Mit Baby auf dem Fahrrad!

Hi Richy,

STVO §21/3:
„Auf Fahrrädern dürfen nur Kinder unter 7 Jahren von
mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden, wenn
für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch die
Radverkleidung oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür
gesorgt ist, daß die Füße der Kinder nicht in die Speichen
geraten können.“

§21/3 STVO ist doch durch das Tragetuch eindeutig erfüllt.

Daß ein Tragetuch ein „besonderer Sitz“ sein soll, ist eine Interpretation, mit der Du ziehmlich allein stehen dürftest… Unbelehrbare gibt es natürlich immer.

aberwitzigen „Argumenten“ gearbeitet. Das Tuch sei auf alle
Fälle sicherer als ein Kindersitz.

das ist durchaus richtig, denn ein solch kleines Kind nimmt
auf dem Fahrradsitz bereits durch die bloße mitnahme Schaden
(seelischen)

Das soll ein Witz sein, oder?

im tragetuch hingegen hat es den (beruhigend wirkenden)
Kontakt zur mutter.

Eine beruhigende Wirkung ist beim Unfall natürlich ausgesprochen wichtig…

Im Falle eines Unfalls kann die Mutter das Kind eventuell
schützen.

Das erinnert mich an die Diskussionen bei der Einführung der Gurtpflicht: „Ich brauche keinen Gurt, ich kann mich bei einem Unfall am Lenkrad abstützen“…

Im Kindersitz dagegen ist der kleine sich selbst überlassen
und damit auf jedenfall überfordert, da noch keine geeigneten
Reflexe ausgebildet sind.

??? Solche Sicherheitseinrichtungen funktionieren ohne Zutun des zu Schützenden…

Kurzum: Kindersitz und Helm nützen so einem Kleinkind
garnichts.
Genickbruch führt zu dauerhaftem TOD oder dauerhafter Lähmung.

Ich bin wirklich sprachlos…

Meiner Meinung nach ist bereits das mitnehmen eines
Kleinkindes auf dem Fahrad eine Fahrlässigkeit, aber es gehört
nun mal zu unserer Zeit.

Naja…

Im übrigen plädiere ich an die Eigenverantwortung des
verantwortlichen und nicht an die bloße stupide
Gesetzesdienerei.

Da kann ich Dir zustimmen…

Gruß Stefan

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Hallo ihr Streithähne,

Das soll ein Witz sein, oder?

Dass dies ein Streit um des Kaisers Bart ist,
erkennt man daran, dass überhaupt nicht
gesagt oder gar gefragt wurde, wie alt
denn das Kind sei, auf das sich dieses bezieht.

Ist es ein 5-jähriges Kind, so stellt der
„Transport“ im Tragetuch auf dem Fahrrad ein
unfallträchtiges unkalkulierbares Risiko dar.

Ist das Kind jedoch noch so „klein“, dass es
gar nicht sitzen kann, würde der Trans-
port im vorschriftsmässigen Kindersitz, den
alle hier bejubeln, zur klaren Körperverletzung
mit evtl. Wirbelsäulenschaden.

Ist das Baby noch so klein, dass es praktisch
an der Position getragen wird (Tragetuch),
an der es vor der Geburt auch schon war,
ist das Fahrradfahren möglicherweise eine
„Ordnungswidrigkeit“, aber eine, die zum Wohle
des Kindes geschieht und hoffentlich durch die
Umsicht der Mutter gerechtfertigt wird.

Dass man sich in der hitzigen Diskussion für diese
Fragen nicht interessiert, erstaunt. Oder nicht?

Da es sicher Unfälle mit Kindern im Tragetuch und
Urteile bezüglich dieser Fälle gibt, wäre es doch
interessant, nachzuschauen, wie der Gesetzgeber
tatsächlich entschieden hat? Oder nicht?

Grüße

CMБ

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Hi,

Hallo ihr Streithähne,

also, ich empfinde mich hier eigentlich nicht als Streithahn…dies ist erst mein zweiter Beitrag zu dem Thema.

Das soll ein Witz sein, oder?

Dass dies ein Streit um des Kaisers Bart ist,
erkennt man daran, dass überhaupt nicht
gesagt oder gar gefragt wurde, wie alt
denn das Kind sei, auf das sich dieses bezieht.

Sehe ich nicht so. Imho ist das Alter des Kindes zweitrangig, da ich ein Tragetuch in keinem Fall für geeignet halte.

Ist es ein 5-jähriges Kind, so stellt der
„Transport“ im Tragetuch auf dem Fahrrad ein
unfallträchtiges unkalkulierbares Risiko dar.

Und da wäre imho ein Eingreifen sogar von Unbekannten (wie in dieser Frage) gerechtfertigt.

Ist das Kind jedoch noch so „klein“, dass es
gar nicht sitzen kann, würde der Trans-
port im vorschriftsmässigen Kindersitz, den
alle hier bejubeln, zur klaren Körperverletzung
mit evtl. Wirbelsäulenschaden.

