Hallo Ivo,
du empfindest Doro als unglaubwürdig, warum?
es ist eine interessante Interpretation meiner Worte, die die
in keinster Weise zutreffend ist. Ich habe mit keinen Wort
gesagt, dass sie unglaubwürdig ist. Lies doch einfach was da
steht und nicht was du gerne lesen willst!
Ich will ja nicht gerne lesen, dass du sie als unglaubwürdig hinstellst, aber nachdem du so beharrlich von ihrern inkonsequent sein schreibst, oder
Ihre Ängste wohl eher irrational hoch überbewertet sind.
schreibst, dann komme ich zu dem Schluss.
Ich habe auch nicht geschrieben, dass du mit einem Wort gesagt hast, dass du sie unglaubwürdig nennst.
Ich habe geschrieben, du empfindest und dann ein Fragezeichen gesetzt.
Ich glaube Doro, dass Sie Angst um Ihre Kinder hat, wenn diese
mit Tempo 200 über die Autobahn kutschiert werden.
Ich sage nur: Das Gefühl dieser Angst ist überproportional
hoch im Verhältnis zu dem Risiko dem Sie sich selbst
auszusetzen bereit ist.
Das habe ich schon verstanden, dass du das sagst.
Nur ich weiß von mir, dass man anders empfindet wenn es einem nur selber betrifft. Wenn ich mit wem mitfahre, kann ich selber entscheiden
wie schnell ich den Fahrer fahren lasse. Da kann ich mich sozusagen wehren.
Wenn ich selber fahre, kann ich sowieso für mich entscheiden, wenn es mir zu schnell wird.
Wenn aber meine Tanja wo mitfährt, dann habe ich überhaupt keinen Einfluss darauf.
Ängste sind nun mal ein sehr subjetives Gefühl, das durch
viele Faktoren beieinflusst wird.
Ja und wenn wenig Vertrauen da ist, dann werden die Ängste größer.
Trotzdem wird man Ihr ja wohl vorhalten dürfen, dass es
außenstehend objektiv betrachtet keinen gravierenden
Unterschied macht, wer nun mit hoher Geschwindigkeit sein
Leben risikiert.
Sein Leben, ist aber was anderes, als das Leben von Dritten.
Besonders wenn es die Kinder sind.
Da fährt Mama dann wirklich anders, wenn sie Kinder im Auto hat.
Papa wahrscheinlich auch, aber so ganz sicher ist man sich nie.
Doro hat nicht geschrieben, dass sie es lustig fand.
Auch das habe ich mit keinem Wort gesagt. Trotzdem bitte ich
dich mal einfach Ihre und meine Worte so zu lesen wie sie
geschrieben stehen.
Ich lese immer für mich was im Hintergrund mit, ich kann nicht anders.
Ich weiß dass du nicht geschrieben hast, dass sie es nicht lustig fand.
Ich habe nur bei ihren Postings keine positiven Aspekte über Schnellfahrten mit Kindern gelesen, darum habe ich das geschrieben.
Hier wird eine Gefahr für die Kinder als höher angesehen, als
für die eigene Person.
Ist sie ja auch, weil man als Eltern eben die Verantwortung
für seine Kinder mitträgt.
Mit nichten habe ich behauptet dass Sie sich keine Sorgen
machen darf.
Ich weiß, aber warum muss sie sich denn überhaupt Sorgen machen?
Weil ihr Tempogefühl als Beifahrer vom Vater, überfordert ist?
Das lässt sich doch ganz einfach lösen, langsamer fahren.
Wenn mehr dahinter steckt, dann wird ihr das nicht helfen, aber geklärt wäre es für den Vater.
Ob das jetzt kindisch ist, irrrational, überzogene Sorge, ist doch egal
wenn es ihr dann besser geht.
Aber: Ein Kinderleben ist nicht mehr wert als das eines
Erwachsen und umgekehrt genau so. Tot ist tot.
Sehr brutal, dieser Satz! Für Gefühle, die nun mal da sind.
Sich blind darauf zu verlassen, dass andere genauso umsichtig
sind, wie man selber, wäre nicht richtig.
Stimmt.
Ich fürchte jedoch, dass es etwas ausserhalb Ihres
Einflussbereichs liegt.
Ja, stimmt.
Darum kann man ja besser mit den Sorgen um die Kinder umgehen, wo man genau weiß, dass man da nichts machen kann.
Sorgen, dass Terroristen die Schule der Kinder heimsuchen, die kann man leichter wegstecken.
Dazuhin halten sich 95% aller Autofahrer für
Überdurchschittlich gute Fahrer. Also ist das mit der eigenen
Umsichtigkeit so eine Sache.
Die eigene Umsichtigkeit soll man ja jedem zutrauen, macht man auch, sonst würde keiner mehr einen Meter mitfahren.
