Hallo Raimund!
Prominente Neurowissenschaftler behaupten unser ‚Selbst‘ und
das Gefühl einen freien Willen zu haben sei lediglich eine
Einbildung.
Prominent sein, bedeutet nicht, besonders klug zu sein.
In der Realität seien wir durch Gene, daraus
resultierende Hormonspiegel und Umwelteinflüsse programmiert.
Der Körper schon. Dein Auto hat auch bestimmte Grundfunktionen. Aber die Richtung bestimmst Du. Es ist Dein Auto, wie es Dein Körper ist, der ebenfalls bestimmte Grundfunktionen hat, damit er in dieser Welt überhaupt lebensfähig ist. Aber wer bist Du, daß Du es Dir herausnehmen kannst, von Deinem Körper zu sprechen, wenn es Dir nichtmal erlaubt wäre, ihn so zu lenken, wie Du es mit Deinem Auto machst?
Das Bewußtsein sei nur ein Trick um den Menschen dazu zu
bringen sich zu ernähren, zu verteidigen und fortzupflanzen.
Welches Bewußtsein mag es denn sein, welches einen Menschen (oder die Menschen) in die Selbstzerstörung treibt? Welches Bewußtsein ist für Selbstmord zuständig? Welches für Magersucht und Unterwürfigkeit? Selbiges?
Diese Sichtweise stößt bei Philosophen und Religionen auf
große Ablehnung, stellt sie doch unser bisheriges Weltbild auf
den Kopf.
Sie stellt gar nichts auf den Kopf. Sie ist unsinnig. Das brauche ich Dir aber nicht zu beweisen, da es vollkommen ausreicht, wenn Du in einem ruhigen Moment (am besten kurz vor dem Einschlafen) in Dich gehst und Dir selbst mal die Frage stellst, wer Du eigentlich bist, warum Du Deinen Körper eigentlich als „Dein“ bezeichnet, ob Du nicht eigentlich „nur“ als Eigentümer Deines Körpers sprichst. Wer ist dieser Eigentümer eigentlich? Dein Arm? Dein Bein? Dein ebenso fleischliches Gehirn?
Gruß
ice
PS: Übrigens verfügen schwer Hirngeschädigte über ein klares, deutliches „Ich“. Das gilt ebenso für Nervenkranke und Menschen mit genetischen Defekten. Komisch, oder?
