Dazu fallen mir zwei Alternativen ein:
a) Gott hat den Urknall gemacht(das ist auch meine Meinung).Und wo war er selbst zu diesem Zeitpunkt ?
Gott war und ist immer noch ausserhalb des Universums.
Im Brett Religion könnte man das so stehenlassen. Hier ist
aber Mathe/Physik. Wenn Du es schon nicht beweisen kannst,
solltest Du es wenigstens plausibel erklären können. Wenn er
also außerhalb des Universums ist, ist er min. 10 milliarden
Lichtjahre von uns entfernt. Er bräuchte dann über 20
milliarden Jahre, um unsere Gebete zu erhören und darauf zu
reagieren.
Falsch! Gott ist ausserhalb des Universums, aber es macht keinen Sinn mit unseren Raumbegriffen seinen Ort zu beschreiben. Er befindet sich ja ausserhalb unseres Raum-Zeit Kontinuums. Man koennte das mit einem Modell so beschreiben: Wenn wir zweidimensionale Wesen in einem zweidimensionalem Universum waeren, koennte sich ein 3dimensionales Wesen beliebig nah „ueber“ uns befinden, und doch waere es fuer uns nicht erreichbar und nicht erfassbar.
Ob vorher wirklich nichts war, ist sowieso die Frage. Für
einen großen Knall braucht man aber keine schöpferischen
Kräfte.Natuerlich. Man bedenke, dass saemtliche Materie-Energie in
diesem Knall geschaffen wurde, ebenso die physikalischen
Gesetze. Man braucht dafuer eine enorme Macht und auch ein
Genie um all die Gesetze richtig festzulegen…Woher weisst Du das so genau ? Warum müssen die Gesetze
festgelegt werden ? In der Mathematik gibt es einige Axiome,
aus denen sich die Gesetze zwangsläufig ergeben. In der Physik
ist das sicher nicht anders. Die Physik hat aber den Vorteil,
daß sich viele Gesetze durch Experimente und Beobachtungen
überprüfen lassen.
Nun, aber die Erschaffung von Materie aus dem Nichts ist sicherlich eine enorme Sache. Und andersherum kannst Du mir auch nicht beweisen, dass die physikalischen Gesetze von alleine entstanden sind. Also bleibe ich bei meiner These…
Daran zweifele ich auch nicht, nur wo- und wannimmer ein
Universum nicht funktioniert, wird sich auch niemand Gedanken
darüber machen können. Wer weiss, wie viele Universen es vor
unserem gab, bis endlich alles passte.
Also dahinter steckt dann der Gedanke dass es viele Universen gibt die gleichzeitig oder hintereinander geschaffen wurden…Interessant…
Die Frage ist ob man den Gedanken auch auf die
physikalischen Gesetze uebertragen kann. Also nur unter
bestimmten physikalischen Gesetzen ist der Aufbau von
komplexeren Strukturen wie Protonen, Atomen, Molekuelen,
Makromolekuelen, Zellen, Organismen, etc…moeglich.Was spricht dagegen, die Physik und die anorganische Chemie
als die ersten Schritte der Evolution zu betrachten ?
Ok, gute Antwort! Allerdings zweifle ich daran dass die physikalischen Gesetze evolutionaer geschaffen sind! Bei Atomen, Protonen, etc mag das der Fall sein, aber die Gesetze selbst? Denn fuer eine Evolution, sei es auf subatomarer Skala oder sonstwie muss es immer Gesetze geben, die das zusammenspiel regeln. Ich glaube nicht, dass die Gesetze selbst evoluieren koennen. Denn die Evolution baut wie gesagt immer auf etwas schon vorhandenem auf!
Nein, ist es nicht. Ich bezog mich nicht nur auf biologisches
Leben sondern auch auf physikalische Strukturen. Man findet im
ganzen Universum komplexe Strukturen: Elementarteilchen,
Atome, Molekuele. Diese interagieren auch auf komplexe Weise,
ueben Kraefte aufeinander aus, bilden Sterne, Planeten,
Sonnensysteme, Galaxien, erzeugen elektromagnetische Strahlen,
etc… ein doch recht komplexes Verhalten. Wenn wir nur eine
Materie-Energie Suppe haetten, gaebe es eventuell nicht einmal
Elementarteilchen, keine Atome, keine Molekuele, keine
komplexe Interaktion, sondern eben nur ein zielloses,
ungeordnetes „herumschwimmen“ im Raum-Zeit Gefuege…Doch, wie Du selbst schreibst, „findet“ man komplexe
Strukturen, d.h., wenn man danach sucht. Wenn Du Dir
willkürlich einen Kubikkilometer des Universums herauspickst,
wirst Du darin mit ziemlicher Sicherheit nichts finden als ein
paar Photonen und einfache Elementarteilchen, die dort ziellos
herumschwimmen.
Selbst ein Elementarteilchen stellt schon ein komplexes Gebilde dar. Und wenn Du nachts in den Himmel schaust wirst du Milliarden Sterne erblicken…
Die Erklaerung finde ich nicht ueberzeugend. Erstens koennen
nur Ereignisse eintreten die auch moeglich sind. Zweitens
werden selbst alle moeglichen Ereignisse NICHT in der ganzen
Existenzzeit des Universums eintreten. Z.B. Es ist moeglich
durch zufaelliges erzeugen von Buchstaben das ganze Brockhaus
Lexikon zu erhalten. Doch wird das nie eintreten, denn dieses
Vorgehen wuerde laenger dauern als Energie im Universum zur
Verfuegung steht.Es müssen ja auch nicht alle möglichen Ereignisse eintreten,
eben nur die, die ausreichend wahrscheinlich sind.Denkfehler. Gott muss nicht erschaffen worden sein! Wir wissen
dass das Universum nicht ewig existiert hat. Es gab einen
Zeitpunkt Null(=Urknall), also wurde es erschaffen und es
stellt sich die Frage wie oder durch wen oder was.Wo ist da ein Denkfehler ?
Bei Gott setze ich einfach voraus dass er ewig IST.
Warum ? Woher weisst Du das ?
Gott kann
nicht erschaffen worden sein, sonst waere er nicht Gott,
sondern ein Geschoepf. Nach meinem Weltbild kann man alles in
zwei Kategorien einordnen: Schoepfer oder Schoepfung.Das ist Dein Glaube und hat nichts mit Naturwissenschaft zu
tun
Nun bevor einen Theorie bewiesen ist, wird sie geglaubt. Man hat jahrelang auch an physikalisch falsche Theorien geglaubt. Z.B. die Newtonschen Gesetze, heute weiss man dass sie FALSCH sind weil in wahrheit nur eine grobe Annaeherung…
Gruss Abe…