Also, das Jubeln ist mir zwar verborgen geblieben, aber das ein Kleinkindsitz für einen Säugling ungeeignet ist, versteht sich von selbst.

Ist das Baby noch so klein, dass es praktisch
an der Position getragen wird (Tragetuch),
an der es vor der Geburt auch schon war,
ist das Fahrradfahren möglicherweise eine
„Ordnungswidrigkeit“, aber eine, die zum Wohle
des Kindes geschieht und hoffentlich durch die
Umsicht der Mutter gerechtfertigt wird.

Das ist eben der Punkt. Ich stimme mit Dir überein, daß man als Fremder hier die Schnauze zu halten hat. Ich persönlich finde es zwar auch hochgradig leichtsinnig und würde es selbst nicht praktizieren, aber nach JA oder Pol zu rufen ist schon sehr lächerlich. Würde man solche Maßstäbe anlegen, könnte man der Mehrheit der Eltern die Behörden auf den Hals jagen…
Aber zu behaupten, ein Tragetuch auf dem Fahrrad wäre ein sicheres Transportsystem für ein Kleinkind (egal welchen Alters) ist einfach grotesk! Solches wollte ich nicht unbeantwortet lassen.

Nach meinem Sicherheitsverständnis hat ein Säugling überhaupt nichts auf einem Fahrrad zu suchen. Für die wenigen Monate sollte es wirklich andere Lösungen geben. Im Übrigen stimme ich den Ausführungen von Jolly zu.
Aber Sicherheit ist nun mal nicht das einzige (oder das allein entscheidende) Kriterium, so daß ich als Fremder nur in Ausnahmesituationen eingreifen darf. Als Freund der Mutter würde ich versuchen ihr die Gefährlichkeit ihres Tuns zu verdeutlichen, aber entscheiden muß sie letztlich selbst, sie trägt auch die Verantwortung.

Dass man sich in der hitzigen Diskussion für diese
Fragen nicht interessiert, erstaunt. Oder nicht?

Mich nicht…s.o.

Da es sicher Unfälle mit Kindern im Tragetuch und
Urteile bezüglich dieser Fälle gibt, wäre es doch
interessant, nachzuschauen, wie der Gesetzgeber
tatsächlich entschieden hat? Oder nicht?

Nun, der Gesetzgeber hat entschieden, nachzulesen in der StVO. Aber es wäre in der Tat interessant mal eine Entscheidung der Justiz zu solch einem Fall zu lesen…:wink:

Gruß Stefan

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Trainierte Mütter mit akrobatischen Fähigkeiten
Hallo alle zusammen.

Eine Feststellung und eine Frage vorneweg.
1.) Ein Tragetuch ist bei normalen Tätigkeiten im Alltag eine sichere Sache.
2.) Gibt es überhaupt geeignete Transportvorichtungen für Säuglinge auf oder hinter dem Fahhrad?

Was mich hier gruselt ist die Vorstellung, die Mutter könnte bei einem Fahrradunfall ihr Kind schützen.

Wir sprechen hier vorzugsweise von Müttern, die keine Kampfsport- oder Turnerausbildung haben. Wenn die unfallbedingt vom Fahrrad absteigen, dann fallen die platt auf die Schnauze. Da ist nichts mit einer Judorolle oder dem geschickten Eindrehen des Körpers um das Kind zu schützen. Wenn das Kind pech hat, überrollt es die Mutter oder landet auf ihm. Ein gebroches Genick oder ein zertrümmerter Schädel ist hier ein Leichtes.

Nur zur Erinnerung. Die Mutter fährt auf dem Fahrrad und hat eine nach vorne gerichtete Geschwindigkeit von 10-15 Km/h. Wenn sie stürzt, liegt die Richtung meistens nach vorne. Sie fällt also vorzugsweise auf Gesicht, Knie und die Brust (hier abgefedert durch das Kind).

Fahrrad fahren ist ökologisch sinnvoll, gesun, kostensparend und parkplatzsparend,… aber auch risikoreicher als andere Verkehrsmittel.
Wer aber behauptet, sein Kind im Tragetuch auf dem Fahrrad sicher zu transportieren besch… sich nur selber.
Die Entscheidung liegt bei den Eltern.

Gruß
Carlos

Hallo

Aber zu behaupten, ein Tragetuch auf dem Fahrrad wäre ein
sicheres Transportsystem für ein Kleinkind (egal welchen
Alters) ist einfach grotesk!

Es gibt Menschen, die so sicher Fahrrad fahren und auch so erfahren im Straßenverkehr sind, dass sie nicht nur dieses Verkehrsmittel souverän beherrschen, sondern auch ihre Umgebung mit sicherem Blick einschätzen und eventuelle Fehler anderer Verkehrsteilnehmer im Vorraus einkalkulieren können. Solche Menschen kann man eigentlich nur durch völlig ungewöhnliche Ereignisse in Unfälle verwickeln.

Es gibt ja sogar Menschen, die auf einem Seil radfahren oder die Wände herauf und herunterfahren können und dabei nie herunterfallen.

Natürlich geht die StVO nicht von solchen Menschen aus, sondern von eher unterdurchschnittlich begabten Menschen.

