Seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

Hallo Torsten.

[…] und erfolgreich
Keile zwischen an sich nicht unterschiedlichen Menschen
treiben.

Ach, was du nicht sagst.

Diese Keile bedeuteten die in den Büchern nachlesbaren
schockierenden Ergebnisse der Geschichte, die Du bei gleichem
Denkprozess und den gleichen sicher legitimen
„Schlichtungsversuchen“ wieder geschehen lässt.

Ja, hier muss ich zugeben, dass ich mich oft nicht damit beschäftige, wenn Menschen sich mit negativen Dingen beschäfitgen oder meinen über andere schlecht reden zu müssen. Ich orientiere mich lieber an dem, was ich mir für mein Leben vorstelle.

Ich schreibe aus einer Beobachterposition heraus. Ich
modellieren zu8weilen den Gegenpol, obgleich ich ihn nicht
darstelle, aber ich schüre in Dir Momente die aufzeigen, daß
mit plumpen Parolen und „Parteiaussschlüssen“ wie bei Hohmann,
nicht nach dem Verständnis des Volkes gerichtet wird.

Bislang hast Du mir noch nichts aufgezeigt, musst dich also wohl noch etwas um mich bemühen. Vor allem verstehe ich deine Zuschreibungen hier an meine Person nicht. Wie kommst Du darauf?

Ich stellte mir die Frage seit Jahren, schon als Kind.
Warum gab es eine derartige religiöse Feindschaft Feindschaft,
zur Zeit des Dritten Reiches. Eine Feindseligkeit, die nicht
durch „Andersartigkeit“ erklärbar ist. Diese versimplifizierte
"Andersartigkeit war aber alles, was der allgemeine
Medienjargon seinerzeit hergab.

Auch hierzu gibt es eine komplexe Antwort und dir ist hierzu auch schon einige Literatur empfohlen worden. So kann ich mich hier nur noch wundern, wenn die Frage schon so lange dich umtreibt, warum du dann anscheinend noch nicht ein Buch (wenn man von deiner Quelle einmal absieht) zu dem Thema gelesen hast.

Was machte es also für einen Sinn diesen aus meiner Sicht sehr
relevanten Punkt einfach zu „unterschlagen“?

Wo wird hier etwas unterschlagen?

Dafür sind Gründe und Ursachen zu suchen und aufzudecken.
Die Weltfinanz schiebt einen sie, und damit uns alle
betreffenden GAU mit Mühe und Not vor sich her, ohne Idee für
Lösungen parat zu halten.

Bin einmal gespannt, wie jetzt der Bogen gespannt wird…

Und dafür reicht es mir schlicht und ergreifend nicht,
oberflächlich über Sympthome mit uralten Antworten zu
fachsimpeln. Da muß die ganze Cheause wieder ausgegraben und
neu aufgerollt werden. Stück für Stück begutachtet erörtert
und jede Antwort hinterfragt werden, ob sie denn wirklich die
Allumfassendste und Richtigste ist.

Wird immer spannender. Angefangen bei der unstellten Einseitigkeit aller Vertreibungen von Juden hin zur aktuellen Wirtschaftslage mit dem Hinweis wieder eine Antwort auf alles finden zu wollen. Also…

Meine war: WARUM?

Jetzt habe ich den Bogen verloren?!

Wenn eine Intellektuelle Gemeinschaft schon am „Warum“
scheitern würde, wäre es fatal. Aber wir sind ja auf dem Weg!

Entschuldige, du hast Antworten und Empfehlungen bekommen, wenn dir dieses nun zu komplex und verständlich gegenübersteht, dann kann ich dir leider auch nicht gross weiterhelfen. Wenn du also weiterhin eine Antwort auf diese Frage suchst, warum Juden immer verfolgt wurden und es uns wirtschaftlich schon wieder schlecht geht, dann viel Spass. Wie du oben schon geschrieben hast, versuchen manche einen Keil einzutreiben.

