Tiger VI besser als Panther V

Rainer

P.S.: Spielberger kann bei diesen Fahrzeugen sehr hilfreich
sein.

Hallo nochmal, Rainer. Da hast Du recht. Aber ich glaube, daß das Internet gerade von denen genutzt wird, die eben nicht soviel Literatur zuhause haben. Wenn ich an mein Archiv denke, dann ist der Schwerpunkt unseres Hauses wohl kurz unter dem Dachfirst. Und wenn ich an die Kosten von Literatur auf diesem Gebiet denke, dann wundere ich mich, daß mich meine Frau nicht jeden Tag verdrischt. Und gerade Studenten und Jüngere haben doch sowieso nicht soviel Geld und suchen Tips oder Bilder im Internet. War jetzt bestimmt nicht als Kritik, sondern eher als wohlmeinende Ergänzung gedacht (Ich will nie wieder jemandem im Internet wehtun!)
Ade, wie wir Franken sagen, Kai-Reginald

Genau die, keine Durchschlagskraft, aber man konnte den Panzer
von der Anwesenheit von Pak benachrichtigen …

Herrlich, siehst Du, das ist der Stil, der mir hier so gefällt.

(Crashdive,:Shallow Waters, Subdown, Dead Soul …) mehr oder weniger mit:Atom-U-Booten im Mittelpunkt. Über den Zweiten Weltkrieg

gibt’s ebenfalls eine Serie, die aber durchaus eher
Actioncharacter hat (Jagd vor Afrika, U-Boot im Fadenkreuz,
Weiter Atlantik, …) Und nein, die Titel sind nicht von mir
sondern von der Marketing-Abteilung. Ansonsten gibt es seit
Januar den ersten Mainstreamthriller, Golden Gate, den ich in
Deutsch gemacht habe. Ich hab ne Brücke geklaut … na ja,
nicht richtig geklaut, aber irgendwie schon.

Gruß
Peter B.

Jetzt wird es aber richtig interessant! Habe Kollegen von der Runde hier erzählt, und ich glaube in Bern in einem großen Buchladen etwas von Dir mit diesen englischen Titeln gesehen zu haben. Muß aber bis Oktober warten, wenn wir auf der Spielzeugausstellung dort wieder vertreten sind, um nachzusehen. Bis bald, Kai-Reginald, der Autogrammjäger (würdest Du ein Buch von Dir signieren?)

Ist wohl war dass die jüngeren Leute Internet vorziehen. Preislich ist für mich als Studenten der regelmäßige Kauf von Fachliteratur nicht drin.
Qualitativ ist das Internet aber keine besonders gute Weide.

Klabauter

Hallo Klabauter,
das ist durchaus richtig, aber ich nehme an, dass du dich etwas in der Uni-Bibliothek auskennst. Und da findet man im Teil Geschichte jede Menge.
Gruss
Rainer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Klabauter,
das ist durchaus richtig, aber ich nehme an, dass du dich
etwas in der Uni-Bibliothek auskennst. Und da findet man im
Teil Geschichte jede Menge.

In der hektischen Welt heutzutage hat men schlichtweg keine Zeit sich Stunden für eine Recherche in einer Bibliothek zu nehmen.
Zudem bin ich auf einer technischen Hochschule, da haben wir keine Bücher über Geschichte. Und über Panzer haben wir schon gar nichts.

Hätte ich die Zeit und wüsste über den Bestand einer ansehnlichen Literatursammlung, zu der ich Zugang hätte, so würde ich dies nicht ausschließen. Bücher machen Spaß.

Klabauter

(würdest Du ein Buch von Dir signieren?)

Würd ich, aber ich lebe in den USA, Mail mich mal außerhalb des Boards an, weil das nicht hierher gehört.

Gruß
Peter B.

Peter, rette uns! Gib uns Deine Weisheit!

