitlicher Geschwindigkeit bewegen würde, hättest du keine Dispersion.

Gruß

Oli

Hallo,

Kann es etwa sein, das verschiedene Farben in einem Glas
verschieden schnell sind?

So ist es.

Ist es richtig, daß die wellenlängenabhängige Beeinflussung
vom Material abhängt? Daß also je nach Material eine andere
‚Farbe‘ die höchste Geschwindigkeit besitzt? Genauso wie die
Durchlässigkeit überhaupt auch je nach Material nur für
bestimmte Wellenlängen besteht?
Oder ist es so, daß immer die höhere (oder immer die
niedrigere) Frequenz am schnellsten durchtritt?

Nicht unbedingt, nur in den Bereichen sogenannter normaler Dispersion, wenn du einmal die Brechuzahl gegen die Frequenz in ein Diagramm aufträgst. In den Bereichen anomale Dispersion (in der Nähe von Absorptionsbereichen) ist es umgekehrt.

Viele Grüße

Oliver

Wenn es sich mit c bewegt, hat es natuerlich auch eine Masse
(träge und schwere setzt das Äquivalenzprinzip gleich)

Wenn es so einfach wäre, bräuchten wir keine ART. Man müßte
einfach nur mit Hilfe der SRT die Trägheit eines bewegten
Körpers berechnen und schon hätte man seine Gravitation.
Leider sieht die Realität viel komplizierter aus.

Häh? Was willst du mir sagen? Welche meiner Aussagen ist dir
unklar: dass ein Photon eine Masse besitzt (KEINE Ruhemasse,
versteht sich) oder die zum Äquivalenzprinzip?

Unklar ist keine Aussage, aber Deine Aussage zum Äquivalenzprinzip ist ganz klar falsch.

Das Äquivalenzprinzip liefert die Grundlage zur ART, aber wir
wollen jetzt nicht vom Thema abschweifen…

Du bist bereits abgeschweift. Das Äquivalenzprinzip besagt, daß die schweren Massen zweier zueinander ruhender Körper gleich groß sind, wenn ihre trägen Massen gleich sind. Oder anders ausgedrückt: Alle Körper fallen gleich schnell. Das Äquivalenzprinzip besagt nicht, daß die schwere Masse eines bewegten Körpers proportional zu seiner trägen Masse ist. Wenn das so wäre, dann könnte man die Gravitation eines relativistisch bewegten Körpers berechnen, indem man seine träge Masse m=E/c² in das Newtonsche Gravitationsgesetz einsetzt. Das funktioniert aber nicht, wie beispielsweise die Ablenkung des Lichtes im Gravitationsfeld zeigt, bei der man mit dieser Methode nur auf die Hälfte des tatsächlich gemessenen (und von der ART korrekt vorhergesagten) Wertes kommt. Beim Licht ist die schwere Masse doppelt so groß, wie die träge Masse und nicht etwa gleich, wie Du es behauptet hast.

Nein, weil die meisten Photonen (des sichtbaren Lichts) ja an
der Glasscheibe überhaupt nicht wechselwirken, sondern glatt
durchgehen. Daher die Transparenz der Scheibe.

Dann würden die Photonen das Glas aber mit unterschiedlicher
Gerschwindigkeit durchqueren. Diejenigen, die glatt hindurch
gehen, bewegen sich auf dem ganzen Weg mit c und diejenigen
die zwischendurch absorbiert werden, hätten eine geringere
Durchschnittsgeschwindigkeit.

Bitte was? Inwiefern folgt das aus meiner Aussage?

Die Photonen, die absorbiert werden, sind weg und kommen nicht
wieder. Natürlich können sehr wohl (mit Zeitverzug) neue
Photonen emittiert werden, die sich dann wieder im Laufe ihres
wahrscheinlich endlichen Lebens mit c bewegen.

In diesem Fall ist Deine Aussage vollkommen falsch.

Das Huygensche Prinzip sagt aber nichts zum Photonenbild.

Das ist auch nicht notwendig.

Im
übrigen hast du ohnehin Unrecht, denn wenn sich die gesamte
Wellenfront mit einheitlicher Geschwindigkeit bewegen würde,
hättest du keine Dispersion.

Um die Sache nicht unnötig kompliziert zu machen, bin ich von einer monochromatischen Welle ausgegangen. Da gibt es keine Dispersion.

