Pulsunterscheid zwischen Männer und Frauen

Hallo alle zusammen!

Jetzt am Sonntag habe ich meine DSSV-Prüfung und ich habe noch eine Frage:

Warum liegt der Puls von Frauen etwas 5 bis 10 bpm höher als die von Männer? Eine Erklärung, die ich gefunden habe, war, dass Frauen weniger Blutvolumen im Körper haben. Aber warum?

Vielen Dank für die Hilfe. Bin etwas ratlos…

Bea

Alles Herzenssache!
Hi Bea,
die Bezeichnung „BPM“ dient als Abkürzung für „Beats per Minute“ (Schläge pro Minute) und gilt ausschließlich als Tempo-Maß eines Musikstücks. Die bpm bei Aerobic oder Thai-Bo liegen z.B. wesentlich höher als bei Step oder Workout. Während beim Thai-Bo nicht selten Musikstücke mit 170 bpm aufgelegt werden, tummelt man sich beim Bodenworkout vielleicht gerade mal mit 100 bpm auf der Matte.
Bpm hat also nichts mit Puls, Herzfrequenz, Blutdruck oder so zu tun.
Nun zu deiner eigentlichen Frage:
Frauen sind - statistisch gesehen - körperlich kleiner als Männer und haben dadurch auch ein kleineres Herz. Demzufolge können große „Männerherzen“ mit weniger Schlägen das Blut durch den Körper pumpen als die kleinen „Frauenherzen“. So zumindest habe ich es gelernt.

Interessantes zu dem Thema kannst du auch hier nachlesen:

/t/blutdruck–7/1697237

Viel Glück am Sonntag!
Red

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Warum liegt der Puls von Frauen etwas 5 bis 10 bpm höher als
die von Männer? Eine Erklärung, die ich gefunden habe, war,
dass Frauen weniger Blutvolumen im Körper haben. Aber warum?

Hallo !

Ich war nach einer Herzoperation in einer Reha und dort wurde kein Unterschide gemacht, zwischen Männern und Frauen. Die Werte aren gleich.

Weniger Blutvolumen? Aber auch kleineres Herz! Damit also die gleichen Zustände.

Hätten sie nur weniger Volumen, könnte ihr Puls sogar geringer sein. Warum bei weniger Blut, höheren Puls?

mfgConrad

Hallo Bea,

Warum liegt der Puls von Frauen etwas 5 bis 10 bpm höher als
die von Männer? Eine Erklärung, die ich gefunden habe, war,
dass Frauen weniger Blutvolumen im Körper haben. Aber warum?

Frauen sind durchschnittlich kleiner als Männer, haben deshalb geringere Blutvolumina und kleinere Herzen, wenn man herzgesunde Frauen und Männer miteinander vergleicht. Kleinere Herzen haben im Normallfall geringere Schlagvolumina, sodass demzufolge der Puls höher ist. Noch auffälliger ist dies bei Kindern, je kleiner, um so höher ist die Pulsfrequenz.

Je langsamer ein Herz schlägt, umso größer muss das Schlagvolumen sein, um noch ein ausreichendes Herzminutenvolumen aufbauen zu können.

http://rsc-wiesbaden.com/public/forum/posting.php?mo…

Übrigens, alle modernen Sportcomputer mit Brustgurt (Sender - Empfänger) zeigen die Herzfrequenz in „bpm“ an, auch bei unserem Crosstrainer ist dies so :smile:

Viele Grüße

Renate

Pulsunterscheid zwischen Männer und Frauen
Hallo Renate,

ich weiß natürlich nicht, über welche „modernen“ Sportcomputer du verfügst.

Übrigens, alle modernen Sportcomputer mit Brustgurt (Sender -
Empfänger) zeigen die Herzfrequenz in „bpm“ an, auch bei
unserem Crosstrainer ist dies so :smile:

Fakt ist aber, dass sich die Abkürzung „beats per minute“ auf das Musiktempo bezieht, was sich auch sehr einfach per Internet-Recherche nachweisen lässt, z.B.:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beats_per_minute

Gerade, wenn jemand vor einer Prüfung steht, sollte man dies wissen und sich nicht durch irgendwelche möglichen Entfremdungen durch die Sportindustrie verwirren lassen.