Ich glaube nicht, dass man von Menschen, die man nie gesehen hat, sagen kann, ob die ihr Fahrrad sicher im Griff haben und ihre Umgebung sicher einschätzen oder nicht.

… aber entscheiden muss sie letztlich selbst, sie
trägt auch die Verantwortung.

Finde ich nicht. Verantwortung tragen heißt doch, für die Folgen aufkommen. D. h. doch, dass die Verantwortung hier in diesem Falle hauptsächlich der Säugling tragen würde. Das aber nur nebenbei. Damit will ich nicht sagen, dass in diesem Fall die Mutter nicht entscheiden soll.

Viele Grüße Thea

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Hallo ihr Streithähne,

Das soll ein Witz sein, oder?

Dass dies ein Streit um des Kaisers Bart ist,
erkennt man daran, dass überhaupt nicht
gesagt oder gar gefragt wurde, wie alt
denn das Kind sei, auf das sich dieses bezieht.

Ist es ein 5-jähriges Kind, so stellt der
„Transport“ im Tragetuch auf dem Fahrrad ein
unfallträchtiges unkalkulierbares Risiko dar.

Das Alter des Kindes läßt sich doch allein aus der Tatsache, daß es im tragetuch getragen wird ableiten. Säugling !

Ist das Kind jedoch noch so „klein“, dass es
gar nicht sitzen kann, würde der Trans-
port im vorschriftsmässigen Kindersitz, den
alle hier bejubeln, zur klaren Körperverletzung
mit evtl. Wirbelsäulenschaden.

richtig erkannt.

Ist das Baby noch so klein, dass es praktisch
an der Position getragen wird (Tragetuch),
an der es vor der Geburt auch schon war,
ist das Fahrradfahren möglicherweise eine
„Ordnungswidrigkeit“, aber eine, die zum Wohle
des Kindes geschieht und hoffentlich durch die
Umsicht der Mutter gerechtfertigt wird.

Nein! in diesem Falle stellt das Fahrradfahren keine Ordnungswidrigkeit dar, das es per Gesetz nicht ausdrücklich verboten ist.

Dass man sich in der hitzigen Diskussion für diese
Fragen nicht interessiert, erstaunt. Oder nicht?

Da es sicher Unfälle mit Kindern im Tragetuch und
Urteile bezüglich dieser Fälle gibt, wäre es doch
interessant, nachzuschauen, wie der Gesetzgeber
tatsächlich entschieden hat? Oder nicht?

Es ist schon ein paar Jahre her, da beobachtete ich in A auf der Skipiste ein junges Paar, welches seinen Säugling im Tragetuch mitführte. Ich habe es unterlassen, die beiden darauf anzusprechen - bin manchmal eben auch ein Feigling.
Als ich im Jahr darauf wieder dort meinen Skiurlaub verbrachte, wurde mir vom Hotelier erzählt, daß im vorigen Jahr einem Kleinkind beide Beine amputiert werden mußten - quasi abgefroren. Von einer rechtlichen Verfolgung aber war nichts bekannt.
Davon ausgehend, daß örtliche Medien über solches doch berichten würden, kann also abgeleitet werden, daß es zu keiner Verurteilung kam.

Warum also soll dann das Fahrradfahren mit Kleinkind verboten sein, wo es doch in einem für das Kind geeigneten „Sitz“ durch welchen die rechtlichen Vorgaben erfüllt sind verboten sein?

Ach übrigens, die Anschnallpflicht ging mir bis jetzt am A… vorbei, ich kenne noch die Zeit in der es den Gurt noch garnicht gab, und kein Gesetz der Welt kann mir mein Gottvertrauen absprechen, geschweige denn mich dazu veranlaßen wieder meinem Glauben zu handeln.

DENN WAS GESCHEHEN SOLL - GESCHIEHT ohnehin.

Grüße richy

Grüße

CMБ

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Es gibt Menschen, die so sicher Fahrrad fahren und auch
so erfahren im Straßenverkehr sind, dass sie nicht nur dieses
Verkehrsmittel souverän beherrschen, sondern auch ihre
Umgebung mit sicherem Blick einschätzen und eventuelle Fehler
anderer Verkehrsteilnehmer im Vorraus einkalkulieren können.
Solche Menschen kann man eigentlich nur durch völlig
ungewöhnliche Ereignisse in Unfälle verwickeln.

Hallo,
wenn jemand behauptet, er fahre so gut Fahrrad, dass er gar keine Unfälle verursachen kann, leidet er an grenzenloser Selbstüberschätzung. Und wenn jemand behauptet, er könne sogar die Fehler anderer voraussehen und darauf entsprechend reagieren, leidet er an Realitätsverweigerung.
Grüße, Peter

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Hallo

Es gibt Menschen, die so sicher Fahrrad fahren und auch
so erfahren im Straßenverkehr sind, dass sie nicht nur dieses
Verkehrsmittel souverän beherrschen, sondern auch ihre
Umgebung mit sicherem Blick einschätzen und eventuelle Fehler
anderer Verkehrsteilnehmer im Vorraus einkalkulieren können.
Solche Menschen kann man eigentlich nur durch völlig
ungewöhnliche Ereignisse in Unfälle verwickeln.

