So langsam könnte ich

so langsam könnte ich …PROTEST WÄHLEN! (owt)

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hi,

„sozialneid-kacke“? sozialneid hat man in der regel dann, wenn
jemand sich was erarbeitet hat, was man selber nicht besitzt,
aber gerne haben möchte. diese „volksvertreter“ haben sich
ihre vergünstigungen aber nicht erarbeitet - sie erlassen sie
sich selber … im gleichen atemzug, mit dem sie uns von tag
zu tag mehr schröpfen. es geht mir nicht um die kohle im
speziellen sondern um das fehlen jeglichen anstandes bei
diesen verbrechern.

ein parlamentarier sollte also nicht mehr verdienen als ein bauarbeiter oder verwaltungsangestellter der finanzdirektion?
seh ich mal absolut gar nicht so. das einzige, was ich völlig überzogen finde, sind die pensionansprüche ehemaliger abgeordneter oder hoher beamter. von mir aus pensionen runter, diäten noch weiter rauf.

gruß

hi,

ein parlamentarier sollte also nicht mehr verdienen als ein
bauarbeiter oder verwaltungsangestellter der finanzdirektion?
seh ich mal absolut gar nicht so.

Ich wäre sogar dafür, dass sie weniger verdienen. Vielleicht so in Höhe von Sozialhilfe, 345€ pro Monat. Wo siehst du da ein Problem?

Gruß
Frank

hi,

ein parlamentarier sollte also nicht mehr verdienen als ein
bauarbeiter oder verwaltungsangestellter der finanzdirektion?
seh ich mal absolut gar nicht so.

Ich wäre sogar dafür, dass sie weniger verdienen. Vielleicht
so in Höhe von Sozialhilfe, 345€ pro Monat. Wo siehst du da
ein Problem?

fehlende anreize für nicht-berufspolitiker politiker zu werden, bestechlichkeit, mangelnde motivation?
einmal mehr kann ich nur sagen: wenn es doch so geil ist, politiker zu werden und man so fett absahnen kann da ohne was leisten zu müssen, warum wird es dann nicht einfach jeder?

gruß

hi,

ein parlamentarier sollte also nicht mehr verdienen als ein
bauarbeiter oder verwaltungsangestellter der finanzdirektion?
seh ich mal absolut gar nicht so.

Ich wäre sogar dafür, dass sie weniger verdienen. Vielleicht
so in Höhe von Sozialhilfe, 345€ pro Monat. Wo siehst du da
ein Problem?

fehlende anreize für nicht-berufspolitiker politiker zu
werden, bestechlichkeit, mangelnde motivation?
einmal mehr kann ich nur sagen: wenn es doch so geil ist,
politiker zu werden und man so fett absahnen kann da ohne was
leisten zu müssen, warum wird es dann nicht einfach jeder?

Du triffst dem Nagel endlich auf den Kopf! Genau das ist meine Grundintention.
Wenn die nur 345€ haben, werden die schon zwangsläufig Mittel und Wege finden müssen, um sich ihr Leben angenehm zu gestalten. Bei diesem Preis zwangsläufig deprivatisiert und damit für alle zugänglich. Hinter diesem Gedanken steckt nämlich mehr als Polemik, sogar das Gegenteil derer.
Nur bezweifle ich, daß die fetten Säcke da mitmachen…

Gruß
Frank

versteh ich nicht.

gruß

Neid…?!? Absurd!
Hallo Lohengrin!

Von wegen teilnahmslos in die Welt klotzen! Vielmehr regt er
sich über dämliche Nichtigkeiten auf!
Beamten waren und somit beihilfeberechtigt sind.
(und zu Recht!) KEINE Praxisgebühren bezahlen.

