Info über Kaffee
Hi,
eigentlich wollte ich mich nicht äussern, aber wenn ich so lese, wie Helmut Betsch über den Kaffee herzieht, dann kann ich mich nicht zurückhalten 
Ich trinke gern und leidenschaftlich Kaffee, zwischen 5 und 15 Tassen am Tag. Mir gehts dabei ganz gut, solange ich auch genug Wasser zu mir nehme.
Chemisch betrachtet ist Koffein in Methylxanthin und kommt in einer ganzen Reihe von Pflanzen, wie zum Beispiel den Samen des Kaffeebaumes (Coffea), den Blättern des Teestrauches, im Mate, in der Colanuss oder auch im Guaranasamen vor. Obwohl Koffein ähnlich wie Alkohol gerne in den Sektor der Genussmittel eingestuft wird, ist es doch bei näherer Betrachtung eher eine Droge. Das besondere an Koffein ist, dass es im Gegensatz zu anderen pflanzlichen Drogen von mehr als hundert verschiedenen Pflanzenarten gebildet wird.
Diese Pflanzen bilden das Koffein jedoch nicht um uns Menschen damit einen Gefallen zu tun, sondern Koffein stört das Nervensystem von Insekten und wirkt daher als natürliches Pestizid. Obwohl sich der Stoffwechsel des menschlichen Gehirns natürlich immens vom Gehirnstoffwechsel von Insekten unterscheidet, so gibt es überraschenderweise doch einige Übereinstimmungen im molekularen Mechanismus. Unser Gehirn hält fälschlicherweise Koffein für einen Botenstoff im Gehirnstoffwechsel, nämlich Adenosin. In unserem Gehirn führt eine hohe Konzentration an Adenosin zu einer Art Ruhezustand, was eine zunehmende Müdigkeit bewirkt. Koffein wirkt antriebssteigernd, da es die Adenosinrezeptoren blockiert, ohne dabei selbst dämpfend zu wirken. Das Resultat zeigt sich in einer erhöhten Wachsamkeit, bessere Konzentrationsfähigkeit, der Kopf wird freier und man kann wieder klare Gedanken fassen. Nicht umsonst ist daher eines der medizinischen Indikationsgebiete von Koffein die Beseitigung von psychischen Ermüdungserscheinungen.
Allerdings blockiert Koffein, wie oben beschrieben, nur die Adenosinrezeptoren im Gehirn und sorgt so dafür, dass die übrigen körpereigenen Signalstoffe sogenannte Neurotransmitter, wie z.B. Dopamin und Serotonin ungehindert wirken können. Eine direkt stimulierende Wirkung auf diese Stoffe besteht jedoch im Gegensatz zu anderen Drogen, wie zum Beispiel Kokain, nicht. Wenn alle Adenosinrezeptoren im Gehirn erst einmal durch Koffein besetzt sind, bringt auch eine weitere Zufuhr von Koffein nichts mehr. Diese Erfahrung kennen alle Kaffeetrinker, wenn selbst ein doppelter Espresso nicht mehr gegen die Müdigkeit zu helfen scheint.
[http://de.fitness.com/nutrition/articles/koffein.htm]
Die tödliche Dosis wird zwischen 5 und 30 Gramm vermutet. [http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/stoff/caf…]. Von einem starken Gift kann also keine Rede sein.
Eine Schlackenbildung findet im Menschlichen Körper nicht statt, es sei denn, man bezeichtnet Urin, Schweiss und Kot als Schlacke. Wenn von „Entschlackung“ die Rede ist, würde ich Vorsicht walten lassen.
Wenn Sebastian Kneipp Kaffee für einen „Menschenmörder“ beim weiblichen Geschlecht hält, wieso werden Frauen dann älter als Männer, wo sie doch ach so viel „Gift“ trinken?
Über Jakob Lorbeer möchte ich mich nicht äussern.
Viele Grüsse,
Herb