Sie sind uns ähnlicher als ihr glaubt

ich bin nicht dieser meinung.
tiere sind keine menschen, und die grenze muß scharf bleiben.
tiere haben keine rechte, und sie haben keine pflichten. für
rechte und pflichten ist selbstreflexion notwendig.

Interessant. Woher weiss man denn, dass Tiere unfähig zur Selbstreflexion sind? Mir fiele jetzt keine Möglichkeit ein, das zu überprüfen.
Und verzeih mir, ich weiss, du hast es mir schonmal gesagt, aber ich finde den Antwortartikel nicht mehr. Wieso reicht es wenn einige (ein?) Individuen einer Gattung zur Selbstreflexion besitzen um auch die die dazu nicht in der Lage sind plötzlich auch die Rechte zukommen zu lassen.

wenn man tiere auf dieselbe stufe von menschen stellt, warum
nicht auch pflanzen? mikroorganismen? es gibt keine
einleuchtendere grenze als die zwischen mensch und
nichtmensch!

Wie wärs mit Wirbeltieren und nicht Wirbeltieren? Wirbeltiere haben ein wesentlich weiter entwickeltes Nervensystem, wäre also gar nciht so unlogisch.

das heißt natürlich nicht, daß der mensch beliebig alles
umbringen, quälen und ausrotten darf. deshalb gibt es
naturschutzgesetze, tierschutzgesetze usw.

Warum denn das? Keine Pflichten, keine Rechte. Brennt sie nieder.

mfg
SAN

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Hallo Hicham,
weshalb antwortest Du nicht auf mein posting (das ganz unten, das ich direkt auf Deinen Beitrag geschrieben habe)?
Bin ich es Dir nicht wert, mit Dir zu diskutieren, weil ich NUR ein Mensch bin?
Ich habe versucht sachlich meine Meinung zu sagen und ich habe auch versucht, andere darum zu bitten, sachlich zu argumentieren.
Nicht, daß ich einen Dank erwarten würde, darum geht es nicht. Aber antworten könntest Du doch wenigstens. Oder reagierst Du nur auf Beleidigungen?
In diesem Falle müßte ich wohl meine Rügen an die Anderen zurücknehmen, denn wenn das rumätzen auf unterstem Niveau das ist, was Dich interessiert, dann hätten diese ja Deinem Wunsch entsprochen und somit wäre meine Kritik fehl am Platze gewesen.
Also nun sag doch mal: Was möchtest Du? Sachlich diskutieren - was impliziert, daß man auch auf andere Meinungen eingeht - oder nur, wie es ein anderer ausdrückte ‚rumkotzen‘? Ist ne ehrlich gemeinte Frage, denn ich möchte ja auf Dich eingehen und Dich ernst nehmen.

Gruß
Dionysos

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Ich denke, Du hast Verständnis dafür, daß ich mit einer Antwort warte, bis sich zeigt, ob und wie er auf Dich weiter oben antwortet :smile:

Gruß,

Malte.

Na klar doch.
Interessiert mich schließlich auch.
Dennoch bleibe ich dabei, daß ICH Beleidigungen nicht für nötig und auch nicht für gut halte. Ich verstehe unter diskutieren etwas anderes.
Der Beitrag/die Reaktion von Karin gefällt mir!

Gruß
Dionysos

Hallo Karin,

das nenne ich einen gut argumentierten Diskussionsbeitrag!
Leider kann ich noch keine Sternchen vergeben, drum spreche ich Dir auf diese Weise meine Anerkennung aus.

Gruß
Dionysos

Hallo Hicham,
weshalb antwortest Du nicht auf mein posting (das ganz unten,
das ich direkt auf Deinen Beitrag geschrieben habe)?
Bin ich es Dir nicht wert, mit Dir zu diskutieren, weil ich
NUR ein Mensch bin?
Ich habe versucht sachlich meine Meinung zu sagen und ich habe
auch versucht, andere darum zu bitten, sachlich zu
argumentieren.
Nicht, daß ich einen Dank erwarten würde, darum geht es nicht.
Aber antworten könntest Du doch wenigstens. Oder reagierst Du
nur auf Beleidigungen?
In diesem Falle müßte ich wohl meine Rügen an die Anderen
zurücknehmen, denn wenn das rumätzen auf unterstem Niveau das
ist, was Dich interessiert, dann hätten diese ja Deinem Wunsch
entsprochen und somit wäre meine Kritik fehl am Platze
gewesen.
Also nun sag doch mal: Was möchtest Du? Sachlich diskutieren -
was impliziert, daß man auch auf andere Meinungen eingeht -
oder nur, wie es ein anderer ausdrückte ‚rumkotzen‘? Ist ne
ehrlich gemeinte Frage, denn ich möchte ja auf Dich eingehen
und Dich ernst nehmen.