Unklar ist keine Aussage, aber Deine Aussage zum
Äquivalenzprinzip ist ganz klar falsch.

Das Äquivalenzprinzip liefert die Grundlage zur ART, aber wir
wollen jetzt nicht vom Thema abschweifen…

Du bist bereits abgeschweift. Das Äquivalenzprinzip besagt,
daß die schweren Massen zweier zueinander ruhender Körper
gleich groß sind, wenn ihre trägen Massen gleich sind. Oder
anders ausgedrückt: Alle Körper fallen gleich schnell. Das
Äquivalenzprinzip besagt nicht, daß die schwere Masse eines
bewegten Körpers proportional zu seiner trägen Masse ist.

Das sagt es sehr wohl. Ich schlage vor, daß du einen einführenden Kurs in ART belegst oder wahlweise entsprechende Einführungsliteratur studierst, dann können wir weiterreden.

Auf die Gravitation sind wir hier überhaupt nur deswegen gekommen, weil im Eingangsposting die Rede davon war. Es hat zugegebermaßen aber nichts mit Dispersion und Lichtstreuung in der Glasplatte zu tun.

Wenn
das so wäre, dann könnte man die Gravitation eines
relativistisch bewegten Körpers berechnen, indem man seine
träge Masse m=E/c² in das Newtonsche Gravitationsgesetz
einsetzt. Das funktioniert aber nicht, wie beispielsweise die
Ablenkung des Lichtes im Gravitationsfeld zeigt, bei der man
mit dieser Methode nur auf die Hälfte des tatsächlich
gemessenen (und von der ART korrekt vorhergesagten) Wertes
kommt. Beim Licht ist die schwere Masse doppelt so groß, wie
die träge Masse und nicht etwa gleich, wie Du es behauptet
hast.

Entschuldige bitte, aber das ist kompletter Blödsinn. Die Äquivalenz von schwerer und träger Masse führt genau dazu, daß „alle Körper gleich schnell fallen“. Vielleicht möchtest du das in einem Büchlein für das Grundstudium wie dem Gerthsen oder so nochmal nachlesen?

Die Tatsache, daß die Newton-Formel für das Licht nicht funktioniert, hat den einfachen Grund, daß die ART als Gravitationstheorie eben keine skalare Theorie ist, sondern eine Tensortheorie. Die ganze Newton-Formel ist schlichtweg falsch.

Das ist Allgemeingut und aus meiner Sicht nicht streitwürdig. Ich bin auch nicht bereit, hier weiter darauf einzugehen. Entweder du schlägst das nach oder du läßt es eben bleiben, behauptest dann aber bitte nicht weiter, daß ich Unrecht habe.

Dann würden die Photonen das Glas aber mit unterschiedlicher
Gerschwindigkeit durchqueren. Diejenigen, die glatt hindurch
gehen, bewegen sich auf dem ganzen Weg mit c und diejenigen
die zwischendurch absorbiert werden, hätten eine geringere
Durchschnittsgeschwindigkeit.

Bitte was? Inwiefern folgt das aus meiner Aussage?

Also wie ist es: kannst du deine Ausage oben jetzt begründen oder nicht?

Die Photonen, die absorbiert werden, sind weg und kommen nicht
wieder. Natürlich können sehr wohl (mit Zeitverzug) neue
Photonen emittiert werden, die sich dann wieder im Laufe ihres
wahrscheinlich endlichen Lebens mit c bewegen.

In diesem Fall ist Deine Aussage vollkommen falsch.

Das ist eigentlich echt die Höhe: begründe dies bitte, oder laß deine unqualifizierten Äußerungen bitte bleiben.

Das Huygensche Prinzip sagt aber nichts zum Photonenbild.

Das ist auch nicht notwendig.

Die Eingangsfrage zu diesem Thread bezog sich aber auf die Geschwindigkeit eines einzelnen Photons. Insofern ist die Heranziehung des Huygenschen Prinzips eben der Holzweg.

Mir ist schleierhaft, was deine Grundaussage überhaupt ist, aber es ärgert mich ziemlich, Postings wie deines zu lesen, in dem einfach nur „falsch“ oder „nicht notwendig“ steht, ohne daß dies näher begründet wird. Ansonsten würde ich generell etwas Zurückhaltung an den Tag legen, wenn ich mich auf einem Gebiet nicht sonderlich gut auskenne und fachlich auf dünnem Eis stehe.