Hallo,
wenn jemand behauptet, er fahre so gut Fahrrad, dass er gar
keine Unfälle verursachen kann, leidet er an grenzenloser
Selbstüberschätzung.

Ich habe nicht behauptet, irgend jemand würde irgendwas von sich behaupten, sondern, dass es Menschen gibt, die ihr Fahrzeug beherrschen. Damit meinte ich Menschen, denen es nicht passiert, dass sie aus Versehen umkippen oder gegen einen Bordstein oder anderes fahren usw.

Und wenn jemand behauptet, er könne sogar
die Fehler anderer voraussehen und darauf entsprechend
reagieren, leidet er an Realitätsverweigerung.

Lies mal richtig. Ich habe nicht geschrieben: Fehler voraussehen, sondern eventuelle Fehler im Voraus kalkulieren.

Damit sind so simple Sachen gemeint wie z. B. bei Seitenstraßen damit rechnen, dass da einer rausgeschossen kommt, oder dass ein überholendes Fahrzeug einen ausbremsen oder den Weg abschneiden könnte usw. Dazu gehört ziemlich viel Erfahrung und ein guter Überblick, und natürlich geht das nur, wenn man sich die ganze Zeit beim Fahren konzentriert.

Auch hier habe ich nicht behauptet, irgendjemand habe von sich behauptet, er könne dies, sondern dass es Menschen gäbe, die das können.

Viele Grüße Thea

Hallo!

Ich habe nicht behauptet, irgend jemand würde irgendwas von
sich behaupten
, sondern, dass es Menschen gibt, die ihr
Fahrzeug beherrschen
. Damit meinte ich Menschen, denen es
nicht passiert, dass sie aus Versehen umkippen oder gegen
einen Bordstein oder anderes fahren usw.

Niemand kann ausschließen, dass er einen Fehler macht. Auch dem besten Radfahrer können genau diese Dinge passieren.

Und wenn jemand behauptet, er könne sogar
die Fehler anderer voraussehen und darauf entsprechend
reagieren, leidet er an Realitätsverweigerung.

Lies mal richtig. Ich habe nicht geschrieben: Fehler
voraussehen, sondern eventuelle Fehler im Voraus
kalkulieren.

Damit sind so simple Sachen gemeint wie z. B. bei
Seitenstraßen damit rechnen, dass da einer rausgeschossen
kommt, oder dass ein überholendes Fahrzeug einen ausbremsen
oder den Weg abschneiden könnte usw. Dazu gehört ziemlich viel
Erfahrung und ein guter Überblick, und natürlich geht das nur,
wenn man sich die ganze Zeit beim Fahren konzentriert.

Es wird im Straßenverkehr wohl hoffentlich jeder vorausschauend fahren. Aber auch bei noch so großem Überblick, Erfahrung und Konzentration können Fehler nicht generell ausgeschlossen werden, abgesehen davon, dass niemand immer in Bestform agiert. Doch selbst beim besten Fahrer in Höchstform gibt es keine 100%ige Sicherheit.

Auch hier habe ich nicht behauptet, irgendjemand habe von sich
behauptet, er könne dies, sondern dass es Menschen gäbe, die
das können.

Und genau das bestreite ich. Ich hab nur versucht, das irgendwie griffig zu formulieren.
Ums ganz kurz zu sagen: Nobody is perfect.

Viele Grüße Thea

Auch viele Grüße, Peter

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Ergänzung
Hallo,
da fällt mir ein Beispiel ein, allerdings nicht zum Rad-, sondern zum Schifahren:
Josef Walcher war vielfacher österreichischer Staatsmeister, Sieger mehrerer Weltcuprennen und Weltmeister im Abfahrtslauf 1978. Er beendete 1982 seine aktive Sportlerkarriere und verunglückte 1984 im Alter von 30 Jahren bei einem Amateurschirennen tödlich.
Wohl ein tragisches Beispiel dafür, dass auch jemandem bei einer Sache, die er ausgezeichnet kann, etwas Schlimmes passieren kann.
Grüße, Peter

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Schwanger auf dem Fahrrad???
Hoi zusammen!
Nachdem ich diesen Beitrag nun gelesen habe, frage ich mich, wie Nadine wohl reagiert hätte, wenn die Frau zwei Monate vorher auf dem Fahrrad gesessen hätte… also mit dem Kind im Bauch!
Also ICH finde, es ist grob fahrlässig, im 9. Monat noch Fahrrad zu fahren!
Im 8. Monat ist es auch nicht gut, schwanger zu stürzen!
Mütter, die im 7. Monat schwanger sind sollten nicht mehr Fahrrad fahren!
*grübel*
Aus denselben Gründen sollte man es den Frauen auch verbieten, mit dem Auto zu fahren!
Motorradfahren ist schonmal total verboten!

Vielleicht sollte man Schwangere einfach einsperren, ihnen nur saubere Luft und ökologisch angebautes Essen servieren??

