Hallo Experten,
gleich zu Beginn, ich poste hier bewusst im Psychologie-Brett und nicht im Eso-Brett, da ich an psychologischen Deutungen interessiert bin, also bitte nicht verschieben!
Nun zu meiner Frage:
Der Begriff Rückführungs"therapie" bzw. Reinkarnations"therapie" ist, denke ich, bekannt.
Mir ist aufgefallen, dass fast alle Personen, die ich kenne und die sich solch einer „Therapie“ unterzogen haben, in „spannende“ vorherige Leben zurückgeführt werden. Sie waren z.B. Wikinger bei der Entdeckung Nordamerikas, Ritter auf Kreuzzügen, reiche Römer im Senat, Künstler im Italien der Renaissance, etc. Kaum einer erinnert sich an ein „langweiliges“ und „eintöniges“ Leben, wie z.B. Bauern, Sklaven, Steuerbeamte
.
Daher frage ich mich, was erstens die psychologische Erklärung dafür ist, dass Menschen überhaupt in einem hypnotischen oder trance-ähnlichen Zustand eine „Rückführung“ erleben und zweitens ob es Erklärungen dafür gibt, warum sie besonders „spannnende“ Leben erleben.
Haben diese Menschen einfach nur eine blühende Fantasie und vermischen, ähnlich einem Traum, heimliche Wünsche mit z.B. gelesenen Geschichten oder Filmen (dies würde auch die eher „spannenden“ Leben erklären)?
Wenn ich also z.B. vor einiger Zeit Umberto Eco gelesen habe und der Roman „Der Name der Rose“ mich beeindruckt hat, besteht dann eine erhöhte Chance, dass bei einer Rückführung heraus kommt, dass ich als Ketzer oder Hexe im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde?
Oder steckt mehr dahinter, sind solche Menschen evtl. gar psychisch in irgendeiner Form instabil?
Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Phänomen?
Gruß,
Sax