Scholem,
Eli

Es wurde eindringlich darauf hingewiesen, daß wenn es die
zwischenzeitlich in Zweifel gezogenen Vertreibungen wirklich
gegeben hat, es um ausstehende Schuldzahlungen gegangen sein
muß.

Es wurde eindringlich darauf hingewiesen, diesen einen Aspekt nicht zu überhöhen und als Antwort auf alles heranzuziehen. Das Problem bleibt bestehen, dass deine Frage schon unsaubere Verallgemeinerungen enthält und dadurch viele Antworten schon vorherein ausschliesst.

Hilfreich wäre es hier, sich die Arbeit zu machen, jede Verfolgung für sich zu analsysieren und danach(!) daran zu gehen und zu prüfen, ob es hier Gemeinsamkeiten oder ein erkennbares Muster gibt. Aufgrund der Grösse dieses Themas halte ich es aber für berechtigt, diese Analyse in Büchern nachzulesen.

Die Frage, daß viele Untertanen Missgunst gegen ihre Herscher
hegen, aber ausgerechnet nur die eine „Untertanengruppe“
jeweils leidtragend ist, sucht mit „Rasse“ „Kirche“ und
„Fremdartigkeit“ Erklärungsversuche, bleibt aber
unbeantwortet.

Diese Frage bleibt nicht unbeantwortet, sondern kann sogar schon im Tierversuch nachgewiesen werden. Unterdrücke jemanden und gib ihm ein Opfer, an welchem er sein Leid abreagieren kann und er wird es in den meisten Fällen tun. Letztlich ist die Situation hier aber viel komplexer, da in den meisten Fällen die negative Einstellung im Volk schon lange vorher vorhanden war. Auch Hitler hat sich hier nur etwas bemächtigt, was schon vorhanden war und begrüsst wurde.

Warum gab es die bekannte feindschaftliche Einstellung der
Nazis gegen die Juden? Wegen Ihrer Andersartigkeit?

Auch hier tun sich wieder fundamentale Kenntnisse der Geschichte auf, wenn den damaligen Juden in Deutschland eine Andersartigkeit unterstellt wird. Es ging hier also weniger um reale Andersartigkeit, sondern um Formen der Wahrnehmung und Feindbilder. Das kann man auch heute beobachten, wenn hierzulande ein muslimisches Kopftuch bewertet wird. Auch wenn die Muslime immer wieder betonen, dass auch für sie es sich dabei nur um ein Kopftuch handelt, wird eine Andersartigkeit angenommen.

Hat nicht Hitler, mit dem (beschlagnahmten) Vermögen der Juden
etliche Male nachlesbar Kriegsvorbereitungen getroffen.
Waren die Juden nicht in Wahrheit seine (nicht vor die Wahl
gestellten) unfreiwilligen Finanziers?

Ein Finanzier ist ein in diesem Sinne handelndes Objekt. Selbst die Hinzunahme des Adjektivs unfreiwillig, täuscht nicht darüber hinweg, dass es durch obige Form zu einem Verschiebung des Objektes kommt. Letztlich fehlt jetzt nur noch der unfreiwillig Kriegsgrund von Seiten der Juden.

Somit eine sich jetzt auftuende Frage, handelt es sich bei
der Frage nicht um eine Auseinandersetzung von Arm und Reich?
(mit nicht ausnahmslos „Armen“ auf der Seite der Armen, und
nicht ausnahmslos Reichen auf der Seite der Reichen, nur eben
eine wie auch immer geartete religiöse Zugehörigkeit?

Wie bastele ich mir meine Vorurteile? Wie kommst Du darauf, dass diese Zuordnung in Abhängikeit von der Religion irgendwann einmal vorgelegen hat? Steht diese These nicht im fundamentalen Widerspruch zu den Antworten hier?

Kann man diese Frage so stellen?

Welche Frage willst Du denn stellen? *g*

Scholem,
Eli

PS
meine Worte, der Rest drag/drop Übernahme der benannten Quelle
und NICHT meine Meinung.

Ja, ja, wenn ich jemanden zitieren, dann steht dieses auch immer in keinem Zusammenhang zu meinem Text und meine Thesen *g*

Ich möchte die Frage aus einer neutralen Position behandelt
wissen, und weder Partei für die einen oder die anderen
ergreifen.

