ich bin 29 Jahre alt. Nicht dick und nicht dünn (eher schlank) aber absolut unsportlich
Wenn ich nur 2 Stockwerke hochlaufe bin ich schon ausser Puste. Ein schneller Fußmarsch und mein Puls rast.
Nun würde ich gerne mal etwas für meine Gesundheit tun und dachte ans Jogging. Richtig gute Joggingschuhe hab ich auch schon gekauft, aber die stehen seit ca. 3 Monaten nur im Schrank.
Ich weiß einfach nicht wie ich anfangen soll.
Bei meinen letzten Sportversuchen im Fitnessstudio war mein Puls ruckzuck über 160 und ich denke, dass das wohl nicht soooo gesund ist, oder?
Aber wie trainiere ich ohne gleich einen Puls der jenseits von gut und böse zu haben? Bis zu welcher Grenze kann ich trainieren und wie lange kann ich den Puls hochpowern ohne Angst zu haben jeden Moment umzukippen oder mich total zu überanstrengen?
Sollte ich mich vorher vom Arzt durchchecken lassen? Belastungs-EKG oder so?
Freu mich über Eure Antworten.
EIn Check vom Arzt kann nicht schaden. Wenn du aber keine Vorerkrankungen ( Herz, Lunge… ) hast, dann ist es nicht unbedingt nötig.
Ich an deiner Stelle würde nicht gleich mit Joggen anfangen. Versuche doch erst mal zügig zu gehen. Muss ja nicht gleich Nordic Walking sein. Wichtig ist, dass du nur so viel machst, dass du dich nebenbei noch locker unterhalten kannst.
Was auch gut die Kondition steigert: Diverse Kurse in Sportvereinen oder Fitnesstudios wo zu Musik Kampf- und Tanzelemente verbunden werden ( heißt überall anders ). Vielleicht ist das ja auch etwas für dich, denn schließlich soll es ja auch spaß machen
Hi,
die bereits vorgeschlagenen Fitness- oder Aerobickurse wären natürlich auch ein Anfang, vor allem wenn du sehr unerfahren beim Joggen bist udn niemanden hast, mit dem zusammen du laufen gehen kannst. Zu zweit macht Sport aber meist eh mehr Spass! Vielleicht kannst du ja noch wen überzeugen
Schwimmen könnte ich dir noch empfehlen.
Und wenn du unbedingt mit Joggen anfangen willst, solltest du mal auf die Internetseite des Deutschen Sportbundes schauen, dort gibt es irgendwo einen Anfängerplan zum Thema Joggen. Im Prinzip ist er so aufgebaut, dass du zunächst nicht 10km am Stück läufst, sondern erstmal 3 Minuten läufst, dann 3 Minuten gehst usw. Das steigert sich dann mit der Zeit auf 5 Minuten laufen, 5 Minuten gehen. 5 Minuten laufen, 3 Minuten gehen etc. Bis du am Ende der Trainingseinheit eine halbe Stunde oder länger am Stück laufen kannst ohne das dein Puls zu hoch wird. Ich hab den Link leider nicht mehr, aber das findest du da sicherlich irgendwo!
Wunder darfst du natürlich keine erwarten, bis du eine anständige Kondition hast, dauert es schon eine Weile. Vor allem solltest du regelmäßig Sport treiben und nicht in einer Woche 5x Sport machen und dann wieder 2 Wochen garkeinen.
Gruß
Stanly
P.S. Vielleicht ist ja auch beim Unisport etwas geeignetes für dich dabei!
ich kann dir zu deinen gesundheitlichen Fragen nichts sagen, da haben andere mehr Ahnung. Aber ich habe einen Trainingsplan für Jogging-Anfänger gefunden, den find ich ganz gut: http://text.richtigfit.de/pages/de/magazin/fitnesspr…
unter dem Text kannst du den Plan als PDF runterladen.
Selbst als unsportlicher Mensch (zb ich) kann man die Einheiten bewältigen.
lg Zewa
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ein Belastungs-EKG oder einen Artzt-Check halte ich für sehr übertrieben, es sei denn es gibt einen dringenden Verdacht auf einen Herzfehler oder Probleme mit Deinen Gefäßen.
