Hallo Forum,
Hauptsächlich kreist meine Frage um das richtige Garen. Hohe
Gartemperaturen sind für die Lebensmittel schädlich, daher wird das
schonende Dämpfen oder Dünsten empfohlen. Doch sind die
Gartemperaturen hier nicht auch zu hoch?
Ich habe im Besonderen eine Frage zum richtigen Umgang mit
Lebensmitteln, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Das
Küchen-Öl nicht zu erhitzen, ist leicht, doch was tue ich, wenn das
Lebensmittel selbst, das ich zubereiten will, diese empfindlichen
Fette enthält?
Fette soll man nicht zu hoch erhitzen, da dabei unter Zutritt von
Sauerstoff freie Radikale entstehen, bzw. die giftigen Transfette
gebildet werden. So weit so gut. Wegen dieser ungünstigen Zersetzung
der Fette noch unter ihrem Siedepunkt soll man also gerade die
empfindlichen ungesättigten Fettsäuren auch nur kalt nach dem Garen
oder für Salate benutzen.
Wie sieht es nun bei der Zubereitung von Fisch aus? Lachs enthält
besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Ich habe im Netz gelesen, dass
man Öl, z.B. Walnussöl das reich an Omega-3-Fettsäuren ist, deshalb
nicht über 60ºC erhitzen soll. Dies sollte bei den Fettsäuren im
Fisch nicht anders sein, oder irre ich mich hier? Wenn man den Fisch
nun im eigenen Saft dünstet, entstehen Temperaturen um 100ºC durch
den heißen Dampf, der auch Sauerstoff enthält und somit das Lachs-
Fett noch zusätzlich ungünstig oxydieren lassen könnte. Muss ich nun
damit rechnen, dass ich durch das Dämpfen die ungesättigten
Fettsäuren des Fischs zerstört habe?
Wären Sushis die bessere Art, Lachs zu essen?
Allgemein bin ich mir nicht sicher, wie gesund dieses Dämpfen der
Speisen wirklich. Im Vergleich zu den Extremen: Zerkochen, Anbrennen
und Austrocknen, ist es sicher besser. Doch was kann man allgemein
über den Verlust von Nährstoffen beim Garen durch Dämpfen um die
100ºC sagen? Wäre es etwa sinnvoll, die Gartemperatur beim Dämpfen zu
reduzieren, z.B. auf 60º, also die Auftaufunktion zum Garen zu
nutzen?
Wer kann mir hier weiterhelfen?
Danke im Voraus
LG
Sprite
