Reform des Sozialsystems in D

Hallo Twix-Klaus,

Nun, Du kannst hier wohl nur von Quartalszahlen sprechen! Der
Jahresumsatz von Microsoft beläuft sich nicht auf $ 9 Mrd.,
sondern eher auf $ 30 Mrd.!

Das reine operative Ergebnis dürfte nicht höher als etwa $ 10
Mrd. betragen. Die Personalkosten kenne ich nicht, aber
glaubst Du, die wären niedriger als $ 10 Mrd.? Bei über 50.000
zum großen Teil hochqualifizierten MA weltweit? Ich weiß nicht

vielleicht habe ich das auch mit dem Ergebnis einer Geschäftssparte verwechselt. Möglich, dass das nur die Zahlen für das Office-Paket waren. Ich finde es leider nicht mehr…

Gruß
Frank

Hallo Klaus,

Aldi? Schlecker?

Danke übrigens für Pro Seniore, hat mich interessiert.

Gruß
karin

Ich kenne die Industrie und verschiedene Branchen sehr gut.
Ich kenne kaum Unternehmen, denen es wirklich gut geht und ich
kenne kein einziges Industrie-Unternehmen, deren Gewinne über
den Lohnkosten lägen. Sorry, aber das ist übelste Verdrehung
der Tatsachen. Nenne mir nur ein solches Unternehmen und ich
werde Dir anhand aktueller Bilanzen das Gegenteil beweisen!

Gruß
Klaus

Aldi und Schlecker
Hallo Karin,

Aldi? Schlecker?

Tja, das sind so Fälle, wo selbst die eigenen Mitarbeiter nicht wirklich informiert sind. Allerdings sind beide Unternehmen Handelshäuser. Hier stehen logischerweise die Personalkosten in einem untergeordneten Verhältnis zum Umsatz. Auch können hier die Personalkosten geringer sein, als der Gewinn. Leider weiß ich das aber nicht!

Danke übrigens für Pro Seniore, hat mich interessiert.

Noch was in Ergänzung:
Wenn die Personalkosten EUR 225 Mio. ausmachen, der Gewinn EUR 18 Mio. beträgt, dann würde eine Lohnerhöhung von 10 % die 9.000 MA möglicherweise arbeitslos machen und das wollen wir doch nicht, oder? Möglicherweise kommt aber im Falle der Zahlungsunfähigkeit „Retter“ Schröder und hilft aus. Dann zahlen wir wieder alle die Zeche …

Gruß
Klaus

Hallo Klaus,

Aldi? Schlecker?

Hallo Karin,

Supermärkte haben kalkulierte Gewinne um die 15%, von denen ca. 10 - 12% an den Investor (Besitzgesellschaft, Immobilienbesitzer) abgehen.

Gruß
Frank

Hallo Christian,

Ist ja egal: Wer krank ist, geht so oder so zum Arzt, wer
nicht krank ist, wird sich das bei einer entsprechenden Gebühr
überlegen. Und es komme mir keiner damit, daß dann jemand
Krankheiten verschleppt: Das ist eine Typfrage.

Stimmt auch wieder, ich kenne einige Personen in meinem Arbeitsbereich, die im Akutfall (auch jetzt schon) aus Pflichtbewusstsein nicht zum Arzt gehen und in der Folge dann monatelang krankgeschrieben werden müssen.

Keine Krankschreibung mehr bei Grippe?

Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Man kann doch
krankgeschrieben sein **(Werden)**und trotzdem 24,13 Euro für die
Untersuchung und 15 Euro für die Medikamente bezahlen.

Also, wenn ich mir eine Erkältung oder Grippe einhandle und hohes Fieber habe, weiss ich doch selbst was ich habe (und in der Regel auch wie ich es selbst rezeptfrei behandeln kann) und dass ich zu dieser Zeit nicht arbeitsfähig bin - zum Arztbesuch werde ich doch durch das Misstrauen des AG, der eine schriftliche Bestätigung meines Krankseins wünscht, gezwungen.

