Rechtschreibfehler - wie reagiert ihr?

Wer im Glashaus sitzt … GENAU!
Hallo Gudrun

Wie wenig muss man sich auskennen um so eine Antwort zu geben (siehe Posting eklastik -> regional gefaerbtes Deutsch).

Anscheinend glaubst du, dass nur deine Variaton die einzig gueltige ist. Traurig.

Kleinen Gruss,
Bethje

Liebe Elke,

die das Schnelligkeits-Argument auch nicht
akzeptiert, weil es lediglich bei Adler-Such-
Systemlern ins Gewicht faellt

Das ist genau der Punkt. Ich schreibe 10-Finger-blind und das ziemlich schnell, d.h. ich merke gar nicht , wenn ich die Shift-Taste antippe. Genauso könnte ich Dir nicht spontan sagen, welchen Buchstaben ich mit welchem Finger schreibe, weil das Blindschreiben so automatisiert ist, dass ich nur auf den Text auf dem Bildschirm achte und da fällt mir dann jeder (Tipp-)Fehler sofort auf…
Außerdem ist die Differenzierungsmöglicheit durch Groß- und Kleinschreibung in der deutschen Sprache ein Zugewinn an Ausdrucksmöglichkeit, den ich nicht missen möchte.
Gruß in die Wärme,
Anja
(die übrigens auch nicht weiß, ob „10-Finger-blind“ korrekt geschrieben ist)

Hi Ann,

was mich aber überhaupt nicht stört, sind buchstabendreher,
tastenpreller oder vertipper. die eghören zum leben :wink:

Mein „Lieblings-“ Buchstabendreher aus meinen Sekretärinnen Zeiten war:

„bei liebend erhalten Sie wie versprochen…“

Das kann dann schon mal peinlich sein…

Dir einen schönen Sonntach,
Anja

Liebe Anja,

danke fuer die kalten Gruesse (hier wird’s
jetzt gerade angenehm).
Mir geht’s aehnlich, was die Tipperei betrifft.
Aber nach meinem Posting bin ich in mich
gegangen und hab mir ueberlegt, dass ich da
etwas fordere, was ich selbst nicht bringe.
Es ist zwar laestig jedesmal ALT+132 zutippen,
wenn ich ein ä hinlegen will, aber eigentlich
sollte mir das gut geschriebenes Deutsch Wert sein
(ich schreibe mit einem englischen Keyboard ohne
Umlaute, in ‚Word‘ habe ich natuerlich Makros, aber
hier wuesste ich nicht, wie das geht).
Und hab mich in meinen naechsten Postings redlich
bemueht.

Nachdem ich nun aber viermal einen fast vollstaendigen
Artikel verloren habe, weil ich die ALT-Taste wohl nicht
ganz getroffen habe, ist mir das nun doch zuviel
Arbeit und ich schreib wieder ue und oe und ss.

Und obwohl ich die Großschreibung (in seltenen Faellen,
wenn’s die Lesbarkeit braucht oder wenn ich es sonst
einfach fuer unabdinglich halte, mache ich es trotzdem)
ebenfalls sehr schaetze, halte ich mich nun bei Kritik
zurueck.

Jeder hat seine eigenen Schwierigkeiten zu ueberwinden.

Liebe Gruesse
Elke

kurz: ich finde es unmöglich, wenn jemand seine eigene
muttersprache nicht komplett beherrscht. es stößt mich in
chats und foren ab. ich finde menschen anziehend, die
schriftlich ihre sprache bis zur hochsprache beherrschen und
keine scheu haben, einen brief an den präsidenten oder an
medien zu richten.

Mah, bist a gaunz hoata, gö!
*ironiemodus on*
Kurz: ich finde es unmöglich, wenn jemand die Elektrotechnik nicht komplett beherrscht und trotzdem jeden Tag das Licht einschaltet und Elektrogeräte verwendet.
*ironiemodus off*

Livia

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Korr: eine ganz harte
Livia

offtopic
Liebe Anja,
gerade ist mir das noch aufgefallen:

die das Schnelligkeits-Argument auch nicht
akzeptiert, weil es lediglich bei Adler-Such-
Systemlern ins Gewicht faellt

Das ist ja dein Fachgebiet!
Sind Adler -Such-Systemler nun die,
die nach deiner Methode Buchstaben oder anderes
suchen, oder
sind es die, die mit System, nach dem/der Adler
suchen?