Eigentlich war das bei den meisten WWII-Panzern mehr oder weniger eine Art Umsetzung, ähnlich eines Getriebes, das immer im gleichen Gang lief, zusätzlich zum eigentlichen Hauptgetriebe. Panzer bewegen sich ja eigentlich nicht wirklich schnell währen die Drehzahl der Motoren doch relaitv schnell ist. Das Seitenvorgelege dient also mehr dazu ein Umsetzungsverhältnis zu schaffen. Beim T34 so ungefähr 5:1, beim KW-1 so etwa 13:1. Das bedeutet hohes Drehmoment im unteren Bereich. Technisch gesehen war das ein Ein-Gang-Planetengetriebe. Bei den russischen Panzern waren zusätzlich die Antriebsräder hinten (wirkten natürlich auf die Kette), was zusätzlich, da der Morot auch hinten saß, eine Kraftumlenkung auf engem Raum bedeutete. Daher die Probleme.
Der Panther hatte am Anfang wohl ähnliche Probleme.
Soweit, wie ich das Ding verstandne habe. Es gab zwei pro Panzer (auf jeder Seite eines).

Peter B.
Schriftsteller -> lehnt regelmäßige Arbeit aus prinzipiellen Erwägungen ab.

Eigentlich war das bei den meisten WWII-Panzern mehr oder
weniger eine Art Umsetzung, ähnlich eines Getriebes, das immer
im gleichen Gang lief, zusätzlich zum eigentlichen
Hauptgetriebe. Panzer bewegen sich ja eigentlich nicht
wirklich schnell währen die Drehzahl der Motoren doch relaitv
schnell ist. Das Seitenvorgelege dient also mehr dazu ein
Umsetzungsverhältnis zu schaffen. Beim T34 so ungefähr 5:1,
beim KW-1 so etwa 13:1. Das bedeutet hohes Drehmoment im
unteren Bereich. Technisch gesehen war das ein
Ein-Gang-Planetengetriebe. Bei den russischen Panzern waren
zusätzlich die Antriebsräder hinten (wirkten natürlich auf die
Kette), was zusätzlich, da der Morot auch hinten saß, eine
Kraftumlenkung auf engem Raum bedeutete. Daher die Probleme.
Der Panther hatte am Anfang wohl ähnliche Probleme.
Soweit, wie ich das Ding verstandne habe. Es gab zwei pro
Panzer (auf jeder Seite eines).

Danke Herr Schriftsteller,
jetzt kann ich mir vorstellen was ein Vorgelege ist. Warum gehen eigentlich die ganzen gebildeten Deutschen in die USA (Vergleich Oppenheimer und Braun)?

Klabauter

Hallo,

Warum gehen eigentlich die ganzen gebildeten Deutschen in die USA
(Vergleich Oppenheimer und Braun)?

Oppenheimer hat D gar nicht verlassen. Er war Jude und schon seine Vorfahren verließen D, wahrscheinlich weil sie sich dort ein besseres Leben erhofften.
Aber viele kluge Köpfe verließen D zur Zeit des Nationalsozialismus weil sie verfolgt wurden, natürlich vor allem solche jüdischer Herkunft.
Von Braun konnte nach dem Krieg in D. nicht mehr in seinem Feld arbeiten. Hier gab es keine Raketenentwicklung mehr. Außerdem hatte er auch keine ganz reine Weste, vielleicht hätten die Amerikaner da sonst noch mal genauer nachgesehen. Wo er dann aber für sie arbeitete…
Später und bis heute gehen viele in die USA des Geldes wegen. Spitzen-Leute können dort auch in der Forschung einfach ganz andere Gehälter bekommen und allgemein eine großzügigere Förderung und wohl auch weniger Bürokratie.

