Steine gegen Essener Synagoge

Deutschfeindlich?

Hallo Beobachterin,

sehr bezeichnend ist Dein Satz, dass es die falschen Täter
waren. Letzte Woche gab es in PANORAMA einen Beitrag (s.
http://www.ndrtv.de/panorama/sendung/deutscherherbst…), in
dem dieses Verhalten ebenfalls kritisiert wurde. Schröder und
Fischer nahmen nach einem Anschlag auf eine Synagoge die Woche
darauf an einem jüdischen Gottesdienst teil, während man sich
zwei Monate Zeit liess, um am Dessauer Tatort des Mordes an
einem Afrikaner einen Kranz niederzulegen.

und hier ist überhaupt noch nie ein Kranz von Politikern niedergelegt worden:

http://www.Reyl.de/Timo

wer jetzt Zeit und Lust zum Lesen hat:

**Rassismus auch gegen Deutsche?

Offenbach - „Es gibt keine Hinweise auf ein deutschfeindliches Motiv!" Wenn zwei Ausländer einen Deutschen in der S-Bahn überfallen haben und Journalisten nach den Hintergründen fragen, kann es vorkommen, dass Polizeisprecher ironisch antworten. Schließlich wäre die Frage nach einem fremdenfeindlichen Motiv unvermeidlich gewesen, wenn zwei Deutsche einen Ausländer überfallen hätten. Doch gibt es auch den umgekehrten Fall, dass Deutsche gerade wegen ihrer Herkunft zu Opfern werden ? In den Statistiken von Polizei und Justiz finden sich darauf keine Hinweise.
„Ausländer sind keine Unschuldsengel“, weiß Sozialdezernentin Ingrid Borretty (Grüne), der das friedliche Zusammenleben der Nationen auch von Amts wegen am Herzen liegt. Trotz unbestrittener Verbrechen, die Ausländer an Deutschen begehen, erkennt sie einen grundsätzlichen Unterschied zu rassistisch motivierten Gewalttaten: „Es gibt keine organisierte Ideologie, die gegen Deutsche gerichtet wäre. Niemand wird verfolgt, weil er weiße Hautfarbe und deutschen Pass hat.“

Oberstaatsanwalt Alexander Stahlecker sieht das ähnlich. Dass Juden eine Kirche anzünden, sei ihm ebensowenig untergekommen wie türkische Anschläge auf deutsche Rathäuser. Politisch motivierte Gewalttaten gegen Ausländer lassen sich seiner Ansicht nach nicht mit Verbrechen vergleichen, die Ausländer zum Schaden Deutscher begehen.

„Ein Ausländer, der einen Deutschen beraubt, ist nicht deutschfeindlich. Wenn ihm ein anderer Ausländer über den Weg gelaufen wäre, hätte er eben dem das Geld abgenommen.“ Auch umgekehrt plädiert Stahlecker dafür, mit Einsortierungen vorsichtig zu sein: Längst nicht jeder Raub oder jede Körperverletzung mit einem Deutschen als Täter und einem Ausländer als Opfer habe einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

Wie Stahlecker bewertet auch Amtsgerichtspräsident Wilhelm Uhl die Straftaten gegen Deutsche: Hinter ihnen stecke keine Gesinnung. Er verweist darauf, dass Gewaltstraftaten von Ausländern sich oftmals gegen andere Ausländer richteten. Dahinter steckten vielfach „die Probleme junger Leute in der Diaspora, die ihren Stellenwert aufwerten wollen.“ Einen politischen Hintergrund sieht Uhl jedenfalls nicht.

Die Wahrnehmung der Opfer allerdings scheint gelegentlich eine andere zu sein. Familie Hinrichs aus Rödermark hat am 1. Mai 1999 ihren Sohn Timo verloren - ein Kosovo-Albaner hatte ihn erstochen. Die Mutter des Ermordeten klagte dieser Tage in einem Leserbrief, von politischer Seite habe es keine Reaktion gegeben: „weder Lichterkette, Kranz noch Beileidskarte. Deshalb wundert mich nicht, dass zur Zeit ein paar frustrierte junge Leute in Deutschland manchmal ausrasten.“ Monika Hinrichs beklagt das ihrer Ansicht nach einseitige Engagement gegen rechte Gewalt. Ebenso ernst müssten die Opfer von Ausländerkriminalität genommen werden.

