Mit Quietschente durch den Kartoffelbrei

Weisst Du was eklig ist? Deine Denkweise über diese banale Sache!

Gruß
H.

Na. also darauf antworte ich nun nicht mehr, liegt unter
meiner Denkweise. Gehe Du ruhig zum Arzt, wenn Du meinst, ich
bin der beste Arzt für meine Kinder.

Äh, es ist also „unter deiner Denkweise“, bei vermuteten gesundheitlichen Problemen einen Arzt zu konsultieren ??? Statt dem Arzt muss das Quietscheentchen her ???

Dann sind wir uns einig, Frau:smile:

in sofern ja. aber ich nenne mich nicht donna :wink:

Zustimmung!
Völlige Zustimmung Kate!

LG
H.

Haha, tu es doch einfach!:smile:

Liebe Anja,

wenn nichts Neues an Geschmäckern angeboten wird, so kann der Mensch keine neuen Geschmäcker kennenlernen oder?

deine Tochter weiß aber nicht, worum es dir geht. Für sie ist

Das braucht sie auch nicht zu wissen, sie lernt ja schliesslich Neues kennen.

es nun mal Spielen mit Essen, das im ungünstigsten Fall zu den
von mir bereits beschriebenen Konsequenzen führen kann.

Es gibt für MICH keine Konsequenzen beim Essen, nie und nimmer. Unser Verhalten, unser Vorbild hat für MICH Konsequenzen auf meine Kinder, nicht das spielen mit Kartoffelbrei. Ernsthafte Konsequenzen hat ein schlechtes Vorbild im lösen von Problemen, nicht eine Ente im Brei!

Das ist normal und geht den meisten Menschen genauso. Was ist
daran schlimm?

Nichts.

Das ist schon alles richtig, trifft aber eben aufs Lernen und
nicht aufs Essen zu.

Trifft meines Erachtens auf ALLES zu.

Warum MUSS deine Tochter neue Geschmäcker

lernen? Warum überlässt du es nicht ihrer natürlichen
Neugierde, irgendwann, wenn sie das SELBST will, neue Sachen
zu probieren? Ich sehe hier kein Problem.

Weil ohne Angebot die Nachfrage nicht entwickelt wird.

In der Schule mochte ich so manchen strengen Lehrer viel mehr
als die anti-autoritären. Und lernen konnte ich im ersten Fall
auch besser und mehr.

Das war für DICH der WEG, das muss nicht heissen, das dies auch der Weg der anderen ist.

Gruß
H.

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Es herrschen nicht immer gesundheitliche Probleme vor, wenn ein Kind nichts isst. Genauso gut kannst Du seelische Probleme zu Rande ziehen. Aber ich muss nicht immer zum Doc, denn ich oder der Mensch ist oft der bessere Arzt, daß wollte ich sagen.

Gruss
H.

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Kacken…
Das ist doch das Gleiche mit dem Kacken auf der Toilette. Ein Witz, was manche da veranstalten, jeder von uns kann heute zum Sch… alleine gehen, so auch wird sich das Essen einspielen, ganz von alleine, ohne Druck!

Gruss
H.

Wir drehen uns im Kreis: Wenn das Kind wenig isst, es aber keine gesundheitlichen Probleme gibt, ist das wenige Essen anscheinend völlig ausreichend. Verschiedene Menschen verwerten Nahrung unterschiedlich gut. Warum willst du dann also erreichen, dass das Kind mehr isst?

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Hallo,

wenn nichts Neues an Geschmäckern angeboten wird, so kann der
Mensch keine neuen Geschmäcker kennenlernen oder?

wo habe ich denn geschrieben, dass du ihr keine neuen Sachen anbieten sollst? Wenn das Kind sieht, dass du diese Sachen isst, wird es nach einiger Zeit auch selbst probieren wollen. Dazu musst du dich nicht zum Entertainer machen.

deine Tochter weiß aber nicht, worum es dir geht. Für sie ist

Das braucht sie auch nicht zu wissen, sie lernt ja
schliesslich Neues kennen.

Sie lernt v.a. eine bestimmte Art und Weise, das Essen wahrzunehmen, die Ann schon treffend kritisiert hat.

es nun mal Spielen mit Essen, das im ungünstigsten Fall zu den
von mir bereits beschriebenen Konsequenzen führen kann.

Es gibt für MICH keine Konsequenzen beim Essen, nie und
nimmer.

Dann kommt es also aus heiterem Himmel, wenn Kinder, die jede Woche bei McDonald’s essen, übergewichtig werden und früh Diabetes bekommen? Und andere Arten von Essstörungen kommen ebenfalls aus heiterem Himmel?