Patienten, die nicht zum Arzt gehen (zu definierende
Vorsorgeuntersuchungen ausgenommen), erhalten nach Ablauf des
Jahres eine Rückerstattung in Abhängigkeit von ihrem Beitrag.
Zweck: Es geht nur der zum Arzt, der auch wirklich was hat.

Wer legt wann fest, wann wer wirklich was hat?
Wenn der, der aber was hat, nicht zum Arzt gegangen ist, wird
es u.U. teurer.

Tja, von den Privatpatienten hört man das selten bis gar nicht
und bei denen gibt es genau diese Konstruktionen.

Das verstehe ich jetzt nicht, kannst Du Das bitte genauer ausführen?

Gruß,
Christian

Gruß
karin

Hi!

Allerdings geht es hier um langfristige
Veränderungen und nicht um einen paar Monate laufenden
Versuch. Daüber hinaus hat das ganze so oder so einen Effekt:
Wie bei der Nennung von Referenzen, die im Zweifel nie
abgerast werden, weiß auch der Arzt nicht, welcher Patient die
Rechnung doch durchschaut. So wird zumindst mutwilliger
Versicherungsbetrug tendenziell abgestellt.

Hast du zufälligerweise gestern abend Stern-TV gesehen? Da wurde über einen bundesweiten Test von Arztabrechnungen bei Privatpatienten berichtet (also über einen Bereich, wo die Patienten von jeher die Rechnung sehen).

Ein Arzt war anonym unterwegs und hat bei elf verschiedenen Ärzten immer wieder die gleichen Symptome geschildert (Schmerzen im rechten Rippenbereich auf dem Rücken). Nur einer der elf Ärzte hat die richtige Diagnose gestellt: Muskelzerrung. Zehn haben irgendwie herumgedoktort, acht schoben die Schmerzen kategorisch auf die Wirbelsäule. Und auf den Abrechnungen tauchten Leistungen auf, die entweder nie erfolgt sind, oder in unzureichendem Maße oder schlicht überflüssig waren (z.B. eine teure Kernspintomographie). Die niedrigste Rechnung belief sich auf etwa 30 Euro, die teuerste auf knapp 700.

Wenn ich also mit Rückenschmerzen zum Arzt gehe und der mich - unnötigerweise - in die Kernspin schickt und das teuer abrechnet, was hilft mir da eine Rechnungskontrolle? Oder wenn auf der Rechnung ein Beratungsgespräch erscheint, wie kann ich einstufen, was ein Arzt als Beratungsgespräch ansieht?

Die einfache Lösung „Patient kriegt Rechnung in die Hand und kann dann selbst kontrollieren“ greift also nicht.

Grüße
Heinrich

Hi!

Es gibt also das Problem der
Übergangsfristen. Was wäre denn also falsch, wenn meine Thesen
grundsätzlich richtig sind, dieser Weg konsequent
eingeschlagen wird und für die Übergangslösung spezielle
Modelle geschaffen würden?

Falsch ist m.E. an deiner These die Aussage: staatliche Versorgung in die Tonne, jeder sorgt für sich selbst.

Wegen der Übergangszeiten geht das also nicht. Da aber irgendwann der von dir gewünschte Zustand erreicht werden soll, muss ein Starttermin gesetzt werden (z.B. alle nach 2005 Geborenen bekommen keine staatliche Zuwendung mehr). Das bedeutet aber, dass alle, die jetzt im Arbeitsprozess stehen, eine Doppelbelastung tragen müssen. Für die Leute, die jetzt bereits in Rente gehen und in entsprechenden Anteilen für die, die in den nächsten 30 Jahren in Rente gehen. Soll heißen: du und ich, wir zahlen noch mehr als bereits jetzt schon. Mach mal den Leuten klar, dass sie neben der aktuelen RV-Quote weitere 10 oder 15 Prozent in die private RV zu stecken haben. Die werden dir einen Vogel zeigen.