Stimmt, es wird sich über Nichtigkeiten erregt; allerdings nur, wenn sie eben sehr anschaulich sind. Man könnte natürlich eher einmal mehr über die „Schatteneinkommen“ sprechen. Aber der Punkt ist ja, dass jedes Auf- und Erregen der „kleinen Leute“ vergeblich ist, wenn es nicht von den Medien thematisiert wird. Und zwar nicht hier mal ein bisschen, da mal ein bisschen. So wird kein Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt, aber auch den Medien stand eben die Kundschaft der Wirtschaft schon immer näher als die Kundschaft aus dem Volk, denn durch sie erhalten sie Anzeigen und somit Geld. Also wird man von den Medien nur hören, was „gewünscht“ wird. Man schaue sich bloss an, was man heute in der Berichterstattung vorgesetzt bekommt: Sonntagsreden, Willenserklärungen, Pseudodiskussionen - viel Form, kein Inhalt.
   Bezüglich der Beamten und der Praxisgebühr: Selbstverständlich lässt sich alles mit irgendeinem Gesetz erklären, erläutern, darstellen. Aber diese Gesetze kommen schliesslich aus den Reihen, die einen Einfluss darauf ausüben. Deshalb sind solche Erklärungen ein Tritt ins Leere.

Neid-Kommentare

Seltsam, wie oft genannt wird, man wäre ja bloss neidisch. Ja, selbverständlich ist man neidisch! Während diese einflussreichen Damen und Herren nicht müde werden, uns ständig erklären, wir müssten den Gürtel aus diesen und jenen Gründen enger schnallen, halten sie es mit ihresgleichen nicht so. Wenn beispielsweise die Chefs die Ausgaben für die Weihnachtsfeier drastisch kürzen, während sie sich eine Weihnachtsfeier unter sich in einem noblen Varieté auf Firmenkosten leisten. Oder jede kleine Lohnforderung von der Wirtschaft allergrösstes Jammern erzeugt, während sie sich Gehälter zwischen 100 und 400 % erhöhen. Es wäre doch absurd, würde man diesem „Neofeudalismus“ nicht mit Unbehagen, Unmut und natürlich Neid begegnen…!

Abgeordnete verdienen bestimmt nicht schlecht, aber es handelt
sich keineswegs um „Bonzen“, verglichen mit dem was eine
Führungspersönlichkeit in der Industrie verdient.

Auf solche Aussagen kann ich stets nur antworten: Bitteschön, geht doch in die Wirtschaft, wenn euch die Diäten zu niedrig sind! Abgesehen davon (s. o.) sind Managergehälter in unerklärliche Sphären gestiegen, deshalb ist solch ein Vergleich unangemessen, und ein Politikergehalt soll gefälligst nicht ein Leben in Saus und Braus ermöglichen, sondern ein Ausgleich für die Zeit sein, in der er nicht in seinem ursprünglichen Beruf tätig ist. Aber schon längst leben diese Leute von der Politik, statt für sie.

Ich kann nicht verstehen, weshalb Politik und Wirtschaft immer noch und immer wieder so sehr verteidigt werden. Aber solche Argumente wären dünn und durchsichtig, weil die Realität ein anderes Bild zeigt. Und abgesehen davon wird von der Bevölkerung ständig Opferbereitschaft verlangt - auf diese warte ich bei den Verantwortlichen und Einflussreichen schon immer vergebens!

Marco

Re: so langsam könnte ich …PROTEST WÄHLEN! (owt)

Mein Großvater hat auch Protest gewählt. Weil er gegen die dämlichen Politiker war, die an der Regierung waren. Und weil er die wirtschaftliche Lage eklig fand. Und weil er arbeitslos war. Deshalb wählte er eine Protestpartei.

Das Problem war: er wurde die Protestpartei dann die nächsten 12 Jahre nicht mehr los.

Dafür ist er dann 1944 in Polen gefallen.

Protest wählen hat auch seine Haken!