Die Argumentation macht deutlich, dass die Wahrnehmung der Betroffenen sich durchaus von jener der Politiker und Juristen unterscheidet. „Man muss auch sehen, wie Straftaten beim Opfer ankommen“, zeigt Polizeisprecher Georg Grebner Verständnis. Die Frage, ob es so etwas wie deutschfeindliche Delikte gibt, vermag er nicht zu beantworten. Jedenfalls gebe es Opfer, die diesen Eindruck haben. „Und den Tätern kann ich nicht unter die Schädeldecke schauen.“

Auch auf einer Ebene, die von Raub und Totschlag weit entfernt ist, gibt es Anzeichen die auf so etwas wie einen deutschenfeindlichen Rassismus hindeuten. So kann es einem in Offenbach durchaus passieren, als „Nazisau“ beschimpft zu werden, weil man einem Ausländer den Parkplatz vor der Nase weggeschnappt hat.

Polizisten sehen sich häufig derartiger Beschimpfungen ausgesetzt, berichtet Grebner. „Nazisau“ wird in der Kriminalstatistik als Beleidigung und nicht etwa als Rassismus eingestuft. Eine vergleichbare Entgleisung, die sich gegen Juden richtet, würde als politische Straftat bewertet und vom Staatsschutzkommissariat verfolgt. Richter Uhl hält die unterschiedliche juristische Würdigung für gerechtfertigt.

Ein als „blöder Schwarzer“ Beschimpfter sei dadurch in seiner Würde getroffen. Ein als „Nazi“ Titulierter könne dagegen mit den Schultern zucken - sofern es nicht zutreffe. Entschieden zur Wehr setzen müsse man sich aber, wenn Polizisten als Vertreter des Staates derart beschimpft würden. Das dürfe nicht geduldet werden.

Als Opfer einer deutschenfeindlichen Haltung fühlen sich vielfach Jugendliche. Dezernentin Borretty sieht die Schuld für solche Konflikte gleichmäßig verteilt. Provokation und Aggression gingen von Ausländern wie von Deutschen aus. Alarmierend wirkt der - unbewiesene - Vorwurf einer Mutter: Ausländische Jugendgruppen verlangten im Lutherpark von deutschen Kindern, „die nicht dazugehören“, Geld für die Benutzung der Spielgeräte.

Offenbach-Post vom 14.10.2000**

Gute Sache
Abgesehen davon, dass ich es persönlich nicht gerade gut finde, ständig irgendwelche Presseartikel zur Argumentation heranzuziehen, diesmal danke ich Dir für Deine versuchte Aufklärungsarbeit.

In diesem Sinne

CIAo

Hallo,

kleine Zusatzinfo:

laut der von dir angegebenen Internet-Seite wurde der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt…(gegen das Vorurteil, dass Ausländer zu milde bestraft werden)

Salzmann

Hallo,

kleine Zusatzinfo:

laut der von dir angegebenen Internet-Seite wurde der Täter zu
lebenslanger Haft verurteilt…(gegen das Vorurteil, dass
Ausländer zu milde bestraft werden)

Das ist auch gut so. Nur liest man dies immer nur kleingedruckt. Es besteht halt kein Interesse, darüber gross zu berichten, nur wird hierdurch dafür gesorgt, dass viele Menschen von Ungleichbehandlung durch Justiz, Medien und Öffentlichkeit reden (obwohl dem offensichtlich ja nicht so ist).

Wenn dies geändert würde, dann würden Disskussionen über Subjektivität der Berichterstattung und der Justiz endlich mal aufhören.

CIAo

Das ist ja auch gut so, daß der Täter zunächst mal zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Aber Lichterketten für das Opfer hats nicht gegeben, und ein Mahnmal auch nicht.
Im folgenden Beispiel ist der Täter aber die ersten beiden Male nicht hart bestraft worden … und ehrlich gesagt: Habt Ihr überhaupt über diesen Fall in der Zeitung gelesen? Da muß man schon viel herumkramen, eh man solche Meldungen findet … aber wenn einem Ausländer durch einen Deutschen etwas geschieht, da stolpern wir förmlich drüber!