Mal im Ernst: Wenn jeder sich so intensiv um sich selbst kümmern würde, wie er die Handlungen seiner Umgebung bewertet… dann würden garnicht erst Unfälle passieren!

Wer eine Mutter mit Kind auf dem Fahrrad anzeigt - der sollte ihr vielleicht einfach anbieten, das Kind zum Ziel zu tragen (ups… zu Fuss gehen ist recht gefährlich)
vielleicht doch lieber mit dem Auto fahren???
(es gibt mehr tödliche Autounfälle als tödliche Fahrradunfälle)

Worüber regt ihr Euch eigentlich auf???
Oder ist das hier so eine Art Spiel?
„Ich sah etwas, was Du nicht sahst?“

total verwunderte Grüsse
Ulli, die sich nicht sicher ist, ob es mehr Fahrrad- oder Fussgängerunfälle gibt…

Hallo Peter,

da fällt mir folgendes Beispiel ein:

Mutter (oder Vater) wollen den Säugling auf dem Wickeltisch gerade wickeln, da klingelt das Telefon.
Mutter (oder Vater) springt hastig zum schnurlosen Telefon, um es abzuheben und zum Kind auf dem Wickeltisch zurücklaufend mitzunehmen (eine Sache von wenigen bis zu maximal 20 Sekunden).
Kurz bevor Mutter (oder Vater) wieder beim Wickeltisch ist, ist das Kind bereits über den Rand des Wickeltisches gerollt, zu Boden gefallen und hat einen Schädelbruch erlitten.

Verantwortung?
Folgen?

Michael

Hallo,

ich bin vor Jhren sehr viel Fahrrad gefahren. Dazwischen schon fast 30 Jahre nur selten. Erschrocken war ich jedoch, als ich in diesem Sommer
öfter das Fahrrad bewegte. In den wenigen Stunden auf Tour erfuhr ich von anderen Fahrradfahrern so viele Rücksichtslosigkeiten wie eine ganzes „Autofahrerjahr“ von anderen Verkehrsteilnehmern nicht.
Diese wäre schon ein Grund, welches ein Transport von Kleinkindern auf dem Rad nahezu verbietet. Einen „gefahreingeschränkten“ Bereich wie z.B. einen Radweg gibt es erstaunlicher Weise nicht. Selbst wenn die Mutter oder auch Vater in der Lage wäre das Baby mit dem eigenen Körper bei einem Sturz zu schützen, käme es bei den Eltern im Falle eines Sturzes zu " abnormen Bewegungsabläufen, welche den Selbstschutz verhindern würde.
Dadurch verbrachte mein Kollege den Sommer über im Krandkenhaus.
Kind zum Glück nur eine leichte Gehirnerschütterung, er selbst geprellte Rippen, gebrochene Schulter, in Folge Lungenentzündung und Venenverstopfung.
Zum Glück ist die Saison der Radler bals zu Ende. Es vergang bald keine Woche, wo man in der Presse von Unfällen mit Radfahrern, zunehmend auch untereinander erfuhr.

Gruß von einem Radfahrer, welcher eher Radwege wegen der Wahrscheinlichkeit der Begegnung mit anderen Radfahrern meidet.

Hallo

Josef Walcher war vielfacher österreichischer Staatsmeister,
Sieger mehrerer Weltcuprennen und Weltmeister im Abfahrtslauf
1978. Er beendete 1982 seine aktive Sportlerkarriere und
verunglückte 1984 im Alter von 30 Jahren bei einem
Amateurschirennen tödlich.
Wohl ein tragisches Beispiel dafür, dass auch jemandem bei
einer Sache, die er ausgezeichnet kann, etwas Schlimmes
passieren kann.

Bei einem Rennen kann wohl immer was passieren. Jemand, der irgendein Rennen faehrt und dabei zu 100 % seine Sicherheit im Auge hat, wird wohl kaum gewinnen koennen.

Viele Grüße, Thea

Hallo,
natürlich gibts keine absolute Sicherheit, aber ich habe doch die verdammte Pflicht, ein Kind, für das ich im Straßenverkehr die Verantwortung habe - sei es als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer oder sonstwie - so gut wie möglich vor Unfällen zu schützen. Es geht mir doch nur darum, das Unfallrisiko und bei einem Unfall die Verletzungsgefahr für die Kinder so gering wie möglich zu halten. Mit Wickeltüchern, Fahrradanhängern oder, wie oben schon angesprochen, ohne Helm auf dem Gepäckträger erfülle ich meiner Ansicht nach diese Pflicht nicht. Ich brech doch nur eine Lanze für das Prinzip der Risikominimierung, etwas anderes habe ich in dieser ganzen Diskussion doch nicht behauptet.
Ich beginne langsam ernsthaft, an der Verständlichkeit meiner Aussagen zu zweifeln.
Grüße, Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Thea,
ich habe gerade die Wette gewonnen, dass genau dieser Einwand kommen wird. Nochmals: das ist ein Beispiel. Meine allgemeine Behauptung lautet nach wie vor: niemand ist perfekt, niemand kann etwas perfekt und niemand kann sicher sein, nie einen Unfall zu haben. Und niemand hat das Recht, den Kindern nicht den bestmöglichen Schutz zukommen zu lassen, nur weil er sich selber überschätzt.
Grüße, Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das Leben ist kompliziert geworden…
Hallo,

Ich stelle immer wieder fest, dass das Leben komplizierter wird. Möglicherweise sind Kleinkinder auf dem Fahrrad besonders gefährdet, aber es gibt nun mal Familien ohne Autos. Hin und wieder muss man grössere Strecken zurücklegen - wie? (Wenn nicht mit dem Fahrrad.)