Grüße
Heinrich

hallo

Protest wählen hat auch seine Haken!

tja, da sagst du was! ich habe auch mal protest gewählt - vor ganz vielen jahren, als die grünen sich gerade von einer bürgerbewegung zu einer partei gemausert hatten. und was haben wir nun davon? manchmal bin ich ganz froh, dass sie teil der regierung sind - meistens wünsche ich mir aber, sie wären noch die idealisten von damals. auf jeden fall haben sie schon vor der koalition mit der spd m.e. nach in diesem land eine menge bewirkt - auch, als sie noch eine relativ kleine partei waren (z.b. im hinblick auf umwelt und abrüstungspolitik). protest wählen heißt nicht, jeden mist wählen, nur nicht die etablierten parteien. es gibt durchaus kleine parteien, denen man, ohne streit mit seinem gewissen zu bekommen, seine stimme geben kann.
mal ein beispiel: wenn ein etabliertes, großes bauunternehmen nur noch pfusch zu total überhöhten preisen macht, dann lässt man sein häuschen doch vielleicht auch von einem anderen, kleineren unternehmen bauen - auch wenn die sich vielleicht nicht die werbung und öffentlichkeitspräsenz der großen firma leisten können. will damit sagen: wir müssen weg von dem gedanken, dass nur die beiden goßen parteien die probleme dieses landes (die wir immerhin durch sie erst bekommen haben) lösen können. ich finde, diese arbeit sollten die machen, die sie am besten können. und wenn eine partei wie die cdu unter kohl gezeigt hat, dass sie im schaffen von problemen zwar meister sind, nicht aber in deren beseitigung, so sind sie jetzt sicherlich nicht die beste alternative zur spd, die eigentlich auch eher mit inkompetenz glänzt. ich denke, konkurrenz belebt das geschäft!

gruß, frank

hallo

ein parlamentarier sollte also nicht mehr verdienen als ein
bauarbeiter oder verwaltungsangestellter der finanzdirektion?
seh ich mal absolut gar nicht so.

ich frage mich, woher du solche aussagen ableitest? mit dem was ich geschrieben habe, hat das jedenfalls nichts zu tun.

gruß

hallo

fehlende anreize für nicht-berufspolitiker politiker zu
werden, bestechlichkeit, mangelnde motivation?

DAS scheint mir das problem überhaupt zu sein. die motivation, auf grund derer politiker ihren job ausüben. in der politik gibt es keine idealisten mehr (zumindest nicht in den etablierten parteien) - der „beruf“ politiker wird von den meisten wegen geld, vergünstigungen, geltungsbestreben … ausgeübt, nicht aus ideellen oder visionären erwägungen heraus.

einmal mehr kann ich nur sagen: wenn es doch so geil ist,
politiker zu werden und man so fett absahnen kann da ohne was
leisten zu müssen, warum wird es dann nicht einfach jeder?

´ne ganz ehrliche antwort? ich bin davon überzeugt, dass die meisten menschen nicht kaltblütig genug sind, um politiker zu werden. um es in einer partei ganz nach oben zu bringen, muss man nicht unbedingt ahnung von dem haben, über das man abstimmt - man muss nur bereit sein, zur not über leichen zu gehen und an den entsprechenden stellen wichtigen leuten in den allerwertesten zu kriechen.

gruß, frank

gruß

hallo

http://www.wdr.de/tv/monitor/real.phtml?bid=556&sid=108

wenn´s ja nicht so traurig wäre …

gruß, frank

Hallo Marco,

Stimmt, es wird sich über Nichtigkeiten erregt; allerdings
nur, wenn sie eben sehr anschaulich sind.

…und sich deshalb sehr gut zu dummen Vereinfachungen gebrauchen lassen.

Man könnte natürlich
eher einmal mehr über die „Schatteneinkommen“ sprechen.

Wenn Politiker Aufsichtsratssitze in diversen Unternehmen haen, ist das für gewöhnlich kein Geheimnis. Daß das zumindest von den Politikern selbst nicht an die große Glocke gehängt wird, kann man aber wiederum verstehen.