Gut, wir haben das bereits geklärt. Es gibt keine Umstellung
von jetzt auf gleich. Für Menschen, die zum Zeitpunkt der
Umstellung alt sind, gibt es Sonderregelungen. Wäre dann der
Effekt meiner Thesen nicht trotzdem mittelfristig richtig?
Alles andere ist doch ebenso nicht praktizierbar. Wenn ich
(jetzt 39) im Jahre 2030 Rentner werde, sollen dann die
wenigen jungen Menschen meine Rente zahlen oder wäre es nicht
besser, wenn ich schon heute selber dafür sorge? Wem bringt es
was, wenn wir die Menschen weiter anlügen?

Ich glaube nicht, dass die völlige Selbstverantwortung in Sachen KV und RV eine Lösung des Problems bringt. Menschen sind nicht logisch, sie sind emotional. Mehr Geld in der Tasche heißt erst einmal Konsum nachholen. Im Krieg und danach ging es den Leuten in D schlecht. Als die Menschen dann endlich Arbeit und Einkommen hatten, wurde auf Teufel komm raus konsumiert. Hat da irgendeiner daran gedacht, wie es 20 oder 30 Jahre später aussehen könnte? Genau so in den 80ern. Wer Geld hatte, der hat es verprasst. Oder vor ein paar Jahren, als jeder, der einen Computer einschalten konnte, einen Internetladen aufmachte und auf den großen Boom hoffte. So wie das Geld rein kam, wurde es auch wieder ausgegegen. Langfristige Vorsorge aus eigenem Antrieb ist nicht das Ding der breiten Masse. Daher muss es eine andere Lösung geben.

Grüße
Heinrich

Hallo Heinrich,

Hast du zufälligerweise gestern abend Stern-TV gesehen?

nein, habe ich nicht.

Wenn ich also mit Rückenschmerzen zum Arzt gehe und der mich -
unnötigerweise - in die Kernspin schickt und das teuer
abrechnet, was hilft mir da eine Rechnungskontrolle? Oder wenn
auf der Rechnung ein Beratungsgespräch erscheint, wie kann ich
einstufen, was ein Arzt als Beratungsgespräch ansieht?

Die einfache Lösung „Patient kriegt Rechnung in die Hand und
kann dann selbst kontrollieren“ greift also nicht.

Du unterstellst, daß es gar nicht bringt. Dann könnte man es in der Tat lassen. Solange diese Maßnahme die Transparenz und letztlich die Rentabilität nur ein bißchen erhöht, halte ich sie für sinnvoll. Nicht zuletzt, weil sie praktisch ohne Aufwand realisierbar ist.

Gruß,
Christian

Hallo Karin,

Also, wenn ich mir eine Erkältung oder Grippe einhandle und
hohes Fieber habe, weiss ich doch selbst was ich habe (und in
der Regel auch wie ich es selbst rezeptfrei behandeln kann)
und dass ich zu dieser Zeit nicht arbeitsfähig bin - zum
Arztbesuch werde ich doch durch das Misstrauen des AG, der
eine schriftliche Bestätigung meines Krankseins wünscht,
gezwungen.

das ist ein vernünftiges Argument. Andererseits stelle ich hier zumindest fest, daß seit Jahren bei rd. 30 Leuten pro Jahr vielleicht insgesamt 30 Krankheitstage anfallen. Das Arbeitsklima ist gut, Angst um seinen Arbeitsplatz braucht man bisher nicht zu haben (dieses Jahr war in der Hinsicht eine Ausnahme), warum also sind die Leute praktisch nie krank? Gesünder als der Rest der Welt lebt hier keiner.

Insofern ist mal die Frage, ob jede Krankschreibung notwendig ist.

Tja, von den Privatpatienten hört man das selten bis gar nicht
und bei denen gibt es genau diese Konstruktionen.

Das verstehe ich jetzt nicht, kannst Du Das bitte genauer
ausführen?

