Schulveranstaltungen und Religion

Ganz einfach
Hallo,

jetzt frag ich mal ganz provokativ: Was ist denn so schlimm
daran, dass dieses Mädchen (oder andere) ein Kopftuch trägt
und nicht am Schwimmunterricht teilnimmt?

Weil jemand, der nicht schwimmen lernt (und dies lernt man in der Kindheit leichter) eher ertrinkt.

Weil jemand, der generell wenig Sport in der Kindheit lernt (z.B., weil das Kopftuch und die körperbedeckende Kleidung dabei unpraktisch ist), später eher gesundheitliche Probleme bekommen wird.

Weil diese Ausnahmen meist weitere Ausnahmen nach sich ziehen, die das Wissen und Können der Mädchen und späteren Frauen weiter einschränken.

Zum Beispiel gibt es auch schon Forderungen, sie vom Sexualkundeunterricht auszuschliessen - wer hier aber über grundlegende Zusammenhänge nicht Bescheid weiss, hat später eher Probleme mit ungewollten Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten.

Weil noch später vielleicht auch in Geschichte und Biologie (ok, bei der Genetik sind sich die Fundamentalisten aller Religionen inzwischen nicht mehr fern) bestimmte Inhalte und insbesondere selbstständiges Weiterdenken unterdrückt werden soll. - Wer aber mit Denkverboten aufwächst anstatt mit der Anleitung seinen eigenen Verstand zu gebrauchen, fällt meistens geistig hinter der Altersgruppe zurück.

Wenn sich diese Verbote und Einschränkungen dann tatsächlich aufschaukeln, sind die Mädchen irgendwann den Jungen tatsächlich unterlegen, da sie viele Erfahrungen nicht gemacht haben - und zwar insbesondere die Erfahrungen, die sie bräuchten um in der Gesellschaft zu bestehen, in der sie leben.

Und dass die Isolation von den Klassenkameraden für das Schulklima und auch für die schulische und spätere Laufbahn sehr schlecht ist, brauche ich wohl nicht extra zu begründen.

Mit vielen Grüssen, Walkuerax

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Hallo Gernot, Du schriebst:

Von mir wird Toleranz gefordert - gut. Aber so weit ich weiß,
entsteht ein gemeinsames Zusammenleben immer auf der Basis von
Gegenseitigkeit - also wieso darf man dann im Gegenzug nicht
auch ein wenig Anpassung von anderen fordern? Wieso müssen da
religöse Gebote von vor über 1.000 Jahren über dem geltenden
Gesetz stehen?

*räusper* - reden wir hier über Gesetze oder über gesellschaftliche Etiketten? Jedenfalls verlangst Du von den Gläubigen eine widerliche Heuchlerei, wenn sie die Etiketten der Umgebungsgesellschaft als höher ansehen sollen als die Gesetze dessen, den sie ihre Gottheit nennen. Genaugenommen scheinst Du zu wollen, dass sich diese Gläubigen gefälligst mit der ach so einheitlichen Umgebungsgesellschaft (lebst Du eigentlich im Sozialismus?) eine zweite Gottheit nehmen.

Wie dem auch sei, kein Gesetz ist so hoch wie das Gesetz Gottes. Ende.

Grüße,

Mohamed.

Was verstehst du unter „verbalinspiriertem Gotteswort“?

Hallo Goms,

eigentlich hätte ich sogar sagen sollen: „literalinspiriertes Gotteswort“, also ein Text, der Buchstabe für Buchstabe, nicht nur Inhalt für Inhalt, von Gott in das Gedächtnis und Bewusstsein eines von Ihm {s.w.t.} auserwählten Menschen (=Propheten) eingegeben wurde. Das einzige Buch, das höchstselbst überhaupt den Anspruch erhebt, so etwas zu sein, ist meines Wissens der Heilige Koran. Weder Bibel noch ein anderes Buch behauptet das von sich, zumindest, was die Weltreligionen anbetrifft.