Gruß
Werner

Hallo,

Warum gehen eigentlich die ganzen gebildeten Deutschen in die USA

Hallo,

in meinem Fall war das eine relativ einfache Sache. Schriftsteller trifft Schriftstellerin in einem Chat anläßlich Buchvorstellungen. Man trifft sich hier, man trifft sich da, man trifft sich immer wieder. Und da meine inzwischen Ehefrau kein Deutsch spricht, aber ich Englisch, leben wir eben in den USA.
Was die Schriftstellerei angeht, sind Dinge aber wirklich etwas einfacher. Ein amerkanischer Schriftsteller braucht von dem Moment, in dem er seine Geschichte verkauft hat bis zu dem Moment in dem das Buch in den Regalen steht 3-6 Monate. Ein Deutscher 1-2 Jahre. Oft genug, gerade als Thrillerautor, werden Konzepte auch abgelehnt mit dem mehr oder weniger unverschleierten Hinweis, dass das kein deutsches Genre ist. Weswegen Schätzing, Eschbach und meine Wenigkeit jetzt hier mehr und mehr aufbauen.

Gruß
Peter B.

Hallo,

Was die Durchschlagskraft anging, was die 88 wohl ziemlich das
Nonplusultra der Zeit.

Die 88er war doch eigentlich eine Flugabwehrkanone oder? Die
sollen doch eingentlich eine Splitterwirkung haben. Oder ist
88er nur für das Kaliber die Angabe und es wurde
panzerbrechende Munition benutzt?

es kommt dabei immer auf die entsprechende L/xx an. Die
Kanone vom Tiger I war so wie die vom Panther.

L/xx war das Modell, es war natürlich zunächst auch mal eine Frage der Munition.

D.h.
hohe V0 und eine große kinetische Energie (wenn mit
Pnzerbrecher geschossen) durch relativ „spitze“ Granaten.
Deswegen wurden ja auch viele 88 auf Lafette in Russland im
Erdkampf eingesetzt.

Weil es nichts besseres gab und es auch eine Panzergranate für
die diversen 88 mm Flaks gab.

Die 88 schlug die 15, die es ja auch gab, um Längen. Die Durchschlagskraft war vergleichbar trotz kleineren Kalibers, aber die Kanone konnte schneller abgeprotzt, gerichtet und wieder aufgeprotzt werden, Außerdem war Präzision ein Thema.

Der einzige Kritikpunkt, den ich gehört habe (von alten
Tigerfahrern) war, dass es wohl etwas schwieriger war, zu
treffen als mit dem Panther. Was wahrscheinlich, wie Du
bereits gesagt hast, an dem Fahrwerk lag.

Was hat das Fahrwerk mit der Ersttreffwahrscheinlichkeit zu
tun? Es ist zuerst eine Frage der Zieloptiken,
Qualität/Erfahrung des Richtschüten etc.

Theoretisch nichts … bis man mit dem Ding in eine echte Kampfsituation gerät und die ganze Theorie den Hasen gehört. Panzer neigen nämlich dazu, aus der Bewegung zu schießen. Wenn sie erst stoppen, sind sie Ziel. Und das Fahrwerk des Panther schwankte weniger bei Richtungsänderungen nach.

Gruß
Peter B.

