Rückführung

Hallo Experten,

gleich zu Beginn, ich poste hier bewusst im Psychologie-Brett und nicht im Eso-Brett, da ich an psychologischen Deutungen interessiert bin, also bitte nicht verschieben!

Nun zu meiner Frage:
Der Begriff Rückführungs"therapie" bzw. Reinkarnations"therapie" ist, denke ich, bekannt.

Mir ist aufgefallen, dass fast alle Personen, die ich kenne und die sich solch einer „Therapie“ unterzogen haben, in „spannende“ vorherige Leben zurückgeführt werden. Sie waren z.B. Wikinger bei der Entdeckung Nordamerikas, Ritter auf Kreuzzügen, reiche Römer im Senat, Künstler im Italien der Renaissance, etc. Kaum einer erinnert sich an ein „langweiliges“ und „eintöniges“ Leben, wie z.B. Bauern, Sklaven, Steuerbeamte :wink:.

Daher frage ich mich, was erstens die psychologische Erklärung dafür ist, dass Menschen überhaupt in einem hypnotischen oder trance-ähnlichen Zustand eine „Rückführung“ erleben und zweitens ob es Erklärungen dafür gibt, warum sie besonders „spannnende“ Leben erleben.

Haben diese Menschen einfach nur eine blühende Fantasie und vermischen, ähnlich einem Traum, heimliche Wünsche mit z.B. gelesenen Geschichten oder Filmen (dies würde auch die eher „spannenden“ Leben erklären)?
Wenn ich also z.B. vor einiger Zeit Umberto Eco gelesen habe und der Roman „Der Name der Rose“ mich beeindruckt hat, besteht dann eine erhöhte Chance, dass bei einer Rückführung heraus kommt, dass ich als Ketzer oder Hexe im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde?

Oder steckt mehr dahinter, sind solche Menschen evtl. gar psychisch in irgendeiner Form instabil?

Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Phänomen?

Gruß,
Sax

Hallo Sax,

Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Phänomen?

wenigstens gibt es wissenschaftliche Studien zum Thema Reinkarnation.
Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Ian_Stevenson

Gruß, Senada

Zu fein fühlen
Guten Tag,

es gibt da in der Literatur die Interpretation, dass sich die meisten Menschen „zu fein sind“ um als einen niedrigen Stand zu phanta… ähem reinkarnieren.

Haben diese Menschen einfach nur eine blühende Fantasie und
vermischen, ähnlich einem Traum, heimliche Wünsche mit z.B.
gelesenen Geschichten oder Filmen (dies würde auch die eher
„spannenden“ Leben erklären)?

Yepp.

Wenn ich also z.B. vor einiger Zeit Umberto Eco gelesen habe
und der Roman „Der Name der Rose“ mich beeindruckt hat,
besteht dann eine erhöhte Chance, dass bei einer Rückführung
heraus kommt, dass ich als Ketzer oder Hexe im Mittelalter auf
dem Scheiterhaufen verbrannt wurde?

Ich bin für Giordano Bruno, dessen Idee ich vor ca. 19 Jahren schon mal unbewusst gedacht hatte („Wer richtig urteilen will, muss ablassen von jener Glaubensgewohnheit, die er von Kindheit an aufgenommen hat. Die allgemeine Meinung ist nicht immer die richtige Meinung.“). Soviel zum Thema „selektive Wahrnehmung“, denn ich bin mir sicher NICHT in einer geistigen Verbindung quer über 400 Jahre zu ihm zu stehen.

Oder steckt mehr dahinter, sind solche Menschen evtl. gar
psychisch in irgendeiner Form instabil?

Eben. Und um das unverbrüchliche ICH zu stabilisieren wird man immer als wichtig gedeutet. Schau dir mal an, wie unwichtige Dienstleister - speziell, aber nicht nur bei Behörden - sich aufspielen als Nabel der Welt wg. einem unwesentlichen Stück Papier, das es nur bei ihnen gibt.

Nicht nur in der Soziobiologie ist „Status“ die Ort nach dem sich der Kompass des nachdenkens ausrichten sollte, auch in der Psychologie.

Gruß

Stefan

Hallo,

mal ein paar Gegenfragen: Wer macht so einen sch…? Warum macht er so einen sch…?