Klar, wer das was er liest/hört erstmal in Frage stellt und
sich seine eigenen Gedanken darüber macht, der ist auf der
sicheren Seite, sozusagen.

Wenn Du denkst, dass ich das nie getan habe, dann lass uns
gemeinsam damit beginnen, oder wenigstens jeder für sich.

Es hörte sich zumindest so an. Ich habe dich da wohl ein wenig
falsch verstanden, aber es klang so, als wenn du dein handeln
und denken nur nach dem richtest, was Gott „sagt“(oder leute
meinen, was er sagt…)

Ich habe Gewissheit darüber, was Gott gesagt hat, und auch jeder glückliche Mensch, der dem folgenden koranischen Aufruf erfolgreich folgt:

Sprich: Ich ermahne euch nur zu einem: Dass ihr für Gott aufsteht zu zweit oder einzeln und sodann nachdenkt. An eurem Gefährten ist kein Dämon.

Viele Grüße,

Mohamed.

oh. Nochmal: Alle Schulen in Deutschland - auch „islamische“
Schulen (zukünftige wie derzeitige) - müssen einen bestimmten
Kanon an Fächern anbieten, damit das Land sie anerkennt.

„Anerkennt“ als Erfüllung der Schulpflicht, damit ausländische Kinder hier einen ausländischen Untericht genießen können, um nach der Heimreise ins heimatliche Bildungssystem wiedereingegliedert werden zu können. Die Forderung nach 5 Wochenstunden Unterricht in der örtlichen Nationalsprache ist nicht unbillig, weil man mit einer typischen Verweildauer der Schüler von 1 bis 3 Jahren rechnet.

Diese gesetzliche Möglichkeit der reinen Ausländerschule gibt es in vielen Ländern auf der Welt und sollte eigentlich auch in der BRD nicht als Vehikel einer Islamisierungs- und Entdeutschungspolitik mißbraucht werden, sondern vielmehr die staatliche Gastfreundschaft reflektieren.

Gruß

Pavel

Hallo,

von welchem Gott sprichst Du?
Ich kenne nur einen - und der fordert keine Kopftücher und kein Schwimmverbot und auch kein Verbot, an Wandertagen teilzunehmen. Da scheinst Du wohl jemanden anderen zu meinen - meinen Gott jedenfalls nicht. Denn davon steht nichts in der Bibel und der Herr Pastor hat meines Wissens auch noch nichts derartiges verkündet.
Wenn aber Gott es nicht fordert - dann kann es nur ein Gebot der Menschen sein - und das ließe sich außer Kraft setzen, wenn die Umstände dafür nicht mehr gegeben sind. Und die sind nicht mehr gegeben - schließlich finden auf Deutschlands Straßen nicht ständig Vergewaltigungen wehrloser Frauen statt.

Siehst Du - das ist nämlich das Problem: Mein Gott fordert so was nicht. Und der, der dies glaubt, der glaubt an einen anderen Gott. Aber dummerweise bestehen die Herren da oben in Ihrer Forderung beide daauf, daß ihr Glaube der einzig wahre Glauibe ist und daß sie jeweils der einzig wahre Gott sind.
Un d damit bist Du mit Deinem Gott nämlich am Ende - der hilft Dir an dieser Stelle überhaupt nicht weiter.

Und geh mir mit den 3 %. Das ist ein Durchschnittswert, der gar nichts sagt.
Fakt ist aber, daß es inzwischen in deutschen Städten Straßen und ganze Viertel gibt, in denen die Deutschen in der Minderheit sind, daß es Schulklassen gibt, in denen deutsche Schüler die Minderheit sind und Arbeitsstellen, auf denen deutsche Arbeiter die Ausnehme sind.
Und wie steht es da zum Beispiel mit der Gleichheit der Menschen vom Grundgesetz her? Was ist die Schulbildung an einer Schule wert, in der der Großteil der Schüler zu beginn erst einmal Deutsch verstehen lernen muß? WIe fühlt sich ein deutscher Arbeiter in einer deutschen Firma, wenn plötzlich türkisch oder arabisch die Umgangs- und Arbeitssprache ist? Und sage mir nicht, das gäbe es nicht - das gibtz es sehr wohl inzwischen.