Ich würde Dir folgendes raten:
Fang langsam an! Egal, mit welchem Sport Du beginnst (Ausdauer- oder Kraftsport) - beginne langsam! Steige mit einer Intensität ein, die Dir den Sport noch als angenehm und nicht als Qual empfinden lässt. Auch wenn Dich beim Joggen anfangs die Oma am Krückstock überholt - falscher Ehrgeiz richtet mehr Schaden an, als er nützt.
Treibe Sport in einem sinnvollen Maß! Stundenlang die gleichen Übungen machen oder laufen bringt nichts. Erkundige Dich bei Fachleuten oder über Literatur, welches die effektive Belastungsdauer bei der jeweiligen Sportart ist (z.B. Joggen am Anfang: Mindestens 30 Minuten, höchstens 60 Minuten).
Steigere langsam! Erwarte keine Wunder! Vom Couch Potato zur Sportskanone ist es ein langer und steiniger Weg. Lass Dir Zeit, achte auf Regelmäßigkeit , steigere Dich kontinuierlich in kleinen Schritten. Es wird zwischendurch immer wieder Phasen geben, in denen Du auf der Stelle trittst und nicht steigern kannst. Hier musst Du eben geduldig bleiben.
Ausgewogenheit ist auch wichtig. Versteife Dich nicht auf eine einseitige Belastung (z.B. nur Fitness oder nur Joggen). Du solltest versuchen, Muskulatur aufzubauen und was für Deine Ausdauer und Koordination zu tun.
HI
also, für mich klingt das irgendwie bekannt. Unsportlich und darum auch eher uninteressiert an den anstrengenden Sachen, was zu Unsportlichkeit führt… so ist das bei Leuten, die im Sport keinen Selbstzweck sehen. Kann sein ich täusche mich, und du gehörst nicht dazu, aber irgendwie erinnert mich das an … äh, mich.
Ich bin ein bisschen sportlicher geworden, als es anfing, etwas mit mir zu tun zu haben: ich habe Wege mit dem Rad erledigt - das macht Sinn und fördert die Kondition. Leih dir den Hund einer Freundin - sie gießt dafür während deines Urlaubes die Blumen und du hast einen guten Grund für weite Spaziergänge. Verdien dir was als Babysitter von 6-Jährigen dazu, bringt Geld und hält dich echt auf Trab, nimm einen Ball mit. Na ja, dem sind jetzt fast keine Grenzen gesetzt und wenn du dann eine gewisse Sportlichkeit erreicht hast, macht es mit einem mal Spaß 5 Stockwerke die Treppe raufzujoggen und abends eine Runde um den Block zu laufen, auch wenn du dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst.
Und es ist ziemlich unkompliziert, man lernt ein paar Leute kennen und auch die Leistungssteigerung kommt wie von allein.
Viel Spaß
Susanne
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einige tips hast du ja schon… vom jogging halte ich ueberhaupt nichts, weil es die untrainierten gelenke ueberbeansprucht und immerhin ist der erfinder des joggens mit mitte 50 gestorben…
als idealen anfaengersport sehe ich FAHRRADFAHREN!! einfach ebenerdig losradeln und ecken der umgebung geniessen, in denen man sonst nicht hinkommt…
nach der ersten fahrt wirst du ueberall tierische schmerzen haben, aber das sind halt die muskeln, die sich dankbar melden, weil sie nie gebraucht wurden.
fahr am naechsten tag gleich wieder, geniess den schmerz - alles, was jetzt am hintern weh tut, ist dann in einigen tagen straff und hart!
beim radeln wird der gesamte koerper ausgewogen belastet. du kannst leicht steigern, in dem die touren laenger werden, oder du die ersten kleinen ansteigen mit einplanst.
fahrradfahrer sind gesellige menschen - wenn du mit einem anderen radler gleiche geschwindigkeit haeltst, kommt man automatisch ins gespraech.
und das schoenste am fahrrdadfahren: es macht hungrig + durstig! da kann man sich dann locker nen paar weizen nach der fetten haxe ohne schlechtes gewissen reinziehen, denn das kann man locker gleich wieder rausstrampeln.
gruss
khs
auch ich möchte Dir das Radfahren ans Herz legen. Dann wäre noch Schwimmen zu überlegen.
