Stadioverbote/geisterspiele

Hi

ich hab eine frage an alle
ich bin fan des FC Carl Zeiss Jena
und es gab ja letztens ein „Halbes“
Geisterspiel gegen Paderborn und nun meine
Frage wer ist schonmal Opfer von Stadionverboten
oder Geisterspiele oder generell von Polizeiwillkür gerworden?

Hi!

und nun meine
Frage wer ist schonmal Opfer von Stadionverboten
oder Geisterspiele oder generell von Polizeiwillkür gerworden?

Generell oder persönlich?

Persönlich:

  1. Nein
  2. Nein
  3. Ja

Generell:

  1. Derer gibt es tausende (weltweit, vor allem aber halt Europa und Südamerika, wobei die in Südamerika mehr Alibi-mäßig sind, da Du dort sowieso in jedes Stadion reinkommst)
  2. Wie 1)
  3. Ich tippe, in jeder Runde in jedem Stadion gibt es mindestens eine Situation, in der die Polizei ihre „Macht“ ausspielt …

Grüße,
Tomh

du bist schon opfer bvon polizeiwillkür geworden

Grüße

Niko

Hi!

Ich bin über Jahre hinweg laufend das Opfer von Polizeiwillkür geworden.

Zu dieser Zeit wohnte ich noch neben dem alten Grazer Fussballstadion, der „Gruabn“. Leider auch noch beim Eingang des Auswärtssektors.

Das hatte zur Folge, dass es regelmässig Randale gab. Die Fahrzeuge musste man sowieso irgendwoandershin parken, sonst waren Antennen abgerissen und Lackschäden an der Tagesordnung.

Und die Polizei hat nicht viel unternommen. Sachbeschädiger wurden nicht festgenommen, man hat nur geschaut, dass diese so schnell wie möglich in die "Fan"busse verfrachtet wurden.

Grüße
Dusan

Hi!

du bist schon opfer bvon polizeiwillkür geworden

Als Auswärtsfan bist Du meist Opfer der Polizeiwillkür - da bist Du als Unbeteiligter ziemlich schnell drinnen.

Ein schönes Beispiel gab es für mich und einige Freunde (insgesamt waren wir zu sechst oder so, also eine ziemlich „gefährliche“ Horde) im Horrstadion (in Wien) vor einigen Jahren, als uns verboten wurde, zur Straßenbahn zu gehen; wir waren „Auswärtsfans“ und sollten gefälligst in einen Bus einsteigen, der nach Linz zurückfuhr. Das Problem: Wir wohnten aber in Wien wollten nur nach Hause. Als wir vorschlugen, „hinten runter zur Quellenstraße“ zu gehen und uns bereits auf den Weg machten, gab’s die ersten Prügel der Grüngewandeten gegen uns und drängten uns mit Gewalt wieder zu den Bussen hin. Glücklicherweise nahm uns ein Bus mit und setzte uns gleich wieder am Verteilerkreis bei der Favoritenstraße ab.

Anderes Beispiel Graz (wie Dusan schon schrieb): Ähnliche Situation, nur wollten wir - wieder einmal - nicht in den Bus, sondern zu unserem Auto … das andere Mal war, als wir gleich nach dem Grazer Derby dort spielten und die Polizei gleich mal profilaktisch Schläge austeilte (das eine Fanfreundschaft zwischen zweier Sturm- und LASK-Fangruppen bestand und diese sich unterhalten wollten, war für die Exekutive nicht vorstellbar)

Grüße,
Tomh

PS: Diese Polizeiwillkür ist u.a. einer der Hauptgründe, warum ich mir keine Auswärtsfahrten mehr antue …

Auswärtsfahrer habens heutzutage echt nicht leicht…vor allem unterhalb der Bundesliga.
Wobei ich natürlich sagen muss, dass der Ruf der Fans aus Erfurt, Jena und Dresden auch nicht ganz zu Unrecht schlecht ist.

Hi!

Als Auswärtsfan bist Du meist Opfer der Polizeiwillkür - da
bist Du als Unbeteiligter ziemlich schnell drinnen.

Ich lebe seit Jahren in Graz und bin als gebürtiger Kärnter ein VSV-Anhänger! Eishockey und nicht Fussball.

Ebensolange wie ich in Graz wohne gehe ich in die Grazer Eishalle und feuere die Villacher an, hab meinen blau-weissen Schal um und VSV-Kapperl auf.

Noch nie gab es Probleme mit der Polizei, noch nie gab es Probleme mit den Grazer Fans. 93 oder 94 wurden wir mal unter Hohngesängen von ca. 200 Grazern zur Bim eskortiert, Übergriffe gabs aber auch da keine, obwohl Villach gewonnen hat.