Nur mal so weitergedacht…

Liebe Gruesse
Elke

Hallo Peter!

Wir alle hier, einige Oldies über 60 vielleicht ausgenommen,
haben das Lesen synthetisch erlernt (d. h. ganze Wörter mit
einem Blick zu erkennen), im Unterschied zu früheren Zeiten,
als man das analytisch (buchstabenweise) machte.

Einspruch: Ich (30) habe das Lesen analytisch gelernt, wie fast alle meiner (österreichischen) Zeitgenossen auch. Trotzdem kann ich natürlich Wörter ebenso als Ganzes erfassen.

Wörter wie Internet, Großschreibung, Höflichkeit, usw.
erkennen wir blitzartig und unbewusst, ohne nachzudenken.

Das kann auch der „analytische“ Leser, schließlich hat man ja nach einiger Zeit genügend Leseerfahrung.

Werden dieselben Wörter aber klein geschrieben, entsprechen
sie nicht mehr dem gewohnten Erkennungsbild, wir müssen
genauer hinsehen, uns konzentrieren und nachdenken.

Das ist zugegebenermaßen ein großer Nachteil der Ganzwortlernmethode, die ich (als Deutschlehrer) aus genau diesem Grund ablehne. Gottseidank denken auch viele Grundschullehrer so und lehren ihre Schüler das analytische Lesen.

dann sollte man nämlich auch flexibel genug sein um einen kleingeschriebenen text problemlos und ohne geistigen mehraufwand lesen zu können.

Das alles natürlich unter der Voraussetzung ein guter Leser zu sein. Ein schwacher Leser hat auch bei einem „normalen“ (Groß- und Kleinschreibung) Text seine Schwierigkeiten.

So zu schreiben ist deshalb eine Rücksichtslosigkeit.

Ich schreibe grundsätzlich auch im Netz groß und klein, aber nicht aus Anstand, sondern aus reiner Gewohnheit. Ich wache „wie ein Haftelmacher“ über die Rechtschreibung meiner Schüler, es stört mich auch massiv, wenn mir in den Medien orthografische bzw. grammatikalische Fehler begegnen. Im Netz ist es mir aber absolut „wurscht“, wenn ein Text nur kleingeschrieben wird. Ich empfinde es nicht als Rücksichtslosigkeit, es hat sich eben so eingebürgert, weil’s einfach schneller geht. Ob man sich diesem Trend anschließt, bleibt einem selbst überlassen.

Grüße von Dorli,
die „tollerant“ und „Pupertät“ ziemlich kalt lassen, da sie berufsbedingt noch ganz andere „Kreationen“ zu sehen bekommt (z.B. Stadthuhe, Bunchd, erschbarähn…)
Wer errät die Lösung?

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Hallo Jadzia,

lustiger Thread, wie alle gleich wieder gegenseitig auf sich einschlagen:wink:

Ich persönlich sehe das eigentlich recht entspannt, da auch ich alles andere als perfekt bin.

Was mich allerdings nervt, sind
a) nachlässige Leute, die es eigentlich besser können müssten. Dazu gehören leider viele unserer jüngeren Nutzer, die ihre Texte wirklich dahinrotzen.
b) bewußte Sprachverhunzer, die absichtlich mit fadenscheinigen Begründungen ihr Fehlverhalten zu rechtfertigen suchen (Groß-/Kleinschreibung als Beschleunigung, ich lach mich tot… Vor allem, nachdem der deutsche Leser dann die doppelte Zeit braucht. Schon allein diese in meinen Augen richtig dummdreiste Arroganz gehört eigentlich regelmäßig abgetraft:wink:)

In der Regel ignoriere ich diese Fraktionen, weil es mir zu blöd ist, mich mit solchen Leuten auseinanderzusetzen (Malte hat hier recht, das sind Affronts gegenüber den Lesern). Ausnahmen sind bestenfalls wenige Poster mit ausgeprägtem Meinungsverhalten, bei denen der Spass beim miteinander diskutieren meine Genervtheit übersteigt…

Grüße
Jürgen

hallo data,

dazu eine frage: kleinschreibst du auch mit der hand?!

nene! eben nicht. per hand ist es der selbe aufwand, ob ich einen kleinen oder großen buchstaben schreibe, per tastatur muß ich aber noch die umstelltaste bedienen.