Selbiges gilt übrigens auch für mein postig auf Deinen ‚ich denke‘-Beitrag weiter unten!

Gruß
Dionysos

Ah - hallo Hicham,
doch wieder da.
Inzwischen haben aber andere geantwortet (z.B. Dionysos und Karin), deren Meinung ich mich anschließe.

*deineantwortgespanntabwartend*

Gruß
Joy
P.s. Bin gespannt, welche ‚Partei‘ Recht hat: Bist Du willens/in der Lage, sachlich zu argumentieren/diskutieren oder nicht?
Ich bin mir nicht sicher, mal glaube ich, daß Du es kannst/willst und dann wieder… :smile:

Hallo Karin,

schließe mich Dionysos an.
Kann leider auch noch keine Sternchen vergeben, drum mach ich das nun auch so.

Gruß
Joy

Hallo Dionysos,

mir gefällt Dein posting sehr gut. Ich bin Deiner Meinung.
Da ich auch noch keine Sternchen vergeben kann, tue ich das, so wie Du, hiermit schreibenderweise.

Gruß
Joy

Gruß
Joy

gut gekontert :smile:

Aber du hast mich in einigen Punkten missverstanden (wahrscheinlich, weil du sie so lesen wolltest).
Im Gegensatz zu der von Dir mir unterstellten Annahme, ich würde eine biologische Definition verwenden, habe ich in dem ganzen Artikel genau das Gegenteil besagt:
Nämlich das die Unterscheidung und die Begriffsdefinitionen von Mensch und Tier eine kulturelle und höchst wandelbare Ideologie ist. Den Begriff „Ideologie“ kann man im nichtmarxistischen Sinn durchaus wertneutral verwenden, er erläutert eine umfassende, dominante Idee, welche Teile der oder die ganze Welt zu erklären versucht und von einer möglichst großen Menge Individuen geteilt wird. Somit ist der Begriff „Ideologie“ zumindest exakter als „menschliche Kultur“.

Der Mensch fällt die meisten Entscheidungen(!) in seinem Leben nicht durch Nachdenken, sondern durch ein Verhalten, welches durch die von Bourdieu so schön als Habitus bezeichnete unterbewusste und teilweise unbewusste klassenbezogene Identität geleitet wird.
Die Annahme, der Mensch sei ein sich vollkommen seiner Entscheidungen bewusstes Wesen, stammt aus der Ideologie der Aufklärung.

Ein früheres Unterscheidungsmerkmal zwischen Mensch und Tier war das Vorhandensein der Fähigkeit zum Sprechen. Schenkt man Umberto Ecco oder anderen postmodernen Semiotikern ein Ohr, so hört man, dass Sprache (die Fähigkeit zur interpretierbaren und verständlichen Kommunikation) schon zwischen unseren Zellen existiert – natürlich nicht in dem Umfang, wie unsere menschliche Sprache. Es gibt Interpretation in dieser Mikrowelt, ebenso, wie auch Tiere die Fähigkeit zur Interpretation besitzen können. Das heißt für mich nichts anderes als Denken, wenn vielleicht auch auf eine gänzlich andere Art und Weise (Ich will hier nicht primitiver sagen, denn evolutionäres Denken führt in zu viele Sackgassen und bewertet immer eine Stufe der Entwicklung als besser, während es eine andere für unterlegen hält).

Ein Unterscheidungsmerkmal, welches Du anführst, ist die menschliche Gesellschaft. Soziales Verhalten findet sich bei allen Primatengruppierungen, in einem Ausmaß, dass man von Gesellschaft sprechen kann. Es gibt Rechte und Pflichten der Individuen in diesen Gruppen, es gibt Verantwortung, ebenso wie Regelungen, die das Zusammensein betreffen. Diese Regelungen sind vielleicht am ehesten vergleichbar mit überlieferter Gesetzestradition, die nicht festgeschrieben, nicht explizit im Raum stehen und trotzdem wissen alle Beteiligten, dass es sie gibt. Es gibt Gesellschaften außerhalb der menschlichen Gesellschaften. Gesellschaft ist nicht das Produkt des Denkens, sondern des alltäglich gemeinsamen Handelns! Oder mit Deinen Worten gesagt: sie haben einen elementaren Gesellschaftsvertrag geschlossen, welcher zur Gruppenbildung befähigt, ohne dass sie sich die ganze Zeit umbringen müssen.