Ja, ja, das wird ein Mitschüler immer gehänselt und dann von Mitschülern auf dem Pausenhof brutal zusammengeschlagen und der Lehrer kommt, ganz neutral, und frage, was denn der arme Schüler nur getan habe. LOL

Grüße
Heinrich
(der dir noch immer empfiehlt, sich vor solchen Diskussionen
mit den Lebensumständen der Menschen in der entsprechenden
Epoche zu befassen)

Hallo Heinrich,
genau das war meine Frage!
Gruß Torsten

PS
was war zwischen den Epochen Hochmittelalter und französische Revolution?
Wurde die eine nicht durch die andere abgelöst? http://www.franz-revolution.de/1788.html
Ergo betrifft es die selben Zeitabschnitte.

Hallo Torsten.

Dann gehen wir davon aus, mir passiert es, die in der
Ausgangsthreadquelle, daß von diesen 100 Büchern 50 in die
eine oder andere Richtung unsachlich sind.

Mh, deine Beiträge hier machten auf mich bisher nicht den Eindruck, dass du zu dem Thema schon 100 Bücher gelesen hast. Entschuldigung, dass ich dieses fälschlich angenommen habe.

Scholem.

Moin torsten,

Dabei darf es keine „unsauberen“ Fragen geben! Jede Frage ist
legitim, gestellt zu werden.

Da du dich ja offensichtlich schon sehr viel mit dem Thema „Judenverfolgung“ beschäftigt hast, möchte ich dir gerne eine Gegenfrage stellen.

Was würdest du einem x-beliebigen Juden heute raten, was er tun soll/kann, um heute und in Zukunft unter 100% Garantie keiner Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt zu sein ?

Ich denke, die Beantwortung dieser Frage dürfte für jüdische Menschen sicher von großem Interesse sein.

Gruß
Marion

Hallo Torsten!

Jedes Buch ist so gut, wie sein Autor. Jeder Autor hat sicher auch eine Meinung. Ich glaube nicht, dass jedes Buch, jeder Film 100%ig objektiv ist.
Jeder Jude, jeder Deutsche („reinrassig“) hat diese Zeit anders erlebt und anders in Erinnerung. Bei vielen, auch Juden, ist viel dazugekommen durch Bücher, durch Filme. Viele Juden, die überlebt haben, haben auch erst in der Nachkriegszeit mitbekommen, was da ablief. (Jetzt geht es wieder los, das Gemecker).

Eine echte Wahrheit wird es nie geben. Wie soll es auch, wenn die meisten Experten zu der Zeit noch nicht mal geboren waren.

Warum die Juden verfolgt wurden über Jahrtausende ist für mich keine Frage und ich könnte mich an der Diskussion „warum“ nicht beteiligen.
Sie haben lt. christlicher Lehre Jesus umgebracht und sind deshalb in alle Winde zerstreut worden.
Dann hatten sie Jahrhunderte Berufsverbot in den Berufen, in denen es schon genug Andersgläubige gab. Sie wurden also als Konkurrenten ausgeschaltet. Durften dann aber die durch die Bibel anrüchigen Berufe ausüben, wie Geld verleihen. Das gab automatisch böses Blut und schon konnte man gegen sie vorgehen.
Auslöser dieser Judenverfolgungen und ersten Progrome in Mitteleuropa waren die Kreuzzüge. man kam aus Richtung Frankreich durch die deutschen Städte und massakrierte schon mal die dort lebenden Juden. So ging es dann weiter.

Als CD oder DVD gibt es das Buch, glaube ich nicht.

Gruß max

Mh, deine Beiträge hier machten auf mich bisher nicht den
Eindruck, dass du zu dem Thema schon 100 Bücher gelesen hast.
Entschuldigung, dass ich dieses fälschlich angenommen habe.