Hallo,

Du musst ja vergleichen, was aktuell war, als der Entwicklungsauftrag für den Tiger I vergeben wurde. Nach den (vermeintlichen) Erfahrungen mit dem Tiger I, flossen diese Erfahrungen ja ebenfalls in den Königstiger ein.
Ich kann jetzt natürlich nicht sagen, wie viele wegen mechanischer Probleme und wie viele wegen mangelnder Geländeerkundung ausfielen. Dass jedes neue Panzermodell der Geschichte zuerst seine Kinderkrnakheiten hatte, ist klar. Die Dinger sind etwas komplexer als ein Fahrrad.
Was den taktischen Ansatz anging, so war 1942 wa wohl generell eine eher schlechte Zeit. Da versuchte man Panzer ohne Infanteriedeckung loszuschicken (was sich besonders im Kampf in Ortschaften als kritisch erwies), da kamen die Russen auf die Idee, ihre Panzer aus vorbereiteten Deckungen schießen zu lassen und solche Sachen bei denen die Panzer ins offenen Messer liefen. Geländeerkundung war nur eine Sache (wobei die natürlich auf dem Rückzug einfacher als auf dem Vormarsch ist). Man muß bei dieser Sache auch etwas betrachten, dass sich der Krieg technisch in der Zeit während der Tiger I noch entwickelt wurde, veränderte. Ab Spätsommer '41 tauchten zum Beispiel Stalinorgeln auf. Die Deutschen erkannten das Porblem erst in Leningrad in größerem Umfang. Aber unter anderem wurde damit auch die deutsche Taktik entsprechend große Panzerformationen gegen einzelne Stellen der Verteidigungslinie anzusetzen. Weil die Raketenwerfer einfach den Bereitschellungsraum abstreuten.
Da spielten also viele Faktoren eine Rolle. Zu sagen, drei von vier fielen wegen der Summe der Ursachen aus, ist etwas vereinfacht.

Gruß
Peter B.

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Na ja, und dann gibt es da immer noch ein kleines Problem. Auch Fachbücher, wie Internetseiten, geben immer die Meinung des Verfassers wieder. D.h. nützen tut das alles erst was, wenn man mehrere Bücher vergleicht und dann vielleicht auch noch mit Leuten spricht, die das Zeug selbst gefahren haben. Was Spielberger und Co (Doyle, Feist) angeht, so schätze ich die Liebe zum Detail und die ausgiebige Recherche, aber wenn es an die Einschätzungen geht, werde ich manchmal mißtrauisch weil sich die schönen Daten auf dem Papier manchmal in Kampfsituationen nicht umsetzen lassen. Deswegen, Spielberger hilft … solange es bei Daten und Technik bleibt.

Gruß
Peter B.

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Hallo,

Was hat das Fahrwerk mit der Ersttreffwahrscheinlichkeit zu
tun? Es ist zuerst eine Frage der Zieloptiken,
Qualität/Erfahrung des Richtschüten etc.

Theoretisch nichts … bis man mit dem Ding in eine echte
Kampfsituation gerät und die ganze Theorie den Hasen gehört.
Panzer neigen nämlich dazu, aus der Bewegung zu schießen. Wenn
sie erst stoppen, sind sie Ziel. Und das Fahrwerk des Panther
schwankte weniger bei Richtungsänderungen nach.

Das ist der heutige Stand der Panzertechnik, damals gab es ausser bei dem M 4 keine Rohrstabilisierung. Hier etwas zum Schiessen aus der Bewegung beim Tiger I, besonders die Seite 76 ist interessant:
http://www.fprado.com/armorsite/TIGER-1%20FILES/tige…
Viel Spass beim Lesen.
In WK II haben Panzer im Normalfall einen Schiesshalt eingelegt. Allerdings bei der 7. PD hat Rommel einmal befohlen auch aus dem Fahren zu Schiessen um die Franzosen noch mehr zu demoralisieren.
Gruss
Rainer