Wenn ich mir in einer deutschen Stadt als Deutscher irgendwo wie ein unerwünschtes Subjekt vorkomme - und das ist so mitunter - , wenn in deutschen gerichten und Ämtern plötzlich deutsch nicht mehr Amtssprache ist, dann läuft irgend etwas falsch. Dann haut irgendwo das ganze Zusammenleben und die ganze Integration nicht mehr hin.

Ich habe komischerweise diese Ängste gefühlsmäßig nicht gegenüber anderen Religionen. Überhaupt nicht. Und weißt Du warum? Weil es bei denen nur um die Religion geht - nicht um die Bewahrung ganzer Kulturen. Denn der Islam geht mit all seinen Vorschriften ja so weit in das Alltagsleben ein, daß er tatsächlich mit unserem Lebensstil und mit unseren hergebrachten Vorstellungen kaum kompatibel ist. Er schreibt zwingend ein Frauenbild vor, daß nicht in unsere Gesellschaft gehört. Dieses Problem gibt es mit anderen Religionen offenbar so nicht - jedenfalls wird da nichts sichtbar.

Gernot Geyer

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_An

eurem Gefährten ist kein Dämon._

Das ist halt manchmal ein bissi nachteilig für die Nicht-Gefährten:
http://anonym.to/?http://www.polizei.bayern.de/ppmuc…
Lies #1733!

Gruß

Pavel

Hallo Mohammed,

es mißfällt mir, daß Du das deutsche Volk in Deutschland zu einer „Umgebungsgesellschaft“ herabwürdigst.

Gruß

Pavel

Lieber Omar,

dann geh doch mal in arabische Länder mit muslimischen
Mehrheiten und schau Dir an, wie die Nichtmuslime dort
behandelt werden.

Wie ich weiter oben beschrieben habe, geht es ihnen in den
meisten Fällen besser, was die religiösen Rechte angeht. In
Konfliktbereichen (wie z.Zt. Libanon oder Indonesien) geht es
niemandem gut.

eine andere (die Realität ausblendende) Antwort hätte ich von dir auch nicht erwartet.

Gruß
Liza

P.S.: In der in die EU wollenden Türkei dürfen christliche Gemeinschaften im Regelfall noch nicht mal Räumlichkeiten für ihren Gottesdienst erwerben. Ich persönlich kenne mehrfach Beispiele von Mitchristen in ganzen Türkei (nicht nur in Ostanatolien!), denen dieses verweigert wurde.

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Es ist die Religion, die Gott {s.w.t.} Seinen reinen Knechten
Abraham,

okay…

Moses,

okay…

Jesus

Jesus = Gott (zumindest in meiner Religion und in meinem „heiligen Buch“)

und Muhammad offenbarte.

Einspruch! Euer „Prophet“ war ein Prophet „eures“ Gottes. Und Euer „Allah“ ist für mich ein anderer „Gott“ als mein Gott, der Gott der Bibel und der Gott Abrahams, Isaak und Jakobs. Für mich als glaäubiger Christ ist euer Allah lediglich ein Götze.

(So. Du hast damit angefangen.)

Oder kennst Du eine andere ernstzunehmende monotheistische Religion?

Ich kenne nur eine: das Christentum.