Grüße
Red

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Hi Bea,

ich habe im letzten Herbst meine Ausbildung als Übungsleiterin absolviert und wurde dort u.a. gefragt, was die Abkürzung bpm bedeute und auf was sie sich beziehe. Ich habe das geantwortet, was Red schon gepostet hat, und die Antwort war selbstverständlich richtig.
Auf jeder Sport-CD steht hinter dem Titel die ursprüngliche bpm-Zahl, die man übrigens mit einem entsprechenden Gerät noch hoch"pitchen" kann.
Auch bzgl. der Pulsfreuquenz wurde uns beigebracht, wie Red ebenfalls schon erwähnte, dass der Durchschnittsmann größer ist als die Durchschnittsfrau und seine Organe demzufolge auch größer sind. Ein großes Herz transportiert das Blut eben mit weniger Schlägen durch den Körper als ein kleines.

Ich wünsche dir für Sonntag viel Glück!
Blümchen

Hi,

die Bezeichnung „BPM“ dient als Abkürzung für „Beats per
Minute“ (Schläge pro Minute) und gilt ausschließlich als
Tempo-Maß eines Musikstücks.

Ausschließlich?
Eine einfache Abfrage in Pubmed
(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?CMD=se…)
nach „bpm“, brachte mir 3407 Antworten, wo sich „bpm“, soweit ich das stichprobenartig überprüft habe, überwiegend auf die Herzfrequenz bezog.

Mag sein, dass für dich es ausschließlich so ist, aber ich kenne die Abkürzung „Bpm“ auch überwiegend aus der Medizin.
Ich hab hier auch noch einen Bogen von einem Laktatleitungstest, da steht auch bei der Herzfrequemz als Abkürzung „Bpm“ dahinter, das ist aber von einem
sportwissenchaftlichen Institut und die haben ja keine Ahnung:wink:

CU

Axel

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owT: Danke für die Info

Hi,

Hallo Red,

Fakt ist aber, dass sich die Abkürzung „beats per minute“ auf
das Musiktempo bezieht, was sich auch sehr einfach per
Internet-Recherche nachweisen lässt, z.B.:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beats_per_minute

Manchmal finden die gleichen Begriffe synonym auf ganz unterschiedlichen Gebieten ihre Verwendung, daher ist der Begriff bpm (Beats per minute) gleichermaßen in der Musik, aber auch in der Medizin zu Hause, siehe z. B.:
http://www.americanheart.org/presenter.jhtml?identif…
http://www.medizin-2000.de/kardiologie-aktuell/ausga… (siehe unter „Results“)

Übrigens zeigt das Display unseres Crosstrainers unter „bpm“ die aktuelle Herzfrequenz an.

Viele Grüße

Renate

Hallo Renate,
das war mir so nicht bekannt, Danke für die Aufklärung. Meine medizinischen Kenntnisse beschränken sich auf das einfache sportmedizinische Niveau (Verstauchungen, Prellungen, 1. Hilfe) und ich kannte den Begriff bpm eben nur aus dem Bereich Sport und Fitness.

Grüße
Red

Antwort und noch mehr
Hallo alle, die hier geposted haben,

zuerst vielen Dank für die Hilfe und die rege Teilnahme!

Mit der Einheit bpm wollte ich keine Disjussion auslösen, eigentlich ist das unwichtig, ich wollte eigentlich über den Puls wissen!

Hier einiges, was ich bei der Suche nach einer Antwort gefunden habe. Jetzt bin richtig schlauer!

Körperbau:
Frauen sind in der Regel kleiner und ihr Skelett ist im Durchschnitt bis zu 25% leichter. Durch einen zusätzlichen schwächeren Aufbau der Röhrenknochen könnte es in entsprechenden Situationen schneller zu Knochenbrüchen kommen.
Frauen haben schmalere Schultern, kürzere Extremitäten und ein breiteres Becken als Männer. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass diese Proportionsunterschiede eine Verlagerung des Körperschwerpunktes (weiter nach unten) bewirken. Negativ wirkt sich das vor allem auf Lauf- und Sprungdisziplinen aus.
Vorteile gewinnen die Frauen daraus aber im Schwimmen, weil sie zusätzlich zum tieferen Körperschwerpunkt und eine kürzere Rumpflänge als der Mann aufweisen. Zur Aufrechterhaltung der Schwimmlage im Wasser muss Sie deshalb weniger Kraft als Er aufbringen. Diese Tatsache erklärt die im Schwimmen erheblich geringer als in andren Sportarten ausfallenden Leistungsunterschiede von Männern und Frauen.