Aber
der Punkt ist ja, dass jedes Auf- und Erregen der „kleinen
Leute“ vergeblich ist, wenn es nicht von den Medien
thematisiert wird. Und zwar nicht hier mal ein bisschen, da
mal ein bisschen. So wird kein Druck auf die Verantwortlichen
ausgeübt, aber auch den Medien stand eben die Kundschaft der
Wirtschaft schon immer näher als die Kundschaft aus dem Volk,
denn durch sie erhalten sie Anzeigen und somit Geld. Also wird
man von den Medien nur hören, was „gewünscht“ wird. Man schaue
sich bloss an, was man heute in der Berichterstattung
vorgesetzt bekommt: Sonntagsreden, Willenserklärungen,
Pseudodiskussionen - viel Form, kein Inhalt.

Vielleicht hat der durchschnittliche Journalist einfach nicht mehr im Kopf als der durchschnittliche Politiker. Der von dir angesprochene Mangel ist aber imho auch weniger ein Defizit der Berichterstattung als eines der Meinungsbildung.

   Bezüglich der Beamten und der Praxisgebühr:
Selbstverständlich lässt sich alles mit irgendeinem Gesetz
erklären, erläutern, darstellen. Aber diese Gesetze kommen
schliesslich aus den Reihen, die einen Einfluss darauf
ausüben. Deshalb sind solche Erklärungen ein Tritt ins Leere.

NEIN! Nochmal: Die sog. Gesundheitsreform hat nichts mit den privaten Krankenkassen zu tun, ihr Ziel ist es, den Beitragssatz für die gesetzlichen Kassen konstant zu halten oder zu reduzieren. Folglich zahlen Privatpatienten keine Praxisgebühr. Wo bitte ist das Unrecht, wenn Menschen, die teilweise privat versichert sind, auch nur teilweise Praxisgebühr bezahlen sollen? Da diese Menschen überhaupt nicht gesetzlich versichert sind, wäre sogar eine Argumentation sinnvoll, nach der diese Personen überhaupt keine Praxisgebühr bezahlen. Da finde ich die derzeitige Lösung in Ordnung und auch solidarisch.

Seltsam, wie oft genannt wird, man wäre ja bloss neidisch. Ja,
selbverständlich ist man neidisch! Während diese
einflussreichen Damen und Herren nicht müde werden, uns
ständig erklären, wir müssten den Gürtel aus diesen und jenen
Gründen enger schnallen, halten sie es mit ihresgleichen nicht
so. Wenn beispielsweise die Chefs die Ausgaben für die
Weihnachtsfeier drastisch kürzen, während sie sich eine
Weihnachtsfeier unter sich in einem noblen Varieté auf
Firmenkosten leisten.

Von wem sprichst du denn jetzt, Politikern oder Wirtschaflern?

Oder jede kleine Lohnforderung von der
Wirtschaft allergrösstes Jammern erzeugt, während sie sich
Gehälter zwischen 100 und 400 % erhöhen. Es wäre doch absurd,
würde man diesem „Neofeudalismus“ nicht mit Unbehagen, Unmut
und natürlich Neid begegnen…!

Was heißt hier Neofeudalismus. Es gibt Arbeitsverträge, in denen ist alles geregelt und von Weihnachtsfeiern steht da nichts drin. Wenn eine Weihnachtsfeier der Angestellten trotzdem unterstützt wird, dann ist das freiwillig. Wenn darauf verzichtet wird, ist auch das das gute Recht derjenigen, die das Geld verteilen dürfen (auch wenn es sicherlich nicht klug ist bez. Betriebsklima etc.).

Auf solche Aussagen kann ich stets nur antworten: Bitteschön,
geht doch in die Wirtschaft, wenn euch die Diäten zu niedrig
sind!

Toll! Da kann ich doch nur antworten: Geh doch in die Politik, wenn du so neidisch bist.