Unser Verhalten, unser Vorbild hat für MICH
Konsequenzen auf meine Kinder, nicht das spielen mit
Kartoffelbrei.

In diesem Fall spielt ja nicht das Kind mit dem Brei, sondern DU als VORBILD.

Ernsthafte Konsequenzen hat ein schlechtes
Vorbild im lösen von Problemen, nicht eine Ente im Brei!

Was hat das „Lösen von Problemen“ mit dem Essverhalten zu tun?

Das ist normal und geht den meisten Menschen genauso. Was ist
daran schlimm?

Nichts.

Wenigstens hier sind wir einer Meinung.

Warum MUSS deine Tochter neue Geschmäcker
lernen? Warum überlässt du es nicht ihrer natürlichen
Neugierde, irgendwann, wenn sie das SELBST will, neue Sachen
zu probieren? Ich sehe hier kein Problem.

Weil ohne Angebot die Nachfrage nicht entwickelt wird.

Dann mache doch das Angebot und iss selbst als Vorbild. Das reicht vollkommen aus.

In der Schule mochte ich so manchen strengen Lehrer viel mehr
als die anti-autoritären. Und lernen konnte ich im ersten Fall
auch besser und mehr.

Das war für DICH der WEG, das muss nicht heissen, das dies
auch der Weg der anderen ist.

Natürlich. Aber das widerspricht deiner pauschalen Aussage. Und es kann auch sein, dass das, was dir gut erscheint, für deine Tochter anders ist.

Gruß
Anja

Gut
Ich sehe, wir haben einen Konsens gefunden.

Schönen Tag noch!

H.

ot: Quietscheenten
Hallo,

kommt Dein Quietscheentchen in der Standardausführung oder in hübschem Trollgrün daher?

Gruß

=^…^=
Katze

Tja…

Mit dem Entchen durch den Brei zu fahren ist aber kein Humor. Das fällt eher unter Idiotie.

Auch was du noch gepostet hast, - dass deine Tochter auf diese Weise den Kartoffelbrei nun eher akzeptiert…
Haha, das tut sie aber nur, wenn du jedes Mal wieder so nen Blödsinn dabei veranstaltest. Toller Lerneffekt!

Gruß
Kathrina

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Hallo,

nun ja, auf die Idee, dass eine Quietscheente durch den Kartoffelbrei schwimmt, wäre ich nicht gerade gekommen, aber Tricks, um einseitiger Nahrungsaufnahme vorzubeugen, habe ich auch schon angewendet.

Einfach und meist effektvoll ist es, den vollen Löffel beim Füttern mit Hubschraubergeräuschen in kreisenden „Anflügen“ dann im „Schnäbelchen“ des Kindes (not)landen zu lassen.

Ach ja, mein Sohn ist inzwischen 33 Jahre alt und selber dreifacher Papa. Schon seit nahezu drei Jahrzehnten ist er in der Lage seinen Mund ohne Hubschraubergeräusche auf direktem Weg zu finden. Ich hatte ihm also kein schlechtes Beispiel geliefert, dass er unbedingt nachgeahmt hat.

Kartoffelbrei eignet sich auch hervorragend zur Landschaftsbildung. Also auf dem Teller Berge und Täler „modellieren“. Gekochte Brokkoli als Bäume einsetzen, die Soße wird als See gestaltet und mit wenig Geschick kann man aus einer Karotte Blumen machen.

Zum Thema, mit Essen spielt man nicht: es waren gerade die alten Leute, die sehr ausgiebig mit Essen „gespielt“ haben. Meine Oma (geb. 1901) hat mir beigebracht, wie man Sternchennudeln unterschiedlich braun röstet und daraus ganz schmucke Halsketten bastelt. Oma hatte zwei Weltkriege und auch sonst sehr arme Zeiten erlebt.

In der Schule habe ich (geb. 1952) noch gelernt aus Kartoffeln Stempel zu basteln und mit diesen und der Hilfe von Wasserfarben Bilder herzustellen.

Noch vor der Zeit, wo meine Oma geboren wurde haben die Menschen aus Mehl einen Leim hergestellt, mit dem sie Papier klebten. Frauen brachten Glanz und teilweise auch hellere Farbe mit Eigelb, Essig oder Kamillentee in ihr Haar.

Eine alte Dame (geb. ca. 1880) hat mir erzählt und gezeigt, wie man aus Zucker einen biologischen Haarfestiger herstellt.

Lebensmittel wurden schon seit Urzeiten zur Herstellung von optischen Verschönerungsmitteln benutzt und dies zu Zeiten und von Menschen die mehr Not litten, als wir uns heute vorstellen können. Notwendig waren die optischen Verschönerungen nicht, sie können durchaus mit einem Spiel gleichgesetzt werden.