Hallo Rainer,

nett, ich habe gehört, dass es das Ding gab, habe aber nie eine gesehen (die Tigerfibel mein ich).
Aber nun mal im ernst, die 7.PD in Frankreich hatte offensichtlich keine Tiger. Wir reden da von 1940. Die Geschichte mit „Feuern aus dem Fahren“ um die Franzosen zu demoralisieren, hab ich gehört. Aber ich kenne keinen, der bei der Sache dabei war. Jeder hat die gehört.
Es wurde nicht mit Rohrstabilisierung geschossen, es wurde in der Aufwärtsbewegung geschossen, das war ja gerade das Problem. Da der Tieger am Anfang immer noch öfter der Angreifer war, war zwar die Dienstvorschrift recht hübsch, aber die konnten nicht einfach ne Schießpause einlegen weil sie nämlich auf die andere Seite zufuhren. Und spätestes '43 war da einiges zwischen der Theorie und der Praxis auseinander gegangen. Da wurde dann ogtmals nicht auf 800m oder 500m. gearbeitet sondern da wurden wilde Kurbeileien auf zum Teil unter 100m provoziert (weil ja vile der Gefechte auch Gefecht in Ortschaften waren, wo keiner so weit sehen konnte weil Reste von Gebäuden im Wege standen.
Besonders hübsch finde ich die Sparsammkeitsseite der Fibel. Da wird extra daruaf hingewiesen, dass es billiger ist, jemanden zu überrollen anstatt zu schießen. Versuch macht kluch … allerdings nur einmal, wenn der Bursche den man überrollt zufällig ne geballte Ladung dabei hat.
Nehmen wir die Panzerfibel als historische Quelle, aber wie mit allen Quellen, sehen wir auch die Intention. Das Ding wurde benutzt, um jungen Panzerbesatzungen die ersten Schritte beizubringen. Da wird der T34 als „Dein armer Gegner“ bezeichnet und in dem ganzen Ding kommt (soviel ich jetzt gesehen habe) tatsächlich auf 92 Seiten einmal die Erwähnung vor, dass der andere Panzer möglicherweise zurückschießen könnte (bei Entfernungen).
Ich bleibe also dabei, auch gestützt auf das, was ich von den Leuten hörte, die die Dinger wirklich gefahren haben, dass es einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis gab.

Gruß
Peter B.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

nett, ich habe gehört, dass es das Ding gab, habe aber nie
eine gesehen (die Tigerfibel mein ich).

Das Ding gibt es auch als Nachdruck.

Aber nun mal im ernst, die 7.PD in Frankreich hatte
offensichtlich keine Tiger. Wir reden da von 1940. Die
Geschichte mit „Feuern aus dem Fahren“ um die Franzosen zu
demoralisieren, hab ich gehört. Aber ich kenne keinen, der bei
der Sache dabei war. Jeder hat die gehört.

Die 7. PD hatte mit Masse Pz 38(t) und dessen Kanone man nicht mit der Tigerkanone vergleichen kann.

Es wurde nicht mit Rohrstabilisierung geschossen, es wurde in
der Aufwärtsbewegung geschossen, das war ja gerade das
Problem. Da der Tieger am Anfang immer noch öfter der
Angreifer war, war zwar die Dienstvorschrift recht hübsch,
aber die konnten nicht einfach ne Schießpause einlegen weil
sie nämlich auf die andere Seite zufuhren. Und spätestes '43
war da einiges zwischen der Theorie und der Praxis auseinander
gegangen. Da wurde dann ogtmals nicht auf 800m oder 500m.
gearbeitet sondern da wurden wilde Kurbeileien auf zum Teil
unter 100m provoziert (weil ja vile der Gefechte auch Gefecht
in Ortschaften waren, wo keiner so weit sehen konnte weil
Reste von Gebäuden im Wege standen.

Tiger kämpften sehr selten auf nächste Nähe. Gerade seine Kanone erlaubte es, quasi jeden russischen Panzer auf grössere Entfernung auszuschalten. Dass es in bestimmten Situationen zu „Nahkampf“ kam ist klar, z. B. Villers-Bocage.
Ich habe gerade eine französische militärhistorieche Zeitschrift gelesen. Und da wurde seltsamerweise etwas von Schiessstellung geschrieben. Acht von zehn Tiger I fuhren in ein eigenes, von den Russen verstärkten Minenfelds als sie in ihre Schiessstellungen fuhren. Im Normalfall wurde Schiesshalt gemacht.
Im übrigen, die ersten LeoI Lose mussten auch noch Schiesshalt einlegen um gezielt zu schiessen.
Gruss
Rainer

Moin!

nett, ich habe gehört, dass es das Ding gab, habe aber nie
eine gesehen (die Tigerfibel mein ich).
Besonders hübsch finde ich die Sparsammkeitsseite der Fibel.
Da wird extra daruaf hingewiesen, dass es billiger ist,
jemanden zu überrollen anstatt zu schießen. Versuch macht
kluch … allerdings nur einmal, wenn der Bursche den man
überrollt zufällig ne geballte Ladung dabei hat.