Abgesehen davon (s. o.) sind Managergehälter in
unerklärliche Sphären gestiegen, deshalb ist solch ein
Vergleich unangemessen,

Es gibt in Deutschland keine Ahnung wie viele tausend „Manager“, davon werden vielleicht ein gutes Dutzend astronomisch hoch bezahlt (Esser mit seiner „Abfindung“ als bestes Beispiel). Ich will ja nicht ausgerechnet deren Gehalt heranziehen, aber ich denke nicht, daß Bundeskanzler ein wenige anspruchsvoller „Job“ ist als Vorstandsvorsitzender des BASF.

und ein Politikergehalt soll
gefälligst nicht ein Leben in Saus und Braus ermöglichen,
sondern ein Ausgleich für die Zeit sein, in der er nicht in
seinem ursprünglichen Beruf tätig ist.

Das ist es ja auch. Daher werden auch überwiegend solche Menschen Politiker, für die eben das zutrifft. Jemand, der mit seinen herausragenden Qualifikationen leicht das dreifache verdienen kann, wird eben kein Politiker werden. Ich halte das für problematisch.

Aber schon längst leben
diese Leute von der Politik, statt für sie.

Was erwartest du denn? Es gibt meiner Meinung nach überhaupt nur zwei Arten von Altruismus: Die eine ist ein indirekter Egoismus, die andere ist schon fast krankhaft.
Natürlich soll sich ein Politiker als Diener des Staates sehen, aber nicht als Sklave, sondern als entsprechend entlohnter Dienstleister.
Eine leistungsorientierte Belohnung wäre natürlich das beste - fragt sich nur, wie man die Leistung bemessen könnte.

Ich kann nicht verstehen, weshalb Politik und Wirtschaft immer
noch und immer wieder so sehr verteidigt werden. Aber solche
Argumente wären dünn und durchsichtig, weil die Realität ein
anderes Bild zeigt. Und abgesehen davon wird von der
Bevölkerung ständig Opferbereitschaft verlangt.

Ich verteidige nicht prinzipiell unsere Politiker, vielmehr halte ich sie in der Mehrzahl für unfähig. Es gibt durchaus Dinge, über die man sich aufregen kann. Wenn man aber jemanden zu unrecht beschimpft und diffamiert, dann fasse ich das nicht als gerechtfertigte Kritik auf.

Gruß
L.

Hi!

…ein Schelm, wer dabei an Orwells „Animal Farm“ denkt…

Aber die 20 Eur sind nur ein winziger Teil der groß angelegten Sauerei. Der Selbstbedienungsladen Deutschland versorgt unsere Politiker auf immer fettere Weise.
Warum wählt Ihr nicht mal Leute, für Die es keinen 8-stufigen Quantensprung auf der Karriere- und Einkommensleiter bedeutet, in die Politik zu gehen…?

Grüße,

Mathias

Hi!

mal ein beispiel: wenn ein etabliertes, großes bauunternehmen
nur noch pfusch zu total überhöhten preisen macht, dann lässt
man sein häuschen doch vielleicht auch von einem anderen,
kleineren unternehmen bauen - auch wenn die sich vielleicht
nicht die werbung und öffentlichkeitspräsenz der großen firma
leisten können. will damit sagen: wir müssen weg von dem
gedanken, dass nur die beiden goßen parteien die probleme
dieses landes (die wir immerhin durch sie erst bekommen haben)
lösen können. ich finde, diese arbeit sollten die machen, die
sie am besten können. und wenn eine partei wie die cdu unter
kohl gezeigt hat, dass sie im schaffen von problemen zwar
meister sind, nicht aber in deren beseitigung, so sind sie
jetzt sicherlich nicht die beste alternative zur spd, die
eigentlich auch eher mit inkompetenz glänzt. ich denke,
konkurrenz belebt das geschäft!

Da setzt du aber voraus, dass die kleine Konkurrenzfirma ihr Geschäft beherrscht - und genau jenes spreche ich den allermeisten Klein- und Kleinstparteien ab.