Hallo Eli,
jetzt drehst Du Dich aber im Kreis.
Erst empfiehlts Du mir besagte, in Zahl begrenzte, Bücher zu lesen, dann nimmst Du hinterher an, ich hätte sie vorher schon gelesen.
Das check ich nicht.
Gruß Torsten

Moin torsten,

Dabei darf es keine „unsauberen“ Fragen geben! Jede Frage ist
legitim, gestellt zu werden.

Da du dich ja offensichtlich schon sehr viel mit dem Thema
„Judenverfolgung“ beschäftigt hast, möchte ich dir gerne eine
Gegenfrage stellen.

Was würdest du einem x-beliebigen Juden heute raten, was
er tun soll/kann, um heute und in Zukunft unter 100%
Garantie keiner Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt zu
sein ?

Ich denke, die Beantwortung dieser Frage dürfte für jüdische
Menschen sicher von großem Interesse sein.

Hallo Marion,
eine sehr gute Frage, wie ich sie zu stellen mir bald nicht mehr trauen würde.
Ich nehme Deinen in den Gedankenprozess völlig passenden Vorschlag auf und möchte ihn an die (vielleicht noch zu schaffende annähernde) Klärung der jetzigen, da ich persönlich darin eine Voraussetzung für Deine folgende Frage sehe, anschliessen.
Gruß Torsten

Meine war: WARUM?

Jetzt habe ich den Bogen verloren?!

ok dann schreib ich´s Dir.
Zu keiner Zeit, als Vertreibungen stattfanden, waren die gesellschaftlichen Verhältnisse von ich sag mal vereinfacht „Wohlstand“ geprägt. Es herrschte Mangel. Mangel (wirtschaflich/finanziell) der Masse, ihr Leben zu bestreiten.

Was eint also den Herrschenden und den Leidenden in harten Zeiten? Die gemeinsame Feindschaft gegen einen vermeitnlichen Dritten. Der Ausgangspunkt für Pogrome wie Heinrich richtig schreibt.

Die wirtschaftlichen Voraussetzungen wie zu Zeiten der Vertreibungen, werden also gerade geschaffen.
Massenarmut Massenarbeitslosigkeit.
Glaubst Du wirklich, wenn die Arbeitslosigkeit in Westeuropa speziell Deutschland bei 6 Mio angelangt ist, dies in politischer Sicht unbeantwortet bleibt, sprich: nicht mit einem „Rechtsruck“ quittiert wird?
Nicht? Dann beschäftige Dich mal weiter mit Deinen „persönlichen“ positiven Dingen. Die werden uns, so Leid es mir ehrlich tut, lieber Eli, vermutlich nicht aus dieser Predullie helfen.
Gruß Torsten

Moin,

Was würdest du einem x-beliebigen Juden heute raten, was
er tun soll/kann, um heute und in Zukunft unter 100%
Garantie keiner Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt zu
sein ?

eine sehr gute Frage, wie ich sie zu stellen mir bald nicht
mehr trauen würde.

Wie du siehst, bin ich da völlig hemmungslos. Allerdings hatte ich mir von dir wenigstens eine kleine Antwort erhofft. Eine folgende Frage hab ich übrigens nicht. Mir reicht eine Antwort mit Begründung völlig aus.

Ach ja, nur damit du nicht denkst, ich würde mich drücken. Meine Antwort auf die Frage lautet bislang: Nichts. Ein Jude kann nichts tun, um mit 100% Garantie zukünftiger Diskriminierung und Verfolgung zu entgehen. Aber du kannst dir denken, dass diese Antwort für mich irgendwie nicht befriedigend ist.

Gruß
Marion

Auslöser dieser Judenverfolgungen und ersten Progrome in
Mitteleuropa waren die Kreuzzüge.