Peter, ich bin im Netz auf die Fibel für den Panzernahkampf gestoßen, Mann gegen Maschine. Werde den Link bei erneutem Fund reinstellen falls es interessant ist.

Da wird der T34 als „Dein armer Gegner“
bezeichnet und in dem ganzen Ding kommt (soviel ich jetzt
gesehen habe) tatsächlich auf 92 Seiten einmal die Erwähnung
vor, dass der andere Panzer möglicherweise zurückschießen
könnte (bei Entfernungen).

„Die können zurück schießen!“ Wie konnte man so etwas nur auslassen. Das passt in das propagandistische Gesamtkonzept der Nationalsozialisten doch prima rein.
Dafür sind dann aber Zeichnungen (Tigerfibel) von nackten Weibern enthalten…sehr nützlich.

Klabauter

Hallo,

hier kommen wir den Dingen näher. Also, die 7PD in Frankreich hatte keine Tiger und was die Kanone des 38t angeht, so können wir zumindest davon ausgehen, dass sie Lärm machte, also eventuell demoralisierend wirkte. Also Frankreich 1940, ok und abgehakt.
Interessant ist die Sache mit der Feuerstellung, weil das auch so ein Tigerding ist. Als es mit der eigenen Artillerie in Russland immer schlechter aussah, nutzte man die Tiger auch manchmal zum Vorbereitungsschießen. Da rollten die Panzer dann in eine bestimmte Stellung, von der aus sie auf Maximalentfernung gegnerische Bunker, Gräben oder auf was man es abgesehen hatte, erreichen konnten. Ersetzte natürlich keine vollgültige Artillerie mit VB und indirektem Beschguss, war aber besser als nichts. Und manchmal, weil sich Dinge im Krieg ziemlich schnell bewegen, gehörte das Gelände mit der geplanten Feuerstellung ein paar Stunden vorher noch den anderen - die, blöde waren die ja auch nicht, ein paar Minen zurückließen. Oder man hatte vergessen, dass man da selber vor dem letzten Rückzug ein Minenfeld ausgelegt hatte. Oder beides.
Das wurde vor allem mit dem Tiger gemacht, weil (trotz auf dem Papier Vergleichbarkeit) die Kanone des Panthers da eben doch nicht so wirksam war. Und was die älteren Modelle anging … vergessen wir die.
Was den Nahkampf anging: Tiger vermieden ihn - wenn man sie ließ. Da die russische Panzertaktik aber darauf abzielte, gerade die Tiger im Nahkampf zu erwischen und der T34 schneller war (und zahlenmäßig überlegen) klappte das nicht immer. Und immer seltener.
Was die Laufwerksprobleme anging, so hatten in Russland alle Panzer Probleme. Der Schlamm dort soll eine durchaus eigene Qualität gehabt haben. Neicht einmal die Russen, und die kannten das Land ja, kamen wirklich damit klar. Und außerdem hat jedes neue Panzermodell zuerst seine Kinderkrankheiten gehabt. Bei manchen wurden sie ausgemerzt (Tiger, T34, Panther), bei anderen wurde es als grundsätzlicher Konstruktionsfehler hingenommen (Sherman, KW-1). Das ist ja technisch alles nicht so ganz einfach. Wie viel Druck wirkt denn auf einer bestimmten Laufrolle bei sagen wir 800 PS über Getriebe und Seitenvorgelege und Kette? Ist eine Fangrfrage, weil der Wert vom Schlamm abhängt, durch den sich das Biest gerade durchkämpft, und der ist während der Entwicklungsphase einfach unberechenbar.
Noch einmal: Schießpause. Wie auch bei den ersten Leo-Losen - in der Thoerie war die Schießpause verlangt. Sie wurde evt. auch gemacht, wenn man auf große Entfernung kämpfte. Im Nahkampf jedoch, musste man in Bewegung bleiben. Nur begann Nahkampf gegen T34 für einen Tiger auch schon bei rund umd bummelig 800m (wenigstens gegen die späteren Modelle mit der 85er). Wie mir einer der alten Herren freundlicherweise erklärte: Es gab mehr T34 als Tiger. Wenn der Tiger stoppte um einen sauber zu erledigen, war da immer noch ein zweiter T34 der ihn erledigte. Es gab Panzerkommandanten die stoppten um einen sauberen Schuß anzubringen. Leider können wir auf deren Erfahrungsberichte nicht mehr zurückgreifen …