Bei vielen Kommunal- und Landtagswahlen gab es immer wieder kleine Parteien, die enormen Zulauf hatten: REPs, DVU, Statt- und Schill-Partei (sind oder waren mal in den Landtagen). Obwohl sie parlamentarisch vertreten waren, hat keine dieser Parteien wirkliche Alternativen aufzeigen können und ist bei der nächsten Wahl im hohen Bogen wieder rausgeflogen.

Bleiben noch die PDS im Osten, die an der gescheiterten Politik ihrer SED-Vergangenheit krankt. Und der SSW, der eigentlich nichts weiter ist als die dänische SPD. Alternativen sind das aber auch nicht.

Großteile vom Rest des Wahlzettels sind lobbyistische Parteien und weder vom Personal noch von ihrem Parteiprogramm her als mögliche Alternative anzusehen:
Die Grauen sehen sich als Vertreter der Rentnergeneration. Ich habe noch nie etwas von denen zum Thema Steuerkonzept, Außenpolitik oder Bundeswehr gehört.
Die NPD ist mit Sicherheit keine Partei, der man jemals das Regierungszepter in die Hand geben darf (wir sollten wissen, was dann zu erwarten ist).
Die ÖDP ist die Grünen-Partei nahe der CDU. Konservativer Umweltschutz also. Was wäre von denen bzgl. Gesundheitsreform und Steuerrecht zu erwarten?
Die BüSo (Bürger-Solidarität) von Helga Zepp-Larouche ist auch nichts weiter als ein brauner Wolf im Schafspelz (früher hießen die mal „EAP - Europäische Arbeiter-Partei“, dann „Patrioten für Deutschland“, dann „Schiller-Institut“).
Dann gibt es noch die Christen-Parteien wie Christliche Mitte oder PBC - Partei der bibeltreuen Christen. Die erinnern mich immer an Fundamentalisten, weil sie den Staat nur nach der Bibel regieren wollen.

Wem davon könnte man sorglos und erwartungsfroh die Regierungsverantwortung übertragen, ohne sich nach einem Jahr zu fragen: „Mann, was für eine Partei habe ich da bloß gewählt?“

Grüße
Heinrich

Hallo Mathias,

Warum wählt Ihr nicht mal Leute, für Die es keinen 8-stufigen
Quantensprung auf der Karriere- und Einkommensleiter bedeutet,
in die Politik zu gehen…?

vielleicht, weil sich diese Leute nicht zur Wahl stellen.

Gruß
karin

Außerdem gilt …
„Wenn Dreck zu Pfeffer wird, dann fängt er an, zu beißen.“

Gruß kw

Ich finds auch toll, in diesem unserem Lande.
Während unsere Oberen ungeniert in die Kasse greifen (Politik, Commerzbank-Bosse…) soll ich für meinen Entschluss keine Kinder zu haben bestraft werden.
Die Gründe für Kinder sind mir klar, der Fortbestand der Deutschen und der unseres Rentensystems stehen auf dem Spiel. Wie aber können meine Kinder ein Rentensystem aufrechterhalten, wenn unsere Industriebosse wegen der niedrigeren Kosten oder der höheren Rendite im Ausland immer mehr Arbeitsplätze schaffen und dafür auch noch gelobt werden? Wenn ich mein Geld ins Ausland schaffe wegen der höheren Rendite, werde ich mit „Quellensteuer“ bestraft.
Dann der Vorschlag, in Deutschland müssen mehr hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Wer soll die denn besetzen (PISA lässt grüssen)? Oder gibt es dann wieder Green-Cards für Spezialisten aus dem Ausland?
Dafür soll an den Schulen jetzt noch eine neue Fremdsprache dazukommen. Die Frage ist nur, sind die, die diese Sprache schon immer sprechen dafür? Sie würden sicher ein Stück Annonymität verlieren, da sie damit rechnen müssten, dass sie vielleicht von anderen verstanden werden könnten.
Es gäbe sicher noch vieles dazu zu sagen, aber …ich könnte auch so langsam…
Bernd

hallo bernd

Ich finds auch toll, in diesem unserem Lande.
Während unsere Oberen ungeniert in die Kasse greifen (Politik,
Commerzbank-Bosse…) soll ich für meinen Entschluss keine
Kinder zu haben bestraft werden.