Bei den meisten PKV-tarifen gibt es Beitragsrückerstattungen, wenn man in einem Jahr keine Rechnungen einreicht. In der Spitze geht das bis 50% der insgesamt bezahlten Jahresbeiträge, macht also schon einen ordentlichen Betrag aus. Trotzdem hört man selten, daß ein PKV-Patient aus purer Gewinnsucht irgendwelche Krankheiten verschleppt.

Die Aussage „hier läuft zwar schon seit Tagen Blut aus meinem Kopf, aber ich geh mal nicht zum Arzt, damit ich die Rückerstattung bekomme“ hab ich jedenfalls noch nicht gehört. Wohl aber bei GKV-Kunden „ich hab son Kratzen im Hals, ich geh mal zum Arzt.“

Gruß,
Christian

Hier in Stichpunkten meine Vorschläge:

Patient zahlt für jeden Arztbesuch einen „Eintritt“ in Höhe
eines Stundenlohnes oder Fixpreis, der nicht erstattungsfähig
ist.
Zweck: Vermeidung von Kaffeekränzchen beim Arzt und reine
Blaumachbesuche.

Der Patient erhält Kopie der „Rechnung“ des Arztes an die
Krankenkasse und zwar in verständlichem Deutsch abgefaßt.
Zweck: Patient sieht einerseits, was er an Kosten verursacht,
andererseits Kontrolle der Abrechnung.

Solange die Kasse das zahlt interessiert ihn das überhaupt nicht.

Die Kassenärztlichen Vereinigung behalten lediglich ihre
Funktion als Vertragsvermittler zwischen Ärzten und
Versicherungen sowie eine Kontrollfunktion. Der Arzt rechnet
direkt mit den Krankenkassen ab. Sowohl bei den KV als auch
bei den Krankenkassen werden Auswertungen gefahren, welche
Kosten jeweils Patient und Arzt im Quartal/Jahr verursachen.

und was will die Kasse damit?
Kostenfaktoren „Ausradieren“?
Ohne Sinn hat das nur wieder sinnlosen Arbeitsaufwand(mehrkosten).

Die Kassen übernehmen keine Behandlungs- und
Medikamentenkosten bei Positionen unter 50 Euro bzw. erst
wieder ab einem Gesamtjahresvolumen eines Monatsgehaltes des
Patienten.

in der Regel gut, nur bei chronisch Kranken halte ich das für in akzeptabel für ihre Medikamente.

Zweck: Arztbesuche für den gelben Schein, bei Erkältung oder
Langeweile gehen zurück, Patient erkennt, welche Kosten eine
ohnehin nicht wirklich behandelbare Erkältung,
Magenverstimmung usw. verursacht.

Guter Vorschlag, dan gehen auch die Blaumacher zurück.

Patienten, die nicht zum Arzt gehen (zu definierende
Vorsorgeuntersuchungen ausgenommen), erhalten nach Ablauf des
Jahres eine Rückerstattung in Abhängigkeit von ihrem Beitrag.
Zweck: Es geht nur der zum Arzt, der auch wirklich was hat.

Guter Vorschlag, jedoch besteht die möglichkeit, dass Leute obwohl sie müssen(!) nicht zum Arzt gehen um die paar Groschen zurück zu erhalten.

Ciao,
Sven.

Der Patient erhält Kopie der „Rechnung“ des Arztes an die
Krankenkasse und zwar in verständlichem Deutsch abgefaßt.
Zweck: Patient sieht einerseits, was er an Kosten verursacht,
andererseits Kontrolle der Abrechnung.

Solange die Kasse das zahlt interessiert ihn das überhaupt
nicht.

Wenn in Deutschland etwas ausgeprägt ist, dann ist das Mißtrauen. Spätestens nach der nächsten Stammtischdiskussion über die Krankenkassenbeiträge, werden die Rechnungen rausgeholt.