Gruß
Peter B.

Hallo,

Und manchmal, weil sich Dinge im
Krieg ziemlich schnell bewegen, gehörte das Gelände mit der
geplanten Feuerstellung ein paar Stunden vorher noch den
anderen - die, blöde waren die ja auch nicht, ein paar Minen
zurückließen. Oder man hatte vergessen, dass man da selber vor
dem letzten Rückzug ein Minenfeld ausgelegt hatte. Oder
beides.

Die Russen hatten das deutsche Minenfeld erkannt, aber da diese Minen einem Tiger nichts anhaben konnten wurden, z. B. Artilleriegranaten darunter gesetzt.

Was den Nahkampf anging: Tiger vermieden ihn - wenn man sie
ließ. Da die russische Panzertaktik aber darauf abzielte,
gerade die Tiger im Nahkampf zu erwischen und der T34
schneller war (und zahlenmäßig überlegen) klappte das nicht
immer. Und immer seltener.

Da frage ich mich aber warum einzelne Tigerpanzer ziemlich hohe Abschusszahlen hatten. Die wurden nicht im Nahkampf erzielt.

Noch einmal: Schießpause. Wie auch bei den ersten Leo-Losen -
in der Thoerie war die Schießpause verlangt. Sie wurde evt.
auch gemacht, wenn man auf große Entfernung kämpfte. Im
Nahkampf jedoch, musste man in Bewegung bleiben. Nur begann
Nahkampf gegen T34 für einen Tiger auch schon bei rund umd
bummelig 800m (wenigstens gegen die späteren Modelle mit der
85er). Wie mir einer der alten Herren freundlicherweise
erklärte: Es gab mehr T34 als Tiger. Wenn der Tiger stoppte um
einen sauber zu erledigen, war da immer noch ein zweiter T34
der ihn erledigte. Es gab Panzerkommandanten die stoppten um
einen sauberen Schuß anzubringen. Leider können wir auf deren
Erfahrungsberichte nicht mehr zurückgreifen …

Da kann ich nur einmal empfehlen in einem Panzer auf dem Richtschützenplatz bei ausgeschalteter Stabilisierung mitzufahren. Im Normalfall lief ohne Schiesshalt nichts, das war oft Munitionsverschwendung.
Gruss
Rainer

Hallo,

Da kann ich nur einmal empfehlen in einem Panzer auf dem
Richtschützenplatz bei ausgeschalteter Stabilisierung
mitzufahren. Im Normalfall lief ohne Schiesshalt nichts, das
war oft Munitionsverschwendung.

Ich kann mich nur auf die Erfahrungen der Herren berufen, die dort waren. Deren Erlebnisse und Erfahrungen sind oft subjektiv, logischerweise. Aber die taktische Situation leuchtet mir ein. Und die darauffolgende Erklärung, dass in diesem Punkt der Panther einen Vorteil hatte, eben wegen dem besseren Fahrwerk. Aber das die immer halten mussten um zu schießen ist eine Brücke über die ich nicht gehe.

Gruß
Peter B.