Als Kinder haben wir mit Erbsen aus dafür konstruierten Pistolen geschossen. Die Erbsen erhielt ich von meiner Mutter (geb. 1930) die den Krieg auch im vollen Bewusstsein und mit viel Hunger überlebt hat.

Wenn wir schon bei alten Redensarten sind, können wir uns auch auf die Redensart „der Zweck heiligt die Mittel“ besinnen. Hier hatte die Quietscheente den Zweck das Kind zum Essen zu animieren. Klar verhungert ein Kind nicht gleich, wenn es schlecht isst. Aaaaaber, es ernährt sich sehr schnell sehr einseitig. Wenn es nach vielen Kindern geht, gibt es sieben Tage in der Woche Spaghetti mit roter Soße. Andere leben nur von Pommes.

Mein Enkel (5 J.) verweigert jedes Gemüse und jedes Fleisch. Es kann uns Erwachsenen oder seiner kleineren Schwester noch so gut schmecken. Um Stress, Schimpfen und ähnliches bei Tisch zu vermeiden (würde ja jeden auf den Magen schlagen) lasse ich mir schon mal jede Karotte mit einem Gummibärchen (darf nach dem Essen gegessen werden) abkaufen.

Durch diese Methode (kann man ja durchaus auch Erpressung nennen) ist es seinen Eltern und uns gelungen, ihm mit viel Geduld und vielen Gummibärchen/Traubenzuckerbonbons usw. den Geschmack von Karotten nahe zu bringen. Er isst Karotten jetzt freiwillig und wir nehmen jetzt weiteres Gemüse und auch Fleisch „auf’s Korn“.

Alte Redensarten und Sprüche haben oftmals viel Weisheit in sich. Aber oft muss man hinterfragen, ob man sie in der jetzigen Zeit 1 : 1 umsetzen kann und/oder ob sie damals wörtlich gemeint waren.

Oder soll wir uns, bei meiner zweiten Enkelin (2 1/2 J.) auch an das Sprichwort „Messer, Gabel, Scher und Licht, ist für kleine Kinder nichts“ halten? Wir zeigen ihr zur Zeit, wie man mit Messer und Gabel isst, sollten wir diese „Lehre“ wohl abbrechen? Oder den Lichtschalter in zwei Meter Höhe anbringen? Keine Angst, die Fragen sind nicht ernsthaft gemeint. Damals war im Übrigen mit Licht, nicht das elektrische sondern das offene Licht gedacht.

Gruß
Ingrid

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… und dann zog ich noch das Clownskostüm an…
… und tanzte den großen Essenstanz. Meine Tochter aß daraufhin noch eine Karottenscheibe :wink:)

Mal im Ernst:

auch unsere Tochter hat früher extrem schlecht gegessen. Man stelle sich vor, dass sie sogar bei Mandarinensaft auf den Lippen (wollte ihr das schmackhaft machen) gewürgt hat.

Das Buch „Jedes Kind kann richtig essen“ von Annette Kast-Zahn hat mir da einen guten Leitsatz mitgegeben: Die Eltern bestimmen, was auf den Tisch kommt und das Kind bestimmt, was es isst und wieviel es isst! Kleinstkinder sind bereits in der Lage, genau ihren Bedarf selbst zu regeln. Klar, wenn nur Schokolade und Pommes angeboten werden, funktioniert das nicht.

Nicht überzeugt hat mich die Autorin mit ihrer Meinung, dem Kind solle man trotz Nichtessen noch Nachtisch geben (um dem Essen den Druck zu nehmen).

Ich / wir befolgen diese oben genannte Regel. Unsere Kleine kriegt von allem etwas auf den Teller und sie selbst bestimmt, wieviel sie isst. Wenn sie aber gar nicht probiert (sie muss nicht aufessen, aber eine Mikrobe probieren muss drin sein) und nichts isst, dann gibt es bis zum Abendessen nichts Süßes (vielleicht nachmittags einen Apfel oder einen Zwieback). Spätestens dann hat sie bärigen Appetit auf ein Saftkornbrot mit Käse :smile:)

Und siehe da: vorbei sind die Zeiten, in denen mein Mann Kartoffelpüree im Würstchen versteckt, damit sie auch das mal probiert. Sie ist total scharf auf Hackfleisch in allen Varianten: Hackfleischsoße, Frikadellen, Hackbraten, etc. Und sie probiert auch mal etwas, isst das Kartoffelpüree inzwischen auch ungetarnt (nebenbei bemerkt hatte sie den Schwindel natürlich sofort durchschaut und alles ausgespuckt *g*).