Hier geht es auch nicht um ein schlagartiges Umdenken, sondern um das Auslösen von Tendenzen. Bisher gab es ja nicht mal die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, was der Arzt da eigentlich abrechnet.

direkt mit den Krankenkassen ab. Sowohl bei den KV als auch
bei den Krankenkassen werden Auswertungen gefahren, welche
Kosten jeweils Patient und Arzt im Quartal/Jahr verursachen.

und was will die Kasse damit?
Kostenfaktoren „Ausradieren“?
Ohne Sinn hat das nur wieder sinnlosen
Arbeitsaufwand(mehrkosten).

Nein, das wird EDV-mäßig abgewickelt. Komisch ist, daß Du der erste bist, der nach dem warum fragt. Hintergrund sind Untersuchungen, daß die Höhe der gesamten Kosten nicht konstant bleiben, wenn sich ein neuer Arzt in einer definierten Gegend neu niederläßt, sondern stark ansteigen. Die bisher ansäßigen Ärzte gleichen den Einnahmeverluste durch Patientenabwanderung zum neuen Arzt durch höhere Rechnungen bei den verbliebenen Patienten tendenziell aus, so daß sich Kosten im Extremfall verdoppeln. Dies wäre ein Beispiel. Aiuch gibt es immer wieder Untersuchungen, daß bestimmte Maßnahmen in regional eng begrenzten Gebieten häufiger angewendet werden. Da liegt der Verdacht nahe, daß sich die Ärzte gelegentlich darüber austauschen, was sich gut abrechnen läßt und nicht geprüft wird.

Die Kassen übernehmen keine Behandlungs- und
Medikamentenkosten bei Positionen unter 50 Euro bzw. erst
wieder ab einem Gesamtjahresvolumen eines Monatsgehaltes des
Patienten.

in der Regel gut, nur bei chronisch Kranken halte ich das für
in akzeptabel für ihre Medikamente.

Es gibt auch heute schon Härtefallregelungen und genau aus diesem Grunde habe ich eine Obergrenze genannt.

Guter Vorschlag, jedoch besteht die möglichkeit, dass Leute
obwohl sie müssen(!) nicht zum Arzt gehen um die paar Groschen
zurück zu erhalten.

Siehe dazu meine Antworten an Karin.

Gruß,
Christian

Hallo,

Die Aussage „hier läuft zwar schon seit Tagen Blut aus meinem
Kopf, aber ich geh mal nicht zum Arzt, damit ich die
Rückerstattung bekomme“ hab ich jedenfalls noch nicht gehört.
Wohl aber bei GKV-Kunden „ich hab son Kratzen im Hals, ich geh
mal zum Arzt.“

Es sind doch nicht die offensichtlichen Notfälle/Krankheiten die man verschleppt.

Wenn ich ne Offene Fleischwunde wo man den Knochen sehn kann habe, geh ich natürlich zum Arzt(naja werde hingebracht…)

Es sind viel ehr die Krankheiten wie z.B. Krebs die dabei vernachlässigt werden(und tausend andere schleichende Krankheiten die mir ad hoc nicht einfallen)

Wie oft werden Leute durch frühe(!) Entdeckung gerettet.

Hautkrebs z.B.
wie schnell übersieht man einen dunklen Fleck der irgend wann mal zum Eitern anfängt, da denkt man sich „ach mach ich ne Salbe drauf, dan is das bald wieder weg und ausserdem ist ja schon September, die 3 Monate halt ich noch ohne Arzt aus, damit ich meine Prämie zurück erhalte“.
toll, wenn der Patient glück hat und es wird noch gefunden wird´s sicherlich mehr Zeit/Geld kosten ihn zu retten als anders wie, wenn überhaupt.

Ciao,
Sven.

Hautkrebs z.B.
wie schnell übersieht man einen dunklen Fleck der irgend wann
mal zum Eitern anfängt, da denkt man sich „ach mach ich ne
Salbe drauf, dan is das bald wieder weg und ausserdem ist ja
schon September, die 3 Monate halt ich noch ohne Arzt aus,
damit ich meine Prämie zurück erhalte“.
toll, wenn der Patient glück hat und es wird noch gefunden
wird´s sicherlich mehr Zeit/Geld kosten ihn zu retten als
anders wie, wenn überhaupt.

