Richtige Entscheidungen treffen

Aus aktuellem Anlass

woran kann ich im Vorfeld halbwegs sicher beurteilen, ob eine wichtige Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten für mich die richtige ist, wenn die Vernunftsgründe FiftyFifty sind.
Ich warte jetzt schon seit Wochen bei einer weitreichenden Entscheidung auf so etwas, wie ein Gefühl, dass mich erkennen lässt, welchen weg ich gehen sollte, aber es kommt nicht. Ich sage bewusst nicht, worum es konkret geht, da auch eine allgemeine Antwort erwarte.
Vielleicht übersehe ich da etwas. Gibt es da Kriterien, an die man sich halten kann?

im grunde muss das jeder für sich selbst entscheiden. aber ich habe gemerkt, dass es nichts bringt, krampfhaft eine entscheidung erzwingen zu wollen oder darübr nachzudenken.

wenn du merkst, dass du nicht weiter kommst, und du zeit hast die entscheidung noch etwas abzuwarten kann ich dir folgendes empfehlen: nicht mehr darüber nachdenken. du wirst diese farge unterbewusst trotzdem verarbeiten und vielleicht bald automatisch eine antwort erhalten. aber wenn du merkst, dass sie nicht durch bewusstest nachdenken kommt, dann lasse los und das entkrampft. bei mir war es schon oft so, adss dann irgenwdann ganz klar war, was ich will - wenn ich erstmal losgelassen habe und mir slebst ein wneig zeit gegeben habe, die frage sacken zu lassen. vielleicht hilfts dir auch - ist zwar schwer einfach „nicht nachzudenken“, und man hat das gefühl das bringt einen erst recht nicht weiter, aber im endeffekt oft schon.

Methoden zur Entscheidungsfindung
Guten Tag,

da viele große Entscheidungen aus zu vielen Details bestehen und auch in Gruppen getroffen werden, hat es dafür Methoden, z.B. der Paarvergleich mit Bewertung. Darüber hat es auch Literatur, wer das schon mal gemacht hat, kann es dir aber auch in 30 min beibringen. Auch ist das eine Methode Emotionen aus dem Prozess herauszuhalten, lediglich bei der Bewertung der Kriterien fließen diese ein.

Gibt es da Kriterien, an die man sich halten kann?

Genau die musst du schon selbst aufstellen.

Gruß

Stefan

Hallo,

woran kann ich im Vorfeld halbwegs sicher beurteilen, ob eine
wichtige Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten für mich die
richtige ist, wenn die Vernunftsgründe FiftyFifty sind.

wenn die nach Abwägen aller bekannten Gründe bei 50/50 bleiben und das Gefühl auch nichts weiter sagt, kannst du auch ruhigen Gewissens eine Münze werfen oder den Astrologen konsultieren.
Man kann eben nicht immer alle relevanten Informationen haben.

Gruß
Torsten

Hallo Nikelaus,

Vielleicht übersehe ich da etwas. Gibt es da Kriterien, an die
man sich halten kann?

ich kenne keine allgemein gültige richtige Methode, ich kann dir nur sagen, wie ich es in solchen Fragen halte.

Wenn ich mich nicht entscheiden kann oder kein mulmiges Gefühl habe, verkünde ich eine Entscheidung vor einigen anderen (meist Familienmitglieder)dergestalt, dass diejenigen denken, ich habe mich bereits festgelegt. Ich spreche also fest und mit lauter Stimme aus, dass ich das und das vorhabe. Dann lasse ich meine Worte auf mich wirken. Bekomme ich ein flaues Gefühl in der Magengegend, weiß ich, dass ich falsch liege. Meine Familie kennt dieses Spielchen von mir und wartet mittlerweile geduldig ab, bis ich sage, das meine ich ernst oder das war nur ein Test.

Bekommst du bei beiden Varianten ein flaues Gefühl, suche doch einfach nach einer ganz anderen Möglichkeit. Es kann ja sein, dass beide Entscheidungen nicht die Richtigen für dich sind.

Viel Glück wünscht dir
Ina

Danke, ich werde darüber nachdenken!