Kombinieren kannst Du es, wenn Du mit den Rad zur Schwimmhalle fährst
Im Ernst:
Beide Sportarten sind geeignet, untrainierten Menschen eine Basiskondition zu verschaffen.
Radfahren schont zudem die Umwelt, wenn die kürzeren Fahrten kein Auto mehr benötigen.
Vielen Dank an alle für die Tipps!!!
Hallo zusammen,
vielen herzlichen Dank für die tollen Antworten und zahlreichen Tipps. Fahrradfahren ist nicht soooo ganz mein Ding Aber die Idee mit dem Schwimmen find ich auch superklasse.
Auch der Link zum Trainingsplan ist spitze. Werde damit mal anfangen und zusätzlich noch ein wenig Schwimmtraining mit in den Plan aufnehmen. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht in ein paar Monaten voller Elan die Treppen hochlaufen kann ohne gleich außer Puste zu sein
wurde ja schon alles wesentliche gesagt, mir ist aber nochwas aufgefallen:
Bei meinen letzten Sportversuchen im Fitnessstudio war mein
Puls ruckzuck über 160 und ich denke, dass das wohl nicht
soooo gesund ist, oder?
warum misst du überhaupt deinen puls - das ist m.E. nur für
Leistungssportler so richtig sinnvoll, alle anderen machts konfus und nimmt den
spass an der sache.
belaste dich nur soweit, dass du noch einigermaßen sprechen kannst.
ungesund wird sich ein sporadischer 160er puls bei einem normalen menschen
selten auswirken. bist doch noch jung.
Ich hab nix gelesen von den Postings hier. Ich bin die Sportnull schlechthin gewesen und habe vor einem Jahr angefangen zu schwimmen. Ich schwimme jetzt mit Begeisterung mindestens jeden zweiten Tag 1,25 km. Ich wills nicht mehr missen und fühl mich sauwohl damit. Vielleicht ist das auch was für Dich ?
versuch doch auch mal das Eislaufen. Bewegung auf dem Eis passt doch genau in diese Jahreszeit, die Anstrengung lässt sich gut dosieren und oft trifft man auf der Eisbahn auch viele nette Leute.
Es muss dir Spaß machen!
Hallo Sandra!
Wichtig ist, dass du dir eine Ausdauersportart aussuchst, die du
a) gern machst
b) mindestens 2 – 3x die Woche ausüben kannst
c) das ganze Jahr über praktizieren kannst.
Es nutzt nämlich überhaupt nichts, wenn du eine Sportart wählst, die dir nicht liegt und keinen Spaß macht. Dann verlierst du sehr schnell die Lust am Training. Du hast die Auswahl zwischen vielen Sportarten z.B. Rad fahren, Schwimmen, Joggen, Walken, Nordic-Walken, Aerobic, Thai-Bo, Spinning, Rudern. Bist du mehr ein „Einzelkämpfer“ oder macht dir das Training in der Gruppe mehr Spaß?
Du kannst natürlich auch zwischen den einzelnen Sportarten variieren, zum Beispiel:
montags Schwimmen, mittwochs Aerobic und freitags Rad fahren.
Als Einsteiger solltest du alles erst einmal piano angehen lassen. Auf jeden Fall die ersten 10 Minuten locker aufwärmen, dann ca. 20 Minuten intensiveres Training und die letzten 5 Minuten wieder langsam ausklingen lassen. Zum Abschluss führst du noch ein statischen Dehnen der primär belasteten Muskeln durch.
Nach wenigen Wochen kannst du dann schon die Intensität steigern und/oder die Trainingszeit verlängern.
Bzgl. der Pulsfrequenz gilt für Einsteiger 180 minus Lebensalter als Richtwert, damit sie sich gerade am Anfang nicht überfordern. Bei dir wäre das demnach: 180 - 29 = 151.