Muskulatur:
In diesem Bereich finden wir sehr große geschlechtsspezifische Unterschiede. Frauen haben nachweislich weniger Muskelmasse als Männer. Außerdem verfügen Frauen über einen (bis zu 10%) höheren Anteil an Körperfett. Diese Fettpolster verteilen sich zumeist unter der Haut - im Bindegewebe. Der erhöhte eingelagerte Fettanteil in den Muskeln trägt erheblich dazu bei, dass Frauen weniger Kraft als Männer entwickeln können.
Obwohl es oft anders vermutet wird – die (schnellen und langsamen) Muskelfasern sind bei beiden Geschlechtern annähernd gleich verteilt. Der Muskelfasertyp ist nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht geschlechts- sondern genspezifisch. Eine weitere Ursache für die geschlechtsspezifische Ausprägung der Muskulatur ist der erhöhte Testosteron-Spiegel beim Mann.

Herz-Kreislauf-System & Atmung:
Bedingt durch die geringeren Muskel- und Gesamtkörpermassen sind folglich auch die Herz-Kreislauf-Parameter der weiblichen Anatomie verändert. Aufgrund der kleineren Abmessungen der meisten Organe fallen die resultierenden Organ-Leistungen von Frauen meist geringer aus.
Frauen haben ein kleineres Herz, weisen eine geringere Blutmenge und eine geringere Konzentration an Sauerstoffträgern auf. Ebenso lassen sich - zum Teil ziemlich erhebliche - Unterschiede in der Atmung feststellen. Die benötigten Organe (Atemwege, Lunge) sind bei der Frau viel kleiner. Insgesamt bewirken all diese Faktoren eine geringere maximale Sauerstoffaufnahme der Frauen im Vergleich zu Männern.

Wärmeregulation:
Auch in diesem Bereich treten Leistungsunterschiede auf, denn Frauen reagieren auf Wärmereize nachweislich ungünstiger als Männer. Bei einer Wärmebelastung müssen Frauen deshalb mit einer früheren Leistungslimitierung rechnen. Frauen verfügen über weniger Schweißdrüsen und weisen bei gleichen Belastungen eine geringere Schweißrate auf. Namenhafte Sportmediziner stellten bereits 1979 fest, dass bei Frauen bereits bei geringeren Graden der Dehydration (Wasserentzug) ein Erschöpfungszustand eintritt.
Wie wirken sich die Erkenntnisse der genetischen Unterschiede auf die sportliche Leistungsfähigkeit – und damit auf die motorischen Hauptbeanspruchungsformen (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination, Beweglichkeit) aus?

Kraft:
Bis zur Pubertät (ca. 12. Lebensjahr) weisen beide Geschlechter annähernd gleiche Kraftwerte auf. Nach dem Hormonschub der Pubertät jedoch, bilden sich Unterschiede heraus, die bewirken, dass Frauen mit Eintritt in das Erwachsenenalter nur etwa 2/3 der Maximalkraft des Mannes entwickeln können. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist der anabole (eiweißaufbauende) Effekt des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Deshalb lässt sich feststellen, dass Frauen Männern in allen Krafteigenschaften (Schnellkraft, Maximalkraft, Kraftausdauer) deutlich unterlegen sind.
Große Unterschiede treten zwischen der Kraftentwicklung der einzelnen Muskelgruppen – z.B. zwischen Rumpf- und Gliedmaßenmuskulatur auf.
Man nimmt weiterhin an, dass diejenige Muskulatur, die vorrangig aus den so genannten „schnellen“ Fasern besteht beim Mann besser trainierbar ist – ebenfalls mit der Testosteronwirkung begründet. Durch die unerlaubte Einnahme von anabolen Steroiden (männlichen Hormonen) könnten Frauen diesen Effekt bei sich künstlich hervorrufen und damit besonders in Kraft- und Schnellkraftdisziplinen Vorteile erzielen. Deshalb sind genau diese Sportdisziplinen wohl auch im weiblichen Bereich besonders anfällig für den Missbrauch mit den entsprechenden Mitteln.

Ausdauer:
Wichtige limitierende Faktoren der Ausdauerleistungsfähigkeit sind vor allem die sauerstoffaufnehmenden und –transportierenden Vorgänge im Körper. Diese sind wiederum von der Körperzusammensetzung (höherer Körperfettanteil der Frau) und der Muskelfaserstruktur (annähernd gleich) abhängig.
Da wie bereits festgestellt, Frauen in dieser Hinsicht den Männern in den meisten Fällen „unterlegen“ sind, verwundert es nicht, dass sie auch dementsprechend die geringere Ausdauerleistungsfähigkeit besitzen. Das schließt jedoch nicht aus, dass Frauen im Rahmen ihres Leistungsniveaus ebenso belastbar sind wie Männer.
Die im weiblichen Organismus in größerer Menge gespeicherten Fette und deren eventuelle bessere Verwertbarkeit kann der Frau allerdings Vorteile auf (ultra)langen Strecken bringen. Als Beweis dafür wird oft das erfolgreiche Abschneiden der Frauen z.B. beim 100 km Lauf von Biel in der Schweiz oder ähnlichen Wettkämpfen herangezogen.