bei meiner frau und mir siehts etwas anders aus: wir KÖNNEN beide leider keine leiblichen kinder bekommen - also haben wir uns vor 9 jahren entschieden, vier „heimkinder“ bei uns aufzunehmen. seit der zeit leben wir als patchworkfamilie zusammen. im november haben wir dann noch einen weiteren jungen bei uns aufgenommen. alle 5 kommen aus sehr desolaten und traumatisierenden familienverhältnissen. die beiden großen machen inzwischen eine ausbildung (nachdem sie den realschulabschluss geschafft haben) zum orthopädietechniker bzw. erzieher, die drei anderen gehen noch zur schule (grund- und realschule). drei der kinder hatten, als sie zu uns kamen, eine sonderschulempfehlung und es war, aufgrund ihrer geschichte, nicht klar, ob sie überhaupt noch bindungsfähig wären. durch unsere arbeit haben wir sicherlich nicht nur „unseren“ kindern geholfen, ihr nicht sehr sonnig gestartetes leben zu meistern und zu selbstbewussten und selbständigen menschen heran zu wachsen - wir haben nebenbei der gesellschaft unsummen an sozialhilfe, arbeitslosenhilfe … eingespart, die „unsere“ kids mit ziemlicher sicherheit den staat sonst gekostet hätten (und deren kinder dann vermutlich auch wieder. jugendhilfe ist meist eine hilfe, die sich über generationen hinweg durch familien zieht).
ABER … meine frau und ich gelten später bei der rentenberechnung als kinderlos (wie jetzt auch bei der lehnsteuer). die eltern „unserer“ kinder hingegen, die ihre kids auf´s übelste misshandelt, missbraucht, vernachlässigt … haben, die zeit ihres lebens niemals einen pfennig in öffentliche kassen einbezalt, sondern den steuerzahler nur gekostet haben, diese leute gelten als eltern. … ist schon ein witziges land, in dem wir leben!

gruß, frank

Hi!

Warum wählt Ihr nicht mal Leute, für Die es keinen 8-stufigen
Quantensprung auf der Karriere- und Einkommensleiter bedeutet,
in die Politik zu gehen…?

vielleicht, weil sich diese Leute nicht zur Wahl stellen.

So pauschal stimmt das nicht.
Guido Westerwelle z.B. hätte höchstwahrscheinlich in einer Karriere als junger Staranwalt deutlich mehr verdient… :wink:

Im Ernst: weshalb stellen sich so wenig qualifizierte Menschen zur Wahl in Deutschland?
An den bezügen wird es sicherlich nicht liegen, wenn z.B. ein Herr von Pierer nach seiner Zeit bei Siemens nicht in die deutsche Bundespolitik geht. Vielemehr dürfte der Grund hierfür der Parteienproporz sein.
Wir brauchen m.E. weniger und weniger dogmatisch aufgebaute Parteien, die auch Quereinsteiger nicht nur zulassen, sondern massiv anwerben.
Heute ist es m.E. so, dass ein Mensch, der in ei9ner Partei etwas werden will, dies nur durch erheblichen zeiteinsatz für zunächst jahrelange reizlose Basisarbeit schaffen kann. Diese Zeit wiederum haben v.a. Freiberufler, v.a. Anwälte (schon während des Jura-Studiums läuft ja viel über Politik und die Arbeitszeiten sind äußerst flexibel) und Beamte (die sich ja für ihre politischen Aktivitäten bei vollen Bezügen freistellen alssen können).
Deutschland wird somit repräsentiert von mitnichten repräsentativen Gruppierungen, einfach weil die Parteien zu wenig durchlässig sind.

Grüße,

Mathias