Hallo Max,
zwar schreibst Du das nur im Nebensatz, aber an zwei weiteren Stellen wurde es schon mit höherer Priorität versehen.
„Die christliche Kirche sein Schuld“.
Die Aussagenden kamen (denkbar) aus der „anderen Ecke“.
Wieso bleibt diese These im Raum stehen?
Interessiert das niemand? Da wird zwei mal die Schlud einer Institution zugeschrieben, die massgeblich EInfluss am Geschehen in der westlichen Hemisphäre hat, die zweitgrößter Besitzer an Grund und Boden in Deutschland ist, und die Anspielung bleibt unwidersprochen?
Hat sich die Kirche, ausser von Glaubensgegnern des Christentums wurde sie ja noch nicht als „schuldig“ apostrophiert, von ihrem wiederholten tun distanziert?
Und was sind die Konsequenzen?
Muß man dann nicht die christliche Kirche abschaffen um damit die Voraussetzung für künftige Wiederholungen abgeschafft zu haben?
Gruß Torsten

Hallo Marion,

Meine Antwort auf die Frage lautet bislang: Nichts. Ein
Jude kann nichts tun, um mit 100% Garantie zukünftiger
Diskriminierung und Verfolgung zu entgehen. Aber du kannst dir
denken, dass diese Antwort für mich irgendwie nicht
befriedigend ist.

und das ist noch harmlos ausgedrückt, denn sie ist schlichtweg falsch!
Die Hände in den Schoß zu legen und um sich herum alles geschehen zu lassen?
Wer nichts tut, hat schon verloren.
frei nach Bertolt Brecht:
„Wer sich wehrt, kann verlieren, aber wer sich nicht wehrt, hat schon verloren.”
Gruß Torsten

Jetzt habe ich den Bogen verloren?!

ok dann schreib ich´s Dir.
Glaubst Du wirklich, wenn die Arbeitslosigkeit in Westeuropa
speziell Deutschland bei 6 Mio angelangt ist, dies in
politischer Sicht unbeantwortet bleibt, sprich: nicht mit
einem „Rechtsruck“ quittiert wird?

Ich verstehe halt nicht ganz, warum du einerseits die Frage nach dem Warum der Judenverfolgungen stellst, nun darin aber völlig Klarheit hast, was dann sogar so weit geht, dass du treffsichere Prognosen stellen vermagst.

[…] Dann beschäftige Dich mal weiter mit Deinen
„persönlichen“ positiven Dingen. Die werden uns, so Leid es
mir ehrlich tut, lieber Eli, vermutlich nicht aus dieser
Predullie helfen.

Wenn ich die von dir hier angeregte Diskussion sehe, muss ich wohl demnächst wieder mit Verfolgung rechnen? Und da diese deinen Worte nach an der Arbeitslosigkeit hängt, was bleibt mir dann noch gros übrig? Aber eine Antwort werde ich von dir hier genauso wenig wie Marion wohl nicht bekommen. Es bleibt also alles im Neben. Nichts genaues weiss man, nur das Juden mit Arbeitslosigkeit zusammenhängen - irgendwie.

Scholem,
Eli

1 „Gefällt mir“

und das ist noch harmlos ausgedrückt, denn sie ist schlichtweg
falsch!

Jetzt wird es aber spannend, weil Du selber nun doch die Antwort auf deine Frage hast. Kommt da vielleicht noch etwas?

Hallo Torsten.

jetzt drehst Du Dich aber im Kreis.

Liegt vielleicht an meinem Versuch, dich hier verstehe zu wollen und deinen immer unklaren Antworten. Aber ich versuche es weiterhin.

Erst empfiehlts Du mir besagte, in Zahl begrenzte, Bücher zu
lesen, dann nimmst Du hinterher an, ich hätte sie vorher schon
gelesen.
Das check ich nicht.

Habe aus deiner These, dass 50% der Bücher zu diesem Thema unbrauchbar wäre, geschlossen, dass du schon einige gelesen hast. Nu, wenn dem nicht so ist, bleibe ich bei meiner Empfehlung, lies ein sachliches Buch zu dem Thema. Da hierzu hier schon einige empfohlen wurde, schliesse ich mich dem nur an.

Scholem,
Eli

1 „Gefällt mir“

Hai, Thorsten,

Wie hat denn das gemeine Volk über den König gesprochen, der
ihnen ständig hohe Steuern abverlangte um nur augenscheinlich
rauschende Feste zu feiern?