Gruß
Liza

eigentlich hätte ich sogar sagen sollen: „literalinspiriertes
Gotteswort“, also ein Text, der Buchstabe für Buchstabe, nicht
nur Inhalt für Inhalt, von Gott in das Gedächtnis und
Bewusstsein eines von Ihm {s.w.t.} auserwählten Menschen
(=Propheten) eingegeben wurde. Das einzige Buch, das
höchstselbst überhaupt den Anspruch erhebt, so etwas zu sein,
ist meines Wissens der Heilige Koran. Weder Bibel noch ein
anderes Buch behauptet das von sich, zumindest, was die
Weltreligionen anbetrifft.

  1. Timotheus 3,16: " Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit"

Gruß
Liza

Hallo Marion,

Grundaussagen:

1. Muslime „schicken“ ihre Kinder in dein so bezeichnetes „Spießrutenrennen“.
Sie bieten ihren Kindern den Islam an, u.a. mitsamt der Bekleidung, wozu gehört, dass man weite Kleidung tragen soll und für Frauen eben auch die Haare bedecken sollte. Dass diese das auch tatsächlich annehmen, ist für dich (und andere) unverständlich. Noch unverständlich ist für deinesgleichen, dass die muslimischen Mädchen trotz des erheblichen gesellschaftlichen Druckes, der ihnen durch ein simples Tuch entsteht sich auch öffentlich zu ihrer Religion bekennen. Ich verstehe, dass die einzige Möglichkeit damit umzugehen darin besteht, anzunehmen, dass diese Mädchen gezwungen werden. Das ändert nichts an den Tatsachen!

2. Muslime sehen ein Mädchen, was kein Kopftuch trägt als Schlampe an.
Nehmen wir diskussionshalber an, dass das stimmt (das ist sicher nicht bei der Mehrheit der Fall). Wenn die allgemeine Gesellschaft annimmt, dass Kopftuchträgerinnen dumme, zurückgebliebene und unterdrückte Frauen sind; die Familie annimmt, dass eine Frau ohne Kopftuch eine Schlampe ist - worin unterscheiden sie sich? Wir sind uns doch einig, dass beide nicht recht hätten, oder?

Es läuft auf folgendes hinaus: Du glaubst immer noch felsenfest, dass die Mädchen nicht *wirklich* freiwillig ein Kopftuch tragen. Das ist insofern traurig, als es unmöglich ist, dich vom Gegenteil zu überzeugen (s. obige Aussagen).

Gruss, Omar Abo-Namous

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Hallo Liza,

dann geh doch mal in arabische Länder mit muslimischen
Mehrheiten und schau Dir an, wie die Nichtmuslime dort
behandelt werden.

Wie ich weiter oben beschrieben habe, geht es ihnen in den
meisten Fällen besser, was die religiösen Rechte angeht. In
Konfliktbereichen (wie z.Zt. Libanon oder Indonesien) geht es
niemandem gut.

eine andere (die Realität ausblendende) Antwort hätte ich von
dir auch nicht erwartet.

So macht Diskutieren richtig Spass!

P.S.: In der in die EU wollenden Türkei dürfen christliche
Gemeinschaften im Regelfall noch nicht mal Räumlichkeiten für
ihren Gottesdienst erwerben. Ich persönlich kenne mehrfach
Beispiele von Mitchristen in ganzen Türkei (nicht nur in
Ostanatolien!), denen dieses verweigert wurde.

Tatsache ist, dass es in der Türkei mehr als genug Kirchen gibt. Damit meine ich, dass die Kirchen brach liegen und nicht besucht werden. Das hängt teilweise damit zusammen, dass die Anzahl der türkischen Christen offensichtlich abnimmt (trotz der heftigen Missionsarbeit) zum anderen sind Christen in der Türkei stark gespalten (verschiedene orthodoxe Kirchen neben der katholischen und teilweise der evangelischen Kirche).

Was wird an der Lage der Christen in der Türkei von Seiten der deutschen Kirchen angeprangert (Hervorhebung von *deutschen*, denn wenn sich beispielsweise die Al-Azhar-Universität oder gar ein schiitischer Imam aus dem Iran in die Religionsfreiheit oder Diskriminierung des Islams in Deutschland einmischen würde, hätten sehr viele Deutsche ein Problem damit (auch deutsche Muslime, aber das ist ein anderes Thema…)).