Man beachte im folgenden Text auch die Formulierung: Er hat den Bettnachbarn nicht erstochen, sondern so schwer mit Messerstichen verletzt, daß er starb!

**Neue Westfälische Zeitung vom 27.9.2000:

Krankenhaus-Täter stand zweimal vor Gericht
Verfahren wurden eingestellt

Bad Oeynhausen. Der 28-jährige Veton R., der nach seinen Angriffen mit einem Messer auf den ein Jahr jüngeren Bettnachbarn Hasan A. als Krankenhaus-Täter für öffentliches Aufsehen sorgte, war vorher schon zweimal aufgefallen. Die
Gerichtsverfahren gegen ihn wurden eingestellt.
Das teilte am Dienstag der Sprecher der Kreispolizeibehörde mit. 1994 stand der aus Albanien stammende Veton R. wegen Nötigung, Sachbeschädigung und Körperverletzung an seiner damaligen deutschen Freundin aus Löhne vor dem Richter. Das Verfahren wurde ebenso eingestellt wie eine im letzten Jahr gegen Veton R. eröffnete gerichtliche Verhandlung. Dabei war dem 28-Jährigen vorgeworfen worden, einen Löhner Arbeitskollegen körperlich verletzt zu haben.
Am letzten Donnerstag verletzte Veton R. seinen Bettnachbarn Hasan A. mit sieben Messerstichen so schwer, dass der kurz darauf starb. Veton R. war gegenüber der Staatsanwaltschaft geständig.**

Ich könnte noch mehr Beispiele bringen, aber hab noch ein bißchen was anderes zu tun …

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Wieso nicht? Ich könnte es auch mit eigenen Worten schildern - der Tatbestand wäre der selbe.

Außerdem bringe ich gerne Belege für meine Behauptungen. Von Nachplappern, Weitertransportieren von Vorurteilen, Weitergabe von Gerüchten oder verfälschten Aussagen halte ich recht wenig und warte gerne mit Fakten auf. Ich gucke halt gerne genau hin … :smile:

Grüßchen von der Beobachterin

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Hallo,

natürlich sollte eine faire Berichterstattung stattfinden.
Allerdings finde ich es nicht falsch, wenn deutsche Medien die Taten deutscher Krimineller und Neonazi-Idioten stärker betonen.
Schließlich sollte man sich ja verstärkt an die eigene Nase fassen, bevor man auf andere zeigt. Das ist m.E. eine moralische Grundregel, die man schon als Kind gelernt hat.

Salzmann

Merkwürdige Einstellung
Merkwürdige Einstellung.
Schließlich sind wir ja in Deutschland, und die Deutschen sollten hier Hausrecht haben.
Läßt Du einen jeden unbesehen in Dein Haus rein? Kriminelle Deutsche müssen wir ja leider hierbehalten, wo sollen sie denn hin. Aber kriminelle Ausländer sollen raus.

Es ist noch viel schlimmer:
„Statt einen Straftäter abzuschieben, müssen wir ihn in Deutschland auf freien Fuß setzen“ - das hat Staatssekretär Werner Lichtenberg vom Niedersächsischen Innenministerium gesagt (nachzulesen in FOCUS 41/2000)

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Hallo,

Merkwürdige Einstellung.
Schließlich sind wir ja in Deutschland, und die Deutschen
sollten hier Hausrecht haben.

Das Gastrecht ist wohl in allen Kulturen heilig. Das Hausrecht ist meiner Meinung nach moralisch gesehen nachgelagert als (notwendiger) Selbstschutz.
Das Verletzen des Gastrechts sollte für den verantwortlichen „Hausherrn“ ein gravierenderes Vorkommnis sein, als die Wahrnehmung seines Hausrechts.

Läßt Du einen jeden unbesehen in Dein Haus rein? Kriminelle
Deutsche müssen wir ja leider hierbehalten, wo sollen sie denn
hin. Aber kriminelle Ausländer sollen raus.