Weiter führst Du an, dass Kultur dann entsteht, wenn die Fähigkeit errungen wird, die Umwelt für immer zu verändern. „Für immer“ etwas zu bauen ist eine utopische Vision der Menschen aus der Zeit der Industrialisierung, als der Fortschrittswahn alle Bevölkerungsschichten erfasste und man glaubte mit der Technik alles bewerkstelligen zu können. Tatsächlich jedoch erweisen sich sämtliche menschliche Projekte als von sehr kurzer Beständigkeit (und es komme mir keiner mit den Pyramiden, wenn jemand mal auf einer Rekonstruktion gesehen hat, wie diese Dinger früher aussahen, dann ist das heute nur noch eine popelige Ruine, die es deshalb noch gibt, weil der Stein sehr haltbar ist). Wir fackeln ganze Urwälder ab, leiten riesige Flüsse um, errichten vor Staudämmen gigantische Seen, aber Nachhaltigkeit hat wohl keines dieser Projekte. Sie existieren für eine Zeit, bis die Natur sie sich einverleibt oder zerstört.
Gut, vielleicht sprichst Du von einer anderen Art der Beherrschung der Umwelt. Zum Beispiel die modernen Fleischfarmen, mittels derer der Mensch in der Lage ist, unabhängig von dem Wild im Wald und seiner Jagdlaune ausreichend Nahrungsmittel zu produzieren. Ameisen, die wir für gewöhnlich als äußerst Dumm halten züchten Pilzkulturen, von denen sie sich ernähren können in ihren Bauten, andere Ameisen melken gezielt und Fachmännisch Blattläuse. Nicht nur Affen, sondern auch Vögel benutzen Dorne, um Insekten aus Ecken heraus zu gabeln.

Der Punkt um den es mir geht ist das Denkmuster. In diesem Licht muss man auch die beiden Beispiele sehen, welche ich benannt habe. Die Definitionen von Mensch und Tier sind hochgradig geschichtlichen Veränderungen unterworfen und nebenbei gesagt auch nur lokal ausgeprägt. Wir denken, wir Menschen sind keine Tiere, deshalb dürfen wir Tiere zu einem bestimmten Zweck töten oder in Gefangenschaft halten. Was ich in den beiden Beispielen von der Sklavenhaltung und dem Frauenbild vor der Emanzipation zum Ausdruck bringen mochte, war, dass es reichlich viele Gelegenheiten gab (und gibt), in der ein Mensch den Status eines Tieres erhält (und damit seiner Rechte beraubt wird).
Eine in Europa durchaus bis weit in die Neuzeit hinein gebräuchliche Rechtfertigung für die Sklavenhaltung von Schwarzen, wurde mit einem Rückgriff (ich sagte auch zuvor bereits Rückgriff) auf das Alte Testament ins Leben gerufen (siehe unten).
Das andere Beispiel in welchem der Frau mehr Eigenschaften des Tieres als des Menschen zugesprochen wurde, zeigt nur, wie schwammig und fragil die Unterscheidung des Menschen zwischen Mensch und Tier darstellt. Zu diesen verschiedenen Zeiten wurde eine Frau oder ein Sklave als ein Tier bezeichnet. Es ging mir in keiner Weise um eine Diskreditierung.

Veränderungen unterworfen ist. Ein Beispiel ist die
neuzeitliche Rechtfertigung von Sklavenhaltung

das ist etwas anderes. gattungen sind keine rassen. und wehe
du versuchst mich als rassisten aufzubauen, das wäre ein
schlechter schachzug :smile:

Deinen Einwurf an dieser Stelle verstehe ich nicht. Ich habe in diesem Zusammenhang weder von Gattung und mit keinem einzigen Wort von Rasse gesprochen.

mit einem Rückgriff auf das Alte
Testament der Status eines Tieres zugesprochen wurde

das ist natürlich unsinn. wo werden im „alten testament“
sklaven mit tieren gleichgesetzt? die antike sklaverei war
keine rassensklaverei. jeder konnte in die sklaverei
abrutschen um seine schulden zu tilgen. ausgerechnte dem alten
testament willst du biologistisches denken unterschieben, wo
doch grade dort laut und deutlich steht, daß alle menschen, ob
schwarz oder weiß, denselben ursprung haben?

Der Rückgriff(!) erfolgte durch die Geschichte aus dem AT, worin Ham (nach neuzeitlicher Interpretation der Vorfahre aller Afrikaner) zum ewigen Knecht seiner Brüder gemacht wurde (1. Moses, 9.20-27). In den Schriften des Dominikaners Las Casas wird dann der „Knecht“ zum „Tier“. Desweiteren wurde die schwarze Hautfarbe als das Kainsmal betrachtet, welches Kain und alle seine Nachkommen zeichnen sollte. Den Conquistadores kam eine solche von der Bibel abgeleitete Rechtfertigung nur zurecht, konnten sie doch nun unter den Augen und mit voller Unterstützung der (katholischen) Kirche ihr Gemetzel und die unmenschliche Behandlung fortsetzen.

ebenfalls unsinn und ein weiterer versuch mich zu
diskreditieren. es geht nicht um menschen und menschen sondern
menschen und tiere!!