Was man noch machen kann, habe ich in diesem Thread mehr als einmal geschrieben, seine Kinder mit einbeziehen in das Fahrverhalten.
Du kannst es nicht abstreiten, dass Aufklärung immer sehr hilfreich für Kinder ist, egal in welchen Bereichen, Hauptsache altersgemäß.
Meine Tanja hat mir auch manchmal gesagt, warum fährst du so schnell.
War für mein Befinden nicht schnell, aber ich habe mich gefreut, dass sie ausspricht was sie empfindet.
Da konnte ich mir sicher sein, dass sie das auch beim Papa machen würde und später auch bei Freunden.
Ich nehme ja nicht an, dass der Vater sich und seine Kinder
umbringen will, aber er vermittelt ihnen einen Fahrspaß den es
nicht geben sollte.
So, macht er das? Warst du jemals da dabei?
Nein, war ich nicht.
Aber Doro hat geschrieben, dass ihre Kinder das super toll fanden.
Das älteste von Dores Kindern ist 13 wenn ich mich richtig
erinnere, da kann man damit rechnen, dass es sich schon sehr
genau ausdrückt.
Würde der Vater auf die Gefahren von schnellen Fahrten
hinweisen, wäre
Doro nicht so verunsichert.
Und warum sollte er den Kindern erzählen, dass es gefährlich
ist so schnell zu fahren? Es würde im Gegensatz zum eigenen
Verhalten stehen.
Weil der Vater damit rechnen muss, das seine Kinder mal mit Freunden
mitfahren, mit Eltern von Freunden, mit dem neuen Freund der Mutter,
selber fahren werden, in die Pubertät kommen…und und und.
Das betrifft aber nicht nur den Vater, sondern auch die Mutter der Kinder.
Also ehrlich darüber reden, den Kindern das Recht vor Augen zu führen, für sich Stopp zu sagen.
Dazu muss man sie auf mögliche Gefahren hinweisen und nicht über sie entscheiden.
Wenn man ehrlich zu seinen Kindern ist, spüren sie das.
Das ist lehrreicher, als sie später zu ermahnen, was sowieso wenig bringt.
Weil ein Vater sich ruhig trauen kann, auf Gefahren hinzuweisen, ohne sich selber bei Kindern in Misskredit zu bringen.
Im Gegensatz zum eigenen Verhalten, steht man öfter. Das kann man seinen Kindern auch vermitteln. Man soll ja nicht *puh* schnell gefahren, und *puh* zu langsam gefahren vermitteln.
Sie müssen selber entscheiden lernen, für sich und andere Verkehrsteilnehmer, Verantwortung zu tragen.
…ganz Ähnlich zu dem was bei Doro zu dem Thema im Kopf
abläuft.
Ich habe immer wieder geschrieben, dass sie mit ihren Kindern reden soll. Sie kann für sich so viel tun, wenn sie schrittweise den Kindern etwas Verantwortung für sich selber, abgibt.
Ich war mir einfach sicherer, wenn ich Tanja gefragt habe „Wie war die Fahrt“, wenn sie mir sagte, nicht zu schnell für mich,
gefährlich war es kurz, weil ein Autofahrer plötzlich auf unsere Spur kam, gut reagiert, nichts passiert.
Das ist natürlich die Abkürzung, von den Gesprächen mit Tanja.
Das die Kinder es toll fanden,
aber ihnen nicht bewusst ist, wie gefährlich das sein kann,
ist das Problem das ich sehe.
Ja das ist nun mal so. Schnelle Geschwindigkeit fasziniert den
Menschen seit Urzeiten.
Aber Kinder sollen da nicht beflügelt werden, kritiklos Geschwindigkeiten faszinierend zu finden.
Es ist meiner Meinung nach, nun mal einfach nicht so, auch nicht seit Urzeiten.
Eltern beeinflussen ihre Kinder, positiv oder negativ.
Wenn du mal die Kids auf Inliner oder
Fahrrad daherrasen siehst, müsstest du doch auch Angstzustände
bekommen.
Wenn ich ihnen gelernt habe, nur so schnell wie es für sie Sicher ist, bekomme ich keine Angstzustände. Ich kann meinem Kind nur soweit vertrauen, wie ich Vertrauen in mein Kind habe.
Wenn die Kids über ihre Verhältnisse rasen, dann sollten sich schon auch die Eltern fragen.
Aber sie deshalb am besten nicht mehr rauslassen??
Ich streiche diesen Satz von dir, auf Schwarz-Weiß Antworte, eine Antwort zu geben, das mache ich nicht gerne.
Doro wird ihren Kindern sicher nicht vermitteln dass Rasen
eine Gaudi ist, sie hat ja ihre Erfahrungen genau geschildert.
Ja und was soll mir das jetzt sagen??
Dass du das auch nicht vermitteln sollst 
Die Gaudi, bei 200km, meine ich.