Das sollte man m.E. vorsichtig angehen. Natürlich hat jeder den Reflex: Person X wurde zu uns gelassen, benimmt sich unverschämt (oder gar kriminell) - also raus mit ihm.
Aber: Wie sieht es mit Asylanten aus, denen in Ihrer Heimat eine Behandlung droht, die wir in Deutschland als inhuman ansehen? Bestrafen wir ihn dann mit einer Ausweisung, stellen wir uns auf die selbe inhumane Stufe wie die Verbrecher in dem betreffenden Heimatland.
Oder: Person X, ein Verbrecher vielleicht, soll abgeschoben werden, hat aber Frau (oder Mann) und Kinder hier. Was dann? Alle raus? Familie teilen?

Einfache Antworten sprechen oft für einfach gestrickte Überlegungen…

Es ist noch viel schlimmer:
„Statt einen Straftäter abzuschieben, müssen wir ihn in
Deutschland auf freien Fuß setzen“ - das hat Staatssekretär
Werner Lichtenberg vom Niedersächsischen Innenministerium
gesagt (nachzulesen in FOCUS 41/2000)

In welchem Zusammenhang sthet dieser Satz? Focus lese ich nicht…

Salzmann

Hallo, Beobachterin, Hallo, Salzmann

es wird immer vom Ausländerhass in Deutschland gesprochen. Habt Ihr mal Deutsche gefragt, die im Ausland leben und arbeiten?
Ich kenne verschiedene, die genau die gleichen Probleme hatten, wie die Ausländer in Deutschland (soll aber keine Entschuldigung für Straftaten sein, auch nicht für Anfeindung). Meine Cousine war 10 jahre in Australien (Melbourne). Ich weiß, dass sie kein streitsüchtiger Mensch ist. Trotzdem wurde sie als Deutsche beschimpft und angefeindet. Eine Bekannte, Übersetzerin, lebte lange Jahre in Griechenland auf einer größeren Insel. Erst hatte nur die Tochter Probleme: sie würde griechischen Kindern den Schulplatz wegnehmen (kommt Euch der Spruch,leicht abgewandelt, nicht bekannt vor?). Als es ihr finanziell schlecht ging, wurde sie sofort zur unerwünschten Person: sie würde auf Kosten der Allgemeinheit leben! Auch bekannt, oder? So könnte man weitererzählen. Was ich damit sagen will: in jedem Land, in dem man zu Besuch ist (nicht nur als Tourist) ist man nur solange beliebt, wie man gebraucht wird. Fühlen sich aber einige in ihrer Freiheit, Beschäftigung… eingeengt, wird der Fremde sehr schnell merken, dass er nicht dazu gehört. Wer am meisten darunter leidet, ist immer die zweite Generation. Die sind mit der Denkweise des „Gastlandes“ aufgewachsen, die können nicht mehr zurück in die Heimat der Eltern. Eine Türkin, deren Eltern aus dem Ostteil Anatoliens stammen, würde elendig eingehen, wenn sie dorthin zurück müsste! Eine provozierende Frage: woran erkennt man einen Deutschen? An der Hautfarbe? Augenfarbe, Fingernägel? Am „schmutzig sein“? Wir haben hier seit jeher „reinblütige“ Deutsche gehabt, die eher nach Sizilien oder in die Mongolei passen würden. Meine Meinung dazu: einen Deutschen erkennt man an seiner Denkweise, Kultur, Zivilisation, vielleicht auch am Gebrauch der deutschen Sprache. Nicht einzelne dieser Eigenschaften, alle zusammen machen es aus.
Das mit dem Asyylrecht ist eine kitzlicge Angelegenheit: wo fängt die Verfolgung an und wo die Wirtschaftsflucht? Meine Frau hat lange jahre in einem Überstzungsbüro gearbeitet. Da sind die Pakistanier gekommen, um ihren eigenen Haftbefehl übersetzen zu lassen. Bezahlt haben die mit gebündelten Geldscheinen. Ich kann mich noch gut an ein großes Geschrei erinnern, als ein Ghanaese (?) zwangsweise abgeschoben wurde, obwohl er so schön Asyl sagen konnte und dabei heulte. Alle Zeitungen schrieben von der Unmenschlichkeit und dass er zu Tode gefoltert würde, wenn er in die Heimat käme. Als er in Ghana ankam, stellte es sich heraus, dass er zum regierungsbildenen Stamm gehörte. Als er daraufhin angesprochen wurde, grinste er nur!
Asyl muss (!) sein! Doch nur für die, die tatsächlich bedroht werden.
Kriminelle, die das Gastrecht mit Füssen treten werden in allen Ländern hart bestraft und spätestens nach Absitzen der Strafe ausgewiesen. Auch wenn sein Leben in Gefahr gerät. Denn das wusste er und hat in seine Kalkulatiion aufgenommen.
Ganauso halte ich es als einen Irrsinn, den Prozess gegen den kriminellen Türkenjungen (mir fällt der Name nicht ein, aber Ihr wisst schon, wen ich meine) wieder aufzunehmen. Es wurde schon festgestellt, dass er die zur Last gelegte Straftaten tatsächlich begangen hat. Er ist auch in der Türkei nicht resozialisierbar gewesen.
Grüße
Raimund