1. Kirchen können nicht Körperschaften werden
Hintergrund ist, dass Atatürk bei der laizisierung der Türkei den sunnitischen Islam (die Mehrheit der Türken) staatlich kontrollieren wollte und deshalb ein „Amt für religiöse Angelegenheiten“ errichtete. Körperschaften gibt es in der Form, die es in Deutschland gibt nicht. Aber auch wenn, müsste ich mich fragen, warum Kirchen in der Türkei (Anteil verschiedener Christen bei insgesamt etwas unter 0,5%) eine Körperschaft erhalten sollten, wenn Muslime in Deutschland (etwa ein Anteil von 3% der Gesamtbevölkerung) bis heute nicht als Körperschaft anerkannt wurden! Die Gründe, warum der Staat keine islamische Körperschaft anerkannt hat sind vielfältig - das weiss ich auch - allerdings ist es schwer nachvollziehbar, wenn Deutsche Organisationen in der Türkei fordern, dass Kirchen eine Körperschaft erhalten sollen…

2. Kirchen dürfen nicht bauen
Die Frage wäre hier, was sie denn genau bauen wollen. Jeder darf in der Türkei ein Haus bauen und seine Bekannten zum Gebet einladen. Genau dasselbe gilt auch in Deutschland. In beiden Staaten gilt aber: wenn man ein Gebetshaus bauen möchte (Moschee oder Kirche respektive) braucht man spezielle Genehmigungen. Meines Wissens gibt es in Deutschland keine rechtliche Gebäudebezeichnung, die einer Moschee gerecht werden könnte. In diesem Sinne sind die meisten „Moscheen“ hier eigentlich Vereinsräume. Meine natürlich Frage wäre an der Stelle: Wie viele Moscheen in Deutschland gibt es, die von aussen als Moscheen erkennbar sind? Ich kann dir sagen, so viele sind es nicht. Dabei muss man wieder beachten, dass die Kirchen in der Türkei zu einem Grossteil nicht genutzt werden. Manche Kommunen sanieren noch heute alte Kirchen mit Staatsgeldern, während andere „ihre“ Kirchen der Zeit überlassen und darauf warten, dass diese in sich zusammenfallen, damit der Platz genutzt werden kann.

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo,

Manchmal denke ich, Deutschland hat nicht zuviel Moslems,
sondern zu wenig. Was wir bräuchten wären 1 Mio Moslems aus
den gehobenen Bildungsschichten arabischer Großstädte, um das
Image der Moslems in D zu verbessern. Das Problem ist nur,
diese Leute fallen kaum auf. Die wenigen aus diesen Schichten,
die wir in D haben, sind viel zu gut integriert, als dass sie
auffallen und das Ansehen drehen können.

Das wichtige ist eher die „gehobenen Bildungsschichten“ nicht, wieviele daher kommen. Im Übrigen gebe ich dir recht. Syrische Einwanderer (ein Beispiel, das ich gerade zunehmend erleben muss), die als Studenten gekommen sind und als Ärzte, Ingenieure oder akademische Doktors leben, fallen wirklich nicht auf.

Um mehr von diesen Leuten zu bekommen, hätten wir aber zunächst einmal Deutsch als Uni-Sprache durch Englisch ersetzen müssen…

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo Infotalk,

schade, dass du dich zum Koranvers nicht mehr geäussert hast…

Ist echt schlimm, dass die Mehrheit „den Gang der Dinge
bestimmt“… Wo kommen wir denn da hin?

Na, das werden wir ja sehen, wo wir da hinkommen.

Das ist durchaus üblich, daß die Mehrheit den
Ton angibt.

und? was folgern wir nun??

Einen Schluß daraus zuziehen dürfte nicht schwerfallen.