Sicherlich sieht der eine solche Geschwindigkeiten generell
als erhöhte Gefahr an, andere nicht. Das ist m.E. auch nicht
der Punkt an dem es nur eine Sicht der Dinge gibt.
Da hast du recht, nur wenn die eigenen Kindern mit wem
mitfahren, dann sollte man auf den Rücksicht nehmen, der Angst
um seine Kinder hat.
Sollte man.
Allerdings kann muss man auch ganz klar sagen: Sie ist nicht
dabei und wird sich selbst wenn er verspricht langsam zu
fahren, trotzdem genau diese Sorgen machen.
Bist du dir da sicher?
Wenn er sich ehrlich daran hält, ihre Sorge ernst nimmt, meiner Meinung nach nicht
Die Einstellung, dass ihr das die Kinder sicher nicht sagen würden, wenn der Vater gefährlich fährt, liegt an beiden Elternteilen.
Da kann einem der Partner, oder die Person denen man die
Kinder anvertraut dabei helfen.
Es geht nicht um das Fahrkönnen des Vaters, das setzt auch
Doro voraus, sonst würde sie ihre Kinder sicher nicht
mitfahren lassen.
Natürlich. Auch das bestreite ich nicht.
Was sie will, ist ihr die Sicherheit zu geben, dass er
Rücksicht nimmt.
Diese Sicherheit wird sie höchst wahrscheinlich nie haben.
Egal was er sagt.
Nicht sagen, sondern machen, überzeugt.
Kann sein, aber man sollte es zumindest ausprobieren.
Man kann ja einen Neuanfang machen (ist schwer bei einer auseinander brechenden Beziehung)aber den Kindern wegen, wäre es wichtig.
Wenn du sie liest, dann merkst du, dass sie davon nicht
ausgeht, werden ihre Erfahrung mit ihm sein.
Genau.
Meinst du jetzt ihre Sicht, oder auch deine?
Erfahrungen sind sehr persönlich.
Dann kann man ja mehr als ein Schritt ohne Gesichtsverlust auf sie zugehen, damit ihr Vertrauen wieder wachsen kann.
Wenn man aber ein dermaßen diametrales Verhältnis zwischen
Angst um die Kinder und der eigenen Gefahr sich selbst
gegenüber hat, dann entlarvt sich die Sache selbst als
irrationales Denken.
Das bringt dich aber auch nicht weiter, wenn du Recht hast.
Du musst mit der Mutter umgehen lernen, so wie sie ist.
Wieso?
Sie hat nicht geschrieben, dass sie um ihre Kinder extreme
Angst hat, wenn sie selber fährt.
Sag mal ließt du eigentlich was ich schreibe?
Ja, mache ich. Denkst du bitte nach, was ich meine?
Doro drückt aus, dass schnelles Fahren für sie, für die Sicherheit ihrer Kinder, nicht akzeptabel ist.
Also bin ich mir sicher, dass sie mit ihren Kindern nicht schnell fährt.
Der Vater drückt aus, dass er das nicht so sieht.
Für ihn ist zu schnelles fahren nicht das, was seine Ex sieht.
Da bin ich mir, (Kerbi) nicht so sicher, ob er nicht doch zu schnell fährt. Wenn der Vater auch noch ausdrückt, dass er schnelles fahren an die Kinder nicht vermitteln wird, weil er sich dann ja in einem falschen Licht darstellt, kann ich (kerbi) ihn, ihm nicht ganz recht geben.
Im Zweifelsfall kann ich einfach nur den Rat geben, langsamer zu fahren. Muss ja nicht auf Biegen und Brechen 200km mit den Kindern gefahren werden.
Dann wird der Ex vielleicht leichter, oder auch nicht.
Ihr fehlt das Vertrauen zum Vater. Da sollte der Vater zum
nachdenken anfangen und nicht beleidigt sein.
Ich beleidige sie nicht.
Habe ich auch nicht geschrieben, ich habe geschrieben du sollst nicht beleidigt sein, selbst wenn du meinst, Recht zu haben.
Sie hat Angst um die Kinder, das kannst du nicht fair behandelt erwarten.
Ich erkläre Ihr nur meinen
Standpunkt. Und der ist mit Sicherheit für die meisten
Nachvollziehbar, sofern sie das lesen was ich schreibe und
nichts dazu interpretieren.
Ich habe aber nicht gewusst, dass der Vater mitliest und sich so zurückhält.
Dass der Vater im Forum mitliest, das ist ein starkes Stück von der Mutter, wenn sie das gewusst hat.
Ich bin froh, dass du das geschrieben hast.
Alle Achtung von mir, wie du dich in diesem Thread zurückgehalten hast.
Ich kann dir versichern, ich würde dir mein Kind anvertrauen.
Respektvolle Grüße von
Kerbi