Hi,
An einen Gott zu glauben, dem das egal ist, und der nur darauf
schaut, ob ich brav demütig bin, finde ich total bescheuert -
das hat überhaupt keinen Sinn, finde ich.Ups von brav, habe ich nichts gesagt.
Okay, aber zumindest demütig im Sinne von unterordnen.
Ich ordne mich nicht gerne jemandem unter, der sich meinen Respekt nicht verdient hat. Und Dein Gott hat das, wenn ich mich auf die Bibel beziehen darf, nicht getan, eher im Gegenteil.
Ich weiss nicht ob Du Vater bist. Wenn nein stelle Dir vor Du
wärst ein Vater. Müssten und könnten Deine Kinder Deine Liebe
zu Ihnen durch gute Taten „erkaufen“?
Nein, ich bin kein Vater, aber im spirituellen Sinne negiere ich die Existenz einer übergeordneten Wesenheit, so daß sich die Frage hier nicht stellt.
Würdest Du die Liebe abhängig machen, wie brav, wie gut das
einzelne Kind ist? Und wenn nein, von was würde Deine Liebe zu
den Kinder abhängen?
Diese Frage werde ich Dir erst beantworten können, wenn ich Vater bin. 
Wenn Du jemanden alle Tage einen Ohrfeige gibst und dafür
demjenigen alle Tage auch viele Küsse gibst, kannst Du die
Ohrfeigen damit nicht aufwiegen. Mit anderen Worten diese
Sünden kann niemand selber abtragen.Wie gesagt, imho existiert so etwas wie „Sünde“ nur als
Konstrukt.
Ist das mit der Ohrfeige ein Konstrukt? Denke der Betroffene
sieht es nicht so
Der Betroffene ist vermutlich auch ein Mensch und denkt daher vermutlich in den Kategorien von Gut und Böse.
Die stelle ich ja auch nicht Frage - wir Menschen brauchen sie, um entscheiden zu können; der eine mehr, der andere weniger.
Diese Kategorien auf „das Ganze“ zu übertragen, halte ich für vermessen und nicht berechtigt.
„Der Welt“ ist es egal, ob ich jemandem eine Ohrfeige gebe oder nicht. Davon ab glaube ich daran, daß auch solch ein Vorkommnis einen Sinn hat, auch, wenn er sich uns zunächst nicht erschliessen mag. Das liegt jedoch am naturgemäß begrenzten Horizont.
In was für Zeiträumen denkst Du? Wann war es denn besser? Vor
zwanzig Jahren? Was sind zwanzig Jahre? Wie hat sich die
Menschheit in den letzten 20000 Jahren entwickelt?dENKE SO IN zEITRÄUMEN VON 25 EVENT 50 jAHREN. Soweit wir
zurückblicken können, wurden die Menschen immer etwas
egoistischer, härter, unsensibler etc. Denk wie es auf dem
Pausenplatz Deines Grossvaters zu und her ging und denk wie es
jetzt zu und her geht.
Ich weiß, wie es im Elternhaus meiner Eltern zuging, und in meinem. Da ist es echt besser geworden, so rein subjektiv 
(Wunderheilungen)
Trotzdem sind sie für mich insofern nicht
wichtig, als daß sie nicht zwingend nur christlich erklärbar
sind und nicht unbedingt Ereignisse spiritueller Erkenntnis
sein müssen.Stimmt, nicht zwingend, aber vieleicht eben doch und wie
willst Du es wissen, ob sie es sind??
Ich weiß es nicht. Aus der Summe meiner bisherigen Erfahrungen und Gedanken schließe ich, daß sie mit Christentum nichts zu tun haben.
Wie schon erwähnt, sollte sich da erkenntnismäßig nochmal groß was tun, sperre ich mich nicht dagegen, aber bislang ist mir da nichts begegnet, was mich an meiner Sicht der Dinge hat zweifeln lassen 
Oh, letztlich betrifft Erleuchtung immer nur den Erleuchteten,
wenn Du diese esoterische Wortwahl erlaubst. Ich hab nix von
der Erleuchtung anderer.Stimmt, aber wenn es einen Weg gibt und der Weg durch jemanden
gegangen ist, könntest Du ihn auch gehen. Ob Du gehen willst,
wäre dann nur noch abhängig, wie das Ziel ist, oder?
Ich kann und muß meinen Weg letztlich allein finden. Es mag ein anderer als Deiner oder der von sonstwem sein. Wo das Ziel ist, seh ich, wenn ich da bin
Vielleicht treffen wir uns ja mal wieder
Man sieht sich ja immer zweimal im Leben, mindestens 
Die Berichte von den Wegen anderer schaue ich mir manchmal an. Dadurch hab ich auch schon ein paar Menschen kennengelernt, deren Weg dem meinen ähnlich zu sein scheint, oder mit denen ich ein Stückchen gemeinsam gehen konnte, bis wir dann jeweils wieder eine andere Richtung eingeschlagen haben. Wie gesagt, jeder hat seine Aufgabe, und dadurch hat auch jeder seinen eigenen Weg. Ich glaube daran, daß das Ziel letztlich dasselbe ist, nämlich die Auflösung des Individuums und die Rückkehr ins Kollektiv, die „Ursuppe“.
Gruß,
-doc.