Ich würde doch mal vermuten, dass es Menschen sind, die in ihrem aktuellen tatsächlichen Leben Probleme damit haben, dass sie gerade nicht der große Showstar, bekannte Künstler sind, oder sonstwie ein besonders spannendes und interessantes Leben führen, was sie meinen eigentlich führen zu müssen, weil sie ja eigentlich die ganz großen Bringer sind, deren Genie leider nur noch niemand erkannt hat.

Und mit welcher Erwartungshaltung gehen solche Leute wohl an so einen sch… ran?

Natürlich dass da genau das bei raus kommt, was sie immer schon vermutet haben, und ein geschickter Verkäufer äh ich meine natürlich Therapeut, oder was immer sich so ein Volk schimpfen mag, wird mit geeigneten Fragen und Beobachtungen vorab in der Lage sein, dann das zu liefern, was gewünscht ist.

Gruß vom Wiz

Servus,

mal ein paar Gegenfragen: Wer macht so einen sch…? Warum
macht er so einen sch…?

Nun ich war überrascht, zwar sind alle ein wenig „esoterisch“ angehaucht, jedoch sind sie ansonsten recht unterschiedlich.

So ist unter meinen Bekannten ein ehemaliger Filialleiter einer Bank, ein Anwalt, ein Mediziner und auch ein Psychologe zu finden.

Gruß,
Sax

Oder steckt mehr dahinter, sind solche Menschen evtl. gar
psychisch in irgendeiner Form instabil?

Das einzige Instabile ist da wohl die Geldbörse des Klienten. Ich sortiere diesen Service unter „Entertainment“. Der „Therapeut“ ist nichts anderes als ein Zauberkünstler, der seine Häschen aus dem Hut zaubert und alle machen aaaaah.

Grüße Bellawa

Servus,

wenigstens gibt es wissenschaftliche Studien zum Thema
Reinkarnation.
Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Ian_Stevenson

Nun ja, „wissenschaftlich“ ist wohl recht umstritten im Zusammenhang mit Stevenson.

Zitat von Paul Edwards:
„Stevensons Hauptproblem ist, dass er die (angeblichen) Fälle von Wiedergeburt nicht erforschen, sondern beweisen will“.

Gruß,
Sax

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Mir ist aufgefallen, dass fast alle Personen, die ich kenne
und die sich solch einer „Therapie“ unterzogen haben, in
„spannende“ vorherige Leben zurückgeführt werden. Sie waren
z.B. Wikinger bei der Entdeckung Nordamerikas, Ritter auf
Kreuzzügen, reiche Römer im Senat, Künstler im Italien der
Renaissance, etc.

Das sind ja nur Männerfantasien. Ich kann im weiteren Bekanntenkreis mit gleich drei Maitressen von Herrn Richelieu aufwarten! (von dem Zum Glück ja bekannt ist, dass er mehrere hatte, sonst käme man ja in Teufels Küche) Alle 3 kennen sich untereinander nicht und waren bei verschiedenen Reiseleitern. (und eine Vierte war Hexe, ist aber nicht verbrannt worden, sondern hat den Kontakt mit vierbeinigen Waldbewohnern beim Kräutersammeln nicht überlebt)

Wenn ich also z.B. vor einiger Zeit Umberto Eco gelesen habe
und der Roman „Der Name der Rose“ mich beeindruckt hat,
besteht dann eine erhöhte Chance, dass bei einer Rückführung
heraus kommt, dass ich als Ketzer oder Hexe im Mittelalter auf
dem Scheiterhaufen verbrannt wurde?

Die angesprochenen Damen sind alle Jahrgang 40-50, haben gescheiterte Ehen bzw. Beziehungen hinter sich und sind Single bzw. waren es zur Reisezeit. Eine gewissen Affinität zur katholischen Kirche mit besonderer Prägung in der Jugend (Messdiener, Kirchenchor, angedachter Klostereintritt / Mission, etc.) ist auch eine Gemeinsamkeit. Und eine gewisse Bildung ist auch vorhanden.

Oder steckt mehr dahinter, sind solche Menschen evtl. gar
psychisch in irgendeiner Form instabil?

Als instabil oder anderweitig pathologisch in der Hinsicht würde ich diese Damen nicht bezeichnen. Sie sind mit einer Ausnahme übrigens auch nicht übermäßig esoterisch. Solche Geschichten dienen zumindest bei Zweien eher dem Zeitvertreib, auf der gleichen Ebene, wie man auch Tagträumt. Nun kommuniziert sich aber besser über solche Rückführungen als über Tagträume. Damit wird man, zumindest in gewissen Kreisen, dann zumindest in diesem Sinne ernster genommen.

Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Phänomen?

Mir nicht bekannt.

Hallo,

aus eigener Erfahrung :wink: So spannend ist das Leben als Anwalt nun auch wieder nicht. Das sind alles veritable Jobs, die auch ein gewisses Ansehen genießen und die auch nicht jeder Vollpfosten machen kann, aber in einer Stadt mit 3000 Anwälten sticht man damit nicht gerade hervor, gerade auch, wenn die im Freundeskreis gut vertreten sind. Da ist doch so ein richtiger Pirat, Ritter, … schon was anderes.

Gruß vom Wiz

Mir ist aufgefallen, dass fast alle Personen, die ich kenne und die sich solch einer „Therapie“ unterzogen haben, in „spannende“ vorherige Leben zurückgeführt werden. Sie waren z.B. Wikinger bei der Entdeckung Nordamerikas, Ritter auf Kreuzzügen, reiche Römer im Senat, Künstler im Italien der Renaissance, etc. Kaum einer erinnert sich an ein „langweiliges“ und „eintöniges“ Leben, wie z.B. Bauern, Sklaven, Steuerbeamte :wink:.

Das liegt natürlich daran, dass langweilige Massenmenschen von vornherein gar nicht auf die Idee kommen, sich mit etwas hierzulande (noch) so ungewöhnlichem wie Reinkarnations"therapie" zu befassen.

Wenn ich also z.B. vor einiger Zeit Umberto Eco gelesen habe und der Roman „Der Name der Rose“ mich beeindruckt hat, besteht dann eine erhöhte Chance, dass bei einer Rückführung heraus kommt, dass ich als Ketzer oder Hexe im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde?

Es ist jedenfalls regelmäßig so, dass Ereignisse, die vor einem Traum, Phantasiegeschichten oder allgemein allen irgendwie künstlerischen Produktionen stattfanden, in diese von der Psyche eingebaut werden. Z.B wird niemand von sich als Amerika entdeckender Wikinger träumen, wenn er vorher noch nie was von Wikingern gelesen oder gehört hat (bewusst oder unbewusst) - vor allem auch seine (Tag-/Träume nicht als ‚Erinnerung an frühere Leben‘ interpretieren, wenn er vom Reinkarnationsglaube noch nie auch nur das geringste geahnt hat. Da das bei jemand, der die Reinkarnationstherapie konsultiert, nahezu unwahrscheinlich ist, braucht man sich also über die statistisch signifikante Häufung solcher Interpretation unter den Reinkarnationskonsultationspatienten nicht wundern…

Meiner Auffassung nach ist das ‚Reinkarnieren‘ ein reiner Aberglaube, so soll man ihn genauso wenig wörtlich nehmen wie z.B. das „Stimmen hören“, statt dessen sich oder andere Ratsuchenden auffordern, jedes Symbol der Träume (Was ist eine Rose, Wikinger…) anhand „Freier Assoziationen“ zu vertiefen. Dadurch gewinnt man zwar keine Erinnerung an ‚Frühere Leben‘ zurück, landet jedoch unfehlbar in bislang verdrängten (‚vergessenen‘) Kindheitserfahrungen, die leider sehr oft traumatisch waren. Ohne derart schleche Erfahrungen, kein Bedarf nach Therapie/ jegliche Art von Seelenheilkunde). Und ohne regelrechte Massentraumatisierung, keine Massen von Scharlatane, die die Not ihrer Mitmenschen ausbeuten anstatt ihnen bei deren Überwindung fundiert zu helfen…

Hallo,

probiere es doch selbst einmal aus. Dann hast du eigene Erfahrungen und eigene Gewissheit. Möglicherweise wird die Erinnerung an frühere Leben für dich dann ganz normal. Oder es ist doch alles Quatsch. Vielleicht wird dir der wissenschaftliche Nachweis dann auch nicht mehr so wichtig sein. Psychologie und Hirnforschung sind sehr junge Wissenschaften. Wir können nicht erwarten das alle Dinge, zu denen wir heute noch Phänomen sagen, innerhalb kürzester Zeit erklärbar sind. Die Frage ist doch, warum wollen wir immer alles wissenschaftlich erklärt haben? Was ist Wissenschaftlichkeit überhaupt? Was ist der Unterschied zwischen den Geschichten, die deine Bekannten erzählen und der Geschichte, die dir der Wissenschaftler erzählt? Beides sind zunächst nur Storys, deren Wahrheitsgehalt für dich entweder im „daran glauben“ liegt oder im „selber ausprobieren“. Interessanter Weise gibt es auch Fälle, wo die Wissenschaftler zu der selben Sache unterschiedlicher Meinung sind. Ich erinnere nur an die Anwendung von Psychopharmaka bei Kindern, die Homöopathie oder Impfungen.