Wollt Ihr kostenlose Eltern-und-Kind-Taxen einführen? Vermutlich nicht, die Diskussionen in letzter Zeit gehen dahin, dass jeder sich selbst hilft und niemand nach dem Staat ruft. Trotzdem nimmt sich jeder das Recht, sich in die einzelnen Problemlösungen einzumischen.

Nehmen wir an, eine junge Mutter, eine junge Familie lebt ohne Auto. Vielleicht aus Umweltbewusstsein, vielleicht um Geld zu sparen. Die Mutter muss aus irgendeinem Grund in 4-5 km Entfernung etwas erledigen. Vielleicht einkaufen, vielleicht Behördengänge erledigen, ihre Eltern besuchen, Freunde besuchen, sich in eine Weiterbildung eintragen oder was auch immer. Nehmen wir an, Busse fahren nur sehr sporadisch und mit Umwegen und Umsteigen.

Welche Möglichkeiten hat sie? Das Kind alleine zuhause lassen? Ein Taxi bezahlen? 10 km laufen? Einen halben Tag mit dem Bus unterwegs sein?

Ich meine, man muss konsequent sein, und zwar von beiden Seiten. Wenn man den Leuten Sicherheitsvorschriften macht, dann muss man ihnen auch helfen, ihren Alltag zu regeln (in diesem Fall z.B. kostenlose Taxen für Leute mit kleinen Kindern). Solange der Trend dahin geht, dass der Staat sich heraushält und die Leute ihre Alltagsprobleme selbst regeln, dann darf man sich auch nicht zu viel einmischen.

Viele Grüsse, Walkuerax

P.S. Ihr kennt sicher alle den Text, der immer wieder im Internet kursiert:

Kinder von heute werden in Watte gepackt!

Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, daß wir so lange überleben konnten!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.

Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.

Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, daß wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld, außer wir selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“ . Kannst du dich noch an „Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte den Erwachsenen nicht.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms. Wir hatten Freunde!

Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns. Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus.

Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, daß die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen.

Und du gehörst auch dazu.

Herzlichen Glückwunsch

Ich stelle immer wieder fest, dass das Leben komplizierter
wird. Möglicherweise sind Kleinkinder auf dem Fahrrad
besonders gefährdet, aber es gibt nun mal Familien ohne Autos.
Hin und wieder muss man grössere Strecken zurücklegen - wie?
(Wenn nicht mit dem Fahrrad.)

Zu Fuß, Bus, Bahn (S-/U-/-Straßen-Bahn), Taxi, einen Verwandten/Bekannten bitten…

Wollt Ihr kostenlose Eltern-und-Kind-Taxen einführen?

Nein, wieso? Gibt es ein im Grundgesetz verankertes Recht auf kostenlose Mobilität? Falls ja: zu Fuß gehen.
Oder ganz einfach: Wenn sie sich schon ein Rad und ein Tragetuch leisten kann, dann ist doch sicher noch ein Fahrradanhänger mit passender Baby-Liege drin. Darin ist das Baby ausgesprochen sicher, wie mehrere Crashtest mit Dummys gezeicht haben. Die Babys haben zu keiner Zeit den Boden oder die Hindernisse berührt.

Vermutlich nicht, die Diskussionen in letzter Zeit gehen
dahin, dass jeder sich selbst hilft und niemand nach dem Staat
ruft. Trotzdem nimmt sich jeder das Recht, sich in die
einzelnen Problemlösungen einzumischen.

Ich für meinen Teil habe den Verstoß gegen die StVO angeprangert. Abgesehen davon habe ich noch meine subjektive Meinung zur Verantwortungslosigkeit der Mutter kund getan.

Nehmen wir an, eine junge Mutter, eine junge Familie lebt ohne
Auto. Vielleicht aus Umweltbewusstsein, vielleicht um Geld zu
sparen. Die Mutter muss aus irgendeinem Grund in 4-5 km
Entfernung etwas erledigen. Vielleicht einkaufen, vielleicht
Behördengänge erledigen, ihre Eltern besuchen, Freunde
besuchen, sich in eine Weiterbildung eintragen oder was auch
immer. Nehmen wir an, Busse fahren nur sehr sporadisch und mit
Umwegen und Umsteigen.

