Hallo Ivo,
entschuldige dass ich mich hier einmische, aber hier wird es
gerade interessant.
Für mich ist es schon länger interessant, wie viel Energie und Geduld von manchen Männern aufgebracht wird, einer Mutter von drei Kindern auszureden, dass 200 Km für sie zu schnell sind.
Deinen 3 Punkte-Plan fand ich besonders interessant.
Dies würde also bedeuten, dass
a) Angst vor Geschwindigkeit anerziehbar ist
Natürlich ist die Angst vor Geschwindigkeiten anerziehbar, wie jedes
Angstverhalten. Darum habe ich geschrieben
Man soll Kindern keine Angst einjagen, aber es ist ein Teil der Erziehung, ihnen Gefahren erkennen, zu lernen
b) die neuen Autofahrer alle Mami&:stuck_out_tongue_winking_eye:api als Vorbild haben
Entschuldige bitte, aber mit der Realität hat das ganz und gar
nichts zu tun.
Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, aber vielleicht etwas differenzierter denken, die Realität wird auch verschieden empfunden.
Ich kenne Frauen deren Mütter echte Keifen waren und die sind auch Keifen geworden, genauso kenne ich Frauen mit keifenden Müttern, die
das nicht tun. 
Zum einen Orientieren sich junge Autofahrer so gut wie nie an
Ihren Eltern.
Die jungen Autofahrer sollen sich ja nicht an ihren Eltern orientieren, sonder für sich selber entscheiden können, wenn es gefährlich wird.
Das muss man ihnen aber von Kinderbeinen an lernen, genauso wie sich an Gesetze zu halten und ganz wichtig, tolerant zu sein anderen gegenüber.
Wenn jetzt die Familie ausfährt und der Mama ist es zu schnell, dann fährt man einfach langsamer.
Ich fahre viel Auto, ich nehme es nie persönlich wenn mich wer bittet, langsamer zu fahren. Wenn ich fremde Kinder mithabe und der Mutter es leichter ist, fahre ich eben langsam.
Sie reissen sich höchsten zusammen, wenn sie
diese mal mitnehmen um sich nicht die Sprüche a la „fahr doch
nicht so schnell“, „halt mehr Abstand“ und co. anhören zu
müssen.
Also wenn ich meine Mutter im Auto habe, fahre ich seniorengerecht,
ohne dass sie mich darauf aufmerksam machen muss.
Auch meine Mutter fährt forbildlichst… mein Vater auch nie
allzu zuschnell. Wir wurden beide 2 Millionen mal über Raser
aufgeklärt.
2 Millionen mal, dürfte etwas zuviel sein
Kinder schalten auf Durchzug, wenn Eltern zu viel Gewicht ins Zeug legen.
Ich habe dazu geschrieben
Wenn du sie auf Raser aufmerksam machst, auf gefährliche Verkehrssituationen, dann finden sie sehr bald den Sinn für
verantwortungsbewusstes Verhalten und dass 200 KM alles andere
als eine Gaudi ist.
Und da steht jetzt die Gaudi oder der Spaß, die manche ihren Kindern vermitteln.
Das zieht sich durch meine ganzen Artikel in diesem Thread, dass es eine ernste Sache ist und kein Spaß, denen man Kindern vermitteln soll.
Trotzdem fahre ich gerne mal schnell und mein Bruder sogar
noch schneller (da er den schnelleren Wagen hat) wenn es die
Straßenverhältnisse zulassen.
Ok, das verstehe ich ja. Es würde die Autolobby nicht immer schnellere Auto entwickeln, wenn die Nachfrage nicht gegeben wäre.
Mir geht es darum, auf einander Rücksicht zu nehmen.
Ich denke, die Fragerin in diesem Thread ist keine Tussi, bei Tempo 200 kringeln sich bei mir auch die Zehennägel auf, wenn ich daran denke, dass es so viele Unfälle wegen Rasern gibt.
Du kannst gerne meine Logik hinterfragen, die lautet, ich vertraue niemanden mein Kind an, der schnelles Fahren als Spaß vermittelt.
Da hört bei mir jedes Gottvertrauen auf, da schreite ich ein.
Viel wichtiger scheint mir, dass man den Kindern beibringt,
den Straßen- und Verkehrsverhältnissen (und den erlaubten
Geschwindigkeiten) nach angepasst zu fahren.
Genau meine Rede, damit vermittelt man ihnen, dass es ihr Empfinden ist
Stopp zu sagen, wenn es ihnen zu schnell geht.
Es gehört eine Menge Mut dazu, Stopp zu sagen. Wenn ich das meinen Kindern nicht beibringe, weil ich das selber nicht vermitteln kann, dann
werden sie das in keiner Lebenslage könne.
Auch wichtiger als die Angst in den Tod zu rasen, ist es das
notwendige Verhalten in "Extrem"situationen im Straßenverkehr
beizubringen. z.B. wie verhalte ich mich wenn ein Drängler
hinter mir auftaucht, usw. usw.
Es wird schon viel angeboten, in diese Richtung. Ich habe ja sehr intensiv die Bestrebungen des ÖAMTC kennen gelernt.
Es geht aber meiner Meinung nach in diesem Thread, nicht um Crashkurse, sondern um das Recht einer Mutter, sich bei 200 km
Sorgen um ihre Kinder zu machen.
Alles was du schreibst Ivo, ist logisch für mich, aber es passieren einfach zu viele schwere Unfälle.
Ich gehe nicht immer davon aus, dass Gefühle und Sorgen überzogen sind.
Ich vertraue da auf meine Empfindungen, denn damit muss ich und nur ich damit leben.
Wenn jetzt Doro ihr Missfallen gegen Geschwindigkeiten ihres Ex ausdrückt, dann hat sie Empfindungen, die sie in diese Richtung gebracht haben. Für mich fängt mein Missfallen bei der Erwähnung,
dass 200 km als Spaß vermittelt werden, an.
Dann ist es einfacher, sie ernst zu nehmen, als ihr das auszureden.
Wenn Doro geschrieben hätte, ihr Ex fährt über 130km (ist in Ö gesetzliche Höchstgrenze auf Autobahnen)
dann würde ich auf der Seite der *Schnellfahrer* stehen.
Warum sich eine Mutter bei Tempo 200, so angegriffen und unverstanden fühlen muss, liegt an den untoleranten *Spinnern*, die Rücksicht nehmen im Auto, als Angriffe auf ihre Persönlichkeit sehen.
Ich lese zwischendurch, was für Begeisterungsstürme an der Schnell Fahrer Front ausbrechen,
lauter Experten die sich selber und gegenseitig hilfreich finden.
Ich bewundern Doro, oder finde ich sie zu wenig informiert, wie es im i-Net abläuft, ich denke darüber nach.
Ich würde einen Teufel tun, im w-w-w eine ernste Sorge von mir dem Hickhack und den tollen hilfreichen Antworten auszusetzen.
Toleranz wird laufend im w-w-w bekundet, aber es wird nicht gelebt.
Grummel!
Ich danke dir für deine konstrukiven Einwände, da komme ich auch aus mir raus.

Grüße an dich, von
Kerbi