Schnelligkeit:
Ebenso wie Kraftleistungen werden auch Schnelligkeitsleistungen zu einem großen Anteil von kraftabhängigen Größen limitiert. Man nimmt an, dass sich damit der ca. 10%ige Leistungsrückstand der Frauen erklären lässt. Auch hier sind wieder die größere aufbaubare Muskelmasse, die bessere Trainierbarkeit der Kraft und der höhere Testosteronspiegel ausschlaggebend für den Leistungsfortschritt der Männer.

Koordinative Fähigkeiten:
Diese Fähigkeiten – in Ihrer Gesamtheit auch als „Gewandtheit“ bezeichnet, scheinen bei beiden Geschlechtern weitestgehend gleich ausgeprägt. Im Sport besteht daher evtl. die Möglichkeit, dass Frauen aus der besseren Koordinationsfähigkeit Nutzen ziehen und damit Kraft- bzw. Schnelligkeitsdefizite ausgleichen. Sportarten, die ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeit verlangen (wie z.B. Kunstturnen, Eiskunstlauf, Rhythmische Sportgymnastik) sind daher für Frauen besser geeignet.

Beweglichkeit:
Durch bestimmte Hormone (Östrogene) ist in den weiblichen Muskeln mehr Wasser und Fett eingelagert. Das führt zu einer erhöhten Elastizität und Dehnfähigkeit des Muskel- und Bindegewebes. Hinzu kommt eine teilweise veränderte anatomische Form der weiblichen Gelenke. Daraus resultiert im Endeffekt eine bessere Beweglichkeit. Nachteilig kann jedoch eine häufig bei Frauen auftretende, übernormale Beweglichkeit sein, weil deshalb u.a. öfter Verletzungen (Distorsionen und Luxationen) auftreten können.

Bewirken also letztendlich Hormone die entscheidenden Unterschiede?
Die unzähligen Faktoren, die für das Erbringen einer sportlichen Leistung nötig sind, werden sowohl von männlichen und weiblichen Hormonen gesteuert bzw. stark beeinflusst. Unbestritten ist, dass es bei Frauen viel stärker ausgeprägt zu Hormonschwankungen kommt, die sich auf Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit auswirken. Andererseits bewirkt körperliche Aktivität eine Beeinflussung der Hormonwirkungen. Es bestehen also enge Verflechtungen zwischen Hormonwirkungen und Leistungsfähigkeit.
Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Bereich sind sehr zahlreich und werfen viele Folgefragen zur weiblichen Ernährungs- bzw. Trainingsgestaltung, die speziell auf die Stoffwechselsituation der Frau ausgerichtet sind, auf.

Resümee: Bei der Beurteilung von geschlechtsspezifischen Unterschieden in der sportlichen Leistungsfähigkeit ist zu beachten, dass die Verschiedenheit des weiblichen Geschlechts nicht grundsätzlich Unterlegenheit bedeutet, sondern eher Ausdruck einer naturgegebenen Verteilung von Sonderaufgaben ist, die im Laufe der Evolution geschaffen wurden, um die Erhaltung der Art zu sichern. Genau betrachtet ist es sogar erstaunlich, zu welchen Leistungen Frauen trotz ihrer „angeborenen Benachteiligung“ fähig sind. Der weibliche Organismus scheint besonders geeignet zu sein, den Verbrauch seiner Energiereserven zu optimieren, psychischen Belastungen zu widerstehen und angebliche Nachteile positiv für sich umzusetzen.
Für das sportliche Training müssen demzufolge keine trainingsmethodischen Sonderregelungen aufgestellt werden. Die dem Training zugrunde liegende Trainingssteuerung erfolgt nicht geschlechtsspezifisch, sondern individuell – man orientiert sich an persönlichen Kenngrößen. Und wie bereits festgestellt, sind Frauen im Rahmen ihres persönlichen Leistungsniveaus ebenso belastbar wie Männer.