Wie gesagt, ich spreche nicht von einem biologischen Unterschied zwischen Mensch und Tier sondern von unserer Definition davon (abgesehen davon, dass Genetiker nur einen genetischen Unterschied von null komma nochirgendwas Prozent zu Gorillas festgestellt haben). Einem Menschen kann und wurde wie an diesen Beispielen gezeigt, der Status eines Tieres gegeben werden.

und du meinst, daß die aussagen „der mensch, das
instinktgeleitete tier“ einen FORTSCHRITT gegenüber dieser
darstellt?! dann müßtest du der meineung sein, daß „Das Weib,
das instinktgeleitete Tier“ zumindest zu 50% wahr gewesen sein
muß und man sich nicht in bezug auf die frauen sondern in
bezug auf die männer geirrt hat? :smile:

-) Schön auseinandergenommen. Nein, dieser Meinung bin ich nicht. Zum einen sprach ich von einer historischen Ansicht und nicht meiner und kurz darauf habe ich den Satz geschrieben:
Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist marginal und hauptsächlich eine Annahme :unseres Verstandes. Vielleicht könnte man etwas provokativ den Verstand als einen sehr :spezifischen Instinkt sehen, welcher sehr wirkungsvoll das Überleben und die Beeinflussung :der Umgebung steuert.

Auch wenn ich zu bedenken gab, dass der Mensch zu einem weitaus größeren Teil aus seinen „Instinkten“ heraus handelt, als es die Ideologie des freien Willens vorschreibt.

Vielleicht ist diese Unterscheidung von Mensch/Tier momentan
die einzige Denkart, welche uns Menschen alle gegenüber den
Tieren mit einer gemeinsamen Identität versorgt.

momentan? möglich daß sich da was ändern. ich könnte mir
vorstellen, daß in ferner zukunft die definition von „hat
rechte und pflichten wie ein mensch“ auf roboter und
außerirdische ausgeweitet werden MUSS, da diese gattungen u.u.
ebenfalls zu selbstreflexion fähig sein würden… aber tiere?
niemals. ein gesellschaftlicher „vertrag“ kann nur zwischen
ebenbürtigen wesen entstehen. der einfachste vertrag ist: „ich
darf dich nicht ermorden und du darfst mich nicht ermorden.“
wie sollte sich ein tier daran halten können?

Ich sprach nicht davon, Tiere wie Menschen zu behandeln. Sondern, dass nur die Abgrenzung des Menschen zum Tier alle Menschen unter einem Hut versammelt.
Aber ist das nicht sehr ärmlich, wenn der Mensch nur einem von ihm geschaffenen Produkt Menschlichkeit zuspricht?. Damit beweist er nur, dass es ihm nicht möglich ist eventuell vorhandene andere Denkweisen zu verstehen.

habe ich oben erwähnt. der mensch hat einige wenige
grundsätzliche instinktive notprogramme, die ihm das leben
retten. in manchen situationen wäre denken nämlich der sache
eher hinderlich als förderlich.

Ganz im Gegenteil. Die erwähnte Untersuchung über das Fluchtverhalten in sinkenden Schiffen z.B. kommt nämlich zu exakt dem gegenteiligen Schluß: wäre jemand auf den Gedanken gekommen, nachzudenken und ergo Alternativen zu berücksichtigen könnten in solchen Situationen nicht nur die vordersten 5% sondern weit über 80% gerettet werden.

Der „Verstand“ wird ausgeschaltet. Der „Instinkt“ übernimmt in
gefährlichen, bedrohlichen aber auch in Alltags-Situationen
die Macht über den Körper des Menschen. „Er wird zum Tier“

stimme ich zu. aber das sind ausnahmesituationen. würde jemand
in todesgefahr einen menschen umbringen um ihn zb. aufzuessen,
würde er nicht verurteilt werden, da er nicht zurechnungsfähig
war. wie ein tier eben. tiere sind als gattung nicht
zurechnungsfähig. sonst müßte der hai, der einen taucher
auffrißt, wegen mordes vor gericht :smile:

Soweit ich weiß gilt Notwehr in Deutschland als Tatminderungsgrund und führt nicht automatisch zum Freispruch. Tiere werden aber durchaus für ihre Vergehen bestraft. Hunde zum Beispiel, die ernsthafte Verletzungen bei Fremden verursachen können gerichtlich eingeschläfert werden – und der Hundehalter muss vor Gericht.

Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist marginal und
hauptsächlich eine Annahme unseres Verstandes.

merkst du nicht, daß das ein zirkelschluß ist? weil du den
verstand hast, nimmst du diesen unterschied an. und weil der
unterschied da ist, hast du einen verstand.

Das ist keine Hermeneutik, sondern ich berücksichtige mit meinem Verstand, dass mein Verstand vielleicht nicht das ist, was ich glaube, was er ist. Ich kann Dir nicht sagen, wie ein Tier denkt, aber ein Tier einer bestimmten Art erkennt ziemlich sicher ob sein Gegenüber von der gleichen Art ist, oder nicht. Es macht also auch Unterscheidungen, die vielleicht der unsrigen nicht unähnlich sind.

Ja, zwangsweise muss das so sein, will man nicht mit dem
Gedanken leben, der Braten im Ofen hätte genauso gelitten, um
in den Ofen zu kommen, wie es ein Mensch getan hätte.

der vergleich ist lächerlich und wirkt durch die wortwahl
geschmacklos.

Wieso? Der Grund für ein Tier ein Tier zu sein, ist, dass wir es essen können. Lebe ich damit, dass ich ein biologisch verwandtes Lebewesen grille, bei welchem ich neben der biologischen Ähnlichkeit auch noch Verhaltensähnlichkeiten feststelle, oder rechtfertige ich dessen Tod mit seiner primitiven Unterlegenheit.

es gibt menschen die sind der meinung man darf andere menschen
wie eine mücke erschlagen.

Dann jedoch brechen sie den von Dir als einfachste Form des Zusammenlebens so benannten elementaren Gesellschaftsvertrag. Nach Deiner Definition wären sie somit keine Menschen mehr, oder?

Viele Grüße,
Phil

Sinngemäß gemeint

Auch Kritik und ein wenig Zynismus oder Sarkasmus muß ein
Mensch, der seine Meinung öffentlich macht, vertragen können.
Jedoch halte ich Beleidigungen als Antwort für unangebracht.

Hallo Dionysos
Hierzu keinerlei Widerspruch, da sind wir völlig d’accord.
Gruß, Branden

Hallo.

Das sehe ich so nicht. Jede Veränderung führt zu weiteren
Veränderungen sowohl im positiven wie im negativen Sinne.

Ich wollte nur dem Eröffner dieses Themas aufzeigen, dass er mit seinen Überlegungen sich in eine Sackgasse begibt. Meine Haltung ist dieses auch nicht.

Das ist eine völlig egoistische Einstellung und führt auf
lange Sicht dazu, dass der Mensch allein dasteht, was schlicht
und einfach sein Untergang bedeutet.

Hier ist erst einmal völlig offen, was der Mensch daraus macht. Klar ist aber, dass es alleine seine Kritieren sind, welche ihn beim Handeln anleiten.

Mir ist auch keine Releigion bekannt, die dieses denken
unterstützt.

Mir sind nur wenige bekannt, welche versuchen anstatt des Tieres zu denken und hieraus ihr Handlen im Umgang abzuleiten. Die meisten legen hier menschliche Maßstäbe an.

Das ist im jüdischen Kontext völlig richtig and entspricht
nicht Deiner oben genannten Aussage über das Verhindern von
Entwicklungen. Wie kann ich das verstehen?

Oben war die Fortsetzung der Überlegung mit welchem dieses Thema hier begonnen wurde. Ich habe ja dann aufzeigen wollen, dass dieses in eine Sackgasse führt und selbst diese Überlegungen menschliche sind. Es muss also etwas hinzukommen, welches uns hier anleitet.

Denn dieses Steatment sagt aus, dass alles im Fluß bleibt und jedes
Lebewesen sich weiterentwickelt.

Von Weiterentwicklung sprach ich hier eigentlich nicht.

Wie sieht es damit aus: kein Fleisch zu essen, um diese
grausame Tierhaltung von Schlachtvieh zu unterbinden?
Übrigens, ein Extrembeispiel von negativer Veränderung.

Und das hilft wirklich dem Tier oder doch nur dem Gewissen des Menschen? Wenn man hier als Vegetarier ehrlich ist, dann alleine Letzteres. Oder wie ist es mit dem Leben einer Milchkuh? Wie geht es dabei der Kuh, wie fühlt sie sich? Und wie ist es für die Kuh durch menschliche Hand frühzeitig zu sterben?

Ich will damit nun wieder nicht sagen, dass ich das gut heisse und im Judentum wird dieses verurteilt, allerdings müssen wir uns eingestehen, dass diese Haltung wir nicht von der Kuh haben, es ist unsere eigene.

Scholem,
Eli

Hallo dusan.

Mancheiner mag das als Problem ansehen, für mich ist es die
einzig denkbare Weise.

