Lieber Gandalf!
Wohl weniger weil die Polizei erhöhte Freude an sadistischen
Spielchen hat, sondern eher, weil einige Hohlköpfe und
Schwachmaten nichts besseres zu tun haben, als bei dieser
Gelegenheit Radale zu machen.
Gehts nicht noch eine Stufe undifferenzierter, oder befinden wir uns schon in der Tiefgarage?
Drei Auszüge aus drei aufeinander abgestimmten Links.
Damit will ich nicht die (in Fanforen ziemlich verbreitete) Umkehrthese aufstellen, dass die Polizei die eigentlichen Gewalttäter wären, aber sie sind definitiv ein Teil der Gewalt.
So aber blieben die Fans im Block stehen. Und langsam kam Unruhe auf. „Keine polizeifreundlichen Gesänge“, erzählt Günter Krause. „Es flogen auch Bierbecher“, sagt Alexander Mutschler. Die Stimmung heizte sich langsam auf, die Leute begannen nach unten, gegen die Polizeibeamten zu drängeln. Und dann ließ der Einsatzleiter die Sperre öffnen. „Explosionsartig, durch den Druck von hinten“, berichtet Krause, seien die Fans die Treppe hinab gelaufen. Was dann geschah, so berichten Schönberger, Mutschler und Krause einhellig, sei völlig unverständlich und alles andere als deeskalierend gewesen: Laut schreiend seien schwarzgekleidete USK-Beamte auf die Fans zugestürmt, einige mit erhobenen Schlagstöcken, und hätten wahllos auf die Leute eingeprügelt. „Ich hab nur noch geschaut, dass ich wegkomme“, erzählt Martin Schönberger. Sein Freund sei mit den Händen über dem Kopf am Zaun gekauert vor Angst. „Die haben richtig zugeschlagen, wahllos, keine Ahnung, warum“, sagt auch Günter Krause vom städtischen Fanprojekt.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/143/314044/text/9/
Man verdeutliche sich die Eskalationsspirale:
die ganzen Vorgeschichten aus all den früheren Spielen und Erfahrungen mit der Polizei … Vorfälle vor dem Spiel … ungerechtfertigte Festnahmen und Platzverweise vor dem Stadion durch die Polizei (ca. 80 Fans davon betroffen) … aufgeheizte Stimmung im Block deshalb … (jetzt beginnt erst der Artikel) lange Blocksperre nach dem Spiel … Schmähgesänge und Bierduschen für die Polizei … Blockspere hält an, viele wollen endlich und müssen dringend pissen, Kinder quengeln, anderen wird vom Pfefferspray schlecht … der „Block“ drängt nach unten Richtung Ausgang … die Polizisten prügeln wahhlos auf diejenigen ein, die das Pech hatten, von hinten auf die Polizisten gedrängt zu werden … Panik … statt dass die Polizisten einfach das Feld räumen, knüppeln sie auf die in Panik davonlaufenden noch wahllos ein … die Flüchtenden stürzen sich eine Böschung hinunter, wo sich dann eine dreispurige Straße befindet … Anzeigen gegen und tiefer Hass auf „die Bullen“ … nächste Woche nächstes Spiel …
Die Staatsanwaltschaft selbst war in der Einstellungsverfügung zu dem Schluss gekommen, dass es aufgrund der Zeugenaussagen und der Verletzungen der Fans „zu Tätlichkeiten seitens der eingesetzten Polizeibeamten“ gekommen sein muss, sah aber keine Möglichkeit, die mutmaßlichen Täter zu identifizieren […] „Das ist ein Skandal“, wettert Siegfried Benker von den Grünen. Durch das Verhalten von Polizei und Staatsanwaltschaft werde das USK behandelt „wie eine paramilitärische Einheit“. Als Anmelder für Demonstrationen wisse er, dass „USK-Einheiten von der Einsatzleitung der Polizei nicht kontrolliert werden können oder sollen“
Leserkommentar zu diesem Artikel [und ich habe so ähnliche Dinge auch selbst schon als Augenzeuge erlebt, besonders, wie sie dir ihre Überwachsungskameras völlig grundlos direkt vor Gesicht halten, was natürlich überhaupt keine Provokation ist, nein, da ist der dumme Fußballfan schon selbst verantwortlich dafür, was muss er auch ein Fußballspiel im Stehplatzbereich anschauen.]:
Das USK provoziert die Einschreitgründe oftmals selbst. Beliebt: Tritte gegen das Schienbein mitten in potentiellen Störergruppen. Die Reaktion des angekickten wird dann als Angriff gewertet und somit die Einschreitschwelle mühelos überwunden und dies kann auch dann natürlich nur seltenst dokumentiert werden.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/291/314191/text/
Die bösen Späße einer Sondereinheit [USK). Sie sprühen sich Pfefferspray ins Gesicht, binden einander nackt ans Treppengeländer und schikanieren sich im Einsatzbus: Im Unterstützungskommando werden nicht-konforme Kollegen gezielt gedemütigt. Gehen müssen die Opfer, nicht die Täter.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/306/93213/
Soviel zur angeblich fehlenden „Freude an sadistischen Spielchen“ …
Das sind keine Einzelfälle (geh mal in die einschlägigen Fanforen und du wirst mit ähnlichen Links nur so überschüttet werden), und sie sind auch nicht auf den „Frei statt Bayern“ (Plakat der Aue-Fans letztes Jahr beim Gastspiel in München) beschränkt, auch wenn die USK dort besonders wütet.
Daß dann auch mal Spähne fallen läßt sich wohl nicht
verhindern.
Richtig, genau so denken vermutlich die oben genannten USKler auch: einfach in die Menge knüppeln, Fußballfans sind doch lauter „Hohlköpfe und Schwachmaten“, die Spähne ohne ‚h‘ schreiben, deshalb kann es auch keinen Falschen treffen.
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