Hallo, Marion,

Schon klar, aber was geht im Hirn eines 14-jährigen vor, der
jüdische Friedhöfe verwüstet ? Wenn ich in dem Alter auch nur
an so etwas ähnliches gedacht hätte, wär mir der Hintern
versohlt worden, dass ich nicht mehr hätte sitzen können (und
die Verachtung meines ganzen Dorfes wäre mit ebenfalls gewiss
gewesen).

Du hast es genau getroffen! Das ist das Problem der Jugend: sie soll selbst herausfinden, wo ihre Grenzen sind. Und das ist nicht möglich!
Wenn Du heute Deinen Sohn oder Tochter etwas härter anfasst, weil er seine Grenzen nicht kennt, bist Du schon als autoritär und als Kinderprügler verschrien. Die heutigen psychologen sind der Ansicht, man sollte sich mit dem Kind hinsetzen und ihm erklären, was und warum falsch war. In der Theorie stimmt das. Was sagte vor Jahren eine Tochter zu ihrer Mutter? „Mamma, erklär mir nicht lange, was ich falsch gemacht habe, hau´ mir eine runter!“
Im ehemaligem Jugoslawien wurden Jugendliche wenn sie was angestellt hatten von der örtliche Polizei (Milicia) im Hinterzimmer windelweich geschlagen. Das tat weh! Aber die Zukunft des Jugendlichen war in Ordnung. Heute? Er stellt was an und kommt ins Gefängnis. Dort lernt er, wie man Autos knackt und Haustüren öffnet (zusätzlich wird er von schwulen Insassen missbraucht!)! Sein Weg ist vorprogrammiert. Außerdem steht in seinen Papieren: vorbestrat.
Was ist jetzt menschlicher? Die Tracht Prügel oder das Gerichtsverfahren?
Ich bin wirklich gegen die perügelstrafe, ob bei Eltern oder in der Gerichtsbarkeit. Aber ien Klapps zur rechten Zeit…

Grüße Raimund

Hallo, Raimund,

Du hast es genau getroffen! Das ist das Problem der Jugend:
sie soll selbst herausfinden, wo ihre Grenzen sind. Und das
ist nicht möglich!

Bist Du Dir sicher, daß die Kinder, die zu rechtsradikalen Straftaten neigen, eher die antiautoritär (ich meinen nicht autoritätslos) erzogenen sind?

Ich bin wirklich gegen die prügelstrafe, ob bei Eltern oder
in der Gerichtsbarkeit. Aber ein Klapps zur rechten Zeit…

Und bist Du sicher, daß Kinder immer das Richtige aus Schlägen lernen? Ich nicht, und zwar aus eigenem Erleben: Ich sollte jeden Abend um 18:00 Uhr zu Hause sein. Wenn nicht, dann setzte es etwas. Meine Reaktion: Wenn ich beim Spielen die Zeit vergaß und dann irgendwann die Uhr sechse schlagen hörte, sagte ich den anderen: "Jetzt können wir loslegen, ich habe alle Zeit der Welt, denn geschlagen werde ich sowieso…

