Hi Kirisutojan!
Du darfst das nicht so verallgemeinern! Sicherlich ist im
Aikido nicht alles sehr leicht, wenn man es sich von Außen
ansieht, aber dem ist nicht so. Es basiert eben nur auf der
Neuverteilung der vorhandenen Kräfte. Es ist aber keinesfalls
schwer die Techniken auf die Straße zu übertragen. Zumindest
nicht schwerer als bei anderen Martial Arts. Es kommt nur
darauf an, was du gelernt hast.
Glaub’ ich nicht und ich spreche aus eigener Erfahrung. Es mag Leute geben, die damit schneller klarkommen als ich. Prinzipiell halte ich es aber fuer weitaus schwieriger Aikido Techniken strassentauglich zu machen, als z.B. TKD.
Der Wichtige Punkt ist doch vielmehr nicht in einen Bodenkampf
verwickelt zu werden. Ich selbst betreibe Aikido und versuche
nach Möglichkeit der Stil von Larry Reynosa umzusetzen, einem
der besten Schüler von Steven Seagal persönlich. Er versucht
dir zuerst folgende Grundregeln zu vermitteln: Don’t get
grapped, don’t get kicked, don’t get punched!
Wie in JEDER Kampfkunst. Aber das bleibt halt nicht aus. Jeder der schonmal irgendwie in Schlaegereien verwickelt war, WEISS, dass es fast unmoeglich ist nicht zu kassieren. Laut Polizeistatistik enden ueber 90% ALLER Strassenfights frueher oder spaeter mit BEIDEN Kontrahenten am Boden und da dreh’ ich Dir’n Knoten in den Hals. Chi-Sao hin oder her.
Wenn du das behherscht, wird es für einen Angreifer unmöglich
sein, dich in einen Bodenkampf zu verwickeln.
Wenn Du TKD perfekt beherrschst kommst Du auch nicht in den Bodenkampf, aber das ist absoluter Schwachsinn. Die Leute, die bei der UFC z.B. in den Ring gestiegen sind waren auch gut auf ihrem Gebiet und auf dem Boden sind sie anfangs alle rumgekrabbelt wie hilflose Babies. Und glaub’ es mir, wenn ich Dich zu Boden kriegen will, dann krieg’ ich Dich auch zu Boden, egal wieviel Du wiegst.
Das Problem hier in Deutschland ist einfach, dass niemand ein
solch „kurzes“ und effektives Aikido unterrichtet. Leider wird
hier mehr das weite Aikido unterrichtet, was in der Tat auf
der Strasse nicht funktioniert. Steven Seagal sagte dazu
einmal: Wenn man einen tänzerischen Weg erlernt hat, wird man
Probleme bekommen, wenn man ihn praktisch nutzen will. Hat man
hingegen einen praktischen Weg erlernt, beherrscht man ohne
Probleme auch den tänzerischen Weg!
Steven Seagal ist ueber jeden Zweifel erhaben. Den Mann in Aktion zu sehen verschafft ein Gefuehl von dem, was er auf der Matte und auf der Strasse tun koennte. Er ist oft kritisiert worden fuer seinen harten Stil und musste schlussendlich auch seinen Dojo deshalb aufgeben.
Du kennst vielleicht nur den tänzerischen Weg. Aber das
Ursprüngliche Aikido wie es von Morihei Ueshiba entwickelt
wurde, war 100% praktisch orientiert und effektiv! Wie sonst
hätte er es geschafft mit 1.54m Körpergröße den amtierenden
Ringerweltmeister, der ihn herausgefordert hatte, innerhalb
weniger Sekunden aus seinem Dojo zu werfen??? Und du kannst
nicht bestreiten, dass die Ringer zu den besten Bodenkämpfern
überhaupt gehören.
Fang’ bitte nicht mit Anekdoten an, sonst baller’ ich Dich mit 100 Gegenstories voll, ok??? Die Geschichten stimmen zu 90%, was aber NICHTS empirisch nachweist.