Bei diesen Antworten wollte ich dir eigentlich nur sagen: Dass die Mehrheit die Entscheidungsgewalt besitzt, ist ein demokratisches Prinzip. Dieses Prinzip ist unabhängig von der Religion dieser Mehrheit!

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo Coco,

wenn jemand krank ist, dann geht er zum arzt und kriegt eine
bescheinigung. ansonsten geht er in die schule. arztzeugnisse
zum erschwindeln von freistunden sind illegal und finde ich in
dem zusammenhang eher bedenklich.

Was du nicht sagst! Aber ändert das irgendwas daran, dass das tatsächlich passiert?

Für dich scheint es normal zu sein. Für uns zieht man sich
nicht einfach aus. Das hat gar nichts mit Mädchen oder Junge
zu tun, es hat einfach mit Anstand zu tun. Wohlgemerkt, die
Kinder sind *splitternackt* ins Wasser gegangen. Ausserdem
ging es mir um was anderes: Das Vertrauen wurde gebrochen.
Eine Übereinkunft, die meine Mutter mit der Betreuerin
getroffen hatte, hat diese nicht eingehalten. Solange dieses
Vertrauen aber nicht da ist, kann man von den Eltern nicht
erwarten, dass sie ihr Kind (sprich: ihre Verantwortung)
einfach „hergeben“.

also splitternackt… würd ich auch komisch finden… ich habe
angenommen, die hätten eine badehose angehabt.

Nein. Aber wieder etwas, woran man die Normalität der angenommenen Normalität testen kann…

ich kann in deinem fall nicht beurteilen, wie die übereinkunft
war und ob sie von der betreuerin gleich verstanden wurde, wie
von deiner mutter. auch bei guten deutschkenntnissen entstehen
sehr schnell missverständnisse… aber gesetzt der fall, die
beteuerin hat es deiner mutter wie geschildert versprochen,
ist es ein sehr unschöner vorfall. das kind allerdings wegen
einem tag von der schule zu nehmen…

Kindergarten. Ausserdem hat meine Mutter sie in einen anderen Kindergarten (oder Vorschule…) gebracht, wo es durchaus noch andere Probleme gab, aber die meine Eltern offensichtlich mit den Betreuern klarkamen, denn da blieb meine Schwester bis sie in die Schule kam.

ich könnte mir
vorstellen, dass die betreuerin noch 100 andere extrawünsche
von besorgten eltern berücksichten muss. irgendwo gibt es da
auch eine grenze. ich habe eine kollegin, die ist
kindergärtnerin. sie meint immer, die eltern… das seien die
kindischsten in ihrem verein :smile:

Das glaub ich dir sogar. Das ändert aber nichts an der Wahrnehmung der Eltern.

Das ist nur ein Beispiel. In letzter Zeit erreichen uns im
Verein Beispiele von selbsternannten Rettern, die
kopftuchtragende Mädchen zum Ausziehen des Kopftuchs bewegen
möchten. Das ist meines Erachtens nicht Aufgabe der Lehrer.

von wem denn?

Von wem uns die Beispiele genannt werden? Wenn ja, dann sind
es die Schülerinnen (einmal auch meine eigene Schwester).

nein, wessen aufgabe ist den dann, wenn nicht die aufgabe der
lehrer? das sind doch die einzigen erziehungspersonen ausser
den eltern, zu welchen ein vertrauensverhältnis aufgebaut
werden kann/könnte.

Du bist ernsthaft der Meinung, der Lehrer bekommt sein Geld, um Schülerinnen zu erklären, dass das Kopftuch sie unterdrückt? Haben wir nichts besseres wofür wir unsere Steuergelder ausgeben könnten??

  1. Auch Gruppenverhalten kann ausserhalb der Schule erlernt
    werden.

kann. wird aber nicht zwangsweise!