Gruß, Karin

hallo, Karin,
es ist mir klar, dass auch eim gelegentlicher Klapps nicht unbedingt hilft! Es gibt einfach kein 100 % Mittel, seinen Kindern zu „zeigen, wo´s lang geht“.
Außerdem artet das oft in echte Züchtigung aus! Was auch wieder falsch ist. Und Du hast auch recht, wenn Du fragst, ob die Radaubrüfer… Ja, ich bin davon überzeugt, dass die heftig von Ihren Eltern versohlt wurden.
Schlag (schon wieder dieses Wort) vor: was ist die beste Methode, den Kindern ihre Grenzen zu zeigen: sag´ jetzt aber nicht : mit Liebe und Verständnis! Das Geleier kenn ich auch noch aus meiner Jugend.
Um gleich noch etwas hinzuzufügen: ich kann gut reden von Klapps, usw. Das letzte mal, dass ich meinen Sohn versohlt habe, war mit 4 Jahren. Das hat mir weher getan als meinem Sohn und geschämt hab´ich mich!!! Ich kann Dir gar nicht sagen wie. Er ist trotzdem wohl geraten! Auch mit all seinen Fehlern (Papa hat ja auch genügend).
Grüße
Raimund

Hallo Raimund

Wenn Du heute Deinen Sohn oder Tochter etwas härter anfasst,
weil er seine Grenzen nicht kennt, bist Du schon als autoritär
und als Kinderprügler verschrien. Die heutigen psychologen
sind der Ansicht, man sollte sich mit dem Kind hinsetzen und
ihm erklären, was und warum falsch war. In der Theorie stimmt
das. Was sagte vor Jahren eine Tochter zu ihrer Mutter?
„Mamma, erklär mir nicht lange, was ich falsch gemacht habe,
hau´ mir eine runter!“

oh, da hast du mich missverstanden. Das „Hintern versohlen“ war mehr im bildlichen Sinne gemeint. Ich halte überhaupt nichts davon, Kinder zu schlagen. Wer es nicht schafft, sich mit einem 14-jährigen hinzusetzen, und über „richtig und falsch“ zu diskutieren, hat IMHO in seiner Erziehung versagt.
Dein obiges Beispiel zeigt ja deutlich, dass Schlagen die einfache, aber sicher nicht die beste Lösung ist.

Im ehemaligem Jugoslawien wurden Jugendliche wenn sie was
angestellt hatten von der örtliche Polizei (Milicia) im
Hinterzimmer windelweich geschlagen. Das tat weh! Aber die
Zukunft des Jugendlichen war in Ordnung.

Naja, wenn ich mir anschaue, wie dort Krieg geführt wird, dann frag ich mich schon, wo solch ein Aggressivitätspotential herkommt. Von Menschen die gelernt haben, dass Konflikte im wesentlichen durch Gewalt ausgetragen werden, kann man wohl nicht viel diplomatisches Geschick erwarten.

Heute? Er stellt was

an und kommt ins Gefängnis.

14-jährige, die was angestellt haben, kommen niergendwo hin, schonmal gar nicht ins Gefängnis.

Dort lernt er, wie man Autos

knackt und Haustüren öffnet (zusätzlich wird er von schwulen
Insassen missbraucht!)! Sein Weg ist vorprogrammiert. Außerdem
steht in seinen Papieren: vorbestrat.

Ich geh mal davon aus, du redest hier von jungen Erwachsenen und keinen Kindern, richtig ?
Nundenn, Haftstrafe ist immer erst die letzte Möglichkeit (wenn es sich nicht gerade um ein Kapitalverbrechen handelt). Bei Ersttätern und minderen Delikten (z.B. Sachbeschädigung) ist Strafrecht weitaus liberaler. Ich denke, dass ist auch richtig so. Man kann von einem Erwachsenen schon erwarten, dass er sich über die Konsequenz seines Handelns im klaren sein sollte.