Wir sind nicht mehr so verkrampft beim Essen, weder Eltern noch Tochter. Alles, was man braucht, ist Konsequenz und Durchhaltevermögen. Kreativität verzerrt da nur die Wirklichkeit.

Viele Grüße und starke Nerven,
Reggi

Hallo

Aber
mein Bruder war von der Sorte, dass er eine Zeit lang Hunger
gar nicht wahrnehm. Irgendwann war es meine Mutter leid, ihn
ständig zum Essen zu überreden, …

Ich denke, da kann es einen Zusammenhang geben, dass deine Mutter ihn ständig zum Essen überredete und dass er seinen Hunger selbst nicht mehr wahrnahm.

Die Kinder zum Beispiel, bei denen die Mutter ständig aufpasst, dass sie auf keinen Fall mal hinfallen und sich wehtun, verlassen sich ja dann auch komplett auf die Mutter und fallen auch hin, sobald sie mal nicht mehr aufpasst.

Und wenn die Mutter ständig aufpasst, dass er genug isst, dann lernt er ja garnicht, seine eigenen Hungergefühle wahrzunehmen.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

das ist natürlich nicht auszuschließen. Auf der anderen Seite kann es daran liegen, dass er zu dem Zeitpunkt gerade in die Pubertät kam, da spielen evtl. auch die Hormone mit eine Rolle. Wer weiß.

Grüße
Anja

Hallo Hombre,

mein Sohn aß auch ganz schlecht. Gemüse wollte er gar nicht essen. Also baute ich alles erdenkliche Gemüse in meinem Garten an. Er schaute dabei zu. Bei der Ernte auch. Wenn dann Gemüse auf den Tisch kam und er skeptisch schaute, sagte ich, das ist aus unserem Garten. Dann hat er es gegessen.
Ich habe meine Kinder nicht gezwungen oder überredet. Das baut unnötig Druck auf. Kinder haben noch ein natürliches Gespür dafür, welche Nahrung ihr Körper benötigt. Das sollte so lange erhalten bleiben, wie möglich. Der Körper sendet durch den Appetit Signale ans Gehirn, was er an Vitaminen usw. benötigt. Wir müssen nur darauf hören. Kinder können das halt noch. Ungesunde Nahrung habe ich nicht angeboten, alles selbst gemacht, also keine Fertignahrung gekauft. Süßes gab es zu Ostern, zum Geburtstag und in der Weihnachtszeit. Sonst nicht.

Liebe Grüße
Ina

Hallo

das ist natürlich nicht auszuschließen. Auf der anderen Seite
kann es daran liegen, dass er zu dem Zeitpunkt gerade in die
Pubertät kam, da spielen evtl. auch die Hormone mit eine
Rolle. Wer weiß.

Was, der kam da gerade in die Pubertät?
Das heißt, dass er zuvor ca. 13 oder 14 Jahre lang täglich zum Essen überredet worden ist?

Da ist der Gedanke aber sehr naheliegend, dass dadurch eine Störung ausgelöst worden ist.

Viele Grüße
Simsy

Moin,

denkt wirklich kein mensch mehr daran, wie schnell sich das
ändern könnte?

Doch, allerdings, nachdem ich hier einige Beuträge gelesen habe…
Mit Essen spielt man nicht und man wirft Essen auch nicht weg.
Vielleicht sehe ich das zu emotional, aber ein Tier hat sein Leben gelassen damit wir zu essen haben. Eine Pflanze hat lange gebraucht um reife Früchte hervorzubringen und ein Mensch hat sich Zeit genommen und sich Mühe gegeben eine Mahlzeit zuzubereiten.
Mit allen genannten Punkten sollte man m.E. nicht so achtlos umgehen.
Essen ist für den Menschen essentiell, damit sorglos umzugehen zeugt von Nichtachtung der Natur und dem Menschen, der sich die Zeit nahm um eine Mahlzeit zuzubereiten. Ich bin da vielleicht etwas extrem, mag sein. Aber wenn es im Büro aufgrund eines Anlasses (Geburtstag o.ä.) etwas zu essen gab und ich die mitgenommenen Scheiben Brot nicht gegessen habe, so packe ich sie in den Kühlschrank und esse sie eben einen Tag später.
Essen wegzuwerfen war mir seit meiner Kindheit zuwider, obwohl ich nie Hunger leiden musste.
Ich gebe Dir durchaus recht. So selbstverständlich wie es uns heute scheint ist es nicht, jeden Tag genug essen zu haben.
Es wäre sicher für manche Menschen gut, sich ab und an darüber im Klaren zu sein dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben (Nahrung, Liebe und ein Dach über dem Kopf) nicht für jeden Menschen selbstverständlich sind.

Gruss Jakob

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