Hallo,

wenn ich mich nicht entscheiden kann, sagt meine Schwiegermama immer ich solle vor dem zu Bett gehen noch kurz darüber nachdenken. Dann aber ganz bewußt damit aufhören und einschlafen. Und der erste Gedanken am nächsten Morgen zu diesem Thema (also ja oder nein) ist der meines Gewissens. :smile:
Also gut, die Dame ist schon älter, aber bisher hatte sie immer Recht dammit. Du kannst aber natürlich auch losen. Und bei den meisten Entscheidungen zeigen sich die Konsequentzen immer erst nach einer Weile.

Hoffe du triffst die für dich richtige Entscheidung :wink:

Gruß

Varaiante zu Inas Vorschlag
Hi
Ich finde Inas Vorschlag recht gut und hätte noch eine ähnliche Methode zu bieten:
Du phantasierst dir in Ruhe für vielleicht 10 Minuten den Gang der Dinge aus, die sich ergeben, wenn du die Wahl auf A legst.
Anschließend phantasierst du, wie es dir nach der Entscheidung für B geht. Wichtig dabei ist, eine lange Strecke in die Zukunft zu phantasieren und dem nach zu spüren, was sich da für Gefühle Szenen und BIlder einstellen.
Anschließend solltest du von den beiden Möglichkeiten einen besseren langfristigen Verlauf vor Augen haben, de dich dann entweder A oder B wählen lässt.
Gruß,
Branden

Danke, ich werde darüber nachdenken!

Das scheint Dein Problem zu sein - dass Du immer nur „nachdenkst“, aber nicht handelst.

Gruß,

Anja

Danke, ich werde darüber nachdenken!

Das scheint Dein Problem zu sein - dass Du immer nur
„nachdenkst“, aber nicht handelst.

Das ist so ein typischer Allgemeinplatz. Worauf, in aller Welt, stützt Du Deine Vermutung?
Abgesehen davon stimmt es noch nicht einmal. Wir machen und wir tun und es zeichnet sich einfach nichts ab, ob es richtig ist oder nicht.

Danke, ich werde darüber nachdenken!

Das scheint Dein Problem zu sein - dass Du immer nur
„nachdenkst“, aber nicht handelst.

Worauf, in aller
Welt, stützt Du Deine Vermutung?

Du hast es doch selbst geschrieben:
Ich warte jetzt schon seit Wochen bei einer weitreichenden Entscheidung auf so etwas, wie ein Gefühl,
dass mich erkennen lässt, welchen weg ich gehen sollte, aber es kommt nicht.

Ich hab’ mich auch mal Wochen rumgequält, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Das hat mich völlig entkräftet. Irgendwann hab’ ich mich hingesetzt und hab’ mir gesagt: Und Du entscheidest Dich jetzt! - was ich dann auch getan habe. Es war sehr erleichternd und ich habe gleich die Dinge, die getan werden mussten, um die Entscheidung umzusetzen, in die Hand genommen.

Es war übrigens die falsche Entscheidung - aber das war nicht so schlimm wie die Quälerei davor. Außerdem kann man jeden Tag neue Entscheidungen treffen :wink:

Gruß,

Anja

Danke, ich werde darüber nachdenken!

Das scheint Dein Problem zu sein - dass Du immer nur
„nachdenkst“, aber nicht handelst.

Worauf, in aller
Welt, stützt Du Deine Vermutung?

Du hast es doch selbst geschrieben:
Ich warte jetzt schon seit Wochen bei einer weitreichenden
Entscheidung auf so etwas, wie ein Gefühl,
dass mich erkennen lässt, welchen weg ich gehen sollte, aber
es kommt nicht.

Hä?
Ich habe geschrieben, ich warte auf ein Gefühl.
Das hat nichts damit zu tun, dass ich nur angeblich „rumsitze und nachdenke“. Wie Du das daraus ableitest, ist mir immer noch schleierhaft.

Ich hab’ mich auch mal Wochen rumgequält, weil ich mich nicht
entscheiden konnte. Das hat mich völlig entkräftet. Irgendwann
hab’ ich mich hingesetzt und hab’ mir gesagt: Und Du
entscheidest Dich jetzt! - was ich dann auch getan
habe. Es war sehr erleichternd und ich habe gleich die Dinge,
die getan werden mussten, um die Entscheidung umzusetzen, in
die Hand genommen.