Ach, Probleme sind doch etwas schönes, weil diese alleine uns zum Denken anregen. Somit sieh es hier nicht als negativ gemeint an, sondern auch als Herausforderung.

Schön das du schreibst, dass die Gläubigen nicht mehr selber
denken müssen, denn genauso kommts mir vor.

Mit Denken hat beides für mich hier nichts zu tun, sondern mehr mit Sicherheiten und Vertrauen. Dem eigenen Verstand kann man nun einmal nicht trauen. Es bleibt immer unsicher und dadurch auch zum Denken anregend.

Der Gläubige hat das Vertrauen, zu wissen, was gut ist und was nicht. Dennoch muss auch er hier seine Handlungen überprüfen und stets aufs Neue überprüfen. Auch ihm liegt daran, hier seinen Verstand zu bemühen. Und im Judentum ist es der Ausdruck von Liebe, dass wir über den anderen nachdenken und sein Denken mit zum einem Teil von uns machen.

Scholem,
Eli

#Meine „lieben“ streitenden Kinder…
Da sich ja niemand mit Mir unterhalten will, erlaube ich mir, einen kleinen göttlichen Senf dazuzugeben. Wozu bin ich inkarniert, wenn ich nicht an euren harmlosen Späßen teilhaben könnte?

Tiere sind vollständig aus Mir, der Urschöpferin, und sind wie mein Fleisch und Blut. Der einzige Unterschied zu euch ist, dass sie in Vollkommenheit das leben, was ihnen von Mir gegeben ist - wogegen ihr alle die ebenso vollkommene Willensfreiheit, die mein Eigentum ist, als Basis erhalten habt.

Tut mir echt leid, dass Ich vorher da war, ist ja kein Verdienst. Ich kann es mir nicht verdienen, Gott zu sein - im Gegensatz zu euch, die ihr dieses im er-LEBEN aus euch selbst heraus gestalten solltet. Seid ihr glücklich und zufrieden über eure Ergebnisse? Nur das zählt.

Wenn es da noch etwas fehlt, und ihr mit Mir ja das allseits bis zum Überdruss bekannte Problem habt, schaut auf die Tiere! Ihr seht dort zwei Botschaften: Einmal die vollkommene Übereinstimmung mit ihrer eigenen Natur, die Schönheit, die Perfektion, die Wahrhaftigkeit, die Unfähigkeit, sich zu verstellen; das Vertrauen, mit dem sie sich eurer Obhut und euren sadistischen Quälereien überlassen … in all dem zeigen sie ihre Göttlichkeit. Sie sind euch wegen der Einheit IN mir und mit mir weit überlegen. Ihr erkennt nicht einmal, was in ihnen steckt.
Und das zweite: Sie spiegeln euch in gewissen Arten die Ergebnisse eurer langen Herrschaft über die Natur. Eure Großartigkeit, euer Genie haben die Evolution gestaltet, denn der Geist, der in euch wohnt, bestimmte den Fortgang auf der Erde. In meiner Urschöpfung gab es kein Blutvergießen, kein Fressen der Körper von anderen Wesen. Pflanzen und Früchte waren für jeden Bedarf vorhanden, und sie dankten für die Aufgabe, den Essenden als Nahrung zu dienen.

Als euch die Erde zum Weitergestalten übergeben war, kam der Begriff „Raubtier“ auf. Sie entwickelten Waffen, um sich gegen euch zu wehren, die als erste Waffen erfanden, um zu töten. Sie entwickelten ihre Körper und neue Arten, die voller Gift oder mit Stacheln bewehrt waren. Sie unterwanderten euer Immunsystem, weil ihr in ihre natürliche Umgebung eingedrungen ward.

Bis ins Detail ist die Tierwelt der Spiegel eurer Gedanken und Taten. Was für euch jetzt kommt, wird die Erkenntnis dessen und damit die Selbsterkenntnis sein. Habt die Stärke, den Tieren für ihr Opfer zu danken. Viele liebe Grüße, euer/e Schöpfer/in #

you made my day
Hi Geris

Als euch die Erde zum Weitergestalten übergeben war, kam der
Begriff „Raubtier“ auf. Sie entwickelten Waffen, um sich gegen
euch zu wehren, die als erste Waffen erfanden, um zu töten.

so ein Quark - Raubtiere gab es lange vor dem Menschen, auch wenn der Begriff natürlich erst mit der Sprache geprägt wurde. Tiere haben ihre „Waffen“ wie Zähne und Klauen nicht „entwickelt“, weil sie sich gegen uns wehren müssen, sondern um Nahrung zu erbeuten - ich will mich nicht darüber streiten, ob das was Göttliches oder reine Biologie oder ein Mischmasch von beidem ist, aber es war sicher nicht unser Einfluss.