Du machst da den grundlegenden Fehler, anzunehmen, daß das gemeine Volk wusste, was die Herrschenden mit der Kohle anfingen…

Der durchschnittliche Bauer konnte nicht lesen, kannte sein eigenes Dorf und bekam seine Informationen nur vom Pfarrer, wenn überhaupt. Viele wussten nicht, welchem Land sie angehörten und welchem König. Sie zahlten einen Zehnt an die Kirche, einen Zehnt an ihren Lehnsherren (irgendein örtlicher Adliger) und auch den Zehnt für den jeweiligen König, eingesammelt von dem Adligen. Wenn sie zu Kriegsdiensten eingezogen wurden, dann wussten sie nicht gegen wen und warum sie kämpften.
Da jedoch der König von Gottes Gnaden war und diese Legitimation seinen Adligen weitergab, war jeder Widerstand gegen diese Adligen und den König ein direkter Widerspruch zu Gott. Damit fällt im Prinzip der komplette Bauernstand als potentiell revoltierende Gruppe weg - nur selten gab es Hunger-Aufstände und die wurden ziemlich schnell niedergeschlagen.

Der zweite Stand - die Mönche - sind als Revolutions-Potential auch zu vernachlässigen. Denen ging’s schließlich gut. Obwohl die meisten Mitarbeiter der Kirchen (zumindest die männlichen) lesen und schreiben konnten, wurde diese Fähigkeit nicht eingesetzt, um aktuelle Informationen auszutauschen. Welcher König gerade herrschte, war auch egal, die Kirche bekam ja immer ihren Zehnt. Und da die Macht der Kirchen eng mit der Macht der weltlichen Herrscher zusammenhing, wurde diese Machtstruktur auch von den Kirchen unterstützt - wobei hier zu beachten ist, daß der durchschnittliche Pfarrer oder Mönch keinerlei Durchblick in Sachen Politik hatte - die bekamen ihre Weisungen aus Rom.

Der dritte Stand - der Adel - hatte, naheliegenderweise, auch kein Interesse daran, ihren König abzusetzen. Sie bekamen ihre Rechte und damit ihre Einkünfte ja von eben diesem König. Die höheren Adligen gingen nur dann gegen ihren König vor, wenn sie gute aussichten hatten, ihn selbst abzulösen.

Der vierte Stand - die Bürger - waren etwas außerhalb der sonst üblichen Ordnung. Sie unterstanden der Stadt und die direkt dem jeweiligen König (bzw. dem Kaiser, wenn grad einer da war). Allerdings ist das Bürgertum erst im Laufe des Mittelalters entstanden und, als es dann endlich genug Macht zusammen hatte, haben die ja prompt angefangen, die diversen Monarchien abzusägen.

Kurz: die Vorstellung vom „unzufriedenen Volk im Mittelalter“ ist ganz einfach falsch; Leid, Elend, Hunger, Krankheit und hohe Steuern waren ja gottgegeben…

Hat denn ein Herrscher mehrheittlich ehrliche Sympathisanten
in seinem Gefolge? (vgl. heute: Schröder)
So wie ich es in Erinnerung habe, waren die Herrscher in
keinem Volk überaus beliebt (s. Guillotine) .

Sympathie und Beliebtheit waren überhaupt keine Frage - die wurden ja nicht gewählt. Die Macht der Herrscher kam von Gott und Gott ist zu gehorchen - Punkt! Im Kopf des durchschnittlichen, mittelalterlichen Menschen gab es überhaupt keine Alternative zur aktuellen Herrschaftsform, sie war gottgegeben und fertig. Erst das aufstrebende Bürgertum hatte genug Bildung, um andere Möglichkeiten zu denken - und das (inclusive der Schulden, die die Könige beim Bürgertum inzwischen angehäuft haben) hat ja dann zu Revolutionen geführt - aber das ist das Ende des Mittelalters.

Wenn der Herrscher also Untertanen hat, die sich mutmasslich
alle wie piepsende Murmeltiere aufführen, warum die einen
ausweisen, und die anderen nicht?