Jeder von uns hat einen natürlichen Instinkt, der uns sagt, was gut für uns ist und was nicht. Aber niemand ist berechtigt, unsere auf diesem Instinkt basierenden Entscheidungen oder Erfahrungen in Frage zu stellen (oder vielleicht sogar auf Geisteskrankheit hinzuweisen).

Gruß Ralf

Servus,

probiere es doch selbst einmal aus. Dann hast du eigene
Erfahrungen

das ja.

und eigene Gewissheit.

das nicht.

Psychologie und Hirnforschung sind sehr junge
Wissenschaften.

Kommt darauf an, was man als „jung“ bezeichnet.

Die Frage ist doch, warum wollen wir immer
alles wissenschaftlich erklärt haben?

Um subjektive Eindrücke von objektiven Tatsachen trennen zu können. Denn leider täuschen wir uns in Vielem sehr schnell. Einfachstes Beispiel sind optische Täuschungen.

Man könnte auch sagen, ich will nicht vom Zauberer unterhalten werden, sondern verstehen wie der Trick funktioniert.

Was ist der Unterschied
zwischen den Geschichten, die deine Bekannten erzählen und der
Geschichte, die dir der Wissenschaftler erzählt?

Ein riesiger!

Beides sind
zunächst nur Storys, deren Wahrheitsgehalt für dich entweder
im „daran glauben“ liegt oder im „selber ausprobieren“.

Nö, eben gerade nicht. Bei meinen Bekannten höre ich den subjektiven Eindruck, bei einem Wissenschaftler die objektive Einschätzung.

Interessanter Weise gibt es auch Fälle, wo die Wissenschaftler
zu der selben Sache unterschiedlicher Meinung sind. Ich
erinnere nur an die Anwendung von Psychopharmaka bei Kindern,
die Homöopathie oder Impfungen.

ich glaube Du hast die (natur)wissenschaftliche Arbeitsweise nicht richtig verstanden, oder? Sonst fändest Du dies nicht bemerkenswert.

Jeder von uns hat einen natürlichen Instinkt, der uns sagt,
was gut für uns ist und was nicht. Aber niemand ist
berechtigt, unsere auf diesem Instinkt basierenden
Entscheidungen oder Erfahrungen in Frage zu stellen (oder
vielleicht sogar auf Geisteskrankheit hinzuweisen).

Warum nicht?

Ein Depressiver hat möglicherweise den „natürlichen Instinkt“ sich umzubringen, darf ich das nicht in Frage stellen, nur weil es sein „natürlicher Instinkt“ ist?

Ein Sexualtriebtäter hat möglicherweise den „natürlichen Instikt“ Frauen zu vergewaltigen. Darf ich hierbei auch nicht einschreiten?

Der Nächste verletzt sich selbst gerne, auch ein „natürlicher Instinkt“?

Ich denke, dass der natürliche Instinkt, wie Du Ihn anscheinend verstanden haben willst (also nicht in seiner eigentlichen Definition als Ausdruck angeborenen Verhaltens), nämlich als eine Triebfeder die uns schon „sagt was richtig ist“, nicht mehr als eine romantische Verklärung der Wirklichkeit ist.

Gruß,
Sax

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Hallo Wiz,

natürlich sagen die Reiseleiter nicht die Wahrheit. Wie auch? Dem gelangweilten Anwalt beibringen, dass seine früheren Leben eben auch nur langweilig waren, weil er in einer dieser Vergangenheiten eigentlich Schichtarbeiter in Karl-Marx-Stadt in den 1950ern war?
Er immer schon ein Langweiler war und selbst als Buddhist immer als Langweiler wiedergeboren werden würde?
Also erzählt man für viel Geld was vom Pferd.