Doch zwangsläufig, wenn man sich in einer Gruppe aufhält (Fussballverein, Nachbarschaft, Moschee/Kirche/religiöse Gemeinde, Bekannte, Freunde usw…)

Ich habe gute Kontakte zu einige Mitarbeitern eines
Schwimmbads hier in Hannover und diese haben mir mehrmals
gesagt, dass türkische Jugendliche oftmals Mädchen im
Schwimmbad belästigen oder gar Gewalt anwenden. Ich habe ihnen
vorgeschlagen, ein wenig mehr Arbeit hineinzustecken und die
Eltern der Kinder zu bestellen. Tatsächlich haben einige der
Mitarbeiter sogar die Eltern besucht und ihnen vom Verhalten
ihres Kindes erzählt. Bei einigen hat es aber bereits
ausgereicht zu erwähnen, dass man die Eltern anrufen wird.
Früher musste das Bad durchschnittlich einmal die Woche die
Polizei anrufen. Die Lage hat sich erheblich gebessert.

das ist doch genau das erschreckende! warum wird den jungs
nicht benehmen auch ausserhalb der reichweite des elternhauses
gelernt? warum braucht es erst den drohenden eisenhammer der
eltern?

Wieder: Das Verhalten der Authoritätspersonen ausserhalb des Hauses laufen meist darauf hinaus, den Kindern zu sagen, dass sie nicht ihren Eltern gehorchen müssen/sollen. Deshalb lebt das Kind ausserhalb des elterlichen Hauses in einer anderen Welt. Genau das will ich ja vermeiden.

in deinem fall scheint mir die benachrichtigung das beste
schmerzmittel gegen eine schlimme krankheit. besser aber wäre
prävention, damit diese krankheit gar nicht ausbrechen würde.

ich habe drei brüder. doch keinem von denen wäre je nur in den
sinn gekommen, eine frau zu sexuell belästigen. egal wie
spitz, wieviel alkohol im blut und wie fern meine eltern…
das hat mir respekt zu tun…

Glückwunsch! Ich kennen genügend Muslime denen es genauso geht. Und genauso kenne ich Nichtmuslime, die Frauen auf offener Strasse belästigen. Muslime dieser Art kenne ich nicht persönlich, weiss aber, dass es sie gibt. Die Verbindung zum Islam sehe ich nicht!

Gruss, Omar Abo-Namous

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Hallo,

Nochmal: Es
geht mir darum, die Eltern mehr einzubinden und auf ihre
Sorgen einzugehen. Das geht am besten, wenn die Eltern mit auf
die Klassenfahrt dürfen.

Dem stimme ich völlig zu.
Das Problem liegt aber nach wie vor bei den muslimischen
Eltern, da diese meist gar nicht zu den Besprechungen der
Eltern mit den Lehrern erscheinen. Wie soll man mit ihnen
reden, wenn sie diesen Kontakt verweigern?

Good point! Hier anzusetzen wäre genau richtig imho! Das läuft aber auch in zwei Richtungen: Die Schule muss auch den Eltern zuhören können!

Ein Projekt, das ich mit Interesse verfolge ist „Qantara“ in Peine (in der Nähe von Hannover). Zumindest arbeiten dort Menschen, statt gleich das Ende des Zusammenlebens an die Wand zu malen.

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo,

oh. Nochmal: Alle Schulen in Deutschland - auch „islamische“
Schulen (zukünftige wie derzeitige) - müssen einen bestimmten
Kanon an Fächern anbieten, damit das Land sie anerkennt.

„Anerkennt“ als Erfüllung der Schulpflicht, damit ausländische
Kinder hier einen ausländischen Untericht
genießen können, um nach der Heimreise ins
heimatliche Bildungssystem wiedereingegliedert werden zu
können. Die Forderung nach 5 Wochenstunden Unterricht in der
örtlichen Nationalsprache ist nicht unbillig, weil man mit
einer typischen Verweildauer der Schüler von 1 bis 3 Jahren
rechnet.