[Was heißt Ruhepuls?]
Als Ruhepuls oder Ruheherzfrequenz (RHF) werden die Anzahl Schläge in einer Minute bezeichnet, wenn du dich in völliger, ununterbrochener Ruhe befindest.

[Wann misst man den Ruhepuls?]
Die RHF wird normalerweise frühmorgens vor dem Aufstehen im Bett liegend gemessen.

[Wie hoch ist der Ruhepuls?]
Die RHF variiert von Person zu Person. Die Unterschiede lassen sich einerseits genetisch bedingt erklären, anderseits aber auch durch Anpassungsvorgänge des Organismus. Auch zwischen den Geschlechtern bestehen große Unterschiede, wobei die Herzfrequenz von Frauen fünf bis sieben Schläge pro Minute höher liegt als die von Männern, was auf die proportional geringere Herzgröße der Frauen zurückzuführen ist.
Ein größeres Herz muss, um die gleiche Menge Blut im Körper zirkulieren zu lassen, weniger Schläge pro Minute absolvieren, es arbeitet ökonomischer.

Die durchschnittliche RHF liegt zwischen 60 bis 80 Schlägen pro Minute.

[Maximalherzfrequenz MHF]
[Was ist die MHF?]
Die MHF bezeichnet die höchste Herzfrequenz, die das Herz unter einer bestimmten Belastungsform erreichen kann. Dabei gibt es sportartspezifische Unterschiede.
Deine MHF beim Radfahren unterscheidet sich leicht von der beim Skilanglauf, Schwimmen, Laufen oder beim Aerobic.

Mit der Faust-Formel:

Herren: 220 - Alter = MHF
Frauen: 226 - Alter = MHF

kann man die MHF ungefähr ausrechnen.

Hallo Red,

überhaupt kein Problem :smile:

Ich muss ja auch gestehen, dass mir der Begriff „bpm“ zunächst nur aus medizinischer Sicht her bekannt war.
Erst du, dann Google und auch mein Mann (ja, hat er doch schon lange gewusst, dass bpm in der Musik eine Rolle spielt… haha) habt mich
über den weiteren Gebrauch dieses Begriffs aufgeklärt - habe mich auch gleich überzeugen lassen…

Schöne Grüße

Renate

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Eine Erklärung, die ich gefunden habe, war,

dass Frauen weniger Blutvolumen im Körper haben. Aber warum?

Die Erklärung wurde schon gegeben: Die „durchschnittliche“ Frau ist kleiner, hat also ein kleineres Herz und weniger Blutvolumen als ein „durchschnittlicher“ Mann.
Verwirrend kann ein Trainingseffekt sein. Unter Training steigen Herzvolumen, Schlagvolumen, Herzmuskeldicke, Anzahl rote Blutkörperchen, Plasmavolumen, Kapillaern (Haargefässe in den Endorganen, z.B. Muskeln) etc. Deshalb kann eine tranierte Frau selbstverständlich ein grösseres Schlagvolumen haben als eine coach potatoe von Mann.
Hilfreich ist (vielleicht, vielleicht auch verwirrend) nicht vom Herzen, sondern vom Muskel her zu denken. Ein arbeitender Muskel braucht mehr Sauerstoff und Nährstoffe (als ein ruhender). Wie kann der Körper diesen erhöhten Bedarf sicherstellen?

  • Kurzfristig (unter anderem): Pumpe arbeitet schneller (Herzfrequenz geht rauf)
  • Längerfristig (unter anderem): Pumpe wird grösser (Schlagvolumen geht rauf)
  • Transportmittel wird vermehrt (Rote Blutkörperchen und damit Sauerstoff-Transport geht rauf)

Hilfreich kann auch sein, einen Messwert konstant anzunehmen, das heisst: Wenn z.B. bei gleichem (konstantem)Bedarf des Muskels das Schlagvolumen des (trainierten) Herzens grösser ist, dann muss es weniger pumpen (als das untrainierte).

Nach Herzoperation: Der Unterschied von ca 5 Schlägen mag zwar statistisch spannend sein, spielt aber in der Praxis (nach einer Herzoperation, z.B.) keine Rolle. Die empfohlenen Herzfrequenzbereiche werden ja nicht auf den Schlag genau angegeben (oder misst du so genau?).

Zum Schluss noch eine Entschuldigung an die Musikfans, dass die bösen Sportwissenschaftler und Mediziner so saufrech die bpm’s geklaut haben :wink:

Vielen Dank für die Hilfe. Bin etwas ratlos…

Bea

Warum liegt der Puls von Frauen etwas 5 bis 10 bpm höher als

die von Männer?