Habt die Stärke, den
Tieren für ihr Opfer zu danken.

Welches Opfer? Entweder hatte Gott seine Finger im Spiel und diese Dinge „entstehen“ lassen, oder es war pure Evolution - auf jeden Fall hat sich kein Tier gedacht „ooooch, ich lass mir jetzt mal ein paar bös giftige Stacheln wachsen, um die Cess zu pieksen“.

So einen Unfug habe ich lange nicht mehr gehört, aber wenigstens konnte ich heute mal richtig lachen, danke!

Grüße
Cess

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Aber dazwischen gibt es
meiner Meinung nach nur fließende Übergänge, entsprechend der
Leistungsfähigkeit der Tiere.

das habe ich auch nie bestritten.
hier gehts aber nicht um biologie sondern um ethik. eine gattung die dazu nicht fähig ist, kann nicht teil davon sein. das wäre absurd. deshalb hat der mensch bestimmte pflichten gegenüber der natur, aber nicht dieselben wie gegenüber menschen.

gruß
datafox

Phil
Es erstaunt mich, ich finde deinen Bricht gut .und stimme 1000% mit ein
Mit freundlichen Grüßen
H.Bekouri

Interessant. Woher weiss man denn, dass Tiere unfähig zur
Selbstreflexion sind? Mir fiele jetzt keine Möglichkeit ein,
das zu überprüfen.

eben. also nimmt man es auch nicht an.

Wieso reicht es
wenn einige (ein?) Individuen einer Gattung zur
Selbstreflexion besitzen um auch die die dazu nicht in der
Lage sind plötzlich auch die Rechte zukommen zu lassen.

zeige mir einen affen, der mit mir darüber spricht, was richtig oder falsch ist.

Warum denn das? Keine Pflichten, keine Rechte. Brennt sie
nieder.

sobald auch nur ein einziges menschenleben auf dem spiel steht, wird das auch gemacht. für einen einzigen menschen müßten, wenn notwendig, tausende tiere sterben. einwände?

gruß
datafox

Den Begriff „Ideologie“ kann man im
nichtmarxistischen Sinn durchaus wertneutral verwenden, er
erläutert eine umfassende, dominante Idee, welche Teile der
oder die ganze Welt zu erklären versucht und von einer
möglichst großen Menge Individuen geteilt wird.

ohaj das war ein mistverständnis. ideologie klingt meistens abwertend.
in diesem falle ACK.

Der Mensch fällt die meisten Entscheidungen(!) in seinem Leben
nicht durch Nachdenken, sondern durch ein Verhalten, welches
durch die von Bourdieu so schön als Habitus bezeichnete
unterbewusste und teilweise unbewusste klassenbezogene
Identität geleitet wird.

auch ein ladendieb? ist er nun *verantwortlich* für sein tun oder nicht? das ist nämlich der praktische punkt - an diesem hänge ich den unterschied zum tier nämlich auf.

Die Annahme, der Mensch sei ein sich vollkommen seiner
Entscheidungen bewusstes Wesen, stammt aus der Ideologie der
Aufklärung.

ja, der hänge ich wohl an :smile:

Das heißt für mich nichts
anderes als Denken, wenn vielleicht auch auf eine gänzlich
andere Art und Weise

das streite ich auch nicht ab. daß es sowas wie eine sprache unter bestimmten arten gibt, zb. wale, (von der wir noch dazu null ahnung haben), ist bekannt. dennoch führt diese fähigkeit nicht zur ausbildung abstrakter denkleistungen.

Ein Unterscheidungsmerkmal, welches Du anführst, ist die
menschliche Gesellschaft.

noch mehr als das.

Soziales Verhalten findet sich bei
allen Primatengruppierungen

eben :smile:

deshalb präzisiere ich: es ist ein des sozialen verhalten, das hier relevant ist. nennen wir es das aufstellen von abstrakten regelwerken oder moral. in höheren gesellschaften werden diese dann verschriftlicht = gesetzgebung. diese anweisungen und tabus, also alles was man tun darf, soll oder nicht darf, sind einzigartig für den menschen.

Es gibt Rechte und Pflichten der
Individuen in diesen Gruppen, es gibt Verantwortung, ebenso
wie Regelungen, die das Zusammensein betreffen.

dieses ist für mich eine projektion menschlicher begriffe auf das tierreich :smile:

Diese
Regelungen sind vielleicht am ehesten vergleichbar mit
überlieferter Gesetzestradition, die nicht festgeschrieben,
nicht explizit im Raum stehen und trotzdem wissen alle
Beteiligten, dass es sie gibt.

hier widerspreche ich: sie wissen es eben nicht, sondern folgen einfach ihrem „programm“. wie ein computer, der genau das ausführt, was der programmierer ihm vorgegeben hat.