Bitte unterscheide zwischen islamischen Privatschulen, die ihre Heimat hier in Deutschland haben und essentiell genauso zu betrachten sind wie kirchliche Privatschulen und auf der anderen Seite Privatschulen, die an Botschaften angehängt sind. Letztere sind diplomatisch gebunden. Sie sind für Staatsangehörige gedacht, deren Kinder mit ihnen hier in Deutschland eine bestimmte Zeit verbringen (etwa, wenn die Eltern studieren). Diese Kinder werden zurück an die Schule daheim gehen müssen und sollten deshalb in der Zwischenzeit denselben Unterrichtsstoff durchnehmen. Meines Wissens sind diese Schulen auch nicht an die deutschen Lehrbücher gebunden (aber das weiss ich nicht genau).

Anders verhält es sich bei den islamischen Privatschulen. Diese müssen den kompletten Fächerkanon anbieten und die dafür qualifizierten Lehrer zur Verfügung stellen und unterliegen einer staatlichen Aufsicht, vor allem wenn sie staatliche Zuschüsse bekommen (erst ab 3 Jahren erfolgreichem Betrieb möglich afaik).

Gruss, Omar Abo-Namous

hi

Ich möchte mal wissen, was passiert, wenn
eine Gruppe in Saudi-Arabien lebender Deutscher (kann aber
auch ein anderes Land sein), die selben Regeln in Anspruch
nehmen würde. Wenn sie daruf bestehen würden, in Mekka eine
christliche Kirche zu errichten, eine Kneipe zu eröffnen und
ein Bordell.

Alles in Libanon vorhanden - oder in Marokko oder in Jordanien
oder in Ägypten oder in Indonesien oder oder oder. Aber all
diese Beispiel passen nicht in das Schema, das du malen
willst. Interessant übrigens, dass du Bordelle zu deinem (?)
Kulturgut dazuzählst…

ja, das ist wirklich interessant. ich habe einmal gelesen,
dass nach indien die muslimische länder führend sind in der
anzahl der prostituierten…

Ich wäre ja an der Quelle interessiert, denn soweit ich weiss, gibt es in den wenigsten Ländern eine Statistik darüber!

Gruss, Omar Abo-Namous

Schrei zu!

es wird früher oder später private islamische schulen,
kindergärten, sportclubs usw. geben - europa wird nicht
drumrum kommen, wenn die einwanderungspolitik nicht plötzlich
radikal geändert wird (was ich nicht glaube).

gruß
dataf0x

Die gibt es ja schon. Die islamische Infrastruktur baut sich
in Deutschland (und in anderen europäischen Ländern) zügig
aus. Ziel ist die Islamisierung Europas in den nächsten 50
Jahren (auch wenn diese Aussage jetzt einen globalen Aufschrei
hier nach sich ziehen wird).

just for the record: hier ist der Aufschrei. Hätte man sich nicht an solche Hetze bereits gewöhnt, hätte so etwas tatsächlich einen Aufschrei der Anständigen verdient, aber inzwischen sind solche Aussagen salonfähig und somit müssen Muslime (die täglich zur Arbeit und wieder zurück fahren und dabei darüber nachdenken, wann sie die Zeit finden werden, ihren Kindern beim Hausaufgabenmachen über die Schulter zu schauen) drüber schmunzeln und weitergehen - als ob wir nichts anderes zu tun hätten, als Europa zu „islamisieren“ - wirklich!

Gruss, Omar Abo-Namous

Ziel ist die Islamisierung Europas in den nächsten 50

Jahren (auch wenn diese Aussage jetzt einen globalen Aufschrei
hier nach sich ziehen wird).

Gruß, Infotalk

Hallo Infotalk,

bevor das untergeht: hier kommt der nächste (und hoffentlich nicht letzte) Aufschrei !!
Wo zum… hast Du diese verquere Info denn bitte her?

Gruß

Schnärchen

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