Wieso also beim Eishockey nicht und beim Fussball sehr wohl? Vielleicht weil beim Fussball die „Fans“ gewaltbereiter sind, der Anteil der Chaoten viel größer? Verabredete Schlachten, wie z.B. zwischen GAK und Salzburg-Chaoten, was hat das noch mit Sport zu tun?

das andere Mal war, als wir gleich
nach dem Grazer Derby dort spielten und die Polizei gleich mal
profilaktisch Schläge austeilte

Eine Beobachtung die ich nicht wirklich teile. Mir persönlich sind die Polizisten zu unaktiv im Kampf gegen die Chaoten. Besonders bei den Wiener und Salzburger „Fans“ hats immer wieder Ausschreitungen gegeben und die Herren Polizisten haben sich mehr oder weniger hinter ihren Schilden versteckt.

Nein, hier wird viel zu wenig hart durchgegriffen.

Grüße
Dusan

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Hi

ich hab eine frage an alle
ich bin fan des FC Carl Zeiss Jena

Ich habe viele Spiele im Ernst Abbe gesehen.
Auch woanders. Dynamo Dresden, BFC Dymano, Karl-Marx-Stadt und Wismut Aue erlebt. Auch Chemie und Lok Leipzig und auch Union Berlin zu unterschiedlichen Zeiten.Ich war mit meiner Chelsea Kappe beim letzen CL Spiel im Olympiastadion in München. Ich wurde nie Opfer von Polizeigewalt wie es auch die öserreichischen Poster unter mir beschrieben.
Weder in Deutschland noch in Italien oder England.

Vielleicht liegt es ja daran, dass in einem Stadion verschiedene Interessengruppen auftreten.

  1. Die Zuschauer. Meist in der Überzahl und friedlich.
  2. Die Fans oder Supporter. Vielstimmig und Laut.
  3. Die Idioten oder der internationale Ausdruck Hooligans.
    Die wollen doch die Auseinandersetzung mit der Polizei und anderen Idioten des Gegners. Also immer feste drauf, lieber eins mehr als eins zu wenig.

Rumburak.

Hi Bierbichler

Wobei ich natürlich sagen muss, dass der Ruf der Fans aus
Erfurt, Jena und Dresden auch nicht ganz zu Unrecht schlecht
ist.

man kann das nicht so einfach sagen da der großteil der fans
ja „in ordung“ ist und nicht chaoten die den ruf der fans immer
weiter nach unten bringen.

Ich habe viele Spiele im Ernst Abbe gesehen.
Auch woanders. Dynamo Dresden, BFC Dymano, Karl-Marx-Stadt und
Wismut Aue erlebt. Auch Chemie und Lok Leipzig und auch Union
Berlin zu unterschiedlichen Zeiten.Ich war mit meiner Chelsea
Kappe beim letzen CL Spiel im Olympiastadion in München

kannst du dich nicht entscheiden oder reist du viel?
Naja ist ja auch egal,wenn ihr mal ein paar berichte lesen wollt

http://fansmedia.org/

grüße
niko

Hi Niko

kannst du dich nicht entscheiden oder reist du viel?

Neee hab mich entschieden.

FC Bayern München.
Das Leben ist zu kurz um sich mit erfolglosen Vereinen zu befassen.

Ja. ich war und bin sehr viel auf Reisen.
Hab in Jena gelernt, in Leipzig studiert,in Dresden und Berlin gearbeitet.
In London gelebt.
Wenn es sich ergab und heute noch ergibt guck(t)e ich in den Stadien vorbei.
Gruß Rumburak

Hi rumburak

FC Bayern München.
Das Leben ist zu kurz um sich mit erfolglosen Vereinen zu
befassen.

Warum dann bayern xD

grüße

niko

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Hi Dusan!

Vielleicht weil beim Fussball die „Fans“ gewaltbereiter sind,
der Anteil der Chaoten viel größer? Verabredete Schlachten,
wie z.B. zwischen GAK und Salzburg-Chaoten, was hat das noch
mit Sport zu tun?

Da muß ich Dir jedoch zustimmen: Wiener, Salzburger und die „roten“ Grazer, da gibt’s meistens Stunk …

Besonders bei den Wiener und Salzburger „Fans“ hats immer
wieder Ausschreitungen gegeben und die Herren Polizisten haben
sich mehr oder weniger hinter ihren Schilden versteckt.

Nein, hier wird viel zu wenig hart durchgegriffen.