ich meinte auch nichts handschriftliches - das hat bei mir trotz stetig wachsender berge handgeschriebener notizen einen verschwindend geringen anteil - als vielmehr „richtig“ gedrucktes. dabei ist auch wieder seltsam, daß ich auf papier eigene schreibfehler noch eher erkenne als auf dem bildschirm - und am besten noch, falls das möglich ist, mit 3 tagen abstand zum geschriebenen, weil ich sonst die vergessenen worte und endungen, oft noch im kopf ergänze.

das kleinschreiben ist für mich an das flüchtige medium
„bildschirm“ gebunden. texte, die für den druck bestimmt sind,
großschreibe ich :smile:

ja, so ungefähr könnte ich es auch unterteilen.

gruß
ann

Das tut ja weh!

du schreist auch sicher den ganzen tag vor schmerzen, nicht wahr?

ann

Hallo Ann,

nene! eben nicht. per hand ist es der selbe aufwand, ob ich
einen kleinen oder großen buchstaben schreibe, per tastatur
muß ich aber noch die umstelltaste bedienen.

Wenn man schnell tippt, faellt das aber absolut nicht
ins Gewicht.

dabei ist auch wieder seltsam, daß ich auf papier
eigene schreibfehler noch eher erkenne als auf dem bildschirm

  • und am besten noch, falls das möglich ist, mit 3 tagen
    abstand zum geschriebenen, weil ich sonst die vergessenen
    worte und endungen, oft noch im kopf ergänze.

Das ist normal. Frueher dachte ich, dass liege
daran, weil das Auge auf ‚schwarz auf weiss‘ getrimmt ist,
das Argument fiel aber weg, als die Bildschirme nicht
mehr gruen auf gruen (oder bernsteinfarben!) waren.
Es geht mir (und vielen anderen bestimmt) auch so.

Gruesse
Elke

Groß-/Kleinschreibung
Hi,

ich stimm dir fast vollkommen zu. bis auf groß- und
kleinschreibung. wenn ich das machen muss, bin ich so viel
langsamer: dann machts mir keinen spaß mehr.

Das kann ich kaum glauben. Ich bin weit davon entfernt, 10-Finger-blind zu beherrschen, aber die Shift-Taste bediene ich mit dem linken kleinen Finger, ohne es bewusst zu merken.

Es ist übrigens Quatsch, zu behaupten, durchgängige Kleinschreibung habe sich nunmal im Internet eingebürgert. In Chats vielleicht, da gelten eh andere Regeln, aber bestimmt nicht in Bereichen, in denen keine Echtzeit-Kommunikation stattfindet.

Auch das Argument, im Englischen sei das ja auch verzichtbar, zieht hier nicht - die deutsche Sprache ist nunmal nicht für durchgängige Kleinschreibung geeignet. Davon ab, daß das Lesen erheblich erschwert würde, gibt es nunmal einen Haufen Worte, bei denen auch der Sinn dadurch verfälscht wird. Beispiel?

Wahlplakat irgendwann in den 90ern:

„der neue weg“

http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/DieDeutscheEinhe…

(Okay, keine Kleinschreibung, aber eigentlich schon, weil Kleinschreibung mit Kapitälchen oder so. Der Sinn bleibt erhalten.)

Sehr peinlich für Oskar!

Gruß,

Malte.

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Hi,

Jaja, aber ich meinte hier auch das Komma (oder gehörte da eh
keins hin? Siehst, ich bin da selbst nicht perfekt.)

dass Du das (notwendige) Komma absichtlich weggelassen hast,
war mir aufgefallen; ich habe versucht, das durch Kürzen des
Zitats klarzumachen, was offenbar nicht angekommen ist.

Ich war mir nicht sicher.

„mokieren“ heisst ja „sich spöttisch über etwas äußern, spöttisch etwas bemängeln“

Schon richtig, auf die Verbform muss aber ein „über“ mit
Akkusativ folgen, also „jemand, der sich über fehlende Kommas
mokiert“. Ich dachte, Du wolltest auf eine Verwechslung mit
„monieren“ (DUDEN: bemängeln, beanstanden) anspielen,
das auch ohne Präposition und mit Akkusativ geht.

Siehste, wieder was dazu gelernt. Danke, daß Du Dich darüber nicht mokiert hast und es lediglich freundlich moniert hast :smile:

Gruß,

Malte.