Aber das ist lediglich eine Empfehlung, trainieren sollte jeder in dem Bereich, in dem er sich wohl fühlt.
Wie wär´s denn mit kombinieren?
Ich finde Ausdauertraining ziemlich langweilig. Deshalb habe ich ein Fitneßstudio gewählt, das viele Geräte zur Auswahl hat; Laufbänder (Gehen mit Steigung ist super, belastet die Gelenke weit weniger als joggen, wird aber je nach Steigung mind. so anstrengend), Cross- Trainer, Fahräder, Sitzfahräder, Stepper. So nach 20 bis 30 min., wenn´s mir zu langweilig wird, wechsle ich einfach zum nächsten Gerät. So kreige ich locker ein bis zwei Stunden Ausdauertraining hin, würde ich auf einem Gerät allein nie packen.
Die Kraftgeräte sind dann am nächsten Tag dran. Nicht nur das Herz, auch die Muckis müßen was zu tun haben…
Über den Puls mach Dir nicht allzu viel Gedanken (vorheriger Check beim Dok kann aber nicht schaden), wenn Du nicht mit hochroten Kopf prustend um Luft ringst, sondern sogar noch etwas reden kannst, ist alles im grünen Bereich.
Fabg bald an und hab´ Spaß dabei!
Barbara
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viele Tipps hast du schon bekommen. Noch welche: bewege dich im Alltag so oft wie möglich zu Fuß und möglichst zügig (das ist überhaupt nicht langweilig). Also keinen Aufzug, auf der Rolltreppe nicht stehen (bitte andere vorbeigehen zu dürfen), nutz die Wartezeit auf Bus oder Bahn und gehe zur nächsten Haltestelle, steig eine Haltestelle früher aus, fahr nicht mit dem Auto bis direkt vor den Laden, gehe regelmäßig stramm spazieren.
Wenn du gesund bist, bringt dich Puls 160 nicht um. Du bist höchstens ausgepowert, wenn du es lange genug machst. Ich, 63, kein Leistungssportler, kann mit 160 gut eine Stunde joggen, ohne dass ich übermüdet werde.
Gruß
Otto
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warum misst du überhaupt deinen puls - das ist m.E. nur für
Leistungssportler so richtig sinnvoll, alle anderen machts
konfus und nimmt den
spass an der sache.
Gerade für den Anfänger ist eine Pulsuhr sinnvoll, damit er sich am Anfang nicht übernimmt. Die erfahrenen Sportler können dir ad hoc und ganz ohne Uhr sagen, in welchem Pulsbereich sie sich gerade bewegen.
Gerade für den Anfänger ist eine Pulsuhr sinnvoll, damit er
sich am Anfang nicht übernimmt.
Da bin ich diametral anderer Meinung.
Pulsuhr bedeutet zunächstmal Investition, nerviges Band um die Brust, ständiges
schielen auf die Uhr. Dazu könnten Anfänger versucht sein, exakt den
„richtigen“ Puls zu halten, das ist mühsam und macht auch wenig Spass. Dazu
kommt dann die Frage, welcher Sportpuls Alter, Geschlecht, Kondition und
persönlichem Sportziel entspricht.
Mir ist das zu umständlich. Die alte Faustregel, nach der man beim Sport noch
einigermaßen mit dem Sportsfreund plaudern können sollte, ohne zu sehr nach
Luft zu schnappen, ist viel handlicher.
Grüße, Simon
(Im übrigen bin ich durchaus für technische Spielereien zu haben. Aber alles zu
seiner Zeit…)
Wenn überhaupt …
Wenn überhaupt ist eine Pulsfrequenzuhr für den Einsteiger sinnvoller, weil er noch kein Körpergefühl entwickelt hat. Die individuellen Daten (Geschlecht, Größe, Alter etc.) kann man in jede Discounter-Uhr problemlos eingeben.
Schau doch nur einmal, wie viele Nordic Walker quatschend, die Stöcke hinter sich herschleifend an dir vorbeischlurfen und felsenfest der Überzeugung sind, Ausdauersport zu betreiben.