Was ist jetzt menschlicher? Die Tracht Prügel oder das
Gerichtsverfahren?
Ich bin wirklich gegen die perügelstrafe, ob bei Eltern oder
in der Gerichtsbarkeit. Aber ien Klapps zur rechten Zeit…

…führt wenn er mal ungerechtfertigterweise angebracht wird (und wie will man das entscheiden, wenn man sich nicht mit seinem Kind über Ursachen seines Handelns etc. unterhält) zu Hass und Verachtung von Kindern gegenüber ihren Eltern.

Gruss
Marion

Es ist noch viel schlimmer:
„Statt einen Straftäter abzuschieben, müssen wir ihn in
Deutschland auf freien Fuß setzen“ - das hat Staatssekretär
Werner Lichtenberg vom Niedersächsischen Innenministerium
gesagt (nachzulesen in FOCUS 41/2000)

In welchem Zusammenhang sthet dieser Satz? Focus lese ich
nicht…

Salzmann

Ich habe keine Zeit, den ganzen Artikel abzuschreiben. Der Staatssekretär hat aber auch dann recht, wenn man sich vor Augen hält, daß der Innenmnister von NRW einen Abschiebestopp für Zigeuner in den Kosovo verordnet hat. Sollen wir jetzt dieses Thema neu aufrühren?

Aber DAS hier abzuschreiben, dafür reicht meine Zeit grade noch:

Sechs Millionen Mark Sozialhilfe
Northeim. Türkische Großfamilien mit insgesamt rund 100 Mitgliedern haben den niedersächsischen Landkreis Northeim um Sozialhilfe in Höhe von sechs Millionen Mark betrogen. Die Türken stellten mit gefälschten libanesischen Pässen Asylanträge. Nachdem diese abgelehnt worden waren, hätten Heimreisedokumente nicht beschafft werden können, da unter den angegebenen Daten keine Eintragungen im Libanon vorlagen.

Quelle: Kölner Morgen vom 18.10.2000

Feines Gastrecht, was hier mißbraucht wird.

hallo, Raimund,

Und Du hast auch recht, wenn Du fragst, ob
die Radaubrüfer… Ja, ich bin davon überzeugt, dass die
heftig von Ihren Eltern versohlt wurden.

Finde ich schön, daß Du das auch so siehst…

Schlag (schon wieder dieses Wort) vor: was ist die beste
Methode, den Kindern ihre Grenzen zu zeigen: sag´ jetzt aber
nicht : mit Liebe und Verständnis! Das Geleier kenn ich auch
noch aus meiner Jugend.

Wenn Du das (in meinen Augen richtige) nicht mehr hören kannst, dann probier es doch mal mit Geduld (in jeder Hinsicht) :wink:

Karin

maßlose Geduld

Wenn Du das (in meinen Augen richtige) nicht mehr hören
kannst, dann probier es doch mal mit Geduld (in jeder
Hinsicht) :wink:

Karin

Mit maßloser Geduld kann man sich richtige kleine Monster heranziehen, mit denen nachher in der Schule oder auch außerhalb kein Mensch mehr fertig wird. Vielleicht habt Ihr keine Ahnung, was es für kleine Teufel gibt.

Die linke Regierung - wenn sie noch lang am Ruder ist - bekommt ihre Gesellschaft, die sie verdient. Der totalitäre Staat ist dann die Folge - denn linksextrem und rechtsextrem unterscheiden sich exakt durch nichts.

Womit wieder einmal der Satz des Thomas von Aquin bestätigt wird: „Nichts ist sich näher als die Extreme“.

Feines Gastrecht, was hier mißbraucht wird.

übrigens, kannst du dir jetzt vorstellen, was mit denen geschehen wird?

Die linke Regierung - wenn sie noch lang am Ruder ist -
bekommt ihre Gesellschaft, die sie verdient. Der totalitäre
Staat ist dann die Folge - denn linksextrem und rechtsextrem
unterscheiden sich exakt durch nichts.

ähm… und wenn wir wieder eine rechte regierung bekämen, wo genau wäre dann der unterschied?

Hallo, Lars

ähm… und wenn wir wieder eine rechte regierung bekämen, wo
genau wäre dann der unterschied?

wie sie schon sagte: genauso weit, wie bei den Rechten! Nämlich bei der Rechtlosigkeit!
Grüße
Raimund