Genau das ist es: Bei den Wienern und Salzburgern gibt und gab es immer „diverse“ Gruppierungen, vor der sich sogar die Polizei „in Acht“ nahm - wir waren ein Grüppchen von insgesamt ca. 50 LASK-Fans (für unsere deutschen Freunde, denen das doch arg wenig vorkommt: Es war ein Mittwoch-Abend-Spiel in der höchsten österreichischen Liga) - so ziemlich das Langweiligste, was es gibt :wink: (sogar durch Hütteldorf konnten wir unbehelligt, lediglich ausgelacht, zum Stadion gehen).

Man sucht sich ganz einfach die Einfachsten raus - oder hast Du jemals von randalierenden LASK-Horden gehört??

Die Polizei scheint nach dem Motto „Je weniger, umso mehr Prügel“ vorzugehen.

Grüße,
Tomh

hi

hat eigentlich jemand eine ahnung wie weit polizisten gehen dürfen?

Grüße

niko

Hi Niko,

Gegenfrage:

Warum müssen Polizeibeamte teilweise aus großer Entfernung zu Fußballspielen herangezogen werden?
Wohl weniger weil die Polizei erhöhte Freude an sadistischen Spielchen hat, sondern eher, weil einige Hohlköpfe und Schwachmaten nichts besseres zu tun haben, als bei dieser Gelegenheit Radale zu machen.
Daß dann auch mal Spähne fallen läßt sich wohl nicht verhindern.

Frag mal einen Poliziebeamten wie gerne er in Kälte und Regen (alternativ brühtender Hitze), am Wochenende, fern der Familie, mit der er gerne was unternommen hätte, solche Schwachköpfe beaufsichtigt.

Gandalf

Hi Gandalf

du hast schon recht was die polizisten angeht aber man muss ja nicht gleich mit so einer härte durchgreifen wie es polizisten oft machen.

Grüße

Niko

Tach Niko,

aber man muss ja
nicht gleich mit so einer härte durchgreifen wie es polizisten
oft machen.

nun ja, wie man in den Wald ruf, so schallt es heraus.
Ich habe während meiner Zeit im Rettungsdienst zweidrei mal bei einem Bundesligaspiel Sanitätsdienst gehabt und jedes mal mindestens einen Kollegen der grünweissen Fraktion verarzten dürfen und einmal mußte einer sogar ins Krankenhaus.

Die Sympathien für die Fans steigert so was nicht unbedingt - oder?!

Zudem wurden nicht nur ein mal Unbeteiligte von den Fans attakiert, was auch nicht zur Deeskalation beitrug.
Und wenn gegnerische Fans zusammentrafen, gabs richtig Stress.

Dann mag man sich noch die Presse des nächsten Tages vor Augen halten, wenn nicht streng genug durchgegriffen wurde und jemand zu Schaden kam und schon ist das Verhalten erklärlich, wenn auch nicht akzeptabel, soweit gebe ich Dir natürlich recht.

Gandalf

Hi Gandalf

Die Sympathien für die Fans steigert so was nicht unbedingt -
oder?!

nicht umbedingt aber du musst es mal so sehen
http://www.rhein-main.net/sixcms/detail.php/rmn01.c…

vielleicht hatten die fans von eintracht was vor (10:00 Uhr) aber nicht mit so einer härte bzw. unkoordination gegenüber auch gröstenteils den fans die nichts machen wollten.

Niko

Lieber Gandalf!

Wohl weniger weil die Polizei erhöhte Freude an sadistischen
Spielchen hat, sondern eher, weil einige Hohlköpfe und
Schwachmaten nichts besseres zu tun haben, als bei dieser
Gelegenheit Radale zu machen.

Gehts nicht noch eine Stufe undifferenzierter, oder befinden wir uns schon in der Tiefgarage?

Drei Auszüge aus drei aufeinander abgestimmten Links.
Damit will ich nicht die (in Fanforen ziemlich verbreitete) Umkehrthese aufstellen, dass die Polizei die eigentlichen Gewalttäter wären, aber sie sind definitiv ein Teil der Gewalt.