Kurz: ich finde es unmöglich, wenn jemand die Elektrotechnik
nicht komplett beherrscht und trotzdem jeden Tag das Licht
einschaltet und Elektrogeräte verwendet.

Elektrotechnik ist keine Grundqualifikation. Alphabetisierung schon.

Gruß
datafox

Es ist zwar laestig jedesmal ALT+132 zutippen,
wenn ich ein ä hinlegen will

hallo elke.

besorg dir XP professional! das schreibt in allen sprachen.

gruß
datafox

Wir alle hier, einige Oldies über 60 vielleicht ausgenommen,
haben das Lesen synthetisch erlernt (d. h. ganze Wörter mit
einem Blick zu erkennen), im Unterschied zu früheren Zeiten,
als man das analytisch (buchstabenweise) machte.

das mußt du mir erklären!
nach meinen erfahrungen fängt man analytisch an und geht dann automatisch in synthetisch über. analphabetismus ist dadurch gekennzeichnet, daß das synthetische erkennen von wörtern (noch) fehlt.

gruß
datafox

Hallo Dorli,

Einspruch: Ich (30) habe das Lesen analytisch gelernt, wie
fast alle meiner (österreichischen) Zeitgenossen auch.

Das hat deine Landes- und Altersgenossin Datafox hier wenig drüber ja bestätigt. - Und ich habe bisher noch zu den wenigen Deutschen gehört, die der Meinung sind, das Österreich nicht hinter dem Mond liegt. :wink:

Aber Ironie beiseite:

Dass die synthetische Methode die von dir geschilderten Nachteile hat, haben die Befürworter dieser Methode natürlich schon bald gemerkt und die Mischform der synthetisch-analytischen Methode kreiert.

Die synthetische Methode wurde in Deutschland Anfang der 50-er Jahre „eingeführt“, die synthetisch-analytische Mitte der 60-er.

Eingeführt steht in Klammern, weil das nur Hausnummern sind. Natürlich schwankt es von Bundesland zu Bundesland und zudem hat der Lehrer in diesem Bereich auch eigene Entscheidungsfreiheit.

Dass du und Datafox aber noch vor rund 25 Jahren analytisch unterrichtet worden sein solltet und du gar heute noch so arbeitest, wundert mich trotzdem. Denn die erwähnte Entscheidungsfreiheit des Lehrers findet ihre Grenze einfach dadurch, dass sich die erreichbaren und zugelassenen Schulbücher natürlich an der offiziellen Lese-Schreibmethode orientieren. - Oder meintest du synthetisch-analytisch? Ich kann mir nicht denken, dass Österreich und Deutschland in diesem Punkt voneinander abweichen.

Ich wache „wie ein Haftelmacher“ über die Rechtschreibung meiner Schüler, es stört
mich auch massiv, wenn mir in den Medien orthografische bzw. grammatikalische Fehler
begegnen.

Da haben wir ja wenigstens etwas gemeinsam. :smile:

Im Netz … kleingeschrieben … eben so eingebürgert, weil’s einfach schneller geht.

Über das „Schnellerschreiben“ haben andere schon etwas gesagt. Ich denke, es kann sogar bremsen, weil man sich darauf konzentrieren muss, die gewohnte Umschaltung zu unterlassen.

Aber ich denke, nicht deine oder meine Gewohnheit ist wichtig, man schreibt ja für andere. Und dass Groß-Kleinschreibung das Lesen erleichtert, das ist ein Fakt. Dürfte ich über die Rechtschreibreform bestimmen, würde ich die Großschreibung ganz abschaffen und die eingesparte Unterrichtszeit für Wichtigeres verwenden. Aber solange es sie gibt, nutze ich gern ihre Vorteile und lasse sie ebenso gern anderen zukommen.

Gruß
Peter

(z.B. Stadthuhe, Bunchd, erschbarähn…)
Wer errät die Lösung?

Ich tippe auf Statue, …, ersparen.

Hallo,

die Meinungen bzw. Toleranzschwellen gehen bei diesem Thema erstaunlich weit auseinander.

Ich finde das Lesen manchmal sehr anstrengend, wenn viele Rechtschreibfehler gemacht werden. Ich amüsiere mich aber auch immer sehr über die Fehler, das muss ich schon zugeben.

Das mit dem klein schreiben find ich im Netz auch ok. Ich muss nämlich fast jedes große Wort korrigieren, da ich die Shift-Taste meistens zu kurz drücke, oder sie reagiert nicht richtig, keine Ahnung. Daher strengt mich die Großschreibung an und ist nervig.