Mal abgesehen davon, daß Hautkrebs nicht eitert: Durch ein derartiges System ändert sich doch nicht die Persönlichkeit eines Menschen. Wer ständig Panik vor Horrorerkrankungen hat, wird zukünftig auch für jeden Blödsinn zum Arzt rennen, nur zahlt er dann selbst dafür.

Gruß,
Christian

Der Patient erhält Kopie der „Rechnung“ des Arztes an die
Krankenkasse und zwar in verständlichem Deutsch abgefaßt.
Zweck: Patient sieht einerseits, was er an Kosten verursacht,
andererseits Kontrolle der Abrechnung.

Solange die Kasse das zahlt interessiert ihn das überhaupt
nicht.

Wenn in Deutschland etwas ausgeprägt ist, dann ist das
Mißtrauen. Spätestens nach der nächsten Stammtischdiskussion
über die Krankenkassenbeiträge, werden die Rechnungen
rausgeholt.

Hier geht es auch nicht um ein schlagartiges Umdenken, sondern
um das Auslösen von Tendenzen. Bisher gab es ja nicht mal die
Möglichkeit, sich darüber zu informieren, was der Arzt da
eigentlich abrechnet.

Alles klar, da magst du recht haben :o)
Vorschlag akzeptiert.

direkt mit den Krankenkassen ab. Sowohl bei den KV als auch
bei den Krankenkassen werden Auswertungen gefahren, welche
Kosten jeweils Patient und Arzt im Quartal/Jahr verursachen.

und was will die Kasse damit?
Kostenfaktoren „Ausradieren“?
Ohne Sinn hat das nur wieder sinnlosen
Arbeitsaufwand(mehrkosten).

Nein, das wird EDV-mäßig abgewickelt.

Naja, EDV kostet aber durchaus, die Daten müssen gepflegt werden oder die Software geschrieben.

Komisch ist, daß Du der

erste bist, der nach dem warum fragt.

hmm, ich kenne „1984“, liegt vieleicht daran :wink:

Hintergrund sind

Untersuchungen, daß die Höhe der gesamten Kosten nicht
konstant bleiben, wenn sich ein neuer Arzt in einer
definierten Gegend neu niederläßt, sondern stark ansteigen.
Die bisher ansäßigen Ärzte gleichen den Einnahmeverluste durch
Patientenabwanderung zum neuen Arzt durch höhere Rechnungen
bei den verbliebenen Patienten tendenziell aus, so daß sich
Kosten im Extremfall verdoppeln. Dies wäre ein Beispiel. Aiuch
gibt es immer wieder Untersuchungen, daß bestimmte Maßnahmen
in regional eng begrenzten Gebieten häufiger angewendet
werden. Da liegt der Verdacht nahe, daß sich die Ärzte
gelegentlich darüber austauschen, was sich gut abrechnen läßt
und nicht geprüft wird.

Dan sollte man dagegen durchaus vor gehen.

Die Kassen übernehmen keine Behandlungs- und
Medikamentenkosten bei Positionen unter 50 Euro bzw. erst
wieder ab einem Gesamtjahresvolumen eines Monatsgehaltes des
Patienten.

in der Regel gut, nur bei chronisch Kranken halte ich das für
in akzeptabel für ihre Medikamente.

Es gibt auch heute schon Härtefallregelungen und genau aus
diesem Grunde habe ich eine Obergrenze genannt.

gut, meine Medikamente kosten alle einzeln weniger als 50,00 zusammen mehr wie 5,00 im Monat.
Aber die Grenze auf ein Monatsgehalt pro Jahr zu beschrenken wo jeder selbst zahlen muss halte ich für zu hoch, schliesslich kann sich das kaum einer leisten - beim besten willen nicht und bei mir und eben den anderen chronisch Erkrankten sind die Medikamente eben NÖTIG um ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten.
ERGO: MUSS für chronisch Kranke eine andere Lösung her.