Ich glaube aber nicht, dass Bruce Lee damit sagen wollte, dass
es eine ultimative Technik gibt. Vielmehr wollte er damit zum
Ausdruck bringen, dass man besser eine Technik 100%ig
beherrschen sollte, wenn es darauf ankommt, anstatt hunderte
Techniken nur 50%ig zu beherrschen.
Mehr hab’ ich auch nicht gesagt.
Es gibt aber zu viele
verschiedene Variationen von Angriffen, um sie alle mit einer
Technik zu bekämpfen. Wichtig ist, dass du dass, was du
erlernt hast beherrschst.
Tatsaechlich?
Zum WT kann ich nur sagen, dass es sich oftmals um das Prinzip
„Mit Kanonen auf Spatzen schießen“ handelt. Erst wenn der
Gegner nicht mehr gradeaus schauen kann, ist das Ziel
erreicht. Und das hier erreichte Aggressionspotential ist
absolut fehl am Platz. Denn was bringt es einen Angreifer,
generell so zu verletzen, dass er mehrere Monate ins
Krankenhaus muß, auch wenn sein Angriff vielleicht nur darauf
abziehlte dem Opfer die Handtasche zu rauben.
Wenn Du mir mein Portemoinae klauen willst o.ae., dann schlag’ ich Dich auch krankenhausreif, denn das macht man einfach nicht und glaub’ es mir, er wird es lernen. Knast? Da lernt der nix und faengt wieder an, sobald er raus ist. 8 Wochen Schmerzen unter Knochenbruechen sind da schon ganz anders. Neee, nicht ganz so hart, aber an meinen Klamotten hat keiner was verloren und da greif’ ich durch.
Das ist meiner
Meinung nach absolut übertrieben. Ich verstehe es, wennein
Angreifer die Absicht hat das Opfer zu verletzen, aber im WT
(und seinen Variationen) wir heute oftmals keinen Wert darauf
gelegt angemessen zu reagieren. Und ich sehe darin mit den
größten Unsinn den es in irgendeiner Kampfkunst gibt. Dann
kann ich genauso gut mit ner Knarre auf die Straße gehen und
jeden über den Haufen schießen, der mich auch nur schief
ansieht.
Du wiederholst im Prinzip meine Worte. Das war das Kapitel Verhaeltnismaessigkeit, aber ich bekomme so langsam das Gefuehl, dass Du einem Huhn das Eierlegen beibringen willst.
Und die meisten ticken dann so aus, dass man später nicht mal
mehr ne Fragen stellen kann. Zur Kompomisslosigkeit: Jeder
sollte sich mit der gleichen Kompromisslosigkeit verteidigen,
wie er/sie angegriffen wird. Nicht mehr und nicht weniger.
DOCH, weil Frauen einfach schwaecher sind. Kein Mann hat eine Frau anzugreifen. PUNKT! Keine Diskussion. Wer so skrupellos ist und eine Frau angreift hat NICHTS aber auch GAR NICHTS anderes verdient als die Intensivstation.
Ist leider so. Sie wollen sich emanzipieren, aber nur darin,
bei denen sie Vorteile haben.
Also Männer: Emanzipiert euch!!!
(Nimm das nicht ganz so ernst)
Emanzipation hat’s nie gegeben. Es gibt nur die Uebervorteilung der Frau.
Das ist doch das Problem: Sich HALBWEGS verteidigen zu können.
Sorry, aber das ist absoluter Schwachsinn. Denn es gibt zu
viele Situationen, in denen eine Verteidigung die nicht 100%ig
funktioniert eher das Gegenteil bewirkt. Man kann den Angriff
nicht abwehren und durch die Gegenwehr des Opfers wird der
Angreifer nur noch aggressiver. Dann kann es passieren, dass
ein simpler Handtaschenraub mit einem Krankenhausaufenthalt
endet. Versteh mich nciht falsch: Man soll sich besser
verteidigen, als sich dem Schicksal zu ergeben. Aber wenn man
das tut, sollte man auf Dinge zurückgreifen, die man nicht nur
halbwegs beherrscht, sondern die man richtig verinnerlicht
hat.
Was anderes hab’ ich doch nicht gesagt, oder? Es gibt KEINE 100%ige SV.
Carpe noctem,
eclipze