Also zurück ins Mittelalter:
Wir haben die bevölkerungsstärkste Gruppe der Bauern - sie spielten politisch keine Rolle, traten also auch nicht in Form von piepsenden Murmeltieren auf.
Wir haben die Kleriker - bei denen hatten diverse Könige (und Kaiser) Schulden, waren aber leicht zufriedenzustellen, indem man der Kirche einfach Ländereien überschrieb - auch keine Murmeltiere.
Wir haben den Adel - sie waren direkt vom König abhängig, zudem überwiegend pleite. War ein Adliger mal besser situiert, hat seinem König Geld geliehen und dann angefangen zu maulen, dann hat er, ganz nach aktueller Laune des Herrschers, entweder ein neues Lehen oder einen schönen Titel bekommen, oder er ist alle Titel und allen Besitz los geworden - schließlich hat er einen Vertreter Gottes auf Erden schräg angemacht. …nur wenig Murmeltiere.
Und als letzte Gruppe haben wir die Bürger. Die christlichen Bürger waren als Stadt organisiert - der Herrscher hat also nicht die Bürger direkt, sondern die jeweilige Stadt angepumpt. Konnte/wollte er nicht zurückzahlen und die Vertreter der Stadt wurden maulig, dann gab’s manchmal Extra-Rechte für die Stadt, manchmal wurde eine solche Stadt aber auch neu erobert (sie wurden so lange belagert und überfallen, bis sie wieder brav kuschten). …Murmeltiere, die relativ leicht zufriedenzustellen waren, oder denen man (zunächst noch) leicht auf die Mütze hauen konnte.
Als „Untergruppe“ der Stadtbevölkerung waren da noch die Juden - und so ziemlich die einzigen, die tatsächlich murmeltierisch aufgefallen sind. Als Nicht-Christen hatten sie eingeschränkte Rechte: sie durften kein Land bewirtschaften, durften keiner Zunft beitreten usw. Ihnen blieb fast ausschließlich der Handel und das Geldverleihen gegen Zins. Sie mussten sowieso lauter Extra-Steuern bezahlen, trotzdem wurden auch sie angepumpt. Konnten sie nicht ausgezahlt werden, dann haben sie keine zusätzlichen Rechte bekommen - sie waren der perfekte Blitzableiter. In der Bevölkerung, dank der Unterstützung der Kirchen, sowieso schlecht gelitten (sie waren aufgrund der erzwungenen Berufswahl eher gut situiert -> Neid; sie hatten andere Sitten -> Mißtrauen; sie glaubten nicht an „Jesus Christus, unser Herr“ -> Abwertung), konnte man ihnen wunderbar die Schuld an der Misere (an welcher auch immer) zuschieben und den „Volkszorn“ (wobei es tatsächlich nicht um das „Volk“, sondern um die höherstehenden Bürger und Adligen ging) auf sie lenken und bei der Gelegenheit gleich ihren Reichtum verwenden, um die anderen Schuldner auszuzahlen.

Insgesamt darf dabei nicht übersehen werden, daß die Schulden der Herrscher nicht der alleinige Grund für die Juden-Vertreibungen und -Progrome waren, sondern eher ein Anlaß. Im mittelalterlichen Europa wurden die Menschen üblicherweise einfach in zwei Gruppen geteilt: gute Christen und die Bösen, die bestimmt alle mit dem Teufel im Bunde waren. Darum gab es die Ausschreitungen gegen Juden nicht nur, wenn irgendein Herrscher mal wieder ein paar unbequeme Schuldner loswerden wollte, sondern auch, wenn die Pest grassierte, irgendein Irrer ein paar Leute umgebracht hat, oder ganz allgemein mal wieder Jagd auf Hexen und Ketzer gemacht wurde.

Gruß
Sibylle

1 „Gefällt mir“

Welchen Unterschied sollte das machen?

Ja da haben wir eine winzige Kleinigkeit, die sich schon wieder als eklatente Ursache entpuppen könnte.
Du fragst also allen Erstes, welchen Unterschied es macht bei der Tilgung des Kredites im Rückstand zu sein oder bei der Zinszahlung?

