Hallo,
natürlich entsteh so eine Paralellgesellschaft. Weil sich die
Muslime auf diese Art und Weise selber abgrenzen und
ausgrenzen. Das Kopftuch ist ja dabei nur der Anfang.
Im Übrigen habe ich mal gelernt, daß man sich , wenn man man
in einem anderen Land wohnt, auch möglichst dessen Regeln
anpassen sollte.
Regeln wie beispielsweise, dass eine Frau kein Kopftuch tragen darf? Oder dass jeder täglich 200 Gramm Schweinefleisch essen muss?
Gesetze sind die beste Basis, um sich über Regeln einer Gesellschaft zu unterhalten. Die Forderung, dass Migranten die Gesetze achten sollen ist normal, aber inzwischen ist das scheinbar nicht genung. Neue Gesetze werden geschaffen, die Migranten weiter ausschliessen wollen (Kopftuchverbot), bei anderen Angelegenheiten werden neue „Regeln“ aus dem Stegreif erfunden.
Dabei ist das Problem m.E., dass viele Menschen nicht damit klar kommen, dass sich die Welt um sie herum ändert.
Ich möchte mal wissen, was passiert, wenn
eine Gruppe in Saudi-Arabien lebender Deutscher (kann aber
auch ein anderes Land sein), die selben Regeln in Anspruch
nehmen würde. Wenn sie daruf bestehen würden, in Mekka eine
christliche Kirche zu errichten, eine Kneipe zu eröffnen und
ein Bordell.
Alles in Libanon vorhanden - oder in Marokko oder in Jordanien oder in Ägypten oder in Indonesien oder oder oder. Aber all diese Beispiel passen nicht in das Schema, das du malen willst. Interessant übrigens, dass du Bordelle zu deinem (?) Kulturgut dazuzählst…
Ausserdem ist das Argument „zu“ falsch, um überhaupt als Argument durchgehen zu können: Kirchen gibt es in 90% der islamischen Länder. Meines Wissens ist Saudi-Arabien das einzige Land, das keine Kirche besitzt (was sicherlich nicht ganz richtig ist, da amerikanische Militärbasen sehr wohl ihre eigenen Kirchen betreiben…). Ganz im Gegenteil, wenn man den Prozentteil der Christen in diesen vorwiegend islamischen Ländern mit dem Prozentteil der Muslime in den europäischen (meist christlichen) Ländern vergleicht, dann stellt man schnell fest, dass es in den islamischen Ländern überproportional viele Kirchen gibt. Ausserdem sind die meisten Kirchen in den islamischen Ländern von aussen als solche erkennbar und in sehr vielen Gegenden dürfen sie ihre Gongs laut und deutlich vernehmen lassen.
Jetzt vergleichen wir das mit Deutschland: Überall dort, wo eine Moschee erkennbarer sein will wird aus den verschiedensten Gründen (Leitkultur, christlich(-jüdisch)-abendländische Kultur, Bau passt nicht zur Umgebung usw…) diesem Bestreben Einhalt geboten. Eines dieser Gründe ist dann, dass es ja auch in Saudi-Arabien keine Kirchen gibt! Dass es dafür in anderen islamischen Ländern vielmehr Kirchen gibt, spielt dabei keine Rolle. That’s pathetic.
Gruss, Omar Abo-Namous
)