Guter Vorschlag, jedoch besteht die möglichkeit, dass Leute
obwohl sie müssen(!) nicht zum Arzt gehen um die paar Groschen
zurück zu erhalten.

Siehe dazu meine Antworten an Karin.

Wie ich im Thread gelesen habe, gehen PKV Patienten trotz 50Prozentiger rückerstattung fleissig zum Arzt.

Also wird sich meine These wohl nicht bestätigen und ziehe sie hiermit zurück.

Ciao,
Sven

Hallo Klaus,

Tja, das sind so Fälle, wo selbst die eigenen Mitarbeiter
nicht wirklich informiert sind. Allerdings sind beide
Unternehmen Handelshäuser. Hier stehen logischerweise die
Personalkosten in einem untergeordneten Verhältnis zum Umsatz.
Auch können hier die Personalkosten geringer sein, als der
Gewinn. Leider weiß ich das aber nicht!

warten wir noch eine Woche oder zwei, dann beginnt die Veröffentlichung der einzelnen GmbH & Co. KG im Bundesanzeiger. Ich werfe mal ein Auge drauf.

Gruß,
Christian

Nun, Du kannst hier wohl nur von Quartalszahlen sprechen! Der
Jahresumsatz von Microsoft beläuft sich nicht auf $ 9 Mrd.,
sondern eher auf $ 30 Mrd.!

Das reine operative Ergebnis dürfte nicht höher als etwa $ 10
Mrd. betragen. Die Personalkosten kenne ich nicht, aber
glaubst Du, die wären niedriger als $ 10 Mrd.? Bei über 50.000
zum großen Teil hochqualifizierten MA weltweit? Ich weiß nicht

Geschäftsjahr 2003/03 (30.6.)
Umsatz 32 Mrd. $
op. Ergebnis: 13,2 Mrd. $
Jahresüberschuß 10 Mrd. $
MA 55.000
Personalaufwand wird nicht ausgewiesen.

Gruß,
Christian

Nein, das wird EDV-mäßig abgewickelt.

Naja, EDV kostet aber durchaus, die Daten müssen gepflegt
werden oder die Software geschrieben.

Naja, der Aufwand hält sich in Grenzen. Die Daten werden von den Ärzten geliefert, die Aggregation ist nicht weiter aufwendig.

ERGO: MUSS für chronisch Kranke eine andere Lösung her.

Ich sprach ja von einer - jetzt auch schon bestehenden - Härtefallregelung.

Gruß,
Christian

Hallo,

und deswegen muß der Staat dafür sorgen, daß sie alle gleich
sind? Oder sollte er dafür sorgen, daß alle die gleichen
Chancen haben?

Der Staat sollte für gleche Chancen sorgen. Gleichmacherei will ich auch nicht, das führt zu dem von Dir beschriebenen Efekt, daß niemnnd Initiative entwickelt. Da sind wir uns doch einig.
Gleichmacherei und Planwirtschaft führt zu ‚Beamtenmikado‘, das ist unbestritten.

Den erstgenannten aber wesentliche Teile der Früchte ihrer
Arbeit und Leistungsfähigkeit abzunehmen, um diese denen zu
geben, die sie dankbar annehmen, aber zum Leben nicht
benötigen, sorgt dafür, daß die Leistungwilligen und -fähigen
weniger für sich und damit für das ganze Land leisten, als es
möglich wäre.

Das ist auch nicht in meinem Sinne. Ich rede davon, daß ich es nicht i.O. finde, den AN immer mehr Geld aus der tasche zu ziehen, das sie dringend benötigen umd den Überfluß bei denen zu mehren, die ohnehin schon zu viel haben.

Wir haben heute in Deutschland nicht nur keinen
Lehrstellenmangel, sondern einen echten Azubimangel. Darüber
hinaus gibt in Deutschland durchaus erheblichen regionalen und
fachlichen Arbeitskräftemangel.

Das war im Saarland 2002 auch so. 2003 gibt es wieder einen akuten Lehrstellenmangel.