Strubbel
*prust*

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Servus,

wieso „erzählen“?

Ich dachte man macht die Erfahrung selbst? Wie kann der Therapeut da dem Probanden was „erzählen“.

Oder meinst Du er suggeriert von vornherein gewisse Szenarien?

Gruß,
Sax

Tach Sax,

so siehted einfach ma aus!
So wie auch multiple Persönlichkeiten vom Therapeuten suggeriert werden.

Strubbel
d:open_mouth:)

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Deshalb lass ich das auch lieber bleiben, und bin glücklich und zufrieden mit dem was ich habe :wink:

Gruß vom Wiz

Verwandlung
Hallo,
man kann das (Reinkarnationstherapie) nicht pauschal als Unsinn deklarieren.
Trancephänomene und lucide Träume sind kein Unsinn.
Natürlich gibt es ein Mißbrauchspotential, das hier aber eher harmlos und durchschaubar ist. Im Gegensatz dazu der Kognitivismus, der im Gewand der Vernunft herkommt und das Spielen ignoriert.
Manch Leute gehen in Vereine um mal Indianer oder Ritter zu Spielen. Oder gehen in Laienschauspielgruppen. Scurril für manchen, aber kein Unsinn. Warum sich nicht mal als Ritter Dagobert fühlen? „Es ist nie zu spät wieder ein Kind zu sein“ (Milton Erickson). Es steckt ein beträchtliche psychische Kraft im Gebiet der Verwandlung.
Die Reinkarnationstherapie gehört zur 4. Form der Psychologie. Die transpersonale Psychologie ist die Älteste. Es dürfte problematisch sein, die verschiedenen Richtungen der Bindestrich Psychologien durch jeweils andere erklären oder zu be- bzw. ver- Urteilen zu wollen. Die Psycho-Pathologie und gleich der Verdacht dahin sind höchst bedenklich.

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Servus,

also für mich besteht schon ein Unterschied dazwischen, ob jemand nur Ritter spielt (= Ausleben von Phantasie, Kind im Manne, usw.) oder wirklich glaubt ein Ritter zu sein (bzw. im vorliegenden Falle gewesen zu sein).

Letzteres ist für mich eher mit einer Art von Realitätsverlust gleichzusetzen und kann (nicht muss) durchaus pathologische Züge tragen.

Gruß,
Sax

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Hallo,

Du willst es nicht esoterisch, sondern psychologisch. Die Psychologie ist eine empirische Wissenschaft, also eine Disziplin, die sich mit der Materie auf wissenschaftlicher Basis beschäftigt.

Viele Phänomene lassen sich nicht beweisen, da sie instropektiv sind. Man könnte nun selbst eine Studie mit Probanten durchführen, die sich „zurückführen lassen“ oder auf Menschen, die bereits die Rückführung erlebt haben zurückgreifen (eher unzuverlässig). Dann kann man durch Befragung in Erfahrung bringen, was erlebt wurde. Wenn man dies dann ganz genau auswerten möchte, müsste man das Vorwissen der Untersuchungsperson zum Thema seiner Rückführung berücksichtigen und auch die angegebenen Daten mit dem vorhandenen historischen Daten vergleichen.

Keine Ahnung, ob sich jemand diese Mühe gemacht hat. Das Problem ist, dass die Menschen, denen dieses Thema so brennend interessiert so furchtbar unwissenschaftlich sind.

Viele Grüße

Servus,

Viele Phänomene lassen sich nicht beweisen, da sie
introspektiv sind. Man könnte nun selbst eine Studie mit
Probanten durchführen, die sich „zurückführen lassen“ oder auf
Menschen, die bereits die Rückführung erlebt haben
zurückgreifen (eher unzuverlässig). Dann kann man durch
Befragung in Erfahrung bringen, was erlebt wurde. Wenn man
dies dann ganz genau auswerten möchte, müsste man das
Vorwissen der Untersuchungsperson zum Thema seiner Rückführung
berücksichtigen und auch die angegebenen Daten mit dem
vorhandenen historischen Daten vergleichen.

Schon klar. Jedoch interessiert mich eigentlich nicht unbedingt, ob Rückführung als solche funktioniert, sondern vielmehr welcher Typ Mensch (psychologisch gesehen) solche Rückführungen durchführt bzw. an sich durchführen lässt.

Gruß,
Sax