Und das ist nicht zumutbar? Ist es zuviel verlangt, sich nach den Fahrplänen zu orientieren? Sie kann sich ja auch ein Taxi nehmen, für die 5km ist das auch nicht teuer, dafür ausgesprochen bequem…

Welche Möglichkeiten hat sie? Das Kind alleine zuhause lassen?
Ein Taxi bezahlen? 10 km laufen? Einen halben Tag mit dem Bus
unterwegs sein?

Das muss sie selbst abwägen, allerdings sollte sie im allgemeinen Interesse nicht gegen die StVO oder sonstige Gesetze/Verordnungen/Pflichten verstossen. Ihr stehen auf alle Fälle mehrere Möglichkeiten offen. Ich weiß nicht, was du gegen das Busfahren hast. Auch zu Fuß gehen ist nicht per se gesundheitsschädlich. Gerade für Babys ist ein ausgedehnter Spaziergang recht förderlich.

Ich meine, man muss konsequent sein, und zwar von beiden
Seiten. Wenn man den Leuten Sicherheitsvorschriften macht,
dann muss man ihnen auch helfen, ihren Alltag zu regeln (in
diesem Fall z.B. kostenlose Taxen für Leute mit kleinen
Kindern).

Wieso kostenlos? Ich bzw. meine Frau müssen auch entsprechend planen, wenn wir was zu erledigen haben. Wir konnten uns die Kids auch nicht mal schnell auf den Rücken schnallen, nur weil wir in die Eisdiele wollten…

Solange der Trend dahin geht, dass der Staat sich
heraushält und die Leute ihre Alltagsprobleme selbst regeln,
dann darf man sich auch nicht zu viel einmischen.

Genau, immer wegschauen. Auch wenn Mutter und Kind dann nach dem Sturz auf der Straße liegen?

mfg
Jolly

Nachdem ich diesen Beitrag nun gelesen habe, frage ich mich,
wie Nadine wohl reagiert hätte, wenn die Frau zwei Monate
vorher auf dem Fahrrad gesessen hätte… also mit dem Kind im
Bauch!
Also ICH finde, es ist grob fahrlässig, im 9. Monat noch
Fahrrad zu fahren!
Im 8. Monat ist es auch nicht gut, schwanger zu stürzen!
Mütter, die im 7. Monat schwanger sind sollten nicht mehr
Fahrrad fahren!
*grübel*

Und? Ist doch erwiesen, dass die Gefährdung von aussen zunimmt, je größer das Ungeborene wird. Nichtsdestotrotz ist es ihr als Schwangere nicht verboten, radzufahren. Als Mutter mit Kind ohne besonderen Sitz hingegen schon ->StVO. Davon abgesehen kann man sich immer die Frage stellen, ob es evtl. verantwortungslos ist. Darauf gibt es hingegen keine allgemeingültige Antwort, weil jeder es anders sieht.

Aus denselben Gründen sollte man es den Frauen auch verbieten,
mit dem Auto zu fahren!
Motorradfahren ist schonmal total verboten!

Wohin willst du mit deiner billigen Polemik?
Nochmal für dich zum Mitschreiben: Die Mutter, aber auch der Vater darf nicht Auto oder Motorrad fahren, wenn sie keinen geeigneten, geprüften Kindersitz hat. Wobei: den Frauen autofahren ganz zu verbieten, wäre eigentlich…

Vielleicht sollte man Schwangere einfach einsperren, ihnen nur
saubere Luft und ökologisch angebautes Essen servieren??

Schwangere sind in der Regel weder krank noch behindert. Ob eine Schwangere Rad fährt ist ihr überlassen. Wenn sie nach einem Sturz ihr Baby verliert ist es ihre Problem. Fakt ist nunmal, dass die Gefährdung beim Radfahren höher ist, allein schon resultierend aus der höheren Geschwindigkeit. Dazu kommt noch die instabile Art der Fortbewegung (auf zwei Beinen kann man stehen, auf zwei Rädern fällt man um) und die eingeschränkte Möglichkeit des Ausweichens.

Mal im Ernst: Wenn jeder sich so intensiv um sich selbst
kümmern würde, wie er die Handlungen seiner Umgebung
bewertet… dann würden garnicht erst Unfälle passieren!

Wieso, kann die fahrradfahrende Frau nicht ohne Fremdeinwirkung stürzen? Einmal nicht aufgepasst und über einen Ast fahren oder auf losem Untergrund mit dem Vorderrad weggerutscht. Derartige Stürze passieren sogar relativ oft. Kommt ja auch oft genug vor, dass Radfahrer um die Ecke fahren und sich dann wundern, dass da irgendein Hinderniss ist…

Wer eine Mutter mit Kind auf dem Fahrrad anzeigt - der sollte
ihr vielleicht einfach anbieten, das Kind zum Ziel zu tragen
(ups… zu Fuss gehen ist recht gefährlich)

Aber deutlich weniger gefährlich als das Kind ohne Schutz auf dem Fahrrad mit 15-20km/h mitzunehmen. Oder müssen wir darüber auch diskutieren?
Für die Fortbewegung zu Fuß bieten sich auch z.B. Kinderwägen an. Selbst ein Tragetuch wäre hier eine perfekte Erleichterung. Und hier sogar sicherer als auf dem Rad. Wobei ich eher zum Kinderwagen tendiere. Selbst wenn ich stolpere, werfe ich mich nicht auf mein Kind.