Was mich aber extrem nervt, ist, wenn die Leute keine Absätze machen und nen langen Beitrag en Block schreiben. Ein Satz an den anderen Satz quetschen. Sowas lese ich meist nur, wenn es mich extrem interessiert.

Als eine Unverschämtheit empfinde ich unkorrekte Rechtschreibung aber auf keinen Fall. Manche können es einfach nicht besser und lernen es auch nie.

Wenn ich z. B. meinen Sohn anschaue :frowning:
Es wurde ihm bis jetzt in jedem Zeugnis gute Auffasungsgabe und sehr gutes sprachliches Ausdrucksvermögen bescheinigt. Dennoch schreibt er unter aller Kanone. Dann mit 1 n, wir mit ie. Seine Rechtschreibung ist katastrophal. Er schreibt, wie er es hört.

Die dt. Sprache ist eine sehr schwierige Sprache.
Ob in Anwaltsbriefen, Websites, Zeitungen, Gerichtsurteile…
überall begegnen sie uns. Da habe ich auch eine hohe Erwartungshaltung bez. korrekter Rechtschreibung.

Aber in Foren sehe ich das lockerer.
Da kommt es auf den Inhalt an.

Rechtschreibung hat definitiv nichts mit Intellekt zu tun

Sind Blinde grundsätzlich dumm?
Analphabeten leisten erstaunliches, ohne dass es unbedingt auffällt. Sind die dann alle dumm?
Das ist doch echt quatsch und wird wohl jedem einleuchten!
Das sprachliche Zentrum ist eben nicht so stark ausgeprägt. Intelligenz
setzt sich aus vielen Teilbereichen zusammen.

Ich finde es traurig, wenn Leute extrem intolerant sind und würde mir wünschen, dass sich diejenigen überwinden könnten und es lockerer nehmen.
Jeder hat seine Defizite. Und es würde diesen Leuten sicher auch nicht gefallen, wenn sie wegen ihren Defiziten als unverschämt oder dumm dargestellt würden. Es ist doch wirklich sehr überheblich andere wegen eines „Fehlers“ dumm anzumachen.
In meinen Augen ist das ein Armutszeugnis und zeugt von wenig Selbstwertgefühl andere wegen sowas zu erniedrigen.

Jadzia

das mußt du mir erklären!

nach meinen erfahrungen fängt man analytisch an und geht dann
automatisch in synthetisch über. analphabetismus ist dadurch
gekennzeichnet, daß das synthetische erkennen von wörtern (noch) fehlt.

Na, wenn ich denn muss! Also:

Bei der analytischen Lese-Schreib-Lernmethode fängt man mit Buchstaben an, übt sie und schreibt sie einzeln. Erst wenn man eine größere Anzahl von Buchstaben kennt, setzt man sie zu Wörtern zusammen. Das hat den Nachteil, dass Schüler sich lange Zeit buchstabenweise in Wörter „hineinlesen“: a-b-e-r, es buchstabenweise aussprechen und lange Zeit Schwierigkeiten haben, die Laute zusammenzuziehen.

Die synthetische Methode (volkstümlich auch Ganzwortmethode genannt) fängt deshalb mit ganzen Wörtern an. Die Schüler erfassen das „Wortbild“, die einzelnen Buchstaben lernen sie erst spät kennen. Nacheil ist vor allem eine relativ hohe Rechtschreibschwäche.

Die synthetisch-analytische Methode versucht, die jeweiligen Nachteile beider zu vermeiden. Man fängt zwar auch mit ganzen Wörtern an, analysiert aber von Anfang an einzelne Buchstaben daraus. Beispiel: Die Schüler bekommen die Wörter „Affe“, „Apfel“, „Anker“, „Anita“, „Abend“, „Acker“ mit den entsprechenden Gegenständen oder Bildern davon vorgestellt. Man liest die ganzen Wörter, spricht sie, übt sie, isoliert dann den Buchstaben A, den man als einzigen schreibt. Und so geht’s dann weiter, Buchstabe für Buchstabe, immer in passende Wörter und Sinnzusammenhänge eingebettet.

Lies dazu bitte auch meine Antwort an Dorli hier etwas tiefer, weil sich die Inhalte zum Teil überschneiden.

Gruß
Peter