Dann nehme Dir mal einen Taschenrechner.

Leiht der Spanische König (oder jeder andere) bei einem seiner Glaubenskaste Geld sagen wir 100.000 Geldeinheiten der damaligen spanischen Zeit dann schuldete er genau diese 100.000. Nicht mehr und nicht weniger. Zinsen innerhalb der Glaubensgemeinschaft? Tabu! Mehrmals geschrieben! (Die Tatsache, daß sie innerhalb der Glaubensgemeinschaft Tabu waren, beweist, daß es auch Geldverleih (oder Güterverleih)innerhalb diese Glaubensgemeinschaft gegeben hat.)

Kam jetzt aber der jüdische Geldverleiher daher, so hiess es: Nein mit 100.000 kann ich mich nicht zufrieden geben, da gibt es noch Zinsen drauf! Oha? wieviel ist das denn?
Nun ja, sagen wir läppische 7,69% auf 25 Jahre, klingt doch nicht viel oder? Abgemacht!
Der König hatte aber keinen Taschenrechner! Erst viel später wurde ihm klar, daß der jüdische Geldverleiher, anders als der christliche, nicht 100.000 sondern 200.000 Geldeinheiten zurückgezahlt haben wollte! Blos wegen der winzigen 7,69%? Wie geht denn das?..(jetzt selbst Taschenrechner strapazieren)

RRRRRRRRRRUMMMMMS!

„Na den jage ich doch gleich (mitsamt seiner Gefolgschaft) ausser Landes…“

Das wäre eine für mich nachvollziehbare Erklärung!

Gruß Torsten

und das ist noch harmlos ausgedrückt, denn sie ist schlichtweg
falsch!

Jetzt wird es aber spannend, weil Du selber nun doch die
Antwort auf deine Frage hast. Kommt da vielleicht noch etwas?

Das war die Antwort auf Marions Frage,
Eli also …
Gruß Torsten

PS
Lass vielleicht mal Deine Emotionen und Vorurteile beiseite dann wirds auch eine sachlichere Diskussion!
(Der Grund (Anm. TG: vielleicht der wichtigste überhaupt), warum man eien Krieg verliert, kann auch darin liegen, daß man seinen wahren Feind nicht erkannt hat, frei nach Sunzi ISBN: 3426666456 Buch anschauen )

Das ist schon vielen (…) und wiederholt so gegangen!

Es gibt kein gutmütigeres aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde.
(Napoleon)

Wenn ich die von dir hier angeregte Diskussion sehe, muss ich
wohl demnächst wieder mit Verfolgung rechnen?

Ich hoffe nicht, aber im Zweifel leider: Ja!

Und da diese
deinen Worte nach an der Arbeitslosigkeit hängt, was bleibt
mir dann noch gros übrig?

Erkenne Deinen Feind! Und nimm die Hände aus dem Schoß!
s. http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…

(Ist der Feind wirklich der, der in Handlangertätigkeit die weit weit oben beginnende Befehlskette auf der Strasse umsetzt? Ist (z.B.) der Feind der Iraker der 19 jährige amerikanische Soldat? Er personifiziert den Feind, aber er ist es nicht!)

Es bleibt
also alles im Neben. Nichts genaues weiss man, nur das Juden
mit Arbeitslosigkeit zusammenhängen - irgendwie.

irgendwie (im Allgemeinen) falsch. Sie werden dafür instrumentalisiert. s. Pogrom

wir sind auf dem (Lösungs-)Weg.
Gruß Torsten

Hi!

Das er sich aber gezielt der jüdischen Mittel zwecks
Finanzierung seiner Pläne bemächtigte steht doch ausser
Zweifel.

Quellen? Belege?

Auch heute gibt es Ideologieen auf der ganzen Welt, die sicher
besser als die der heutigen verbliebenen Supermacht
(Irakinvasion) sind. Da sie aber keiner finanziert, bleiben
sie theoretische Ideologieen, die die Praxistauglichkeit
mutmasslich nie unter Beweis stellen können.

Welche sind das?

Grüße
Heinrich