Für ‚Arbeiter‘ gilt das fast in keinem Fall! Die sind fast
alle problemlos ersetzbar.

Wenn Du die Leute meinst, die Kisten rumschleppen, hast Du
insofern recht, als daß man nur jemanden braucht, der stark
genug ist, den Kram zu schleppen und ihn nicht fallen zu
lassen. Diese Tätigkeiten sind aber vergleichsweise selten.
Bei einer guten Kassiererin oder einen gutem Kellner ist das
nicht ganz so einfach, wenn nicht sogar fast unmöglich.

Speziell in der Industrie ist der überwiegente Teil der Arbeitsplätze mit ‚Anlernkräften‘ besetzt. Ob die wirklich so leicht ersetzbar sind, ist dabei gar nicht die Frage, wichtig ist, daß die AG damit drohen und sogar Nachteile in Kauf nehmen, um diesen Eindruck zu verstärken.

Beispiel: Der Gewinn (vor Steuern) der Firma in der ich
arbeite betrug 2000 etwa das fünffache der Lohnkosten.

Hattest Du eigentlich meine Frage beantwortet, ob Du sicher
ist, daß da nicht der Umsatz gemeint ist?

Nein die Frage, hatte ich wohl noch nicht beantwortet, aber das kann ich nachholen.
ja, ich bin sicher, daß ich nicht den Umsatz meine, der liegt etwa beim 20 fachen der Lohnkosten.

cu Rainer

„1993: Mit monatlichen Verlusten von bis zu 30 Millionen Mark
muss die Saarstahl AG Konkurs anmelden. Die Belegschaft wird
von 7200 auf 4500 Mitarbeiter verkleinert.“

Hat die irgendwas mit Saar-Bandstahl zu tun? Nachfolgefirma?
Der Branche kann es nicht sonderlich rosig gehen.

Hallo Frank,
das ist die Muttergesellschaft. Saar-Bandstahl war nicht im Konkurs, aber trotzdem indirekt betroffen. Saar-Bandstahl hat heute 65 Mitarbeiter, vor 93 waren es auch 65, danach nur 58. Seit dem hat sich der Umsatz allerdings fast verdoppelt.
Auch der Saarstahl AG geht es gut, sie ist nicht mehr im Konkurs.

cu Rainer

Hallöchen,

Das ist auch nicht in meinem Sinne. Ich rede davon, daß ich es
nicht i.O. finde, den AN immer mehr Geld aus der tasche zu
ziehen, das sie dringend benötigen umd den Überfluß bei denen
zu mehren, die ohnehin schon zu viel haben.

„zu viel“ ist wertend. Diese Wertung lehne ich ab. Die meisten Leute, die Du meinst, haben sich dieses Geld mühsam erarbeitet (oder meinetwegen deren Vorfahren, wobei dann die Erbschaftssteuer Ausgleich genug gewesen sein sollte). Das kann eigentlich nichts schlechtes sein.

Speziell in der Industrie ist der überwiegente Teil der
Arbeitsplätze mit ‚Anlernkräften‘ besetzt. Ob die wirklich so
leicht ersetzbar sind, ist dabei gar nicht die Frage, wichtig
ist, daß die AG damit drohen und sogar Nachteile in Kauf
nehmen, um diesen Eindruck zu verstärken.

Tja, ich weiß nicht. Ich behaupte mal, daß ich mit mehr Unternehmen zu tun habe als Du und vor allem einen tieferen Einblick habe. Bei meiner Kund schaft sieht die Sachlage jedenfalls anders aus, als Du beschreibst.

Nein die Frage, hatte ich wohl noch nicht beantwortet, aber
das kann ich nachholen.
ja, ich bin sicher, daß ich nicht den Umsatz meine, der liegt
etwa beim 20 fachen der Lohnkosten.

Hm, das kann ich nicht nachvollziehen. Personalintensitäten von 5% gibt es eigentlich im produzierendem Gewerbe nicht. Ich such mir die Zahlen mal raus.

Gruß,
Christian