Ja das ist ja schön und gut, geht aber an meiner Frage vorbei. Natürlich werde ich am Ende eine Entscheidung treffen. Mir fehlt aber im Vorfeld dabei sowohl ein „Gutes“ als auch ein „Schlechtes“ Gefühl für jeden möglichen Weg, an dem man sich orientieren könnte.
Danke trotzdem, dass Du Dir meinetwegen Gedanken machst!

Münze werfen…
Hallo Nikelaus,

das ist eine gute Methode, die ich auch immer anwende um tiefere Schichten (mein Bauchgefühl) in mir *auszuhorchen*.

Wie das geht, wurde hier sehr gut beschrieben:

http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=9012…

Ich wünsche dir viel Glück bei der Entscheidung…

Gruß
Maja

/t/entscheidungshilfe-bauchgefuehl/4957411/12

Hallo

woran kann ich im Vorfeld halbwegs sicher beurteilen, ob eine
wichtige Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten für mich die
richtige ist, wenn die Vernunftsgründe FiftyFifty sind.

OK

Vielleicht übersehe ich da etwas. Gibt es da Kriterien, an die
man sich halten kann?

Meiner Meinung nach:

NRF, „Never reinforce failure“ (Failure reinforces itself)
KISS, siehe => http://en.wikipedia.org/wiki/KISS_principle
NTARS, siehe => http://www.benedikt-stockebrand.de/never-touch-2_d.pdf

und, (tataa):

IA-Awareness (http://en.wikipedia.org/wiki/Information_asymmetry)

 ...
 decisions in transactions where one 
 party has more or better information 
 than the other.
 ...

Grüße

CMБ

Moin,

warum 2 Möglichkeiten? Du hast Dich doch für die dritte entschieden: Das Thema (aus Feigheit, aus Trägheit, aus …) einfach auszusitzen.

Erfahrung lehrt:
a) Kaum eine Entscheidung ist so endgültig, dass es sich lohnt, lange darüber zu grübeln
b) Kaum eine Entscheidung lässt sich in ihrer langfristigen Wirkung beurteilen. Und schon gar nicht nach Aspekten wie Glück oder nur persönliche Zufriedenheit.
c) Kaum eine Entscheidung ist es wert, sich wochenlang mit ihr zu beschäftigen. Dir gehts doch schlecht dabei? na also.

Entscheide Dich für irgendetwas, schau was passiert und regele nach, wenn das Ergebnis nicht ganz passt. Und wenn es mit einem Münzenwurf ist. Alles ist besser, als dieser - in meinen Augen leicht seltsame - Zwang zur Wohlfühlentscheidung bei voller Transparenz. Die gibt es nicht. Und nebenbei: Wieviele dieser Wohlfühlentscheidungen enden in der Katastrophe? Tolles Entscheidungskonzept:wink:

Grüße
Jürgen

stell dir vor, ein richter würde dich zu entscheidung A verurteilen. wie wäre deine reaktion?

vielleicht kann das helfen.

wenn man sich superlange mit der fifty-fifty-theorie beschäftigt, ist es meistens nicht zeit für eine entscheidung, sondern für das heranziehen weiterer entscheidungsgrundlagen: informationen, leiden, etc.

Danke, Maja, den werd ich mir irgendwo hinter die Ohren schreiben!

To-i

warum 2 Möglichkeiten? Du hast Dich doch für die dritte
entschieden: Das Thema (aus Feigheit, aus Trägheit, aus …)
einfach auszusitzen.

Nee, es ging doch hier nicht um die Frage, treffe ich eine Entscheidung oder nicht, sondern welche Entscheidung ist die richtige.

Zwischenstand
Nach heranziehen aller Daten haben wir uns nun für eine Variante entschieden, mit dem Ergebnis (bei mir), das Gefühl zu haben, genau das Falsche zu tun. Wobei ich einschränkend dazu sagen muss: das wäre im Umgekehrten Fall wahrscheinlich genau so gekommen.
Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ für weitreichende Entscheidungen.