Gruß

Oliver

Hallo,

Nicht unbedingt, nur in den Bereichen sogenannter normaler
Dispersion, wenn du einmal die Brechuzahl gegen die Frequenz
in ein Diagramm aufträgst. In den Bereichen anomale Dispersion
(in der Nähe von Absorptionsbereichen) ist es umgekehrt.

also auf deutsch: je nach Material ist eine wilde Zackenlinie, wenn man Geschwindigkeit über Frequenz aufträgt? Ganz einfach schon deshalb, weil jedes Elektron im Material andere Frequenzen des Lichtes bevorzugt absorbieren kann?
Gruß
Axel

Hallo,

Nicht unbedingt, nur in den Bereichen sogenannter normaler
Dispersion, wenn du einmal die Brechuzahl gegen die Frequenz
in ein Diagramm aufträgst. In den Bereichen anomale Dispersion
(in der Nähe von Absorptionsbereichen) ist es umgekehrt.

also auf deutsch: je nach Material ist eine wilde Zackenlinie,
wenn man Geschwindigkeit über Frequenz aufträgt? Ganz einfach
schon deshalb, weil jedes Elektron im Material andere
Frequenzen des Lichtes bevorzugt absorbieren kann?

Naja, so wild ist die Zackenlinie im Normalfall nicht. Hier ist eine schöne Grafik:
http://www.physikon.de/physikon.cgi?s=http%3A//www.p…

Viele Grüße

Oliver

Das
Äquivalenzprinzip besagt nicht, daß die schwere Masse eines
bewegten Körpers proportional zu seiner trägen Masse ist.

Das sagt es sehr wohl.

Ich habe Dir erklärt, was das Äquivalenzprinzip sagt und was es nicht sagt. Wenn Du das nicht verstehst, ist das Deine Problem. Ich werde das jetzt nicht weiter vertiefen.

Dann würden die Photonen das Glas aber mit unterschiedlicher
Gerschwindigkeit durchqueren. Diejenigen, die glatt hindurch
gehen, bewegen sich auf dem ganzen Weg mit c und diejenigen
die zwischendurch absorbiert werden, hätten eine geringere
Durchschnittsgeschwindigkeit.

Bitte was? Inwiefern folgt das aus meiner Aussage?

Also wie ist es: kannst du deine Ausage oben jetzt begründen
oder nicht?

Die Begründung steht in der Aussage. Lies sie Dir einfach noch mal durch und sag’ mir dann, was Du nicht verstanden hast.

Die Photonen, die absorbiert werden, sind weg und kommen nicht
wieder. Natürlich können sehr wohl (mit Zeitverzug) neue
Photonen emittiert werden, die sich dann wieder im Laufe ihres
wahrscheinlich endlichen Lebens mit c bewegen.

In diesem Fall ist Deine Aussage vollkommen falsch.

Das ist eigentlich echt die Höhe: begründe dies bitte, oder
laß deine unqualifizierten Äußerungen bitte bleiben.

Du hast folgendes behauptet:

  1. daß „die meisten Photonen (des sichtbaren Lichts) ja an der Glasscheibe überhaupt nicht wechselwirken, sondern glatt durchgehen“ und

  2. „Die Photonen, die absorbiert werden, sind weg und kommen nicht wieder.“

Daraus folgt, daß das Licht sich mit Vakuumlichtgeschwindigkeit durch die Scheibe bewegt und das ist ganz offensichtlich falsch.

Die Eingangsfrage zu diesem Thread bezog sich aber auf die
Geschwindigkeit eines einzelnen Photons.

Nein, die Eingansfrage bezieht sich auf die „Lichtgeschwindigkeit im optischen Medium“.

Ansonsten würde ich generell
etwas Zurückhaltung an den Tag legen, wenn ich mich auf einem
Gebiet nicht sonderlich gut auskenne und fachlich auf dünnem
Eis stehe.

Auch das ist offensichtlich falsch. Begründung: Deine Beiträge.

Hallo,

Naja, so wild ist die Zackenlinie im Normalfall nicht. Hier
ist eine schöne Grafik:
http://www.physikon.de/physikon.cgi?s=http%3A//www.p…

Danke, Super-Link! So ähnlich hatte ich es mir vorgestellt.
Gruß
Axel