vielleicht doch lieber mit dem Auto fahren???
(es gibt mehr tödliche Autounfälle als tödliche
Fahrradunfälle)

Es werden ja auch etwas mehr Kilometer mit dem Auto als mit dem Fahrrad zurückgelegt. Rechnet man das im Verhältnis schauts schon etwas anders aus. Man sollte sich die Zahlen schon anschauen, bevor man damit jongliert. Nochmal im Klartext: Sicherheit bzw. Gefährdung kann man nicht alleine an von den absoluten Unfallzahlen abgeleitet werden. Demnach wäre es ja am sichersten, nackt in ein Krokodilgehege zu klettern. Da ist erst einmal was passiert. Hat aber auch erst einer jemals ausprobiert…

Worüber regt ihr Euch eigentlich auf???

Über den Verstoss gegen die StVO. Und über die daraus resultierende Fahrlässigkeit der Mutter. Deine Fragen werden übrigens nicht deutlicher, nur weil du mehr Fragezeichen verwendest.

Oder ist das hier so eine Art Spiel?
„Ich sah etwas, was Du nicht sahst?“

Nein, nächstes mal mach ich einfach die Augen zu. Auch wenn die Frau samt Kind auf der Straße liegt.

total verwunderte Grüsse
Ulli, die sich nicht sicher ist, ob es mehr Fahrrad- oder
Fussgängerunfälle gibt…

mfg
Jolly
der sich fragt, ob es einen VHS-Kurs „billige Polemik“ gibt…

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Hallo

Oder ganz einfach: Wenn sie sich schon ein Rad und ein
Tragetuch leisten kann, dann ist doch sicher noch ein
Fahrradanhänger mit passender Baby-Liege drin.

Wie kommst du denn auf so ein hohles Argmument. Das ist ja so wie: Wer sich eine Waschmaschine leisten kann, kann sich auch einen Trockner leisten. Wie kommst du ueberhaupt auf sowas? Hast du irgendwann in deinem Leben schon mal versucht, mit einer bestimmten begrenzten Geldmenge auszukommen? Scheint irgendwie nicht so. Falls du das nicht begriffen hast: den Fahrradanhaenger muesste man sich ja zusaetzlich zum Fahrrad (und wohl auch zum Tragetuch, man faehrt ja nicht immer Fahrrad) kaufen.

Nehmen wir an, eine junge Mutter, eine junge Familie lebt ohne
Auto. Vielleicht aus Umweltbewusstsein, vielleicht um Geld zu
sparen. Die Mutter muss aus irgendeinem Grund in 4-5 km
Entfernung etwas erledigen. Vielleicht einkaufen, vielleicht
Behördengänge erledigen, ihre Eltern besuchen, Freunde
besuchen, sich in eine Weiterbildung eintragen oder was auch
immer. Nehmen wir an, Busse fahren nur sehr sporadisch und mit
Umwegen und Umsteigen.

Und das ist nicht zumutbar? Ist es zuviel verlangt, sich nach
den Fahrplänen zu orientieren?

Du faehrst wohl nie Bus, nicht wahr? Oder du lebst in einer Grossstadt, wo das meistens ja noch ganz gut geregelt ist?

Sie kann sich ja auch ein Taxi
nehmen, für die 5km ist das auch nicht teuer, dafür
ausgesprochen bequem…

Schon mal davon gehoert, dass es viele junge Eltern gibt, die auf Hartz4 angewiesen sind?

Ihr stehen auf alle
Fälle mehrere Möglichkeiten offen. Ich weiß nicht, was du
gegen das Busfahren hast. Auch zu Fuß gehen ist nicht per se
gesundheitsschädlich. Gerade für Babys ist ein ausgedehnter
Spaziergang recht förderlich.

Ich glaube wirklich, dass dir hier einschlaegige Erfahrungen fehlen.

Ich meine, man muss konsequent sein, und zwar von beiden
Seiten. Wenn man den Leuten Sicherheitsvorschriften macht,
dann muss man ihnen auch helfen, ihren Alltag zu regeln (in
diesem Fall z.B. kostenlose Taxen für Leute mit kleinen
Kindern).

Wieso kostenlos? Ich bzw. meine Frau müssen auch entsprechend
planen, wenn wir was zu erledigen haben. Wir konnten uns die
Kids auch nicht mal schnell auf den Rücken schnallen, nur weil
wir in die Eisdiele wollten…

Wieso Eisdiele? Glaubst du, eine junge Mutter hat nichts anderes zu tun, als Eisdielen zu besuchen?

Genau, immer wegschauen. Auch wenn Mutter und Kind dann nach
dem Sturz auf der Straße liegen?

Wenn du vorher wegschaust, sollst du halt auch hinterher wegschauen. Dann geht dich das nichts an.

So wie es aussieht, benutzt du die hier diskutierte junge Mutter nur dazu, um deine Selbstgerechtigkeit zur Schau zu stellen.

MfG Thea

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