Hallo,
und deswegen muß der Staat dafür sorgen, daß sie alle gleich
sind? Oder sollte er dafür sorgen, daß alle die gleichen
Chancen haben?
Der Staat sollte für gleche Chancen sorgen. Gleichmacherei will ich auch nicht, das führt zu dem von Dir beschriebenen Efekt, daß niemnnd Initiative entwickelt. Da sind wir uns doch einig.
Gleichmacherei und Planwirtschaft führt zu ‚Beamtenmikado‘, das ist unbestritten.
Den erstgenannten aber wesentliche Teile der Früchte ihrer
Arbeit und Leistungsfähigkeit abzunehmen, um diese denen zu
geben, die sie dankbar annehmen, aber zum Leben nicht
benötigen, sorgt dafür, daß die Leistungwilligen und -fähigen
weniger für sich und damit für das ganze Land leisten, als es
möglich wäre.
Das ist auch nicht in meinem Sinne. Ich rede davon, daß ich es nicht i.O. finde, den AN immer mehr Geld aus der tasche zu ziehen, das sie dringend benötigen umd den Überfluß bei denen zu mehren, die ohnehin schon zu viel haben.
Wir haben heute in Deutschland nicht nur keinen
Lehrstellenmangel, sondern einen echten Azubimangel. Darüber
hinaus gibt in Deutschland durchaus erheblichen regionalen und
fachlichen Arbeitskräftemangel.
Das war im Saarland 2002 auch so. 2003 gibt es wieder einen akuten Lehrstellenmangel.
Für ‚Arbeiter‘ gilt das fast in keinem Fall! Die sind fast
alle problemlos ersetzbar.
Wenn Du die Leute meinst, die Kisten rumschleppen, hast Du
insofern recht, als daß man nur jemanden braucht, der stark
genug ist, den Kram zu schleppen und ihn nicht fallen zu
lassen. Diese Tätigkeiten sind aber vergleichsweise selten.
Bei einer guten Kassiererin oder einen gutem Kellner ist das
nicht ganz so einfach, wenn nicht sogar fast unmöglich.
Speziell in der Industrie ist der überwiegente Teil der Arbeitsplätze mit ‚Anlernkräften‘ besetzt. Ob die wirklich so leicht ersetzbar sind, ist dabei gar nicht die Frage, wichtig ist, daß die AG damit drohen und sogar Nachteile in Kauf nehmen, um diesen Eindruck zu verstärken.
Beispiel: Der Gewinn (vor Steuern) der Firma in der ich
arbeite betrug 2000 etwa das fünffache der Lohnkosten.
Hattest Du eigentlich meine Frage beantwortet, ob Du sicher
ist, daß da nicht der Umsatz gemeint ist?
Nein die Frage, hatte ich wohl noch nicht beantwortet, aber das kann ich nachholen.
ja, ich bin sicher, daß ich nicht den Umsatz meine, der liegt etwa beim 20 fachen der Lohnkosten.
cu Rainer