So aber blieben die Fans im Block stehen. Und langsam kam Unruhe auf. „Keine polizeifreundlichen Gesänge“, erzählt Günter Krause. „Es flogen auch Bierbecher“, sagt Alexander Mutschler. Die Stimmung heizte sich langsam auf, die Leute begannen nach unten, gegen die Polizeibeamten zu drängeln. Und dann ließ der Einsatzleiter die Sperre öffnen. „Explosionsartig, durch den Druck von hinten“, berichtet Krause, seien die Fans die Treppe hinab gelaufen. Was dann geschah, so berichten Schönberger, Mutschler und Krause einhellig, sei völlig unverständlich und alles andere als deeskalierend gewesen: Laut schreiend seien schwarzgekleidete USK-Beamte auf die Fans zugestürmt, einige mit erhobenen Schlagstöcken, und hätten wahllos auf die Leute eingeprügelt. „Ich hab nur noch geschaut, dass ich wegkomme“, erzählt Martin Schönberger. Sein Freund sei mit den Händen über dem Kopf am Zaun gekauert vor Angst. „Die haben richtig zugeschlagen, wahllos, keine Ahnung, warum“, sagt auch Günter Krause vom städtischen Fanprojekt.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/143/314044/text/9/

Man verdeutliche sich die Eskalationsspirale:
die ganzen Vorgeschichten aus all den früheren Spielen und Erfahrungen mit der Polizei … Vorfälle vor dem Spiel … ungerechtfertigte Festnahmen und Platzverweise vor dem Stadion durch die Polizei (ca. 80 Fans davon betroffen) … aufgeheizte Stimmung im Block deshalb … (jetzt beginnt erst der Artikel) lange Blocksperre nach dem Spiel … Schmähgesänge und Bierduschen für die Polizei … Blockspere hält an, viele wollen endlich und müssen dringend pissen, Kinder quengeln, anderen wird vom Pfefferspray schlecht … der „Block“ drängt nach unten Richtung Ausgang … die Polizisten prügeln wahhlos auf diejenigen ein, die das Pech hatten, von hinten auf die Polizisten gedrängt zu werden … Panik … statt dass die Polizisten einfach das Feld räumen, knüppeln sie auf die in Panik davonlaufenden noch wahllos ein … die Flüchtenden stürzen sich eine Böschung hinunter, wo sich dann eine dreispurige Straße befindet … Anzeigen gegen und tiefer Hass auf „die Bullen“ … nächste Woche nächstes Spiel …

Die Staatsanwaltschaft selbst war in der Einstellungsverfügung zu dem Schluss gekommen, dass es aufgrund der Zeugenaussagen und der Verletzungen der Fans „zu Tätlichkeiten seitens der eingesetzten Polizeibeamten“ gekommen sein muss, sah aber keine Möglichkeit, die mutmaßlichen Täter zu identifizieren […] „Das ist ein Skandal“, wettert Siegfried Benker von den Grünen. Durch das Verhalten von Polizei und Staatsanwaltschaft werde das USK behandelt „wie eine paramilitärische Einheit“. Als Anmelder für Demonstrationen wisse er, dass „USK-Einheiten von der Einsatzleitung der Polizei nicht kontrolliert werden können oder sollen“

Leserkommentar zu diesem Artikel [und ich habe so ähnliche Dinge auch selbst schon als Augenzeuge erlebt, besonders, wie sie dir ihre Überwachsungskameras völlig grundlos direkt vor Gesicht halten, was natürlich überhaupt keine Provokation ist, nein, da ist der dumme Fußballfan schon selbst verantwortlich dafür, was muss er auch ein Fußballspiel im Stehplatzbereich anschauen.]:
Das USK provoziert die Einschreitgründe oftmals selbst. Beliebt: Tritte gegen das Schienbein mitten in potentiellen Störergruppen. Die Reaktion des angekickten wird dann als Angriff gewertet und somit die Einschreitschwelle mühelos überwunden und dies kann auch dann natürlich nur seltenst dokumentiert werden.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/291/314191/text/

Die bösen Späße einer Sondereinheit [USK). Sie sprühen sich Pfefferspray ins Gesicht, binden einander nackt ans Treppengeländer und schikanieren sich im Einsatzbus: Im Unterstützungskommando werden nicht-konforme Kollegen gezielt gedemütigt. Gehen müssen die Opfer, nicht die Täter.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/306/93213/

Soviel zur angeblich fehlenden „Freude an sadistischen Spielchen“ …

Das sind keine Einzelfälle (geh mal in die einschlägigen Fanforen und du wirst mit ähnlichen Links nur so überschüttet werden), und sie sind auch nicht auf den „Frei statt Bayern“ (Plakat der Aue-Fans letztes Jahr beim Gastspiel in München) beschränkt, auch wenn die USK dort besonders wütet.

Daß dann auch mal Spähne fallen läßt sich wohl nicht
verhindern.

Richtig, genau so denken vermutlich die oben genannten USKler auch: einfach in die Menge knüppeln, Fußballfans sind doch lauter „Hohlköpfe und Schwachmaten“, die Spähne ohne ‚h‘ schreiben, deshalb kann es auch keinen Falschen treffen.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

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Hi Candide

wie bist du auf die artikel gestoßen ?

grüße

niko