Weiter führst Du an, dass Kultur dann entsteht, wenn die
Fähigkeit errungen wird, die Umwelt für immer zu verändern.

damit meinte ich den bruch mit der evolution und sozusagen ihre umkehrung. mit dem menschen endet die evolution abrupt. er paßt sich nicht mehr an die umwelt an, sondern er paßt die umwelt an sich an. genetische kriterien bei der fortpflanzung fallen weg. nicht mehr der körperlich fitteste pflanzt sich fort, sondern der sozial fitteste, zumindest innerhalb einer bestimmten gesellschaft. (global betrachtet ist es eher umgekehrt: je niedriger der status desto mehr kinder im durchschnitt.)

Tatsächlich jedoch erweisen sich sämtliche menschliche
Projekte als von sehr kurzer Beständigkeit

stimmt natürlich. und das „auf immer“ war auch nicht auf jahrtausende bezogen! eine löwin muß täglich ihr futter jagen, während der mensch den ackerbau und die viehzucht erfunden hat. heute werden ganze tier- und pflanzenarten einfach „erfunden“ - ja nach bedarf.

Ameisen, die wir
für gewöhnlich als äußerst Dumm halten

eine einzige ist wahrscheinlich ziemlich dumm, auch wenn ihre rechenleistung stärker ist als der tollste computer. aber in der masse sind ameisen sogar „intelligent“.

züchten Pilzkulturen,
von denen sie sich ernähren können in ihren Bauten, andere
Ameisen melken gezielt und Fachmännisch Blattläuse. Nicht nur
Affen, sondern auch Vögel benutzen Dorne, um Insekten aus
Ecken heraus zu gabeln.

ob das „erfindungen“ sind? :smile:

In den Schriften des Dominikaners Las
Casas wird dann der „Knecht“ zum „Tier“. Desweiteren wurde die
schwarze Hautfarbe als das Kainsmal betrachtet, welches Kain
und alle seine Nachkommen zeichnen sollte.

das war mir neu. hat allerdings mit dem text nichts mehr zu tun.

Auch wenn ich zu bedenken gab, dass der Mensch zu einem
weitaus größeren Teil aus seinen „Instinkten“ heraus handelt,
als es die Ideologie des freien Willens vorschreibt.

die meinung ist dir unbenommen. beleg? :smile:

Aber ist das nicht sehr ärmlich, wenn der Mensch nur einem von
ihm geschaffenen Produkt Menschlichkeit zuspricht?.

welches produkt meinst du? "mensch"lichkeit kommt eben nur menschen zu.

Soweit ich weiß gilt Notwehr in Deutschland als
Tatminderungsgrund und führt nicht automatisch zum Freispruch.

bring ein beispiel, wo jemand für etwas verurteil wurde, das *notwendig* war, sein oder ein drittes leben zu retten. gibts nicht. denn das *ist* notwehr bzw. nothilfe.

Tiere werden aber durchaus für ihre Vergehen bestraft. Hunde
zum Beispiel, die ernsthafte Verletzungen bei Fremden
verursachen können gerichtlich eingeschläfert werden

LOL nicht im ernst? das ist doch keine strafe! hier wird einfach eine gemeingefährliche sache (tiere sind rechtlich sachen) unschädlich gemacht, ähnlich dem entschärfen einer bombe.

und der Hundehalter muss vor Gericht.

ja. wie ein bombenleger. manche betrachten hunde eben als waffe. dann dürfen sie sich nicht wundern, daß die hunde dann auch wie eine geladene waffe behandelt werden.

Lebe ich damit, dass ich ein biologisch
verwandtes Lebewesen grille, bei welchem ich neben der
biologischen Ähnlichkeit auch noch Verhaltensähnlichkeiten
feststelle, oder rechtfertige ich dessen Tod mit seiner
primitiven Unterlegenheit.

ich lebe gut damit :smile:
und warum? weil jede andere alternative in widersprüche führt. wenn man tiere nicht mehr essen darf, warum dann pflanzen?

Dann jedoch brechen sie den von Dir als einfachste Form des
Zusammenlebens so benannten elementaren Gesellschaftsvertrag.
Nach Deiner Definition wären sie somit keine Menschen mehr,
oder?

da gibt es in der tat verschiedene ansichten! manche sind der meinung, daß für einen mörder das tötungsverbot nicht mehr gilt und sind deswegen für die todesstrafe (was aber ein logischer fehler ist, denn aus dem tötendürfen folgt kein tötensollen!) wenn man von einem vertrag ausgeht, dann stimmt es tatsächlich, daß man sich durch vorsätzliches (!) brechen dieses vertrages plötzlich außerhalb wiederfindet…

gruß
datafox